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Gewalt und Anmut

Gewalt und Anmut von van Marwyck,  Mareen
In der Literatur und Ästhetik um 1800 ist »Anmut« nicht nur Bewegungsschönheit und Ausdruck weiblicher Sittlichkeit. Sie ist, so zeigt diese Studie, zugleich eine Form der Ästhetisierung und Heroisierung weiblicher Gewalt. Als alternativer Topos zum männlich codierten Erhabenen etabliert sich in Texten wie Schillers »Jungfrau von Orleans« und Kleists »Penthesilea« eine Ästhetik graziöser Kampftänze, die bis zum zeitgenössischen Actionfilm die Inszenierung weiblichen Heldentums prägt. Die anmutige Gewaltästhetik stellt nicht nur eine prekäre Verschränkung bürgerlicher Weiblichkeit mit militärischem Handeln dar, sondern unterläuft zugleich die »doppelte Ästhetik« eines harmonischen Schönen und eines gewaltsamen Erhabenen. Die Aufhebung dieser Dualität steht jedoch nur scheinbar im Widerspruch zu den Theorien des 18. Jahrhunderts - sie ist vielmehr in den Anmutskonzeptionen selbst angelegt und wird zudem durch die Ästhetik der europäischen Fechtkunst vorbereitet. Mit einem diskursanalytischen Verfahren erforscht Mareen van Marwyck die gewaltästhetisierenden und -heroisierenden Mechanismen der Anmut und eröffnet damit eine neue Perspektive auf die Inszenierung weiblichen Heldentums und das Verhältnis von Gewalt und Ästhetik im ausgehenden 18. Jahrhundert.
Aktualisiert: 2023-02-03
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Transit-Orte in der Literatur

Transit-Orte in der Literatur von Wilhelmer,  Lars
Hotelzimmer, Bahnhöfe, Flughafenterminals: Orte wie diese sind längst Teil unseres Alltags. Es sind Transit-Orte - Orte, an denen wir uns aufhalten, ohne zu bleiben. Marc Augé nennt sie »Nicht-Orte«, Peter Sloterdijk »Niemandsorte«. Nichts und niemand also, worüber es zu schreiben lohnte? Das Gegenteil beweisen zahlreiche Autorinnen und Autoren der literarischen Moderne, die Transit-Orte zum Gegenstand und zum Moment der Strukturierung ihrer Texte machen. Lars Wilhelmer zeigt: Im Zeitalter von Globalisierung und Mobilität bieten diese Orte, verschmolzen zu hyperkulturellen Transit-Räumen, das, was konventionelle Orte längst nicht mehr bieten können - einen Halt, eine Zuflucht.
Aktualisiert: 2023-02-03
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Destillierte Wahrheiten

Destillierte Wahrheiten von Eykman,  Christoph
Vor dem Hintergrund der Ergebnisse der modernen Philosophie des Ich untersucht und vergleicht dieses Buch lebensphilosophische Reflexionen in der Form von Sentenzen und Maximen, welche sich aus autobiografischen narrativen Texten herauskristallisieren bzw. als Destillate eines erzählten Lebens zu allgemeinen Einsichten führen. Das Blickfeld erstreckt sich auch auf Themen, die mit dem Ich des Autobiografen eng verbunden sind wie etwa „Dinge und Orte“, „Das sprachliche Porträt“, „Das Foto und die Autobiografie“ und „Das Schreiben von Autobiografien“. Der Autor ist Professor Emeritus am Boston College, U.S.A.
Aktualisiert: 2020-01-20
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Die erhabene Natur

Die erhabene Natur von Treptow,  Elmar
Dieser Entwurf einer neuen Ästhetik der Natur stützt sich vor allem auf die Theorien der sich selbst organisierenden kybernetischen Systeme und auf die dialektische Philosophie. Die Natursysteme – die Kreislaufsysteme des Kosmos und der Erde – werden als schön oder erhaben bestimmt, je nachdem, ob sie sich in einem relativ stabilen Gleichgewicht befinden oder ob sie ihr Gleichgewicht und somit ihre Strukturgrenzen und ihr Maß überschreiten. Die erhabenen grenzüberschreitenden Prozesse werden so betrachtet, dass sie an sich rückbezüglich und zweckmäßig verlaufen, aber für die Menschen sowohl zweckmäßig wie unzweckmäßig sind und von ihnen mit den widersprüchlichen Gefühlen der Lust und Unlust respektive des Staunens und Schreckens erlebt werden. Weiter wird auch der Mensch selbst als erhabenes Wesen dargestellt, der die von ihm produzierten gesellschaftlichen Gleichgewichtssysteme unaufhörlich überschreitet, was ebenfalls Formen von Lust und Unlust hervorruft. Hierbei wird zwischen den selbständigen und den verselbständigten Naturaneignungen des Menschen unterschieden. Von den Verselbständigungen, die eine schreckliche Faszination ausüben, wird vor allem das sachzwanghaft verlaufende globale ökonomische Wachstum behandelt, das die Grenzen der qualitativ bestimmten natürlichen und gesellschaftlichen Maße überschreitet. In diesem Zusammenhang werden die Verherrlichungen des Überwältigenden und die undifferenzierte Begeisterung für alles Große sowie die Verdrängungen des erhabenen Naturschreckens durch den gesellschaftlichen Horror kritisiert. Die erhabene Natur wird außerdem abgegrenzt von den Naturtranszendierungen respektive den Entgrenzungen ins unbestimmte "schlecht Unendliche". Zur Sprache kommen allegorisierende Verflüchtigungen der selbständigen Natur sowie deren Herabsetzung durch einseitiges Fixieren des "Ereignisses", des "Augenblicks" und der "Kontingenz". Die inhaltlich bestimmte Unendlichkeit der Natur wird als die Unerschöpfbarkeit der Selbstorganisation der dynamischen Kreislaufsysteme betrachtet. Diese Unendlichkeit ist, wie dargelegt wird, der künstlerischen Darstellung durchaus zugänglich. Schließlich wird die erhabene Einsamkeit bestimmt, und zwar als das Bewusstsein des Individuums, dass sein Tod zum Entstehen und Vergehen der unendlichen Natur gehört, die sich in den grenzüberschreitenden Kreislaufsystemen selbst organisiert. Der Autor lehrt Philosophie an der Universität München. Er wurde promoviert mit einer Dissertation über Aristoteles und habilitierte sich mit einer Arbeit über Hegel und die Junghegelianer. Seine Schwerpunkte sind die Natur- und Gesellschaftsphilosophie sowie die Ästhetik.
Aktualisiert: 2020-03-12
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Deutsche Literaturwissenschaft 1945–1965

Deutsche Literaturwissenschaft 1945–1965 von Boden,  Petra, Rosenberg,  Rainer
Arbeiten zur Geschichte der Literaturwissenschaft in Deutschland nach 1945 sind noch immer eine Ausnahme. Dieses Buch liefert Bausteine, die dazu beitragen, diese Lücke mit Hilfe von neuem Material zu schließen. Anhand von system- und fächerübergreifenden Beispielen aus Germanistik und Romanistik können institutionengeschichtliche Chancen und Zwänge, personal- und strukturpolitische Entscheidungen, abgebrochene und forcierte Karrieren in Beziehung gesetzt werden zu theorie- und schulbildenden Konzepten, zu den methodologischen Voraussetzungen und den öffentlichkeitswirksamen Folgen einer Wissenschaftsentwicklung, die in beiden deutschen Staaten zu keiner Zeit autonom verlief, aber durchaus auch ihrer eigenen Entwicklungslogik folgte. Unter den veränderten Bedingungen nach der deutschen Vereinigung kann ohne Vorbehalte darüber Auskunft gegeben werden, wo der literaturwissenschaftliche Diskurs durch unterschiedliche Ideologien, Traditionen und Schulen prädisponiert war und an welchen Stellen systemübergreifende Paradigmen und Forschungsfelder weiter bestanden bzw. sich neu etablieren konnten.
Aktualisiert: 2023-01-02
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Interkulturell Handeln mit Literatur

Interkulturell Handeln mit Literatur von Eß,  Oliver
Dieser Band veranschaulicht am Beispiel eines Modellversuchs im Hauptstudium Germanistik in der VR China, wie im Unterrichtsfach Deutsch als Fremdsprache das Konzept „Interkulturell Handeln mit Literatur“ umgeSetzt werden kann. Im Fokus der UmSetzung des Konzepts stehen das Profil und die Bedürfnisse der Zielgruppe. Es wird gezeigt, dass fremdsprachiger Literaturunterricht als Medium der Selbsterkenntnis sowie zur Identitätsbildung und zum Umgang mit dem kulturell Anderen eingeSetzt werden kann; und wie es gelingt, in integrativer Weise beides gleichzeitig zu fördern: das Lesen in der Fremdsprache und das Erarbeiten von Schlüsselkompetenzen.
Aktualisiert: 2021-01-21
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Josef Mühlberger – Auf gelbe Blätter geschrieben

Josef Mühlberger – Auf gelbe Blätter geschrieben von Lange-Greve,  Susanne
Josef Mühlberger, geb. am 3. April 1905 in Böhmen, studierte Germanistik und Slawistik in Prag und promovierte 1926 zum Dr. phil. In den 30er Jahren hatte er seinen literarischen Durchbruch mit der Erzählung "Die Knaben und der Fluß". 1946 wurde er aus der Tschecheslowakei ausgewiesen und kam nach Göppingen. Er lebte als Autor, Literaturwissenschaftler, Journalist und Übersetzer bis zu seinem Tod am 2. Juli 1985 in Eislingen/Fils. Für seine literarischen und historischen Arbeiten wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Sein umfangreicher Nachlass liegt im Schriftgut-Archiv Ostwürttemberg in Heubach-Lautern.
Aktualisiert: 2022-08-15
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Auseinandersetzungen um die deutsche Orthographie im 19. Jahrhundert. 2 Bände

Auseinandersetzungen um die deutsche Orthographie im 19. Jahrhundert. 2 Bände von Güthert,  Kerstin
Dem 19. Jahrhundert kommt in der deutschen Orthographiegeschichte besondere Bedeutung zu. Diese zeigt sich zum einen in der Ausbildung der unterschiedlichen orthographietheoretischen Konzepte, die von ihrem Ansatz her bis heute nichts an Aktualität eingebüßt haben, und zum anderen in dem Umstand, dass der Orthographie mit Beginn der Kodifikation einer orthographischen Norm durch die Behörden eine Sonderrolle innerhalb der sprachlichen Normen zugewiesen wurde: Wissenschaft und Öffentlichkeit stehen fortan in einem wechselseitigen Verhältnis. Die Orthographiediskussion im 19. Jahrhundert ist deutlich hiervon geprägt, was sich schon daran zeigt, dass sich die vermittelnden Repräsentanten durchsetzen; eine Aussicht auf Umsetzung hat weder eine orthographische Regelung auf streng phonetischer noch auf historischer Basis. Die beiden Bände, mit denen die Reihe „Documenta Orthographica“ nunmehr abgeschlossen vorliegt, enthalten Beiträge von Karl Ferdinand Becker, Johann Christian August Heyse, Theodor Tetzner, Jacob Grimm, Karl Weinhold, Felix Seb. Feldbausch, K. Klaunig, Rudolf von Raumer, Gustav Michaelis, Friedrich Wilhelm Fricke, Fr. d’Hargues, Alois Egger und Hermann Paul. Dabei handelt es sich neben Dokumenten, die den Diskussionsverlauf entscheidend beeinflusst haben, auch um solche, die die Bandbreite der wissenschaftlichen Meinungen widerspiegeln, um so einen Eindruck von der Vielfalt und der Intensität der Diskussion zu vermitteln. Zeitgenössische Einschätzungen runden das Bild von dieser, für die im Jahre 1901 festgestellte Einheitsorthographie so wichtigen Epoche ab.
Aktualisiert: 2019-11-18
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Geschichte der deutschen Literatur vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart

Geschichte der deutschen Literatur vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart von Zmegac,  Viktor
Der Band umfasst den Zeitraum von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ende des Ersten Weltkriegs. Auch in diesem Band folgt die Anlage dem Grundsatz, spezifisch literarische Vorgänge im sozialgeschichtlichen Zusammenhang darzustellen. Den Rahmen bilden die Epochen der politischen und kulturellen Geschichte: Nachmärz, Gründerzeit (und deren besondere Erscheinungsform in Österreich-Ungarn). Wilhelminisches Zeitalter. Mit Namen wie Keller, Fontane, Hauptmann, Thomas und Heinrich Mann, Rilke, Hesse, den Autoren der Wiener Moderne (vor allem Hofmannsthal, Schnitzler, Kraus), den expressionistischen Lyrikern u.a. gehören diese Jahrzehnte zu den Höhepunkten in der Geschichte der deutschen Literatur.
Aktualisiert: 2022-12-05
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