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Technologische Dramen

Technologische Dramen von Grätz,  Tilo
Neue Mediengesetze und Technologien verändern das Radio in Westafrika. Tilo Grätz analysiert diesen Wandel am Beispiel der Aneignung von Radiotechnologien in der Republik Benin. Er zeigt: Die Prozesse vollziehen sich im Wechselspiel von Produzenten, Hörern und technischen Möglichkeiten unter dem Einfluss medien-politischer Institutionen. Es entwickeln sich lokale Radio-Kulturen, die sich in typischen Themen, Sendeformaten und Nutzungspraxen des Radios im Alltag manifestieren. Die erfolgreichsten Programme sind interaktiv und ermöglichen Diskussionen zu sozialen, politischen, aber auch persönlichen Problemen.
Aktualisiert: 2022-11-25
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Ethnie als Ware

Ethnie als Ware von Geisler,  Alexandra
Vorurteile und konstruierte Bilder in Bezug auf den oder die „Anderen“ sind kein wünschenswerter, jedoch ein vielfach beobachtbarer Bestandteil einer jeden Gesellschaft. Die Ethnie der Rroma gilt hierbei als eine der am meisten diskriminierten und an den gesellschaftlichen Rand gedrängten Minderheiten Europas. Zugleich weisen Untersuchungen auf eine erhebliche und überdurchschnittliche Präsenz von Rroma unter den Betroffenen des Menschenhandels hin. Alexandra Geisler fühlt hier nach und lässt dabei auch Rroma selbst zu Wort kommen. Sie untersucht die Differenzierungen und Kategorisierungen der Ethnie Rroma im Menschenhandelsdiskurs, offenbart die dabei beobachtbaren Strategien des „Otherings“ und hinterfragt diese kritisch auf ihre Selbstverständlichkeit. Denn die gesellschaftlichen Wahrnehmungen, Ansichten und kollektiv geteilten Bilder von Rroma dienen oftmals nur dazu, die vorherrschenden Machtgefälle, Herrschafts- und Unterdrückungsverhältnisse zu legitimieren oder diese noch zu verstärken.
Aktualisiert: 2022-10-03
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Ethnische Grenzen und Frontlinien in Angola

Ethnische Grenzen und Frontlinien in Angola von Bollig,  Michael, Götz,  Johanna, Möhlig,  Wilhelm J.G.
Die vorliegende Studie zur Geschichte des angolanischen Befreiungs- und anschließenden Bürgerkrieges seit 1961 befasst sich in erster Linie mit drei Faktoren, die, trotz internationaler Friedensbemühungen, zur kontinuierlichen Fortführung des Konfliktes beigetragen haben: Ethnizität, Nationalismus und Internationalisierung. Entgegen der häufigen Darstellung des Konfliktes als internationaler Stellvertreterkrieg, die sich auf die Zeiten des Kalten Krieges bezieht, weist hier die Autorin auf die Rolle der involvierten Staaten seit Beendigung dieser Ära hin. Die weiterhin internationale Dimension des Konfliktes zeigt sich in der wichtigen Stellung der Rohstoffexporteure und Waffenlieferanten der Weltmächte. Die Untersuchungen der möglichen Faktoren für eine Ethnisierung der Situation führen zu dem Ergebnis, dass es sich im angolanischen Beispiel um eine „politisierte Ethnizität“ handelt. Ethnische, geographische und regionale Zugehörigkeit bestimmen die Parteizugehörigkeit und werden von den politischen Führern im Wettkampf um den Zugang zu Ressourcen instrumentalisiert. Die Studie zeigt auf, dass Ethnizität als Motor zur Mobilisierung der ethnischen Gruppen, welchen die Teilnahme an der Ausschöpfung der landeseigenen Ressourcen bislang verwehrt wurde, missbraucht wird. Die hier dargestellten Ausführungen sind besonders für ethnologisch und politisch interessierte Leser auf dem Felde der Konflikt- und Friedensforschung von Bedeutung. Eine chronologische Darstellung im Anhang des Werkes gibt einen informativen Überblick über die neuere politische und Wirtschaftsgeschichte der Republik Angola. REZENSIONEN „Die Studie von Johanna Götz untersucht in erster Linie drei Faktoren, die dazu beigetragen haben, dass der Bürgerkrieg in Angola trotz vielfältiger Friedensbemühungen immer wieder ausbrach bzw. so lange angehalten hat. Diese drei Faktoren sind Ethnizität, Nationalismus und Internationalisierung. Der angolanische Bürgerkrieg wurde häufig als internationaler Stellvertreterkrieg während der Periode des ‚Kalten Krieges‘ in der Auseinandersetzung Ost/West bezeichnet. Weniger beachtet wurden die ethnischen Komponenten des Konflikts. Die Herausarbeitung dieser Seite des Bürgerkrieges liefert daher einen wichtigen Beitrag zum Gesamtverständnis der Situation Angolas. Außerdem enthält das Buch die Erklärungen wichtiger Abkürzungen und Begriffe sowie eine Chronologie zur Geschichte Angolas. Alles in allem sehr empfehlenswert.“ (Eberhard Wenzel in „amnesty international/Rundbrief“ 8/2002, 39) „Sachbücher über das größte portugiesischsprachige Land Afrikas – Angola – in der deutschen wissenschaftlichen Literatur sind selten. Deswegen freut man sich über Neuerscheinungen.“ (Lukonde Luansi in „Indaba“ 36/2002, 27)
Aktualisiert: 2021-10-25
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Sätze und Gegensätze – Beiträge zur Volkskultur / Vorträge, Leitartikel, Reden, Glossen, Zitate…

Sätze und Gegensätze – Beiträge zur Volkskultur / Vorträge, Leitartikel, Reden, Glossen, Zitate… von Härtel,  Hermann
Männer wie Hermann Härtel sind rar. Singen und Musizieren sind für ihn „Lebensmittel“, und sein Leben ist eine permanente „Wortmeldung“ zu allen erdenklichen Themen der Volkskultur und Volksmusik. Seine Wege sind immer beseelt vom Geist der Begegung, der seine schönste Bestätigung darin findet, wenn man miteinander singt: bereits in der Familie mit den Kindern, im Dorf, beim Fest, beim Wirt, auf der Alm.
Aktualisiert: 2015-12-27
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O Kreutzer, theurer Meister

O Kreutzer, theurer Meister von Heim,  Armin
Der Komponist Conradin Kreutzer (1780-1849), hauptsächlich bekannt durch seine Erfolgsoper "Das Nachtlager in Granada", war gegen Ende des 19. Jahrhunderts eine der Symbolfiguren der deutschen Sängerbewegung. In seiner Geburtsstadt Meßkirch entfaltete sich seit der Errichtung eines Denkmals 1883 eine bis in die Gegenwart anhaltende Kultur des Kreutzer-Gedenkens, die in dem Komponisten ein Instrument lokaler Selbstdarstellung sah. Armin Heim untersucht die Intentionen der Denkmalsetzer und der nachfolgenden Verehrergemeinden über ein Jahrhundert hinweg. Hinter den Veränderungen des öffentlich propagierten Kreutzer-Bildes, das von den Initiatoren stets dem jeweils herrschenden Zeitgeist angeglichen wurde, ergeben sich dabei vielfältige Einblicke in das Milieu der Produzenten lokaler Identität.
Aktualisiert: 2020-11-30
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Der Kang

Der Kang von Flitsch,  Mareile
Im Norden Chinas bedienen sich die Menschen im Inneren ihrer Wohnhäuser des Kangs, einer dem römischen Hypokaust ähnlichen beheizten Wohnplattform. Auf diesem Kang findet der Alltag statt. Hier wird gewohnt, gearbeitet, gegessen, geschlafen, geheilt, gespielt, erzogen, erzählt, gestritten, gelebt, geliebt, geheiratet, gezeugt, geboren, gefeiert, gelitten oder getrauert. Mareile Flitsch zeichnet in ihrer Studie Bau, Funktion und Nutzung des Kangs und der Sachkultur, mit der er bestückt wird, systematisch nach und zeigt, wie die besonderen technischen Bedingungen die soziale Nutzung des Raumes mitbestimmt haben. Für die Darstellung dienten ihr neben Sekundärquellen und Feldforschungsmaterialien vor allem Volkslieder und Sprichwörter, die die zahlreichen Facetten des Alltags auf dem Kang in beeindruckender Weise widerspiegeln. Im Laufe der Geschichte entstanden regional unterschiedliche Bauvarianten des Kang und damit verschiedene Formen der Wohnkultur. Der Kang zeugt außerdem von einer Geschichte der Körperlichkeit, erhielten sich auf ihm doch Techniken des Bodenwohnens, die erst mit dem Übergang zum Bettschlafen und Stuhlwohnen seltener werden. So entsteht das Bild einer auf den Menschen abgestimmten Alltagstechnik, das unser Verständnis vom Leben in China vertieft und verändert.
Aktualisiert: 2020-06-09
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Waage und Mass

Waage und Mass von Hempel,  Gudrun
Dieser Ausstellungskatalog gibt einen Einblick in die Vorgänge und Gewohnheiten, die in der Vergangenheit selbstverständlich waren und die das Alltagsgeschehen, in welches unsere Vorfahren integriert waren, nochmals spürbar machen sollen. Alle ausgestellten Objekte, von denen ein Teil in diesem Band auch abgebildet sind, gehören in den Bereich des Wägens, des Messens und des Vergleichens. Martin Kupf war eine unerläßliche Hilfe für das Gelingen dieser Ausstellung.
Aktualisiert: 2019-05-24
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Perspektiven europäischer Gastlichkeit

Perspektiven europäischer Gastlichkeit von Burkhard,  Liebsch, Staudigl,  Michael, Stoellger,  Philipp
'Die Gastfreundschaft ist die Kultur selbst', erklärte Derrida und meinte damit offenbar eine bejahte und unbedingte Aufgeschlossenheit, wohl wissend, dass sie politisch und rechtlich geregeltes Leben zu überfordern droht. Muss man dennoch daran festhalten, dass kulturelles Leben im Allgemeinen – und europäisches Leben im Besonderen - zur Gastlichkeit bestimmt ist? Demnach wäre gelebte Europäität, nach der man bislang vergebens geforscht hat, geradezu im Sinne einer gastlichen Kultur zu verstehen. Und das, nachdem sich Europa durch Imperialismus, Kolonialismus und in zwei Weltkriegen als der weltweit ungastlichste Kontinent erwiesen zu haben scheint! Ist in dieser Perspektive die Philosophie der Gastlichkeit als Lehre aus der europäischen Geschichte oder, im Gegenteil, als eine spezielle Form der Ignoranz ihr gegenüber zu verstehen? Kann sich Europa, so wie wir es heute vor Augen haben, die Idee der Gastlichkeit wirklich auf die eigenen Fahnen schreiben? Darf es für sich in Anspruch neh-men, als ein gastliches zu gelten? Oder wäre das der Gipfel historischer Selbstgerechtigkeit und interkultureller Arroganz obendrein? Widerstreitet die Idee der Gastlichkeit nicht jeglicher identitären Aneignung, wenn sie ursprünglich dem Anderen als dem Fremden verpflichtet ist? Dieser Band lotet diese Fragen im Ausgang von Immanuel Kant, Hannah Arendt, Emmanuel Levinas und Jacques Derrida in historischen, rechtlichen, politischen und kulturellen Perspektiven aus. Er bietet Schlüsseltexte dieser Stichwortgeber für eine zeitgemäße Kulturtheorie und -philosophie der Hospitalität und der Gastlichkeit und darüber hinaus systematisch-historische Rekonstruktionen dieser Begriffe und interdisziplinäre Analysen aktueller Praktiken der Gastlichkeit in pädagogischen, ethnologischen und religionskritischen Perspektiven. Nicht zuletzt wird Bezug genommen auf aktuelle Diskussionen um europäisches Asylrecht, um die europäische Grenz-schutzagentur FRONTEX und um die Freizügigkeit in Europa.
Aktualisiert: 2020-01-14
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