Was ist Sex?

Was ist Sex? von Soekler,  Christoph, Wünsch,  Michaela, Zupancic,  Alenka
Alenka Zupančič’ Buch ist klarste Darlegung davon, warum die Psychoanalyse das Fundament der Philosophie erschüttert. Wissen und Sexualität sind beide von einer grundlegenden Negativität in ihrem Innern strukturiert, und diese Negativität verbindet sie miteinander in dem, was die Psychoanalyse »Unbewusstes« nennt. Das mit Sexualität verbundene Unbewusste wird in Zupančič’ Darlegung zum Begriff einer unschließbaren Lücke im Wissen, das so zu einer ebenfalls lückenhaften Ontologie, einem Denken des Seins in seiner Inkonsistenz führt.
Aktualisiert: 2019-11-14
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Anthropologie des Namens

Anthropologie des Namens von Dréano,  Clément, Herrmann,  Moritz, Lazarus,  Sylvain
Alain Badiou bekennt an mehreren Stellen, dass seine politische Theorie im Wesentlichen Sylvain Lazarus verpflichtet ist. Durch keinen anderen Autor wurde Badious sogenannte Metapolitik derartig geprägt wie durch diesen: »Es ist ganz einfach so, dass mein Denken an diesem Punkt von Lazarus abhängig ist.« Die Politik gehört der Ordnung des Denkens an. Aber nicht in dem Sinne, dass sie nur abstraktes Denken oder bloße Theorie wäre, sondern vielmehr in dem Sinn, dass sie aus den anthropologischen Verflechtungen des konkreten Denkens der Leute selbst hervorgeht. Die Leute »denken« und dieses Denken ist ein Verhältnis im »Realen« – diese zweifache These ist der Ausgangs­punkt des Buches. In diesem Sinn ist es ist der Versuch, Politik »als Denken« zu erfassen. Die Methode, die hier entwickelt wird, richtet sich darauf, die Subjek­tivität des Denkens der Leute in ihrem Entstehen, Bestehen, Vergehen zu beschreiben und zu benennen. Als Erforschung der vielfältigen, situativen und überraschenden Subjektivität der Politik ist die »Anthropologie des Namens« auch selbst ein politisches Handeln.
Aktualisiert: 2019-09-30
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Grammatik der Multitude / Die Engel und der General Intellect

Grammatik der Multitude / Die Engel und der General Intellect von Neundlinger,  Klaus, Virno,  Paolo
Die Grammatik der Multitude bezieht sich auf die spinozistischen Figur der multitudo. Virno beschreibt die Verdrängung dieses Begriffs durch den des »Volks« im 17. Jahrhundert. Die multitudo wurde im Laufe dieser Entwicklung immer mehr zum Synonym für das ungeordnete, wilde und gemeine Außen des Staatsvolks. Erst in der heutigen postfordistischen Lage, in der sich eine Form von »Kommunismus des Kapitals« breit macht, wird die multitudo wieder zu einer Eigenschaft des gesellschaftlichen Systems und setzt sich als Phänomen und Begriff ihrerseits gegen das (Staats-)Volk durch. Die Multitude konstituiert eine »nicht-staatliche Öffentlichkeit«, aus der mannigfache Formen der Selbstbestimmung und -organisation hervorgehen können, die aber auch als Quelle von Angst eine tiefe Ambivalenz in sich birgt. In »Die Engel und der General Intellect« untersucht Virno das sich daran anschließende Problem der Individuation anhand der Texte von Duns Scotus und Gilbert Simondon.
Aktualisiert: 2019-10-31
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Die Kehrseite der Biopolitik

Die Kehrseite der Biopolitik von Althaler,  Mathias, Laurent,  Eric, Neues Lacan’sches Feld
Die Biopolitik der Gegenwart postuliert die imaginäre Vermessung des quantifizierbaren Körpers und die Abgetrenntheit des Körperbilds von den Erfahrungen des sprechenden Körpers. Anstatt das Subjekt mit dem Unbewussten in Verbindung zu bringen – also damit, dass es nicht erinnern kann, was es weiß –, verspricht die Anwendung der biopolitischen Lösungsroutinen die Organisation der individuellen Leidenschaften und die Linderung subjektiven Leids, ohne das Intime und Partikulare des Subjekts zu berühren. Éric Laurent beschreibt die Kehrseite dieser Entwicklung anhand einer Tour de Force durch die späte Lehre Lacans und stützt sich auf die jüngsten von Jacques-Alain Miller zusammengetragenen Entwicklungen in der Interpretation der Lacan’schen Psychoanalyse.
Aktualisiert: 2019-11-14
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De-Koinzidenz

De-Koinzidenz von Jullien,  Francois, Landrichter,  Erwin
François Jullien ist in den vergangenen Jahren durch seine Auseinandersetzung mit der Kultur und Philosophie Chinas bekannt geworden. So gab er wertvolle Hinweise zur vergleichenden Betrachtung ähnlicher Sachverhalte, z.B. in »China und die Psychoanalyse« (Turia + Kant 2013). Schon seit »Vom Intimen« (Turia + Kant 2014) wendet er sich zunehmend wieder seinem Ausgangspunkt zu, der griechisch-europäischen Philosophie. Für diese sind Konzepte der Koinzidenz (Identität, adaequatio etc.) substanziell, und diese Konzepte lassen sich für Jullien nun auch verschieben. Jullien geht dafür von einem Begriff der De-Koinzidenz aus: »Wenn de-koinzidieren heißt, die Übereinstimmung eines ›Selbst‹ hinter sich zu lassen, seine Anpassung an die Welt aufzugeben und zwar von sich selbst aus, so bedeutet ›existieren‹ genau das ... Indem es aus der Umhegung eines Ichs und einer Welt ausbricht, eben durch De-Koinzidenz, bringt sich ein existierendes Subjekt hervor.«
Aktualisiert: 2019-09-30
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Ein Kompendium zu Wittgensteins Tractatus

Ein Kompendium zu Wittgensteins Tractatus von Black,  Max, Koller,  Jürgen
Max Blacks »Kompendium« ist jenen gewidmet, die, nachdem sie mit dem »Tractatus« gerungen haben, ratlos und verwirrt zurückbleiben. Ohne eine „endgültige“ Lesart zu bieten – seiner Meinung nach ein unmögliches Anliegen –, befähigt es wenigstens dazu, zu einer eigenen Interpretation zu gelangen. Black unterteilt den Text in Abschnitte und führt jeden durch eine vorangestellte Positionierung ein. Darauf folgen:– Satz-für-Satz-Kommentare, die schwierige oder unklare Ausdrücke aufhellen;– relevante Bezüge zu frühen Entwürfen des Tractatus, aus unveröffentlichten Manuskripten und späteren Arbeiten; – Darstellungen von Diskussionen, auf die sich Wittgenstein bezieht (vor allem jene von Russell und Frege); – Querverweise zwischen Teilen des Textes und Umschreibungen besonders verwirrender oder unklarer Absätze.Zwischendurch arbeitet Max Black kritische Stellen und Fragen heraus. Das Buch schließt mit einem Begriffsregister und anderen nützlichen Verzeichnissen.
Aktualisiert: 2019-11-14
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Die Bildungen des Unbewussten

Die Bildungen des Unbewussten von Gondek,  Hans-Dieter, Lacan,  Jacques, Miller,  Textherstellung von Jacques-Alain
In Fortsetzung des Seminars IV über »Die Objektbeziehung« arbeitet Lacan dort bereits angesprochene Themen weiter aus. Ausgehend von der Freudschen Theorie des Witzes werden die Bildungen des Unbewussten aus dem Sprachlichen heraus entwickelt. In engem Zusammenhang damit steht die Ausarbeitung des »Graphen des Begehrens«, der sich als durchgängiger Gegenstand des Seminars – das einzige durchgehende Thema –, ferner an so verschiedenen Gegenständen wie einer Rekonstruktion von Ödipus- und Kastrationskomplex, der Ausarbeitung der Trias von »besoin«, »demande« und »désir« und schließlich der Klinik von Hysterie und Zwangsneurose bewähren muss.
Aktualisiert: 2019-09-30
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Das Leben heilen

Das Leben heilen von Driesen,  Christian, Rogozinski,  Jacob
Warum ein Buch über Antonin Artaud schreiben? – Weil es unmöglich ist, sich dem Ruf, der aus seinen Texten widerhallt, zu entziehen. Viele wirkmächtige Deutungen haben dieser Stimme bereits geantwortet, doch sie stehen, auch heute noch, in Gefahr, Artauds Schreiben zu verraten. Aber wie lässt sich kein Verrat an ihm begehen? – Jacob Rogozinski liefert eine vollkommen neuartige Lektüre seiner Schriften, die davon ausgeht, dass alles, was Artaud schreibt, wahr ist. Unter kritischer Vermeidung aller großen Stereotype und Schlagwörter – Grausamkeit, Ohnmacht, Schizophrenie, organloser Körper – entwickelt er die zentrale These, dass Artauds Ziel nicht die Zerstörung von Ich und Wahrheit sei, sondern ihre Wiederaneignung. Von großer Tragweite hierbei ist Rogozinskis Annahme, dass es Artaud tatsächlich gelungen sei, die Psychose zu überwinden, indem er den Wahnsinn durchquert habe, um als Individuum – unter seinem eigenen Namen – wiederauferstehen zu können.
Aktualisiert: 2019-08-31
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Nach dem Ende der Welt

Nach dem Ende der Welt von Fœssel,  Michaël, Pohl,  Brita
Seit Beginn der Neuzeit haben einander viele Visionen vom Weltuntergang abgewechselt. Allein die letzten Jahrzehnte sahen sich bedroht von Atomkrieg, Finanzkrise, Umweltkatastrophe und anderen. Foessel geht in seinem Buch dem apokalyptischen Denken der Moderne nach und zeichnet dessen umfassende Genealogie.  Das Denken vom Ende der Welt zeigt sich ihm als ein Missverständnis, das im rationalen Denken der Neuzeit selbst begründet ist. Der wohlgeordnete Kosmos, die göttliche Ordnung der Dinge sind bereits am Beginn der Moderne zugrunde gegangen und haben den Menschen unbehaust in seiner Lebenswelt zurückgelassen. Er hat keine Hoffnung von außerhalb der Welt, keine Offenbarung, keine Offenlegung. Dieses Ende der Welt ist absolut. Mit Descartes, Kant, Hegel, Bourdieu u.a. zeigt Foessel das apokalyptische Denken als ein Symptom dessen, dass wir die Welt bereits verloren haben und uns nur mehr die Sorge um das bloße Leben bleibt.  Anstatt aber diese Lebensphilosophie zu betonen, ist es die Aufgabe des Denkens vielmehr, die Welt als Summe aller Möglichkeiten zu sehen, die wir nicht nur privat, sondern auch gesellschaftlich und politisch ergreifen können. Foessel entwirft einen kosmologischen Existenzialismus, der das Unbestimmte und Unvorhergesehene nicht bestreitet, die Obsession von Risiko und Sicherheit hinter sich lässt und die Rationalität, so wie sie ebenfalls mit der Moderne in die Welt trat, weiterentwickelt.
Aktualisiert: 2019-10-17
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Husserls Theorie der Anschauung

Husserls Theorie der Anschauung von Fanzun,  Sebastien, Haensler,  Philippe P., Lévinas,  Emmanuel
Emmanuel Levinas’ ursprünglich als Disser­tations­schrift eingereichter Kommentar zu Husserl ist zunächst eine luzide Einführung in jene »Phänomenologie«, die nicht nur auf diesen jungen Philosophen eine so ungeheure Faszination ausgeübt hat. Sodann zeichnet Levinas bereits den Anspruch und die Umrisse seiner kommenden eigenen, seiner »Philosophie des Anderen« vor. In ihrem profunden Einfluss auf Denker wie Paul Ricœur oder Jacques Derrida ist die Schrift auch maßgeblich an der Formierung dessen beteiligt, was hier den Namen »Theorie« tragen wird – nicht nur in ihrer Rolle als erste ausführliche Auseinandersetzung mit Husserl in Frankreich überhaupt, sondern insbesondere auch in ihrer Sensibilität für das, was in der Phänomenologie über diese hinausweist.
Aktualisiert: 2019-08-14
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