Der Gaukler

Der Gaukler von Körner,  Wolfgang Hermann
Inmitten einer aus den Fugen geratenden Welt wird der Gaukler zum Symbol einer unbehausten Existenz zwischen Wahn und Wirklichkeit. Körners vielschichtig gewobener Roman kreist um die Zersplitterung des Ich, aber auch um die Sehnsucht nach Hilfe. Eine raffiniert ausgelegte Geschichte vom Scheitern, angesiedelt zwischen einer scharfen Kritik unserer Zeit und dem heimatlosen Umherirren zwischen den Epochen und Kulturen. Immer weniger traut Jeremias Guise nach einem turbulenten Leben seinen Erinnerungen und Urteilen. Mit Gestalten wie Jakob Kaihm, die ihm zwar gleichen, aber zugleich die nötige Distanz ermöglichen sollen, erfindet er Figuren, um die als hoffnungslos empfundene Welt zu interpretieren und in ihr sich selbst zu nähern. Und doch erfährt er sich - wie seine Schöpfungen - immer stärker als weltlos, ahnt, dass seine Identität so desorientiert ist, dass die Erkundung des Ich zu einer Suche nach etwas Nichtexistentem wird. Die Struktur des Romans ist widersprüchlich wie die Welt, deren zerrissene Verfasstheit sie in sich aufnimmt. Doch hinter allem Leiden, das die Protagonisten in einer als feindlich wahrgenommenen Welt erfahren, ist die tief verwurzelte Sehnsucht nach Zugehörigkeit und Bindung der Stoff von Körners Schreiben.
Aktualisiert: 2023-05-11
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Der Gaukler

Der Gaukler von Körner,  Wolfgang Hermann
Inmitten einer aus den Fugen geratenden Welt wird der Gaukler zum Symbol einer unbehausten Existenz zwischen Wahn und Wirklichkeit. Körners vielschichtig gewobener Roman kreist um die Zersplitterung des Ich, aber auch um die Sehnsucht nach Hilfe. Eine raffiniert ausgelegte Geschichte vom Scheitern, angesiedelt zwischen einer scharfen Kritik unserer Zeit und dem heimatlosen Umherirren zwischen den Epochen und Kulturen. Immer weniger traut Jeremias Guise nach einem turbulenten Leben seinen Erinnerungen und Urteilen. Mit Gestalten wie Jakob Kaihm, die ihm zwar gleichen, aber zugleich die nötige Distanz ermöglichen sollen, erfindet er Figuren, um die als hoffnungslos empfundene Welt zu interpretieren und in ihr sich selbst zu nähern. Und doch erfährt er sich - wie seine Schöpfungen - immer stärker als weltlos, ahnt, dass seine Identität so desorientiert ist, dass die Erkundung des Ich zu einer Suche nach etwas Nichtexistentem wird. Die Struktur des Romans ist widersprüchlich wie die Welt, deren zerrissene Verfasstheit sie in sich aufnimmt. Doch hinter allem Leiden, das die Protagonisten in einer als feindlich wahrgenommenen Welt erfahren, ist die tief verwurzelte Sehnsucht nach Zugehörigkeit und Bindung der Stoff von Körners Schreiben.
Aktualisiert: 2023-02-13
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Identitäten des März

Identitäten des März von Beckenkamp,  Susanne, Böss,  Monika-Katharina, Braem,  Harald, Diehl,  Wolfgang, Dinges,  Astrid, Estenfeld,  Christa, Etten,  Manfred, Feldhoff,  Heiner, Forster,  Gerd, Frieling,  Simone, Galle,  Peer Leonard, Gauch,  Sigfrid, Hahs,  Heinz G, Held,  Annegret, Heß,  Sylvia, Hoffmann,  Frank, JungPrael,  Wilma, Justinger,  Christoph, Körner,  Wolfgang Hermann, Kross,  Jürgen, Kupfer,  Rita, Laubscher,  Werner, Mundt,  Barbara-Marie, Myller,  Maryvonne, Ohler,  Wolfgang, Rembe,  Minnie Maria, Schäfer,  Wendel, Schenker,  Walter, Schömel,  Wolfgang, Schütt,  Artur, Stehl,  Lutz, Wiegerling,  Klaus, Wittmer,  Irina
Es ist einerseits ein normaler Werktag, nämlich Mittwoch, der 15. März 2006, ein Tag kurz vor dem Beginn der Leipziger Buchmesse, und es sind andererseits die Iden des März, ein Datum, an dem sich einst Caesars Schicksal vollendete und für den jungen Werther die Leiden ihren Anfang nahmen. Zugleich ist dies für eine Reihe von Autorinnen und Autoren ein Moment ihres Lebens, den sie in einem mehr oder weniger kurzen Tagebuchtext festgehalten haben. Hier wird Interesse geweckt und vielleicht sogar Neugier befriedigt: was haben kreative Menschen an einem ganz bestimmten Tag getan – sei es Alltägliches und Banales, sei es Bedeutsames und Wichtiges. Der eine hört noch rasch den Anrufbeantworter ab, die andere feilt an ihrem neuen Prosatext, 'das Buch als Stimme, der Text als Körper', und jemand lobt 'diese Reduktion des ausufernd Diarischen auf einen Punkt, einen Tag', denn es sei die Absage an die große Confession. Wenn man dann noch eine 'Vorfrühlingsbedrückung' in der Form eines Email-Austausches über einen Bettenkauf sozusagen hautnah miterleben kann, dann sind aus den altrömischen 'Iden' tatsächlich amüsante 'Identitäten' geworden.
Aktualisiert: 2022-07-05
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Der Schädling

Der Schädling von Körner,  Wolfgang Hermann
Lukas Morlok, der Schriftsteller, von der Moderne und ihren Perversionen gehetzt, schwindlig von dem Gefühl, nicht mehr zu wissen, wer er ist, hält sich schließlich für einen Schädling. Verzweifelt sucht er einen Ausweg aus dem Dilemma und kommt zu dem Schluss, dass es unausweichlich ist, sich mit seinem Schicksal abzufinden. Virtuos und verwirrend zugleich thematisiert Körner die Suche des Schriftstellers nach einem Weg aus der Einsamkeit. Was würde es bringen, dachte er, das Dasein noch einmal zu überdenken? Das Schreiben als eine Art Slumtourismus zu betreiben, der ihn doch nur noch tiefer in das Elend führen würde, auf das die Welt, kurz vor dem Kollaps, zusteuerte? Nie glich sein Leben einem Akt der Befreiung. Immer nur drang er tiefer und tiefer in das dunkle Innere seines Ichs vor und ergriff ihn die Angst, beim Schreiben den Faden zu seinem Leben zu verlieren. Nach jahrelanger Abwesenheit kehrt er in seiner Not an seinen Geburtsort zurück und richtet sich als Erbe in der verfallenden elterlichen Wohnung ein. Dort treiben seine Erfahrungen mit den Menschen, die ihm in seinem Leben begegnet sind, wie Unkraut in die Höhe und schnüren ihm den Hals so zu, dass er sie nicht mehr unter ihrem eigenen Namen, sondern nur noch in der Anonymität und Verfremdung durch Pseudonyme erträgt.
Aktualisiert: 2019-05-24
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Der Unvollkommene

Der Unvollkommene von Körner,  Wolfgang Hermann
Vom Scheitern an der Gegenwart und der irrlichternden Suche in der Vergangenheit. Was oft großspurig digitale Revolution genannt wird, erscheint den Protagonisten in Körners Roman wie eine zerstörerische Droge, die dem Menschlichen keine Chance lässt. Ein Roman, dessen zerrissene äußere Form die innere Verfasstheit der Handelnden treffend widerspiegelt. Eine Einladung, sich auf eine Reise ins Ungewisse zu begeben. Der Schriftsteller Jo Weinkauf hat lange in Ägypten gelebt. Vieles aus der frühen Geschichte des Landes erscheint ihm wie eine Erinnerung an ein Paradies. Mit der Digitalisierung, Kommerzialisierung und totalen Kontrolle aber ist für ihn die Schwelle zur Barbarei endgültig überschritten. In einem eigenwillig absurden Rhythmus taucht Jo in verstörende Landschaften ein. Sein und Schein durchdringen einander. Virtuos führt der Weg in eine Welt der Unsicherheit und Mehrdeutigkeit. Jedes kontinuierliche Erzählen, jede Handlungslogik steht dem entgegen. Vergeblich versucht Jo sich als Schriftsteller Gehör zu verschaffen und stößt doch immer wieder nur auf seine eigene Unvollkommenheit. Im Sarkasmus seines Schreibens versucht er die Wirklichkeit zu ergründen. Vergebens. Mehr und mehr verstrickt er sich in den Totentanz der Gegenwart. 'Seine Texte, widersprach Jo erschöpft, müsse man auf ganz andere Weise verstehen: Sie seien, wenn auch ein wenig plump, verschlüsselt, hinterließen hoffentlich aber eine Spur von sibyllinischen Zeichen, die andeuteten, dass seine Vorstellungen in dem unverfrorenen Wahnwitz des Seins weit über das Geschriebene hinausreichten. Welche Wertigkeit ein Wort jeweils besitze, lasse sich nur aus dem Zusammenhang erschließen. Doch nicht alles, was vom Leben eines Menschen erzählt werde, müsse a posteriori auch glaubhaft wirken. Schließlich ereigneten sich immer wieder die unwahrscheinlichsten Szenarien. Und welche Theorie man immer auch als Erklärung des Geschehens aufstellen möge (beispielsweise: des Menschen Ethik sei eine Kloake), jede enthalte nur einen geringen Teil an Wahrheit. Wie aber sich zurechtfinden, lachte ich amüsiert. Indem er vor allem den Mehrdeutigkeiten der Welt Respekt zolle, entgegnete Jo: Und im Alten Ägypten könne er noch am ehesten begehbare Wege durch das Dickicht der menschlichen Existenz ausmachen. Voller Mitleid sah ich ihn an.'
Aktualisiert: 2019-05-24
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