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Gewalt und Anmut

Gewalt und Anmut von van Marwyck,  Mareen
In der Literatur und Ästhetik um 1800 ist »Anmut« nicht nur Bewegungsschönheit und Ausdruck weiblicher Sittlichkeit. Sie ist, so zeigt diese Studie, zugleich eine Form der Ästhetisierung und Heroisierung weiblicher Gewalt. Als alternativer Topos zum männlich codierten Erhabenen etabliert sich in Texten wie Schillers »Jungfrau von Orleans« und Kleists »Penthesilea« eine Ästhetik graziöser Kampftänze, die bis zum zeitgenössischen Actionfilm die Inszenierung weiblichen Heldentums prägt. Die anmutige Gewaltästhetik stellt nicht nur eine prekäre Verschränkung bürgerlicher Weiblichkeit mit militärischem Handeln dar, sondern unterläuft zugleich die »doppelte Ästhetik« eines harmonischen Schönen und eines gewaltsamen Erhabenen. Die Aufhebung dieser Dualität steht jedoch nur scheinbar im Widerspruch zu den Theorien des 18. Jahrhunderts - sie ist vielmehr in den Anmutskonzeptionen selbst angelegt und wird zudem durch die Ästhetik der europäischen Fechtkunst vorbereitet. Mit einem diskursanalytischen Verfahren erforscht Mareen van Marwyck die gewaltästhetisierenden und -heroisierenden Mechanismen der Anmut und eröffnet damit eine neue Perspektive auf die Inszenierung weiblichen Heldentums und das Verhältnis von Gewalt und Ästhetik im ausgehenden 18. Jahrhundert.
Aktualisiert: 2023-01-26
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In Stücken

In Stücken von Kober,  Hainer, Littell,  Jonathan
Wo verläuft die Grenze zwischen Traum und Wachen? Jonathan Littell führt den Leser in seinem an die Geschichten Borges’ und die Filme Godards oder Lynchs gemahnenden labyrinthischen Mikroroman in eine Welt, in der diese Grenze sich in einer Folge unendlicher Spiegelungen vervielfältigt. Der Ich-Erzähler – gelangweilt, nervös, cool – taumelt darin von Szenerie zu Szenerie ahnungsvoll einem dunklen Ende entgegen. In gestochen scharfer Sprache entwirft Littell mit ›In Stücken‹ ein rauschhaftes Glanzstück und führt den Leser in einen unendlich verschachtelten Raum. Erotik, Traumsequenzen, unerklärliche Erscheinungen, ein Ausflug mit Freunden in eine kleine Provinzstadt und die Sorge um den kranken Sohn formen sich zu einem surrealen Kosmos, einen Wirbel aus Symbolen, Träumen, Bildern.
Aktualisiert: 2023-01-30
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Hell’s Angel

Hell’s Angel von Barger,  Ralph "Sonny", Brunkow,  Ralf, Zimmerman,  Keith, Zimmerman,  Kent
Alles, was die Öffentlichkeit bisher über den Hell's Angels Motorcycle Club weiß, stammt aus den Quellen der Polizei, aus Gerichtsakten, schlechten Hollywoodstreifen und der Boulevardpresse. Niemals zuvor ist die Geschichte dieses einzigartigen und berüchtigten Clubs und eines seiner Gründungsmitglieder so ehrlich und offen erzählt worden. Ralph "Sonny" Barger berichtet frei von der Leber weg und ohne Rücksicht auf "Political Correctness". Er will sein bewegtes Leben als Chief der Hell's Angels, die Schlägereien, Drogengeschäfte und den Knast weder entschuldigen noch verteidigen. Barger hat gelebt, wonach sich andere nur sehnen: einen besonderen "American Dream" ohne gesellschaftliche Zwänge und Reglements. Seine Autobiographie ist viel mehr als Erzählungen von blutigen Faustkämpfen, Saufgelagen und halsbrecherischen Motorradrennen. Sie ist gleichzeitig ein spannendes Stück Amerika, ein Dokument über den Club und seine Riten, über das berüchtigte Rolling-Stones-Konzert in Altamont, den Vietnamkrieg und den "Summer of Love".
Aktualisiert: 2023-01-26
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Träume und Alpträume einer Kriegsbraut

Träume und Alpträume einer Kriegsbraut von Morris M.,  Mathilde, Stachelscheid,  Heiner
Die 17-jährige Mathilde aus Taching träumt vom großen Glück, als sie sich 1945 am Ende des Krieges in den gutaussehenden amerikanischen Soldaten Jimmy verliebt. Sie wird schwanger und zieht mit ihrem Kind zu ihm in die USA. Doch statt des großen Glücks findet sie sich in einer Holzhütte in der Prärie wieder, in einer kargen Welt, geprägt von Armut und Gewalt.
Aktualisiert: 2021-12-30
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Den säkularen Staat neu denken

Den säkularen Staat neu denken von Spohn,  Ulrike
Die klassische Antwort des modernen westlichen politischen Denkens auf die Herausforderung religiöser Pluralität ist das Konzept des »säkularen Staates«. Wie diese Formel jedoch unter den heutigen Bedingungen genau zu verstehen ist, bildet den Gegenstand einer Debatte in der politischen Theorie. Dieses Buch nimmt eine zentrale Facette dieser Kontroverse in den Blick: Es beleuchtet die Frage nach der Legitimität religiös fundierter moralischer Argumente im Kontext der politischen Meinungs- und Willensbildung. Im Anschluss an den kanadischen Philosophen Charles Taylor erörtert die Autorin, wie sich der »säkulare Staat« mit Blick auf den politischen Diskurs heute neu denken lässt.
Aktualisiert: 2022-05-10
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Haudegen

Haudegen von Gillert,  Sven, Stoll,  Hagen
Ihr Weg führte aus Ostberliner Plattenbauten an die Spitze der Albumcharts. Sie verbinden Rockmusik mit ebenso geradlinigen wie berührenden Texten. Sie tragen die Namen ihrer Fans als Tätowierung immer bei sich: Haudegen ist die deutschsprachige Rockband der Stunde. So packend Hagen Stoll und Sven Gillert Musik machen, so aufrichtig erzählen sie jetzt ihre eigene Geschichte – ein Buch über die Wucht des Lebens und die Kraft der Musik. Ausstattung: mit Bildteil
Aktualisiert: 2021-02-22
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Konflikt, Macht und Gewalt aus politökonomischer Perspektive

Konflikt, Macht und Gewalt aus politökonomischer Perspektive von Neumärker,  Bernhard
Während in Politikwissenschaft und Soziologie die Erforschung von Machtverhältnissen, Konfliktzuständen und Gewaltausübung lange und fachimmanente Traditionen besitzt, beschäftigen sich Ökonomen schwerpunktmäßig mit friedlichem Tausch und Handel. Der vorliegende Band vereinigt Beiträge aus den angesprochenen Disziplinen und präsentiert dabei auch die in den letzten Jahren weiterentwickelte Konfliktökonomik, die wie die anderen Disziplinen nicht zuletzt den individuellen und politökonomischen Trade-off zwischen friedlichen und konfliktmäßigen Aktivitäten zum Gegenstand hat. Gewaltbereitschaft und Machtstreben in unterschiedlichen Problemzusammenhängen münden letztlich in der Frage, ob und wann sich Konflikte lohnen. Institutionelle Probleme wie Bedingungen (in)stabiler Anarchie und daraus sich entwickelnder gesellschaftlicher Organisationsformen mit deren Machtverhältnissen, die nach dem „Elften September“ einsetzende Imperialismuskritik an westlicher Terrorismusbekämpfung werden in den verschiedenen Beiträgen verknüpft mit grundlegenden Argumenten zum Ressourceneinsatz in Konflikten, den Wirkungen feindseliger Einstellungen, der Herausbildung organisierter Gewaltstrategien, dem ökonomischen Zusammenhang zwischen wirtschaftlicher Prosperität und kriegerischer Aktivitäten sowie dem sich jeweils ergebenden Potential für Konfliktvermeidungsstrategien. Die Beiträge öffnen den Blick auf eine interdisziplinäre Herangehensweise der Analyse von Konflikt, Macht und Gewalt. Inhalt Einleitung K. J. Bernhard Neumärker Es wird nicht nur getauscht in der politischen Ökonomie Gerald PechDer Status quo als Maßstab der Konfliktlösung K. J. Bernhard Neumärker Mißgunst, Neid und Feindseligkeit: negative soziale Präferenzen aus konfliktökonomischer Sicht Stefan Boeters und Bettina Müller Stabile und instabile Anarchien. Strategienevolution in einem Spiel mit dynamischer Ressourcenanpassun Petya Dankova Publikums-Aktiengesellschaften: Eigentumsstruktur und korporative Verantwortung Detlev Haude The Force of Economics - The Economics of Force. A revival of theories of imperialism? Marcel M. Baumann „Wenn die Fische immer noch ihr Wasser suchen“. Die Auswirkungen des Elften Septembers auf den herkömmlichen Terrorismus Gerald Schneider Globalisierung und Frieden. Die Perspektive der Politischen Ökonomie Peter J. Stauvermann Kriege und wirtschaftliches Wachstum. Eine theoretische Analyse. Zusammenfassungen Über die Autoren
Aktualisiert: 2021-09-28
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Banal Militarism

Banal Militarism von Thomas,  Tanja, Virchow,  Fabian
Öffentlich kaum wahrgenommen schreitet die Veralltäglichung des Militärischen und des Krieges voran. Der Begriff »Banal Militarism« lenkt die Aufmerksamkeit auf unspektakuläre Prozesse, die von den AutorInnen des Bandes anhand historischer wie aktueller Beispiele der Repräsentation, der Inszenierung und Aneignung des Militärischen in Literatur, Theater, Kino, (Computer-)Spiel, Mode sowie in der Presse und im Alltagsleben analysiert werden. Solche Phänomene in ihrer Wirkungsmächtigkeit auf politische Kultur zu thematisieren, theoretisch zu reflektieren und als bedeutsames Forschungsfeld zu konturieren, ist das zentrale Anliegen des Bandes.
Aktualisiert: 2023-01-26
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Politik – Konflikt – Gewalt

Politik – Konflikt – Gewalt von Rebitsch,  Robert, Taddei,  Elena
Der 25. Band der "Innsbrucker Historischen Studien" greift Themen zu den Begriffen "Politik – Konflikt – Gewalt" auf. Diese Begriffe gehören ohne Zweifel zu den zentralen Inhalten des menschlichen Zusammenlebens. Anhand durchaus unterschiedlicher, quellenreicher Detailstudien aus politik-, konflikt-, alltags-, sozial-, mentalitäts-, medizin- und wirtschaftsgeschichtlicher Perspektive beleuchten die 18 Aufsätze diese wirkungsmächtigen Aktionsfelder konstruktiver und destruktiver menschlicher Betätigung. Es handelt sich hierbei jedoch weder um eine geschlossene begriffsgeschichtliche Analyse noch um eine zeitlich wie örtlich homogene Betrachtung dieser thematischen Trias, sondern viel mehr um ein vielfältiges und lebhaftes historisches Panoptikum verschiedener lebensweltlicher Bereiche, die vom Mittelalter bis in die Zeitgeschichte reichen. Mit Beiträgen von Christina Antenhofer, Elisabeth Dietrich-Daum, Friedrich Edelmayer, Andreas Exenberger, Michaela Fahlenbock, Josef Gelmi, Maria Heidegger, Hans Heiss, Lothar Höbelt, Hermann J.W. Kuprian, Daniel Mascher, Franz Mathis, Andreas Oberhofer, Roland T. Poli, Robert Rebitsch, Romedio Schmitz-Esser, Elena Taddei und Alois Unterkircher. Die HerausgeberInnen: Dr. Robert Rebitsch; Studium der Geschichte, Psychologie/PhilosophiePädagogik; Mag. phil. 1996, Dr. phil. 2000; arbeitet im projekt.service.büro der Universität Innsbruck und ist Lehrbeauftragter am Institut für Geschichte und Ethnologie der Universität Innsbruck; Forschungsschwerpunkte: Konfliktgeschichte und Politische Geschichte, Biographien; 3 Monographien, zahlreiche Aufsätze, Mitglied des Herausgeberteams der Innsbrucker Historischen Studien; ausgezeichnet mit dem Theodor-Körner-Preis 2002. Dr. Elena Taddei; Studium der Geschichte und Italianistik, Mag. Phil 1999, Dr. phil. 2003; seit 1999 am Institut für Geschichte und Ethnologie der Universität Innsbruck für das Kernfach Geschichte der Neuzeit angestellt; Forschungsschwerpunkte: Konfessionengeschichte, Biographien, Medizin- und Psychiatriegeschichte; 1 Monographie, zahlreiche Aufsätze, Mitglied des Herausgeberteams der Innsbrucker Historischen Studien; ausgezeichnet mit dem Theodor-Körner-Preis 2005 und dem Premio Luigi del Pero 2005.
Aktualisiert: 2020-05-01
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