Im Frieden dein, o Herre mein, lass ziehn mich meine Straßen

Im Frieden dein, o Herre mein, lass ziehn mich meine Straßen von Türk,  Hans Peter
Im Frieden dein, o Herre mein ist ein deutschsprachiges Kirchenlied, dessen Text der Schweizer Reformator Johann Anglicus (1502–1577) geschaffen hat. Die biblische Vorlage ist der Lobgesang des Simeon aus dem Evangelium nach Lukas, Kap. 2, V. 29-32. Anglicus dichtete zwei Strophen in kunstvollem Versmaß, die als Danklied nach dem Abendmahl, aber auch als Begräbnislied gedacht waren. Sie erschienen ab 1530 mit einer Melodie, die Wolfgang Dachstein (1487–1553) zugeschrieben wird. 1524 hatte Martin Luther den gleichen Bibeltext paraphrasiert und mit einer eigenen Melodie versehen. Sein Lied Mit Fried und Freud ich fahr dahin wurde zu einem der wichtigsten Sterbe- und Begräbnislieder im evangelischen Raum. 1898 überarbeitete der lutherische Theologe Friedrich Spitta (1852–1924) das Lied von Johann Anglicus und erweiterte es um eine dritte Strophe. Dabei verschob er den Fokus vom individuellen Gebet um einen friedlichen Tod zu einem Dank der Gemeinde für das empfangene Abendmahl. Als ökumenisches Lied fand Friedrich Spittas Fassung Eingang in die meisten deutschsprachigen Gesangbücher neuerer Zeit. Während Luthers Lied viele Komponisten inspirierte, u. a. Heinrich Schütz, Dietrich Buxtehude, Johann Sebastian Bach und Johannes Brahms, gibt es über das Lied Im Frieden dein, o Herre mein kaum eine Bearbeitung. Die vorliegenden drei Bearbeitungen für Orgel, sowie jene für Violoncello und Orgel von Hans Peter Türk füllen diese Lücke. Sie können sowohl als freie Orgelstücke vor und nach dem Gottesdienst als auch sub communione gespielt werden. Die Cantilene für Violoncello und Orgel ist eine Freundesgabe des Komponisten an den Herausgeber dieses Heftes. Er möchte dieses Geschenk gerne mit Interessierten teilen. Kurt Philippi, Herausgeber Tartlau (Siebenbürgen), im Frühjahr 2023
Aktualisiert: 2023-04-27
> findR *

Andante malinconico für Oboe und Orgel – Vier Miniaturen für Oboe solo

Andante malinconico für Oboe und Orgel – Vier Miniaturen für Oboe solo von Türk,  Hans Peter
Hans Peter Türks Musik bereichert den Erfahrungsschatz aller Aufführenden und Zuhörenden. Unverwechselbar ist der siebenbürgische Duktus seiner Tonsprache, die dennoch der Neuen Musik zuzurechnen ist. Hier gestaltet ein Zeitgenosse auf der Basis gediegener Formgebung kammermusikalische Kostbarkeiten für selten anzutreffende Kombinationen von Instrumenten. Die vorliegenden Stücke sind Auftragswerke befreundeter Musiker. Da Hans Peter Türk in Siebenbürgens protestantischer Kulturlandschaft heranwuchs, sind ihm die Klangmöglichkeiten der Orgel, die in seinem Schaffen eine zentrale Rolle spielt, seit jeher vertraut. Als Schüler nahm er Cellounterricht, worauf sein Verständnis für die natürlichen Möglichkeiten eines Streichinstruments fußt. Der Oboe hat er sich vergleichsweise spät mit verstärktem Interesse zugewandt. Das Andante malinconico, ein knapp formuliertes Rondo für Oboe und Orgel, erlebte seine Uraufführung im Sommer 2006 in der evangelischen Kirche Tartlau (rumänisch: Prejmer, ungarisch: Prázsmár). Obwohl der Oboenpart keine virtuosen Hürden enthält, bietet er Gelegenheit, durch Dynamik, Intonation, bruchloses Legato und Flexibilität in der Tempogestaltung bleibende Eindrücke bei Interpreten und Publikum zu hinterlassen. Im begleitenden Orgelpart treten bewusst auch parallele Quintgänge auf, ein reizvoller Effekt in Türks gemäßigt moderner Tonsprache. Im Sommersemester 2010 erfolgte die Erstaufführung der Vier Miniaturen für Oboe solo innerhalb eines Komponistenporträts an der Staatlichen Musikhochschule Klausenburg (rumänisch: Cluj-Napoca, ungarisch: Kolozsvár). Sie sind weitaus anspruchsvoller als das leichtgängige Andante malinconico. Eine Legende der verwendeten Zeichen erläutert die Absicht des Komponisten. Die zweite der vier Miniaturen fordert Glissandi, die in den als giusto bezeichneten Abschnitten klar gekennzeichnet sind. Auch ist hier das pp senza crescendo jeweils mit Schrägstrichen markiert, was bedeutet, dass die Tonfolge über dem betreffenden Balken so rasch wie möglich zu spielen ist. D. Dr. Christoph Klein, emeritierter Bischof der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien und Hans Peter Türk verbindet eine langjährige Freundschaft. Die Sieben Choralvariationen über „Sollt ich meinem Gott nicht singen?“ sind ihm zum siebzigsten Geburtstag gewidmet und wurden im Herbst 2007 in Hermannstadt (rumänisch: Sibiu, ungarisch: Nagyszeben) uraufgeführt. Ein Detail in der Gestaltung des Themas verdient besondere Aufmerksamkeit: an Stelle der anfangs vorgegebenen Pausen zwecks Unterteilung der Melodie tritt im Schlusssatz das Atemzeichen. Wer Transsylvanien bereits aus eigener Erfahrung kennt, kann durch diese kammermusikalischen Stücke seine Wahrnehmung um neue Blickwinkel erweitern. Aber auch wer in Siebenbürgen noch nicht heimisch geworden ist, findet auf den folgenden Seiten Zugang zum Musikgeschehen innerhalb des Karpatenbogens. Der Herausgeber ist hiervon überzeugt und wünscht viel Freude beim Nachspüren! Klaus Philippi Hermannstadt, im März 2020
Aktualisiert: 2022-02-26
> findR *

Siebenbürgisch-sächsische Volkslieder

Siebenbürgisch-sächsische Volkslieder von Brandsch,  Simon Gottlieb, Cassian,  Nina, Roth,  Anselm, Türk,  Hans Peter
Simon Gottlieb Brandsch war einer jener siebenbürgisch-sächsichen Theologen und Pädagogen, die sich auch mit außertheologischen und außerpädagogischen Themen befassten. Ihm haben siebenbürgische Geschichtsschreibung, Musikhistoriographie, Volkskunde, Brauchtumsforschung und Archivwesen viel zu verdanken. Als Pfarrer und Lehrer war Brandsch nahe am Kulturleben und nahe an der bürgerlichen und bäuerlichen Bevölkerung. Ein großer Teil seiner Interessen galt der Musikausübung, der Musikgeschichte und der musikhistorischen Quellenforschung, der volkstümlichen Musikpflege, dem Volksgesang und dem Volkslied. Er setzte sich für die geistige, musikalische und religiöse Bildung der Jugend und der Allgemeinheit ein, förderte die Brauchtumspflege und den Liedgesang. Sein umfangreiches schriftstellerisches Werk liegt leider nur in wenigen Bibliotheken Siebenbürgens, Deutschlands und Österreichs vor und ist weitgehend vergessen. Für die praktische Liedpflege gab Brandsch mehrere Liederbücher für Schulen und Jugend heraus (Liederbuch für die Volksschulen; Liederbuch für die deutsche Jugend in Rumänien). Als Volksliedforscher erwarb er sich große Verdienste um die Aufzeichnung, Sammlung und kritische Herausgabe altsiebenbürgischer Volkslieder und des Volksliedrepertoires der letzten zwei Jahrhunderte. Ohne diese auch weit über Siebenbürgen hinaus bekannt gewordene Sammel- und Publikationstätigkeit, wäre das alte, zum Teil noch aus dem 12. Jahrhundert stammende und bis Ende des 19. Jahrhunderts im Volk lebendig gebliebene Volksliedgut – sicher nur ein Bruchteil des ursprünglichen – für immer verloren gewesen. So wurde es nicht nur vor dem Untergang bewahrt, sondern es erlebte in diesem „Zweiten Dasein“ eine neue Pflege und Verbreitung, wurde in Lieder- und Chorbücher – in Teilen auch in Deutschland – aufgenommen und von vielen Chören und Singgemeinschaften gesungen; die einschlägige Forschung und Wissenschaft brachte ihm großes Interesse entgegen. Simon Gottlieb Brandsch wurde am 21. April 1872 in Mediasch (Siebenbürgen) geboren. Seine Vorfahren, mindestens bis in das 18. Jahrhundert zurückverfolgbar, waren alle Pfarrer in Siebenbürgen. Der früh verstorbene Vater Johann Carl Brandsch (1845-1894) war Lehrer in Mediasch, bevor er als Pfarrer zuerst nach Schaal, dann nach Bodendorf (Siebenbürgen) ging. Simon Gottlieb Brandsch besuchte das Gymnasium in Mediasch und studierte anschließend (von 1890 bis 1894) Theologie, Philosophie, Literaturgeschichte und antike Sprachen in Berlin, Jena, Leipzig und Klausenburg (Siebenbürgen), trieb daneben autodidaktisch auch musikalische Studien. Danach übernahm er Lehrtätigkeiten an Volks- und Bürgerschulen in den siebenbürgischen Städten Broos, Schäßburg und Mediasch. Seine jüngeren Geschwister – die Mutter, Josefine geb. Theil aus Mediasch, war ebenfalls früh gestorben – erfuhren durch ihn fürsorgliche Unterstützung und konnten so zu einer geeigneten Ausbildung kommen. Von 1900 bis 1907 lehrte Simon Gottlieb Brandsch am evangelischen Landeskirchenseminar in Hermannstadt (Siebenbürgen) und wurde 1907 Pfarrer in Treppen (bei Bistritz), 1911 in Kleinscheuern (bei Hermannstadt) und 1924 in Schirkanyen (bei Fogarasch). 1905 gehörte er zu einer Forschergruppe, die in Luxemburg Untersuchungen zur Herkunftsfrage der Siebenbürger Sachsen anstellte. Zwischen 1911 und 1924 führte er in Kleinscheuern die ersten siebenbürgischen Volkshochschullehrgänge durch. In kinderloser Ehe – er hatte 1905 geheiratet – zog Brandsch mit seiner Frau Hedwig geb. Schuller aus Treppen, Pfarrerstochter und Krankenschwester, zwei Adoptivkinder und sechs Waisenkinder groß. Nachdem er 1936 in den Ruhestand getreten war – seine Frau war 1935 gestorben –, ging er 1939 als Leiter der Handschriftenabteilung an das Brukenthal-Museum nach Hermannstadt, wo er bis 1947 blieb, als der neue rumänische Staat die siebenbürgisch-sächsischen Kultureinrichtungen verbot oder sie verstaatlichte, rumänisierte und unter parteiideologischem Zwang zu reorganisieren begann. Brandsch starb nach kurzer Krankheit am 14. März 1959 in Hermannstadt, wo er auch (am 16. März) beigesetzt wurde. Bischof Friedrich Müller-Langenthal hielt die Grabrede. Karl Teutsch
Aktualisiert: 2020-02-10
> findR *
MEHR ANZEIGEN

Bücher von Türk, Hans Peter

Sie suchen ein Buch oder Publikation vonTürk, Hans Peter ? Bei Buch findr finden Sie alle Bücher Türk, Hans Peter. Entdecken Sie neue Bücher oder Klassiker für Sie selbst oder zum Verschenken. Buch findr hat zahlreiche Bücher von Türk, Hans Peter im Sortiment. Nehmen Sie sich Zeit zum Stöbern und finden Sie das passende Buch oder die Publiketion für Ihr Lesevergnügen oder Ihr Interessensgebiet. Stöbern Sie durch unser Angebot und finden Sie aus unserer großen Auswahl das Buch, das Ihnen zusagt. Bei Buch findr finden Sie Romane, Ratgeber, wissenschaftliche und populärwissenschaftliche Bücher uvm. Bestellen Sie Ihr Buch zu Ihrem Thema einfach online und lassen Sie es sich bequem nach Hause schicken. Wir wünschen Ihnen schöne und entspannte Lesemomente mit Ihrem Buch von Türk, Hans Peter .

Türk, Hans Peter - Große Auswahl an Publikationen bei Buch findr

Bei uns finden Sie Bücher aller beliebter Autoren, Neuerscheinungen, Bestseller genauso wie alte Schätze. Bücher von Türk, Hans Peter die Ihre Fantasie anregen und Bücher, die Sie weiterbilden und Ihnen wissenschaftliche Fakten vermitteln. Ganz nach Ihrem Geschmack ist das passende Buch für Sie dabei. Finden Sie eine große Auswahl Bücher verschiedenster Genres, Verlage, Schlagworte Genre bei Buchfindr:

Unser Repertoire umfasst Bücher von

Sie haben viele Möglichkeiten bei Buch findr die passenden Bücher für Ihr Lesevergnügen zu entdecken. Nutzen Sie unsere Suchfunktionen, um zu stöbern und für Sie interessante Bücher in den unterschiedlichen Genres und Kategorien zu finden. Neben Büchern von Türk, Hans Peter und Büchern aus verschiedenen Kategorien finden Sie schnell und einfach auch eine Auflistung thematisch passender Publikationen. Probieren Sie es aus, legen Sie jetzt los! Ihrem Lesevergnügen steht nichts im Wege. Nutzen Sie die Vorteile Ihre Bücher online zu kaufen und bekommen Sie die bestellten Bücher schnell und bequem zugestellt. Nehmen Sie sich die Zeit, online die Bücher Ihrer Wahl anzulesen, Buchempfehlungen und Rezensionen zu studieren, Informationen zu Autoren zu lesen. Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen das Team von Buchfindr.