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An welchem Punkt stehen wir?

An welchem Punkt stehen wir? von Agamben,  Giorgio, Romanini,  Federica
Die Bedrohung durch das Covid-19-Virus wird uns nicht nur als globaler Gesundheitsnotstand in Erinnerung bleiben, sondern auch als Verschärfung einer bestehenden demokratischen und staatspolitischen Krise. Im Namen der öffentlichen Gesundheit hat sich in vielen Ländern ein Regierungsstil durchgesetzt, dessen Angelpunkt der Erlass von Notverordnungen von zweifelhafter verfassungsmäßiger Richtigkeit war. Der Ausnahmezustand ist zum Normalzustand geworden. Einer der Ersten, der gegen diese Entwicklung seine Stimme erhob, war der heute bedeutendste Theoretiker der Staatskrisen, Giorgio Agamben. Seine anfängliche Empörung geht im Verlauf seiner Wort­mel­dungen, die hier nachzulesen sind, in die tiefere Analyse der neuen politischen Konstellation der »Biosicherheit« über: eine Verbindung des juristisch-politischen Dispositivs des Ausnahmenzustands mit der Wissenschaft, insbesondere einer sakralisierten Medizin, und den digitalen Technologien. Eine Gesellschaft, die ihr Gesicht hinter einer Maske verbirgt, sich vom Prinzip der »sozialen Distanzierung« leiten lässt und im ständigen Ausnahmezustand lebt, kann, so Agambens Befund, keine freie Gesellschaft sein. Was auf dem Spiel steht, sei nicht weniger als die Abschaffung des öffentlichen Raums in seiner Gesamtheit.
Aktualisiert: 2020-12-10
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Psychoanalyse in China

Psychoanalyse in China von Datong,  Huo;Wie,  Quing;Zhang,  Jinyan;Lanselle,  Rainer;Flechner,  Guy;Soulié de Morant,  Georges;Nobus,  Dany;Widmer,  Peter, Widmer,  Peter
Peter Widmer ist Mitbegründer und Mitherausgeber des Periodikums »RISS, Zeitschrift für Psychoanalyse Freud . Lacan«, das 1998-2013 bei Turia + Kant erschien. Dieser Reprint ist die erweiterte Fassung des Bandes 67/2007. Seit inzwischen etlichen Jahren stößt die lacanianische Psychoanalyse in China auf ein Interesse, das sich unter anderem darin äußert, dass im südwestlichen Teil dieses großen Landes, in Chengdu, ein Zentrum gegründet wurde, in dem Psychoanalytiker analysieren, in dem aber auch Seminare und Kongresse veranstaltet werden. Noch immer ruft sie jedoch Skepsis hervor, sogar Widerstand – die chinesische Kultur zeichnete sich bisher nicht durch Offenheit für Subjektivität oder gar Singularität aus. Die Gründe dafür sind nicht nur machtpolitischer Art, sondern haben mit der Sprache, insbesondere mit der Schrift zu tun, die in China von größter Bedeutung ist. Als Beobachter dieser Szene wird man gepackt von den Dimensionen, die zum Vorschein kommen, wenn ein westliches Produkt, wie es die Psychoanalyse unbestreitbar ist, auf eine Kultur trifft, die sie mindestens zu Teilen in Frage stellt. Von daher stellt sich nicht nur die Frage nach der Legitimität eines solchen Unterfangens, sondern es könnte ja auch sein, dass das chinesische Denken seinerseits das europäische verändert und Fundamente der Psychoanalyse in Frage stellt. Zu denken ist etwa an die Fragen des Primats der Sprache oder des Bildes, des Mündlichen oder des Schriftlichen, des Unsichtbaren oder des Sichtbaren. Die Ereignisse in China werden in lacanianischen Kreisen vor allem in Frankreich ausführlich kommentiert und debattiert.
Aktualisiert: 2021-01-07
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Warum man nicht mehr »ich liebe dich« sagen sollte

Warum man nicht mehr »ich liebe dich« sagen sollte von Jullien,  Francois, Landrichter,  Erwin, Truong,  Nicolas
Das Unbehagen am pathetischen »Ich liebe dich« ist dasselbe wie etwa am Wort »Beziehung«: Der Markt der Liebe ist in der westlichen Welt laut genug, um wesentliche Aspekte der Liebe, wie sie sich im Lauf der Geschichte bereits gezeigt haben, zu übertönen. François Jullien entwickelt nun einen Begriff der »Intimität« gegenüber dem der Liebe und die Idee einer zweiten, anderen Liebe, sogar eines zweiten, anderen Lebens, eines »seconde vie«, das in der Ab- lösung von den Wichtigkeiten und Besorgnissen des bisherigen entstehen kann. In einer »De-Koinzi- denz« zu den Anforderungen des bisherigen Lebens entstehen Möglichkeiten, das »Un-Erhörte« wahr- zunehmen. Julliens Theorien wurden in ihren einzelnen Ausarbeitungen in viele Sprachen übersetzt. Ihre Verbindung in diesem Bändchen macht den Grundzug und den inneren Zusammenhang des Jullien’schen Denkens erkennbar.
Aktualisiert: 2021-01-21
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Prämissen der Rechtstheorie

Prämissen der Rechtstheorie von Peitsch,  Matthias
Die Unterscheidung von Naturrecht, Rechtspositivismus und Theorien gewaltlosen Rechts gehört zum Kanon der Rechtstheorie. Der historische Materialismus nach Marx behauptet demgegenüber eine grundlegende Gemeinsamkeit dieser Stränge modernen Rechtsdenkens und betont zugleich die fundamentale Differenz des eigenen Ansatzes. Im Anschluss an Althussers Theorie des wissenschaftlichen Diskurses legt Matthias Peitsch anhand der Werke von Locke, Rousseau, Kelsen und Loick die gemeinsamen Grundannahmen dieser Rechtstheorien offen. Die Analyse der geteilten Prämissen eröffnet zugleich den Blick für in den Texten selbst nicht thematisierte Unterschiede. Vor diesem Hintergrund rekonstruiert der Autor die Rechtstheorie des historischen Materialismus. Letztere basiert auf einer gänzlich anderen Problematik und integriert gleichwohl die in den anderen Rechtstheorien gewonnenen Erkenntnisse über das Recht.
Aktualisiert: 2020-11-30
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Experimentelle Ästhetik

Experimentelle Ästhetik von Ferraris,  Maurizio, Holzer,  Anton, Leghissa,  Giovanni
Ferraris kommt aus der Turiner Schule Gianni Vattimos und war in den ersten Jahren seiner Karriere vor allem durch Arbeiten zu Hermeneutik und Dekonstruktion aufgefallen. Er war wesentlich an der Vermittlung des Derridaschen Denkens in Italien beteiligt. Doch mit dem Erscheinen von »Estetica razionale« (»Rationale Ästhetik«) 1997 bricht Ferraris definitiv mit den Positionen aus dem Umkreis der »Postmoderne«. Das hier vorgelegte Bändchen ist eine Fortführung und Präzisierung der dort auf über 600 Seiten dargelegten Thesen. Es beginnt mit einer radikalen These: »Ästhetik« als philosophische Disziplin, als Philosophie der Kunst, wird ins Reich der Erfindungen verwiesen. Einer Welt, in der die Omnipräsenz von Ästhetik nicht nur als normal, sondern auch als wünschenswert betrachtet wird, vom Produktdesign bis zu Denkbewegungen der Postmoderne, setzt Ferraris das philosophische Denken entgegen. Ästhetik, dem Wortsinn nach die Wahrnehmungswissenschaft, wäre vielmehr die Zuwendung zu den Objekten als deren Verschwinden hinter dem (schönen) Schein. In dem von Diderot entlehnten Begriff einer experimentellen Ästhetik findet Ferraris den Angelpunkt, von dem aus ein neuer Zugang zur Welt zu konzipieren sein könnte. Ferraris versteht also jenen ungenauen, vagen Ort der Ästhetik nicht als Makel, sondern als Hinweis darauf, dass gerade die Verbindung der empirischen Faktizität mit dem Transzendentalen eine unhintergehbare Voraussetzung jeder Wahrnehmung – vom Alltag bis in die Naturwissenschaften – darstellt.
Aktualisiert: 2020-10-08
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Politik der Wahrheit

Politik der Wahrheit von Badiou,  Alain, Rancière,  Jacques, Riha,  Rado
Dieser Band enthält die immer wieder nachgefragten Texte aus dem gleichnamigen legendären, aber vergriffenen Band (Turia + Kant 1996). Nun werden sie wieder zugänglich gemacht. Alain Badiou: - Die gegenwärtige Welt und das Begehren der Philosophie - Philosophie und Politik - Lacans Herausforderung der Philosophie - Wahrheiten und Gerechtigkeit Jacques Rancière: - Gibt es eine politische Philosophie? - Demokratie und Postdemokratie - Über den Nihilismus in der Politik Die Texte entstanden für zwei Vorlesungsreihen, die die beiden Philosophen 1992/93 in Ljubljana gehalten haben. Für die Publikation hat Alain Badiou den Text »Wahrheiten und Gerechtigkeit« hinzugefügt.
Aktualisiert: 2020-10-08
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Gott ist tot

Gott ist tot von Badiou,  Alain, Brankel,  Jürgen
Der »Tod Gottes« ist keine theologische Angelegenheit, sondern eine grundlegende Verschiebung im Welt- und Seinsverständnis. Badious »Ontologie« versucht, dieser neuen Situation Rechnung zu tragen, indem die Erscheinung nicht mehr durch ein »göttliches« Sein garantiert ist. Diesen ontologischen Verschiebungen geht Badiou in seiner präzisen philosophischen Denkweise nach. Der »Court traité d'ontologie« ist ist zugleich ein Überblick über alternative ontologische Entwürfe der Philosophie. »Ich nenne ›Ontologie des Übergangs‹ eine Ontologie, die sich zwischen der Wissenschaft des »Seins als Seins« oder einer Theorie des reinen Vielfachen und der Wissenschaft des »Erscheinens« oder einer Logik der Konsistenz von wirklich vorgestellten Universa entfaltet. Das ist der Verlauf eines Gedankens, von dem dieses kleine Buch einige Richtlinien liefert.« (Alain Badiou)
Aktualisiert: 2020-10-09
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Ethik

Ethik von Badiou,  Alain, Brankel,  Jürgen
Badiou geht von zwei Tendenzen der Ethik aus: dem Kant’schen Begriff der Ethik, der – im Sinn des autonomen Subjekts der westlichen Welt – nach einer Regel sucht, die autonomes Handeln sicherstellen kann, und dem Ethik-Begriff von Lévinas, der an der Sorge um den je Anderen orientiert ist. Beide verfehlen aber die ursprüngliche Frage der Ethik: Was ist das Böse, was das Gute? Badious Erörterung des Bösen als einer Ausprägung des Nihilismus, der Zufriedenheit mit dem Status Quo und des Selbstbetrugs, bringt eine neue Dynamik in den Begriff der Ethik. Von dieser aus erscheint auch der Gegensatz von Kant und Lévinas, die Fetischisierung des autonomen Subjekts und der kulturellen Differenzen, überwindbar. Ein Interview des Übersetzers mit Alain Badiou rundet das Bild der Badiou’schen Ethik ab.
Aktualisiert: 2020-10-09
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The Space Between

The Space Between von Dreiding,  Michelle
Established and cherished fantasies of the integrity of the American subject are based on the spatialized imaginary of being on this side of the frontier rather than on the other. Toni Morrison’s fiction challenges such dialectics by telling us of spaces between where the coexistence of paradoxes that seem irreconcilable must be tolerated. This study investigates Morrison’s affective and rhetorical enactment of ambivalence and how it defies binary oppositions, such as inside/outside, subject/object, and self/other. Morrison, this study suggests, proposes a paradigmatic shift that introduces new coordinates to conceive of an American discursive space traditionally exclusive of indigenous and African American presence in order to ultimately »draw a map […] without the mandate for conquest.«
Aktualisiert: 2020-09-13
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Postkolonie

Postkolonie von Mbembe,  Achille, Pohl,  Brita
Mbembes »Postkolonie« ist eines der Schlüsselwerke postkolonialer Theorie im 21. Jahrhundert. Mit Blick auf das subsaharische Afrika versteht Achille Mbembe die »Postkolonie« als politisch-sozialen Raum, der von historischen Kontinuitäten geprägt ist, aber nicht minder von einer Vielzahl von Brüchen und Umkehrungen. In Analysen, die sich mit Ökonomie und staatlichen Herrschaftsstrukturen ebenso beschäftigen wie etwa mit literarischen Texten, widmet sich Mbembe dem »Leben in der konkreten Welt«, die die Postkolonie darstellt; einer Welt, die im Übrigen die Voraussetzungen westlicher Sozialtheorien infrage zu stellen nicht aufhört: »Unser Hauptanliegen bestand darin, das Thema des afrikanischen Subjekts neu zu denken.«
Aktualisiert: 2020-11-26
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Oben: Publikationen von Turia + Kant

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Weitere Verlage neben Turia + Kant

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Qualität bei Verlagen wie zum Beispiel bei Turia + Kant

Wie die oben genannten Verlage legt auch Turia + Kant besonderes Augenmerk auf die inhaltliche Qualität der Veröffentlichungen. Für die Nutzer von buch-findr.de: Sie sind Leseratte oder Erstleser? Benötigen ein Sprachbuch oder möchten die Gedanken bei einem Roman schweifen lassen? Sie sind musikinteressiert oder suchen ein Kinderbuch? Viele Verlage mit ihren breit aufgestellten Sortimenten bieten für alle Lese- und Hör-Gelegenheiten das richtige Werk. Sie finden neben