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O Kreutzer, theurer Meister

O Kreutzer, theurer Meister von Heim,  Armin
Der Komponist Conradin Kreutzer (1780-1849), hauptsächlich bekannt durch seine Erfolgsoper "Das Nachtlager in Granada", war gegen Ende des 19. Jahrhunderts eine der Symbolfiguren der deutschen Sängerbewegung. In seiner Geburtsstadt Meßkirch entfaltete sich seit der Errichtung eines Denkmals 1883 eine bis in die Gegenwart anhaltende Kultur des Kreutzer-Gedenkens, die in dem Komponisten ein Instrument lokaler Selbstdarstellung sah. Armin Heim untersucht die Intentionen der Denkmalsetzer und der nachfolgenden Verehrergemeinden über ein Jahrhundert hinweg. Hinter den Veränderungen des öffentlich propagierten Kreutzer-Bildes, das von den Initiatoren stets dem jeweils herrschenden Zeitgeist angeglichen wurde, ergeben sich dabei vielfältige Einblicke in das Milieu der Produzenten lokaler Identität.
Aktualisiert: 2020-11-30
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Arrangierte Autonomie?

Arrangierte Autonomie? von Eisenrieder,  Claudia
Dort Zwangsheirat und arrangierte Heirat, hier Liebesheirat – so lautet eine beliebte Grenzziehung zwischen islamischen Zuwanderern und deutscher Mehrheitsbevölkerung. Die vorliegende Arbeit untersucht exemplarisch vier Partnerschaften von Migrantinnen, die durch unterschiedliche Muster der Eheanbahnung zustande kamen. Zu Wort kommen zwei Frauen, die als Heiratsmigrantinnen aus der Türkei in ein schwäbisches Dorf kamen, und zwei Töchter türkischer Arbeitsmigranten, die mit Männern aus dem Herkunftsland verheiratet sind. Die Autorin fragt, welche Erfahrungen sie in ihren Ehen gemacht haben und welche Vorstellungen von Autonomie und Abhängigkeit ihr Denken und Handeln leiten. In der ethnographischen Nahsicht lösen sich die Schlagwörter und die ethno-zentrierten Erklärungsmodelle auf.
Aktualisiert: 2020-02-18
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Mutterpflicht und Mütterwünsche

Mutterpflicht und Mütterwünsche von Jensen,  Anne J
Am Anfang stand ein Kulturschock: Die dänische Sozialanthropologin Anne Juel Jensen konnte es kaum fassen, wie viele junge Mütter in Deutschland keinem Beruf nachgingen. Ihre Studie, durchgeführt in einer schwäbischen Kleinstadt, spürt den Gründen für diesen Zustand nach. Sie zeigt, dass nicht nur äußere Faktoren wie unzureichende Betreuungsangebote, mangelnde Unterstützung durch die Ehemänner und soziale Kontrolle die Mütter ans Haus binden, sondern hier auch eigene Überzeugungen und eigene Wünsche eine Rolle spielen, die oft mit Kindheitserfahrungen zu tun haben. Und sie zeichnet nach, dass und warum sich Mutterpflicht und Mütterwünsche auch im kleinstädtischen Milieu zu verändern beginnen.
Aktualisiert: 2020-02-18
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Zwischen Krieg und Frieden

Zwischen Krieg und Frieden von Johler,  Reinhard, Raphael,  Freddy, Schlager,  Claudia, Schmoll,  Patrick
Dieser Band ist das Ergebnis einer deutsch-französischen Tagung. Sie wurde im Rahmen des interdisziplinären Tübinger SFB 437 „Kriegserfahrungen. Krieg und Gesellschaft in der Neuzeit“ durchgeführt und spiegelt gleichzeitig die langjährige Zusammenarbeit der Abteilung „Cultures et Sociétés en Europe“ der Straßbourger Université Marc Bloch mit dem Tübinger Institut für Empirische Kulturwissenschaft. Diese freundschaftliche Kooperation – so kann behauptet werden – hat ein Nachdenken über den Feind (hier über den benachbarten „Erbfeind“) und dessen Konstruktion erst möglich und produktiv gemacht. Dabei wird in diesem Band keine einheitliche Definition des Feindes vorgegeben. Stattdessen wird in 17 Fallstudien – geordnet in den Kapiteln Feind/Wissenschaft, Feind/Gesellschaft, Feind/Krieg, Feind/Typen und Feind/Zukunft – dessen komplexe Konstruktion beschrieben und analysiert.
Aktualisiert: 2020-02-18
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Gewohnte Dinge

Gewohnte Dinge von Löffler,  Charlotte
Dem eigenen Wohnraum wird im Alltag älterer Menschen eine enorme Bedeutung zugesprochen. Der Übergang vom selbstständigen Wohnen im vertrauten Zuhause hin zum Leben in einer Pflegeeinrichtung bedeutet eine radikale Veränderung der Mensch-Umwelt-Beziehung, die meist mit dem Verlust persönlicher Gegenstände und der an diese geknüpften Gewohnheiten und Rituale einhergeht. Die durch die räumliche wie materielle Beschränkung spezifische Wohn- und Dingwelt von Bewohnern eines klassischen Pflegeheims untersucht Charlotte Löffler anhand der Leitfrage, welche Bedeutung den Dingen im institutionellen Kontext und im Prozess von Raumaneignung und ‚Beheimatung‘ zukommt. Im Mittelpunkt der Mikrostudie stehen dabei die handelnden Akteure selbst: Die Autorin beschreibt das Verhältnis der Pflegeheimbewohner zu anwesenden und verloren Dingen und ihre Strategien im Umgang mit der fremden Wohnumwelt aus der Innenperspektive.
Aktualisiert: 2020-02-18
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Herr, nimm du die Warzen mit!

Herr, nimm du die Warzen mit! von Badura,  Matthias
Alternative Therapien von der Steinheilkunde bis zur Irisdiagnose haben Konjunktur. Auch die archaische Figur der Heilerin findet im heutigen Gesundheitswesen ihren Platz. Dies Buch berichtet über eine ältere Frau auf der Schwäbischen Alb, von der es heißt, sie könne durch Gebete bei Vollmond Warzen verschwinden lassen. Zu ihren Kunden zählen nicht nur Bauern und Handwerker, sondern auch Akademiker. Und sie alle schwören keineswegs nur auf alte Heilrituale, sondern konsultieren ganz selbstverständlich auch die moderne Schulmedizin. Der Logik dieses scheinbar widersprüchlichen Verhaltens sucht Matthias Badura auf die Spur zu kommen.
Aktualisiert: 2020-02-18
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Zünftig, bunt und heiter

Zünftig, bunt und heiter von Grabowski,  Ralf
Der volkstümliche Schlager steht zweifellos im Fokus der Kritik: Seit Adorno wird an ihm und seinen Fans gern die Manipulationsabsicht der Kulturindustrie beschrieben. Nicht selten werden seine Anhänger als Abhängige charakterisiert, die sich durch einfache Harmonien und trostspendende Melodien Halt verschaffen wollen in unsicheren Zeiten. Der Autor ergänzt dieses Bild um neue Facetten. Die in Fanclubs organisierten Anhänger werden dabei als Swinger beschrieben, die nach den Mustern des aktiven Konsums taktisch an das Produkt „Volkstümlicher Schlager” herangehen. Und das heißt: Sie bauen diese Musik als Teilstück in ihr Biographiepuzzle ein. Für sie sind die Konzerte lediglich Mittel zum Zweck der actionorientierten Freizeitgestaltung. Die Bindung an eine bestimmte Musikgruppe kann deshalb jederzeit widerrufen werden.
Aktualisiert: 2020-12-17
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Culture to go

Culture to go von Bechdolf,  Ute, Maase,  Kaspar
Die USA als Vorbild für Reformen in Deutschland und die USA als Motor bedrohlicher Amerikanisierung - die Meinungen schwanken zwischen beiden Polen. Dieser Band präsentiert die Ergebnisse einer Lokalstudie zur amerikanischen kulturellen Präsenz im Alltag. HipHop, Fast Food, Antiamerikanisierung, Show-Sport, Hollywood-Kino, TV-Serien, Amerikanismen in der Sprache, Spielzeug - an diesen und weiteren Themen wird gefragt: Was bedeuten US-Importe für die, die sie gebrauchen? Und wem gehört in der globalisierten Welt eigentlich "Amerika"?
Aktualisiert: 2021-02-22
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Judendörfer in Württemberg

Judendörfer in Württemberg von Jeggle,  Utz
Die hier nach dreißig Jahren in einer Neuauflage wieder vorgelegte Studie Utz Jeggles war die erste und für Jahrzehnte auch die einzige systematische Untersuchung über Juden auf dem Lande, die in der Bundesrepublik erschienen ist. In mehr als einer Beziehung war sie eine Pionierstudie, die wissenschaftlich ihrer Zeit weit vorausgriff. Nicht zuletzt darauf beruht ihre anhaltende Aktualität und Hochschätzung. Mit einer Vielfalt von Fragestellungen sucht die heutige Forschung die Bedeutung der Landjuden für die jüdische Geschichte zu erfassen. Keines dieser Themen hat nicht schon Utz Jeggle in seiner Studie mehr oder weniger intensiv angesprochen und untersucht.
Aktualisiert: 2020-11-30
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Die Musealisierung des Anderen

Die Musealisierung des Anderen von Dean,  Isabel
Ethnologische Ausstellungen werben für ein besseres Verständnis fremder Kulturen. Sie haben dabei immer wieder zu prüfen, inwieweit sie sich selbst von stereotypisierenden und rassifizierenden Vorstellungen gelöst haben. Die vorliegende Arbeit analysiert die Ausstellung „Kunst aus AFRIKA“ des Berliner Ethnologischen Museums und fragt, wie weiße Europäerinnen als das „Andere“ vorstellen. Mittels einer „Dichten Beschreibung“ zeichnet die Autorin besonders aussagekräftige Displays und Objektarrangements nach und arbeitet mögliche Lesarten der Ausstellung heraus. Sie zeigt dabei exemplarisch die Schwierigkeiten und die Möglichkeiten musealer Präsentation auf, in einen „intelligenten Grenzverkehr mit dem Fremden“ (Sloterdijk) zu treten.
Aktualisiert: 2020-02-18
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