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Rauch und Macht

Rauch und Macht von Jacobs,  Tino
Philipp Reemtsma (1893-1959) wurde schon zu Lebzeiten als 'deutscher Zigarettenkönig' bezeichnet. Sein noch junges Unternehmen erreichte in den 1920er Jahren eine marktbeherrschende Stellung und lenkte bald die Geschicke der gesamten Branche. Wie waren der rasante Aufstieg und die Festigung dieser Stellung möglich? Der Autor analysiert erstmals die Machttechniken und Machtbeziehungen eines Unternehmens, das in beispielloser Weise auf das Handeln seiner Konkurrenten Einfluss nehmen konnte und auch die regulativen Rahmenbedingungen der Industrie mitgestaltete. Netzwerke und beste Kontakte zur Ministerialbürokratie gehörten ebenso dazu wie Zuwendungen für die NS-Elite in Millionenhöhe. Die von Reemtsma gepflegte paternalistische Haltung gegenüber der Konkurrenz fand ihre Fortsetzung in der Frühzeit der Bundesrepublik. Aus diesem Grund wird das Beispiel des größten deutschen Zigarettenherstellers zu einer Fallstudie moderner unternehmerischer Macht zwischen Kontinuität und Wandel, bei der in komplexer Weise zentrale Fäden deutscher Wirtschafts-, Sozial- und Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts zusammenlaufen.
Aktualisiert: 2019-10-16
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Spurensuche und Fundstücke

Spurensuche und Fundstücke von Wettig,  Klaus
Geschichten, Erinnerungen und Fundstücke aus einer Kleinstadt geben stellvertretend Einblick in die Nachkriegszeit in Westdeutschland. Klaus Wettig verbindet autobiographische Erinnerungen mit Fundstücken aus der Geschichte Göttingens in der Nachkriegszeit. Er schildert das Fortwirken des Nationalsozialismus, die politischen Konflikte der fünfziger und sechziger Jahre und den Wandel zu einer demokratischen Gesellschaft. An beispielhaften Auseinandersetzungen über die Freiheit der Kunst, wie den Göttinger Gotteslästerungsprozess, an dessen Ende ein BGH-Urteil steht, das die bisherige Rechtsprechung zugunsten der Kunstfreiheit kassiert, beschreibt Klaus Wettig Konflikte und Konstellationen, die in einer Kleinstadt ausgetragen wurden und dennoch für die Nachkriegszeit in ganz Westdeutschland stehen. So ist auch der leidenschaftliche Streit über die Aufführung von Brechts Theaterstücken ein weiteres Beispiel für den Geist der Adenauer-Zeit. Das Mosaik, das Klaus Wettig über seine Heimatstadt zusammensetzt, endet mit der Spurensuche, bei der er mit anderen Studenten für die Studentenzeitschrift 'politikon' auf die nationalsozialistische Vergangenheit der Universität Göttingen und einiger bekannter Professoren stößt.
Aktualisiert: 2019-10-16
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Arsenik /Eine Deutsche in Paris

Arsenik /Eine Deutsche in Paris von Glauert-Hesse,  Barbara, Goll,  Claire
Mit ihrer Sympathie für die großen Menschheitsträume wie mit dem ihr eigenen Hang zur unerbittlichen Desillusionierung menschlicher Schicksale erzählt Claire Goll in den Romanen 'Arsenik' (1932) und 'Eine Deutsche in Paris' (1925) von Liebe, Verlust, Eifersucht, Erniedrigung und von Mord als Verzweiflungstat. Claire Goll führt in ihrer Prosa der nachexpressionistischen Zeit das Emanzipationsthema aus der Frühzeit des 20. Jahrhunderts im Stil der Neuen Sachlichkeit fort und wird damit zur Weggenossin Marieluise Fleißers. Für beide Romane fand Thomas Mann äußerst lobende Worte. So schrieb er 1933 in einem Brief an Claire Goll über 'Arsenik': 'Diese Geschichte eines Verbrechens ist eine psychologisch und medizinisch sehr fein und sorgfältig fundierte Arbeit, und sie erschüttert durch den menschlichen Aufstieg, den sie aus kleinbürgerlicher Verstrickung und trüber Schuld in die religiöse Sphäre der Läuterung und Erlösung nimmt.' Und 1928 urteilte er über 'Eine Deutsche in Paris': 'Es ist eine sehr schöne, klare und echte Geschichte, die mich in ihrer naiven und zarten Tragik sehr ergriffen hat. Gewiss wird sie ein dankbares Publikum finden.'
Aktualisiert: 2019-10-16
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Gedichte von einem polnischen Juden

Gedichte von einem polnischen Juden von Behr,  Isachar Falkensohn, Wittbrodt,  Andreas
"Gedichte von einem polnischen Juden" - mit diesem geradezu provokanten Titel spielte 1772 der damals anonyme Autor Isachar Falkensohn Behr mit gängigen Vorurteilen vornehmer Leser und - vor allem - Leserinnen, galten doch die Ostjuden in den deutschen Metropolen als fromme, aber ungebildete, schwarzvermummte Gestalten mit finsterem Blick und bärtigen Gesichtern. Mit dieser Edition wird die erste Lyriksammlung eines deutschsprachigen Juden nachgedruckt - eine Sammlung, die auch Goethes Aufmerksamkeit erregte. Falkensohn Behr, einem Juden aus dem Osten im aufgeklärten Berlin Moses Mendelssohns, gelang es, in seiner Lyrik an deutschen und jüdischen Lebenswelten zugleich teilzuhaben. In der Anakreontik fand der Dichter poetische Formen und Motive und in der Kultur der Freundschaft, die in der Rokoko-Dichtung propagiert wurde, das geeignete Milieu zur Integration. Der Autor:Isachar Falkensohn Behr (1746-1817), polnisch-litauischer Kaufmann, studierte in Königsberg, Leipzig und Halle Medizin. In Berlin war er als Hauslehrer tätig. Von 1773 bis 1817 praktizierte er als Arzt in Kurland, später in Weißrußland. Der Herausgeber Andreas Wittbrodt, geb. 1965, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Interdisziplinären Arbeitskreis Jüdische Studien der Universität Mainz. 1994 promovierte er mit einer Arbeit über "Verfahren der Gedichtübersetzung".
Aktualisiert: 2019-10-16
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Die Gedichte

Die Gedichte von Greve,  Ludwig, Hartung,  Harald, Pfäfflin,  Waltraud, Tgahrt,  Reinhard
Ludwig Greve war 37 Jahre alt, als er 1961 mit einem schmalen Band 'Gedichte' an die Öffentlichkeit trat. Einige davon hatte er zuvor bereits als 'Gedichte aus dem Itinerar' in einem Privatdruck eher versteckt als veröffentlicht. Der Titel weist das Thema des Zyklus aus: Selbstvergewisserung anhand der Stationen der eigenen Biographie und die Arbeit an einer Sprache dafür. Die zwanzig dichtgefügten, meist gereimten Gedichte erregten die Aufmerksamkeit Werner Krafts, der erwartete, daß auf 'schöne Gedichte' 'schönere' folgen würden. Die von Greve in der Folgezeit verfaßten, nun ungereimten, oft energisch ausgreifenden Gedichte sind von beweglicher Syntax; ihr spannungsreicher Rhythmus erlaubt, sich angesichts naher und nächster Phänomene und Personen zu fassen, er läßt Dankbarkeit zu, manchmal 'einen Unterton von Glück' (Kraft). Der vorliegende Band enthält erstmals alle von Greve veröffentlichten Gedichte, nach 'Sie lacht und andere Gedichte' (1991) auch die in frühere Sammlungen nicht aufgenommenen und die verstreut gedruckten Texte, außerdem Greves Rede vor Freiburger Studenten 'Warum schreibe ich anders?' (1979). Der Anhang bietet neben den nötigen Nachweisen und dem editorischen Bericht Druckvarianten, Erläuterungen und bisher unveröffentlichte Selbstzeugnisse.
Aktualisiert: 2019-10-16
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