Die verlorene Generation

Die verlorene Generation von Deupmann,  Christoph
Die Heimkehr aus einem Gewaltraum wie dem Krieg ist eine Schwellensituation, die den sprachlichen Austausch mit den Daheimgebliebenen ebenso notwendig wie schwierig macht. Das betraf nicht zuletzt die jungen Kriegsteilnehmer am Ersten Weltkrieg, deren Zweifel, nach ihren grundstürzenden Erfahrungen je wieder heimisch werden zu können, sich in der Selbstdeutung als ‚verlorene Generation’ verdichtet hat. Was der Krieg aus ihnen gemacht hatte und ob, oder wie, ihre Erfahrungen kommuniziert werden konnten, haben nicht zuletzt literarische Texte zu beantworten versucht. Vor dem Hintergrund einer breiten historisch-literarischen Problemsichtung wird untersucht, welche Auskünfte Texte von Bertolt Brecht, Ernst Toller, Joseph Roth, Jakob Wassermann, Erich Maria Remarque, Ödön von Horváth, Alfred Döblin sowie weniger bekannter Autoren auf solche Fragen geben.
Aktualisiert: 2019-12-06
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Brückenschläge

Brückenschläge von Imo,  Wolfgang, Kornilova,  Ljudmila, Kulpina,  Larisa, Wesche,  Jörg
Der vorliegende Band ist im Rahmen einer seit 2013 bestehenden, vom DAAD geförderten Germanistischen Institutspartnerschaft zwischen den Universitäten des Fernen Ostens in Chabarowsk und Wladiwostok sowie der Universität Duisburg-Essen entstanden. Die Forschung der Inlands- wie Auslandsgermanistik in den Bereichen Literaturwissenschaft, Linguistik und Didaktik der deutschen Sprache und Literatur zeichnet sich ebenso durch fachkulturelle Gemeinsamkeiten aus wie durch unterschiedliche Blicke auf die Forschungsgegenstände. Ziel des Bandes ist es, die Bandbreite germanistischer Forschung aus deutscher und russischer Perspektive zu identifizieren, gegenüberzustellen und zusammenzuführen. So soll sowohl der fachwissenschaftliche als auch der institutionelle Brückenschlag zwischen den philologischen Traditionen gelingen, um aktuelle Fachperspektiven in Forschung und Lehre zu dokumentieren und Diskussionsperspektiven zwischen den unterschiedlichen Fachkulturen zu eröffnen.
Aktualisiert: 2019-11-21
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Das Zeitalter der Identität

Das Zeitalter der Identität von Coulmas,  Florian
„Identität“ ist etwas, das der Erklärung bedarf und das zur Erklärung herangezogen wird. Diejenigen, die den Begriff verwenden, scheinen zu wissen, was sie damit meinen, sind sich aber sicher nicht immer bewusst, dass andere etwa anderes damit meinen. Es ist ein Modewort, aber nicht nur ein solches. Dafür hat es sich zu lange gehalten. Es indiziert vielmehr individuelle und kollektive Befindlichkeiten unserer Zeit, die auf vielfältige Weise zum Ausdruck kommen. Dieses Buch stellt die wichtigsten Aspekte von Identität dar und zeigt, wo es Überschneidungen und Unterschiede gibt. Behandelt werden primär (beobachtete, konstruierte und imaginierte) Identitäten, die heutzutage gesellschaftlich und wissenschaftlich eine Rolle spielen. Die übergeordnete Frage ist, welche Gründe es dafür gibt, dass Identität für etwas Wichtiges gehalten wird. Sie zielt auch darauf ab zu zeigen, dass Identität ein kontingentes Phänomen ist, das ideologisch mit der westlichen Moderne verbunden ist. Verweise auf und Vergleiche mit außereuropäischen Traditionen insbesondere Chinas und Indiens verdeutlichen das.
Aktualisiert: 2019-12-03
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Erlesene Welten

Erlesene Welten von Friedhofen,  Philipp
Die höfischen Romane des ausgehenden 12. und beginnenden 13. Jahrhunderts reflektieren unter den kulturellen und materiellen Bedingungen einer Manuskriptkultur über den epistemischen Status von Dichtung. Die vorliegende Studie fragt ausgehend von einem metaphorischen Lesebegriff, wie Hartmann von Aue, Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg Leseerfahrung modellieren und welches Verhältnis von Lese- und Welterfahrung die jeweiligen Texte entwerfen. Vor dem Hintergrund zeitgenössischen Nachdenkens über menschliche Wahrnehmung und zeichenhafte Vermittlung von Erkenntnis diskutiert sie, wie die jeweiligen Entwürfe erzählerisch vermittelte Sinnerfahrung figurieren. Beleuchtet wird so auch die poetische Produktivität narrativ entfalteter Literaturtheorie. Der Band will, indem er auf solche Weise einen intertextuellen Polylog über den epistemischen Status von Dichtung skizziert, einen Beitrag zu einer Poetik höfischen Erzählens an der Schwelle zur Literatur leisten.
Aktualisiert: 2019-11-08
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Poetische Berge

Poetische Berge von Silber,  Leonie
Gegenwärtig führen hohe Berge in den Kulturen des Alpinismus, in Film und Fernsehen, in den Bildenden Künsten, der Fotografie, in zahlreichen Zeitschriften und Magazinen und nicht zuletzt in der deutschsprachigen Literatur ein produktives Eigenleben. Das Buch analysiert das komplexe Verhältnis zwischen Alpinismus und Literatur, welches das Phantasma Berg hervorbringt und in dem kein Part als vorgängig gelten kann. Es untersucht zahlreiche Texte der Gegenwartsliteratur von Peter Handke, Felicitas Hoppe, Elfriede Jelinek, Christian Kracht, Brigitte Kronauer, Christoph Ransmayr bis Philipp Schönthaler und erfasst damit einen bisher wenig bekannten Aspekt der neueren deutschen Literaturgeschichte. Das Hochgebirge erweist sich als poetisches Terrain und Gegenstand vielfältiger kultureller Besitznahmen, welche die vermeintlich rohe Natur als Göttersitz, Ort des Übergangs von Immanenz und Transzendenz, des Fremden und des Eigenen, des Globalen wie des Lokalen erscheinen lassen.
Aktualisiert: 2019-12-03
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Lyrik und Medizin

Lyrik und Medizin von Fürholzer,  Katharina, Steger,  Florian
Konfrontiert mit eigener oder fremder Krankheit fehlen oft die Worte, um sich anderen mitzuteilen. Die Lyrik bietet gerade dann, wenn die Alltagssprache an ihre Grenzen stößt, alternative Wege der Kommunikation: Die spezifische Semantik der poetischen Sprache oder das Verhältnis von Schrift, Versbruch und Papier machen es möglich, vermeintlich unsagbare Leidenserfahrungen zwischen den Zeilen zum Ausdruck zu bringen. In der Literaturgeschichte findet sich eine Fülle an Dichterinnen und Dichtern wie etwa Ingeborg Bachmann, die sich in ihren Werken mit medizinischen Themen befasst haben. Ärzteliteratinnen und -literaten wie Gottfried Benn legen wiederum beredtes Zeugnis davon ab, welchen Reiz das poetische Wort umgekehrt auf die Medizin ausübt. Die Beziehung zwischen Medizin und Lyrik wurde in der Forschung bisher nur zurückhaltend in den Blick genommen. Mit dem vorliegenden Band soll vor diesem Hintergrund ein wichtiger Schritt getan werden, diesen Wechselwirkungen ein Stück weit näher zu kommen.
Aktualisiert: 2019-08-12
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Rheinblicke

Rheinblicke von Beller,  Manfred
Das Buch vereinigt acht einzelne Studien, die historisch einen Bogen schlagen von der militärischen Festlegung des Rheins als Grenze des römischen Gallien bis zur Aussöhnung der Jahrhunderte währenden französisch-deutschen Auseinandersetzungen in der Gegenwart. Die literarische Perspektive bezeugen die Beschreibungen der Rheinreisen von Aurelio de’ Giorgi Bertòla und Victor Hugo, ebenso die spezifischen Interessen Goethes bei seinem mineralogischen Ausflug nach Rüdesheim und Bingen, wie auch die biedermeierlichen Ansichten von rheinischer Lebensart in den Dichtungen von Georg Christian Braun. Die Schicksale der Menschen am Rhein veranschaulichen der Mainzer Marktbrunnen als Denkmal aus der Zeit der Bauernkriege und die Zuwanderung und Integration der Brentano an Main und Rhein im 18. Jahrhundert. In der Gegenwart erweisen sich die restaurierten Burgen, Kirchen und Denkmäler als touristische Attraktionen in der Welterbe-Region am Mittelrhein.
Aktualisiert: 2019-11-12
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Erschriebenes Leben

Erschriebenes Leben von Stauf,  Renate, Wiebe,  Christian
Der Band versammelt Aufsätze, die einen neuen Blick auf das autobiografische Ich werfen. Nicht die Lebenserzählung oder Lebensbeschreibung steht im Vordergrund, sondern der im Schreibakt selbst entstehende autobiografische Entwurf. An die Stelle des erzählten Lebens rückt das erschriebene Leben, an die Stelle der Lebensbeschreibung die Lebensschrift. Das erschriebene Leben umfasst eine Vielzahl von Formen: Autobiografie, Tagebuch, Ehetagebuch, Brief, Briefkopierbuch, Essay, Roman, Bekenntnisliteratur und audiovisuelles Selbstdokument. Die Spanne der Beiträge reicht von Klassikern wie Marc Aurel, Augustinus, Abaelard und Héloise, Birken, Rousseau, Moritz über Pioniere der Moderne wie den Pietisten, Maimon, Arnim, Jean Paul, Heine, Nietzsche, Proust, Dehmel, Benjamin, Barthes bis zu zeitgenössischen Experimentatoren wie Fries, Hoppe, Glavinic und Knausgård.
Aktualisiert: 2019-08-12
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Aristoteles – Antike Kontexte, gegenwärtige Perspektiven

Aristoteles – Antike Kontexte, gegenwärtige Perspektiven von Koenig,  Peter, Lindén,  Jan-Ivar
Aus Anlass des 2400. Geburtstages von Aristoteles fand vom 7. bis 9. Januar 2016 an der Universität Heidelberg ein internationales Aristoteles-Symposium statt. Die gemeinsam vom Philosophischen Seminar‘ der Universität und vom ‚Zentrum für historische Onto¬logie organisierte Veranstaltung eröffnete eine Reihe von insgesamt zehn Tagungen, die unter dem übergreifenden Titel ‚Aristotle today – Aristoteles heute – Aristote aujourd’hui‘ standen und bis zum Januar 2017 in verschiedenen Ländern durchgeführt wurden. Der nun vorliegende Band mit Beiträgen der Auftaktveranstaltung in Heidelberg verfolgt das doppelte Ziel, die Aktualität der aristotelischen Philosophie zu beleuchten und zugleich das aristotelische Werk im Kontext der antiken Philosophie zu situieren. Die Beiträge sind mehrheitlich in deutscher, aber auch englischer und französischer Sprache verfasst. Autoren*innen sind Thomas Buchheim, Roman Dilcher, Andrea Falcon, Dorothea Frede, Jens Halfwassen, Annette Hilt, Otfried Höffe, Anton Koch, Walter Mesch, Maria Protopapas-Marneli, Evanghelos Moutsopoulos, Christina Rossitto und Hans-Peter Schütt.
Aktualisiert: 2019-12-04
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Die Kunst der Intrige

Die Kunst der Intrige von Lauer,  Claudia
Das Erreichen eigener Ziele auf klugen Umwegen von List, Lüge und Täuschung, der Gegenstand der Intrige, gehört zum Grundrepertoire abendländischer Erzählkultur. Was als literatur- und kulturgeschichtliches Phänomen früh in antiken Dramen und Epen fassbar ist und spätestens mit der Aufklärung seinen Siegeszug in der Moderne antritt, wirft aus mediävistischer Perspektive fundamentale Fragen auf. Die Arbeit lenkt den Blick auf eine signifikante mittelalterliche Begriffslücke und verfolgt die Frage, auf welche Weise die Intrigenmaterie in der deutschsprachigen Literatur des Mittelalters präsent ist. Mit Hilfe eines eigenen methodischen Ansatzes sowie exemplarischer Studien zu vier prominenten Texten des 12. Jahrhunderts (‚Eneasroman‘, ‚Rolandslied‘, ‚Iwein‘, ‚Tristrant‘) legt die Arbeit nicht nur verschiedene Spielarten der Intrige im Spannungsfeld von Antike und Moderne offen. Sie macht die Intrige auch poetologisch für das Verständnis mittelalterlichen Erzählens und Dichtens fruchtbar und lädt damit insgesamt dazu ein, den Primat der Neuzeit für die heutige Bedeutung der Intrige zu überdenken.
Aktualisiert: 2019-12-04
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