Argumentieren mit Peers

Argumentieren mit Peers von Arendt,  Birte
Argumentieren gilt als gesellschaftlich hochfunktionale kommunikative Praktik u. a. zur Bearbeitung von Dissens. Im Gegensatz zu dieser Relevanz steht das bisher noch immer unzureichende Wissen über den Erwerb argumentativer Fähigkeiten insbesondere in Peer-Gesprächen. Die vorliegende Studie beansprucht auf der Grundlage authentischer längs- und querschnittlich strukturierter Gesprächsdaten von Kind-Kind-Interaktionen und gesprächsanalytisch inspirierten Beschreibungen, diese Wissenslücke partiell zu schließen. Sie geht dabei von den Prämissen aus, dass Kindergartenkinder auch in Konfliktsituationen kooperativ miteinander agieren und in Peer-Gesprächen voneinander lernen können. Die Arbeit beschreibt kindliche Argumentationsmuster, die anhand von 41 Transkriptausschnitten illustriert werden, in dreifacher Weise: Erstens werden die argumentativen Kompetenzen in Form von Erwerbsverläufen dargestellt, zweitens die Erwerbssupportivität derartiger Sequenzmuster in Peer-Interaktionen plausibilisiert und drittens ein Toposinventar zur inhaltlichen Typisierung der Argumente entworfen. Mit diesem Wissen sind weiterführend sowohl Aussagen über kindliche Argumentationskompetenzen ableitbar als auch Einsichten in die kindliche Kooperativität und in wechselseitig etablierte Lernmöglichkeiten. Letztere bilden aktuell einen Schwerpunkt der internationalen Forschung zu Peer-Gesprächen. Erst durch die genaue Erforschung dessen, was Kinder auf argumentativer Ebene tun, ist sowohl das Erkennen von Förderungsbedarf als auch eine gezielte Unterstützung möglich. Durch einen Transfer der vorliegenden Ergebnisse können Kinder im Kindergartenalter sowohl befähigt werden, Konflikte selbständig und erfolgreich zu lösen, als auch, auf schulische Erwartungen hinsichtlich des Argumentierens angemessen zu reagieren.
Aktualisiert: 2019-09-12
> findR *

Grammatik der Bedeutungsstiftung

Grammatik der Bedeutungsstiftung von Ogawa,  Akio
Im vorliegenden Band wird der Frage nachgegangen, wie man durch Sprache Sachen und Sachverhalte evoziert (engl. „to evoke“) und interpretiert. Auf den Punkt gebracht: Wie stiftet man Bedeutungen? Dabei zeigt sich, dass einerseits grammatische Kategorien keinem starren vorgegebenen System unterworfen sind, sondern „anthropozentrisch“ wirken, und dass andererseits der Sprachbenutzer imstande ist, Bedeutung, Funktion und Pragmatik anhand der verwendeten Sprachmittel zu stiften. Der Gedanke im Hintergrund ist der sogenannte Kontextualismus. Demzufolge sind Sprachformen und -konstruktionen generell „unterdeterminiert“. Unterdeterminierte Formen und Konstruktionen müssen durch adäquate Bedeutungen versorgt werden, die der Sprachbenutzer einsetzt. Erst dadurch sind sie „gefüllt“. Der Band soll zugleich als ein Versuch verstanden werden, die vorzuschlagenden Erklärungsansätze auf die nicht partikuläre, sondern allgemeingültige (Fremd)Sprachendidaktik hin auszuloten.
Aktualisiert: 2019-09-04
> findR *

Deutsche Syntax funktional

Deutsche Syntax funktional von Welke,  Klaus
DEUTSCHE SYNTAX FUNKTIONAL erkundet Reichweite und Möglichkeiten einer funktionalen Syntax. Es werden Grundfragen des Verhältnisses von Struktur und Funktion besprochen und Prinzipien funktionalen Erklärens formuliert. Ein methodologisches Charakteristikum des vorliegenden Bandes ist der prototypentheoretische Zugang. Aus diesem folgt ein Plädoyer für die Einheit von Synchronie und Diachronie. Im Hauptteil wird ein Konzept der Perspektiviertheit syntaktischer Strukturen u.a. am Beispiel von Medialisierung und Passivierung entwickelt. Voraussetzung dafür ist die Unterscheidung von inhärenter und sekundärer Perspektivierung (Thema-Rhema-Gliederung) und ein Konzept der Zuordnung semantischer Rollen. Ein lexikalistischer Standpunkt, nach dem Verben bereits im Lexikoneintrag perspektiviert sind, bildet die Grundlage. Als eine typologisch relevante Opposition wird der aspektuale Gegensatz ‘Handlung’ versus ‘Vorgang’ herausgestellt. Dies schließt eine kritische Bestandsaufnahme der Aspektklassenunterscheidung ein.
Aktualisiert: 2019-08-05
> findR *

Diskurse und Texte von Kindern

Diskurse und Texte von Kindern von Kern,  Friederike, Ohlhus,  Sören, Quasthoff,  Uta, Stude,  Juliane
In einem umfassenden und ungewöhnlich differenzierten Zugriff rekonstruiert die Studie längschnittlich, auf welche Weise Kinder sich im Verlauf des Grundschulalters komplexe mündliche und schriftliche Fähigkeiten aneignen. Dabei werden beispielhaft unterschiedliche Genres des Erzählens sowie das Anleiten (Spielerklärungen) betrachtet. Neben dem Vergleich dieser diskursiven Gattungen steht die Frage nach den unterschiedlichen Aneignungsverfahren im Zentrum. Dabei untersuchen wir z.B., wie sich die einschlägigen mündlichen und schriftlichen Kompetenzen der Kinder im Erwerbsverlauf zueinander verhalten. Die empirische Grundlage bilden 37 Kinder zweier Grundschulklassen, die über den Verlauf von mehr als drei Jahren beobachtet werden. Bei der sprachwissenschaftlichen Nachzeichnung der Aneignungsprozesse liegt das Schwergewicht auf den unterschiedlichen externen und internen Erwerbsressourcen der Kinder. Im Rahmen eines interaktionsbasierten Ansatzes wird das Zusammenspiel von erwerbsrelevanten interaktiven Dia-logerfahrungen und den jeweils genutzten Kompetenzen in den individuellen Erwerbsprofilen der einzelnen Kinder beschrieben, theoretisch modelliert und in seiner Häufigkeitsverteilung erfasst. Zur Veranschaulichung werden vier sehr unterschiedliche Erwerbsverläufe detailliert vorgeführt und mit umfangreichem Transkript- und Textmaterial präsentiert. Damit liefert die Studie einen wesentlichen theoretischen und empirischen Beitrag, auf dessen Grundlage erwerbsbasierte Ver-fahren zur individuellen Förderung anschließbar sind, die in ersten Ansätzen hier bereits skizziert werden.
Aktualisiert: 2019-10-14
> findR *

Zeitschrift für Semiotik / Digitaler Dschihad

Zeitschrift für Semiotik / Digitaler Dschihad von Biesinger,  Robin, Sachs-Hombach,  Klaus, Schirra,  Jörg R. J., Ulrich,  Anne, Wilde,  Lukas R. A.
Aus dem Inhalt: Einführung: Robin Biesinger, Klaus Sachs-Hombach, Jörg R. J. Schirra, Anne Ulrich und Lukas R. A. Wilde: Medienwandel und die propagandistische Dimension von Terrorismus Marlies Althöfer und Bettina Buhl: Das Bild als Waffe: Eine Gegenüberstellung von terroristischen Kommunikationsstrategien und medialen Bewältigungstaktiken am Beispiel von 9/11 Bernd Zywietz: Propagandistische Text-Akte, Text-Funktionen und funktionale Relationen: Theoretisch-konzeptionelle Überlegungen zu einem Analyseansatz Alexandra Dick: Anāshīd und der mediale Jihad des Islamischen Staates Yorck Beese: Exekutionsvideos des Islamischen Staates: Filmsprache, Zielpublikum und rhetorische Potenziale Anne Ulrich: „Hello, I’m John Cantlie“: Dschihadistische Propaganda und die gespenstische Medialität von Bedrohung Kai Frederik Jostmeier, Philemon Schick und Max Schweizer: Wissen verständlich vermitteln: Möglichkeiten der Wissenschaftskommunikation am Beispiel „Islamistischer Terrorismus: Die konstruierte Bedrohung“ Studentische Beiträge
Aktualisiert: 2019-08-12
> findR *

Sport und Gesellschaft

Sport und Gesellschaft von Bremer,  Thomas, Harth,  Helene, Heydenreich,  Titus, Winkler,  Daniel
Aus dem Inhalt: Thomas Bremer: Ein Rennpferd als Volksheld. «Vandalo» und der Trabrenn-Sport im Risorgimento Erminio Fonzo: Ondina Valla. Eine Spitzensportlerin in den Jahren des Faschismus John Foot: Ein Erinnerungsort des italienischen Sports. Die Superga-Katastrophe von 1949 und der Mythos von Il Grande Torino Eva Maria Gajek: Podest und Politik. Die Olympischen Spiele von Rom 1960 Angela Oster: Teta Veleta. Triumph und Tragödie des Fußballs bei Pier Paolo Pasolini Sergio Giuntini: ‹Auto›-Biographie einer Stadt und eines Parks: Sport in Monza Nelson Puccio: Der Radsport und seine epische Berichterstattung. Vom Entstehen und Fortbestehen eines Mythos Vincenzo Folino: Sprachen und Fußball. Kommunikationsstrategien von Spielern und Trainern in mehrsprachigen Mannschaften Fulvia D’Aloisio: Maradona zwischen Symbol, Mythos und globaler Dimension. Ein anthropologischer Blick auf die Fankultur des neapolitanischen Fußballs Notizbuch: Elisabeth Fraller über einen Reiseführer zum Jüdischen Rom – Thomas Bremer über die Escher-Ausstellung in Neapel – Interview mit Andrea D’Angelo von der Künstlerbewegung Gli indecisionisti (Janek Scholz) Rezensionen
Aktualisiert: 2019-07-29
> findR *

Konstruktionsgrammatik VI

Konstruktionsgrammatik VI von Czicza,  Dániel, Dekalo,  Volodymyr, Diewald,  Gabriele
Der Sammelband fokussiert die Komplementstruktur von Verben vor dem Hintergrund ihrer konstruktionellen Variation und ihrer Darstellung in konstruktionellen Netzwerken. Im Rahmen korpuslinguistischer Studien und konstruktionsgrammatischer Modellierung werden lexikalisch produktive und grammatische Verbalkonstruktionen hinsichtlich der Bedingungen und Faktoren ihres Auftretens sowie ihrer semantischen und formalen Präferenzen untersucht.
Aktualisiert: 2019-06-19
> findR *

Kontrastive Phonetikvermittlung

Kontrastive Phonetikvermittlung von Valman,  Giselle
Die vorliegende Untersuchung geht dem Einfluss von Phonetik-Übungen auf den Lernprozess in der Aussprachevermittlung für Deutsch als Fremdsprache (DaF) nach. Neu dabei ist die Integration kontrastiver Aspekte (Spanisch-Deutsch) in die Phonetik-Übungen selbst. In dieser Hinsicht ermöglicht der Terminus Kontrastivität im Sinne von Brdar-Szabó eine methodisch-didaktisch nutzbringende Verbindung der Erstsprache mit der Zielsprache Deutsch. Darüber hinaus herrscht im Fremdsprachenunterricht seit vielen Jahren Konsens, dass die Anwesenheit phonetischer Interferenzen aus der Erstsprache nicht zu verleugnen ist, umso mehr im Rhythmusbereich, weil dieser sehr früh während des Erstspracherwerbs erworben und automatisiert wird. Rhythmische Gewohnheiten sind somit besonders schwer zu verändern. Ihre Korrektur benötigt viel Aufmerksamkeit. Nach der Vorstellung einer Übungstypologie im Bereich der Kontrastivität zum Rhythmuserwerb wird der Einfluss dieser Übungstypologie auf DaF-Lernende mit Spanisch als Erstsprache im Lernprozess ergründet, wobei die Ausspracheleistung in einem Vorher-Nachher-Design sowie die Erfahrung der Lernenden mit den Phonetik-Übungen in einem dafür erteilten Phonetik-Kurs untersucht wurden. Daraufhin werden didaktische Konsequenzen für die Phonetik-Übungen in DaF abgeleitet sowie Forschungsdesiderata und ein Ausblick auf zukünftige Untersuchungen präsentiert.
Aktualisiert: 2019-09-30
> findR *

Pragmatik der Höflichkeitserwartung

Pragmatik der Höflichkeitserwartung von Grunzig,  Dörte
In Gesprächen besteht die Erwartung gesichtswahrender Äußerungen, die der Höflichkeit dienen. Aufforderungen oder Kritik stehen dieser Gesichtswahrung durch Einschränkung von Handlungsfreiheit oder abschlägiger Beurteilung und somit fehlender Zustimmung entgegen. Dennoch müssen diese geäußert werden, was sich höflich gestalten lässt, indem die Wünsche nach Anerkennung und Autonomie berücksichtigt werden. Es gibt Fälle, vor allem in Situationen mit institutioneller Hierarchiekonstellation, in der diese Wünsche nicht erfüllt werden und das Gesicht des Unterlegenen implizit bedroht wird. Dass eine solche Bedrohung vorliegt, können sie aufgrund der Hierarchie jedoch nicht explizit äußern. Genau diese Fälle impliziter Gesichtsbedrohungen werden in der Monographie untersucht. Anhand universitärer Sprechstundengespräche werden Gesprächssequenzen hinsichtlich der Fragen analysiert, wie solche Erwartungsbrüche entstehen, inwiefern das Gesicht des anderen also bedroht wird und wie darauf reagiert wird. Als Ergebnis konnten innerhalb der fünf detailliert analysierten Gespräche gemeinsame Merkmale für das Entstehen von und Reagieren auf Gesichtsbedrohungen ermittelt werden. Für die Analysen wurde zum einen die Methode der Gesprächsforschung um den Einbezug von Inferenzen wie Implikaturen erweitert, was für eine Rekonstruktion impliziter Gesichtsbedrohungen nötig ist, zum anderen konnten viele verschiedene Entstehungsmöglichkeiten von Implikaturen aufgedeckt werden, die nicht, wie in der bisherigen Forschung, an einer bestimmten Äußerung haften, sondern erst innerhalb und durch Sequenzen aktiv werden. Die vielen Sequenzen zeigen, wie Gesichtswahrung und bedrohung implizit verlaufen und können dazu beitragen, für derartige Situationen zu sensibilisieren. Für die Gesprächs- und Implikaturforschung kann die hier verwendete Methodenerweiterung und die dadurch aufzeigbare sequentielle Implikaturgenese von Bedeutung sein.
Aktualisiert: 2019-05-20
> findR *

Kognitive Ambiguität

Kognitive Ambiguität von Ising,  Markus
Die Wahrnehmung und kognitive Verarbeitung der Welt ist nicht immer eindeutig. Daher sehen wir z.B. in ein und demselben Vexierbild zwei Gestalten, und während Deutsche überwiegend von Lebensgefahr sprechen, wird im französischen Sprachraum derselbe Zustand mehrheitlich als Todesgefahr (danger de mort) konzeptualisiert. Die vorliegende Arbeit betrachtet diese „Ambiguität der Dinge“ am Beispiel von Kollektivität und Paarigkeit, wo ebenfalls zwei Konzeptualisierungen konkurrieren: steht bei einem Wald oder einem Ehepaar die Einheit des Ganzen oder aber die Vielheit der Bäume bzw. die Zweiheit der Personen im Vordergrund? Die Ausdrucksschwankungen, die aus dieser Ambiguität resultieren, werden in der Arbeit systematisch beschrieben. Hierzu gehört • einerseits die Modellierung von Kollektivität und Paarigkeit als universelles Problem, andererseits ein genauer Blick auf den einzelsprachlich variierenden Umgang mit diesem Problem (v.a. im Französischen, Italienischen und Spanischen). • die qualitative und quantitative Analyse der einzelnen Phänomene in Grammatik (syntaktische Kongruenz, Nominaldetermination) und Lexik (Kollektivnomina). • die Berücksichtigung der diachronen Perspektive: Die Arbeit mündet in eine Typologie von Sprachwandelmustern, in denen Kollektivität und Paarigkeit eine zentrale Rolle spielen.
Aktualisiert: 2019-06-19
> findR *
MEHR ANZEIGEN

Oben: Publikationen von Stauffenburg

Informationen über buch-findr.de: Sie sind auf der Suche nach frischen Ideen, innovativen Arbeitsmaterialien, Informationen zu Musik und Medien oder spannenden Krimis? Vielleicht finden Sie bei Stauffenburg was Sei suchen. Neben praxiserprobten Unterrichtsmaterialien und Arbeitsblättern finden Sie in unserem Verlags-Verzeichnis zahlreiche Ratgeber und Romane von vielen Verlagen. Bücher machen Spaß, fördern die Fantasie, sind lehrreich oder vermitteln Wissen. Stauffenburg hat vielleicht das passende Buch für Sie.

Weitere Verlage neben Stauffenburg

Im Weiteren finden Sie Publikationen auf band-findr-de auch von folgenden Verlagen und Editionen:

Qualität bei Verlagen wie zum Beispiel bei Stauffenburg

Wie die oben genannten Verlage legt auch Stauffenburg besonderes Augenmerk auf die inhaltliche Qualität der Veröffentlichungen. Für die Nutzer von buch-findr.de: Sie sind Leseratte oder Erstleser? Benötigen ein Sprachbuch oder möchten die Gedanken bei einem Roman schweifen lassen? Sie sind musikinteressiert oder suchen ein Kinderbuch? Viele Verlage mit ihren breit aufgestellten Sortimenten bieten für alle Lese- und Hör-Gelegenheiten das richtige Werk. Sie finden neben