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»Amor invisibilium«

»Amor invisibilium« von Nakamura,  Hideki
Während es an Einzelstudien zum Werk Richards von Saint-Victor (†1173) nicht mangelt, vermisst man eine grundlegende Zusammenschau der verschiedenen Themenbereiche. Das vorliegende Buch hat zum Ziel, dieses Desiderat zu erfüllen. Ausgangspunkt ist dafür Richards Grundanliegen, den Menschen einen Weg zur Vollendung ihrer Existenz zu weisen. Dieser Weg besteht darin, dass der Mensch durch die immer tiefere Erkenntnis, von Gott geliebt zu sein, immer mehr selbst zum Liebenden wird. Gott zu erkennen heißt, ihn zu lieben, und der Mensch erkennt Gott durch die Auslegung der Heiligen Schrift, die Ausprägung der Tugenden und letztlich die Ausübung der contemplatio. Die in der contemplatio erfahrene ekstatische Einung mit Gott macht den Menschen christusförmig, d.h. er übernimmt wie Christus die sich entäußernde, selbstlose Liebe als Lebensform. Damit verwirklicht der Mensch die wesentlichste Eigenschaft Gottes und gelangt so zur Vollendung seiner Existenz als Gottes Ebenbild. While there are many studies on the individual writings of Richard of Saint Victor (†1173), a basic overview of the different aspects of his entire work is still missing. This study aims at filling this gap. Its point of departure is Richard’s main concern show man the path to the perfection of his existence. This path leads man, through the ever deepening awareness of being loved by God, to becoming himself someone who loves. To recognize God means to love him, and man recognizes God by the exposition of the gospel, by practicing virtue and finally by contemplatio. The ecstatic unification with God experienced by contemplatio makes man Christ-like in that he adopts Christ’s renouncing, selfless love as a form of life. With that, man achieves the most essential property of God and thus attains the perfection of his existence as being made in the image of God.
Aktualisiert: 2022-11-08
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Zu Hölderlin – Griechenlandreisen

Zu Hölderlin – Griechenlandreisen von Heidegger,  Martin, Ochwadt,  Curd
Band 75 der Gesamtausgabe enthält nachgelassene Arbeiten zu Hölderlin, zum Teil nicht abgeschlossen oder im Entwurfstadium verblieben; ferner zwei Niederschriften zu Griechenlandreisen, die "in der Zwiesprache mit Hölderlins Dichtung" unternommen wurden. Bis auf den Text der ersten Griechenlandreise, der seit 1989 unter dem Titel "Aufenthalte" als Einzelpublikation vorliegt, handelt es sich um Erstveröffentlichungen. Niederschriften zu Hölderlins "Germanien", zu "Andenken" und "Der Ister", über welche Hymnen Heidegger schon im Druck vorliegende Vorlesungen gehalten hat, zeigen, wie lange ihn diese Dichtungen intensiv beschäftigt haben. Aufzeichnungen und Entwürfe zu "Brod und Wein", "Ermunterung", "Dichterberuf", "Mnemosyne", zu den "Empedokles"-Bruchstücken und den Übersetzungen der Pindarfragmente setzen zu jeweils besonderen Ausblicken an, oft mit Verweisen auf eine Vorlesung oder eine Hölderlin-Erläuterung. Eine der bedeutendsten Arbeiten Heideggers zu Hölderlin ist der Dialog "Das abendländische Gespräch", in dem er von der Hymne "Der Ister" aus - viele andere Gedichte mitsprechen lassend - das geschickliche Wort der Dichtung Hölderlins zu erhellen unternimmt. Aufzeichnungen unter dem Titel "Die Fuge der Huld. Der Dank" stehen im Gedachten und in der Form den "Beiträgen zur Philosophie" (HGA Bd. 65) nahe; sie deuten auf die innere Einheit des "Ereignis"-Gedankens mit Heideggers Verständnis Hölderlins. In den Griechenlandreisen beruft Heidegger den griechischen Anfang der abendländischen Geschichte mit dem wiederholten Blick auf "die wissenschaftliche Industrialisierung der Welt" (wozu der "Tourismus" gehört), deren Menschen "ohne Göttliches. ans eigene Treiben geschmiedet allein. viel arbeiten mit gewaltigem Arm, rastlos", wie er Hölderlin zitiert.
Aktualisiert: 2021-12-10
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Haut und Hülle · Umschlag und Verpackung

Haut und Hülle · Umschlag und Verpackung von Fisch,  Michael, Seiderer,  Ute
Erste umfassende Darstellung: Techniken des Umschließens und Verkleidens in Kunst und Literatur, in Fotografie und Mode, in Religion und Alltag, in Populär- und Subkultur. Mit Beiträgen von Christina von Braun, Gerhard Rühm, Michael Schirner und vielen anderen.
Aktualisiert: 2019-09-26
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Stigmatisation und Erkenntnis

Stigmatisation und Erkenntnis von Gädeke,  Wolfgang
Seit im Jahr 2004 bei der Berliner Architektin Judith von Halle die ersten Anzeichen einer Stigmatisation auftraten, hat sie zahlreiche Vorträge gehalten und Schriften veröffentlicht, die bis heute kontrovers diskutiert werden. Wolfgang Gädeke hat sich intensiv mit ihrem Werk beschäftigt und bietet zahlreiche Diskussionsansätze.
Aktualisiert: 2020-08-31
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Seminare. Platon – Aristoteles – Augustinus

Seminare. Platon – Aristoteles – Augustinus von Heidegger,  Martin, Michalski,  Mark
Der Band dokumentiert acht Seminare, die Heidegger im Laufe seiner langjährigen Lehrtätigkeit an den Universitäten Marburg und Freiburg über Platon, Aristoteles und Augustinus abgehalten hat. Dabei stellen die erhaltenen Aufzeichnungen und Protokolle, um mit Heideggers eigenen Worten zu sprechen, "wichtigste Ergänzungen" dar zu dem, was wir aus seinen bisher veröffentlichten Werken und Vorlesungen über seine Auseinandersetzung mit den genannten Denkern wissen. So erweitert im Falle Platons die schwerpunktmäßige Hinwendung zu den Dialogen "Parmenides" (1930/31) und "Phaidros" (1932) das Spektrum uns bekannter Platoninterpretationen Heideggers wesentlich. Von Augustinus ist es die Untersuchung über die Zeit im Buch XI der "Confessiones" (1930/31), deren Interpretation nun endlich die von Heidegger wiederholt gegebenen Hinweise auf die große Bedeutung der augustinischen Zeitanalyse für die phänomenologische Destruktion der Geschichte des Zeitbegriffs ein Stück weit einlöst. Schließlich wird Heideggers besonders inniges Verhältnis zu Aristoteles durch die relative Häufigkeit und Kontinuität bestätigt, mit der er aristotelische Texte in den Mittelpunkt seiner Seminare gestellt hat. Die Interpretation der Bewegungsanalyse im Buch Γ der "Physik" (1928) nimmt die Thematik wieder auf, mit der Heideggers große Aristoteles-Vorlesung vom Sommersemester 1924 (GA 18) endete. Die Interpretation von Abschnitten aus den Büchern Γ und Ζ der "Metaphysik" (1944) entfaltet die charakteristisch aristotelische Weise der Frage nach dem Sein und stellt diese in den Kontext der nachfolgenden metaphysischen Tradition bis zu Hegel und Nietzsche. Die drei "Übungen im Lesen" (1950/51, 1951, 1951/52), mit denen sich Heidegger nach der ihm auferlegten Unterbrechung seiner Lehrtätigkeit wieder bei den Studenten einführt hat, belegen eindrucksvoll, wie sehr sein Denken des Wesens der neuzeitlichen Technik auch in einer genauen Analyse des Begriffs der Kausalität gegründet war, der aus der aristotelischen "Physik" her für die ganze Geschichte der Philosophie schicksalhaft wurde.
Aktualisiert: 2021-11-23
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Exzentrische Positionalität

Exzentrische Positionalität von Fischer,  Joachim
Helmuth Plessner ist, vor allem durch seine moderne Philosophische Anthropologie, einer der originären Philosophen der legendären zwanziger Jahre; nach der Rückkehr aus dem niederländischen Exil – wurde er zu einem der maßgeblichen Intellektuellen der jungen Bundesrepublik, dies in erster Linie als Soziologe. In der heutigen Paradigmenkonkurrenz des 21. Jahrhunderts zwischen Neodarwinismus und Poststrukturalismus, zwischen Naturalismus und Kulturalismus, zwischen Dawkins einerseits, Foucault andererseits gilt Plessner inzwischen als eine zentrale, intellektuell wettbewerbsfähige dritte Theorieoption. Der Band versammelt einschlägige Studien von Joachim Fischer, die die Plessner-Renaissance seit 1989 begleitet und gefördert haben – gerade in der Aufmerksamkeit für das Leistungspotential der verschiedenen Werke. Dementsprechend sind sie entlang von Plessners Schlüsseltexten gruppiert: Einheit der Sinne (1923), Grenzen der Gemeinschaft (1924), Stufen des Organischen und der Mensch (1928), Macht und menschliche Natur (1931), Verspätete Nation (1935/1959), Lachen und Weinen (1940). »Exzentrische Positionalität« – diese artifizielle plessnersche Begriffsfügung für die conditio humana – ist als Kategorie nicht schwieriger als ›Transzendentalität‹ (Kant), ›hermeneutischer Zirkel‹ (Gadamer), ›Negative Dialektik‹ (Adorno), ›Autopoiesis‹ (Maturana/ Luhmann), ›différence/différance‹ (Derrida), ›Dispositiv‹ (Foucault) – alles Fangbegriffe, die im öffentlichen Bewusstsein operativen Status erlangt haben. Aber ›exzentrische Positionalität‹, der Fischers Plessner-Studien ihren Titel verdanken, ist als Schlüsselkategorie möglicherweise aufschlussreicher, mit stärker aufschließender Kraft geladen – eben ein »glücklicher Griff«, wie Plessner selbst vermutete.
Aktualisiert: 2020-01-14
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Die Grundprobleme der Phänomenologie (Sommersemester 1927)

Die Grundprobleme der Phänomenologie (Sommersemester 1927) von Heidegger,  Martin, Herrmann,  Friedrich-Wilhelm von
Während der Drucklegung des zu Beginn des Jahres 1926 abgeschlossenen Manuskripts der Einleitung sowie des Ersten und Zweiten Abschnittes von "Sein und Zeit" setzt Heidegger die Ausarbeitung des Dritten Abschnittes "Zeit und Sein" fort. Doch Ende Dezember 1926 entschließt er sich zum Abbruch dieser ersten Ausarbeitung, um in der Vorlesung des Sommersemesters 1927 unter dem Titel "Die Grundprobleme der Phänomenologie" eine "Neue Ausarbeitung des 3. Abschnittes des I. Teiles von `Sein und Zeit´" in Angriff zu nehmen. Der "Gesamtbestand der Grundprobleme der Phänomenologie in ihrer Systematik und Begründung" besteht in der "Diskussion der Grundfrage nach dem Sinn von Sein überhaupt und der aus ihr entspringenden Probleme". Die so gekennzeichnete Thematik von "Zeit und Sein" wird jedoch im Unterschied zur verworfenen ersten Ausarbeitung nicht auf dem direkten Weg, somit nicht im direkten Anschluß an den Zweiten Abschnitt "Dasein und Zeitlichkeit", sondern auf dem "Umweg" einer phänomenologischen Erörterung von vier geschichtlichen Thesen über das Sein behandelt (Erster Teil). Die phänomenologisch-kritische Diskussion dieser Thesen führt zu der Einsicht, daß allem zuvor die Grundfrage nach dem Sinn von Sein überhaupt beantwortet sein muß, um die aus den vier geschichtlichen Thesen herausgeschälten vier Grundprobleme in zureichender Weise ausarbeiten zu können. Die systematische Behandlung der Grundfrage und der aus ihr entspringenden vier Grundprobleme ist unter dem Titel "Die fundamentalontologische Frage nach dem Sinn von Sein überhaupt. Die Grundstrukturen und Grundweisen des Seins" das Thema des Zweiten Teiles der Vorlesung. Der These Kants, Sein sei kein reales Prädikat, entspricht in der Radikalisierung das erste Grundproblem, die ontologische Differenz. Der auf Aristoteles zurückgehenden These der mittelalterlichen Ontologie, zum Sein eines Seienden gehören das Wassein (essentia) und das Wirklichsein (existentia), korrespondiert, ursprünglicher gefaßt, das zweite Grundproblem, die Grundartikulation des Seins in Was-sein (Werheit des Daseins) und Wie-sein. Die These der neuzeitlichen Ontologie, die Grundweisen des Seins seien das Sein des Geistes (res cogitans) und das Sein der Natur (res extensa), führt, radikaler gedacht, zum dritten Grundproblem, den möglichen Modifikationen des Seins und der Einheit seiner Vielfältigkeit. Aus der These der Logik über das Sein der Kopula wird in ursprünglicherer Erfahrung das vierte Grundproblem, der Wahrheitscharakter des Seins, herausgeschält. Das erste Kapitel des Zweiten Teiles übernimmt die Ausarbeitung zweier Aufgaben, deren erste die Beantwortung der Fundamentalfrage durch die phänomenologische Entfaltung der Zeit als Horizont für das Verstehen von Sein (Temporalität des Seins) aus der ekstatischen Zeitlichkeit des Daseins ist. Die Auflösung dieser entscheidenden ersten Aufgabe erfolgt in der Weise, wie sie in den §§ 5 und 83 von "Sein und Zeit" formal angezeigt wird. Die zweite Aufgabe des ersten Kapitels ist die systematische Behandlung des ersten Grundproblems, der ontologischen Differenz, der Unterscheidung von Sein und Seiendem. Erst wenn gezeigt ist, wie Sein von Seiendem unterschieden ist, kann die Grundartikulation im Sein selbst, die Gliederung in Was- sein und Wie-sein, thematisiert werden, können die Modifikationen des Wie-seins (Existenz, Mitdasein, Zuhandenheit, Vorhandenheit, Leben, Bestand) systematisch erörtert werden und kann schließlich der dem Sein als solchem in seiner Grundartikulation und in seinen möglichen Modifikationen eigene Wahrheitscharakter (die Erschlossenheit als Wahrheit des Seins) unter- sucht werden. Wer "Sein und Zeit" als einen Weg zur Ausarbeitung der Seinsfrage überhaupt als dem Ziel studiert, bleibt auf "Die Grundprobleme der Phänomenologie" verwiesen.
Aktualisiert: 2021-11-24
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Der Gott des Glaubens und der Gott der Philosophen

Der Gott des Glaubens und der Gott der Philosophen von Sonnemans,  Heino
Der Gott des Glaubens und der Gott der Philosophen Ein Beitrag zur theologia naturalia Die vorliegende Schrift von Joseph Ratzinger, Papst Benedikt XVI., dokumentiert dessen Antrittsvorlesung, die er 1959 an der Universität Bonn gehalten hat. Dabei geht es ihm um die Verhältnisbestimmung der unterschiedlichen Wege einer Gotteserkenntnis. Ergänzt wurde die Vorlesung um ein neues Vorwort von Joseph Ratzinger, sowie ein Nachwort des Nachfolgers auf dem Lehrstuhl in Bonn, Prof. Dr. Dr. Heino Sonnemans. 68 Seiten, Taschenbuch 10,5 x 17,5 cm ISBN 978-3-7902-2044-5
Aktualisiert: 2022-01-26
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Berufsethik, Berufsgeschichte und Berufskunde für Pflegeberufe

Berufsethik, Berufsgeschichte und Berufskunde für Pflegeberufe von Fürstler,  Gerhard, Kemetmüller,  Eleonore
Das vorliegende Lehrbuch ist als Grundlage für den Unterrichtsgegenstand Berufsethik und Berufsgeschichte (Berufskunde) in der Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung, für Studiengänge an Fachhochschulen und Universitäten und für das Studium der Pflegewissenschaft konzipiert. Die Inhalte ermöglichen eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit philosophischen Grundlagen, Ethik in Bezug auf Forschung, Spiritual Care und Qualitätsmanagement, ethischen Entscheidungsfindungsmodellen, Ethikkommissionen und Ethikkomitees. Im Rahmen der österreichischen Berufsgeschichte wird auch auf die europäische Perspektive Bezug genommen. Der Berufskunde wird mit ausgewählten Themen – Feministischer Theoriediskurs, Gleichheit versus Differenz, Aspekte zur Berufsbezeichnung und Anrede „Schwester“, Pflege von Menschen aus unterschiedlichen Lebenswelten – besondere Bedeutung gegeben.
Aktualisiert: 2021-07-01
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