Marx konkret

Marx konkret von Bies,  Michael, Mengaldo,  Elisabetta
Ein »artistisches Ganzes« - zum rhetorischen, stilistischen und poetologischen Charakter von Marx` Hauptwerk. Das Kapital gehört zu den bekanntesten und wirkmächtigsten Texten der politischen Ökonomie und modernen Philosophie. Über den zahllosen Kontroversen um Marx` Hauptwerk wurde bislang jedoch vernachlässigt, wie sorgfältig und durchdacht dieses gestaltet ist, wie intensiv es sich auf literarische Texte bezieht und selbst immer wieder mit poetischen und stilistischen Mitteln wie Metaphern oder narrativen Einschüben arbeitet und wie sehr der theoretische Ansatz des Kapitals von der Darstellungsweise dieses Textes abhängt. In 14 Beiträgen wird die Frage nach der Poetik und Ästhetik des Kapitals aus verschiedenen Perspektiven untersucht: vom Zusammenhang von Rhetorik, Polemik und Kritik über das Wechselspiel von Darstellung und Wissen, die Rolle von Erzählungen bis zum Verhältnis des Kapitals zur Erzählliteratur des 19. Jahrhunderts, bevor an den Beispielen von Sergej Eisenstein und Alexander Kluge abschließend zwei produktive Rezeptionen von Marx` Text im 20. Jahrhundert betrachtet werden.
Aktualisiert: 2019-11-20
> findR *

Zeichenform und Warenverkehr

Zeichenform und Warenverkehr von Brühwiler,  Wendelin
Wie kommunizieren Marken? Auch wenn die Konsumenten bestens mit ihnen zurechtkommen, wenn sie ihre Kaufentscheidungen treffen, und die Experten in Marketing- und Rechtsabteilungen ganz selbstverständlich mit ihnen arbeiten, bringt uns diese Frage in Verlegenheit. Brühwilers Studie untersucht die Entstehung des modernen Markenkonzepts. Sie setzt ein mit der Verunsicherung der kommerziellen Transaktionen im Rahmen expandierender Kommunikations- und Transportsysteme um 1840. In der Folge entsteht ein flexibles Bezeichnungsformat, das sich an die Medienumgebung anpasst, in Verwaltungsroutinen einspielt und im internationalen Recht verankert wird. Diese Entwicklung wird von Brühwiler am Beispiel der französischen »marques de fabrique et de commerce« untersucht und anhand von Konflikten im Handel und in der Industrie, von politischen und juristischen Kontroversen sowie der Registrierungspraxis empirisch rekonstruiert. Seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert eigneten sich Marken nicht mehr zur Identifizierung von Waren. Stattdessen richtete sich ihre Medienlogik nach dem Erfordernis der Unterscheidung von Angeboten am Markt von Grund auf neu aus. Die kommerzielle Kommunikation wurde so vom Verweis auf spezifische Qualitäten und Herkünfte der Ware entlastet. Der Wandel von der Identifizierung zur Unterscheidung konnte jedoch nicht kurzerhand dekretiert werden. Er vollzog sich vielmehr im Zusammenspiel kleiner Verschiebungen: in den Bestimmungen des Rechts, in der Orientierung der Akteure und in der administrativen Fixierung. Die in diesem Buch entwickelte Geschichte erschließt so die Karriere moderner Verlegenheiten im Umgang mit Marken und verweist die theoretischen Verkürzungen des Gegenstands auf eine medienhistorische Dynamik.
Aktualisiert: 2019-11-20
> findR *

Die Familie unter dem Mikroskop

Die Familie unter dem Mikroskop von Bock von Wülfingen,  Bettina
Wie eine bahnbrechende Entdeckung der Zellbiologie die Geschlechterhierarchie infrage stellte. Wenn Spermium und Eizelle sich bei der Zeugung vereinigen, geben beide ihr Erbmaterial an den Embryo weiter. Dieser seinerzeit revolutionäre biologische Befund von 1875 hatte weitreichende Folgen, nicht zuletzt für das Erb- und Familienrecht. Denn aus der Erkenntnis, dass väterliche und mütterliche Anteile an die Nachkommen weitergegeben werden, resultierten politische Fragen der Gleichberechtigung und der Verteilungsgerechtigkeit. Solche Themen waren speziell im Deutschen Kaiserreich virulent, als zwischen 1870 und 1900 das Bürgerliche Gesetzbuch entstand. Das BGB legte die Grundlage für das Verständnis von Familie als biologischer Einheit, Wirtschaftsgemeinschaft und von geschlechtlicher Arbeitsteilung, wie sie bis in das 21. Jahrhundert hinein wirksam geblieben ist.
Aktualisiert: 2019-11-19
> findR *

Menschen im Weltgarten

Menschen im Weltgarten von Detering,  Heinrich
Die Literatur als Labor des Nachdenkens über die Beziehung zwischen Mensch und Natur. Zur Entfaltung dessen, was seit 1866 »ökologisch« heißt, hat die Literatur auf ihre Weise ebenso beigetragen wie die Wissenschaft - in Lehrgedichten und Gedankenexperimenten, in der Kunst des genauen Hinsehens und mit spekulativer Energie. Seit dem Beginn der Aufklärung hat sie neue Modelle von den Beziehungen zwischen den Lebewesen entwickelt, unter Einschluss der Menschen. »Zuerst war ich ein Kraut«, dichtet Albrecht von Haller 1736, »und lange war ich noch ein Tier«. Goethe denkt diesen Gedanken weiter, von der »Metamorphose der Pflanzen« bis ans Ende des »Faust«. Aus Einfällen wie der Möglichkeit einer menschengemachten globalen Klimaerwärmung erzeugt Lichtenberg um 1800 seine aufgeklärte Science Fiction, und Alexander von Humboldt demonstriert in literarisch-wissenschaftlichen Grenzgängen, dass »alles Wechselwirkung« ist. Heinrich Deterings Buch verfolgt die Entdeckung der Ökologie in der Literatur von den Anfängen bis zur letzten Ausgabe von Humboldts »Ansichten der Natur.« Und es zeigt die einzigartigen Denkmöglichkeiten der literarischen Vorstellungskraft im Nachdenken über die »Menschen im Weltgarten«.
Aktualisiert: 2019-11-19
> findR *

Die Ökonomie des Skandals

Die Ökonomie des Skandals von Niekerk,  Carl, Vogt,  Margrit
Lektüren von der öffentlichen wie identitätspsychologischen Bedeutung des Skandals in Schnitzlers Werk. Kulturhistorisch zeichnet sich die Jahrhundertwende um 1900 durch Skandale aus, die inszeniert wie ungewollt Brüche mit Modegepflogenheiten, mit gender- und milieuspezifischen Verhaltenserwartungen oder mit sozialen Moralvorstellungen thematisierten. Der österreichisch-jüdische Autor Arthur Schnitzler (1862-1931) interessierte sich für dieses Phänomen. Er analysierte es mit großer Sensibilität für seine zugrundeliegenden Dynamiken und erregte mit seinen Texten manchmal bewusst Skandale. Die Beiträge dieses Buches verfolgen die Spur der vielfältigen Skandale in Schnitzlers Werk und ihre Rezeptionsgeschichte. Anhand des Skandals lässt sich einerseits zeigen, was die Zeitgenossen an Schnitzlers Texten provozierte und welche Machtstrukturen im Österreich der Jahrhundertwende am Werke waren. Andererseits fragte Schnitzler nach der individualpsychologischen Dimension des Skandalösen: Welche Auswirkungen hat ein Skandal auf die Psyche des Individuums? Und wie hängt der Skandal mit der Konstruktion der eigenen Identität (Sexualität, gender, Judentum) zusammen? Der Band stellt neue provokante Lektüren der Texte Schnitzlers vor - Lektüren, die nicht nur der Relevanz von Schnitzlers Werk für die Öffentlichkeit, sondern auch seiner identitätspsychologischen Komplexität gerecht werden.
Aktualisiert: 2019-11-19
> findR *

Conrad Ferdinand Meyer, Betsy Meyer – Hermann Haessel. Verlagskorrespondenz

Conrad Ferdinand Meyer, Betsy Meyer – Hermann Haessel. Verlagskorrespondenz von Haessel,  Hermann, Landshuter,  Stephan, Lukas,  Wolfgang, Meyer,  Betsy, Meyer,  Conrad Ferdinand, Osthof,  Lukas,  Wolfgang, Rickenbacher,  Elisabeth, Zeller,  Rosmarie
Eine reiche Quelle des literarischen Lebens im 19. Jahrhundert und das Zeugnis einer über 30 Jahre andauernden, spannungsreichen Autor-Verleger-Beziehung. Der sechste Teilband des Verlagsbriefwechsels versammelt die Korrespondenz der Jahre 1888 bis 1890 - jener Phase, in der nach zwölf hochproduktiven Jahren kein neues Originalwerk C.F.Meyers mehr auf den Markt kommt. Das erste Jahr ist geprägt von Meyers Atemwegserkrankung, die ihn in eine nervöse Depression stürzt und seinen Verleger Haessel in große Sorge versetzt. Der Beginn der Genesung geht einher mit der Verleihung des bayerischen Maximiliansordens Ende 1888. Während der Jahre 1889 und 1890 beschäftigt sich Meyer ausgiebig mit neuen literarischen Plänen, von denen aber viele nicht zur Vollendung gelangen. Des Weiteren berät er Haessel bei dessen neuen literarischen Veröffentlichungen, vor allem den »Berliner Romanen« von Theophil Zolling und Ernst Ziels scharfen »Modernen Xenien«. Erst im Laufe des Jahres 1890 findet Meyer den Stoff, der seiner letzten Novelle »Angela Borgia« (1891) zugrunde liegt. Haessel verbreitet unterdessen Meyers schon existierende Werke mit immer neuen kreativen Marketingideen.
Aktualisiert: 2019-11-19
> findR *

Polemische Moderne

Polemische Moderne von Röse,  Dirk
Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte - über die Faszination, die Mechanismen und die Strategien der Polemik in der Literatur. Wir leben in polemischen Zeiten. Aber war das nicht eigentlich schon immer so; zumindest seitdem die durchgreifende Modernisierung der Gesellschaft Konflikte hat aufbrechen lassen, die sich »zu einer Gesamtnot der Kultur« (Simmel) verdichtet haben? Dirk Rose zeichnet diese Geschichte, mit einem Schwerpunkt auf dem Feld der Literatur und Kulturphilosophie, nach. Im Zentrum der Untersuchung stehen nicht einzelne »Schriftstellerfehden«, sondern die Frage, wie sich polemisches Schreiben als eine eigenständige Form moderner Autorschaft etablieren konnte - und welche Folgen das für die Literatur und darüber hinaus hat. Deutlich wird, dass die Polemik integraler Bestandteil der Moderne ist, ohne die sie ihre Dynamiken wie ihre Konflikte kaum diskursiv bewältigen könnte. Alle Rufe nach einem Ende der Polemik kommen daher immer schon zu spät. Entscheidend ist vielmehr, die Mechanismen polemischen Schreibens und seine Strategien zu kennen, um angemessen darauf reagieren zu können.
Aktualisiert: 2019-11-19
> findR *

Auf den Spuren des Wals

Auf den Spuren des Wals von Lüttge,  Felix
Eine Medien- und Wissensgeschichte von Biologie und Ozeanographie im Kielwasser der Walfänger. Immer wieder entzieht sich der Wal wissenschaftlicher Klassifikation und Darstellbarkeit. Wale sind buchstäblich nicht zu fassen - als sich die neuen biologischen Wissenschaften im 19. Jahrhundert daran machten, »das Leben« zu erklären, blieb das der Wale ein Problem. Doch Walfänger durchkreuzten auf ihren Spuren im 19. Jahrhundert die Meere der Welt. Kartographen erschlossen auf den Spuren dieser Walfänger die Nordwestpassage und den pazifischen Ozean, während Naturhistoriker und Zoologen sie in die Lebensräume der Wale begleiten. Felix Lüttge erzählt die Geschichte der Walfänger, die den Walen, und der Wissenschaftler, die wiederum den Walfängern folgten.Es ist eine Medien- und Wissensgeschichte des Wals wie auch der Meere, die auf seinen Spuren durchfahren und vermessen wurden. Felix Lüttge beschreibt die komplexen Austauschprozesse, mit denen Walfänger und Wissenschaftler ökonomisches, ozeanographisches, zoologisches und geographisches Wissen hervorbrachten »Die Wale, von denen diese Untersuchung handelt, sind auch, aber nicht zuerst Teile einer Natur, die es zu ordnen galt. Sie sind Rohstofflieferanten und Wissensobjekte, und sie mussten erst mithilfe bestimmter Praktiken und Medien hervorgebracht werden.« Felix Lüttge
Aktualisiert: 2019-11-19
> findR *

Tumulte – Excesse – Pogrome

Tumulte – Excesse – Pogrome von Bergmann,  Werner
Die erste umfassende Darstellung der gegen Juden gerichteten kollektiven Gewalt in Europa im langen 19. Jahrhundert. Pogrome werden heute in erster Linie mit dem Mittelalter, Osteuropa oder der Zeit des Nationalsozialismus in Verbindung gebracht. Doch auch im aufgeklärten 19. Jahrhundert blieben Juden in kaum einem Land Europas von Übergriffen verschont. Teile der Bevölkerung reagierten auf die im Zuge der Entwicklung zur modernen Gesellschaft zunehmende Integration der Juden und ihren sozioökonomischen Aufstieg mit gewaltsamer Abwehr. Dies geschah vermehrt in Zeiten sozialer und politischer Umbrüche und Krisen und wurde noch angefacht durch die Agitation der aufkommenden antisemitischen Bewegung. Werner Bergmann bietet erstmals eine umfassende Darstellung dieser Ausschreitungen, die von geringfügigen Tumulten bis hin zu schweren Pogromen reichten. Zur Fundierung der Analyse der Ursachen und der Gewaltdynamik von Pogromen dient ihm dabei ein theoretisches Modell der Interaktionen der zentralen Akteure, zu denen die gewalttätige Menge, die angegriffenen Opfer, die Regierungen und Ordnungskräfte sowie die Zuschauer zählen. Eingebettet in ihre jeweiligen historischen lokalen wie nationalen Kontexte werden auf dieser Basis die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der einzelnen Pogromfälle und -wellen in europäisch-vergleichender Perspektive herausgearbeitet.
Aktualisiert: 2019-11-19
> findR *

Werke

Werke von Fouqué,  Friedrich de la Motte
Andreas Hofer, Anführer der Tiroler Aufstandsbewegung von 1809 und Freiheitskämpfer gegen die bayerische und französische Besetzung, wird in seiner Heimat mit zahlreichen Denkmälern als Nationalheld gefeiert. Friedrich de la Motte Fouqué bedient sich in seinen zwei Tragödien „Andreas Hofers Gefangennehmung“ und „Andreas Hofers Tod“ dieses historischen Stoffes und schafft eine Geschichtsschreibung in Dramenform. Dabei stellt seine poetische Bearbeitung mindestens zwei wichtige Fragen an die überlieferte Thematik: Wann ist ein gewalttätiger Widerstand gegen die herrschende Rechtsordnung legitim? Und welche Rolle im Weltgefüge soll sich der einzelne Mensch zumuten bzw. mit welcher Haltung hat er drohenden Gefahren für das eigene Leben zu begegnen? Claudia Stockinger, die für den Erstdruck des Doppeldramas die Handschriften Fouqués ediert hat, geht in ihrem kenntnisreichen Nachwort ausführlich auf diese Fragen ein und gibt durch umfangreiche Stellenerläuterungen zusätzliche Hinweise auf die geographischen, soziopolitischen und historischen Kontexte, auf die in den Stücken angespielt wird.
Aktualisiert: 2019-11-18
> findR *
MEHR ANZEIGEN

Bücher zum Thema 19. Jahrhundert

Sie suchen ein Buch über 19. Jahrhundert? Bei Buch findr finden Sie eine große Auswahl Bücher zum Thema 19. Jahrhundert. Entdecken Sie neue Bücher oder Klassiker für Sie selbst oder zum Verschenken. Buch findr hat zahlreiche Bücher zum Thema 19. Jahrhundert im Sortiment. Nehmen Sie sich Zeit zum Stöbern und finden Sie das passende Buch für Ihr Lesevergnügen. Stöbern Sie durch unser Angebot und finden Sie aus unserer großen Auswahl das Buch, das Ihnen zusagt. Bei Buch findr finden Sie Romane, Ratgeber, wissenschaftliche und populärwissenschaftliche Bücher uvm. Bestellen Sie Ihr Buch zum Thema 19. Jahrhundert einfach online und lassen Sie es sich bequem nach Hause schicken. Wir wünschen Ihnen schöne und entspannte Lesemomente mit Ihrem Buch.

19. Jahrhundert - Große Auswahl Bücher bei Buch findr

Bei uns finden Sie Bücher beliebter Autoren, Neuerscheinungen, Bestseller genauso wie alte Schätze. Bücher zum Thema 19. Jahrhundert, die Ihre Fantasie anregen und Bücher, die Sie weiterbilden und Ihnen wissenschaftliche Fakten vermitteln. Ganz nach Ihrem Geschmack ist das passende Buch für Sie dabei. Finden Sie eine große Auswahl Bücher verschiedenster Genres, Verlage, Autoren bei Buchfindr:

Sie haben viele Möglichkeiten bei Buch findr die passenden Bücher für Ihr Lesevergnügen zu entdecken. Nutzen Sie unsere Suchfunktionen, um zu stöbern und für Sie interessante Bücher in den unterschiedlichen Genres und Kategorien zu finden. Unter 19. Jahrhundert und weitere Themen und Kategorien finden Sie schnell und einfach eine Auflistung thematisch passender Bücher. Probieren Sie es aus, legen Sie jetzt los! Ihrem Lesevergnügen steht nichts im Wege. Nutzen Sie die Vorteile Ihre Bücher online zu kaufen und bekommen Sie die bestellten Bücher schnell und bequem zugestellt. Nehmen Sie sich die Zeit, online die Bücher Ihrer Wahl anzulesen, Buchempfehlungen und Rezensionen zu studieren, Informationen zu Autoren zu lesen. Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen das Team von Buchfindr.