Medienkritik zwischen Anthropologie und Gesellschaftstheorie

Medienkritik zwischen Anthropologie und Gesellschaftstheorie von Schmitt,  Peter
In Zeiten von Smartphone und Social Web die Medienkritik von Günther Anders und Theodor W. Adorno zu behandeln, scheint auf den ersten Blick ein antiquiertes Vorhaben zu sein. Dabei wird die Auseinandersetzung mit ihren Gedanken zu Mensch, Gesellschaft und Medien immer wichtiger.Die Seele des Menschen ist inmitten der totalen Computerisierung vom verzifferten Lärm und von den grellen Bildschirmen umstellt. Das Andere, „Nichtidentische“ rückt mit der Digitalisierung von allem und jedem in immer weitere Ferne. Mit der hier vorgenommenen Relektüre lassen sich die kritischen Theorien von Günther Anders und Theodor W. Adorno zuspitzen. In der totalen Überhöhung der instrumentellen ratio (Adorno) in Form von obskuren Datenbergen lässt sich ein neuer Höhepunkt der Dialektik der Aufklärung verorten. Der Rückfall der aufgeklärten Gesellschaft in den Mythos ereignet sich ganz konkret in der digitalen Totalität – wir stecken mit Big Data mitten drin.
Aktualisiert: 2019-12-09
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Das filmische Universum

Das filmische Universum von Kirsten,  Guido, Souriau,  Étienne
Mit Das filmische Universum liegen erstmals sämtliche filmästhetische Schriften Étienne Souriaus auf Deutsch vor. Der Band erweist Souriau als historischen Kinogänger und systematischen, hoch aktuellen Denker des Films. Als Erfinder so zentraler Begriffe wie dem der Diegese und dem des Profilmischen, gehört Souriau zu den einflussreichsten Filmtheoretikern seiner Zeit. Mit den Übersetzungen werden die gesammelten Vorträge, Artikel, Buchkapitel und Lexikoneinträge, die er dem Film gewidmet hat, einer deutschsprachigen Leserschaft zugänglich. Darin geht es unter anderem um das Konzept des filmischen Universums, einen systematischen Vergleich des Films mit anderen Künsten und den Stellenwert der Tiere im Film. Ergänzt werden Souriaus Schriften um ein Vorwort des Übersetzers und Herausgebers Guido Kirsten sowie eine Würdigung Souriaus als Filmtheoretiker durch Christian Metz.
Aktualisiert: 2019-12-09
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Chor-Denken

Chor-Denken von Kirsch,  Sebastian
Die Studie untersucht erstmals im Detail die Korrespondenzen des Theaterchores und der antiken Sorge- und Wahrheits-Techniken, denen Michel Foucaults letzte Arbeiten galten.Der Fokus liegt auf den überraschenden Berührungspunkten zwischen der antiken Schwellenzeit des 6. und 5. Jahrhunderts und der „Kosmo-Polis“ der Gegenwart: Detaillierte Neulektüren von Sophokles, Aischylos, Euripides und Aristophanes setzen das Versiegen des antiken Kosmosverständnisses in Bezug zur heutigen Entfaltung kontrollgesellschaftlicher (Deleuze) bzw. environmentaler (Foucault) Regierungsformen, die Lebewesen und Dinge über Umweltvariablen steuern. Dabei geht es auch um ein dezidiert nicht-heideggerianisches Verständnis der Tragödie. Denn was „die Griechen getan haben, war nicht, in einer welthistorischen Geste das Sein zu enthüllen oder das Offene zu entfalten. [...] Es besteht darin, das Außen umzubiegen, in praktischen Übungen.“ (Deleuze)
Aktualisiert: 2019-12-09
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Unheimliche Erinnerung – erinnerte Unheimlichkeit

Unheimliche Erinnerung – erinnerte Unheimlichkeit von Leitgeb,  Christoph
>Wie wird Erinnerung an den Nationalsozialismus überliefert und neu konstruiert? Christoph Leitgebs Buch stellt diese Frage an das Gedächtnis von Literatur ausgehend von Theorien des Unheimlichen.Ein Essay Sigmund Freuds steht am Anfang einer Tradition von vor allem französisch- und englischsprachigen Theorien, die das Konzept des „Unheimlichen“ aus der Psychoanalyse in die Kulturwissenschaften übertragen. Dieses Buch zeigt Konsequenzen daraus für den Zusammenhang von Unheimlichem und Erinnerung. Exemplarische Analysen zu Autorinnen und Autoren wie Ilse Aichinger, Heimrad Bäcker, Thomas Harlan oder Josef Winkler stellen die Frage: Warum und wie wird Erinnerung an den Nationalsozialismus als „unheimlich“ dargestellt, ausgehend von ganz unterschiedlichen biografischen Positionen?
Aktualisiert: 2019-12-09
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Gegenstand: Skulptur

Gegenstand: Skulptur von Dobbe,  Martina, Ströbele,  Ursula
Statue, Körperbild, plastische Konfiguration, Raummodulation, Spezifisches Objekt, performative Installation, skulpturale Situation – die Geschichte der Skulptur hat ihren Gegenstand in vielen Begriffen konzeptualisiert. Nachdem die Selbstverständlichkeit der Skulptur in der Moderne immer wieder in Frage gestellt worden war, wurde angesichts der „Entgrenzung der Künste“ auch der Versuch einer medienspezifischen Befragung für obsolet erklärt. Ein besonderer Aspekt der Gegenständlichkeit von Skulptur war und ist ihre physische Konkretheit. Als plastische Artefakte weisen Skulpturen über sich hinaus und insistieren zugleich auf einer Körperlichkeit, die unhintergehbar ist. Dieses Skandalon der Skulptur zwischen Faktizität und Aktualität diskutiert der Band in theoretischer Perspektive und an konkreten Beispielen, wobei die Prämissen einer „Skulptur im erweiterten Feld“ leitend sind.
Aktualisiert: 2019-12-09
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„Nachtgesänge“

„Nachtgesänge“ von Christ,  Tobias
Zum ersten Mal wird Hölderlins Dichten im Literaturbetrieb und in der Lesekultur seiner Zeit verortet. So entsteht ein neues Bild des Autors, welches das Klischee vom verkannten Dichter revidiert. Gilt Hölderlin heute insbesondere aufgrund der neuartigen und dunklen Sprache, die er in seinem späten Werk entfaltet, als einer der bedeutendsten Lyriker deutscher Sprache, so erfuhr das Spätwerk in seiner eigenen Zeit fast durchweg Ablehnung. Anhand der als „Nachtgesänge“ bekannten Gedichte, die Hölderlin 1804 in einem viel gelesenen Frauentaschenbuch publiziert hat, ergründet Tobias Christ die Widersprüche und das Scheitern einer Lyrik, die weit über den Horizont zeitgenössischer Gattungskonventionen und Leseerwartungen hinausging.
Aktualisiert: 2019-12-09
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Liebesträume in der deutsch-, französisch- und italienischsprachigen Erzählliteratur des 12. bis 15. Jahrhunderts

Liebesträume in der deutsch-, französisch- und italienischsprachigen Erzählliteratur des 12. bis 15. Jahrhunderts von Samaké,  Abdoulaye
Der Traum als anthropologisches Phänomen erfreut sich in der mittelalterlichen Literatur durch einen facettenreichen Umgang mit diesem Motiv einer besonderen Beliebtheit.Ausgehend von dem facettenreichen Umgang mit der Traumthematik untersucht das Buch mittelalterliche Erzähltexte, in denen die Liebesthematik mit dem Traummotiv in Verbindung gebracht wird. Unter besonderer Berücksichtigung der Geschlechterverhältnisse bei der Traumdarstellung und -auslegung wendet sich die Studie aus einer komparatistischen und hermeneutischen Perspektive den Fragen zu, wie in den deutsch-, französisch- und italienischsprachigen Erzähltexten mit dem Motiv des Liebestraums umgegangen wird und welche Funktionen die Liebesträume in den einzelnen volkssprachlichen Literaturen und Texten erfüllen.
Aktualisiert: 2019-12-09
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Die Ästhetik des Romanentwurfs

Die Ästhetik des Romanentwurfs von Kuhn,  Kevin
Romane sind im Schreibakt oftmals schwer überschaubare Gebilde. Ästhetische Romanentwürfe (Skizzen, Diagramme, Schemata etc.) dienen den Entwerfenden als visuelle Hilfsmittel und geschützte Spielräume, um komplexe narrative Gefüge auf einen Blick sichtbar und handhabbar zu machen.Kevin Kuhn wirft erstmalig ein breites Schlaglicht auf ästhetische Romanentwürfe als entscheidende Gegenstände des Schreibens. Grundlegend fragt die Studie nach ihren Funktionen und wie sie von Seiten einer gegenstandsorientierten Literaturwissenschaft methodisch beschrieben werden können. Hierbei öffnet sich der Blick auf die Materialität, Schriftbildlichkeit und Handhabung dieser Gegenstände und gibt faszinierende Einblicke in Kreativ- und Wissensbildungsprozesse. Anhand von Heinrich Böll und Sylvia Plath wird beleuchtet, wie derartige Entwürfe im Grenzbereich von Bild und Schrift den dynamischen Aufbau einer Romanbühne und das Aufeinanderstoßen der Figuren ermöglichen.
Aktualisiert: 2019-12-09
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Slavoj Žižek

Slavoj Žižek von Kim,  Hyun Kang, Lorenz,  Ansgar
Als Philosoph und einer der produktivsten Intellektuellen der Gegenwart bestimmt Slavoj Žižek das philosophische und politische Geschehen seit Jahrzehnten mit. Er schreibt umfangreiche philosophische Werke, daneben eine Unmenge kleinerer Texte, hält Vorträge überall auf der Welt; er ist ein YouTube-Star, Kulturkritiker, Kolumnist, Witzeerzähler. Egal ob man den erstaunlich produktiven, charismatischen Performer Žižek, dessen Denken zwischen Philosophie, Psychoanalyse, Populärkultur und Politik changiert, mag oder nicht: Vorbei an ihm kommt niemand, der sich ernsthaft für philosophisches Denken interessiert. Die einen sehen in ihm einen Hochstapler, der wie ein Hütchenspieler Wahrheiten verschiebt und verschleiert, andere halten seine vor allem an Hegel, Marx und Lacan geschulte Philosophie für revolutionär, lieben seinen Pointenreichtum und schwarzen Humor. Žižeks Philosophieren zu folgen, ist nicht einfach. Sich endlos verkettende philosophische Gedanken, zahlreiche Verweise auf die Philosophiegeschichte, unzählige Anspielungen auf kulturelle und politische Ereignisse sorgen für eine anspruchsvolle Lektüre. Hyun Kang Kim und Ansgar Lorenz machen das umfangreiche Werk für alle philosophisch Interessierten lesbar. Mit Hilfe gut verständlicher Überblickstexte, unterstützt von zahlreichen Illustrationen, werden die wichtigsten Themen und Pointen herausgearbeitet.
Aktualisiert: 2019-12-09
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Semiotik der Verewigung

Semiotik der Verewigung von Gut,  Markus
„Schrift besitzt die Macht, zu verewigen.“ Diese Vorstellung begleitet Schriftzeichen seit ihrer Erfindung und hat bis heute nichts von ihrer Wirkmächtigkeit eingebüßt.Aus zeichentheoretischer Perspektive ließe sich jedoch entgegenhalten: „Nichts“ ist flüchtiger als ein Zeichen und jene Vorstellung eine bloße Behauptung. Vor diesem paradoxen Hintergrund unternimmt die Monographie den Versuch, systematisch innersprachlichen Verfahren nachzugehen, die dazu eingesetzt werden, Informationen möglichst dauerhaft festzuhalten. Sie stützt sich dabei auf literarische Texte zwischen 1755 und 1821 sowie deren historische Ko- und Kontexte. Es gelingt ihr so, im Schnittfeld von Literatur- und Kulturwissenschaft sowie der Semiotik erstmals eine Typologie vorzulegen, die weit über die Zeit um 1800 und die Literatur hinaus zeichenhafte Verfahren im Dienste der „Verewigung“ zu beschreiben vermag.
Aktualisiert: 2019-12-09
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