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Zwischen Entnazifizierung und Besatzungspolitik

Zwischen Entnazifizierung und Besatzungspolitik von Heitzer,  Enrico, Landau,  Julia
Der Sammelband kontextualisiert die Geschichte der sowjetischen Speziallager in Deutschland und verknüpft verschiedene neue Perspektiven. Nach wie vor wird kontrovers darüber diskutiert, ob die sowjetischen Speziallager in Ostdeutschland (1945-1950) vornehmlich der Entnazifizierung oder unmittelbar der Sowjetisierung Ostdeutschlands dienten. Erst seit dem Ende der DDR und des sowjetischen Systems konnte die Geschichte der Speziallager wissenschaftlich erforscht und auch auf dem Gebiet Ostdeutschlands öffentlich diskutiert werden. Die Auseinandersetzungen knüpfen allerdings häufig an westdeutsche Deutungsmuster der 1950er Jahre an. Mit diesem Sammelband sollen der Diskussion durch eine dreifache Kontextualisierung neue Impulse vermittelt werden. Im ersten Teil werden das Kriegsende und die darauffolgende Internierungspraxis der Alliierten in den Blick genommen. Die sowjetische Verhaftungspraxis wird an einigen Fallbeispielen exemplarisch vertieft. Im zweiten Teil werden die Speziallager in der SBZ in Bezug gesetzt zum expandierenden System sowjetischer Lager nach dem Krieg sowie zur innersowjetischen ökonomischen und politischen Situation nach 1945. Im dritten Teil des Bandes wird die Nachgeschichte der Speziallager historisiert und der Diskurs über die Speziallager in verschiedenen politischen Konstellationen analysiert.
Aktualisiert: 2021-10-11
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Südniedersachsen – eine Region und ihre Zukunft

Südniedersachsen – eine Region und ihre Zukunft von Wettig,  Klaus
Die Region Südniedersachsen im Blickpunkt: Geschichte – Gegenwart – Zukunft Freunde und Wegbegleiter würdigen Bernhard Reuter, der im Herbst 2021 als Landrat des Landkreises verabschiedet wird. Der Fokus der Texte liegt auf der Entwicklung der Region Südniedersachsen der vergangenen Jahrzehnte sowie deren Entwicklung – und den Einfluss, den Bernhard Reuter auf diese genommen hat. Mit Beiträgen von: Herbert Asselmeyer und Marcel Riethig, Kilian Bizer, Jan-Philipp Brömsen und Lutz Renneberg, Michael Frömming, Alexander Götz, Peter Götz v. Olenhusen, Ulrich Harteisen, Hans-Günter Henneke, Birgit Honé, Joachim Kreuzburg, Jörg Lahner, Thomas Mang, Hubert Meyer, Martin Rudolph, Dagmar Schlapeit-Beck, Carola Schmidt, Susanne Schmitt, Ludwig Theuvsen, Berthold Vogel, Stephan Weil, Stefan Wenzel, Klaus Wettig
Aktualisiert: 2021-10-07
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Dantes Verse

Dantes Verse von Alighieri,  Dante, Förster,  Birte
Ein vielstimmiger Nachgang durch die »Göttliche Komödie« des italienischen Dichters Dante Alighieri – und eine Einladung zum Mitlesen. Dante Alighieri vollendete seine »Commedia« vor siebenhundert Jahren, kurz bevor er 1321 im Exil in Ravenna starb. Mit ihr schuf der aus seiner Heimatstadt vertriebene Florentiner eine schier unerschöpfliche Bild- und Gedankenwelt, die T. S. Elliot einfach und rätselhaft zugleich nannte. Die mittelitalienische Dichtung erzählt in Ich-Perspektive von einer Jenseitsreise – begleitet durch einen toten Vergil – durch die fürchterlichen Tiefen der Hölle, einer spektakulären Flucht vor Luzifer zum Läuterungsberg und der Wiedervereinigung zweier (Jugend-)Liebender im Paradies. Von April bis zum Todestag Dantes am 14. September 2021 gingen so unterschiedliche Autorinnen und Autoren wie der Romanist Karlheinz Stierle, die Komponistin Lucia Ronchetti, die Schriftstellerin Berit Glanz und viele weitere Dante und seinen Versen nach. Ihre Kommentare, die im Feuilleton der FAZ publiziert wurden und hier nun erstmals gebündelt in Buchform vorliegen, berichten von Tieren und Bösewichten, von Päpsten, Sündern und Verrätern, von Hitze und Eiseskälte, vom Klang der Hölle und den Vögeln im Paradies, vom Leid im Exil und dem Zwinkern der Gnade. Sie alle sind eine Einladung, Dantes Komödie (neu) zu lesen.
Aktualisiert: 2021-10-11
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Heinrich von Afterdingen – „Begeisterung der Sprache“

Heinrich von Afterdingen – „Begeisterung der Sprache“ von Knopf,  Alexander, Novalis
Die Arbeit bietet eine textkritische Edition und Interpretation des Romans Heinrich von Afterdingen von Novalis (Friedrich von Hardenberg). Die Überlieferungsgeschichte des Heinrich von Afterdingen beginnt mit einer Fälschung. Der Roman, veröffentlicht erst nach Novalis’ Tod, erschien nie unter dem Titel, den ihm der Autor gegeben hatte. Ein vergleichbares Schicksal erfuhr das Buch durch seine Ausleger. Die Entfernung vom Text im Verstehen wuchs mit dem zeitlichen Abstand zum historischen Augenblick seines Entstehens. Zum Text erneut den Weg zu bahnen, ist das Ziel der vorliegenden Arbeit. In ihrem editorischen Teil sind daher erstmals die über ganz Europa verstreuten Handschriften zum Roman vollzählig versammelt und als Faksimiles mit zeichengenauer Umschrift dem Leser zugänglich gemacht. Zugleich ist mit der Edition eine materielle Grundlage geschaffen, deren Zuverlässigkeit die Voraussetzung jeder wissenschaftlichen Interpretation des Romans bildet. Zwei Interpretationen dieser Art wurden im zweiten Teil der Arbeit für die Gedichte Astralis und das Lied der Todten versucht. Beide Gedichte sind inhaltlich und sprachlich ausgezeichnete Momente in der Romanhandlung, denn der Roman stellt einerseits die Entwicklung eines jungen Mannes zum Dichter dar, andererseits vollzieht er diese Entwicklung an der eigenen Sprache auch mit. Dahinter steht eine Sprachauffassung, die weder mit den idealistischen noch mit den frühromantischen Theorien hinreichend beschrieben wäre. Die Begründung dieser neuen Sprachauffassung und die Aufarbeitung ihres ideengeschichtlichen Kontextes dient den Gedichtinterpretationen zur Vorbereitung. Im Laufe der Untersuchung wird nicht nur eine neue Traumtheorie entwickelt; geklärt wird auch Novalis’ Position in dem Streit um die Offenbarung, der um 1800 erbittert geführt wurde.
Aktualisiert: 2021-07-13
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Dresden wieder sehen

Dresden wieder sehen von Braun,  Volker, Schulze,  Ingo
»Wenn es denn so etwas wie einen Mythos Dresden gibt, dann speist sich dieser aus dem einstigen Glanz ebenso wie aus dessen Zerstörung. Was ist das aber für ein Geist, der aus Dresden ein Märchen machen will und es damit der Geschichts- und Gesichtslosigkeit preisgibt?« Dresden ist die Stadt mit dem weltberühmtem Zwinger, der weltberühmten Gemäldegalerie, der weltberühmten Staatskapelle, dem weltberühmten Kreuzchor, dem weltberühmten Grünen Gewölbe, dem weltberühmten Meißener Porzellan. Dresden ist auch die Stadt der politischen Auseinandersetzungen, von Pegida-Demonstrationen, Gegendemonstrationen und Straßenblockaden. »Als der Wind wieder die Deutschlandfahnen flattern lässt und aus den Lautsprechern die Wörter Volk und Heimat scheppern, begreife ich mit einem Mal, dass ich die ganze Atmosphäre schon kenne« – all das erinnert auch an die Jahre 1989/90, an Sorgen und Ängste, die schon damals präsent waren. Und was bedeutet, vom Osten zu sprechen? Vom Westen zu schweigen? Sieben Texte über die Stadt Dresden in Vergangenheit und Gegenwart sowie die Dankesrede von Ingo Schulze anlässlich der Verleihung des Dresdner Kunstpreises 2021. Die Laudatio von Volker Braun beschließt den Band.
Aktualisiert: 2021-10-12
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Weiße Rose Hamburg

Weiße Rose Hamburg von Fischer-Appelt,  Peter, Nümann,  Ekkehard
Vier Beiträge zur Weißen Rose verbinden die Universitäten Hamburg und München im Gedenken an Hans Leipelt anlässlich seines 100. Geburtstags. Der Weißen Rose Hamburg ist das Gedenken gewidmet, zu dem sich die Beiträge dieses Bandes aus den letzten fünfzig Jahren verbinden. Die Vergegenwärtigung gilt den vier entrechteten und getöteten Studenten der Universität Hamburg, ihren Lehrern und Angehörigen sowie den sich überschneidenden Kreisen des Hamburger Widerstandes. Ein besonderes Licht fällt auf die Lichtwark-Lehrerin Erna Stahl, die seit der Mitte der dreißiger Jahre eine Reihe von Schülerinnen und Schülern zum selbständigen, kritischen Eintreten gegen die nationalsozialistische Diktatur befähigte. Anlass dieser Ausgabe ist der hundertste Geburtstag des Chemiestudenten Hans Leipelt am 18. Juli 2021. Von den Nürnberger Rassegesetzen bedroht, studierte er erst in Hamburg und danach in München unter dem schützenden Dach des Nobelpreisträgers Heinrich Wieland. Nach der Hinrichtung der Geschwister Scholl und von Christl Probst gewann er in den Widerstandskreisen Hamburgs Kommilitonen dafür, den Protest durch Weiterverbreitung der Flugblätter, auch im Ausland, fortzusetzen. Mit seinem aufrechten Gang aufs Schafott verbunden wird an die Tragödie des Wilhelmsburger Familien- und Freundeskreises erinnert, der unter allen Hamburger Widerstandsgruppen die meisten Opfer brachte.
Aktualisiert: 2021-07-13
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Weltöffentlichkeit und Diktatur.

Weltöffentlichkeit und Diktatur. von Domeier,  Norman
Das enge Zusammenspiel von NS-Regime und amerikanischen Journalisten. Hitlers »Drittes Reich« war nie eine hermetisch abgeriegelte Diktatur. Vielmehr war NS-Deutschland bis in das Frühjahr 1945 hinein sehr aktiv und gut vernetzt im globalen Medienmarkt. Norman Domeier nimmt erstmals die amerikanischen Auslandskorrespondenten in Deutschland in den Blick - vom Aufstieg Hitlers in den 1920er Jahren bis zum Nürnberger Prozess 1945/46. Als politische Akteure besaßen die Amerikaner bis zum Dezember 1941 einen festen Platz in der NS-Polykratie: Bei großen politischen Aktionen der Nationalsozialisten waren sie vorab informiert, bei vielen Medienereignissen waren sie Schlüsselpersonen. Die Studie enthüllt zahlreiche Staats- und Weltkriegsgeheimnisse, welche die transatlantischen und globalen Beziehungen in jener Epoche in neuem Licht erscheinen lassen. Die US-Medien blieben auch zwischen 1942 und 1945 beim Kriegsgegner präsent: Associated Press (AP), die bis heute größte Nachrichtenagentur der Welt, kooperierte mit dem nationalsozialistischen Regime während des gesamten Zweiten Weltkrieges. Dies kann auch die Ignoranz der amerikanischen Medien gegenüber dem Mord an den europäischen Juden neu erklären: Durch die tägliche Flut an Nachrichten und Pressefotos aus dem NS-Herrschaftsbereich stellte sich eine mediale Saturiertheit ein, die eigene Recherchen nach brisanten Geschichten überflüssig erscheinen ließ.
Aktualisiert: 2021-09-20
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Ilse Aichinger Wörterbuch

Ilse Aichinger Wörterbuch von Erdle,  Birgit, Pelz,  Annegret
Das Wörterbuch versammelt Wörter, die Ilse Aichingers literarisches Werk prägen, und lädt zu Lektüren und Entdeckungen ein. Ilse Aichinger zählt zu den bedeutendsten deutschsprachigen Schriftsteller*innen der Gegenwart. Ihre Gedichte, Hörspiele und Erzählungen führen in eine Sprachlandschaft von großer poetischer Kraft und politischer Klarheit. Seit dem einzigen Roman »Die größere Hoffnung« (1948) widmet sich ihr Schaffen der Genauigkeit des einzelnen Wortes in kleinen literarischen Formen: »Die Worte sind das Einzige, wodurch ich mir eine Realität verschaffe. […] Ich würde sagen, sie sind für mich das Genaueste. Am ehesten komme ich zur Welt durch das Wort, wenn es wirklich ein Wort ist, wenn es kein Gerede ist.« Die radikale Abwendung von leeren, konformistischen Wörtern geht einher mit der Suche nach »Schlechten Wörtern«, die, so Aichinger, »waren immer mein Ziel, das Zweitbeste, der Rand, die Peripherie, nicht schöne Sätze in schönen Journalen.« Somit ist die Form des Wörterbuchs in Aichingers Werk vielfach vorgezeichnet. Circa 80 Essays begeben sich auf die Spuren von Querverbindungen und in zeithistorischen Kontexten in Wörtern wie Atlantik, Beerensuchen, Der dritte Mann, Dover, Europa von Osten her, genug Angst haben, Großmutter, Hasen, Lumpen, Misstrauen, Rand / Ränder, Schnee, Verschwinden, Untergänge oder zwei / Zwilling. Ilse Aichinger (1921-2016) wäre am 1. November 2021 einhundert Jahre alt geworden. Die Tochter einer jüdischen Ärztin und eines katholischen Lehrers erlebte ihre Kindheit, Jugend und die Zeit der Verfolgung während des Nationalsozialismus in Wien. Ein 1945 begonnenes Medizinstudium brach sie ab, um den Roman »Die größere Hoffnung« (1948) zu schreiben. Die vielfach ausgezeichnete Autorin starb am 11. November 2016 in Wien.
Aktualisiert: 2021-09-27
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Spielkinder

Spielkinder von Hermann,  Georg
Kritisches Zeitporträt und Geschichte einer unmöglichen Liebe - ein Roman über den gesellschaftlichen Abstieg einer Familie im Berlin der Gründerzeit. In Georg Hermanns 1897 erschienenem Debütroman »Spielkinder« ist inhaltlich und stilistisch schon alles angelegt, was den Autor später zu Ruhm und Anerkennung führen sollte. Im Zentrum steht Georg, Sohn aus gutem Hause, dessen Vater sich mit Immobiliengeschäften in den finanziellen Ruin stürzt. Georg versucht ein Leben als Bohemien, muss aber schließlich einem Broterwerb nachgehen. Seine Beziehung zu Lies, einem Mädchen aus sehr einfachen Verhältnissen, scheitert zunächst an emotionalen Verstrickungen und Konventionen, bis sie tragisch endet. Hermanns erster Roman zeichnet sich aus durch naturalistische Beschreibungen der Außenwelt, die er mit lebhaftenGesprächssituationen und impressionistischen Innenweltdarstellungen kombiniert. Aus perspektivenreich präsentierten Fragmenten setzt sich das Bild einer Kindheit und Jugend in den sozialen und wirtschaftlichen Umbrüchen am Ende des 19. Jahrhunderts zusammen - eine Zeit, die mit »Spielkindern«, ziellos umherirrenden Dilettanten im Ernst des Lebens, keine Gnade kannte.
Aktualisiert: 2021-09-27
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