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Sein und Leben

Sein und Leben von Sforza,  Maria Agustina
Heideggers Denken wird in den letzten Jahren von der sogenannten Tierphilosophie mit dem Vorwurf attackiert, es lasse dem animalischen Leben keinen Raum, ja entwerte es sogar. Die vorliegende Studie nimmt Heideggers gesamtes Œuvre in den Blick, um einen diametral entgegengesetzten Entwurf zu präsentieren. Hierzu wird die von Heidegger beanspruchte Differenz zwischen Mensch und Tier im Bezugssystem der ontologischen Differenz verortet und ausgelegt. Auf diese Weise lässt sich zeigen, dass sich Tiere von Menschen nicht unterscheiden, weil ihnen etwas fehlen würde, sondern weil ihnen eine grundsätzlich andere Seinsweise eignet. Ausgehend von dieser Feststellung widmet sich die Autorin der Erkundung der Seinsweise des Lebens und zeigt auf, dass sich mit Heidegger über das Lebendige sprechen lässt, ohne es zu degradieren oder – was im gleichen Maße verfehlt wäre – es einer romantisierenden Verherrlichung zu unterziehen. Das Ergebnis ist ein Zugang zum tierischen Leben, der seiner Andersheit Rechnung trägt. In recent years, Heidegger's thought has been attacked by so-called animal philosophy with the accusation that it leaves no room for animal life, and even devalues it. The present study takes a look at Heidegger's entire work in order to present a diametrically opposed design. For this purpose, the difference Heidegger claims to exist between man and animal is located and interpreted within the frame of reference of ontological difference. In this way, it can be shown that animals do not differ from humans because they lack something, but because they are endowed with a fundamentally different mode of being. Starting from this observation, the author devotes herself to exploring the mode of being that is „life“ and shows that with Heidegger it is possible to speak about the living without degrading it or – which would be equally mistaken – subjecting it to a romanticizing glorification. The result is an approach to animal life that takes its otherness into account.
Aktualisiert: 2021-07-22
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Nichtidentität und Unbegrifflichkeit

Nichtidentität und Unbegrifflichkeit von Tränkle,  Sebastian
Ausgehend von einem Dialog zwischen Adorno und Blumenberg entwickelt das Buch ein eigenständiges Verfahren der philosophischen Sprachkritik. Durch die Konfrontation erarbeitet es ein Sprachverständnis, das in der Auseinandersetzung mit der wissenschaftlichen Begriffs- und der gesellschaftlichen Sprachpraxis gründet. Einerseits wird die von der Sprachphilosophie bis heute oft abgewertete Rhetorik rehabilitiert. Das »Unbegriffliche« erweist sich als unabdingbar für das Denken und Sprechen – besonders für den Ausdruck des »Nichtidentischen«. Andererseits wird die unbewusste Orientierungsfunktion von Metaphern problematisiert. Im Rückgriff auf Adornos Gesellschaftstheorie rekonfiguriert die Studie Blumenbergs Metaphorologie als ein ideologiekritisches Verfahren, das an der Sprache abliest, was das Denken und Handeln anleitet. Die Arbeit wurde mit dem Tiburtius-Preis der Berliner Hochschulen – Anerkennungspreis für hervorragende Dissertationen ausgezeichnet. »Eine eminent kluge, brillante, im Sinne der Leitthesen sprachsensible Studie, die nicht nur hervorragend argumentiert, sondern ebenso durch ihre sprachliche Form besticht.« Anne Eusterschulte »Eine Arbeit in Philosophiegeschichte eben sowohl wie in Philosophie. Sie wird die aktuelle Diskussion um das, was Philosophie der Sprache verdankt und ihr schuldet, bereichern und stimulieren. Ein wertvoller Beitrag zur Philosophie des 21. Jahrhunderts.« Ulrich Johannes Schneider »A remarkably thorough, thoughtful and original piece of work, fully justifying the decision to compare two figures who hitherto have rarely been discussed together. I have no doubt that the book will be of interest well beyond the company of Blumenberg or Adorno scholars.« Martin Jay Based on a dialogue between Adorno and Blumenberg, this book develops a highly original method of philosophical language criticism. By way of this contrasting juxtaposition, it elaborates an understanding of language that is grounded in the dispute between scientific conceptual and social linguistic practice. On the one hand, rhetoric, which has often been (and even today sometimes is) devalued by the philosophy of language, is being rehabilitated. The "non-conceptual" proves to be indispensable for thinking and speaking – especially for the expression of the "non-identical". On the other hand, the unconscious workings of metaphors in orientation is expounded. Drawing on Adorno's social theory, the study reconfigures Blumenberg's metaphorology as an ideology-critical procedure that takes its cue from language in order to ascertain what guides thought and action. The work was awarded the Tiburtius Prize of the Berlin Universities – Recognition Award for Outstanding Dissertations.
Aktualisiert: 2021-07-22
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Ergänzungen und Denksplitter

Ergänzungen und Denksplitter von Heidegger,  Martin, Michalski,  Mark
Hinter dem anspruchslosen Bandtitel verbergen sich Stücke aus dem unveröffentlichten Nachlass, die zentrale Themen Heideggers weiter ausleuchten, teilweise aber auch für Überraschungen sorgen. Drei Konvolute handschriftlicher Aufzeichnungen stammen aus der Phase des sich kehrenden Denkens zu Beginn der 1930er Jahre und sind dem Kraftbegriff der aristotelischen »Metaphysik«, der Kopula und dem Satz vom Widerspruch gewidmet, wobei zu dem letztgenannten Material auch zwei Fassungen des Freiburger Vortrags vom 16. Dezember 1932 gehören. Ein viertes Konvolut dokumentiert das Gespräch, das sich im Sommer 1955 an den in Cerisy gehaltenen Vortrag »Was ist das – die Philosophie?« anschloss und Heidegger im mündlichen Austausch mit Gabriel Marcel, Paul Ricœur, Lucien Goldmann, Gilles Deleuze und anderen zeigt. 141 kleinere Nachlassstücke enthalten Gedanken aus vier Jahrzehnten zu Wahrheit, Sprache, Wissenschaft, Technik, Kunst, Dichtung und weiteren Themen des Ereignisdenkens. Hidden behind the unassuming title of this volume are pieces from the unpublished estate that further illuminate some of Heidegger’s central themes, but in some cases also apt to provide surprises. Three volumes of handwritten notes originate from the phase of the turning of thought at the beginning of the 1930s and are devoted to the concept of force in Aristoteles‘ "Metaphysics“, the copula, and the principle of contradiction, the latter material also including two versions of the Freiburg lecture of December 16, 1932. A fourth volume documents the meeting that followed the lecture "Was ist das – die Philosophie?" given in Cerisy in the summer of 1955, showing Heidegger in conversation with Gabriel Marcel, Paul Ricœur, Lucien Goldmann, Gilles Deleuze, and others. 141 smaller pieces from the unpublished estate contain thoughts from four decades on truth, language, science, technology, art, poetry, and other topics of event thinking.
Aktualisiert: 2021-07-22
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Sein und Leben

Sein und Leben von Sforza,  Maria Agustina
Heideggers Denken wird in den letzten Jahren von der sogenannten Tierphilosophie mit dem Vorwurf attackiert, es lasse dem animalischen Leben keinen Raum, ja entwerte es sogar. Die vorliegende Studie nimmt Heideggers gesamtes Œuvre in den Blick, um einen diametral entgegengesetzten Entwurf zu präsentieren. Hierzu wird die von Heidegger beanspruchte Differenz zwischen Mensch und Tier im Bezugssystem der ontologischen Differenz verortet und ausgelegt. Auf diese Weise lässt sich zeigen, dass sich Tiere von Menschen nicht unterscheiden, weil ihnen etwas fehlen würde, sondern weil ihnen eine grundsätzlich andere Seinsweise eignet. Ausgehend von dieser Feststellung widmet sich die Autorin der Erkundung der Seinsweise des Lebens und zeigt auf, dass sich mit Heidegger über das Lebendige sprechen lässt, ohne es zu degradieren oder – was im gleichen Maße verfehlt wäre – es einer romantisierenden Verherrlichung zu unterziehen. Das Ergebnis ist ein Zugang zum tierischen Leben, der seiner Andersheit Rechnung trägt. In recent years, Heidegger's thought has been attacked by so-called animal philosophy with the accusation that it leaves no room for animal life, and even devalues it. The present study takes a look at Heidegger's entire work in order to present a diametrically opposed design. For this purpose, the difference Heidegger claims to exist between man and animal is located and interpreted within the frame of reference of ontological difference. In this way, it can be shown that animals do not differ from humans because they lack something, but because they are endowed with a fundamentally different mode of being. Starting from this observation, the author devotes herself to exploring the mode of being that is „life“ and shows that with Heidegger it is possible to speak about the living without degrading it or – which would be equally mistaken – subjecting it to a romanticizing glorification. The result is an approach to animal life that takes its otherness into account.
Aktualisiert: 2021-07-21
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Ergänzungen und Denksplitter

Ergänzungen und Denksplitter von Heidegger,  Martin, Michalski,  Mark
Hinter dem anspruchslosen Bandtitel verbergen sich Stücke aus dem unveröffentlichten Nachlass, die zentrale Themen Heideggers weiter ausleuchten, teilweise aber auch für Überraschungen sorgen. Drei Konvolute handschriftlicher Aufzeichnungen stammen aus der Phase des sich kehrenden Denkens zu Beginn der 1930er Jahre und sind dem Kraftbegriff der aristotelischen »Metaphysik«, der Kopula und dem Satz vom Widerspruch gewidmet, wobei zu dem letztgenannten Material auch zwei Fassungen des Freiburger Vortrags vom 16. Dezember 1932 gehören. Ein viertes Konvolut dokumentiert das Gespräch, das sich im Sommer 1955 an den in Cerisy gehaltenen Vortrag »Was ist das – die Philosophie?« anschloss und Heidegger im mündlichen Austausch mit Gabriel Marcel, Paul Ricœur, Lucien Goldmann, Gilles Deleuze und anderen zeigt. 141 kleinere Nachlassstücke enthalten Gedanken aus vier Jahrzehnten zu Wahrheit, Sprache, Wissenschaft, Technik, Kunst, Dichtung und weiteren Themen des Ereignisdenkens. Hidden behind the unassuming title of this volume are pieces from the unpublished estate that further illuminate some of Heidegger’s central themes, but in some cases also apt to provide surprises. Three volumes of handwritten notes originate from the phase of the turning of thought at the beginning of the 1930s and are devoted to the concept of force in Aristoteles‘ "Metaphysics“, the copula, and the principle of contradiction, the latter material also including two versions of the Freiburg lecture of December 16, 1932. A fourth volume documents the meeting that followed the lecture "Was ist das – die Philosophie?" given in Cerisy in the summer of 1955, showing Heidegger in conversation with Gabriel Marcel, Paul Ricœur, Lucien Goldmann, Gilles Deleuze, and others. 141 smaller pieces from the unpublished estate contain thoughts from four decades on truth, language, science, technology, art, poetry, and other topics of event thinking.
Aktualisiert: 2021-07-22
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Nichtidentität und Unbegrifflichkeit

Nichtidentität und Unbegrifflichkeit von Tränkle,  Sebastian
Ausgehend von einem Dialog zwischen Adorno und Blumenberg entwickelt das Buch ein eigenständiges Verfahren der philosophischen Sprachkritik. Durch die Konfrontation erarbeitet es ein Sprachverständnis, das in der Auseinandersetzung mit der wissenschaftlichen Begriffs- und der gesellschaftlichen Sprachpraxis gründet. Einerseits wird die von der Sprachphilosophie bis heute oft abgewertete Rhetorik rehabilitiert. Das »Unbegriffliche« erweist sich als unabdingbar für das Denken und Sprechen – besonders für den Ausdruck des »Nichtidentischen«. Andererseits wird die unbewusste Orientierungsfunktion von Metaphern problematisiert. Im Rückgriff auf Adornos Gesellschaftstheorie rekonfiguriert die Studie Blumenbergs Metaphorologie als ein ideologiekritisches Verfahren, das an der Sprache abliest, was das Denken und Handeln anleitet. Die Arbeit wurde mit dem Tiburtius-Preis der Berliner Hochschulen – Anerkennungspreis für hervorragende Dissertationen ausgezeichnet. »Eine eminent kluge, brillante, im Sinne der Leitthesen sprachsensible Studie, die nicht nur hervorragend argumentiert, sondern ebenso durch ihre sprachliche Form besticht.« Anne Eusterschulte »Eine Arbeit in Philosophiegeschichte eben sowohl wie in Philosophie. Sie wird die aktuelle Diskussion um das, was Philosophie der Sprache verdankt und ihr schuldet, bereichern und stimulieren. Ein wertvoller Beitrag zur Philosophie des 21. Jahrhunderts.« Ulrich Johannes Schneider »A remarkably thorough, thoughtful and original piece of work, fully justifying the decision to compare two figures who hitherto have rarely been discussed together. I have no doubt that the book will be of interest well beyond the company of Blumenberg or Adorno scholars.« Martin Jay Based on a dialogue between Adorno and Blumenberg, this book develops a highly original method of philosophical language criticism. By way of this contrasting juxtaposition, it elaborates an understanding of language that is grounded in the dispute between scientific conceptual and social linguistic practice. On the one hand, rhetoric, which has often been (and even today sometimes is) devalued by the philosophy of language, is being rehabilitated. The "non-conceptual" proves to be indispensable for thinking and speaking – especially for the expression of the "non-identical". On the other hand, the unconscious workings of metaphors in orientation is expounded. Drawing on Adorno's social theory, the study reconfigures Blumenberg's metaphorology as an ideology-critical procedure that takes its cue from language in order to ascertain what guides thought and action. The work was awarded the Tiburtius Prize of the Berlin Universities – Recognition Award for Outstanding Dissertations.
Aktualisiert: 2021-07-22
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Du, Marianne

Du, Marianne von Gronemeyer,  Marianne, Loosen-Fox,  Marita
Erzähl mir dein Leben. Gespräche mit Marianne Gronemeyer Marita Loosen-Fox 2013 lernte ich sie bei den Dreharbeiten zu meiner Dokumentation “Der Preis der Freiheit“ kennen. Bereits nach unserem ersten Recherchetreffen wusste ich, dass ich die zentrale Interviewpartnerin für mein Projekt gefunden hatte: Marianne Gronemeyer wurde zur tragenden Stimme des Films. In ihrer radikalen Analyse entlarvt sie die Illusion grenzenloser Wahlfreiheit als Motor einer vom Wachstum besessenen Gesellschaft. Sie fasst in deutliche Worte, was heute viele Menschen als diffuses Leiden mit sich herumtragen: Hinter jedem neuen Freiheitsversprechen verbirgt sich ein neuer Zwang, eine neue Abhängigkeit. Ihre Stimme begleitet seitdem mein Leben, inspiriert, rüttelt wach, gibt Orientierung und schenkt Freundschaft. Zwischen Mai 2015 und Dezember 2016 durfte ich sieben ausführliche Gespräche mit Marianne Gronemeyer führen, ausgehend von ihrer Lebensgeschichte, und sie war einverstanden, dass ich ein Mikrofon aufstelle, um unseren Dialog aufzuzeichnen. Der Großteil dieser Interviewgespräche bezieht sich auf wichtige Stationen ihrer Biografie, die vom Krieg überschattete Kindheit in Hamburg und Pommern, der berufliche Werdegang, ihre Veröffentlichungen, ihr politisches Engagement, u.a. in der Friedensbewegung, die Grundgedanken ihrer Arbeit und Philosophie, und natürlich die Bedeutung von Ivan Illich für ihr Denken und ihr Werk. Insbesondere während der letzten Treffen sind wir auch auf aktuelle Ereignisse wie das Ankommen der Geflüchteten in Deutschland und die Präsidentschaftswahl in den USA eingegangen. Anlässlich ihres 80. Geburtstags habe ich Ausschnitte aus unseren Gesprächen hier auf der CD „Du, Marianne“ zusammengestellt und gemeinsam mit Katja Teubner in ihrem Kölner Tonstudio gemischt. Inspirationsquelle für die Textauswahl war dabei die zeitgleich erschienene Festschrift für Marianne Gronemeyer: „Was glaubst du eigentlich? (Hg. Charlotte Jurk und Reimer Gronemeyer). Die Frage „Woran glaubst du?“ habe ich Marianne Gronemeyer in dieser direkten Form nie gestellt. Heute frage ich mich, warum. Vielleicht käme es dem Überschreiten einer Grenze gleich, die wir – das glaube ich – beide deutlich wahrnehmen, wenn es um göttliches Wirken, um das Numinose geht. Trotzdem klingt in ihren Worten stets mit, auf welchem Glaubensgrund sie steht, was sie für glaub-würdig hält und was nicht. Und es wird deutlich, dass sich Glauben für Marianne Gronemeyer nur im Spannungsfeld zwischen Zweifel und Hoffen ereignen kann. Zum Glauben gehören Schauder, Schrecken und Furcht ebenso wie Staunen, Faszination und Berührtsein. Wie sie Gedanken entwickelt, ist vergleichbar mit der Arbeit einer Künstlerin, die aus unterschiedlichen Materialen neue Figuren formt. An diesem Prozess teilhaben zu dürfen, war eine unvergessliche und prägende Erfahrung. Marianne Gronemeyer hat den Raum geöffnet für eine dialogisches Wir und gab mir gleichzeitig die Freiheit, das zu tun, was ich gut kann: fragen und zuhören. Dafür danke ich ihr. Heute weiß ich, dass unsere Gespräche selbst Situationen des Glaubens waren.
Aktualisiert: 2021-07-22
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Die Avantgarde der Freiheit

Die Avantgarde der Freiheit von Driendl,  Johannes
Die Würde des Menschen - Die Avantgarde der Freiheit Ohne die Annahme, dass alle Menschen vernunftbegabt sind, ist der Liberalismus undenkbar. Nur durch die Annahme der Vernunft als „einzigem Stern und Kompass“ aller (John Locke) wird die Idee einer freien Gesellschaft geboren, die in der Lage ist, in Form einer parlamentarischen Demokratie dem damaligen König Wilhelm III. von Oranien auf Augenhöhe entgegenzutreten. Locke vertraut nicht nur auf die allgemeine Vernunft, sondern stellt jedes Gesetz auf den Prüfstand der Vernunft. Nur ein Gesetz, das die Freiheit der Menschen begründet und fördert, ist anzuerkennen. Dies bedeutet im Umkehrschluss: Wo kein Gesetz ist, besteht auch keine Freiheit. Nur durch den Angriff von Locke und Rousseau gegen die erste Verteidigungslinie der absoluten Herrscher, gegen das Gottesgnadentum, wird die Freiheit und Gleichheit aller möglich. Es gibt jedoch noch eine zweite, mehr Verzögerungs- als Verteidigungslinie der Fürsten, wonach die Untertanen noch nicht nicht reif zur Freiheit sind. Dieser Auffassung schließen sich nach den Gräueltaten der Französischen Revolution viele große Geister an, auch Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller. Mit dieser Argumentation kann jedoch ein Volk nie in Freiheit gesetzt werden. Immanuel Kant durchschaut die Verzögerungstaktik, die auch von den deutschen Fürsten getragen wird, und fordert: „Man kann nur dann zur Freiheit reifen, wenn man vorher in Freiheit gesetzt wurde“. Dies bedeutet: Freiheit sofort! Auch bei Kant zeigt sich das Vertrauen auf die Vernunft und die Autonomie der Menschen, der nur solchen Gesetzen gehorchen muss, die er sich wohlverstanden selbst gegeben hat. Hingegen schränkt Rousseau die Vernunft der Individuen ein, da er dem Einzelwillen den Gesamtwillen des Staates entgegenstellt. Diejenigen, die den Gesamtwillen (volonté générale) nicht erkennen, haben im Ergebnis ein falsches Bewusstsein, diejenigen, die den volonté générale als Hebel ihrer Macht benutzen, bescheinigen sich ein wahres und richtiges Bewusstsein. Rousseau wollte mit diesem Konzept die Freiheit der Bürger erreichen, strebte den Liberalismus an und schaffte den Boden für einen faktischen Totalitarismus. Die Stärken und Schwächen Rousseaus sind die Stärken und Schwächen der Französischen Revolution.
Aktualisiert: 2021-07-22
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