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Die equine Gingiva: makroskopische und histologische Untersuchung

Die equine Gingiva: makroskopische und histologische Untersuchung von Steinfort,  Saskia
In der Kleintier- und besonders in der Humanmedizin finden sich zahlreiche Beschreibungen der gesunden Gingiva bzw. des gesunden Parodontiums (Attström, 1970; Wennstrom et al., 1981; Bergstrom, 1984; Brecx et al., 1987; Laurell et al., 1987; Nanci und Bosshardt, 2006). Darauf aufbauend konnten Graduierungssysteme geschaffen werden, die eine frühe Erkennung und Behandlung der schmerzhaften und weit verbreiteten parodontalen Erkrankung ermöglicht (Loe, 1967; Massler, 1967; AVDC, 2005; Rebelo und Corrêa de Queiroz, 2011; Preshaw, 2015). Ähnliche Versuche in der Zahnheilkunde des Pferdes scheiterten nicht zuletzt daran, dass eine eingehende makroskopische und histologische Beschreibung der gesunden equinen Gingiva bisher fehlten. Bestehende Informationen scheinen aus Kleintier- und Humanmedizin abgeleitet zu sein (Klugh, 2005a; Cox et al., 2012). Das Ziel dieser Arbeit bestand in der Erfassung einheitlich definierter Parameter der klinisch gesunden equinen Gingiva sowohl auf makroskopischer als auch auf histologischer Ebene. Die Gingiva von 20 Pferden (< 9 Monate – 26 Jahre, verschiedene Rassen, 13 Stuten, 7 Wallache, Kiefer im Temporomandibulargelenk voneinander getrennt), die aus einem anderen Grund als einer parodontalen Erkrankung euthanasiert wurden, wurde im Rahmen dieser Arbeit auf bestimmte makroskopische Merkmale untersucht. Von 6 der 20 Köpfe (< 9 Monate – 24 Jahre, verschiedene Rassen, 3 Stuten, 3 Wallache), die zuvor mit Formalin fixiert wurden, wurden histologisch aufgearbeitet. Es wurde eine Hämatoxylin-Eosin-Färbung (H.E.-Färbung) verwendet.
Aktualisiert: 2020-06-29
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Mittels Multiplate® Analyzer bestimmte Thrombozytenfunktion bei Kleinpferden und Ponys sowie bei Equiden mit Systemic Inflammatory Response Syndrome

Mittels Multiplate® Analyzer bestimmte Thrombozytenfunktion bei Kleinpferden und Ponys sowie bei Equiden mit Systemic Inflammatory Response Syndrome von Engel,  Julia
Ziel dieser Arbeit war es, unter Verwendung des Multiplate® Analyzers (Roche Diagnostics, Mannheim, D) die induzierte thrombozytäre Funktion bei Equiden mit systemisch relevanten, entzündlichen Erkrankungen (SIRS) zu ermitteln. Da mehr als fünf Messungen bei 20 gesunden Kleinpferden außerhalb der bereits in der eigenen Arbeitsgruppe erstellten Referenzbereiche von gesunden Warmblütern (Held 2018) lagen, wurde es notwendig, eigene Referenzintervalle für die kleineren Equiden zu bestimmen. Als Aktivatoren der Thrombozyten dienten Kollagen (COLtest), Adenosindiphosphat (ADPtest), ADP in Kombination mit Prostaglandin E1 (ADPtest High Sensitivity: HS) sowie Arachidonsäure (ASPItest). Aus den Resultaten von 61 gesunden Probanden ergaben sich folgende Referenzbereiche: COLtest 78-398 U, ADPtest 22-367 U, ADPtest HS 10-355 U und ASPItest 3-319 U. In allen vier Tests wiesen die Kleinpferde im Vergleich zu den Warmblütern niedrigere Werte auf. Im ASPItest zeigten die Thrombozyten der Kleinpferde sogar eine hoch signifikant (p<0,0001) geringere Aggregation. Dies könnte mit einem noch geringeren Ansprechen bzw. einer höheren Resistenz gegen Acetylsalicylsäure bei den kleinen Equiden einhergehen, als es bereits bei Warmblutpferden gezeigt wurde (Roscher et al. 2017). Bei den weiteren drei Tests fanden sich zwischen den Rassen signifikante (ADPtest p=0,02, COLtest p=0,05) bzw. knapp nicht signifikante Unterschiede (ADPtest HS p=0,06). Ebenso wie bei den Warmblütern (Held 2018) wurden keine als relevant bewerteten Korrelationen zwischen den AUCs der vier Tests und Leukozytenzahl, Thrombozytenzahl, MPC, MPV, Erythrozytenzahl, Hämatokrit errechnet. Innerhalb von 1,5 Jahren konnten 20 SIRS Patienten für die Studie rekrutiert werden. Bei 16 (80%) der 20 erkrankten Equiden fand sich in mindestens einem Multiplate® Test eine Abweichung vom rassespezifischen Referenzintervall. Bei zwei schwerstkranken Patienten wurden in allen vier Tests deutlich verminderte Aggregationen ermittelt. Die Thrombozyten bei diesen beiden nicht Überlebenden ließen sich im ASPItest gar nicht aktivieren. Ausschließlich für den ASPItest (p < 0,0001) wurde mittels Varianzanalyse ein statistisch signifikanter Unterschied zwischen den SIRS Patienten und den gesunden Pferden errechnet. Bei den SIRS-Patienten ergaben sich signifikante und aufgrund der Stärke des Zusammenhangs erwähnenswerte Korrelationen zwischen dem COLtest und der Leukozytenzahl sowohl bei den Kleinpferden (r=0,84; p=0,005) als auch bei den Warmblütern (r=0,87; p=0,001). Erstmal konnte damit eine signifikante Interaktion zwischen Thrombozytenfunktion und Leukozytenzahl bei Equiden mit SIRS detektiert werden. In dieser Dissertation wurde erstmals gezeigt, dass Thrombozyten von Kleinpferden zumindest in vitro, induziert durch Arachidonsäure, ADP oder Kollagen, signifikant niedrigere Aggregationen zeigen als jene von Warmblutpferden. Dies erforderte die Erstellung eigener Referenzintervalle für die Kleinpferde, die hier beschrieben und künftig bei Messungen mit dem Multiplate® Analyzer verwendet werden sollten. Erstmals wurden zudem Abweichungen in der thrombozytären Funktion bei an SIRS erkrankten Equiden von den rassespezifischen Referenzbereichen nachgewiesen. Insbesondere der ASPItest des Multiplate® Analyzers, aber auch der COLtest erwiesen sich als geeignet, im klinischen Zusammenhang die thrombozytäre Funktion zu überprüfen. Mit Hilfe dieser Analytik können bei Equiden mit systemisch entzündlichen Erkrankungen therapeutische Entscheidungen hinsichtlich des Einsatzes von Hemmern der Thrombozytenfunktion begründeter gefällt werden. In weiteren Studien bei an SIRS erkrankten Pferden sollten die prognostische Aussagekraft insbesondere des ASPItests und des COLtests weiter evaluiert sowie die Effekte von Funktionshemmern der Thrombozyten überprüft werden.
Aktualisiert: 2020-06-10
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Magnesiumwerkstoffe als resorbierbare Implantatmaterialien im Rattenmodell

Magnesiumwerkstoffe als resorbierbare Implantatmaterialien im Rattenmodell von Götz,  Christina
Für die stabilisierende Knochenchirurgie sind resorbierbare Implantate von großer Be- deutung, da eine weitere Operation zur Entfernung von Implantaten nach der Knochen- heilung nicht erforderlich wäre. Mg-haltige Legierungen könnten dafür geeignete Materialien sein, da Mg beim Menschen eine hohe Tolerabilität aufweist. In dieser Arbeit wurden in-vivo-Untersuchungen zur Korrosionserfassung an Knochen- schrauben, bestehend aus 1-mal und 2-mal verpressten Mg-haltigen W4-Legierungen und Mg-HA-Komposit am Femur von Ratten vorgenommen. Die Bestimmung der Korrosion erfolgte mittels histomorphometrischer Messungen der Distanz der am weitesten entfernt liegenden H2-Gasblasen und der Flächen aller H2-Gasblasen in der Peripherie der Implantatregion. Die größte Gasblasenfläche wurde bei Implantaten aus 2-mal verpresster W4-Legierung nach einer Beobachtungszeit von 6 Wochen mit 31,6% gemessen. Nach 12 Wochen hatte die Gasblasenbildung in allen 3 Werkstoffen (W4 1-mal verpresst, W4 2-mal verpresst, Mg-HA-Komposit) abgenommen. Der intergruppale Vergleich der Gasblasenflächen bei 1-mal und 2-mal verpresster W4-Legierung nach 6 Wo, sowie bei W4-Legierungen und Mg-HA-Komposit nach 12 Wo wies keine signifikanten Unterschiede auf. Dagegen fanden sich signifikant hohe Gasblasenbildungen bei Implantaten aus 2-mal verpresster W4-Legierung nach 6 Wochen im Vergleich zu W4 2-mal verpresst mit einer Beobachtungszeit von 12 Wochen. Innerhalb dieser Gruppe waren die Gasblasen nach 6 Wochen auch am weitesten entfernt. Signifikante Unterschiede beim Vergleich der Entfernungen der Gasblasen wurden dagegen nicht gemessen. Des Weiteren wurden enzymhistochemische (TRAP, ALP) und immunhistochemische (PECAM) Untersuchungen in der Implantatperipherie vorgenommen. Durch ein Scoring wurde versucht, eine Quantifizierung der TRAP-positiven Zellen vorzunehmen. In diesem Scoring zeigte sich, dass nach 12 Wochen bei 2-mal verpresstem Werkstoff vermehrt TRAP-positive Zellen im Vergleich zu 6 Wochen nach der Implantation nachgewiesen wurden. 12 Wochen nach Implantation zeigte sich folgende quantitative Reihung: Mg-HA-Komposit > W4 2x verpresst > W4 1x verpresst. Diese Ergebnisse könnten ein möglicher Hinweis auf eine stimulierte Knochenbildung am Mg-HA-Komposit sein. Damit würden sich neue Impulse für die Modifikation von Magnesiumimplantaten für den Einsatz im muskuloskelettalen System ergeben.
Aktualisiert: 2020-06-10
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Sicherung der genetischen Diversität in kleinen hessischen Rotwild-Populationen

Sicherung der genetischen Diversität in kleinen hessischen Rotwild-Populationen von Lang,  Michael
Die Rotwildpopulationen Hessens sind durch das Jagdgesetz sowie durch das dichte Verkehrsnetz und andere anthropogene Strukturen in 20 definierte Gebiete verinselt. Außerhalb der Rotwildgebiete soll es zu keiner Ausbreitung der Wildart kommen. Nur Hirsche, deren Geweih mindestens 10 Enden mit Kronenbildung aufweist, sind außerhalb der Gebiete zur Gewährleistung des Austauschs zu schonen; damit tritt der Abschuss von Rotwild in den Rotwild-freien Gebieten als wichtiger Isolationsfaktor hinzu. So steht zu befürchten, dass verminderter oder unterbrochener Austausch, insbesondere bei den kleinen Rotwildgebieten langfristig zur genetischen Verarmung, zu Inzuchtdepressionen und Fitness-Verlust führen könnte. Ziel der vorliegenden Arbeit war es, populationsgenetische Kenngrößen und den genetischen Austausch zwischen den 5 mittelhessischen Rotwildgebiete Krofdorfer Forst (KF), Dill-Bergland (DB), Lahn-Bergland (LB), Hoher Vogelsberg (HV) und Nördlicher Vogelsberg (NV) zu untersuchen. In den Gebieten leben nach den Schätzungen der Rotwildhegegemeinschaften zwischen 200 (KF und NV) und 800 (DB) Tiere. Insgesamt wurden Proben von 278 Individuen, und zwar 166 Gewebeproben und 112 Bohrproben aus Geweihen und Abwurfstangen, anhand von 16 Mikrosatelliten-Markern untersucht. Die populationsgenetischen Parameter und Genfluss zwischen den Gebieten wurden mit frei verfügbaren Analyseprogrammen berechnet. Die populationsgenetischen Kennzahlen zeigten deutliche Unterschiede zwischen den 5 Gebieten, wobei sich Dill-Bergland, Lahn-Bergland und Hoher Vogelsberg bezüglich Homozygotie und Inzuchtgrad positiv vom Krofdorfer Forst und dem Nördlichen Vogelsberg abgrenzen. Die direkte Vergleichbarkeit der populationsgenetischen Ergebnisse mit nationalen und internationalen Studien ist allerdings nur bedingt möglich, weil die aktuellen Gebiete mit einem doppelt so hohen Stichprobenumfang und anderen Markern als die Vergleichsstudien erhoben wurden. Die erheblichen Einflüsse der Stichprobengröße, der Markeranzahl und der verwendeten Marker zeigen die Vorversuche zur aktuellen Studie. Sie zeigen auch, dass die gewählte Probenzahl signifikant besser geeignet ist, um Aussagen über Populationen zu erheben, als die gängige Anzahl von unter 30 Proben pro Population. Der wichtigste Befund der vorliegenden Arbeit ist die absolute Frakturierung der mittelhessischen Gebiete durch die Achse Wetzlar – Gießen – Marburg – A5. Die Gebiete nordwestlich und südöstlich dieser Achse zeigen keinerlei Verbindung mehr miteinander. Maßzahlen um 60 bis 70 % für die Verbindung zwischen Dill- und Lahn-Bergland sowie zwischen Hohem und Nördlichem Vogelsberg gehen zwischen den getrennten Gebieten auf 1 bis 5 % zurück, die heute als Reste einer historisch guten Verbindung anzusehen sind. Um eine umfassende Einschätzung der Situation der Rotwildgebiete Mittelhessens vornehmen zu können, müssen die noch ausstehenden 15 Gebiete dringend mit aufgenommen werden.
Aktualisiert: 2020-06-10
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Tierschutzgerechtes Reiten auf Pferdesportveranstaltungen mit dem Schwerpunkt Dressur der Klassen M und S

Tierschutzgerechtes Reiten auf Pferdesportveranstaltungen mit dem Schwerpunkt Dressur der Klassen M und S von Theile,  Lena
Primär konnten sowohl die reiterlichen Einwirkungen als auch die gezeigten Stressanzeichen der 101 Pferde als pferdegerecht beurteilt werden. Den größten Einfluss auf den Stress Score der Pferde hat das Maß der reiterlichen Einwirkungen. Die Tatsache allerdings, dass 44 Reiter pferdegerechte reiterliche Einwirkungen zeigten und hiervon bei 24 Pferden ein unauffälliger Stress Score festzustellen war, zeigt, dass sich Tierschutz und anspruchsvoller Pferdesport nicht zwingend ausschließen müssen. Diverse Stressanzeichen der Pferde nahmen unter der Hyperflexion signifikant zu und 86,1 % der Reiter ritten zumindest temporär in Hyperflexion. Aufgrund dieser Ergebnisse und insbesondere aufgrund der weitverbreiteten Anwendung, ist die Hyperflexion der Pferde auf Turniersportveranstaltungen abzulehnen und zu reglementieren. Ein Reiter, insbesondere in den höheren Wettkampfklassen, sollte (auch nicht temporär über einen Zeitraum von zehn Minuten) in Hyperflexion reiten. Wenn eine Reitweise, die offensichtlich Stress bei Pferden verursacht und sie in eine wehrlose Position versetzt, zu einem erhöhten Stresslevel der Pferde führt, sollte diese nicht angestrebt werden, auch wenn sie im Vergleich zu pferdegerechteren Methoden eventuell die einfachere und schnellere Methode darstellt. Die positive Korrelation zwischen dem Stress Score der Pferde und der Bewertung durch die Richter lässt die Vermutung zu, dass ein Bild gewünscht ist, das mit dem Tierschutz nicht vereinbar ist (fehlender Vernünftiger Grund gemäß § 1 TierSchuG). Der Kriterienkatalog der FN ist anwendbar und verständlich, wird allerdings durch Richter und Veranstalter nicht umgesetzt. Bei allen 101 beobachteten Reitern wurde keine Reglementierung beobachtet. Aufgrund der vorliegenden Ergebnisse und insbesondere im Hinblick auf die enorm hohe Abwesenheitsfrequenz der Richter auf den Vorbereitungsplätzen (64 %), scheinen Vor-Ort-Kontrollen durch Amtstierärzte zur Überwachung des tierschutzkonformen Umgangs mit Pferden und eine Intensivierung der verbandseigenen Kontrollen unerlässlich. Wie die vorliegende Studie zeigt, sichern die Pferdesportverbände derzeit intern nicht das tierschutzgerechte Reiten, wie es von der Öffentlichkeit gefordert wird. Reiter sollten durch die Anwesenheit und die Reglementierung von Richtern und Amtstierärzten in Richtung tierschutzgerechtes Reiten sensibilisiert werden.
Aktualisiert: 2020-06-02
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Zymosan und Galactomannan inhibieren den Adrenalin-induzierten Anstieg der Partikeltransportgeschwindigkeit im Trachealepithel der Maus

Zymosan und Galactomannan inhibieren den Adrenalin-induzierten Anstieg der Partikeltransportgeschwindigkeit im Trachealepithel der Maus von Kohlen,  Thomas Sigurd
Die mukoziliäre Clearance ist ein wichtiger Bestandteil des angeborenen Immunsystems und bei einer gestörten Funktion steigt das Risiko einer Infektion. Die physiologischen Abläufe unterliegen feinen regulatorischen Schaltkreisen und eine Steigerung ist unter anderem nach endogener Katecholaminfreisetzung möglich. Das Katecholamin Adrenalin fungiert außerdem als indirekter Botenstoff des Sympathikus und induziert durch bedarfsadaptierte Ansteuerung (Stresssituationen) eine Beschleunigung der PTG. Es konnte als Bindungsstelle durch RT-PCR mit Ausnahme des β3-Rezeptors, die mRNA aller Katecholaminrezeptoren nachgewiesen werden. Unterschiede zeigten sich jedoch bei der Exprimierung in der gesamten Trachea beziehungsweise dem isolierten Flimmerepithel. In Versuchsreihen mit β-Blockern konnte nachfolgend mittels In-Vitro-Mikroskopie die Steigerung der PTG durch Adrenalin über β1- oder β2-Rezeptoren festgestellt werden. Die Pilzpartikel GM und Zym haben keinen direkten Einfluss auf die mukoziliäre Clearance im respiratorischen Flimmerepithel der Maus. Es konnte jedoch in dieser Arbeit mittels In-Vitro-Mikroskopie eine konzentrationsabhängige Inhibierung der Adrenalin-induzierten Steigerung der PTG nachgewiesen werden. Es wurden anschließend mit weiteren PTG-Versuchen die verschiedenen Bestandteile der Adrenalinkaskade in Kombination mit GM und Zym getestet. Dafür wurde mittels In-Vitro-Mikroskopie die AC (Stimuliert durch 2-DAM), die PDE (Inhibiert durch Milrinon) sowie das Gs-Protein (Stimuliert durch Choleratoxin) untersucht. Durch jede dieser drei Substanzen war eine signifikante Beschleunigung der PTG messbar. Außerdem konnte eine Blockierung der Adrenalin-induzierten PTG-Beschleunigung durch GM oder Zym oberhalb des Gs-Proteins nachgewiesen werden. Durch extrazelluläre ELISA-Messungen mit einem AmplexRed®-Kit konnte gezeigt werden, dass sowohl GM als auch Zym eine ROS-Generierung induzieren. Adrenalin besitzt ein hohes Oxidationspotenzial und kann somit als Radikalfänger fungieren. Es könnte deshalb durch die anfallenden ROS unwirksam werden. Diese These wurde durch erneute Versuchsreihen mit PTG-Messungen erhärtet, bei denen die Inhibition des Adrenalineffektes durch GM und Zym bei zusätzlicher Applikation von den Radikalfängern ACC+TEMPOL signifikant aufgehoben wurde.
Aktualisiert: 2020-05-20
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Flüssigkonservierung boviner Embryonen als Alternative zur Kryokonservierung

Flüssigkonservierung boviner Embryonen als Alternative zur Kryokonservierung von Blad-Stahl,  Nadja
Flüssigkonservierung boviner Embryonen als Alternative zur Kryokonseriverung Das Ziel der vorliegenden Arbeit war es, ein Flüssigkonservierungsmedium zu entwickeln, welches es bioptierten in vitro produzierten bovinen Embryonen ermöglicht, für sieben Tage bei Temperaturen zwischen 0-4 °C zu überleben und ihre Entwicklungsfähigkeit zu behalten. Für die Umsetzung erfolgte in dem zweistufigen Versuchsaufbau zunächst in 68 IVP-Durchgängen, mit dem Einsatz von 10675 Kumulus-Oozyten-Komplexen, die Gewinnung von insgesamt 1211 Morulae. Die ausgewählten Morulae wurden an Tag 6 der Kultur entnommen, bioptiert und anschließend alle für weitere 24 Stunden kultiviert. An Tag 7 erfolgte die Flüssigkonservierung der Embryonen in TCM199 mit den Proteinzusätzen BSA (1 mg/ml und 10 mg/ml), FBS (25 % und 50 %), FBS mit 0,1 % BSA (25 % und 50 %) und AFP Typ III mit 25 % FBS (1 mg/ml und 10 mg/ml) für 168 h. Eine Kontrollgruppe nicht-bioptierter Embryonen wurde unter den gleichen Bedingungen konserviert. Im Anschluss an die FK wurde anhand der Lebend-Tot-Färbung mittels Ethidium homodimer und Hoechst 33342 die Gesamtzellzahlen und die Lebend-Tot-Ratio bestimmt, sowie nach weiteren 72 h Kultivierung die Reexpansions- und Schlupfraten dokumentiert. Anhand dieser Ergebnisse erfolgte in der zweiten Stufe die Untersuchung der FK mit dem vielversprechendsten Konservierungsmedium an in vivo generierten Embryonen. Die Biopsie der an Tag 6 gespülten und als transfertauglich eingestuften Morulae erfolgte auch hier an der Hälfte der Embryonen. Ebenso wurde die Überlebensfähigkeit der Embryonen nach der FK anhand der Schlupfraten, der Gesamtzellzahl und der Lebend-Tot-Ratio gemessen. Es konnten folgende Ergebnisse erzielt werden: 1. An Tag 6 wurde eine durchschnittliche Teilungs- und Entwicklungsrate von 52,0 % und 19,3 % erreicht. Es entstanden insgesamt 2056 Embryonen, davon wurden 1211 Morulae für weitere Versuche verwendet. Die durchschnittlichen Entwicklungsraten an Tag 8 der Standard-Laborkontrolle lagen bei 23,7 %. 2. Die Auswertung der Zellfärbung ergab ähnliche Gesamtzellzahlen bei den Embryonen der Kontrollgruppen Kontrolle Tag 7 Blastozyste (KT7 Bla; n = 26), KT7 bioptiert (b; n = 20) und KT7 nicht-bioptiert (nb; n = 20) von durchschnittlich 104,5 ± 23,8, 92,6 ± 19,9 und 110,7 ± 33,7 Blastomeren. Die Embryonen der Kontrollgruppen KT7 Bla, KT7 b und KT7 nb erreichten eine Lebend-Tot-Ratio von 31,6 ± 20,4, 14,6 ± 11,3 und 21,3 ± 14,1, dabei konnte ein signifikanter Unterschied zwischen den Embryonen der Kontrollgruppen KT7 Bla und den Embryonen der Gruppe KT7 b festgestellt werden. Es lagen keine weiteren Signifikanzen zwischen den Embryonen der Kontrollgruppe vor. 3. Trotz der unterschiedlichen Kombinationen von Proteinquelle, Konzentration und Manipulation zeigten die Embryonen der verschiedenen Gruppen in den Reexpansionsraten nach der Flüssigkonservierung keine signifikanten Unterschiede auf und lagen zwischen 37,0 % und 80,0 %. Die Ergebnisse der Schlupfraten reichten von 0,0 % bis 56,3 %. Die niedrigsten Werte der Reexpansions- und Schlupfraten entstanden bei Embryonen, welche mit AFP Typ III konserviert wurden, wohingegen die höchsten Werte mit dem Proteinzusatz FBS erreicht werden konnten. Grundsätzlich erreichte die FK mit dem Proteinzusatz FBS statistisch signifikant höhere Schlupfraten im Vergleich zu den Schlupfraten der Embryonen nach der FK mit dem Proteinzusatz AFP Typ III und FBS mit 0,1 % BSA, unabhängig von Konzentration und Manipulation. Es konnten keine Signifikanzen zwischen den Proteinzusätzen FBS und BSA festgestellt werden. 4. Bei der Zellfärbung erbrachten die Embryonen der unterschiedlichen Gruppen nach der Flüssigkonservierung ähnliche Zellzahlen von 87,7 ± 18,3 bis 122,2 ± 27,7. Die mit AFP Typ III flüssigkonservierten Embryonen erreichten die geringsten Zellzahlen. Diese waren signifikant niedriger als die Zellzahlen der Embryonen, welche mit den Proteinzusätzen BSA, FBS oder FBS mit 0,1 % BSA gelagert wurden. Es gab keine signifikanten Unterschiede zwischen den Zellzahlen bioptierter und nicht-bioptierter flüssigkonservierter Embryonen innerhalb eines Proteinzusatzes, unabhängig der Konzentration. 5. Die flüssigkonservierten Embryonen erreichten eine Lebend-Tot-Ratio zwischen 6,5 und 14,8. Je nach Gruppe entsprach das durchschnittlich 8-17 toten Zellen bzw. 8-16 % tote Zellen. Die Analyse der Lebend-Tot-Ratio ergab wiederholt signifikante Unterschiede in Bezug auf den Proteinzusatz. Die Embryonen, welche mit der Proteinquelle BSA konserviert wurden, erzielten eine signifikant niedrigere Ratio im Vergleich zu den Embryonen, welche mit FBS, FBS mit 0,1 % BSA oder AFP Typ III konserviert wurden. Weder die Konzentration noch die Manipulation hatten einen signifikanten Einfluss auf die Überlebensfähigkeit der Zellen. Mit einer durchschnittlichen Lebend-Tot-Ratio von 14,8, unabhängig der Manipulation, erreichten die mit 25 % FBS flüssigkonservierten, in vitro produzierten Embryonen die vielversprechendsten Ergebnisse. 6. Aus fünf Spendertieren (Färsen, Fleckvieh, ca. 14-18 Monate alt) konnten insgesamt 55 transfertaugliche Morulae gewonnen werden. Die Embryonen der Kontrollgruppen Gruppe 1 bioptiert (n = 5) und Gruppe 1 nicht-bioptiert (n = 5) erreichten Schlupfraten nach 72 h Kultivierung von 87,5 ± 17,7 % und 100 %. In der anschließenden Lebend-Tot-Färbung erreichten die Embryonen aus Gruppe 1 bioptiert eine durchschnittliche Gesamtzellzahl von 121,8 ± 29,5 und eine Lebend-Tot-Ratio von 13,8 ± 6,5. Diese Werte unterschieden sich nicht von den Ergebnissen der Embryonen aus Gruppe 1 nicht-bioptiert mit Zellzahlen von 122,4 ± 29,0 und einer Ratio von 17,1 ± 7,7. Insgesamt konnten keine signifikanten Unterschiede zwischen den in vivo generierten Embryonen der Kontrolle festgestellt werden. 7. Aufgrund der voran gegangen Untersuchungen mit in vitro produzierten Embryonen erfolgte die FK in vivo gewonnener Embryonen in TCM199 und 25 % FBS als Proteinzusatz. Bei keinem der in vivo produzierten Embryonen aus Gruppe 2 bioptiert (n = 13) kam es nach der FK und weiteren 72 h Kultivierung zum Schlupf (Schlupfrate 0,0 %). Die Schlupfraten der Embryonen aus Gruppe 2 nicht-bioptiert (n = 12) lagen bei 6,7 ± 11,6 %. 8. Die Lebend-Tot-Färbung unmittelbar im Anschluss an die FK der Embryonen Gruppe 3 bioptiert (n = 10) und Gruppe 3 nicht-bioptiert (n = 10) erbrachte durchschnittliche Zellzahlen von 77,2 ± 27,2 und 73,3 ± 15,5. Die Embryonen aus Gruppe 2 bioptiert und nicht-bioptiert, welche nach der FK und anschließender Kultivierung gefärbt wurden, erreichten Zellzahlen von 81,5 ± 31,6 und 84,1 ± 20,0. Zwischen den Zellzahlen der in vivo produzierten Embryonen der Gruppen 2 und Gruppen 3 konnten keine signifikanten Unterschiede ermittelt werden. 9. Die in vivo produzierten Embryonen erreichten eine Lebend-Tot-Ratio für Gruppe 2 bioptiert von 0,2 ± 0,3 und für Gruppe 2 nicht-bioptiert von 0,7 ± 0,7. Die Embryonen der Gruppe 3 bioptiert und nicht-bioptiert hingegen erreichten eine Lebend-Tot-Ratio von 8,5 ± 3,8 und 11,3 ± 4,5. Die niedrigen Ratios der Embryonen der Gruppen 2 entsprechen einer Anzahl von 55,8-67,8 toten Zellen. Die Lebend-Tot-Ratios der Embryonen aus den Gruppen 2 waren signifikant niedriger im Vergleich zu den Ratios der Embryonen aus den Gruppen 3. Diese Ergebnisse zeigen, dass die Flüssigkonservierung in vitro produzierter bioptierter und nicht-bioptierter Embryonen in TCM199 mit 25 % FBS bei 0-4 °C für 168 h eine Alternative zur Kryokonservierung darstellen kann. Dies gilt nicht für in vivo gewonnene bovine Morulae. Es zeigte sich, dass unabhängig der Herkunft, die Biopsie keinen signifikanten Einfluss auf die flüssigkonservierten Embryonen hat. Grundsätzlich lassen die Ergebnisse darauf schließen, dass besonders die Proteinquelle einen entscheidenden Einfluss auf die Überlebensfähigkeit der Embryonen hat, dabei spielt die Konzentration nur eine sekundäre Rolle. Die niedrigen bis nicht vorhandenen Schlupfraten, sowie die niedrige Lebend-Tot-Ratio der in vivo gewonnenen flüssigkonservierten Embryonen zeigen, dass sich das Entwicklungsstadium der Morula nicht für die FK eignet. Daher wäre es sinnvoll, die FK mit in vivo generierten Blastozysten zu wiederholen. Des Weiteren empfiehlt es sich sowohl bei in vitro als auch bei in vivo produzierten bovinen Embryonen den Einfluss der FK auf molekulargenetischer Ebene zu untersuchen. Um die Flüssigkonservierung abschließend als Alternative zur Kryokonservierung für eine kurze Lagerungsdauer zu etablieren, sollten Transfers zuvor flüssigkonservierter Embryonen auf Empfängertiere zur Ermittlung von Trächtigkeitsraten durchgeführt und die so entstandenen Kälber auf ihre Gesundheit untersucht werden.
Aktualisiert: 2020-05-09
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Haltungsbedingte Einflüsse auf die Entstehung von Pododermatitis purulenta bei einer französischen Eselrasse

Haltungsbedingte Einflüsse auf die Entstehung von Pododermatitis purulenta bei einer französischen Eselrasse von Köhler,  Lisa Dana
Ziel der vorliegenden Arbeit war es, abzuklären ob die Haltungsform und insbesondere der Un-tergrund einen Einfluss auf die Hufqualität und damit auf die Hufgesundheit bei in Deutschland lebenden Eseln der französischen Eselrasse Baudet du Poitou hat. Hintergrund dieser Studie ist, dass Poitou-Esel in Deutschland sehr häufig an Pododermatitis purulenta (PP) erkranken. In der Studie wurden 84 Poitou-Esel aus 14 Betrieben untersucht. Das Alter der Esel lag zwischen einem halben und 25 Jahren, im Schnitt waren die Tiere 6,3 Jahre alt. Es wurden 22 männliche und 62 weibliche Esel untersucht. Im Voraus erhielten die Besitzer Fragebögen, bei denen Angaben zur Haltungsform und Daten zum Einzeltier erfasst wurden. Aus den Daten zur Haltungsform wurde jeder Betrieb einer Kategorie zugeordnet. Dabei wurde zwischen einer Haltungsform auf vorwiegend befestigtem Untergrund, einer Haltungsform auf vorwiegend gewachsenem Untergrund und einer Mischform aus beiden unterschieden. Außerdem wurden weitere Haltungs- und Fütterungsdaten sowie Angaben zur Hufpflege erfasst. Über die einzelnen Esel wurden Abstammungsdaten sowie Daten zur aktiven Bewegung und dem Auftreten und der Häufigkeit von PP und weiterer Erkrankungen erfasst. Die Untersuchungen an den Eseln wurden zu einem Zeitpunkt durchgeführt bei dem der Huf-schmied zur üblichen Hufkorrektur anwesend war. Dabei wurden folgende Parameter erfasst: Kör-pergröße und Körpergewicht, Gliedmaßenstellung, dorsaler Hufwandwinkel und die Hufhärte. Die bei der Hufkorrektur anfallenden Hornclips wurden gesammelt. An ihnen wurden der prozentuale Wassergehalt und die Hornröhrchenanzahl pro Quadratzentimeter bestimmt. Außerdem wurde die Ausschneideart des Hufschmiedes in drei Kategorien geteilt: glattes Aus-schneiden der Hufe ohne weitere Korrektur, glattes Ausschneiden mit teilweisem Nachschneiden von dunklen Stellen in der Weißen Linie, sowie massives Ausschneiden bei dem jede dunkle Stelle in der Weißen Linie nachgeschnitten wurde. 45,2 % der untersuchten Esel hatten mindestens schon einmal eine PP. Der Einfluss des Untergrundes war ein hoch signifikanter Faktor auf die Entstehung und die Häu-figkeit von PP. Tiere, die auf vorwiegend unbefestigtem Untergrund gehalten wurden, hatten deut-lich seltener PP als Esel, die auf vorwiegend befestigtem, beziehungsweise auf einer Mischform aus befestigt_/_unbefestigtem Untergrund lebten. Zusammenfassung 108 Während die Körpergröße keinen Einfluss hatte auf die Entstehung von PP hatte, erkrankten leichtere Esel häufiger an PP, als schwerere. Die Körpergröße und das Körpergewicht adulter Poitou-Esel wurden signifikant durch die Fütterungsart beeinflusst. Tiere, die während der Auf-zucht Heu ad libitum gefüttert worden sind, waren größer und schwerer als rationiert gefütterte Esel. Es konnte kein statistischer Zusammenhang zwischen der Gliedmaßenstellung und PP beobach-tet werden. Eine x-beinige Stellung der Hintergliedmaßen konnte bei 51,2 % der Esel festgestellt werden. Während die Frequenz der Hufkorrektur statistisch keinen Zusammenhang mit der Entstehung von PP hatte, hängt die Entstehung von PP signifikant mit der Art des Ausschneidens zusammen. Es konnte festgestellt werden, dass PP bei den untersuchten Eseln dann häufiger aufgetreten ist, wenn dunkle Stellen in der Weißen Linie zusätzlich tiefer ausgeschnitten wurden. Außerdem wurde festgestellt, dass tendenziell die Hufgesundheit besser war, wenn der Hufwinkel vom Huf-schmied flacher gestellt wird. Die durchschnittlich gemessene Hufhärte am Wandhorn betrug im Mittel 54 SDE, wobei ein sig-nifikanter Anstieg der Härte mit dem Alter zu beobachten war. Die Härte der Sohle stand signifi-kant mit der Bodenbeschaffenheit im Zusammenhang. Auf unbefestigtem Untergrund wurde die durchschnittlich niedrigste Sohlenhärte gemessen. Es zeigte sich, dass mit steigender Sohlen-härte signifikant mehr PP auftreten. Der Wassergehalt im Hufhorn hängt signifikant vom Untergrund ab. Die Hufe waren trockener bei einer Haltungsform auf vorwiegend befestigtem Untergrund im Vergleich zu einer Haltungsform auf vorwiegend unbefestigtem Untergrund. Die durchschnittliche Hornröhrchenanzahl im Tragrand betrug 536 Röhrchen pro Quadratzenti-meter, wobei die Hornröhrchenanzahl im Durchschnitt mit dem Alter abnimmt. Die Hufgesundheit in Bezug auf das Auftreten von PP war somit auf einer Haltungsform auf vor-wiegend unbefestigtem Untergrund besser als auf befestigtem Untergrund.
Aktualisiert: 2020-05-22
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Prävalenz der pulmonalen Hypertonie bei Dialysepatienten mit terminaler Niereninsuffizienz

Prävalenz der pulmonalen Hypertonie bei Dialysepatienten mit terminaler Niereninsuffizienz von Ortwein,  Julia
Hintergrund: Bei Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz ist die pulmonale Hypertonie (PH) eine häufig beschriebene Komplikation mit unterschiedlicher Ätiologie. Die Prävalenzangaben liegen zwischen 17-56%. Ein Zusammenhang mit einer Volumenüberladung bei Dialysepatienten und der PH wird vermutet. Ziel dieser Studie ist also die Ermittlung der Prävalenz auf PH bei Dialysepatienten unter Normovolämie. Methoden: Unter 69 Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz des Dialysezentrums der Medizinischen Klinik II des Universitätsklinikums Gießen, wurden 52 Patienten eingeschlossen und an diesen ein nichtinvasives Screening auf PH mittels Elektrokardiographie, Lungenfunktionsdiagnostik und transthorakaler Echokardiographie durchgeführt. Bei Verdacht auf eine PH, nach Diagnose-Kriterien der aktuellen ESC/ERS-Leitlinie, erfolgte die Messung der Flüssigkeitsretention durch Bioimpedanzspektroskopie mit einem „Body Composition Monitor“ (BCM) sowie die Einstellung der Flüssigkeitslevels möglichst auf eine Normovolämie. Bei Normovolämie erfolgte bei diesen Patienten ein 2. nichtinvasives Screening mittels transthorakaler Echokardiographie und anschließend eine weitere diagnostische Abklärung durch Rechtsherzkatheterisierung, wenn echokardiographisch weiterhin Hinweise für eine PH bestanden. Patienten ohne V. a. eine PH wurden nach 1. Screening keiner weiteren Diagnostik unterzogen. Ergebnisse: Die Prävalenz der PH liegt in unserem Patientenkollektiv nach dem 1. nichtinvasiven Screening bei 23,1%, nach Regulation des Körperflüssigkeitsstatus mit dem Ziel einer Normovolämie bei 7,7% und reduziert sich nach Rechtsherzkatheterisierung, bezogen auf das gesamte Patientenkollektiv, auf nur 3,8%. Die PH ist in unserer Kohorte also häufig mit Überwässerung assoziiert, was zu einer erhöhten Prävalenz führt. Es besteht ein signifikanter Zusammenhang (p<0,001) zwischen der Überwässerung und V. a. PH im 1. Screening. Risikofaktoren für eine PH bei terminaler Niereninsuffizienz sind in unserem Patientenkollektiv die Überwässerung, das extracorporale Dialyseverfahren sowie der Schweregrad der Belastungsdyspnoe, eingeteilt in NYHA-Stadien.
Aktualisiert: 2020-04-27
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Die Wirkung von Endotoxin auf die Ansprache auf Strahlentherapie im nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom

Die Wirkung von Endotoxin auf die Ansprache auf Strahlentherapie im nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom von Schütz,  Elena
Pneumonien sind häufige Komplikationen bei Patienten mit NSCLC. Hierbei findet man meist gram-negative Erreger, deren Virulenz in erster Linie durch die Zellwandkomponenten, besonders durch gram-negatives Lipopolysacharid (LPS), definiert wird. Das Auftreten von Pneumonien bedingt eine schlechtere Prognose und Therapieansprache im NSCLC. Die Strahlentherapie stellt einen integralen Bestandteil in der Therapie des NSCLC dar. Daher wurde in dieser Dissertation untersucht, inwieweit LPS die Ansprache auf eine Strahlentherapie verändert. Drei humane NSCLC Zelllinien, A549 (Adenokarzinom), H23 (Adenokarzinom) und H226 (Plattenepithelkarzinom) wurden mit steigenden Konzentrationen von LPS inkubiert und das zelluläre Überleben mittels drei unterschiedlicher Methoden untersucht. Anhand des klonogenen Überlebens (Koloniebildungstest) und direkter Zellzählung wurde das Überleben nativer und mit einer Strahlendosis von 2 und 6 Gy behandelter Zellen direkt quantifiziert. Indirekt wurde das zelluläre Überleben anhand des MTS-Assays untersucht, welches die Stoffwechselaktivität der Zellen misst. Zur Veranschaulichung der Ergebnisse wurde die Überlebensfraktion berechnet, welche das prozentuale Verhältnis von bestrahlten zu unbestrahlten Zellen ausdrückt. Der Vergleich der unbehandelten Zelllinien hinsichtlich ihres Verhaltens nach Radiatio im Koloniebildungstest erbrachte, dass die Adenokarzinomzelllinie A549 die strahlenresistenteste war, während die Adenokarzinomzelllinie H23 die höchste Strahlensensitivität aufwies. Die Plattenepithelkarzinomlinie H226 zeigte diesbezüglich ein intermediäres Verhalten. Verglichen mit dem Goldstandard, dem Koloniebildungstest, erwies sich die direkte Zellzählung ebenfalls als geeignet, um eine Strahlensensitivität darzustellen und lieferte vergleichbare Ergebnisse mit einer tendenziell höheren Überlebensfraktion, was vermutlich methodisch bedingt ist. Da sich die Stoffwechselaktivität nach Radiatio nicht änderte, war der MTS-Assay nicht geeignet um im aktuellen experimentellen Aufbau die Strahlensensitivität der einzelnen Zelllinien zu untersuchen. Eine alleinige Stimulation aller drei unbestrahlten Zellinien mit Endotoxin (0,1, 1 und 10 ug/ml) induzierte keinen messbaren Anstieg des klonogenen Überlebens. Im Koloniebildungstest zeigte sich bei der Adenokarzinomzelllinie A549 sowohl im Niedrigdosisbereich von 2 Gy als auch unter Bestrahlung mit 6 Gy 10 µg/ml Endotoxin als effizienteste Dosis zur Induktion einer Strahlenresistenz. An der Zelllinie H23 konnte selbiges Ergebnis aufgezeigt werden, an der Zelllinie H226 trat eine statistisch signifikante Hemmung der Strahlensensibilität jedoch unter einer Konzentration von 0,1 µg/ml LPS auf. Bis auf die hoch strahlensensible Zelllinie H23, die nach Bestrahlung mit 6 Gy lediglich ein Überleben von etwa 2-3% der Zellen aufwies, konnte stets im Niedrigdosis- (2Gy) als auch im Hochdosisbereich (6Gy) eine Strahlenresistenz durch LPS induziert werden. Die direkte Zellzählung erbrachte vergleichbare Ergebnisse hinsichtlich der Ausprägung der LPS-induzierten Strahlenresistenz an den Zelllinien A549 und H23, nicht jedoch an der Zelllinie H226. Allerdings war das Niveau der detektierten Strahlensensibilität bei dieser Methode geringer. Zusammenfassend induzierte die LPS-Behandlung an nicht-kleinzelligen Lungenkarzinomzellen eine Abnahme der Strahlentherapieansprache. So könnten bakterielle Infekte eine Therapieresistenz im Lungenkarzinom begünstigen. Mögliche zugrundeliegende Mechanismen könnten beispielsweise in der Stimulation der Cyclooxygenase und Freisetzung von Prostanoiden, der Aktivierung des EGFR-Systems oder in der Induktion von CREB oder ERK begründet sein. Die hier vorgelegte Arbeit bildet diesbezüglich die Grundlage hinsichtlich der Wahl der geeigneten Methoden und Zelllinien sowie LPS-Konzentrationen und Bestrahlungsdosen für weiterführende Untersuchungen.
Aktualisiert: 2020-04-24
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