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Raqqa an Rhein

Raqqa an Rhein von Abdullah,  Jabbar
"Zwei Jahre später – ich arbeitete mittlerweile am Römisch-Germanischen Museum und war gerade dabei, einen der Türme der mittelalterlichen Kölner Stadtmauer zu restaurieren – kamen plötzlich mehrere Streifenpolizisten auf mich zugeprescht und erklärten, jemand habe mich als Terroristen angezeigt. Auch darüber lächelte ich nur. Eine Arbeitskollegin erklärte mir später, an solche Dinge müsse ich mich gewöhnen, schließlich sei ich nicht nur Ausländer, sondern "auch noch Syrer". Ich lächelte also. Keine Ahnung, warum man in Zeiten von Kriegen und Soldaten, von Flucht, Diktatoren und Rechtsextremen so viel lächelt. Ich verspreche Ihnen, ein guter Geflüchteter zu werden, damit mich alle akzeptieren. Einer, der Schweinefleisch isst, der sich jeden Tag in den Bars betrinkt, der gegen den Bau von Moscheen ist und für ein Kopftuchverbot, einer, der schwarze Körper weiß macht und verhindert, dass auf der Straße, in der Schule und in der Universität eine andere Sprache gesprochen wird als nur die eine. Und der den Rechten in Parlament und Ministerien viele Sitze zugesteht."
Aktualisiert: 2020-07-10
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Ich bin kein Ausländer, ich heiße nur so

Ich bin kein Ausländer, ich heiße nur so von Shaheen,  Amir
Wenn ein deutscher Muttersprachler einen arabischen Namen trägt, dann wirft das im Alltag berechtigte Fragen auf. Wenn jemand wie Amir Shaheen dann auch noch Schriftsteller ist und Bücher veröffentlicht, na, dann liegt es doch nahe, wissen zu wollen, ob seine Texte übersetzt werden – ins Deutsche! Amir Shaheen schildert pointiert und geistreich, was allein sein Name bei seinen biodeutschen Mitmenschen in diesem Lande auszulösen vermag. Seine Erlebnisse schildert er unterhaltsam und überaus amüsant. Zugleich lädt er dazu ein, weit verbreitetes Schubladendenken und vermeintliche Selbstverständlichkeiten noch einmal kritisch in den Blick zu nehmen, Erwartungshaltungen und Vorurteile zu überprüfen, sich bewusst zu werden über vielfach bloß Gutgemeintes und ebenso auch über die allgegenwärtige Schere im Kopf…
Aktualisiert: 2020-07-10
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Lieber sterbe ich, als nicht zu küssen

Lieber sterbe ich, als nicht zu küssen von Buck,  Inge, Gerlach,  Günther
Unsicherheit, Sorge und Unruhe bestimmen den Alltag. Kontakt soll nur über Telefon und Computer stattfinden, die Nachrichten kennen nur ein Thema: das Virus. Inge Buck beschreibt in ihrem Corona Tagebuch das Leben im Ausnahmezustand und fängt dabei auf geradezu poetische Weise die Gefühle ihrer gesamten Umwelt ein. Ein Buch, wie es aktueller nicht sein kann. Mit Pinselzeichnungen von Gunther Gerlach.
Aktualisiert: 2020-07-14
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Eine Woche, ein Leben

Eine Woche, ein Leben von Djafari,  Nassir
Kurz nach seinem 18. Geburtstag schließt sich Timm in sein Zimmer ein und verlässt es kaum noch. Hamid bietet alles auf, um seinen Sohn herauszuholen. Seine sämtlichen Anstrengungen laufen ins Leere. Er, der stets stolz darauf war, sein Leben in jeder Hinsicht unter Kontrolle zu haben, stürzt über die Verweigerung seines Sohnes in eine Lebenskrise. Nur zaghaft nähern sich die beiden einander wieder an und unternehmen eine gemeinsame Reise nach Peru. Dort geschieht etwas, das alles ändert. Ausgerechnet an Timms 19. Geburtstag verlässt Hamid in der Andenstadt Cusco morgens das Hotel und verschwindet.
Aktualisiert: 2020-06-04
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Ich bin kein Ausländer, ich heiße nur so

Ich bin kein Ausländer, ich heiße nur so von Shaheen,  Amir
Wenn ein deutscher Muttersprachler einen arabischen Namen trägt, dann wirft das im Alltag berechtigte Fragen auf. Wenn jemand wie Amir Shaheen dann auch noch Schriftsteller ist und Bücher veröffentlicht, na, dann liegt es doch nahe, wissen zu wollen, ob seine Texte übersetzt werden – ins Deutsche! Amir Shaheen schildert pointiert und geistreich, was allein sein Name bei seinen biodeutschen Mitmenschen in diesem Lande auszulösen vermag. Seine Erlebnisse schildert er unterhaltsam und überaus amüsant. Zugleich lädt er dazu ein, weit verbreitetes Schubladendenken und vermeintliche Selbstverständlichkeiten noch einmal kritisch in den Blick zu nehmen, Erwartungshaltungen und Vorurteile zu überprüfen, sich bewusst zu werden über vielfach bloß Gutgemeintes und ebenso auch über die allgegenwärtige Schere im Kopf…
Aktualisiert: 2020-07-11
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Raqqa am Rhein

Raqqa am Rhein von Abdullah,  Jabbar
Jabbar Abdullah ist Autor und Archäologe. Dank dieser doppelten Kompetenz vermag er in seiner autobiografischen Erzählung „Raqqa am Rhein“ zwei Gesellschaften kritisch zu durchdringen: die syrische und die deutsche. Es ist ein Buch über Aufbruch und Ankunft, über zerstörte Freiheitsträume und hoffnungsvolle Neuanfänge. Im Zentrum stehen zunächst Erinnerungen an eine Kindheit und Jugend im Zeichen der Diktatur, nahe der nordsyrischen Stadt Raqqa und der Alltag einer Dorfgemeinschaft am Euphrat. Später erkunden die Leser*innen an der Seite des Autors das unzerstörte Aleppo, erfahren die ersten friedlichen Proteste 2011 an der dortigen Universität ebenso wie deren brutale Niederschlagung durch das Assad-Regime. Mit Hilfe von Augenzeugenberichten erhalten die Leser*innen zudem einen Einblick in die skrupellosen Methoden der syrischen Geheimdienste bzw. das Leben unter der Willkürherrschaft des IS in Raqqa nach 2014. Doch Abdullah berichtet auch über seine neue Heimat Deutschland. Detailliert und humorvoll beschreibt er die ersten Schritte in einer zunächst fremden Gesellschaft und Sprache. Dabei hinterfragt der Autor die landläufigen Konzepte von Integration und Herkunft, reflektiert den Freiheitsbegriff und hält auch manch überraschenden Perspektivwechsel bereit.
Aktualisiert: 2020-07-11
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Hart an der Grenze

Hart an der Grenze von Jaeger,  Bernd, Mirshekari,  Tarlan
Hart an der Grenze umfasst gesammelte Gedichte Bernd Jaegers von 1970 bis 1980. Bernd Jaeger offenbart in seiner Poesie eine Art psychischen Realismus, geprägt von der Fragilität und Sensibilität eines isolierten Inneren. Von einem seelischen Druck und dem Gefühl, von der Gesellschaft unverstanden zu sein, motiviert, schreibt Jaeger in kreativer, assoziativer und affektiver Sprache über Autobiografisches und Themen des Alltäglichen. Doch auch hier verzichtet er ab und an nicht auf eine gewisse Prise distanzierender (Selbst-)Ironie.
Aktualisiert: 2020-07-07
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Nachtwind

Nachtwind von Buck,  Inge, Bührmann,  Lothar
Herbst und doch kein Herbst am Ende eines Sommers: Gedichte über den Rhythmus der Jahreszeiten und über ihren unmerklichen Verlust. Mit Hölderlin am Neckarufer und Maria Theresia im barocken Garten in Wien: Gedichte über Orte und Städte, wo Vergangenheit und Gegenwart sich begegnen, wo die Geschichte spürbar wird. Gedichte über die Schrecken der Gegenwart, die den gewohnten Alltag durchkreuzen und verstören, während der Nachtwind um das Haus fegt. Und immer wieder ist der unaufhaltsamen Ablauf der Zeit Thema der Gedichte: es wird Abend und wieder Morgen, während die Todesnachricht die Uhren nicht anhält. Unbeirrt ist von der Schönheit der Erde die Rede, von verborgenem Wurzelwerk, ziehenden Wolken, Vogelruf, von Augenblicken der Wahrnehmung und des Erkennens. Nachtwind ist ein Künstlerbuch: ein Dialog zwischen Text und Bild, ein Gespräch zwischen Worten und Zeichnungen, zwischen den Gedichten von Inge Buck und den Cartoons von Lothar Bührmann, wobei die Gedichte beginnen und die Cartoons antworten, einvernehmlich, mit ernsthafter Leichtigkeit, manchmal mit versteckter Ironie, einer Heiterkeit oder einem Lächeln. Gedichte und Cartoons entsprechen sich kongenial. In der nun neu aufgelegten, zweisprachigen Ausgabe ist Nachtwind aber auch ein Künstlerbuch in einem zweiten Dialog: zwischen der Originalsprache und der Übersetzung, zwischen den Gedichten in deutscher Sprache und den Gedichten im Rhythmus der persischen Sprache: ein Dialog im Spannungsfeld zwischen westlicher und östlicher Kultur.
Aktualisiert: 2020-07-01
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Kleines Buch der Migrationen

Kleines Buch der Migrationen von Kadivar,  Pedro, Krämer,  Gernot
In seinem literarischen Essay setzt sich Pedro Kadivar mit der Thematik der inneren und äußeren Migration auseinander. Strukturierendes Element ist dabei die Biographie des Autors: Einst im Iran geboren, emigrierte Kadivar erst nach Paris, später nach Berlin. Radikal in seiner Form der Integration, legte er die Muttersprache später gänzlich ab und unterdrückte so die eigene Herkunft. Neben persönlichen Einblicken in das Leben eines Migranten bietet der Essay Überlegungen über die Bedeutung der Migration in der Kunst und bezieht sich auf wichtige Figuren der Kunst- und Literaturgeschichte wie Dürer, Giorgione, Proust, Beckett und Hedayat.
Aktualisiert: 2020-07-01
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Josef hat Geburtstag

Josef hat Geburtstag von Taufiq,  Suleman
Eine Kurzgeschichten-Sammlung, die von den Besonderheiten und Hindernissen erzählt, denen man begegnet, wenn man gewöhnt an die Eigenheiten der Kultur, in der man aufgewachsen ist, sich plötzlich in einer Umgebung wiederfindet, die völlig andere pflegt. Es geht um stets heitere bisweilen lustige Anekdoten aus dem Leben von Menschen, die sich in der Fremde wieder- und zurechtfinden müssen. Viele davon gründen sich auf kleineren und größeren alltäglichen, kulturellen Missverständnissen. Die Komik ist mitreißend und zugleich hält sie eine Prise Tragik bereit, dadurch, dass diese Geschichten noch immer aktuell sind und sich immer und immer wieder wiederholen. Außerdem geben diese kleinen Erzählungen rührende und persönliche Einblicke in das Leben Taufiqs und in seine Beziehung zur deutschen Sprache.
Aktualisiert: 2020-07-01
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