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Zwischen Halbwertzeit und Überzeitlichkeit

Zwischen Halbwertzeit und Überzeitlichkeit von Bordach,  Sven, Rommel,  Carsten, Tilmann,  Elisabeth, Vijayakumaran,  Jana, Xie,  Jian
Spätestens seit dem 18. Jahrhundert profiliert sich ein zentrales Bewertungskriterium literarischer Texte: der Bezug zur Gegenwart, die erkennbare Auseinandersetzung mit der eigenen ›Jetztzeit‹. Ob eine vom jeweiligen historischen Standpunkt aus verstandene Gegenwartsnähe als wünschenswert wahrgenommen wird oder nicht, unterliegt seither einem steten Aushandlungsprozess. Wie ›Gegenwartsbezogenheit‹ als Wertkriterium zum Einsatz kommt und welche Implikationen sich dabei für die literarische, mediale und diskursive Produktion von ›Gegenwart‹ ergeben, erkunden die in diesem Band versammelten Beiträge. Die historischen Transformationen, welche der Relation von Gegenwart und Literatur zugrunde liegen, zählen zu den zentralen Forschungsinteressen des DFG-Graduiertenkollegs »Gegenwart/Literatur. Geschichte, Theorie und Praxeologie eines Verhältnisses«, aus dessen erster Tagung dieser Band hervorgegangen ist. Die Beiträge untersuchen das grundlegende Konfliktpotenzial von ›Gegenwartsbezogenheit‹ als Zuschreibungsprodukt, das im Zeichen historisch variabler ›Qualitätskriterien‹ stets neu verhandelt und bewertet wird. Insbesondere Phasen des Übergangs, der Gleichzeitigkeit, Simultanität und Umdeutung werden dabei fokussiert, um Aushandlungsprozesse sichtbar zu machen und literaturgeschichtliche Zuordnungen zu hinterfragen.
Aktualisiert: 2021-10-13
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TRILOGIE DES SCHÖNEN LEBENS

TRILOGIE DES SCHÖNEN LEBENS von Gronius,  Jörg W., Rauschenbach,  Bernd
Die drei großen Katastrophen des 21. Jahrhunderts sind die letzten großen Herausforderungen für die Katastrophendramatiker GroniusRauschenbach: Klima – Demenz – Pandemie. Seit 50 Jahren arbeiten die Autoren als Duo, seit 1993 in enger Zusammenarbeit mit dem wiener Theater Echoraum daran, die Welt in ihrem Irrsinn dramatisch nicht nur abzubilden, sondern auch zu gestalten. Den Abschluss ihres Lebenswerkes zum Generationenpakt bildet die TRILOGIE DES SCHÖNEN LEBENS I. KINDSKLIMA oder STURM IM KALENDER. Eine Polschmelze Weltweit schmelzen die Polkappen, die Vulkane erfrieren und die Gletscher werden zusehends glitschiger. Während in Afrika Kindersoldaten ihren Job machen, streiken in Schweden freitags die Schulkinder. Vor aller Welt erhebt sich die Frage: How dare you? II. WAS WILL MAN MACHEN? Von den besten Jahren In der Mitte des Lebens sind uns alle Mittel recht. Mittelalter, Mittelmaß, Mittelstand und Midlife-Crisis: von Karl dem Großen zu den Gotischen Kathedralen, von der Mondlandung zu Nine Eleven, von den Wanderjahren zum Eigenheim, von der Kerngesundheit zur Pandemie. III. DIE ALTEN SIND UNSERE ZUKUNFT AM SÜDBAHNHOF. Eine Tragödie Alte Bahnhöfe werden abgerissen, alte Straßenbahnlinien stillgelegt, die alten Theater geschlossen. Aber was ist mit den alten Menschen? Die leben immer weiter und werden immer älter. Renten, Pensionen, Pflegekosten steigen ins Unermeßliche. Wer soll das bezahlen? Geboren werden immer weniger, und wenn die wenigen erwachsen sind, machen sie unbezahlte Praktika. Das sind keine Kassandra-Rufe, denn mit der Hackler-Regelung erreichen wir den Plafond.
Aktualisiert: 2021-10-13
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Wezel- Jahrbuch

Wezel- Jahrbuch von Bojda,  Martin, Heinz,  Jutta
War Johann Karl Wezel zu radikal für seine Zeit? Dieser Frage widmete sich eine Tagung zum zweihundertsten Todestag des Spätaufklärers und Radikalrealisten im Jahr 2019, deren Beiträge im ersten Teil des vorliegenden Bandes enthalten sind. Sie nehmen Wezels satirisches, philosophisches, erzählerisches und dramatisches Werk sowie seine verlegerischen Erfahrungen in den Blick. Analysiert werden radikale Denk- und Darstellungsformen gleichermaßen: Es geht um Wezel als Radikalsatiriker und erzählenden Genealogen, um seine Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Formen der Determination, um Karikatur und Groteske sowie die »instabile Ordnung« seiner Lustspiele. Der zweite Teil des Bandes erweitert die Perspektive auf andere Denker und Schriftsteller des langen 18. Jahrhunderts. Im Vordergrund stehen dabei unter dem Titel »Beziehungsgeschichten« ungewohnte Paarungen und andere teilweise randständige Autoren: Brockes und Herder, Uz und Schiller, Hegel und die Aufklärung sowie Wezel und Goethe. Wezel selbst konstatierte in Ueber Sprache, Wissenschaften und Geschmack der Teutschen 1781 – also vor 240 Jahren: »Wir haben Lehrbücher der Philosophie, aber keine Philosophie; viel Lehrer der Philosophie, aber wenig Philosophen. [...] Die Philosophie ist nicht mehr, was sie sein soll«. Das Wezel-Jahrbuch arbeitet weiterhin daran, diesem anhaltenden Notstand abzuhelfen, indem zum einen die Verdienste zu Unrecht vergessener Autoren bewahrt und zum anderen die engen diskursiven Verknüpfungen von Philosophie und Literatur in all ihren Facetten beleuchtet werden.
Aktualisiert: 2021-10-13
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Little Orphan Annies Transformationen

Little Orphan Annies Transformationen von Bachmann,  Christian A.
1924 erstmals erschienen und bis 2010 gedruckt, ist Harold Grays Little Orphan Annie einer der langlebigsten amerikanischen Zeitungscomics. Schon kurz nach ihrer Erfindung weitet Annie, zeitweilig die beliebteste Comicfigur der USA, ihre transmediale Existenz aus: An neue Formate angepasst reüssieren ihre Geschichten neben Radio und Kinofilm in Buchformaten wie den neuen Big Little Books der Whitman Publishing Company, in seriellen Heften und 3D-Comics. Ausgehend von ihrer Publikation in der Chicago Tribune wird hier erstmals tiefergehend, mit philologischer Detailgenauigkeit und systemtheoretisch-kybernetisch fundiert den Transformationen nachgegangen, die Little Orphan Annie im Medienformatwechsel unterläuft. Im Fokus stehen dabei die räumlichen und zeitlichen Bedingungen, denen insbesondere die Print-Ausgaben dieser amerikanischen Comic-Ikone unterliegen.
Aktualisiert: 2021-10-13
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Versuch in Scherzgedichten

Versuch in Scherzgedichten von Multhammer,  Michael, Unzer,  Johanne Charlotte
Ich würde wegen dieser Gedichte gar nichts zu erinnern haben, wenn ich nicht ein Frauenzimmer wäre. Eine Mannsperson hat die Freyheit, von Liebe und Weine zu scherzen, ohne befürchten zu dürfen, daß man es ihr übel auslegen werde. Unser Geschlecht ist hierinnen weit mehr eingeschränkt: und ich sehe es für ganz nothwendig an, mir hier eine Vertheidigung im Voraus zu machen.« Johanne Charlotte Unzer, geborene Ziegler, (1725–1782) war in der Mitte des 18. Jahrhunderts eine Autorin viel gelesener und hoch gelobter anakreontischer Gedichte. Man darf die mit dem Dichterlorbeer gekrönte Unzer zweifelsohne als veritable Vertreterin der zweiten Hallischen Dichterschule begreifen. Die originelle Schreibweise, die sich Bahn bricht, wenn aus weiblicher Perspektive auf die anakreontische Trias von Wein, Weib und Gesang geblickt wird, lässt Gedichte von großem Witz und Pointenreichtum entstehen. In geselligem, scherzhaftem Ton werden Gleim, Hagedorn, Gellert, Fontenelle und viele andere zu Unzers literarischen Gesprächspartnern. Im Gegensatz zu den Genannten ist Johanne Charlotte Unzer in der deutschen Literaturgeschichte eine bisher weitestgehend unbekannte Autorin geblieben. In den Kanonisierungsbestrebungen des 19. Jahrhunderts wurden diese Scherzgedichte für zu leicht befunden, um weiter im literarischen Gedächtnis tradiert zu werden. Die erstmalige vollständige und kommentierte Edition des Versuchs in Scherzgedichten in der zweiten, vermehrten Ausgabe von 1753 soll zur Neuentdeckung dieser ansonsten nur wenigen spezialisierten Literaturwissenschaftler*innen bekannten Dichterin einladen. Ein Nachwort führt in den literaturhistorischen und werkgeschichtlichen Kontext des Versuchs in Scherzgedichten ein.
Aktualisiert: 2021-10-13
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Gedanken über die Gestalt der Erde

Gedanken über die Gestalt der Erde von Krook,  Johan, Müller-Wille,  Klaus
1741 erschien in Stockholm ein unter dem Titel Tanckar om Jordens Skapnad eller Fonton Freemassons Äfwentyr (Gedanken über die Gestalt der Erde oder Fonton Freemassons Abenteuer) angekündigter Text, der nicht nur als erste Science-Fiction-Erzählung, sondern auch als erster gedruckter originaler Roman überhaupt in die Literaturgeschichte Schwedens eingegangen ist. Über den Autor des unter dem Pseudonym Anticthon publizierten Buchs ist nur wenig bekannt. Der studierte Philosoph Johan Krook stammt aus Finnlandschweden und war als Sekretär am Königlichen Hof in Stockholm tätig. Dass er über ein stupendes naturwissenschaftliches wie philosophisches und vor allem literarisches Wissen verfügte, wird an seiner Mondreise deutlich. In seinem Roman verknüpft Johan Krook nämlich die in den zeitgenössischen Naturwissenschaften vieldiskutierte Frage nach der spezifischen – käse-, ei- oder zitronenförmigen – Gestalt der Erde auf subtile Weise mit den Paradoxien, die sich aus dem Versuch ergeben, das eigene Ich zu beobachten. Zumindest lernt der Erzähler dieses Romans, seine Wahrnehmungen und Urteile in seiner Begegnung mit den Mondmenschen und vor allem mit den Vertretern eines auf dem Mond beheimateten klosterartigen Ordens kritisch zu hinterfragen. Eine weitere zentrale Rolle in dem von zahllosen intertextuellen Anspielungen durchsetzten Text spielt ein merkwürdiger Flaschenberg, in dem Restbeständen menschlichen Wissens und Unwissens verwahrt werden, die durch eine geheimnisvolle Kraft vom Mond angezogen wurden. Die Edition folgt der Erstausgabe von 1741. Der auch in Schweden nicht wieder aufgelegte Text wird in Faksimile abgedruckt und in einer Übersetzung textgetreu zugänglich gemacht. Eine sorgfältige Kommentierung und ein Nachwort erschließen den historischen Kontext.
Aktualisiert: 2021-10-13
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Gedichte

Gedichte von Ansull,  Oskar
Oskar Ansull versammelt in diesem Band drei seiner Lyrikpublikation: »in die laufende trommel« und legt zugleich auch die vergriffenen, inhaltlich dazugehörenden Gedichtbände »Disparates« (1984) und »Entsicherte Zeit« (1988) vor. Gedichte, »die sich nicht leichthin einer Richtung anpassen, die nach Übereinstimmung zwischen Form und Inhalt fragen, Widersprüche aufdecken und sprachlich zuspitzen, kompromisslos die Aufklärung in Form des Gedichts fortschreiben.« (Heinz Kattner) Gedichte … »die auf die Evidenz poetischer Bilder vertrauen. (Michael Braun 1984) Schöne und handwerklich sehr gekonnte Gedichte, denen trotz ihrer lyrischen Dimension auch Solidarität nicht fehlt«. (Erich Fried 1986) »In den neuen Gedichten ist Ansull zur radikalen Kleinschreibung übergegangen, was sich ihm mit dem Lang-Gedicht »wenn alles gesagt ist« so ergeben hat. Ansull ist Lyriker, Herausgeber und Erzähler kultureller Entwicklung, die er am Beispiel seiner literarischen Sichtung der Region Celle in »Heimat, schöne Fremde« (2019) vorgelegt hat; er lebt in Berlin-Pankow und ist Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland.
Aktualisiert: 2021-10-13
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Die Taschen der Madame Carrive

Die Taschen der Madame Carrive von Gulden,  Alfred
Nach der Lesung im Goethe-Institut Bordeaux warteten drei Frauen am Ausgang. »Nach dem, was wir von Ihnen gehört haben, hätten wir etwas für Sie«, sagte eine. Und dann erzählten sie von einer alten Dame, die auf seinem Weingut zwischen Bordeaux und Bergerac wohne. Mutterseelenallein. »Eine französisch gewordene Deutsche«, die eine, die andere: »Die einen verrückten Dichter von hier geheiratet hat. Aber sie spricht ein gestochenes Deutsch.« »Immer noch. Nach all den Jahren und nach dem, was sie erlebt hat«, die dritte. »Ich gebe Ihnen ihre Telefonnummer.« Aber sie ist nicht einfach, die alte Dame«, rief die eine, schon im Weggehen. Und die andere: »Sie kann einen vor den Kopf stoßen!« Und die dritte: »Entweder sie mag Sie oder sie mag Sie nicht.«
Aktualisiert: 2021-10-13
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Erzählungen und Briefe 1801–1818

Erzählungen und Briefe 1801–1818 von Ananieva,  Anna, Berg,  Amalie
In den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts veröffentlichte Johanna Caroline Amalie Ludecus, geb. Kotzebue (1755–1827), unter dem Pseudonym Amalie Berg zahlreiche Erzählungen und mehrere Romane. Weibliche Figuren der Gegenwart standen im Mittelpunkt der Erzählprosa der Weimarer Autorin, die sich mit dem Zeitgeschehen und den Lebenswelten ihrer Gegenwart befasste. Die Residenzstadt an der Ilm bildete den Lebensmittelpunkt der in Wolfenbüttel aufgewachsenen Schriftstellerin. Hier diente sie als Kammerfrau am Hof der Herzogin Luise von Weimar-Sachen-Eisenach. In ihrem Haus an der Esplanade fanden die geselligen Zusammenkünfte an einem der berühmtesten Weimarer Teetische statt, zu dem Johanna Schopenhauer ihre Gäste einlud. Als eine der Mitbegründerinnen des »Patriotischen Instituts der Frauenvereine« gehörte sie zu dem Kreis der sozial engagierten Frauen der Stadt, für deren Initiative die Großfürstin von Russland und Erbherzogin von Weimar-Sachen-Eisenach Maria Pawlowna die Schirmherrschaft übernahm. Die vorliegende Auswahl ihrer Erzählungen wird durch eine kommentierte Erstveröffentlichung ihrer Briefe ergänzt. Neben Wilhelm Gottlieb Becker, dessen vielgelesenes Taschenbuch »Erholungen« regelmäßig Erzählungen von Amalie Berg enthielt, gehörten Carl August Böttiger und Friedrich Justin Bertuch zu den Briefpartnern der Cousine des Erfolgsautors August von Kotzebue. Anna Ananieva ist promovierte Literaturwissenschaftlerin. Sie forscht und publiziert fachübergreifend zur Europäischen Kultur- und Literaturgeschichte, kuratiert Ausstellungen und arbeitet als Fachberaterin für TV-Dokumentationen.
Aktualisiert: 2021-10-13
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Eiskaltes Mondlicht

Eiskaltes Mondlicht von Piontek,  Peter
»Ob Natur oder Reiseerinnerung, Alltag oder der Wechsel der Jahreszeiten – stets bringen die gestochen scharfen und doch so zärtlichen wie melancholisch-heiteren Bilder die Gedanken zum Leuchten. Erkenntnis wird durch Sehen erfahr- und erlebbar. Wie in den traditionellen japanischen Textformen Haiku, Tanka oder Haibun, die Peter Piontek übernimmt und variiert, so zeigen auch diese Gedichte, welche poetische Kraft Kürze und Präzision besitzen.« (Clemens Umbricht)
Aktualisiert: 2021-10-13
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