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Das Wesen, das nicht eines ist von Steffens,  Andreas

Das Wesen, das nicht eines ist

Anthropologie der Verwandlung

Zu werden, was wir sind
Die Frage, was der Mensch sei, gehört zum harten Kern der europäischen Kulturgeschichte. Nach zweitausend Jahren des Nachdenkens erweist sie sich immer mehr als unbeantwortbar. Dem griechischen Meeresgott Proteus gleich, entzieht er sich dem Wunsch nach eindeutiger Bestimmung. Von allen Lebewesen ist er dasjenige, das die Welt verändern muß, um in ihr leben zu können. Indem er die Welt verwandelt, verwandelt er sich selbst. Was immer wir sind, wir sind es, weil unsere Vorfahren nicht blieben, was sie waren. Als das Wesen, das aus dem Tier entstand, Tier aber nicht bleiben konnte, um in der Welt zu bestehen, aber zu sehr Tier blieb, um mit sich selbst einverstanden zu sein, strebt der Mensch in einem letzten Akt der Selbstbestimmung danach, sich in eine Leistung seiner Technik zu verwandeln. In der Literatur treten die Konturen der Geschichte des Menschen als einer Geschichte seiner Verwandlungen hervor.

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