Inklusion, Exklusion, Illusion

Inklusion, Exklusion, Illusion von Sapper,  Manfred, Weichsel,  Volker
Das Themenheft "Inklusion, Exklusion, Illusion: Konturen Europas: Die EU und ihre Nachbarn" stellt die Europäische Nachbarschaftspolitik auf den Prüfstand. Autorinnen und Autoren aus Ost und West untersuchen in 26 Beiträgen das Integrationspotential der EU und die Handlungslogik der Nachbarschaftspolitik; analysieren die Positionen der Ukraine, Aserbaidschans und anderer Nachbarstaaten; geben Einblicke in transregionale Kooperationsprojekte im Ostseeraum, in Nordwestrußland und der Westukraine und durchleuchten zentrale Politikfelder wie die Energiepolitik, Migration oder Inneres & Justiz.°°Das Heft hat 336 Seiten, 2 Farbtafeln sowie 15 Farbkarten.°°°°Aus dem Inhalt des Osteuropa-Heftes 02-03-/2007 "Inklusion, Exklusion, Illusion. Konturen Europas: Die EU und ihre Nachbarn"°°°°'Editorial:' Weiterungen, S. 5°°'Georg Vobruba:' Expansion ohne Erweiterung. Die EU-Nachbarschaftspolitik in der Dynamik Europas, S. 7°°'Arkadij Moshes:' Priorität gesucht. Die EU, Rußland und ihre Nachbarn, S. 21°°'Egbert Jahn:' Ausdehnung und Überdehnung. Von der Integrationskonkurrenz zwischen Brüssel und Moskau zum Ende der europäischen Integrationsfähigkeit, S. 35°°'Iris Kempe:' Zwischen Anspruch und Realität. Die Europäische Nachbarschaftspolitik, S. 57°°'Barbara Lippert:' Teilhabe statt Mitgliedschaft? Die EU und ihre Nachbarn im Osten, S. 69°°'Clara O'Donnell, Richard Whitman:' Das Phantom-Zuckerbrot. Die Konstruktionsfehler der ENP, S. 95°°'Elsa Tulmets:' Alter Wein in neuen Programmen. Von der Osterweiterung zur ENP, S. 105°°'Sebastian Lentz et al.:' Regionalisierungen. Raumdimensionen in der EU-Politik, S. 117°°'Gerold Janssen:' Grenzüberschreitende Regionalkooperation. Europäische Verbünde für territoriale Zusammenarbeit, S. 133°°'Steffi Franke:' Die Grenze, die keine sein möchte. Exklusion und Inklusion an der EU-Ostgrenze, S. 145°°'Wilfried Görmar:' Die Ostseekooperation. Eine Blaupause für transnationale Zusammenarbeit zwischen der EU und ihren Nachbarn?, S. 159°°'Olga Shumylo:' Draußen vor der Tür. Die ENP aus Sicht der Ukraine, S. 173°°'Lior Herman, Evgeny Finkel:' Zweierlei Maß. Die ENP-Aktionspläne: Israel und die Ukraine, S. 185°°'Azer Babayev:' Strategie und Demokratie. Azerbajdzan und die EU-Nachbarschaftspolitik, S. 201°°'Sigrid Faath:' Die ENP in Nordafrika und Nahost. Wahrnehmungen, Erwartungen und Probleme, S. 209°°'Valentina Chaplinskaja:' Lokal(Ko-)Operation. EU-Projekte in Rußlands Nordwesten, S. 217°°'Alexei Sekarev:' Nachbarschaft in der Provinz. Erkundungen in der Westukraine, S. 229°°°°Die Politikfelder°°'Kirsten Westphal:' Liberalisiert, monopolisiert, fixiert. Antinomien des Energiemarkts in Europa, S. 241°°'Wilhelm Knelangen:' Nachbarn in Sicherheit, Freiheit und Recht? Inneres und Justiz: Ambivalenzen der ENP, S. 257°°'Anita Szymborska:' Freundliche EU-Grenze. Anspruch und Realität der EU-Visapolitik, S. 273°°'Annegret Bendiek:' Grenzregimes bilden. Migration in der Nachbarschaftspolitik, S. 285°°'Lili Di Puppo:' Good Governance oder Sicherheit? Die EU-Antikorruptionspolitik im Südkaukasus, S. 297°°'Natascha Wessel:' Nonproliferationskooperation. Europäisch-ukrainische Exportkontrolle wider die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen, S. 305°°'Irina Albrecht, Claudia Topp:' Exportkontrollkooperation. Europäisch-rußländische Zusammenarbeit wider die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen, S. 311°°'André Müller:' Kommunikation über Grenzen. Kooperation in der Raum- und Regionalentwicklung, S. 315°°'Susanne Thau:' Öffnung des Binnenmarkts? Chancen und Risiken der ENP, S. 322
Aktualisiert: 2023-06-15
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Das Rentendebakel

Das Rentendebakel von Nottaris,  Mario, Schlumpf,  Danny
Jedes Jahr liefern die Pensionskassen-Versicherten in der Schweiz 20 Milliarden Franken an die Finanzindustrie ab. Bloß merkt das niemand. Denn Banken und Versicherungen haben das Sozialwerk der zweiten Säule in ein intransparentes Gebührensystem verwandelt, das ihnen satte Gewinne abwirft. Seit dem Obligatorium für die berufliche Vorsorge von 1985 unterstützt der Staat sie dabei: Er zwingt die Versicherten zur Einzahlung – und überlässt der Finanzbranche die Verwaltung des Geldes. Die Gesetze sind lasch, die Aufsicht ist schwach. Auch, weil viele Politiker am System mitverdienen. Die Folge sind Skandale wie das Debakel der Pensionskasse Phoenix, in dem die Schwyzer Kantonalbank eine entscheidende Rolle spielt. Das gebührengetriebene System der zweiten Säule sorgt außerdem dafür, dass die Finanzindustrie das Vorsorgevermögen zum Nachteil der Versicherten falsch anlegt. Hätte sie es seit 1985 richtig – nämlich passiv und kostengünstig – investiert, lägen heute nicht 1200 Milliarden, sondern 1400 Milliarden Franken im Schweizer Vorsorgetresor. Jetzt streitet das Parlament über die Vorsorgereform BVG 21. Doch diese Vorlage reicht nicht. Das System muss neu gebaut werden. Damit es den Versicherten dient – und nicht der Finanzbranche.
Aktualisiert: 2023-06-16
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Ökologie und Heimat

Ökologie und Heimat von Brunnengraeber,  Achim, Ibisch,  Pierre, Leitschuh,  Heike, Loske,  Reinhard, Mueller,  Michael, Sommer,  Jörg
Im Spannungsfeld von Naturschutz und Neuer Rechten Die Gesellschaft stößt an ihre ökologischen Grenzen. Auch der politisch rechte Rand reagiert auf diese Herausforderungen und lässt die braunen ›Umweltschützer‹ zurückkehren. Heimat- und Naturverbundenheit – traditionell eng mit völkisch-nationalistischem Denken verknüpft – haben in der Neuen Rechten europaweit Konjunktur. Gleichzeitig gewinnen Trump, Bolsonaro oder die AfD mit dem Leugnen des Klimawandels Stimmen. Das »Jahrbuch Ökologie« regt mit fundierten Beiträgen die Debatte an: Kann Heimat noch links oder »grün« gedacht und vor allem gelebt werden? Wie ist dem ideologischen Missbrauch des Naturschutzes entgegenzutreten? Setzt eine sozialökologische Transformation sogar Demokratie voraus?
Aktualisiert: 2023-06-15
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Altern wie ein Gentleman

Altern wie ein Gentleman von Kuntze,  Sven
Alt sein kann vieles bedeuten, und was da genau auf einen zukommt, weiß niemand im Voraus. Sicher ist nur: Alt werden wir alle. Und viele von uns fürchten sich davor. Mit dem Eintritt in den Ruhestand begann für den renommierten Journalisten und Fernsehmoderator Sven Kuntze ein neuer Lebensabschnitt. Geistreich und mit feiner Ironie erzählt er von seinen Plänen für die Zeit nach der Karriere – und wie er sie allesamt über den Haufen warf. Mit Humor schildert er die neue Lebensphase, die für ihn vor allem eins bedeutet: einen spannenden wie erfüllenden Neuanfang. Ein Erfahrungsbericht von einem, der auszog, um in Würde zu altern – mit Stil und Achtsamkeit, mit Gelassenheit und Tatendrang, eben wie ein Gentleman.
Aktualisiert: 2023-06-15
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Imperium der Schmerzen

Imperium der Schmerzen von Dittmann-Bieber,  Benjamin, Keefe,  Patrick Radden, Runge,  Gregor, Stier,  Kattrin
„Ein Buch, das wütend und fassungslos macht und dabei so meisterhaft erzählt ist, dass man es nicht aus der Hand legen mag.“ ARD ttt Das große, verstörende Porträt der Sackler-Familie, die sich als Philantropen feiern lassen, deren Vermögen durch Valium entstand und die mit der Erfindung des Medikaments OxyContin die Opioidkrise in den USA auslöste. Und Millionen Menschen weltweit in die Abhängigkeit stürzte. Der preisgekrönte Autor Patrick Radden Keefe zeichnet das Sittengemälde einer Industriellenfamilie, die die Welt prägt. Die Geschichte der Sackler-Dynastie birst vor Dramen – barocke Privatleben, erbitterte Verteilungsschlachten, machiavellistische Manöver in Gerichtssälen und der kalkulierte Einsatz von Geld, um sich als Kunstmäzene Zugang zur Elite zu kaufen und die weniger Mächtigen zu brechen. Ein narratives Meisterwerk, umfassend recherchiert und erschreckend zwingend argumentiert.
Aktualisiert: 2023-06-16
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Der Nahostkonflikt

Der Nahostkonflikt von Asseburg,  Muriel, Busse,  Jan
Der Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern sowie seinen arabischen Nachbarn hält seit Jahrzehnten mit Kriegen, Besatzung und Gewalt die Welt in Atem. Die Autoren zeichnen seine Geschichte nach, beschreiben die wichtigsten Streitpunkte – von Jerusalem über den Zugang zu Wasser bis zum Grenzverlauf – und erklären, warum der Krisenherd trotz internationaler Vermittlung nicht zur Ruhe kommt und sich der Konflikt in den letzten Jahren immer weiter zuspitzt.
Aktualisiert: 2023-06-15
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Zeitströme

Zeitströme von Albrecht,  Peter-Alexis
Die Nachzeichnung von Lebenslinien aus dem realen Sozialismus ist eine Art von Selbstbehauptung gegenüber der westlichen Ignoranz, im damaligen gesellschaftlichen Alltag der DDR nichts aber auch gar nichts als wertbeständig zu respektieren. Aber es war eben gelebtes Leben und die Menschenwürde gebietet die Achtung auch vor Lebensformen, die in kritikwürdigen Rahmenbedingungen stattfanden. So wird dieses Buch jene enttäuschen müssen, die auf der Suche nach Widerstand und Opposition im realen Sozialismus sind. In diesem Buch geht es um Mitwirkungs- und Anpassungsformen in einer Gesellschaft, die nach Westen hin zwar abgeriegelt war, aber in der es auch Glück, Zufriedenheit und Selbstverwirklichung gab. Es gibt von außen zahlreiche Interpretationsversuche über die Gesellschaft der DDR. Aber aus der Innenperspektive gibt es nur wenige Zeugnisse. Es fehlt nicht selten der Versuch, den Menschen zuzuhören und ihnen ihre Erfahrungen, Erlebnisse und Reflektionen erst einmal abzugewinnen und zu dokumentieren. Das geschieht mit den Lebenslinien in diesem Buch, den zeitlosen Zeitströmen.
Aktualisiert: 2023-06-15
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Schock-Zeiten

Schock-Zeiten von Hagelüken,  Alexander
Inflation, Energienot, globale Konkurrenz, Personalmangel: Wenn Deutschland nicht entschieden gegensteuert, steigt es wirtschaftlich ab. Was können wir tun? Die Deutschen leben in Schockzeiten. Die Preise sind hoch wie nie. Viele Industrieunternehmen liebäugeln mit der Abwanderung. Bei der Infrastruktur hinken wir schon im europäischen Vergleich hinterher. Die Arbeitskräfte sind am Schwinden. Das Land wird von aggressiven Mächten wie China und Russland bedrängt. Der Wirtschaftsexperte Alexander Hagelüken zeigt auf, wie die Bundesrepublik in den letzten Jahrzehnten ins Abseits geriet. Um seinen Wohlstand zu retten, muss der Staat wirtschaftspolitische Tabus brechen: bei den Finanzen und beim Klimaschutz, bei Industrieförderung und Digitalisierung, bei Welthandel, Zuwanderung, Rente und Gleichberechtigung. Hagelükens Buch ist ein dringend nötiger Weckruf, zeigt aber auch, wie wir dem drohenden Abstieg noch entrinnen können.
Aktualisiert: 2023-06-15
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Generation Geil

Generation Geil von Weiss,  Katharina
Wenn es um die Jugend von heute geht, kennt Katharina Weiß sich aus, denn mit ihren 15 Jahren gehört sie selbst dazu. Für dieses Buch hat sie 20 Jugendliche zwischen 15 und 17 aus den unterschiedlichsten Milieus interviewt: Stubenhocker und Partypeople, Überflieger und Problemschüler, Großstadtkinder und Teenager vom Land. Sie hat ihnen Fragen zum Leben, zur Liebe, zu ihrem Alltag und zu ihren Träumen gestellt: Wie kommst du in der Schule zurecht? Wie und wie häufig gehst du feiern? Wann hattest du zum ersten Mal Sex? Was erhoffst du dir von deiner Zukunft? Herausgekommen sind 20 authentische Porträts, die einen spannenden und ehrlichen Einblick in die Köpfe der Jugendlichen in Deutschland bieten. Eine Muss-Lektüre für alle, die die junge Generation besser verstehen lernen wollen.
Aktualisiert: 2023-06-15
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Fritz von Holstein

Fritz von Holstein von Eulenburg-Hertefeld,  Philipp Fürst zu, Kraus,  Karl, Pappenheim,  Hans E., Porcelli,  Micaela, Rodewill,  Rengha
Geheimrat Fritz v. Holstein – International Affairs | Karl Kraus – Meister des giftigen Spotts Als in der ersten Hälfte der 1880er-Jahre der spätere Kaiser Wilhelm II. als Prinz ins Auswärtige Amt kommandiert wurde, warnte ihn Bis­marck vor diesem »Mann mit den Hyänenaugen«, und auch Bülow äu­ßerte sich später in ähnlicher Reserve. Während seiner ganzen Amtszeit mied Fritz von Holstein jede verantwortliche Stellung, wirkte aber im Hintergrund durch seine Kenntnis des gesamten Apparates der Wilhelmstraße und des Personals. Er übte einen unheilvollen, gar nicht kontrollierbaren Ein­fluß auf die auswärtige Politik des Reiches aus und setzte dieses Wirken auch nach der Pensionierung fort, da führende Persönlichkeiten, unter ihnen Reichskanzler Fürst Bülow, häufig seinen Rat suchten. »Großbeerenstraße 40«, dicht am Kreuzberg. Kleinbürgerhäuser, Klein­bürgerläden. Fünf Minuten davon, schon in der Yorckstraße, poltert, kreischt, protzt das neue Berlin in Stuckpomp. Hier, zwischen der Ha­gelberger und der Kreuzbergstraße, ist’s still. Altberlin. Kein Bierpalaz­zo, kein Prunkladen. Enge Kutscherkneipen; der Bäckermeister, der für­ frei, vier Gäste Sitzgelegenheit bietet, Napfkuchen, Windbeutel, Sahnebaisers bereit hält, auch, wenn’s verlangt wird, Kaffee kochen läßt, nennt sich nur schüchtern Konditor. Hier ist seine Wohnung, drei Zimmerchen, nirgends die leiseste Ahnung von Luxus und Üppigkeit. Aber es muss auch regelmäßig etwas anderes sein, denn die Feinschmeckerei ist der einzige Tribut, den Holstein einer Le­bensfreude zahlt, die sonst bei ihm längst verschüttet ist… In der soignierten Gaststätte »F. W. Borchardt« in der Französischen Straße 48, findet er was er braucht, dort wird für ihn jahrelang ein kleines separates Zimmer reserviert, komponierte der Koch das bewußte Schnitzel: »Kalbssteak mit Spiegelei, eine Krustade mit frischen Champignons, fri­sche grüne Bohnen und eine Form Pommes-Anna. Das Eidotter war mit kleinen Sardellenröllchen und Kapern umgeben. Auf dem breiten Rand der Platte ließen sich pochierte Austern, Kaviar, Sardinen, Hummer, geräucherter Lachs, Gänseleberpastete usw. leicht auflegen.« Als der Meisterkoch vom Direktor des Borchardts gefragt wird: »Was hat Se. Exzellenz heute Abend gegessen?«, antwortet der Gefragte: »Wie immer – Schnitzel, kombiniert mit œufs sur plat!« Der Direktor wendet sich um und überlegt, ob er nicht ein neues Ge­richt für Feinschmecker auf die Speisekarte setzen soll: »Schnitzel à la Holstein!« Seitdem war der Name Holstein auch mit dem des Hauses Borchardt und der internationalen Gastronomie eng verbunden. Karl Kraus Herausgeber und ab 1912 alleiniger Autor der Zeitschrift »Die Fackel«, Satiriker, scharfer Kritiker der Presse und gleichzeitig damals einer ihrer Stars. Kraus war sein ganzes Leben lang umstritten. Marcel Reich-Ranicki nannte ihn »eitel, selbstgerecht und selbst wichtig«. Er wurde beschuldigt, sich in hasserfüllten Denunziationen und Erledigungen zu wälzen. Zusammen mit Karl Valentin gilt er als Meister des Galgenhumors. Kraus’ Anhänger hingegen sahen in ihm eine unfehlbare Autorität, die alles tun würde, um denen zu helfen, die er unterstützte. 1907 griff Kraus seinen ehemaligen Wohltäter Maximilian Harden wegen seiner Rolle im Eulenburg-Prozess in der ersten seiner spektakulären »Erledigungen« an: Maximilian Harden. Eine Erledigung. Das Verhältnis zwischen Kraus und Harden hing von Anfang an mit den gemeinsamen Vorstellungen von publizistischer Tätigkeit zusammen. Sie waren zueinandergekommen, weil sie der Ansicht waren, in ihrer Arbeit voneinander zu profitieren. Die gegenseitige Bewunderung fußte auf Ansichten über die Presse der Zeit, den Ex-Kanzler Bismarck und vor allem auf dem bisherigen Schaffen, zusammengesetzt aus Schreibstil, Thematik und Erfolg. In dem Zeitraum zwischen 1899, der Gründung der Fackel, und 1908, als sich die Eulenburg-Affaire dem Ende näherte, lassen sich zahlreiche Veränderungen zwischen Kraus und Harden aufzeigen, die sämtlich entweder direkt auf das Werk rückwirkend oder durch eine Entwicklung der jeweiligen Position in verschiedenen Diskursen erst hervorgerufen wurden. 1908 erscheint in der Fackel: Maximilian Harden. Ein Nachruf. Teil 2 Philipp Fürst zu Eulenburg-Hertefeld: Das Ende König Ludwigs II. von Bayern Über die Anwesenheit der »Lustbuben« bei Hofe erfährt man in dem Bericht des Fürsten Eulenburg einiges, potenziell gefährlicher jedoch wären andere Informationen gewesen, wären sie denn an die Öffentlichkeit gedrungen: Ludwig II. hatte sich die Zustimmung zur Reichsgründung von Bismarck abkaufen lassen, dieses wurde wiederum aus schwarzen Kassen bezahlt. Eulenburg weiß über all das genauestens Bescheid, ist auch vertraut mit dem Friseur Hoppe, der die Regierung bilden soll. An dem schicksalhaften 13. Juni 1886 hält sich Eulenburg in der Villa Cäcilia am Würmsee (Starnberger See) auf, die er damals mit seiner Familie bewohnte, blickte bisweilen durch ein Fernglas hinüber nach dem kleinen weißen »Schloss Berg«. Am nächsten frühen Morgen, erhält Eulenburg die Botschaft: »Aus Berg ist soeben ein Wagen gekommen, der eilend Dr. Heiß holte. Man hat in seinem Hause gesagt, dass der König und der Irrenarzt Gudden tot im See gefunden seien.«
Aktualisiert: 2023-06-15
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Schön!? – Jugendliche erzählen von Körpern, Idealen und Problemzonen

Schön!? – Jugendliche erzählen von Körpern, Idealen und Problemzonen von Weiss,  Katharina
Katharina Weiß hat tiefgründige Gespräche über ein nur scheinbar oberflächliches Thema geführt: Mit 20 Mädchen und Jungs ihres Alters diskutierte die 16-Jährige über Schönheitsideale, Problemzonen und den Körperkult. Was finden deutsche Teenager attraktiv? Wie schätzen sie ihr eigenes Aussehen ein? Was bedeuten ihnen Mode und Marken? Und wie weit gehen sie, um äußerlich perfekt zu sein? Sowohl Magersüchtige als auch leidenschaftliche Esser, Paradiesvögel wie auch graue Mäuse vertrauten der Autorin ihre intimsten Gedanken zum Umgang mit ihrem eigenen Körper an. Die entstandenen Porträts berühren, stimmen nachdenklich und erschrecken bisweilen, zeigen aber auch: Schönheit ist für die wenigsten allein das, was man auf den ersten Blick sieht. Gerade in der Pubertät ist es für viele schwer, den eigenen Körper zu akzeptieren: Der Busen ist zu klein, der Bauch zu dick und die Nase zu krumm. Und sowieso sind alle anderen schöner als man selbst. Vor allem im Vergleich zu den Stars, die immer perfekt gestylt von Magazincovern lächeln, fühlen sich viele Jugendliche minderwertig. Die Schönheitsindustrie zieht ihren Nutzen aus dieser Unsicherheit: Gezielt sprechen Kosmetik- und Modeunternehmen Heranwachsende an, um ihre Produkte zu verkaufen. Ihre Botschaft: Nur wer schön und schlank ist, hat auch Erfolg. Das Ergebnis: Mittlerweile wünscht sich in Deutschland jedes fünfte Mädchen zwischen 9 und 14 Jahren eine Schönheits-OP. Doch was geht eigentlich wirklich in den Köpfen der Teenies vor, die auf eine Brustvergrößerung oder Nasenkorrektur sparen? Warum stellen manche von ihnen das Training im Fitnessstudio über Freunde und Schule? Und weshalb ist es für eine ganze Generation normal, Diät zu halten? 'Nur fünf Wochen nach dem Aus fing sie etwas mit einem Kerl aus der Hoppergang unserer Schule an. Leute, ich bin echt nicht schwul, aber ich konnte nachvollziehen, warum sie auf ihn stand. Er hatte Ähnlichkeit mit Cristiano Ronaldo: gebräunte Haut, Sixpack, markante Gesichtszüge und einen Stecker im Ohr. Zuerst habe ich mich nur bei all meinen Freunden über sie und das Möchtegern-Sexsymbol aufgeregt. Aber dann entwickelte ich eine Idee. Ich hatte immer ein gutes Verhältnis zu mir und meinem Aussehen gehabt. Aber der Kerl hatte so viel, was ich nicht hatte. Er machte mir meine Makel bewusst. Mir war klar, dass ich an meinem Gesicht auch mit noch so viel Anstrengung nichts ändern können würde. Aber am Körper könnte ich doch was machen. Meine Überlegungen mündeten darin, dass ich mich im Fitnessstudio anmeldete. Nachdem ich dort aber am zweiten Tag von der 60-jährigen Trainerin begrapscht wurde, dauerte meine Mitgliedschaft nicht lange. Stattdessen nahm ich den Hometrainer meiner Mutter in Beschlag und suchte die alten Fitnessgeräte von meinem Dad heraus, die seit langer Zeit im Keller herumgammelten.'Benjamin, 16 Jahre Die Stars machen es vor und Deutschlands Teenager machen es nach: Sie hungern für das Idealgewicht, investieren ihr Geld in Cremes und Make-up, quälen sich in Fitnessstudios. Zehntausende legen sich zudem vor ihrem 20. Geburtstag unters Messer - alles dem perfekten Aussehen zuliebe. Doch was ist eigentlich Schönheit für Deutschlands Jugend? Und wie groß ist der Druck, dem Idealbild zu entsprechen, wirklich? Die 16-jährige SPIEGEL-Bestseller-Autorin Katharina Weiß hat bei ihren Altersgenossen, Mädchen und Jungs, nachgefragt. Aus den intimen Gesprächen über Vorbilder, Traumkörper und persönliche Makel hat sie dieses bewegende Buch gemacht - eine Sammlung von Geschichten, die der Gesellschaft einen Spiegel vorhält.
Aktualisiert: 2023-06-15
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