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Ethik

Ethik von Badiou,  Alain, Brankel,  Jürgen
Badiou geht von zwei Tendenzen der Ethik aus: dem Kant’schen Begriff der Ethik, der – im Sinn des autonomen Subjekts der westlichen Welt – nach einer Regel sucht, die autonomes Handeln sicherstellen kann, und dem Ethik-Begriff Lévinas’, der an der Sorge um den je Anderen orientiert ist. Beide verfehlen aber die ursprüngliche Frage der Ethik: Was ist das Böse, was das Gute? Badious Erörterung des Bösen als einer Ausprägung des Nihilismus, der Zufriedenheit mit dem Status Quo und des Selbstbetrugs, bringt eine neue Dynamik in den Begriff der Ethik. Von dieser aus erscheint auch der Gegensatz von Kant und Lévinas, die Fetischisierung des autonomen Subjekts und der kulturellen Differenzen, überwindbar. Ein Interview des Übersetzers mit Alain Badiou rundet das Bild der Badiou’schen Ethik ab.
Aktualisiert: 2020-07-01
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The Space Between

The Space Between von Dreiding,  Michelle
Established and cherished fantasies of the integrity of the American subject are based on the spatialized imaginary of being on this side of the frontier rather than on the other. Toni Morrison’s fiction challenges such dialectics by telling us of spaces between where the coexistence of paradoxes that seem irreconcilable must be tolerated. This study investigates Morrison’s affective and rhetorical enactment of ambivalence and how it defies binary oppositions, such as inside/outside, subject/object, and self/other. Morrison, this study suggests, proposes a paradigmatic shift that introduces new coordinates to conceive of an American discursive space traditionally exclusive of indigenous and African American presence in order to ultimately »draw a map […] without the mandate for conquest.«
Aktualisiert: 2020-07-17
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Postkolonie

Postkolonie von Mbembe,  Achille, Pohl,  Brita
Was heißt »Leben in der Postkolonie«? Mbembes »Postkolonie« ist eines der Schlüsselwerke postkolonialer Theorie im 21. Jahrhundert. Mit Blick auf das subsaharische Afrika versteht Achille Mbembe die »Postkolonie« als politisch-sozialen Raum, der von historischen Kontinuitäten geprägt ist, aber nicht minder von einer Vielzahl von Brüchen und Umkehrungen. In Analysen, die sich mit Ökonomie und staatlichen Herrschaftsstrukturen ebenso beschäftigen wie etwa mit literarischen Texten, widmet sich Mbembe dem »Leben in der konkreten Welt«, die die Postkolonie darstellt; einer Welt, die im Übrigen die Voraussetzungen westlicher Sozialtheorien infrage zu stellen nicht aufhört: »Unser Hauptanliegen bestand darin, das Thema des afrikanischen Subjekts neu zu denken.«
Aktualisiert: 2020-07-17
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Alles über das Fliegen

Alles über das Fliegen von Güttler,  Nils, Macho,  Thomas
Das Rhein-Main-Gebiet ist heute eine der ökologisch und biogeographisch am besten erforschten Regionen der Welt – und das hat unmittelbar mit einem der größten Umweltsünder des 20. Jahrhunderts zu tun: dem Frankfurter Flughafen. Von diesem paradoxen Befund ausgehend skizziert der Essay von Nils Güttler das Programm einer politischen Wissensgeschichte dieses scheinbaren »Nicht-Ortes«. Im Mittelpunkt steht dabei eine politische Geschichte des Wissens über Umwelt. Das örtliche Klima, das Management von Wald und Biotopen und nicht zuletzt die oft gravierenden Auswirkungen des Luftverkehrs auf die Bevölkerung in Form von Luftverschmutzung und Lärm: Luftverkehrshubs wie Frankfurt haben auf verschiedenen Ebenen Wissen über technische und natürliche Umwelten produziert, und sie haben die Vorstellung davon, was Umwelt ist, schleichend verändert.
Aktualisiert: 2020-07-09
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Can the Subaltern Speak?

Can the Subaltern Speak? von Joskowicz,  Hito Steyerl. Aus dem Englischen von Alexander;Nowotny,  Stefan, Spivak,  Gayatri Chakravorty
Spivaks Aufsatz »Can the Subaltern Speak?« zählt zu den Schlüsseltexten der postkolonialen Theorie. Anknüpfend an die Arbeit der indischen Subaltern-Studies-Gruppe sowie in kritischer Auseinandersetzung mit poststrukturalistischen Theoriebildungen widmet er sich zentral der Frage von Unmöglichkeit und Möglichkeit eines Sprechens der von jedem Diskurs Ausgeschlossenen. Der vorliegende Band enthält neben einer Übersetzung der Originalfassung von Spivaks Aufsatz ein Interview mit der Autorin zur Diskussionsgeschichte, eine Nachbemerkung zur 1999 veröffentlichten zweiten Version des Textes sowie eine Einleitung von Hito Steyerl.
Aktualisiert: 2020-07-30
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Resonanzen des Virtuellen

Resonanzen des Virtuellen von Sprick,  Benjamin
Benjamin Sprick geht in seiner Studie der Frage nach, in welcher Weise Begriffe, die Gilles Deleuze in seinen beiden Kino-Büchern »Das Bewegungs-Bild« und »Das Zeit-Bild« entfaltet hat, auch für die Musikästhetik virulent gemacht werden können. Der Akzent liegt dabei auf Aspekten der musikalischen Bewegung, die als ästhe­tisches Medium rekonstruiert wird, in dem sich das Virtuelle aktualisieren und klanglich artikulieren kann. Sprick verfolgt die Vielheiten der musikalischen Bewegung in einem analytischen Dreischritt vom ›Solo‹ des Cellisten, der er selbst ist, bis zum ›Tutti‹ des orchestralen Ensembles und der Notation der kammermusika­lischen Partitur, um die gewonnenen Konzeptionen von Resonanz und Virtualität immer weiter aufzufalten und abschließend an einer Reihe von Werkanalysen zu exemplifizieren. Auf diese Weise wird ein neuer, künstlerisch-wissenschaftlich ausgerichteter Ansatz des musikalischen Denkens entworfen, der seine methodischen Fluchtlinien aus der instrumentaltechnischen Praxis generiert.
Aktualisiert: 2020-07-31
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Geschlecht III

Geschlecht III von Bennington,  Geoffrey, Chenoweth,  Katie, Derrida,  Jacques, Kleinbeck,  Johannes;Precht,  Oliver, Therzo,  Rodrigo
Mit »Geschlecht III« erscheint der lang erwartete, dritte und bis vor kurzem noch unbekannte Teil von Jacques Derridas Geschlecht-Tetralogie endlich auch in deutscher Übersetzung. Im Kontext einer umfassenderen Auseinandersetzung mit dem Problem der philosophischen Nationalität und des philosophischen Nationalismus wendet sich Derrida erneut dem Denken Heideggers zu. Genauer gesagt setzt er sich mit seiner eigenwilligen Trakl-Interpretation auseinander, in deren Rahmen Heidegger nach dem Zweiten Weltkrieg eine Neuausrichtung seiner philosophischen Politik und seiner Selbstpräsentation vollzieht. Ausgehend von dem mehrdeutigen Begriff „Geschlecht“ befragt Derrida einen spezifisch deutschen Nationalismus, der auf eine ebenso unentwirrbare wie einmalige Weise mit philosophischen Konzepten von Rasse, Geschlecht und Menschheit verbunden ist. Nicht zuletzt wirft das nun posthum veröffentliche Vorlesungsmanuskript immer wieder die Frage nach der anhaltenden oder wiederkehrenden Wirkmächtigkeit von Heideggers Texten auf – und begibt sich damit auch auf den Weg einer Bestimmung der gegenwärtigen gesellschaftliche und politische Lage.
Aktualisiert: 2020-07-09
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Moses Tragicus

Moses Tragicus von Assmann,  Jan, Hg. vom Sigmund Freud Museum Wien
Im Kampf gegen den aufkommenden Antisemitismus widmen in den frühen 1930er-Jahren Sigmund Freud und Arnold Schönberg der Gestalt des Moses je eines ihrer Hauptwerke: Freud sein Buch »Der Mann Moses und die monotheistische Religion« und Schönberg seine Oper »Moses und Aron«. Beide lassen Moses an der Aufgabe, seine neue Religion zu verkünden, scheitern. Bei Freud wird Moses erschlagen, bei Schönberg versinkt er in Verzweiflung. Beide Werke beleuchten den tragischen Aspekt der monotheistischen Religion. Jan Assmann analysiert die zeitgenössischen Hintergründe.
Aktualisiert: 2020-07-31
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Die Regierung der Prekären

Die Regierung der Prekären von Butler,  Mit einem Vorwort von Judith, Lorey,  Isabell
Die Diagnose, dass prekäre Arbeitsverhältnisse sich häufen und normal werden, ist nicht neu, die Frage ist, welche potenzielle politische Handlungsmacht in der Prekarisierung vorstellbar ist. Die Ansätze gehen dabei auseinander. War es vor einem Jahrzehnt noch vorherrschende Meinung, dass Prekarität eher zur politischen Lähmung führt, sehen wir heute, dass im »arabischen Frühling« wie auch in Spanien, Portugal und England die prekären AkademikerInnen große Anteile der Protestierenden bilden. Das erfordert eine neue Theorie der Prekarität.
Aktualisiert: 2020-08-06
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Zurück zu Foucault

Zurück zu Foucault von Dotzler,  Bernhard J.
2. Dezember 1970: »Antrittsvorlesung am Collège de France«. Lapidar genug verzeichnet die Chronik in Michel Foucaults »Dits et Ecrits« das Ereignis. Als Autor von »Wahnsinn und Gesellschaft« und »Die Ordnung der Dinge« war Foucault zu diesem Zeitpunkt schon eine Berühmtheit. Seitdem ist sein Stern immer nur noch höher gestiegen. Gleichwohl scheint es einer Art der Erinnerung an Foucault zu bedürfen. Die nämlich an eine bestimmte Unruhe, die es bei keiner einmal erlangten Gewissheit je bewenden ließ. Mit dieser Unruhe trat Foucault vor 50 Jahren ans Rednerpult des Collège. Von ihr getrieben, verlagerte er von Buch zu Buch seine Fragen. Je mehr inzwischen die fertigen Antworten verschlagwortet sind (Diskurs, Dispositiv, Kontrollgesellschaft, Biomacht, Heterotopie), desto mehr mag es an der Zeit sein, Foucaults stets erneuerter Dissidenz wieder zu gedenken.
Aktualisiert: 2020-07-09
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