Historisches und kritisches Wörterbuch

Historisches und kritisches Wörterbuch von Bayle,  Pierre, Gawlick,  Günter, Kreimendahl,  Lothar
Pierre Bayles »Dictionnaire historique et critique« (Erstauf-lage 1697) ist als die »Bibel der Aufklärung« bezeichnet worden. Die Attraktion, die es nicht nur auf zeitgenössische Leser ausübte, beruht in erster Linie auf dem Anspruch nüchterner, vorurteilsfreier Prüfung, der das ganze Werk durchzieht. In seinem Wörterbuch, das 1740 bereits in 8. Auflage in vier voluminösen Foliobänden vorlag, unterzieht Bayle Philosophie und Theologie, aber auch alle anderen Disziplinen hinsichtlich ihrer Methoden, Gegenstände und Ergebnisse einer kritischen Revision. Dieser aus dem Wörterbuch sprechende rationale Geist traf das Lebensgefühl des 18. Jahrhunderts, das sich nach Kants Worten nur dem verpflichtet fühlte, was vor dem »Richterstuhl der Vernunft« legitimiert worden war, und entfaltete eine immense Wirkung. Aus den mehr als 2000 Artikeln des Wörterbuchs sind die philosophisch bedeutendsten (gut 60 an der Zahl) ausgewählt und übersetzt worden. Die Bände enthalten u.a. die Artikel über so zentrale Gestalten wie Anaxagoras, Arkesilaos, Epikur, Hobbes, Karneades, Kritias, Leukipp, Lukrez, Pomponazzi, Pyrrho, Rorarius, Spinoza, Xenophanes und Zenon von Elea, aber auch über Eva, Luther, Mohammed, Ovid und Sara.
Aktualisiert: 2019-12-16
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Ästhetik der Skalierung

Ästhetik der Skalierung von Siegel,  Steffen, Spoerhase,  Carlos, Wegmann,  Nikolaus
Ästhetiken der Skalierung interessieren sich für den Raum zwischen ‚minimal‘ und ‚maximal‘: Hier öffnet sich ein ganzes Spektrum von Ausdrucks- und Erfahrungsmöglichkeiten sowie Gestaltungs- und Analyse-Modellen. Zwischen close und distant reading, kleiner Form und großem Format, little magazine und maximalist novel, sound bite und long read, mithin zwischen Miniaturisiertem und Monumentalem möchte das Sonderheft ein noch nicht vermessenes Feld von Ästhetiken der Kompression und der Amplifikation untersuchen. Nimmt man ‚Skalierung‘ im Sinne einer stufenweise, dem Modell der Leiter folgenden Einteilung wörtlich, schließen sich hierbei Fragen nach der Navigation dieses Spektrums an. Einerlei ob an Text, Bild, Objekt, Ton oder performance gebunden, lassen sich von hier aus die je spezifischen Ästhetiken der verschiedenen Künste als dynamische Prozesse fassen, deren Entfaltung in Raum und Zeit unter dem Gesichtspunkt gradueller Quantifizierung in den Blick genommen wird. Wie die Beiträge des Sonderheftes eindrücklich zeigen, spielen Fragen der Skalierung seit der frühen Moderne und bis in unsere unmittelbare Gegenwart auf je spezifische Weise eine entscheidende Rolle in Literatur, Musik und Design, den bildenden sowie den darstellenden Künsten.
Aktualisiert: 2019-12-17
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Das schweigende Tier

Das schweigende Tier von Westerkamp,  Dirk
Die Tierverhaltensforschung hat in den vergangenen Jahren bedeutende Erkenntnisse gewonnen, nicht zuletzt im Bereich der Tierkommunikation. Allerdings trägt sie einen aus sprachphilosophischer Perspektive dürftigen Sprachbegriff an ihre Untersuchungsgegenstände heran, um im selben Atemzug überzogene und anthropomorphistische Behauptungen über Sprache und Kultur, über Moral und Denken der Tiere aufzustellen. Dirk Westerkamp kritisiert in seiner Untersuchung diesen Sprachgebrauch und stellt ihm eine – kleine – Philosophie der natürlichen Sprache gegenüber, die zur Orientierung und als Richtschnur auch der Tierkommunikationsforschung dienen kann. Umgekehrt greift diese Philosophie der normalen Sprache Erkenntnisse der jüngeren Ethologie auf, um ihren eigenen Sprachbegriff zu überprüfen und zu präzisieren. Das Buch gliedert sich in vier Teile. Es umreißt zunächst einen gehaltvollen Begriff der natürlichen Sprache (I. Das Tier, das Sprache hat – animal symbolicum), geht dann verschiedene Formen animalischer Kommunikation durch (II. Tiere, die kommunizieren – animalia communicantia), entwirft im Anschluss eine Theorie jener Wechselwirkung von Sprache und Einbildungskraft, die offenbar nur in normalen Sprachen aufkommen kann (III. Das Tier, das einbildet – homo pictor et imaginans), um am Ende – durchaus provokativ – als eigentliches Proprium des menschlichen Symbol-, Imaginations- und Sprachvermögens das Schweigen zu pointieren (IV. Das Tier, das nicht spricht – homo silens).
Aktualisiert: 2019-12-18
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Kritischer Kommentar zu Kants „Anthropologie in pragmatischer Hinsicht“ (1798)

Kritischer Kommentar zu Kants „Anthropologie in pragmatischer Hinsicht“ (1798) von Brandt,  Reinhard
Die Vorlesung zur Anthropologie oder Menschenkunden, die Kant jeweils im Wintersemester 1772/73 bis 1795/96 hielt, sollte den Studenten zur Orientierung in ihren künftigen Welterfahrungen außerhalb der Universität dienen. Sie ist außerhalb seines eigenen philosophischen Systems angesiedelt und nicht als Philosophie geführt worden. Trotzdem gibt es sowohl in den Vorlesungsnachschriften als auch in dem 1798 von Kant herausgegebenen Buch Anthropologie in pragmatischer Hinsicht vielfache Beziehungen zur eigenen Philosophie Kants; in dieser wird jedoch nie eindeutig auf die pragmatische Anthropologie Bezug genommen noch kommen in dieser letzteren die Begriffe "Imperativ", "kategorisch", "transzendentalphilosophisch" vor. Der Kommentar sucht das spannungsreiche Verhältnis der erhaltenen Kantischen Handschrift zum gedruckten Buch zu klären; es werden die werkimmanenten Verknüpfungen herausgearbeitet, Verbindungen zu anderen Kantischen Schriften angezeigt und Quellen und thematische Parallelentwicklungen in der europäischen Literatur erörtert.
Aktualisiert: 2019-12-18
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Die Bestimmung des Menschen bei Kant

Die Bestimmung des Menschen bei Kant von Brandt,  Reinhard
Nach Kant liegt der Zweck der menschlichen Existenz in der Moral und damit der Freiheit, auf sie richtet sich unser gesamtes Vernunftinteresse. Aus diesem gut bezeugten Zentrum werden in der vorliegenden Untersuchung die kopernikanische Wende, die Geschichtsphilosophie und vor allem die drei Kritiken interpretiert; dass die Kritik der reinen Vernunft sich als republikanischer Gerichtshof artikuliert, ist in der Leitidee der moralischen Bestimmung des Menschen begründet. Kants Wirkung beruhte auf dem Freiheitspathos, mit dem er sich gegen die Bevormundung durch die Despoten und eine scholastisch verwaltete Metaphysik stellte. Im letzten Kapitel, "Die Vierte Kritik", werden Äußerungen untersucht, gemäß denen eine neue Kritik der reinen Vernunft die drei Kritiken der Vernunft bzw. des Verstandes (1781), der Urteilskraft (1790) und der praktischen Vernunft (1788) in ihrer Vollständigkeit begründen sollte; es wird gezeigt, dass dieses Projekt Kant notwendig schien, aber zugleich nicht durchführbar war.
Aktualisiert: 2019-12-03
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Analytische Philosophie

Analytische Philosophie von Otte,  Michael
Die analytische Philosophie hat sich - im Unterschied zur klassischen Philosophie des Geistes - stets an der Logik und Mathematik orientiert (also an Wissenschaften, die als Paradigmata des Formalen und Subjektfreien gelten), und zwar so sehr, daß es üblich geworden ist, von 'zwei Kulturen' zu sprechen. Theorien sind zunächst einmal Formen, die meisten Menschen lieben dagegen jedoch eher das Narrative, interessieren sich mehr für die dynamische Seite der Darstellungen als für die formale. Michael Otte hält dagegen, daß die entsprechenden Komplemente - das Formale und das Narrative - bereits innerhalb jeder Wissenschaft, also auch in der Logik und Mathematik auftreten: Die Komplementarität steht im Zentrum seines Buches. Es beschreibt die Analytische Philosophie nicht nur als eine Schulrichtung, die in der Philosophie der Gegenwart eine dominierende Rolle spielt, sondern zeigt auf, daß auch die Reduktion aller Erkenntnis auf logische Regeln daran gebunden bleibt, daß die Wirklichkeit, die wir begreifen wollen, immer geteilt ist in die komplexe Welt der Dinge und deren Spiegelung in der Welt der einfachen Zeichen, die diese Komplexität nie ganz erfassen und abbilden kann. Inhalt: Analytische Philosophie im Kontext / Analytische Philosophie zwischen Logik und Mathematik / Komplementarität / Kant, Bolzano und Peirce / Ernst Cassirer und die Entwicklung von Analyse und Synthese seit Descartes und Leibniz / Bertrand Russell / Naturalisierung - Van Orman Quine / Richard Rorty: Der Spiegel der Natur / Die analytische Philosophie, der Mensch, die Kunst und das Denken der Maschinen.
Aktualisiert: 2019-12-03
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Der Affe stammt vom Menschen ab

Der Affe stammt vom Menschen ab von Fröhlich,  Günter
Das Genre der "études philosophiques" ist im französischen Sprachraum weit verbreitet. Es gibt mehrere Zeitschriften dieses Namens und an den Universitäten werden häufig unter einem solchen Titel Veranstaltungen angeboten. In diesem Buch erprobt der Philosoph Günter Fröhlich das hierzulande noch wenig eingeführte Konzept der philosophischen Etüde: Denn wie das Klavierspiel (man denke etwa an Chopins "Etüden") oder eine handwerkliche Fertigkeit lässt sich auch das Denken üben, wenn wir häufig, bewusst und geregelt über etwas nachdenken – und wie etwa beim sportlichen Training ist es wichtig, nicht einfach "drauflos zu denken". Der Autor nimmt sich in vierundzwanzig kleinen und überschaubaren Übungsstücken gängiger Vorurteile und vorgefasster Meinungen an. Ansichten wie "Der Mensch stammt vom Affen ab", "Wahrheit ist relativ" oder "Schön ist, was gefällt" werden zunächst vorgestellt und möglichst stark gemacht, um sie anschließend in Zweifel zu ziehen und zu erschüttern. Die Etüden sind so gestaltet, dass eher ungewohnte Argumente vorgebracht und verblüffende Betrachtungen angestellt werden, weil beim Denken jederzeit mit Überraschungen zu rechnen ist; und sie sind offen gehalten, weil es auf das selbstständige Weiterdenken ankommt und nicht allein auf den Bezug zur philosophischen Tradition.
Aktualisiert: 2019-12-18
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