Don Luis und die Frauen Carvajal

Don Luis und die Frauen Carvajal von Bechtloff,  Dagmar
Don Luis de Carvajal y de la Cueva, der erste Gouverneur des Nuevo Reino de León/Neuspanien, und seine Familie finden meist nur als prominente Beispiele für die Geschichte der Judenverfolgung in Spanischamerika bzw. der Geschichte der überseeischen Inquisition Erwähnung. Die Frauen in der Familie Carvajal werden, wenn sie überhaupt berücksichtigt werden, zumeist stereotyp als (wunder-)schön, seelisch labil, tiefreligiös oder als leidende Mütter beschrieben. Diese Beschränkung auf den Aspekt der Verfolgung verstellt jedoch den Blick auf eine wesentliche, erst dem Menschen der (frühen) Moderne zugebilligte Eigenschaft: Don Luis und die Frauen Carvajal verstanden sich primär als Individuen mit ganz persönlichen, subjektiven Lebensträumen, -zielen und -plänen. Als individuelle Menschen mit überaus starken Persönlichkeiten lebten sie unter den besonderen Bedingungen von Gesellschaften im Umbruch. Dies galt gleichermaßen für Portugal/Spanien wie für die kapverdischen Inseln oder Neuspanien. Dagmar Bechtloffs Studie befasst sich mit den Lücken in der Forschung zum Zusammentreffen von europäischen, afrikanischen und amerikanischen Welten, die sich gegenseitig bedrängten und inspirierten, durch die spezifische Umwelt Amerikas aber erst zum Dreiklang wurden. Sie bietet Analysen zum bisher vernachlässigten Anteil der sefardisch-neuchristlichen Kultur an dieser Entwicklung und leistet einen wichtigen Beitrag zur Frauen- und Geschlechtergeschichte von Menschen indianischer, europäischer, kreolischer, afrikanischer, mestizischer oder mulattischer Herkunft.
Aktualisiert: 2020-04-28
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Xenolektographie

Xenolektographie von Katschthaler,  Karl
Nicht nur um Hubert Fichtes ethnographische Schriften und um ihr Verhältnis zu den Schriften anderer Ethnographen wie Claude Lévi-Strauss und Clifford Geertz geht es hier, sondern darüber hinaus allgemeiner um Fragen des Lesens und Schreibens des Fremden, in erster Linie aber um Lektüren, die Lektüren der Anderen und die eigenen. Das Eigene und das Fremde stellen sich in der Perspektive der Lektüre heraus als relationale Begriffe, als eine Differenz, die nicht gegeben ist, sondern in einem vielfältigen Differenzierungsprozess erst entsteht. Auch wenn dieser Prozess grundsätzlich nicht abschließbar ist, können sich Eigenes und Fremdes verfestigen zu scheinbar Gegebenem, wenn das Eigene seine prozesshafte Relationalität zum Fremden vergisst. In der Perspektive der Lektüre ausgedrückt: Wenn der Prozess der Lektüren sich verfestigt zur Lektion. Ziel des Buches ist es, diese Lektionen wieder zu Lektüren zu verflüssigen.
Aktualisiert: 2023-04-12
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Erinnerung und Neubeginn

Erinnerung und Neubeginn von Küchenhoff,  Joachim
Das Buch untersucht aus interdisziplinärer Perspektive das Verhältnis von Erinnerung und Neubeginn, somit das Verhältnis von Vergangenheit und Zukunft, von Vergangenheitsbewältigung und neuem Lebensentwurf. Ob Erinnerungen verarbeitet werden können, welche Formen des Erinnerungsprozesses für die Verarbeitung nützlich sind – diese Fragen interessieren den Psychotherapeuten ebenso sehr wie den Historiker, den Ethnologen, aber auch den Literaturwissenschaftler.
Aktualisiert: 2022-02-15
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Märchen und Lieder der Roma

Märchen und Lieder der Roma von Hohmann,  Joachim S.
Viele Märchen und Lieder der ungarischen «Zeltzigeuner» notierte der Ethnologe Anton Herrmann (1851-1926) auf seiner Forschungsreise des Jahres 1886. Die meisten Texte blieben aufgrund verschiedener widriger Umstände bis heute unveröffentlicht. Sie fanden sich als Manuskripte in dem umfangreichen Nachlaß des Gelehrten in der Bibliothek der Universität Szeged (Ungarn). Für die vorliegende Publikation wurden sie ins Deutsche übertragen. Der Band enthält außerdem unter anderem eine Auswahl tsiganologischer Texte Anton Herrmanns.
Aktualisiert: 2020-09-01
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Don Luis und die Frauen Carvajal

Don Luis und die Frauen Carvajal von Bechtloff,  Dagmar
Don Luis de Carvajal y de la Cueva, der erste Gouverneur des Nuevo Reino de León/Neuspanien, und seine Familie finden meist nur als prominente Beispiele für die Geschichte der Judenverfolgung in Spanischamerika bzw. der Geschichte der überseeischen Inquisition Erwähnung. Die Frauen in der Familie Carvajal werden, wenn sie überhaupt berücksichtigt werden, zumeist stereotyp als (wunder-)schön, seelisch labil, tiefreligiös oder als leidende Mütter beschrieben. Diese Beschränkung auf den Aspekt der Verfolgung verstellt jedoch den Blick auf eine wesentliche, erst dem Menschen der (frühen) Moderne zugebilligte Eigenschaft: Don Luis und die Frauen Carvajal verstanden sich primär als Individuen mit ganz persönlichen, subjektiven Lebensträumen, -zielen und -plänen. Als individuelle Menschen mit überaus starken Persönlichkeiten lebten sie unter den besonderen Bedingungen von Gesellschaften im Umbruch. Dies galt gleichermaßen für Portugal/Spanien wie für die kapverdischen Inseln oder Neuspanien. Dagmar Bechtloffs Studie befasst sich mit den Lücken in der Forschung zum Zusammentreffen von europäischen, afrikanischen und amerikanischen Welten, die sich gegenseitig bedrängten und inspirierten, durch die spezifische Umwelt Amerikas aber erst zum Dreiklang wurden. Sie bietet Analysen zum bisher vernachlässigten Anteil der sefardisch-neuchristlichen Kultur an dieser Entwicklung und leistet einen wichtigen Beitrag zur Frauen- und Geschlechtergeschichte von Menschen indianischer, europäischer, kreolischer, afrikanischer, mestizischer oder mulattischer Herkunft.
Aktualisiert: 2020-06-09
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Die Tigerkuh

Die Tigerkuh von Gerlach,  Alf
Der Autor, praktizierender Psychoanalytiker und ethnopsychoanalytischer Forscher, untersucht einen erweiterten Anwendungsbereich der Psychoanalyse in der Therapie von Menschen aus fremden Kulturen und in der ethnopsychoanalytischen Erforschung massenpsychologischer Phänomene. Dabei konzentriert sich sein Interesse auf die chinesische Kultur.
Aktualisiert: 2022-02-15
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