20 Jahre HoF

20 Jahre HoF von Pasternack,  Peer
Das Institut für Hochschulforschung Halle-Wittenberg (HoF) war eine Gründung gegen mancherlei Wahrscheinlichkeiten. Warum und wie es 1996 dennoch dazu kam, verdient, erzählt zu werden. Peer Pasternack rollt die Gründungsgeschichte auf, wobei er die Darstellung zugleich ins Exemplarische hebt.°°Die Vorgeschichte des Instituts umfasst das Zentralinstitut für Hochschulbildung der DDR und die Projektgruppe Hochschulforschung Berlin-Karlshorst – erstere Teil der DDR-Ressortforschung, die bisher wenig zeithistorische Aufmerksamkeit gefunden hat, letztere eine Transformationseinrichtung im doppelten Sinne: als Teil der Umbrüche in der ostdeutschen Wissenschaft und als Analytikerin dieses Prozesses, konkret im Hochschulwesen. 1996 schloss sich daran die Gründung des HoF in Wittenberg an. Auch die 20 Jahre seitdem halten reichlich Stoff für eine exemplarische Erzählung bereit: Wie sich ein ‚Ost-Institut‘ als ein gesamtdeutsches zu konsolidieren vermochte, welche Neuerfindungen seiner selbst es dabei zu bewerkstelligen hatte, wie sich Forschung jenseits der Bindung an eine Einzeldisziplin organisieren lässt, auf welche Weise sich ein Institut auf das Sitzland einlassen kann, ohne darüber zum Regionalinstitut zu werden, und wie sich bei alldem externe und interne Turbulenzen produktiv wenden lassen.°°
Aktualisiert: 2023-06-15
> findR *

Fritz Hartung – Korrespondenz eines Historikers zwischen Kaiserreich und zweiter Nachkriegszeit.

Fritz Hartung – Korrespondenz eines Historikers zwischen Kaiserreich und zweiter Nachkriegszeit. von Kraus,  Hans-Christof
Fritz Hartung (1883–1967), Professor an den Universitäten Halle, Kiel und Berlin, gehörte zu den profiliertesten deutschen Historikern seiner Zeit. Seine Bücher, vor allem die vielfach aufgelegte »Deutsche Verfassungsgeschichte«, waren jahrzehntelang Standardwerke. Der Historiker war kein Anhänger der Weimarer Republik, stand aber auch dem Nationalsozialismus fern und erregte mehrfach den Unwillen der NS-Machthaber. Nach 1945 arbeitete er, obwohl in West-Berlin wohnend, für die Akademie der Wissenschaften in Ost-Berlin. So wurde er schon bald zu einer Mittlerfigur der geteilten deutschen Geschichtswissenschaft der Nachkriegszeit.
Aktualisiert: 2023-06-15
> findR *

Zwischen Lager und Neubau

Zwischen Lager und Neubau von Borgmann,  Malte
Zwischen den 1960er und 1980er Jahren versuchten zahlreiche Akteure, über die Regulierung des Zugangs zu bestimmten Unterbringungs- und Wohnformen, die Aufenthaltsdauer von Migrant*innen in West-Berlin zu beeinflussen und ihre Ansiedlung innerhalb der Stadt zu steuern. Das Buch zeichnet die Motive und (Miss-)Erfolge dieser Bestrebungen, die zugrunde liegenden Kategorisierungsprozesse sowie die Handlungsspielräume und Proteste der Betroffenen nach. Einbezogen werden Binnenmigrant*innen aus Westdeutschland, Arbeitsmigrant*innen aus Südosteuropa, Asylsuchende, DDR-Bürger*innen und sogenannte ‚Aussiedler*innen‘. Dieser innovative Ansatz bedeutet die Überwindung des bisherigen Fokus auf bestimmte nationale Gruppen und ermöglicht eine rassismustheoretisch informierte Analyse.
Aktualisiert: 2023-06-15
> findR *

Der Kampf um das Volkseigentum.

Der Kampf um das Volkseigentum. von Löhr,  Hanns C.
Noch heute zeigt sich die frühere Treuhandanstalt zum Teil als rätselhaftes Wesen. Der Behörde, die zwischen 1990 und 1994 große Teile der ehemaligen DDR-Volkswirtschaft privatisierte, werden bis heute von einigen Kritikern Korruption, Arbeitsplatzvernichtung und Verschleuderung des ostdeutschen Volksvermögens vorgeworfen. Hanns C. Löhr zeigt auf der Grundlage von originären Treuhandakten, wie die Anstalt den ehemaligen staatlichen Besitz an landwirtschaftlichen Flächen und Betrieben auf dem Gebiet der ehemaligen DDR verkaufte. Gerade in diesem Bereich wurde die Treuhand besonders mit den Problemen der Ansprüche von Alteigentümern konfrontiert. Ostdeutsche Bauern und Alteigentümer konkurrierten dabei erbittert um den Erwerb der ehemals staatlichen Flächen. Der Autor beschreibt das diplomatische Ringen während der Wiedervereinigung, die Bodenreform zwischen 1945 und 1949 dauerhaft anzuerkennen, die Probleme, die sich so aus dem Einigungsvertrag für die Treuhand ergaben, und das Bemühen der Bonner Regierung, die politische Verantwortung hierfür zu verschieben. Hanns C. Löhr, Jahrgang 1961, Studium der Geschichte und Philosophie in Hamburg und Bonn. 1992 Promotion über die Gründung des modernen Staates Albanien. Arbeitet in Berlin als Journalist.
Aktualisiert: 2023-06-15
> findR *

Aufarbeitung und soziale Betreuung ehemaliger Heimkinder

Aufarbeitung und soziale Betreuung ehemaliger Heimkinder von Laudien,  Karsten
Aufarbeitung der Heimerziehung der 40er bis 90er Jahre bedeutet nicht nur, ehemalige Heimkinder finanziell zu entschädigen (was durch die Fonds Heimerziehung bereits erfolgt), sondern auch die Spätfolgen zu lindern. Der Fachbeirat der Berliner Anlauf- und Beratungsstelle für ehemalige Heimkinder (ABeH) versucht daher, die sozialpädagogischen Bedürfnisse der Betroffenen zu artikulieren und die Erkenntnisse des Aufarbeitungsprozesses sowohl der Öffentlichkeit als auch den Betroffenen zugänglich zu machen – auch um derartiges Unrecht künftig zu verhindern.°°Karsten Laudien, Manfred May und Stefan Trobisch-Lütge präsentieren die Ergebnisse der Überlegungen und stellen konkrete Projekte zum Wissenstransfer sowie zur Betreuung und Beratung ehemaliger Heimkinder vor. Ergänzt werden diese mit Ausschnitten aus Interviews mit Betroffenen, die eindrücklich die Bedeutsamkeit des Aufarbeitungsprozesses belegen. Gerade der Umgang mit Menschen, denen in der Vergangenheit schuldlos Unrecht zugefügt wurde, ist ein Gradmesser für die Möglichkeiten unserer Gesellschaft, Gerechtigkeit herzustellen und Anerkennung zu verteilen.°°
Aktualisiert: 2023-06-15
> findR *

Bilanz und Perspektiven des deutschen Vereinigungsprozesses.

Bilanz und Perspektiven des deutschen Vereinigungsprozesses. von Mertens,  Lothar
Der Band enthält die schriftlichen Fassungen der Vorträge, die im März 2005 auf der Jahrestagung der Gesellschaft für Deutschlandforschung in Berlin gehalten wurden. Rainer Eckert setzt sich mit dem Erbe des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR auseinander. Klaus Krakat analysiert den Wirtschafts- und Technologiestandort Berlin und dessen Entwicklungspotential. Die familialen Auswirkungen des Vereinigungsprozesses sowie das Fortbestehen tradierter DDR-Gesellschaftsmuster beleuchtet Lothar Mertens. Da die Belletristik für die Menschen in der DDR eine wichtige soziale Dimension besaß und Lesen, in Ermangelung anderer medialer Zerstreuungsmöglichkeiten, im Osten Deutschlands einen höheren Stellenwert als Freizeitbeschäftigung hatte, ist die Wahrnehmung des Vereinigungsprozesses in der ostdeutschen Literatur ein wichtiger zu berücksichtigender Aspekt, den Ilse Nagelschmidt kenntnisreich erforscht und kommentiert. Eine ebenso kritische wie pointierte volkswirtschaftliche Bilanz des Vereinigungsprozesses präsentiert Spiridon Paraskewopoulos in seinem Rückblick. Anton Sterbling vermittelt einen anschaulichen Überblick über die Wahrnehmung des deutschen Vereinigungsprozesses in Ost- und Südosteuropa. Als Ergebnis einer Podiumsdiskussion liegen abschließend zwei weitere Beiträge vor. Den Transformationsprozess und die Demokratieakzeptanz in den fünf neuen Bundesländern analysiert Günther Heydemann, während Rolf Reißig aus einer dezidiert ostdeutschen Sicht die gesellschaftliche Transformation und den deutschen Vereinigungsprozess kritisch untersucht und kommentiert.
Aktualisiert: 2023-06-15
> findR *

Das Institut für Internationale Politik und Wirtschaft der DDR in seiner Gründungsphase 1971 bis 1974.

Das Institut für Internationale Politik und Wirtschaft der DDR in seiner Gründungsphase 1971 bis 1974. von Klein,  Michael B.
Von 1971 bis 1990 gab es in Ost-Berlin das »Institut für Internationale Politik und Wirtschaft« als Teil des SED-Systems. Ausgerichtet auf Westanalyse, parteiisch im totalitären Sinne, ein Instrument des Politbüros, eng verbunden mit dem Ministerium für Staatssicherheit, zugleich aber auch nach Westen ein Element des kontrollierten Dialogs, der angedeuteten Vorfeld-Diplomatie, der Sondierung, der Beeinflussung und der Koordinierung. Der Zusammenbruch der DDR 1989 und die Öffnung der Archive gaben die Voraussetzungen, um Strukturen, Leitprinzipien und Leistungen des IPW in seiner Gründungsphase aus der Innen- und Außensicht zu analysieren. Die Studie zeigt nicht nur die schwachen Möglichkeiten und engen Grenzen eines »apparatgebundenen think tanks« im kommunistischen System, der Autor wirft auch ein Licht auf die Innenwirkung (in den Apparat) sowie auf die Außenwirkung (vor allem auf das westliche Deutschland) des IPW. Es zeigt sich, daß die Geschichte des IPW von Anfang bis Ende verflochten war mit dem Ringen der SED um internationale Anerkennung sowie Einflußgewinnung und Mitbestimmung der politischen Agenda. Das Institut, das auch nach innen viel Propagandalärm bei der Widerlegung des »Imperialismus« zu veranstalten hatte, blieb in der hermetischen Parteisprache und Denkweise der SED gefangen und bemerkte das langsame Sinken des Schiffes DDR erst, als dies bereits auf Grund lag. Zugleich fanden die Reisekader des IPW im Westen jedoch aufmerksame, mitunter devote Gesprächspartner, bis hin zu ideologischen Verbrüderungen, ein Grund, weshalb sich viele westdeutsche Einrichtungen und Personen nicht mehr - oder nur ungern - an ihre ehemaligen Kontakte erinnern.
Aktualisiert: 2023-06-15
> findR *

Teilung anerkannt, Einheit passé?

Teilung anerkannt, Einheit passé? von Eckert,  Rainer, Haarmann,  Lutz, Hilsberg,  Stephan, Kühn,  Detlef
Teilung anerkannt, Einheit passé? Diese Frage haben sich die in dieser Studie untersuchten status-quo-oppositionellen Gruppen und Persönlichkeiten in der Deutschlandpolitik während der 1970er und 1980er Jahre in der Bundesrepublik gestellt. Sie haben versucht, auf ihre Weise, das heißt im Sinne der Offenheit der Deutschen Frage, gegen den deutschlandpolitischen Mainstream zu argumentieren. Dabei sind sie auf erhebliche Widerstände im eigenen politischen Lager und im auf die Zweistaatlichkeit Deutschlands ausgerichteten intellektuellen Diskurs der Bundesrepublik gestoßen.
Aktualisiert: 2023-06-15
> findR *

Salzburger, Ostpreußen

Salzburger, Ostpreußen von Turner,  George
Vielleicht sind es Folgen des Lutherjahres: Offenbar ist das Interesse am Schicksal von Religionsflüchtlingen so groß, dass bereits drei Jahre nach Erscheinen der ersten Auflage eine zweite erforderlich wird.°°George Turner schildert die Lebensverhältnisse der „Salzburger“ in der Zeit zwischen 1732–1944/45 in Ostpreußen und widmet besondere Aufmerksamkeit dem Versuch, den Zusammenhalt trotz des Auseinanderdriftens in unterschiedliche Länder nach 1945 zu fördern. Wie ein roter Faden ziehen sich dabei die Themen „Integration“ und „Bewahrung der Herkunft“ durch die einzelnen Kapitel.°°Neu sind daneben zwei Akzente. Zum einen ist es das Thema „Protestantisches Bekenntnis und wirtschaftlicher Erfolg“. Hier galt es, Max Webers These zu relativieren, der zufolge die protestantische Ethik den Kapitalismus befördere. Zum anderen versucht sich der Autor an einer Erklärung, warum sich das Salzburgische als Dialekt nicht erhalten hat.°°Auch wenn die vorliegende Darstellung viele Aspekte berücksichtigt, das Thema „Salzburger und Ostpreußen“ ist noch längst nicht abgeschlossen.
Aktualisiert: 2023-06-15
> findR *

Jenseits der Moderne?

Jenseits der Moderne? von Großbölting,  Thomas, Livi,  Massimiliano, Spagnolo,  Carlo
Mit den 1970er Jahren erschließen sich für die Geschichtswissenschaft neue Untersuchungsperspektiven: Begriffe wie »Individualisierung«, »Pluralisierung« oder »Entnormativierung« sind zur Selbstbeschreibung genutzt worden. Wie lassen sich diese Selbstbeobachtungen historisieren? Braucht die historische Forschung ein erweitertes Instrumentarium? Lassen es die Veränderungen zu, von einer »Nachmoderne« zu sprechen? Diese Fragen führen italienische und deutsche Wissenschaftler im vorliegenden Band weiter.
Aktualisiert: 2023-06-15
> findR *

Fünf Jahrzehnte, vier Institute, zwei Systeme

Fünf Jahrzehnte, vier Institute, zwei Systeme von Pasternack,  Peer
50 Jahre Forschung über Hochschulen im Osten Deutschlands: 1964 war das Institut für Hochschulpolitik an der Humboldt-Universität zu Berlin gegründet worden. 2014 war das Institut für Hochschulforschung Halle-Wittenberg (HoF) in seiner heutigen Form inhaltlich und organisatorisch konsolidiert. Dazwischen lagen noch zwei weitere Institute, sehr unterschiedliche Umfeldentwicklungen und mehrere krisenhafte Situationen, darunter ein Wechsel des Gesellschaftssystems. Auf je eigene Weise waren alle vier Einrichtungen mit ihren Vorgängern bzw. Nachfolgern verknüpft. Im Mittelpunkt der Betrachtung steht das Institut, das mit 230 Wissenschaftler.innen den quantitativen Höhepunkt in diesen fünf Jahrzehnten markierte: das Zentralinstitut für Hochschulbildung Berlin (ZHB), gegründet 1982, abgewickelt 1990. Von diesem ausgehend werden das Vorgängerinstitut, das Umfeld sonstiger Forschungen über Hochschulen in der DDR, die Anschlusseinrichtung „Projektgruppe Hochschulforschung Berlin-Karlshorst“ (1991–1995) und das wiederum nachfolgende Institut für Hochschulforschung Halle-Wittenberg (HoF, seit 1996) in den Blick genommen. Zu verfolgen sind so organisatorische, kulturelle und inhaltliche Kontinuitäten wie Brüche innerhalb zweier Gesellschaftssysteme und über den 1989er Systemwechsel hinweg: 25 Jahre vor und 25 Jahre nach der Implosion des DDR-Sozialismus.
Aktualisiert: 2023-06-15
> findR *

Maastricht II – Entwicklungschancen und Risiken der EU: Erweiterung, Vertiefung oder Stagnation?

Maastricht II – Entwicklungschancen und Risiken der EU: Erweiterung, Vertiefung oder Stagnation?
Die Abkommen zur Schaffung einer europäischen Wirtschafts- und Währungsunion und die Bestrebungen zur politischen Einigung Europas haben durch die seit einigen Monaten laufende Regierungskonferenz zur Revision des Maastrichter-Vertrages erneut die Aufmerksamkeit einer breiten Öffentlichkeit gefangen genommen. Im engeren wirtschaftlichen Bereich geht es gegenwärtig vor allem um die Schaffung einer Währungsunion zwischen den derzeit fünfzehn Mitgliedern der Europäischen Gemeinschaft, den noch für die laufende Dekade angestrebten Beitritt von mittel- und osteuropäischen Ländern zur Gemeinschaft und die Vorbereitung einer neuen Finanzverfassung für die Europäische Union. Hinzu kommen die anhaltenden Bemühungen um den Ausbau einer Europäischen Außen- und Sicherheitspolitik sowie Innen- und Rechtspolitik. Vor allem aber steht die künftige Gestalt der Wirtschaftsordnung der Gemeinschaft zur Diskussion. Im vorliegenden Band stellen die in der ARGE vereinigten Wirtschaftsforschungsinstitute vor allem empirisch fundierte Analysen zu den offenen Fragen der europäischen Wirtschaftsintegration vor. Behandelt werden - ausgehend von einer Eingangsskizze durch Staatsminister Hoyer zu den europapolitischen Zielen - - die Ausgestaltung des Verhältnisses von Wettbewerbs- und Industriepolitik, - das Für und Wider der Angleichung von Steuersystemen, - die aus der wahrscheinlichen Erweiterung der Gemeinschaft um zehn oder mehr Staaten entstehende Beitrittsproblematik und - die Vor- und Nachteile einer Harmonisierungsstrategie gegenüber einer Strategie des institutionellen Wettbewerbs zwischen den Teilnehmerländern. Den Referaten sind Kurzfassungen der lebhaften Diskussionen zu den einzelnen Sachproblemen beigefügt.
Aktualisiert: 2023-06-15
> findR *

Sprünge, Brüche, Brücken.

Sprünge, Brüche, Brücken. von Ritter,  Martina, Wattendorf,  Barbara
Zehn Jahre Transformation in Russland haben Veränderungen hervorgebracht, neue Stabilitäten erzeugt, Überbleibsel aus der Sowjetunion konserviert. Demokratie als das Entwicklungsprojekt des neuen, postsowjetischen Russland ist ganz sicher nicht abgeschlossen. Der Blick auf den Demokratisierungsprozess Russlands in diesem Band ist interdisziplinär, die verschiedenen Perspektiven werden unter einem Stichwort vereint: Die politische Kultur des postsowjetischen Russland wird untersucht als ein wesentliches Element, das Auskunft gibt über die Wege der Demokratisierung. Es werden Untersuchungen über subjektive Deutungen, den Umgang mit Konflikten und die Auswirkungen auf das Politikverständnis, eine Studie über die Konstruktion neuer Deutungsöffentlichkeiten anhand des sowjetischen Integrationsmotivs des Großen Vaterländischen Kriegs und Überlegungen zum neuen und alten Eurasismus und der "russischen Idee" als Weg für die schwierige kulturelle Integration der Bevölkerung dargelegt. Aus verschiedenen Perspektiven analysieren die Autoren den kulturellen Deutungshintergrund der Gesellschaft, der Auskunft gibt über das Erreichte und das Scheitern im Demokratisierungsprozess: über die Brüche in den Deutungsmodellen, die Sprünge von alten zu neuen Deutungsmustern und die Brücken zwischen dem Deutungshorizont des sowjetischen und postsowjetischen Russland.
Aktualisiert: 2023-06-15
> findR *

Europa mit den Deutschen.

Europa mit den Deutschen. von D'Ottavio,  Gabriele, Dürr,  Bettina
Europas Schicksal hängt nicht erst heute vor allem von Deutschland ab. Diese auf reichem Quellenmaterial fußende Studie beleuchtet die Motive, Überzeugungen und Ziele der wichtigsten Protagonisten der deutschen Europapolitik sowie die innen- und außenpolitischen Auseinandersetzungen. Der besondere Blickwinkel Italiens bezeugt, dass die deutsche Europapolitik bereits in den Fünfziger- und Sechzigerjahren nennenswerte Änderungen durchlaufen hat, die außerdem Anlass zu deutschfeindlichen Äußerungen und Haltungen gegeben haben.
Aktualisiert: 2023-06-15
> findR *

Eisen und Stahl für den Sozialismus.

Eisen und Stahl für den Sozialismus. von Unger,  Stefan
Der Autor thematisiert anhand der Geschichte der Eisen- und Stahlindustrie der DDR (»Schwarzmetallurgie«), wie sich die institutionellen Regeln des Wirtschaftssystems, der weltweite strukturelle und technologische Wandel, wirtschaftspolitische Entscheidungen und historische Umstände in der Entwicklung einer konkreten Industriebranche der DDR während der Ära Ulbricht niederschlugen. Gefragt wird vor diesem Hintergrund insbesondere nach den Faktoren, die für verzögerte Modernisierung, ungenügende Innovationsleistung und niedrige Arbeitsproduktivität der sozialistischen Industrie verantwortlich zeichneten. Dabei zeigt sich exemplarisch, daß die sozialistische Wirtschaftsordnung vor allem unter ihren hohen Toleranzschwellen litt, die strategische wirtschafts- und industriepolitische Fehlentscheidungen nicht selbsttätig sanktionierten, sondern über einen langen Zeitraum tolerierten. Damit krankte das System weniger an seiner im Vergleich zur marktwirtschaftlichen Ordnung geringeren, sondern an seiner zu großen Fehlerfreundlichkeit.
Aktualisiert: 2023-06-15
> findR *

Kommunale Selbstverwaltung.

Kommunale Selbstverwaltung. von Nierhaus,  Michael
Mit dem Band »Kommunale Selbstverwaltung. Europäische und Nationale Aspekte« beginnt das interdisziplinär organisierte Kommunalwissenschaftliche Institut der Universität Potsdam seine Schriftenreihe. Sie wird von Staatsrechtslehrern, Politologen und Wirtschaftswissenschaftlern aus der Juristischen Fakultät und der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Potsdam herausgegeben. Prof. Dr. Dres h. c. Klaus Stern, Direktor des Instituts für Öffentliches Recht und Verwaltungslehre der Universität zu Köln und Richter des Verfassungsgerichtshofes des Landes Nordrhein-Westfalen, hat bei der akademischen Eröffnung des Instituts am 3. Februar 1995 den Festvortrag über die Europäische Union und die deutsche kommunale Selbstverwaltung gehalten. Sein Beitrag leitet die Veröffentlichungen des Instituts ein und setzt ein Zeichen, daß angesichts der zusammenwachsenden Europäischen Union kommunalrechtliche und kommunalwissenschaftliche Fragestellungen nicht mehr allein unter nationalen Aspekten behandelt werden können. Die kommunale Selbstverwaltung ist in zunehmendem Maße durch Rechtsvorschriften der EG betroffen. Die Vertretung der Interessen der deutschen Kommunalkörperschaften im Ausschuß der Regionen und der lokalen Gebietskörperschaften ist mehr als dürftig. Auch das im Maastricht-Vertrag und im Grundgesetz verankerte Subsidiaritätsprinzip vermag kaum Schutzwirkungen zugunsten der Gemeinden und Landkreise zu entfalten. Letztlich liegt seine Interpretation als Kompetenzausübungsschranke in den Händen des Europäischen Gerichtshofes, der sich als Motor der europäischen Integration begreift. Ein effektiver Schutz der in Europa einmaligen deutschen Selbstverwaltungsgarantie (Art. 28 Abs. 2 GG) wird nur zu erreichen sein, wenn es gelingt, in einer zukünftigen Europäischen Verfassung die kommunale Selbstverwaltung institutionell und funktional abzusichern. Michael Nierhaus stellt die Neugestaltung der Kommunalverfassung im Land Brandenburg dar. Aus
Aktualisiert: 2023-06-15
> findR *

Rudolf Lehmann, ein bürgerlicher Historiker und Archivar am Rande der DDR

Rudolf Lehmann, ein bürgerlicher Historiker und Archivar am Rande der DDR von Gockel,  Michael
Dieser Titel ist unter der Lizenz CC-BY-NC-ND 4.0 im Open Access verfügbar. | This book is open access under a CC-BY-NC-ND 4.0 license.°°°°Rudolf Lehmann (1891–1984), der führende Landeshistoriker der Niederlausitz, trug seit 1949 vom Landesarchiv Lübben aus als dessen Leiter durch seine archivischen Leistungen, seine wissenschaftlichen Veröffentlichungen und seine wissenschaftsorganisatorischen Initiativen maßgeblich zur Wiederbelebung der brandenburgischen Landesgeschichtsforschung nach dem Zweiten Weltkrieg bei. Der bürgerliche Archivar und Historiker geriet dabei aber zunehmend in Konflikte mit dem SED-Staat um seine wissenschaftliche Freiheit und sah sich daher zuerst zum Rückzug vom Amt, später zur Übersiedlung in die Bundesrepublik gezwungen. Seine eindringlichen Tagebücher aus den Jahren 1945–1964 beleuchten darüber hinaus eindrucksvoll die Politik der frühen DDR zur gesellschaftlichen Durchsetzung der kommunistischen Diktatur.°°Der editorische Sachkommentar und die Einleitung verhelfen zu einem vertieften Verständnis der Tagebucheinträge und ordnen ihre subjektiven Bekenntnisse in übergeordnete allgemein- und wissenschaftspolitische Zusammenhänge ein.
Aktualisiert: 2023-06-15
> findR *
MEHR ANZEIGEN

Geschichte: Zeitgeschichte (1945 bis 1989) auf buch-findr.de

Bei vielen Anbietern finden Sie Bücher einer bestimmten Kategorie. buch-findr.de bietet Ihnen auf einer Plattform Druckerzeugnisse wie Geschichte: Zeitgeschichte (1945 bis 1989) aus einer Hand. Suchen Sie allgemein oder ganz speziell Geschichte: Zeitgeschichte (1945 bis 1989)? Hier finden Sie gut beschriebene und sortierte Bücher und Publikationen.

Neben einer grossen Asuwahl an Geschichte: Zeitgeschichte (1945 bis 1989) bei buch-findr.de, finden Sie auch weitere Bücher und Publiktionen

Wir gehen mit der Zeit und bieten neben klassischen Geschichte: Zeitgeschichte (1945 bis 1989) auch:

Legen Sie Wert auf Qualität bei Geschichte: Zeitgeschichte (1945 bis 1989)

Auf buch-findr.de stellen wir für Sie nicht nur Geschichte: Zeitgeschichte (1945 bis 1989) in großer Auswahl bereit, Sie haben auch die Möglichkeit ganz gezielt nach Ihren Interessen entsprechend zu filtern. So bildet die Kategorie Geschichte: Zeitgeschichte (1945 bis 1989) auch Unterkategorien wie [Subgenres, Subgenres] an. Nicht lange suchen, finden was gewünscht oder gebraucht wird. Geschichte: Zeitgeschichte (1945 bis 1989) Ob als Hörbuch, ebooks, broschiertes Buch oder Heft wir suchen aus vielen verschiedenen Plattformen Ihr Taschenbuch, Fachbuch oder Bestseller. Finden Sie Geschichte: Zeitgeschichte (1945 bis 1989) nicht nur von einem Autoren, sondern lassen sich auf einem Blick viele verschiedene Bücher zum ausgewählten Thema anzeigen. So haben Sie die aktuellen Neuerscheinungen immer im Blick. Und ist das gesuchte Buch doch nicht das Richtige, stöbern Sie einfach in unserer Übersicht. Weitere Bücher aus den gleichen Genre sind so schnell und übersichtlich auf buch-findr.de zu finden. Probieren Sie es aus, legen Sie jetzt los! Ihrem Lesevergnügen steht nichts im Wege. Nutzen Sie die Vorteile Ihre Bücher online zu kaufen und bekommen Sie die bestellten Bücher schnell und bequem zugestellt. Nehmen Sie sich die Zeit, online die Bücher Ihrer Wahl anzulesen, Buchempfehlungen und Rezensionen zu studieren, Informationen zu Autoren zu lesen. Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen das Team von buch-findr.de.