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Morgen soll für übermorgen gelten / Marina Zwetajewa

Morgen soll für übermorgen gelten / Marina Zwetajewa von Ingold,  Felix Philipp
Marina Zwetajewa gilt als eine der stärksten, formal anspruchsvollsten Autorinnen der europäischen Moderne. Entsprechend schwierig ist ihr Werk zu übersetzen. Kühne Brüche und der Vorrang des Klanglichen erschweren verbindliche Sinnstiftung, provozieren sie aber auch. Erotischer Taumel, Kriegswirren, Emigration, Naturseligkeit, großstädtischer Horror sind nur einige der emotional extrem spannungsreichen semantischen Raume, die ihre zwischen strenger Artistik und ausgelassener Schwärmerei changierende Dichterrede durchmisst. – Felix Philipp Ingold lässt sich in seinen übersetzerischen Annäherungen von der melodischen und rhythmischen Dynamik der Originalgedichte leiten, um vergleichbare Energien in der Zielsprache freizusetzen. In sorgsamem, dabei durchaus eigen- willigem „Nachbau“ der russischen Vorlagen vermag der Dichter-Übersetzer deren offene Sinnpotentiale in höchster Intensität zur Wirkung zu bringen. Die vorliegende Auslese vereint neben zahl- reichen Erstübersetzungen (teils aus dem Nachlass) auch radikale Neufassungen kanonisierter Meisterstücke als emphatische Zeugnisse für den Reichtum an Möglichkeiten, die singuläre Lyrik Marina Zwetajewas heute auch in deutschem Wortlaut nachvollziehend zu lesen.
Aktualisiert: 2020-09-15
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Endnoten

Endnoten von Ingold,  Felix Philipp
Mit seinen „Endnoten“ präsentiert Felix Philipp Ingold eine einzigartige, verkappte Auto- und Autorbiographie am Leitfaden unterschiedlichster Lebens-, Lektüre- und Traumerfahrungen. Knappe Essais, präzise Wahrnehmungs- und Erinnerungsnotate, auch aphoristische und poetische Einsprengsel fügen sich zu einem weitläufigen Textgelände, in dem sich Privates und Epochales, Leben und Werk zu einem großen Ganzen verschränken. Die Texte sind kontrapunk- tisch angereichert durch Fotobilder des Autors. Staunenerregend ist die Fülle der Lektüren kanonisierter oder (wieder) zu entdeckender AutorInnen und Texte, von Kleist, Tolstoi, Mallarmé, Zwetajewa bis Konrad Bayer und Botho Strauß, woraus als „ingoldene“ Fixsterne u.a. Lukrez, die Kyniker oder Montaigne hervorleuchten. Erfrischend innovativ, parteinehmend und philologisch geschliffen begeistern Ingolds Würdigungen, Resümees und (seltenen) Verrisse auch als Protreptikon, das Besprochene selbst zu rezipieren und dazu Stellung zu nehmen. Entschieden tritt der Autor für „starke“ Sätze, Formreflektiertheit und unverwechselbaren Personalstil ein als Gegenposition zur konfektionierten Bedeutungsmaschinerie heutiger Trendbelletristik; und unter diesem Licht verlieren auch manche Säulenheilige (Joyce, Proust) einiges von ihrem autoritativen Glanz. „Was kann ich mit einem Stück Literatur anfangen?“ Die Frage benennt gleich- zeitig Ingolds Interesse daran, aus der Rezeption von Sprachkunst eine eigene Form der Erkenntnis zu gewinnen, die ins Vage und Offene weist und die gerade deshalb aufklärerisches Potential besitzt. Alternierend wird der Strom der Leseerfahrungen nun auch von Traum- und Kindheitserinnerungen umspielt, deren einzelne Themen und Motive Sehnsüchte vor- bzw. außersprachlichen Seins antippen, die ihrerseits Ingolds Naturbetrachtungen auf seinen Wanderungen in der Romandie grundieren. Dabei verliert das lesende und schreibende Subjekt seine „provinziellen Nachbarschaften“ nicht aus dem Auge, an deren „grauer freudloser Normalität“ manch beherzter Lebensentwurf zerschellt. Nicht nur da- gegen halten Felix Philipp Ingolds „Endnoten“ ein Pharmazeutikum bereit – als emphatisches Plädoyer für die Kunst des Lesens als Teil aller Lebenskunst am Ende traditioneller Schriftkultur!
Aktualisiert: 2019-10-11
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Aufzeichnungen aus dem Abseits

Aufzeichnungen aus dem Abseits von Dostojewskij,  Fjodor, Ingold,  Felix Philipp
Erst seit dem frühen 20. Jahrhundert gelten Die Aufzeichnungen aus dem Abseits als ein Hauptwerk nicht nur Fjodor Dostojewskijs, sondern der russischen Erzählkunst insgesamt. Für das Verständnis der großen Romane Dosto jewskijs sind sie ein Schlüsseltext. Die Aufzeichnungen aus dem Abseits – sie erschienen erstmals 1864 – sind in zwei Teile gegliedert. Entgegen der Chronologie bietet Teil I (»Das Abseits«) den kommentieren den Nachtrag zu dem autobiographischen Bericht, der in Teil II (»Bei nassem Schnee«) erstattet wird, faktisch und zeitlich dem Kommentar jedoch vorgeordnet ist. Der Erzähler erläutert, analysiert und rechtfertigt also seine Lebensgeschichte, noch bevor er sie dem Leser dargeboten hat. Dass der »abseitige Mensch«, der alles daransetzt, seine unverwechselbare Eigenart gegenüber der mehrheitlichen Gleichmacherei und Anpassung zu behaupten, auf solche Weise typisiert und gleichsam als Modell vorgeführt wird, ist eins der zahlreichen Paradoxa, die das Faszinosum wie auch die Provokation der Aufzeichnungen ausmachen.
Aktualisiert: 2020-09-21
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Körperblicke

Körperblicke von Ingold,  Felix Philipp
„Bildbetrachtung ist keine optische Einbahnstrasse − das ,Bild- sehen‘ impliziert den Akt des An- und Hineinsehens ebenso wie das Aus- und Heraussehen des Bildwerks.“ Felix Philipp Ingold eröffnet mit diesem Postulat einen literarischen Parcours zum Sehen und Gesehenwerden, der die Leserinnen und Leser zu Fragen und Phänomenen der Bildbetrachtung führt. Ausgehend von Rainer Maria Rilkes oft zitiertem Satz „... denn da ist keine Stelle, die dich nicht sieht...“ (aus Archaischer Torso Apollos), entwickelt der Autor am Leitfaden von bildnerischen Werken der Kunstgeschichte seit der Antike bis zur klassischen Moderne und zur Gegenwartskunst sowie über Sprach- werke der europäischen Moderne eine erhellende und eindrucksvolle Untersuchung. Begleitet wird Ingolds Bildbetrachtung mit Exkursen in die Sprachkunst und die Philosophie, die die Vielfältigkeit phänomenologischer Literatur zur Kunst und zur Wahrnehmungstheorie neu erschließt. „Jedes Bild hat seine eigene Physiognomie, einen eigenen „Blick“, der den Betrachter zum ,Zurückschauen‘ einlädt − das gilt keineswegs bloß für Portraits oder Selbstbildnisse, sondern für künstlerische Bilder generell.“
Aktualisiert: 2020-07-01
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Die Blindgängerin

Die Blindgängerin von Ingold,  Felix Philipp
Der Erzähler lässt den Journalisten Simon Goldin zu Beginn von Glasnost und Perestroika in die UdSSR reisen, um nach Lebenszeugnissen deutscher Kommunisten in den 1930er Jahren zu suchen. Seine russlanddeutsche, nach einem Unfall erblindete Übersetzerin Theodora Minzenberg ist ihm dabei behilflich. In Archiven stoßen die beiden auf einen Feuilletonisten namens Raimar Rilke, der einst - aus eher sentimentalen denn politischen Gründen - in die stalinistische Sowjetunion emigriert ist. Als unbedarfter Wiedergänger des Dichters Rainer Maria Rilke, der bereits um 1900 an denselben Orten zugange war, fällt Raimar Rilke einer ebenso abstrusen wie tragischen „Säuberungsaktion“ zum Opfer. In dreifacher zeitlicher Überblendung - 1900, 1930, 1990 - treten Goldin und Rilke in ein ingeniöses Wechselspiel der Identitäten, das Privates und Zeitgeschichtliches, Fiktives und Dokumentarisches immer wieder anders zusammenführt. Die durch eine selbständige Bilderstrecke ergänzte Erzählung findet in Basel ihr offenes Ende. Felix Philipp Ingolds Prosastil, der kolloquiale Eleganz und poetische Wucht kontrastierend vereint, erweitert unser Sensorium auf unterschiedliche, ja gegensätzliche Wahrnehmungssphären: So wie die „Blindgängerin“ dem Sehenden eine neue Form der Perzeption und des Beschreibens eröffnet, lässt die grelle Düsternis der ausgebreiteten „Fake-History“ blinde Flecken im heutigen Durchschnittsbewusstsein aufscheinen. Ein fulminantes Spiel mit der Plurivalenz von Fakt und Fantasie.
Aktualisiert: 2019-10-11
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