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König Salomo: Mensch und Mythos

König Salomo: Mensch und Mythos von Kalimi,  Isaac
Die Vorstellung von Salomo als weisem König und Begründer des Jerusalemer Tempels gehört zum festen Inventar der jüdischen, christlichen und islamischen Literatur. Doch trotz dieser ruhmreichen Reputation unterscheiden sich die Porträts, die in der Hebräischen Bibel/im Alten Testament von ihm gezeichnet werden, ganz essentiell. Isaac Kalimi untersucht in „Mensch und Mythos“ die Unterschiede in den Darstellungen Salomos, die auf divergierende historische Kontexte, theologische und didaktische Konzepte, stilistische und literarische Techniken und kompositorische Methoden zurückzuführen sind. Die Einzigartigkeit einer jeden Darstellung wird mithilfe genauer Vergleiche der Merkmale bei den früh- und bei den spätbiblischen historiographischen Texten sowie auch altorientalischen und archäologischen Quellen herausgestellt. Zudem wird die unterschiedliche Gestaltung von Salomos Geburt, Charakter, Namensgebung, göttlicher Erwählung, frühem Leben, Aufstieg und Tempelbau im und in der analysiert: Während die frühen Texte nah an ihren Quellen bleiben und eine Art Apologie für Salomos Königtum einschließlich seiner fragwürdigeren Aspekte vorlegen, werden die Quellen in den späteren Texten großzügig verändert, um Salomos Leben so darzustellen, wie es der Chronist gern gesehen hätte. Professor Dr. Isaac Kalimi ist ein weltweit führender Bibelwissenschaftler, Historiker und Judaist. Er hat zahlreiche Bücher und Artikel auf Englisch, Deutsch, Hebräisch und Polnisch veröffentlicht.
Aktualisiert: 2020-12-22
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Geselligkeit in Nordosteuropa

Geselligkeit in Nordosteuropa von Hackmann,  Jörg
Der freiwillige Zusammenschluss zu Vereinigungen mit selbstgesetzten, gemeinnützigen Zielen spielt eine zentrale Rolle in der Entstehung demokratischer Gesellschaften. Für das östliche Europa wurde dieser Sachverhalt insbesondere unter dem Leitbegriff der Zivilgesellschaft erörtert. Jörg Hackmann untersucht in seiner Studie die Vereinskultur in Nordosteuropa vom 18. bis 20. Jahrhundert und eröffnet durch einen zeitlich, gesellschaftlich und thematisch umfassenden Zugriff neue Einblicke in die Thematik. Im Mittelpunkt stehen die russländischen Ostseeprovinzen im „langen 19. Jahrhundert“ unter der Leitfrage, wie die Vergemeinschaftung in Vereinen den sozialen Raum unter den politischen Rahmenbedingungen des Zarenreichs geprägt hat. Die Studie gibt zunächst einen Überblick über die Entwicklungslinien, Aktivitätsfelder und Dimensionen von Vereinskultur und skizziert die vielfältigen Verflechtungen mit Russland, dem deutschen Sprachraum und innerhalb der Ostseeregion. So werden bisher nationalgeschichtlich geprägte Forschungen durch eine übergreifende Perspektive abgelöst. Daran anschließend werden die Interaktionen mit staatlichen Institutionen und die Rolle von Vereinen in den Nationalisierungsprozessen beleuchtet. Hackmann analysiert dabei die Spannung zwischen kultureller Vielfalt und gesellschaftlicher Einheit und zeigt, dass sich im Prisma der Geselligkeit Nordosteuropa als Geschichtsregion erkennen lässt.
Aktualisiert: 2020-12-22
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Der Palast in Nuzi

Der Palast in Nuzi von Mönninghoff,  Hannah
Der Fundort Nuzi (Yorġāntappe) im heutigen Nordirak war in der Spätbronzezeit ein urbanes Zentrum mit mehreren Wohnvierteln, einem Tempel und einem Palast. Seit den archäologischen Ausgrabungen des Fundortes 1925–1931 ist Nuzi außerdem ein Leitfundort für die Kultur des sogenannten Mittani-Reiches. Hannah Mönninghoff unterzieht die archäologischen Funde aus Nuzi knapp 100 Jahre nach ihrer Wiederentdeckung einer Neubewertung mit aktuellen Fragestellungen. Im Fokus steht dabei das zentrale Palastgebäude, der soziale, ökonomische und topographische Mittelpunkt der antiken Siedlung. Beleuchtet werden vor allem die Aktivitäten und die Raumnutzung der Palastverwaltung und des Palasthaushaltes. Die Untersuchung demonstriert exemplarisch, dass unser Verständnis eines altorientalischen Palastes sich über das repräsentative Zentralgebäude hinaus erstrecken muss und dass die Institution in der Spätbronzezeit eng mit der Zivilgesellschaft verflochten war. Die Studie stützt sich auf die originale Dokumentation der Ausgrabungen sowie die Sammlung von Funden im Harvard Museum of the Ancient Near East. Zudem enthält der Band auch einen neu zusammengestellten, detaillierten Katalog aller Funde aus der letzten Siedlungsphase Nuzis.
Aktualisiert: 2020-12-22
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Andacht – Repräsentation – Gelehrsamkeit

Andacht – Repräsentation – Gelehrsamkeit von Gottdang,  Andrea, Schmid,  Bernhold
Der bayerische Herzog Albrecht V. ließ zwischen 1558 und 1570 eine prächtig illuminierte Handschrift anfertigen, die heute zu den größten Schätzen der Bayerischen Staatsbibliothek gehört. Der Codex enthält den Text und die Komposition der Bußpsalmen von Orlando di Lasso. Der Münchner Maler Hans Mielich illustrierte jede der über 400 Seiten, zudem verfasste der Gelehrte Samuel Quicchelberg Erläuterungen zum Text und den Abbildungen. Die im Codex vereinigten Medien Bild und Musik dienen zusammen mit Quicchelbergs Kommentar der Ausdeutung der Psalmtexte. Entstanden ist ein „Gesamtkunstwerk“, das dem Konzept nach mehrere Funktionen erfüllt: Als Musikhandschrift, als Repräsentationsobjekt, als Enzyklopädie (die Abbildungen erschließen vielerlei Wissenbereiche) und als Andachtsbuch, das ein klares Bekenntnis zum katholischen Glauben ablegt. Der von Andrea Gottdang und Bernhold Schmid herausgegebene Band vereinigt Beiträge von Expert*innen der Kunstgeschichte, Musikwissenschaft, Theologie, der lateinischen Philologie und der bayerischen Geschichte, die die diversen Funktionen und die komplexen ikonographischen Programme des Bußpsalmencodex beleuchten. Denn mit dieser wohl schönsten Musikhandschrift der Welt liegt ein kunst- und kulturgeschichtliches Dokument ersten Ranges vor, das den gesamten Gedankenkosmos eines katholischen Herrschers des 16. Jahrhunderts erschließen lässt.
Aktualisiert: 2020-12-22
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KODEX 10 (2020): Im digitalen Jenseits der Literatur

KODEX 10 (2020): Im digitalen Jenseits der Literatur von Kaufmann,  Vincent
Das erscheint seit 2011 und ist jedes Jahr einem besonderen Themenschwerpunkt gewidmet, wie zum Beispiel dem Strukturwandel in der Medienbranche, den Literaturpreisen oder der Autorschaft im Zeitalter der Digitalisierung. Ziel von ist es, den Buchwissenschaften und den benachbarten Disziplinen eine Veröffentlichungs- und Diskussionsplattform zu bieten und zugleich als Archiv für die Auseinandersetzung mit Themen, Methoden und Theorien, Handlungsfeldern und aktuellen Trends des Mediums Buch zur Verfügung zu stehen. greift aktuelle Themen und Fragen, Tendenzen und Probleme des Mediums Buch auf – insbesondere im Kontext des gegenwärtigen digitalen Medienwandels. Das Periodikum ist ebenso offen für Berichte und Überlegungen aus der Praxis, denn der Sprach- und Bildzeichenträger Buch wird hier in der ganzen Bandbreite seiner gestalterischen, wirtschaftlichen, rechtlichen und kulturellen Aspekte behandelt. Aus dem Inhalt: , Digitization as Chance for Literature. Interview with Martin Puchner , „Social reading“: Eine medienwissenschaftliche Perspektivierung , Klassische Medien im Labyrinth der Medialen Online-Partizipation: Partizipative Praktiken im digitalen Zeitalter verstehen, richtig einordnen und nutzen , Vom Autor zum Blogger und zurück , Humanitarian vr as 360° Autopsy: Empathy and Sympathy in Immersive Storytelling , The web of (non)narrative encounters , Der Autor als Automat
Aktualisiert: 2020-12-22
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Belarus-Reisen

Belarus-Reisen von Bohn,  Thomas M., Rutz,  Marion
Die Präsidentenwahl vom 9. August 2020 hat ein Land aus der Lethargie gerissen und in die Aufmerksamkeit der internationalen Öffentlichkeit gerückt, dem der Stempel der „letzten Diktatur Europas“ anhaftet. Über solche Negativ-Stereotype hinaus ist jedoch kaum etwas bekannt. HistorikerInnen und SlawistInnen haben beschlossen, dazu beizutragen, dass die Republik Belarus in Deutschland nicht länger eine Leerstelle bleibt. Sie haben ihre Erfahrungen und Erlebnisse zusammengetragen und laden ein, unter kundiger Führung mit auf die Reise zu gehen. Nicht nach „Weißrussland“ – von diesem Begriff hat sich die Fachwissenschaft endgültig verabschiedet – sondern in belarusische Welten.
Aktualisiert: 2020-12-22
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Vom Gulasch zum Kühlschrank

Vom Gulasch zum Kühlschrank von Gagyiova,  Annina
In Ungarn markierte der Aufstand von 1956 und seine Niederschlagung durch die sowjetischen Truppen einen zeithistorischen Wendepunkt. Nach einer Phase tiefgreifender politischer Erschütterungen entschied sich Generalsekretär János Kádár, die Konsumpolitik zu einem Schwerpunkt seiner Agenda zu machen. Steigende Lebensstandards sollten dem Regime neue Unterstützung schaffen. Annina Gagyiova geht in ihrer Studie der Frage nach, wie sich Konsumpolitik und -praktiken in Ungarn zwischen 1956 und 1989 entwickelt und die Einstellungen der Bevölkerung zum Regime verändert haben. Sie stellt Alltagspraktiken, Aushandlungsprozesse und den kulturellen Kontext von Artefakten in den Vordergrund ihrer Analyse. So kann sie die enge Verbindung von individuellen Praktiken und planwirtschaftlichen Prozessen aufzeigen. Die am Konsum beteiligten Menschen und Institutionen hatten ihren Eigen-Sinn, weshalb sich der Konsum anders entwickelte als von Regierung und Partei erwartet. Diese erste umfassende Arbeit zur Konsumgeschichte der Kádár-Ära arbeitet auf der Basis eines breiten Spektrums historischer Quellen heraus, wie eine sozialistische Konsumkultur gleichermaßen zur Legitimation wie zur Erosion des Staatssozialismus beitrug. Nicht zuletzt zeigt sie, dass es sich bei der sozialistischen Konsumkultur keineswegs nur um eine defizitäre Variante des westlichen Modells gehandelt hat, sondern dass sie eine eigenständige Form des hervorgebracht hat.
Aktualisiert: 2020-12-22
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Neue Beiträge zur arabischen Grammatik

Neue Beiträge zur arabischen Grammatik von Ullmann,  Manfred
Im Jahre 2013 hat der Verfasser ein Werk mit dem Titel “Beiträge zur arabischen Grammatik“ veröffentlicht, in dem er neben dem Morphem fā’ilatun die Bedeutung und Funktion von vier Partikeln untersucht hat. Daran anschließend sind in den “Neuen Beiträgen“ in den Kapiteln 1-4 weitere Partikeln (ruwaida, haihāta, yā und immā) dargestellt. Die Kapitel 5-8 gelten verschiedenen Koordinationsmodellen, darunter auch der sog. wāw al-ma’īya. Dabei ist die Bedeutung des “Casus emphaticus“ hervorgehoben, der bisher in den Grammatiken als Akkusativ interpretiert worden ist. Im 9. Teil sind 65 Verse behandelt, in denen die Dichter, den Erfordernissen des Metrums und Reimes gehorchend, dominante Satzglieder gegeneinander ausgetauscht haben. Insgesamt sind in diesem Buch 684 Verse und Prosapassagen, die im arabischen Wortlaut und in deutscher Übersetzung dargeboten sind, ausgewertet. Der Inhalt des Bandes ist durch ein Namenverzeichnis, durch Indizes der Reime, Koranzitate und grammatischen Begriffe sowie eine Liste der Schlüsselwörter umfassen erschlossen.
Aktualisiert: 2020-12-24
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Dynamische Wahrheit

Dynamische Wahrheit von Snelling-Gögh,  Rosemary
Carlo Levis Cristo si è fermato a Eboli ist einer der großen Klassiker der modernen italienischen Literatur, eindeutig einer Strömung zuordnen lässt sich das Werk jedoch nicht. Die Autoethnographie des Turiner Intellektuellen greift nämlich auf ein komplexes Gedankengebäude zurück, das in Paura della libertà formuliert ist und das Kunst als Medium von Wahrheit und Wissen propagiert. Rosemary Snelling-Gőgh leistet mit Dynamische Wahrheit einen grundlegenden Beitrag zur Levi-Forschung, indem sie einerseits den anthropologischen Denkrahmen Levis religionsethnologisch aufarbeitet, andererseits nach dem Einfluss der Theorie auf die Ästhetik der Texte fragt. Konkret sind dabei für Levi Kategorien wie das unfassbare Heilige, die weltordnende Kraft der Religion und die harmonisierende Paradiesvorstellung als grundsätzliche Anthropologika von Belang. Diese findet er in Form von Magie, Ritualen und einem archaischen Denken in Lukanien und eröffnet so den Süden Italiens ethnographisch als ein Eigenes und Fremdes zugleich. Dem anthropologischen Denken folgt die Übersetzung in ein mythologisches Erzählen, das über eine hybride Verschränkung von Perspektiven, Diskursen und Stilmitteln auf die Herstellung einer Sprache zielt, die dem Leser kognitive und affektive Zugänge bieten soll. Mit Levi formuliert steht eine solche Sprache zwischen ambivalenter, ‚heiliger‘ Unsagbarkeit und begriffsrationaler, ‚religiöser‘ Klarheit und ist das Medium einer dynamisch verstandenen ‚Wahrheit‘. So stellt sich heraus, dass Levi seine eigenen Forderungen an Kunst erfüllt und damit bewusst zur literarischen Anthropologie der Moderne beiträgt.
Aktualisiert: 2021-01-13
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Studien zum Mischär-Tatarischen

Studien zum Mischär-Tatarischen von Eleusin,  Arman
Das hauptsächlich westlich der Wolga gesprochene Mischär-Tatarische gehört als tatarischer Dialekt zu der Nordwestgruppe der Türksprachen und weist Affinitäten zu den westkiptschakischen Sprachen auf. Diese Varietät ist durch frühe Kontakte zu mordwinischen Sprachen, russischen Dialekten und dem Tschuwaschischen gekennzeichnet. Das Mischär-Tatarische erstreckt sich auf eine Entfernung von tausend Kilometern und hat dementsprechend viele verschiedene Kontaktzonen, die die Entwicklung der Mundarten beeinflusst haben. Die Ausbreitung in östlicher Richtung führte infolge der Vermischung zweier primärer mischär-tatarischer Dialekte und der Annäherung an das Kasan-Tatarische und seine Dialekte zur Entstehung weiterer Mundarten. Arman Eleusins Studien zum Mischär-Tatarischen bieten eine Einführung in die tatarische Dialektologie. Verschiedene Ebenen der Sprache wie Phonologie, Wortbildung, Flexion, Tempus-Modus-System und Syntax werden präsentiert und analysiert. Dazu stützt der Autor sich sowohl auf Daten aus älteren und neueren Schriftquellen anderer Forscher als auch auf während eigener Feldforschungsaufenthalte erhobene Aufnahmen gesprochener Sprache sowie aus Informantenbefragungen gewonnene Daten. Das Buch enthält über tausend Satzbeispiele sowie einige Textbeispiele in Transkription, mit Glossierung und Übersetzung, die dem Leser Einblicke in Kultur und Alltag der Mischär-Tataren erlauben.
Aktualisiert: 2020-12-21
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