fbpx

Die Causes célèbres des 19. Jahrhunderts in Frankreich und Deutschland

Die Causes célèbres des 19. Jahrhunderts in Frankreich und Deutschland von Behrens,  Rudolf, Richeux,  Amélie, Zein,  Ali, Zelle,  Carsten
Als ›Cause célèbre‹ bzw. als ›Merkwürdigen Rechtsfall‹ bezeichnet man seit der gleichnamigen Sammlung (1734-1743) des François Gayot de Pitaval und deren Bearbeitung durch Friedrich Schiller eine nicht-fiktionale, auf Gerichtsakten und andere Arten der Prozessdokumentation basierende Kriminalfallerzählung. Aus der Mittelstellung zwischen fachjuristischem Fallbericht und Kriminalnovelle erwachsen der im 19. Jahrhundert fortlebenden Gattung spezifische Formen und Funktionen bei der Bildung anthropologischen Wissens, aber auch besondere ästhetische Reizpotentiale. Beides wird in dem von Rudolf Behrens und Carsten Zelle herausgegebenen Band in vergleichender Perspektive für den französisch- und deutschsprachigen Raum und in Hinsicht auf die sich im 19. Jahrhundert verändernden Medien in den Blick genommen. Von entscheidender Bedeutung für die unterschiedliche Rolle, die die Fallsammlungen in den beiden nationalen Erinnerungskulturen, in den juristischen, forensischen, anthropologischen, literarischen und medialen Kontexten spielen, erweist sich die unterschiedliche Entwicklungsgeschwindigkeit, mit der sich in Frankreich und Deutschland der Übergang vom Inquisitions- zum reformierten Strafprozess vollzieht. Die Beiträge des Bands erarbeiten die daraus resultierenden Folgen für Formen und Funktionen der Causes célebres, aber auch die semantischen Konsequenzen der jeweiligen Positionierung zeitgenössischer oder historisch zurückliegender Fälle in unterschiedlichen Erzählkontexten. Damit liegt erstmals eine vergleichende Studie zum Genre der Causes célèbres im 19. Jahrhundert vor.
Aktualisiert: 2020-09-23
> findR *

Aus dem Tempel und dem ewigen Genuß des Geistes verstoßen?

Aus dem Tempel und dem ewigen Genuß des Geistes verstoßen? von Deglau,  Claudia, Reinard,  Patrick
Der Einfluss von Karl Marx auf die Geschichts-, Geistes- und Altertumswissenschaften wurde bislang kaum berücksichtigt. Der von Patrick Reinardt und Claudia Deglau herausgegebene Band präsentiert nun erstmals elf Aufsätze, die sich mit verschiedenen Aspekten seines Einflusses auf die Erforschung der antiken Sozial- und Wirtschaftsgeschichte beschäftigen. Mehrere Beiträge behandeln Marxens Wirkung auf einzelne Forscher wie R. von Pöhlmann, Arthur Rosenberg, Friedrich Vittinghoff, Oswald Spengler oder Walter Benjamin. In diesen biographisch motivierten Untersuchungen wird aufgezeigt, dass sich in der Reaktion der Historiker auf Marxens Theorie und Thesen sowohl kritische Zurückhaltung als auch positive Rezeption und Weiterentwicklung ausmachen lassen. Andere Beiträge fokussieren auf bestimmte Themenbereiche wie den Klassenbegriff, die antike Wirtschaft, Marxens Griechenbild, Marxens Rezeption in der chinesischen Altertumswissenschaft oder die Marxschen und marxistischen Interpretationen des Sklavenanführers Spartacus. Somit vereint der Band sowohl wissenschafts-, historiographie- als auch rezeptionsgeschichtliche Studien, die erstmals die Wirkung von Karl Marx auf die Forschung beleuchten und zu weiterer Forschung in diesem vernachlässigten Bereich einladen.
Aktualisiert: 2020-09-23
> findR *

Im Halbschatten Der Orientalist Hellmut Ritter (1892-1971)

Im Halbschatten Der Orientalist Hellmut Ritter (1892-1971) von Ess,  Josef van
Der Orientalist Hellmut Ritter (1892-1971), jüngerer Bruder des bekannten Historikers Gerhard Ritter, unterrichtete in der ersten Hälfte der zwanziger Jahre an der neu gegründeten Universität Hamburg und nach dem Krieg von 1949 bis 1956 an der Universität Frankfurt. Er war Schüler von Carl Heinrich Becker und blieb dessen Umkreis Zeit seines Lebens verbunden. Seine wissenschaftliche Reife erlebte Ritter jedoch in der kemalistischen Türkei und betrachtete die politische und geistige Entwicklung im Deutschland der Zeit nach 1933 aus spürbarer Distanz. Seine Kontakte mit der im Umbruch befindlichen Welt der osmanischen Gelehrsamkeit und den nach 1933 hinzukommenden deutschen Emigranten, die nach Atatürks Wunsch die türkischen Universitäten (vor allem in Istanbul und Ankara) reformieren sollten, gaben seinem Werk eine Weite des Blickes, die in der deutschen Orientalistik sonst kaum erreicht wurde. In seinen letzten Jahren wechselte er sein Forschungsgebiet radikal, als er in Beirut eine Gemeinde aramäischsprachiger Christen entdeckte, die aus dem Tur Abdin stammte und im libanesischen Exil ihre neusyrische Sprache weiter pflegte. Ritter wendete sich von der Islamwissenschaft ab und analysierte die Grammatik des neu gefundenen Idioms. Im Halbschatten erzählt Ritters Leben und Werk im Sinne einer intellectual biography.
Aktualisiert: 2020-09-15
> findR *

Die Darstellung des Nicht-Dargestellten

Die Darstellung des Nicht-Dargestellten von Brandt,  Aleksandra Katarzyna
Die ersten Aufstiege der Heißluft- und Wasserstoffballone, 1783 in Frankreich, lösten im zeitgenössischen Europa die so genannte "Ballomanie" aus. Die flächendeckende Begeisterung für die Verwirklichung des alten Traums vom Fliegen prägte die Imaginationskraft der Schriftsteller*innen aus den verschiedenen Sprachräumen und wurde zu einem fruchtbaren Thema der literarisch Schaffenden. Zugleich waren diese vor die neue Herausforderung gestellt, die technischen Funktionsweisen und die Praxis der Aerostatik als literarischen Gegenstand zu konzipieren: Die Schriftsteller*innen mussten in diesem Sinne eine Darstellung des Nicht-Dargestellten leisten. Aleksandra Brandt widmet sich einem Bereich der Literatur- und Wissenschaftsgeschichte, der mit der Erforschung der Poetologien des Wissens in den Nuller Jahren eine Hochkonjunktur erlebte: den historischen Beziehungen zwischen der Naturforschung und Technik auf der einen sowie der Literatur und Kultur auf der anderen Seite. Innovativ in der Herangehensweise ist die komparatistische Methode, mittels derer der Wissenstransfer sowohl im deutsch- als auch im polnischsprachigen Raum analysiert wird. Als Quellenmaterial dienten der Autorin auch bislang teils schwer zugängliche wissenschaftliche, publizistische und literarische Texte zur Ballonfahrt im späten 18. Jahrhundert. Auf diese Weise kann die Studie neue Erkenntnisse u.a. zu zeitgenössischen Diskursen über die Geschlechterverhältnisse, sozialen Ungleichheiten und zum Gegensatz Orient vs. Okzident in beiden Sprachräumen liefern.
Aktualisiert: 2020-09-15
> findR *

Russisch-Deutsches Wörterbuch

Russisch-Deutsches Wörterbuch von Belentschikow,  Renate, Belentschikow,  Walentin, Wenk,  Reinhard
Die zweite Auflage des Russisch-Deutschen Wörterbuchs (RDW) berücksichtigt neue, in Russland erschienene Wörterbücher des Russischen, die auf umfassenden Korpora basieren und Veränderungen in der russischen Gegenwartssprache der letzten Jahrzehnte widerspiegeln. Für die Neuauflage des RDW wurden die Wortstrecken von A bis O um ca. 15000 neue Wörter und Bedeutungen erweitert. Gestrichen wurden u.a. einige kurzlebige Jargonwörter und sehr seltene Benennungen. Ein großer Teil der Wortartikel hat eine wesentliche Überarbeitung erfahren, so wurden Gebrauchsmarkierungen und weitere lexikografische Angaben aktualisiert und deutsche Äquivalente präzisiert, das Beispielmaterial wurde partiell erneuert. Das RDW ist auf die Bedürfnisse fortgeschrittener und professioneller Nutzer vorrangig mit deutscher Muttersprache ausgelegt, kann aber auch für russischsprachige Leser von Interesse sein. Es bietet eine einzigartige Möglichkeit, den russischen Wortschatz in seiner ganzen Breite kennenzulernen. Hinsichtlich der Verteilung der Wortstrecken auf die einzelnen Bände unterscheidet sich die Neuausgabe des RDW teilweise von der ersten Auflage. Band 1 der zweiten Auflage umfasst die Buchstaben A–Б.
Aktualisiert: 2020-09-29
> findR *

Judensiegel im spätmittelalterlichen Reichsgebiet

Judensiegel im spätmittelalterlichen Reichsgebiet von Lehnertz,  Andreas
Im Mittelalter diente das Siegel insbesondere in Nordeuropa gemeinhin als Beglaubigungsinstrument, das der heutigen Unterschrift gleichkommt. Es war ein exzellentes Medium zur Selbstdarstellung in Bild (Siegelbild) und Schrift (Siegelumschrift). In ihm konnten auf engstem Raum komplexe soziale Verhältnisse ausgedrückt werden. Als die christlichen Bürgerinnen und Bürger im spätmittelalterlichen deutschen Reichsgebiet eigene Siegel zu führen begannen, nahmen auch Jüdinnen und Juden an dieser Praxis teil. Sowohl jüdische Geschäftsleute wie auch jüdische Gemeinden nutzten eigene Siegel als Ausdruck der Selbstrepräsentation beim Abschluss von Rechtsakten in Verbindung mit Christen. Andreas Lehnertz legt nun eine Edition dieser Judensiegel von ihrem Aufkommen seit etwa der Mitte des 13. Jahrhunderts bis zum Jahr 1519 vor (Teil II), die als Basis für weiterführende Studien dient (Teil I). Die Studie untersucht Judensiegel von Individuen wie ganzen Gemeinden unter verschiedenen Aspekten. Dabei werden die Besiegelungspraxis ebenso wie die Urkundenformulare, an denen die Judensiegel hängen, untersucht und in ihren jeweiligen historischen Kontext eingeordnet. Insbesondere die Judensiegel der Erzstiftes Trier und der Freien Stadt Regensburg stehen hierbei im Fokus. Die Arbeit würdigt damit sowohl das Einzelsiegel wie auch das Corpus der Judensiegel im Allgemeinen als Teil der jüdischen materialen Kultur des Mittelalters.
Aktualisiert: 2020-09-24
> findR *

KODEX 10 (2020): Im digitalen Jenseits der Literatur

KODEX 10 (2020): Im digitalen Jenseits der Literatur von Kaufmann,  Vincent
Das erscheint seit 2011 und ist jedes Jahr einem besonderen Themenschwerpunkt gewidmet, wie zum Beispiel dem Strukturwandel in der Medienbranche, den Literaturpreisen oder der Autorschaft im Zeitalter der Digitalisierung. Ziel von ist es, den Buchwissenschaften und den benachbarten Disziplinen eine Veröffentlichungs- und Diskussionsplattform zu bieten und zugleich als Archiv für die Auseinandersetzung mit Themen, Methoden und Theorien, Handlungsfeldern und aktuellen Trends des Mediums Buch zur Verfügung zu stehen. greift aktuelle Themen und Fragen, Tendenzen und Probleme des Mediums Buch auf – insbesondere im Kontext des gegenwärtigen digitalen Medienwandels. Das Periodikum ist ebenso offen für Berichte und Überlegungen aus der Praxis, denn der Sprach- und Bildzeichenträger Buch wird hier in der ganzen Bandbreite seiner gestalterischen, wirtschaftlichen, rechtlichen und kulturellen Aspekte behandelt. Aus dem Inhalt: , Digitization as Chance for Literature. Interview with Martin Puchner , „Social reading“: Eine medienwissenschaftliche Perspektivierung , Klassische Medien im Labyrinth der Medialen Online-Partizipation: Partizipative Praktiken im digitalen Zeitalter verstehen, richtig einordnen und nutzen , Vom Autor zum Blogger und zurück , Humanitarian vr as 360° Autopsy: Empathy and Sympathy in Immersive Storytelling , The web of (non)narrative encounters , Der Autor als Automat
Aktualisiert: 2020-09-24
> findR *

Weltwissen

Weltwissen von Paul,  Ina-Ulrike
Die europäische Aufklärung war die Entstehungs- und Blütezeit der enzyklopädischen Universal- wie Speziallexika. National(sprachlich)e Enzyklopädien stiegen zu ‚Leitmedien‘ der aufgeklärten Wissensgesellschaft in dem Sinne auf, in dem das World Wide Web die globalisierte Informationsgesellschaft vernetzt. In dem Sammelband Weltwissen, der die Ergebnisse einer Tagung an der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel versammelt, werden sowohl die erste im 17. Jahrhundert in einer Landessprache publizierte Enzyklopädie – eine ungarische – sowie die seit dem Beginn des 18. Jahrhunderts in italienischer, französischer, niederländischer, polnischer, schwedischer und russischer Sprache erschienenen enzyklopädischen Werke vorgestellt. Imagologische Beiträge untersuchen mit netzwerkanalytischem bzw. diskursgeschichtlichem Zugriff das in europäischen Universallexika vermittelte Asien- bzw. Spanienbild. Beiträge zu französischen Spezialenzyklopädien, die sich der kolonialen Ökonomie widmen, oder zum Brockhaus als ‚internationalem‘ Vertreter der Gattung der Konversationslexika erweitern den universalenzyklopädischen Horizont. Aufsätze zu den einer erheblich älteren Wissenstradition zugehörenden chinesischen Leishu oder der arabischen Krone der Braut mit der ihr eingeschriebenen identitätsstiftenden Funktion verweisen auf die globale Dimension des menschlichen Wunsches nach vollständiger Wissenssammlung, der spezifisch war für die wissensordnende Kultur und zugleich untrennbar von deren tradierten Wissenskonzeptionen.
Aktualisiert: 2020-09-24
> findR *

Halles Netzwerk im Siebenjährigen Krieg

Halles Netzwerk im Siebenjährigen Krieg von Häberlein ,  Mark, Schmölz-Häberlein,  Michaela
Bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts hatten Gotthilf August Francke (1696–1769) und seine Mitarbeiter an den Glauchaschen Anstalten zu Halle ein Kommunikationsnetz aufgebaut, das von Nordamerika über London und Kopenhagen bis nach Indien reichte. Welchen Herausforderungen dieses Netzwerk im auch als „Weltkrieg des 18. Jahrhunderts“ bezeichneten Siebenjährigen Krieg (1756–1763) ausgesetzt war und wie diese gemeistert wurden, wird nun erstmals eingehend untersucht. Hallesche Pietisten betrachteten diesen Konflikt der europäischen Großmächte als massive Bedrohung ihres eigenen Werks, sie nahmen ihn aber auch als Manifestation göttlichen Eingreifens in das Zeitgeschehen wahr. Francke sowie die Männer und Frauen, mit denen er korrespondierte, waren davon überzeugt, dass die Zukunft der evangelischen Kirche im Reich und das Schicksal der lutherischen Mission in Übersee vom Erfolg Preußens und Großbritanniens gegen ihre Kriegsgegner abhingen. Wie sich diese spezifische Deutung des Krieges entwickelte stellen Michaela Schmölz-Haberlein und Mark Häberlein anhand von Dokumenten aus dem Archiv der Franckeschen Stiftungen detailliert dar.
Aktualisiert: 2020-09-24
> findR *

Historische Schulbibliotheken

Historische Schulbibliotheken von Klosterberg,  Brigitte
Historische Schulbibliotheken, ihre Geschichte und ihre Bestände kommen in bildungs-, wissens-, kultur- und bibliothekswissenschaftlichen Forschungen oft gar nicht oder nur am Rande vor. Der Tagungsband versteht sich deshalb als Versuch, dem Phänomen historischer Schulbibliotheken von ihrer ersten Gründungswelle im Zeitalter der Reformation bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts exemplarisch nachzugehen. Die Beiträge stellen zum einen einzelne Schulbibliotheken vor, die zu unterschiedlichen Zeiten gegründet wurden, in Groß- und Kleinstädten und an verschiedenen Schultypen angesiedelt und für Lehrer und/oder Schüler zugänglich waren. Zum anderen wird ihre Bedeutung für die Erforschung lokaler und regionaler Bibliothekslandschaften sowie von Unterrichtslektüren der Frühen Neuzeit in bildungs-, kultur- und bibliotheksgeschichtlicher Perspektive diskutiert.
Aktualisiert: 2020-09-24
> findR *
MEHR ANZEIGEN

Oben: Publikationen von Harrassowitz Verlag

Informationen über buch-findr.de: Sie sind auf der Suche nach frischen Ideen, innovativen Arbeitsmaterialien, Informationen zu Musik und Medien oder spannenden Krimis? Vielleicht finden Sie bei Harrassowitz Verlag was Sei suchen. Neben praxiserprobten Unterrichtsmaterialien und Arbeitsblättern finden Sie in unserem Verlags-Verzeichnis zahlreiche Ratgeber und Romane von vielen Verlagen. Bücher machen Spaß, fördern die Fantasie, sind lehrreich oder vermitteln Wissen. Harrassowitz Verlag hat vielleicht das passende Buch für Sie.

Weitere Verlage neben Harrassowitz Verlag

Im Weiteren finden Sie Publikationen auf band-findr-de auch von folgenden Verlagen und Editionen:

Qualität bei Verlagen wie zum Beispiel bei Harrassowitz Verlag

Wie die oben genannten Verlage legt auch Harrassowitz Verlag besonderes Augenmerk auf die inhaltliche Qualität der Veröffentlichungen. Für die Nutzer von buch-findr.de: Sie sind Leseratte oder Erstleser? Benötigen ein Sprachbuch oder möchten die Gedanken bei einem Roman schweifen lassen? Sie sind musikinteressiert oder suchen ein Kinderbuch? Viele Verlage mit ihren breit aufgestellten Sortimenten bieten für alle Lese- und Hör-Gelegenheiten das richtige Werk. Sie finden neben