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Marek Mintál

Marek Mintál von Böller,  Hans
Die Geschichte des Fußballs ist voller Helden-Geschichten. Ein Held? Nichts läge Marek Mintál ferner als so ein Gedanke. Mintál ist der einzige Bundesliga-Torschützenkönig im Trikot des einst so großen 1. FC Nürnberg, er prägte die schönsten Jahre der jüngeren Vereinsgeschichte, schoss das Tor, das einem Pokalfinale die Wende gab – und lag wenig später, mitten in der Nacht, verletzt in einer Berliner Arztpraxis, als sich der Club aufmachte, den DFB-Pokal zu gewinnen, seinen einzigen Titel der letzten 50 Jahre. Dass alle Mitspieler sagten, sie hätten dieses Spiel besonders für ihn gewonnen, ließ erahnen, was Marek Mintál diesem Verein immer bedeutet hat. Umgekehrt war es stets genauso. Mit den vielen Toren, die Marek Mintál erzielt hat, ist das allein nicht zu erklären. Als er am Ende seiner Profikarriere nur noch wenige und schließlich gar keine Tore mehr schoss, liebten ihn die Menschen noch viel mehr. Sie liebten ihn als das, was Mintál immer sein wollte – ein ganz normaler Mensch, dankbar für sein Talent. Einer wie all jene, die ihm zujubelten und mit ihm litten, als er nach einem Mittelfußbruch zwei Jahre lang ausfiel. Wäre er ein Held gewesen, hätte das eine Tragödie bedeutet, aber Marek Mintál sagte, er sei auch für Rückschläge dankbar, sie gehörten zum Leben. Dieses Buch erzählt davon wie Fußball zum Leben gehört. Es ist weder eine klassische Biographie noch ein klassisches Fußball-Buch, sondern erzählt, wie einen dieses Spiel bewegt, auch in Zeiten des vom Kommerz regierten Fußballs. In den zwei Jahrzehnten, in denen Marek Mintál zum 1. FC Nürnberg gehört, hat sich der Fußball verändert wie noch nie, entfernt von den Menschen, die ihn lieben – und vermag sie in seinen besten Momenten dennoch tief zu berühren. Da, wo sie ihr Leben noch auf den Platz projizieren und sich mit Fußballspielern identifizieren können, die ihnen nahe sind mit ihren Stärken und Schwächen. Marek Mintál war für viele auch deswegen ein Vorbild, weil er nie eines sein wollte. Warum so viele Menschen Fußball so lieben? Fußball ist ein Spiel voller Leidenschaft und Phantasie – aber manchmal auch abschreckend, maßlos und verrückt. Marek Mintáls Geschichte ist die Geschichte eines großartigen Fußballers, der sich selbst völlig normal nennt. Es ist eine Geschichte über das Leben, über Glück und Unglück. Über all das, was Menschen im Fußball suchen. Sich selbst.
Aktualisiert: 2021-04-22
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Fußball als Nahtoderfahrung

Fußball als Nahtoderfahrung von Fritsch,  Oliver
Am Abend des 11. Juli 2020 um kurz vor 20.10 Uhr stand der 1. FC Nürnberg vor dem Abgrund. Zu dieser Zeit lief das Relegationsrückspiel in Ingolstadt. Der 1. FC Nürnberg hatte das Hinspiel 2:0 gewonnen, doch kurz vor dem Abpfiff führte der FC Ingolstadt 3:0. Allen Club-Fans war klar: Der Sturz in die Dritte Liga wäre nicht nur eine sportliche Niederlage, sondern könnte den völligen wirtschaftlichen Zusammenbruch des Vereins bedeuten. Als die Nachspielzeit abgelaufen war und Nürnberg noch ein letzter Angriff gestattet wurde, geschah Wundersames. In der 96. Spielminute schoss Fabian Schleusener mit seinem ersten Tor für den 1. FC Nürnberg das 3:1. Nürnberg war gerettet, in allerletzter Sekunde. Was folgte, war ein einziger Schrei und ein Chaos der Gefühle. Zwar ging das Spiel letztlich für Nürnberg gut aus, aber es war kein Erfolg, der Freude und Leichtigkeit auslöste. Bereits im Moment des Jubels ergriffen von den Club-Fans seltsame Gefühle Besitz – Trauer, Schmerz, Wut und eine große Leere. Der Autor Oliver Fritsch, Sportjournalist für Zeit Online, verfolgte das Spiel im Innenraum des Max-Morlock-Stadions mit der Belegschaft des FCN, also mitten im Epizentrum des Geschehens. Er ließ sich anstecken von einem Fegefeuer, dessen Hitze noch lange nachbrennen sollte. In den Tagen danach stellte er fest, dass das Spiel auch einen Kumpel aus Studententagen (und Club-Fan von Kindheit an) nicht mehr los ließ. Die beiden beschlossen, ihr traumatisches Erlebnis gemeinsam aufzuarbeiten. Sie mussten reden. So ist dieses Buch entstanden. Oliver Fritsch und Roland Wittner sprechen über das kollektive Leidenserlebnis Ingolstadt, das Dasein als Club-Fan, verschiedene Begleiterscheinungen des modernen Fußballs, kathartische Abgründe und natürlich das rettende Tor. Zu Wort kommen darüber hinaus Protagonisten und Beobachterinnen dieses Ereignisses – Fußballspieler und Trainer ebenso wie Vereinsangestellte, Fans, ein Fotograf und der Karikaturist Achim Greser. Es ist ein therapeutisches Buch, eine Art schriftlicher Stuhlkreis – nicht nur für die Autoren und die Club-Fans, sondern für alle Sportbegeisterten, die wissen wollen, was der Fußball mit uns Menschen macht.
Aktualisiert: 2020-12-29
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Ich will doch immer nur kriegen was ich haben will

Ich will doch immer nur kriegen was ich haben will von Dobler,  Franz, Liebert,  Juliane, Rothenberger,  Manfred
Der Schriftsteller, DJ und Musik-Kenner Franz Dobler hat an keinem Literaturinstitut studiert und schreibt trotzdem oder gerade deshalb sehr gute Gedichte. Dieses Buch enthält 35 neue Gedichte und alles aus Doblers ersten zwei Gedichtbänden »Ich fühlte mich stark wie die Braut im Rosa-Luxemburg-T-Shirt« (2009) und »Jesse James und andere Westerngedichte« (1991). Doblers Gedichte winden keine Metaphern-Kränze, sondern sind geprägt von Widerspruch und Witz, von Gefühl und Härte, vom Schmerz über den Lauf der Welt. Einer der letzten Wildläufer im deutschen Literaturbetrieb bringt die Dinge auf den Punkt, zeigt poetisch und politisch Kante, schont nichts und niemanden, und am allerwenigsten sich selbst. Man hat das Gefühl, da ist jemand, »mit dem man gern mal einen trinken würde, obwohl man weiß, es wird nicht bei einem Drink bleiben« (Heiko Werning). Das ist selten in der deutschsprachigen Lyrik. Juliane Lieberts Schwarz-Weiß-Fotografien spielen dazu die passende Begleitmusik, es sind schnelle Shots aus der urbanen Prärie – aus architektonischen, gesellschaftlichen und mentalen Randzonen. In einem dieses Buch abschließenden Gespräch mit Herausgeber Manfred Rothenberger denkt Franz Dobler nach über das Rauchen, den Räuber Mathias Kneißl, Lyrik für die Gartenabteilung eines Baumarkts, ausgewählte Arschlöcher und den Tod.
Aktualisiert: 2020-11-15
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The Crazy World of Kevin Coyne

The Crazy World of Kevin Coyne von Bader,  Michael, Bruckmaier,  Karl, Coyne,  Kevin, Kusz,  Fitzgerald, Mückl,  Christian, Radlmaier,  Steffen, Rothenberger,  Manfred
Die Monographie »The Crazy World of Kevin Coyne« würdigt erstmals Leben und Werk des britischen Rock-Poeten, Musikers und Künstlers Kevin Coyne (1944 – 2004). Geboren 1944 in Derby, begeisterte sich Coyne schon früh für Musik und Malerei. Mitte der 1960er-Jahre arbeitete er zunächst als Kunsttherapeut in einer psychiatrischen Klinik, später als Sozialarbeiter mit Drogensüchtigen. »Diese Erfahrungen lehrten mich, dass die Welt kein fairer Ort ist« (Coyne), sie beeinflussten nachhaltig seine Musik, seine Malerei und seine Texte, die sich vornehmlich mit den Ausgestoßenen und Vergessenen der Gesellschaft beschäftigen. Auch Coyne selbst blieb ein Außenseiter im Musikbusiness, folgte nie irgendwelchen Trends, sondern ging konsequent seinen Weg und performte mit eindringlicher, rauer Stimme seine Songs zwischen Rock, Folk und Blues. Trotz einiger kommerzieller Erfolge in den 1970er-Jahren, der Verehrung vieler Musikerkollegen von Sting und Andy Summers bis John Lydon sowie dem Lob der Musikkritik blieb Coyne, der im Lauf seiner Karriere mehr als 40 Alben veröffentlichte, der große Durchbruch verwehrt. Nach einer schwierigen Zeit in den 1980er-Jahren, die von einem Nervenzusammenbruch, Alkoholproblemen und der Scheidung seiner Ehe gekennzeichnet waren, fand Coyne, der »Song-Schreiber, Trinker, Maler, Dichter, Verlierer, Rock’n’Roll-Besessene, Liebende und Liebenswerte« (Alfred Hilsberg) in Nürnberg eine neue Heimat und schuf bis zu seinem Tod ein umfangreiches bildnerisches Oeuvre, das sich stilistisch am Bad Painting und der Art Brut orientiert. Neben einem ausführlichen biografischen Essay enthält dieses Buch Aufsätze zu den verschiedenen Facetten von Coynes vielfältigem Werk, zahlreiche zum Teil erstmals veröffentlichte Fotografien, eine Auswahl seiner Bilder und Zeichnungen, Interviews, Gedichte und Songtexte sowie einen umfassenden bibliografischen Apparat.
Aktualisiert: 2020-10-01
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Hurensöhne!

Hurensöhne! von Aksoy,  Erman, Liebert,  Juliane, Manfred,  Rothenberger
»Und sollte ich vergessen haben, jemanden zu beschimpfen, dann bitte ich um Verzeihung.« (Johannes Brahms, 1833 – 1897) Juliane Liebert ist Autorin und Journalistin (Süddeutsche Zeitung, DER SPIEGEL, DIE ZEIT) mit einem besonderen Faible für Pop, in bester Tradition einer Clara Drechsler oder Frieda Grafe schlagen ihre Texte stets eigenwillige, kluge und überraschende Funken. Lieberts Essay »Hurensöhne! – Über die Schönheit und Notwendigkeit des Schimpfens« ist ein Lob des derben Zorns, eine Apotheose des klugen und kreativen Schimpfens – eines Schimpfens, das sowohl etwas Befreiendes hat, als sich auch seiner Lächerlichkeit, Erbärmlichkeit und Hilflosigkeit (fast) immer bewusst ist. Juliane Lieberts Auseinandersetzung mit Gedichten, Songs und Texten u.a. von François Villon, Louis-Ferdinand Céline, Georg Kreisler, den Saporoger Kosaken, Sean Bonney oder Ton Steine Scherben ist aber nicht nur analytischer, sondern auch sympathisierender Art. Wird das Korsett sprachlicher Wohlerzogenheit im Sturm entgrenzter Emotionalität gesprengt, ist das zugleich Ausdruck anarchischer Kraft und Protest gegen sprachliche Normen und soziale Kontrolle. Die Blow-Up-Bilder von Erman Aksoy – ein zornglühendes Ohr, ein wutentbrannter Blick, eine gebleckte Zunge – sind visuelles Pendant. Sie fixieren Augenblicke verzerrter Mimik und Gestik, Momente der Wut, des Ekels und der Konfrontation. Fotografische Netzhaut-Attacken als künstlerische Reflexion über das Wesen des Schimpfens und Wütens. »Vielleicht sollte man das schöne Schimpfen als eine Sprache der Liebe etablieren«, schlägt Juliane Liebert vor. »Schimpfen ist der Stuhlgang der Seele«, sagt der Volksmund. Also lobt, preist oder schmäht dieses Buch. Sonst werdet ihr für immer im Vorhof der Hölle schmoren, in einem stinkenden Abortkübel oder als Auswurf im Rinnstein der elendsten Straße dieser Welt!
Aktualisiert: 2020-07-09
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Das Spiel von der Einverleibung

Das Spiel von der Einverleibung von Camuñas,  Toño, Gangl,  Natascha
Am 19. Oktober 2020 jährt sich der Todestag von Unica Zürn (1916 – 1970), einer Ikone des Surrealismus, zum 50. Mal. Um an das Werk dieser außergewöhnlichen Künstlerin und Schriftstellerin zu erinnern, haben die österreichische Autorin Natascha Gangl und der spanische Künstler Toño Camuñas zu einem ebenso spannenden wie beziehungsreichen Projekt zusammengefunden. Quer durch Europa hat sich Natascha Gangl in den vergangenen zwei Jahren auf Spurensuche nach Unica Zürn begeben und Orte besucht, die in deren Leben und Werk eine wichtige Rolle gespielt haben. Aus den Erlebnissen und Erfahrungen dieser Reise sowie ihrer intensiven Lektüre der Schriften Zürns kreierte Gangl eine vielstimmige Textcollage, die man auch als ein Spiel verstehen kann – ein literarisches Spiel, bei dem Denken, Fühlen und Schreiben der beiden Autorinnen tief ineinandergreifen, sich Vergangenheit und Gegenwart unmittelbar miteinander verbinden. In dem spanischen Künstler Toño Camuñas hat Natascha Gangl einen kongenialen Partner gefunden. Der als (Wand-)Maler, Zeichner und Druckgrafiker in Mexico lebende Camuñas ist in den unterschiedlichsten visuellen Welten zuhause: Motive der europäischen Kunstgeschichte, piktorale Zürn-Zitate, skripturale Elemente, Tiere und Totems, Comic-Figuren und Pin-ups sowie Symbole des ebenso drastischen wie lebensbejahenden mexikanischen Totenkults verarbeitet Camuñas in seinen Bildern, Zeichnungen und Collagen zu Panoramen einer entfesselten Imaginationslust. Auf diese Weise wird Unica Zürns phantastischer Kosmos in all seinen Facetten reaktiviert und neu erfahrbar gemacht.
Aktualisiert: 2020-07-01
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Der fünfte Kanister

Der fünfte Kanister von Schmidt in der Beek,  Hank
»Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung«, der Titel des 1827 von Christian Dietrich Grabbe verfassten Theaterstücks, könnte auch als Überschrift dienen für die Arbeiten des 1978 in München geborenen und jetzt in Berlin lebenden Hank Schmidt in der Beek. Getreu dem Credo eines anderen berühmten Münchners – »Jedes Ding hat drei Seiten, eine positive, eine negative und eine komische.« (Karl Valentin) – schöpft der Künstler mit seinen Collagen auf äußerst vergnügliche Weise aus dem visuellen Repertoire der modernen Kunst, indem er bekannte Motive der Kunstgeschichte mit Hilfe von Comicfiguren in völlig neue Zusammenhänge stellt. In bester Surrealistentradition holt Hank Schmidt in der Beek die hohe Kunst vom hohen Sockel: Miraculix kocht seinen Zaubertrank ausnahmsweise in den magischen »Füßlingen« von René Magritte; beim Marsch durch das Atelier von Jackson Pollock schützen sich Tick und Trick mit einem Regenschirm vor dem mit Farbe spritzenden Künstler; und der Bastelschlumpf hat die Wettermaschine erfunden, die – wie wir jetzt wissen – ursächlich war für Caspar David Friedrichs berühmtes Gemälde »Das Eismeer«. Ohne falsche Scheu spazieren Donald und Daisy, Charlie Brown und Snoopy, Goofy, die Panzerknacker und die Schlümpfe in den heiligen Tempel der Kunst und unterziehen dessen Inventar einer radikalen semantischen Revision. Mit Schere, Klebstoff und entwaffnender Unverfrorenheit befreit Hank Schmidt in der Beek die Inkunabeln der modernen Kunst von ihrer historischen Bedeutungsschwere und gibt ihnen die Präsenz und Frische zurück, die sie besaßen, bevor sie von der Kunstgeschichte zu Tode geadelt wurden.
Aktualisiert: 2020-02-14
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Etel Adnan: Wir wurden kosmisch

Etel Adnan: Wir wurden kosmisch von Groß,  Joshua, Müller-Schwefe,  Moritz
Am 12. April 1961 flog der russische Kosmonaut Juri Gagarin als erster Mensch ins All, am 27. März 1968 starb er bei einem Flugzeugunglück: Zukunftsglaube, Weltpolitik, technischer Fortschritt, Mythologie, Leben und Sterben – all das kulminiert für Etel Adnan in der tragischen Figur Juri Gagarins. Bewegt von diesen Ereignissen schrieb die damals 43 Jahre alte libanesische Lyrikerin, Malerin und Denkerin Etel Adnan das Gedicht »Ein Trauermarsch für den ersten Kosmonauten«, ein Klagelied für den »neuen Ikarus«, einen Gedichtzyklus, in dem sich Raumfahrt und Philosophie mit Zeit- und Kulturgeschichte verbinden. 1968 lebte Adnan in Kalifornien. Heute ist sie sesshaft in Paris. Im Alter von 94 Jahren denkt Etel Adnan noch einmal nach über ihr Gedicht und die Tragweite der tief verankerten menschlichen Sehnsucht, das All zu besiedeln: Welche ökologische und politische Hybris verbirgt sich dahinter? Welche kulturgeschichtliche Bedeutung hat das Motiv der Expansion? Und welche Auswirkungen hat das auf die Kunst? Mit Joshua Groß und Moritz Müller-Schwefe spricht Etel Adnan über Umstürze, Bewusstseinserweiterung und Fallhöhen, über Grenzüberschreitungen (im Guten wie im Schlechten), über den Stellenwert der Menschheit im All, über den Drang, zu Neuem vorzustoßen, über Revolutionen und über ihre Kindheit. Begleitet wird »Ein Trauermarsch für den ersten Kosmonauten« von Zeichnungen, inspiriert von Adnans erneuter Auseinandersetzung mit dem Thema Raumfahrt, sowie von Fotografien, die Raketenstarts russischer Raumschiffe zeigen. Unabhängig davon, dass Juri Gagarins erster Flug ins All mittelbar den Kalten Krieg anheizte, sieht Etel Adnan in der Raumfahrt eine gemeinschaftliche, menschliche Erfahrung, die neue Möglichkeiten eröffnete und vor allem eine Auswirkung hatte: Wir wurden alle kosmisch!
Aktualisiert: 2020-07-01
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Nico – Wie kann die Luft so schwer sein an einem Tag an dem der Himmel so blau ist

Nico – Wie kann die Luft so schwer sein an einem Tag an dem der Himmel so blau ist von Rothenberger,  Manfred, Weber,  Thomas
Die Sängerin und Schauspielerin Nico (als Christa Päffgen geboren am 16. Oktober 1938 in Köln, am 18. Juli 1988 gestorben auf Ibiza) war das erste deutsche Supermodel, sie arbeitete u.a. für die Fotografen Herbert Tobias und Willy Maywald, war Muse von Warhol und Fellini, wirkte mit in zahlreichen Independent-Filmen von Andy Warhol und Philippe Garrel, war befreundet mit Brian Jones, Jimi Hendrix, Bob Dylan, Leonard Cohen, Lou Reed, John Cale, Iggy Pop, Patti Smith und Jim Morrison. Mit ihrem düsteren Timbre prägte Nico Songs wie »Femme Fatale« und »All Tomorrow’s Parties« auf dem legendären Debütalbum von Velvet Underground. Ihr Solodebüt »Chelsea Girl« (1967) betört bis heute, zwischen 1968 und 1974 veröffentlichte sie mit »The Marble Index«, »Desertshore« und »The End ...« eine Platten-Trilogie zwischen Schall und Wahn, Suizidalität und Sucht. Drei verstörende Alben, die nur von wenigen gehört wurden, aber umso länger nachhallten. »Meisterwerke des forcierten Lebensüberdrusses« nannte sie Diedrich Diederichsen, Niemandsland-Folklore from who the fuck knows where, zwischen eisiger Hoffnungslosigkeit und innerer Raserei. Nicos in extreme Höhen und Tiefen führendes Leben und Werk waren geprägt von einem selbstzerstörerischen Lebensstil und einer radikalen künstlerischen Praxis ohne Rücksicht auf jeweils angesagte Zeitströmungen und kommerziellen Erfolg. Als Grenzfall der künstlerischen, musikalischen und performativen Kategorisierungen ihrer Zeit war Nico Pop und zugleich war ihr das »Populärsein« immer egal. Konsequent ignorierte und unterwanderte sie die Trennung in E und U. Mit ihren Grenzgängen zwischen den Genres nahm Nico in der Subkultur der 1960er-, 1970erund 1980er-Jahre eine Schlüsselrolle ein und ist seitdem für viele Künstlerinnen und Künstler ein wichtiger Bezugspunkt. Dieses Buch enthält zahlreiche erstmals auf deutsch veröffentlichte Nico-Interviews, rare Fotografien, wichtige Platten- und Konzertreviews, Interviews mit Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern sowie Beiträge zeitgenössischer Künstler*innen, Musiker*innen und Autor*innen, die Nicos Werk aus verschiedenen Perspektiven beleuchten und neu erfahrbar machen. Mit Beiträgen u.a. von: Heike Aumüller, Lester Bangs, Alexandra Baumgartner, Frank Bez, John Cale, Julian Cope, Ann Cotten, Walter Dahn, Dietmar Dath, Franz Dobler, Marianne Enzensberger, Harun Farocki, Karin Fisslthaler, Werner Fritsch, Philippe Gerlach, Antoine Giacomoni, Lutz Graf-Ulbrich, Harald inHülsen, Frank Kelleter, Kitti & Joy, Jutta Koether, Juliane Liebert, Gerard Malanga, Willy Maywald, Jonathan Meese, Michaela Meise, Jonas Mekas, Michaela Melián, Phil Milstein, Wolfgang Müller, Kris Needs, Susanne Ofteringer, Tal R, Marianne Rosenberg, Steve Schapiro, Cornelia Schleime, Hank Schmidt in der Beek, Stephen Shore, Aleen Solari, Ulf Stolterfoht, Allan Tannenbaum, Gert & Uwe Tobias, Rosemarie Trockel, Andy Warhol und James Young.
Aktualisiert: 2020-02-14
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Mindstate Malibu

Mindstate Malibu von Groß,  Joshua, Hertwig,  Johannes, Hieronymi,  Leonhard, Horzon,  Rafael, Kassier,  Andy, Kolb,  Karin, Krafft,  Charlotte, Krusche,  Lisa, Meier,  Anika, Pierce,  Signe, Prödel,  Kurt, Randt,  Leif, Schaefer,  Fabian, Schäfer,  Jenny, Setz,  Clemens, Smook,  MC, Weißhaar,  Manuel, Werner,  Dax, Zschoche,  Ronja
„Was für ein affengeiles Powerhouse von einer Anthology!" (Creamspeak) „Love you and Germany!" (Lil B) „Das interessanteste Buch des Jahres." (Rafael Horzon) Ist Affirmation auch Kritik? Wie viel Spaß braucht die Revolution? Verspricht der Detox Erlösung? Die Anthologie "Mindstate Malibu" sucht nach Antworten und versammelt dafür Künstlerinnen, Satiriker, Web-Artists, Twitter-Genies, Schriftstellerinnen, Essayisten und Wissenschaftler, für die das Internet Biotop und Blaupause in einem ist. Eine neue Avantgarde, die kulturelle Festgefahrenheit und neoliberalen Optimierungszwang aus sich selbst heraus entlarvt, die affirmativ und übersteuernd die Gegenwart widerspiegelt und gleichzeitig eine allergische Reaktion auf dieselbe ist. Die neue Zugriffe auf das Jetzt schafft. „Mindstate Malibu“ ist ein unfreiwilliges Generationenportrait, ein Leitfaden für eine neue Welt. Für eine Welt, in der Angst und Verwirrung da sind, um auf ihren Wellen zu reiten. Ein Manifest für die Jungen. Die Hungrigen. Die Explorer. Die Content Creator. Die Träumer. Die Aufgeweckten. Die Säbelrassler. Die Heroes. Und alle, die es werden wollen. Mit Startup Claus, Creamspeak, Joshua Groß, Johannes Hertwig, Leonhard Hieronymi, Rafael Horzon, Andy Kassier, Karin Kolb, Charlotte Krafft, Lisa Krusche, Anika Meier, Signe Pierce, Kurt Prödel, Leif Randt, Fabian Schäfer, Jenny Schäfer, Clemens Setz, MC Smook, Manuel Weißhaar, Dax Werner und Ronja Zschoche aka Haiyti.
Aktualisiert: 2020-02-14
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