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Gewalt und Anmut

Gewalt und Anmut von van Marwyck,  Mareen
In der Literatur und Ästhetik um 1800 ist »Anmut« nicht nur Bewegungsschönheit und Ausdruck weiblicher Sittlichkeit. Sie ist, so zeigt diese Studie, zugleich eine Form der Ästhetisierung und Heroisierung weiblicher Gewalt. Als alternativer Topos zum männlich codierten Erhabenen etabliert sich in Texten wie Schillers »Jungfrau von Orleans« und Kleists »Penthesilea« eine Ästhetik graziöser Kampftänze, die bis zum zeitgenössischen Actionfilm die Inszenierung weiblichen Heldentums prägt. Die anmutige Gewaltästhetik stellt nicht nur eine prekäre Verschränkung bürgerlicher Weiblichkeit mit militärischem Handeln dar, sondern unterläuft zugleich die »doppelte Ästhetik« eines harmonischen Schönen und eines gewaltsamen Erhabenen. Die Aufhebung dieser Dualität steht jedoch nur scheinbar im Widerspruch zu den Theorien des 18. Jahrhunderts - sie ist vielmehr in den Anmutskonzeptionen selbst angelegt und wird zudem durch die Ästhetik der europäischen Fechtkunst vorbereitet. Mit einem diskursanalytischen Verfahren erforscht Mareen van Marwyck die gewaltästhetisierenden und -heroisierenden Mechanismen der Anmut und eröffnet damit eine neue Perspektive auf die Inszenierung weiblichen Heldentums und das Verhältnis von Gewalt und Ästhetik im ausgehenden 18. Jahrhundert.
Aktualisiert: 2022-08-05
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Die Integrationsdebatte zwischen Assimilation und Diversität

Die Integrationsdebatte zwischen Assimilation und Diversität von Ezli,  Özkan, Langenohl,  Andreas, Rauer,  Valentin, Voigtmann,  Claudia Marion
Ist Assimilation ein »Verbrechen gegen die Menschlichkeit« (Erdogan) oder droht sich Deutschland ohne sie abzuschaffen (Sarrazin)? Den hitzigen Debatten über Assimilation, Integration und Diversität liegt die Frage zugrunde, ob politische, soziale und kulturelle Integration auf kultureller Einheit oder auf Pluralität begründet werden kann und sollte. Der Band stellt diese Konzepte nach neuestem Forschungsstand vor. Analysen zu verschiedenen Schauplätzen der Debatte - von der Deutschen Islamkonferenz über Verhandlungen von Assimilation und Diversität in Literatur und Film bis zum Terrorismus in England - und historische Perspektiven zeigen, wie die Integrationsfrage die Selbstdefinition moderner Gesellschaften in ihrem Kern trifft.
Aktualisiert: 2022-08-05
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Fahrtenbuch 1993-2007

Fahrtenbuch 1993-2007 von Hettche,  Thomas
Sammlung und Zerstreuung – intellektuelle Expeditionen eines großen Erzählers Orte, Menschen, Bilder, Filme, Bücher: An Themen herrscht kein Mangel bei Thomas Hettche, dessen reiches erzählerisches Werk flankiert wird von einer kontinuierlichen essayistischen Beschäftigung mit Welt und Weltwahrnehmung. Das Fahrtenbuch versammelt ausgewählte Essays und Reportagen von Thomas Hettche aus den Jahren 1993 bis 2007. Es zeigt einen Autor, der sich mit großer Neugier und wachem Blick in die Welt begibt. Neben Deutschlanderkundungen seit Anfang der 90er-Jahre stehen Texte über die Literatur im Zeitalter des medialen Umbruchs und die Politisierung einer eigentlich unpolitischen Generation in der Folge von 9/11. Reisereportagen etwa aus St. Moritz, Venedig und Krakau beschäftigen ihn ebenso wie Bram Stokers Dracula, Lieutenant Ripley und Piero della Francesca. Hettche überrascht uns mit den Gegenständen, die sein Interesse wecken, zeigt uns aber auch, was er bereist und essayistisch bearbeitet, bevor er es erzählerisch gestaltet: In einem aufschlussreichen Bericht beschreibt er seinen Besuch in Marfa, Texas, ein Schauplatz seines jüngsten Romans Woraus wir gemacht sind, und in einer Etüde das Zwischengas, das im Roman Der Fall Arbogast gegeben wird, ohne dass der Autor dies jemals selbst getan hätte. Bei aller Vielfalt gibt es klare Konstanten: ein ausgeprägtes Bewusstsein der geschichtlichen Bedingtheit von uns Heutigen, eine theoretische Durchdringung dessen, was als »Moderne« bis in die Gegenwart reicht, eine große Begeisterung für Verfahren der Fixierung und Übermittlung von Daten, ein Gespür für die Aura von Dingen und Orten und ein ausgeprägtes ästhetisches Empfinden. Vor allem: ein klare, präzise und sinnliche Sprache, die Erfahrung plastisch und Gedanken fassbar werden lässt.
Aktualisiert: 2022-07-04
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Das unbelehrbare Herz

Das unbelehrbare Herz von Viertel,  Salka
Einer der Quelltexte der Exilforschung des 20. Jahrhunderts*»Salkaherz« - ein Genie der Freundschaft im kalifornischen Exil*Wie aus einem Künstlerlexikon zur ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts lesen sich die Namen der Freunde, die Salomea Steuermann, von allen nur Salka Viertel genannt, um sich zu versammeln wusste: Karl Kraus und Alfred Polgar, Max Reinhardt, Thomas und Heinrich Mann, Albert Einstein und Arnold Schönberg, Sergej Eisenstein und Greta Garbo, deren Drehbuchautorin sie war, Bertolt Brecht und Bruno Frank, Hanns Eisler - und viele andere Künstler, mit und ohne Namen.*Diese faszinierende und früh emanzipierte Salka Viertel war kein Hollywood- Filmstar und keine mondäne Gesellschaftsdame, sondern eine begnadete Gastgeberin, die ihr Haus an der Mabery Road in Santa Monica zum vielgerühmten Salon machte - schließlich zum »Hafen für die Heimatlosen«, die europäischen Emigranten nach 1933.*Salka Viertels Lebenserinnerungen, Ende der 60er Jahre in den Vereinigten Staaten erschienen, sind die Memoiren einer fast Vergessenen, die einen unvergleichlichen Blick auf dramatische Jahrzehnte europäischer Kulturgeschichte ermöglichen - vor allem auf die Welt des Theaters und des Films bis 1933 und die Exilierung dieser Kultur in Kalifornien.
Aktualisiert: 2022-02-25
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Transit-Orte in der Literatur

Transit-Orte in der Literatur von Wilhelmer,  Lars
Hotelzimmer, Bahnhöfe, Flughafenterminals: Orte wie diese sind längst Teil unseres Alltags. Es sind Transit-Orte - Orte, an denen wir uns aufhalten, ohne zu bleiben. Marc Augé nennt sie »Nicht-Orte«, Peter Sloterdijk »Niemandsorte«. Nichts und niemand also, worüber es zu schreiben lohnte? Das Gegenteil beweisen zahlreiche Autorinnen und Autoren der literarischen Moderne, die Transit-Orte zum Gegenstand und zum Moment der Strukturierung ihrer Texte machen. Lars Wilhelmer zeigt: Im Zeitalter von Globalisierung und Mobilität bieten diese Orte, verschmolzen zu hyperkulturellen Transit-Räumen, das, was konventionelle Orte längst nicht mehr bieten können - einen Halt, eine Zuflucht.
Aktualisiert: 2022-08-05
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Kulturelle Hybridisierung bei José María Arguedas

Kulturelle Hybridisierung bei José María Arguedas von Landgraf,  Diemo
Die Romane und Erzählungen des peruanischen Autors José María Arguedas (1911-1969) fungieren in seinem Heimatland als Identitätserzählungen. Ihren Hintergrund bildet der Konflikt zwischen indianischen Kulturen und Nachfahren der Spanier. Die Texte dokumentieren, denunzieren und erforschen Ausgrenzung und Diskriminierung und stellen dabei einen gelungenen Versuch dar, dem Leser etwas über das grundlegend Andersartige und Unbekannte in nächster Nachbarschaft zu vermitteln. Sie überschreiten Grenzen mit den Mitteln der Kunst, zeugen aber auch gleichzeitig vom Scheitern sozialer Utopien. Die modellhafte Darstellung und Verschmelzung zweier divergierender Kulturen wird vom Autor dieser literaturwissenschaftlichen Studie unter dem Gesichtspunkt der kulturellen Hybridisierung untersucht.
Aktualisiert: 2022-06-14
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»Wie die Großen mit den Menschen spielen«

»Wie die Großen mit den Menschen spielen« von Krippendorff,  Ekkehart
Die so oft beschworene Einheit von Theorie und Praxis – Goethe hat sie in seinem öffentlichen Wirken als vielfacher Ressortchef in Weimar verwirklicht. Und er hat zeit seines Lebens – immerhin die Zeit der größten europäischen und außereuropäischen Umwälzungen – über die Politik und das Politische reflektiert. Nur scheinbar nehmen bei ihm die Politik seiner Zeit und das Nachdenken über Herrschaft, Krieg und Macht einen untergeordneten Rang ein. Tatsächlich war Goethe als Angehöriger der politischen Klasse nicht nur politisch höchst interessiert und bestens informiert, sondern auch ein ebenso unaufdringlicher wie grundsätzlicher Kritiker der Politik. »Weimar« war für ihn eine Art Experiment, ein Modell für mögliches gutes Regieren und eine Alternative zu jener historisch unvernünftigen Machstaaten-Politik, die sich dann doch durchsetzte. Aber das, wofür Goethe und Weimar stehen, ist, auch wenn sich »die Scheißkerle auf dem Fasse« behauptet haben, damit noch keineswegs widerlegt.
Aktualisiert: 2022-08-01
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Ignatios Diakonos und die Vita des Hl. Gregorios Dekapolites

Ignatios Diakonos und die Vita des Hl. Gregorios Dekapolites von Makris,  Georgios
Das Byzantinische Archiv ist die Begleitreihe derByzantinischen Zeitschrift und umfasst sowohl Monographien als auch Sammelbände. Es bietet ein Forum für Editionen, Kommentare sowie vertiefende Studien zu Einzelaspekten aus dem Bereich der Byzantinistik. Literatur, Geschichte und Kunstgeschichte einschließlich der damit verbundenen Neben- und Randdisziplinen sind gleichermaßen vertreten.
Aktualisiert: 2022-07-15
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