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Pallas und ihre Waffen

Pallas und ihre Waffen von Langer,  Robert, Zimmerling,  Peter
Das Buch führt den Leser auf eine Zeitreise in das 17./18. Jahrhundert. Es begibt sich auf die Spuren einer der großen Frauengestalten Sachsens und der Lausitz. Henriette Catharina von Gersdorff (1648–1726), eine gebildete, mildtätige und tatkräftige Frau, prägte das kulturelle und religiöse Leben ihrer Epoche. Sie nutzte alle ihr in der Frühen Neuzeit als Frau zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, um Gott und den Menschen zu dienen. Sie gab bedrängten Glaubensflüchtlingen auf ihren Gütern Zuflucht, unterstützte das pietistische Stiftungswerk August Hermann Franckes in Halle und richtete in Altenburg eine Lehranstalt für höhere Mädchenbildung ein. Sie machte sich um die wendische/sorbische Kultur verdient, finanzierte Bibelübersetzungen ins Obersorbische und beförderte so die Verschriftlichung der kleinsten slawischen Sprache. Ihre Geisteshaltung, ihr Glaube und ihre Erziehung wiesen ihrem Enkel Nikolaus Ludwig von Zinzendorf den Weg. Maßgeblich war sie an der Gründung Herrnhuts beteiligt. Henriette Catharina von Gersdorff gehört zu den wenigen Frauen des 17. Jahrhunderts, denen es gelang, durch ihr Wirken einer Region Geschichte und Kultur zu geben. Auch wenn ihre Biographie weitgehend in Vergessenheit geriet, ist ihre Lebensleistung bis in unsere Tage sichtbar geblieben.
Aktualisiert: 2021-10-05
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Am Grünen Zipfel und Auf dem Sand

Am Grünen Zipfel und Auf dem Sand von Weiss,  Norbert, Wonneberger,  Jens
Die im Jahr 1909 am Stadtrand von Dresden gegründete erste deutsche Gartenstadt Hellerau sei „nicht wohl als eine schriftstellerische Siedlung“ zu bezeichnen, bekannte der aus Prag kommende und am Heiderand heimisch gewordene jüdische Dichter Paul Adler. Zwar besuchten „zahlreiche Autoren (bevorzugt aus Berlin, Wien und aus dem nahen Prag)“ die Gartenstadt, als „ständige Hellerauer“ aber kenne er „nur Emil Strauß und Alfons Paquet, dann noch Hegner“ und sich selbst natürlich auch. Dessen ungeachtet gab es eine Vielzahl von Schriftstellern, die Hellerau als Wohnsitz wählten, manche für wenige Monate, andere für Jahre, was den bereits genannten Schriftsteller Emil Strauß zu der sarkastisch formulierten Schlussfolgerung gelangen ließ es gäbe vor Ort „mehr Dichter als Läuse“. Sie residierten in sachlich-modernen Tessenow-Villen, bevölkerten armselige Kellerquartiere oder wohnten in jenen siedlungstypischen kleinen Häusern „Am Grünen Zipfel“ oder „Auf dem Sand“. Sie waren gekommen, um „neben der Schreiberei“ in den „Werkstätten“ als Angestellte oder Arbeiter Lohn und Brot für den Lebensunterhalt zu finden, im nahen Dresden am Theater, im Buchhandel oder als Publizisten bei den großen Zeitungen der Residenz unterzukommen. Manche schätzten die Nähe der kleiner Verlage vor Ort, andere die hier praktizierten lebensreformerischen Ansätze und pädagogischen Experimente. Sie verschrieben sich der „Rhythmik“, dem Siedlungsgedanken oder völkischen Idealen, wollten einfach nur in Ruhe, abseits des Urbanen leben und schreiben und sich „auch geistig von einer frischen und reinen Luft umweht“ fühlen. Möglichst viele von ihnen, die lange „Vergessen“ zumal, sollen, ohne hierbei absolute Vollständigkeit anzustreben, auf den folgenden Seiten; in Form kompakter bio-bibliografischer Skizzen und Erläuterungen vorgestellt werden. Bei ausgewählten Autoren werden ergänzend dazu außerdem literarische Texte abgedruckt, die in Hellerau oder im engen zeitlichen Umfeld ihres Hellerau-Aufenthaltes entstanden sind oder diesen thematisieren. Umfassendere Darstellungen sind dem literarischen „Tatort“ Hellerau, den ansässigen Verlagen sowie zahlreichen prominenten Gästen der Gartenstadt gewidmet. Den zeitlichen Rahmen markieren die ersten drei Jahrzehnte des vergangenen Jahrhunderts.
Aktualisiert: 2021-10-05
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„Aufbruch 89“ in der Oberlausitz

„Aufbruch 89“ in der Oberlausitz von Böske,  Julia, Schönfelder,  Andreas
Diese Publikation erinnert an den 19.10.1989, als 10.000 Oberlausitzer in drei Zittauer Kirchen dem Aufruf "Aufbruch 89 – Neues Forum" folgten und damit den Aufbruch in der Oberlausitz zu Freiheit und Demokratie wagten. Sie enthält neben Ausführungen zur Vor- und Nachgeschichte jenes Ereignisses die transkribierten Redebeiträge, die in der Kirche St. Johannis gehalten wurden.
Aktualisiert: 2021-10-14
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Du bist, was du isst

Du bist, was du isst von Iglewska,  Ewa
Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Präsenz der Essstörungen in der deutschsprachigen und polnischen Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts. Obwohl diese Problematik in den Medien und in der Öffentlichkeit besonders häufig angesprochen wird, fehlen ausführliche Untersuchungen zur Literatur der oben genannten Periode. Da die Essstörungen ein komplexes, multifaktoriell bedingtes Krankheitsbild sind, spielen die medizinischen, d.h. psychiatrischen, psychologischen und soziologischen Studien eine große Rolle, was den interdisziplinären Charakter dieser Dissertation impliziert. Es geht nicht nur um die Essstörungen als ein in der Literatur auftauchendes Motiv, sondern um Präsentation ihrer Definition, Ätiologie und Folgen, was dann ein besseres Verständnis ihrer literarischen Gestaltung ermöglicht. Da die Essstörungen vorwiegend ein Problem der Mädchen und Frauen sind, sucht man nach den Ursachen dieser soziokulturellen Situation mithilfe der Gender Studies und der feministischen Ansätze. Das gestörte Essverhalten kommt häufig in der sog. (auto-)patografischen Literatur zum Ausdruck, in der die Erlebnisse des Verfassers niedergeschrieben werden. Sogar wenn es nicht direkt angedeutet wird, dass eine Geschichte einen authentischen Charakter hat, empfiehlt es sich, den Lebenslauf des Autors zu berücksichtigen, da man oft autobiografische Züge in den einschlägigen Texten findet. Daher erweist sich an einigen Stellen der Biografismus als eine nützliche Forschungsmethode. Die Arbeit betritt mit der komparatistischen Zusammenschau und Analyse der Präsenz und Konstruktion der Essstörungen in der deutschsprachigen und polnischen Literatur im 20. und 21. Jahrhunderts ein thematisches Neuland, da es in der Literaturwissenschaft bislang keine derartige grenzüberschreitende Perspektive gibt. Zum Schluss werden Ähnlichkeiten und Differenzen bei der Darstellung der untersuchten Problematik diskutiert, hierzu wird die Praxis der vergleichenden Literaturwissenschaft herangezogen. Inhalt (Hauptgliederung) Einleitung Esskultur im gesellschaftlichen, historischen und soziologischen Kontext Essstörungen und ihre Psychogenese Nahrungsverweigerungsvorstellungen in Kafkas Ein Hungerkünstler Der Wille, die Kette der Demütigungen zu unterbrechen und die eigene Identität zu finden – Die Züchtigung von Anna Mitgutsch Gestörtes Essverhalten als Folge der mütterlich-töchterlichen Mitabhängigkeit – Hiszpanskie oczy (Spanische Augen) von Maria Nurowska Frauen-Figuren zwischen Normalität und Monstrosität in Romanen von Sibylle Berg und Manuela Gretkowska Essstörungen auf der Bühne – zwei Fallbeispiele Kranke Seelen – kranke Körper. Essstörungen als Folge der existenziellen Probleme Literatur als Therapie? – zur heilsamen Wirkung des Schreibens Nicht nur Suppenkaspar – Essstörungen in der Kinder- und Jugendliteratur Moderne Gesellschaft und ihre Essstörungen in der deutschsprachigen und polnischen Literatur – ein Vergleich Anhang: Texte zum Thema Essstörungen Literaturverzeichnis Summary
Aktualisiert: 2021-09-30
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Zbigniew Herbert, poeta miedzy kulturami / ein Dichter zwischen den Kulturen

Zbigniew Herbert, poeta miedzy kulturami / ein Dichter zwischen den Kulturen von Bachanek,  Grzegorz, Banachowicz,  Joanna Malgorzata, Brockmann,  Agnieszka, Cilic,  Durdica, Czechowska,  Ilona, Dzieduszycka,  Maria, Filipowicz-Tokarska,  Ksymena, Gluba,  Justyna, Hartmann,  Bernhard, Herbert,  Katarzyna, Jarosz-Sienkiewicz,  Ewa, Kazik,  Karolina, Kedzierski,  Maciej, Lazarska,  Danuta, Malgorzewicz,  Anna, Malgorziewicz,  Anna, Michalski,  Przemyslaw, Rabeda,  Malgorzata, Rydz,  Agnieszka, Sauerland,  Karol, Sidowska,  Karolina, Sulikowski,  Piotr, Szajbel-Keck,  Małgorzata, Szewczyk,  Grażyna Barbara, Żarski,  Krzysztof, Zebrowski,  Rafal, Zgrzywa,  Agnieszka
Inhalt Anna Małgorzewicz, Ilona Czechowska, Małgorzata Szajbel-Keck: Wprowadzenie Katarzyna Herbert: Parę słów o Zbigniewie Herbercie Maria Dzieduszycka: O Fundacji im. Zbigniewa Herberta Rafał Żebrowski: Herbert – człowiek Kresów Grzegorz Bachanek: Twórczość Zbigniewa Herberta – recepcja w polskiej teologii Joanna Małgorzata Banachowicz: Zbigniew Herbert Węg rom – poeta niezłomny w służbie pamięci Agnieszka Brockmann: Übersetzung und Intertextualität – Epilog burzy als offener Text in der Interpretation von Henryk Bereska Đurđica Čilić, Justyna Gluba: Podróż Pana Cogito do Chorwacji Ksymena Filipowicz-Tokarska: Dlaczego poeci czytają Herberta? Bernhard Hartmann: „Mit einem Zbigniew-Herbert-Tattoo auf dem Herzen“ – Literatur und Übersetzung in Zeiten kulturpolitischer Ideologisierung und Monologisierung Ewa Jarosz-Sienkiewicz: Heinz Piontek, Karl Dedecius, Zbigniew Herbert – eine Wechselbeziehung Karolina Kazik: W zwierciadle obcej literatury. Analiza wybranych przekładów wierszy Zbigniewa Herberta na język niemiecki Maciej Kędzierski: Motyw ogrodu w twórczości Zbigniewa Herberta na przykładzie relacji natura–kultura Danuta Łazarska: Poezja Zbigniewa Herberta w odbiorze licealistów z Krakowa Przemysław Michalski: Zbigniew Herbert i Wystan Hugh Auden – próba porównania Małgorzata Rabęda: Polityczne aspekty recepcji twórczości literackiej Zbigniewa Herberta w Polsce – poeta (nie)obecny Agnieszka Rydz: Codzienność jako doświadczenie nowoczesne w twórczości Zbigniewa Herberta Karol Sauerland: Warum war zwischen Dedecius und Herbert alles so kompliziert? Karolina Sidowska: Herbert übersetzen ist leicht(?). Eine komparatistische Analyse von zwei Gedichten Zbigniew Herberts und ihren Übersetzungen von Karl Dedecius Piotr Sulikowski: Außertextuelle Rezeptionsaspekte der Übersetzungen der Dichtung Zbigniew Herberts Grażyna Barbara Szewczyk: Zbigniew Herbert w Szwecji Agnieszka Zgrzywa: Tekst na obraz . Wystawa Herbert inspirujący Krzysztof Żarski: Der Dichter auf Reisen … Zu Quellen der Verwandtschaft von Reisetexten bei Zbigniew Herbert und Ernst Jünger
Aktualisiert: 2021-04-22
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Weltwende 1917

Weltwende 1917 von Garsztecki,  Stefan, Golovkova,  Lidija Alexejrewna, Hansen,  Hendrik, Kollmorgen,  Raj, Kostrjukov,  Andrej Alexandrowitsch, Kroll,  Frank-Lothar, Löhr,  Albert, Narskij,  Igor, Podhraski,  Antonia Sophia, Scherrer,  Jutta, Söllner,  Alfons, Stadelmann,  Matthias, Thümmler,  Ellen
„Jeder Staat wird auf Gewalt gegründet.“ Dieses von Leo Trotzki stammende Zitat bezeichnet bereits einen normativen Wesenszug kommunistischer Herrschaft, ihrer Sicherung ebenso wie ihrer Expansion. Mit der Machteroberung der Bolschewisten im Oktober 1917 vollzog sich eine Weltwende, die nicht nur das seit 1906 formal als Rechts- und Verfassungsstaat firmierende Russische Zarenreich in eine kommunistische Ein-Parteien-Diktatur verwandelte, sondern auch ganz Europa fundamental veränderte. Anlässlich des 100. Jahrestages des bolschewistischen Oktoberputsches organisierte die Technische Universität Chemnitz (Professur für Europäische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts) eine Konferenz in Kooperation mit der Akademie Herrnhut, der Deutschen Gesellschaft zur Erforschung des politischen Denkens, der Bundesstiftung Aufarbeitung, der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Umweltbibliothek Großhennersdorf zum Thema „Weltwende 1917 – Russland, Europa und die bolschewistische Revolution“ in Herrnhut. Dabei wurde, in bewusst interdisziplinärer Perspektive, nicht nur das Revolutionsgeschehen von 1917, sondern auch dessen aktuelle Bedeutung in den post-sowjetischen und europäischen Gesellschaften diskutiert. Am Ende der in diesem Band versammelten Beiträge steht – neben der neuerlichen Entlarvung des bolschewistischen Großverbrechens und seiner hauptverantwortlichen Täter Lenin und Stalin – die insgesamt ernüchternde Erkenntnis eines noch immer viel zu langsam und viel zu zaghaft in Gang gekommenen interkulturellen europäisch-russischen Dialogs hinsichtlich des Umgangs mit den bolschewistischen Massenmorden der Vergangenheit. Jenseits aller unterschiedlichen Deutungen des Revolutionsgeschehens und seiner Folgen ragt indes ein prägendes Charakteristikum einmal mehr hervor: 1917 war eine Weltwende.
Aktualisiert: 2021-07-29
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Ein Jahrhundert Lem (1921/2021)

Ein Jahrhundert Lem (1921/2021) von Düring,  Michael, Esselborn,  Heinz, Gall,  Alfred, Gehring,  Petra, Gräfrath,  Bernd, Gramelsberger,  Gabriele, Grigorian,  Natasha, Jekutsch,  Ulrike, Pörzgen,  Yvonne, Rottensteiner,  Franz, Rzeszotnik,  Jacek, Schwartz,  Mathias, Spiegel,  Simon, Warnke,  Martin
Der Vorbereitung des Jubiläumsbandes „Ein Jahrhundert Lem (1921-2021)“ hat die Idee zugrunde gelegen, den Science-Fiction-Schriftsteller Stanisław Lem zu seinem einhundertjährigen Geburtstag mit einer Gedenkschrift zu ehren. Zu diesem Zweck sind exzellente deutschsprachige Kenner des Genres und speziell seines Schaffens zusammengekommen und haben ihre wissenschaftlichen Kräfte vereint, um hinter die Kulissen seiner darstellerischen Konzepte zu blicken und gemeinsamen Schwerpunkten auf die Spur zu kommen. Dabei erstrecken sich die Fokusse ihrer Forschungsinteressen von literatur-, wissens- und wissenschaftstheoretischen Problematiken über Rezeptionsfragen bis hin zur Erforschung der Gründe und Mechanismen seiner Popularität.
Aktualisiert: 2021-09-16
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Tilmanns Frau und andere Erzählungen

Tilmanns Frau und andere Erzählungen von Taubitz,  Monika
Inhalt Die Gelegenheit Tilmanns Frau Der Tausch Das Bündel Die Brosche Zu Besuch in Ullersdorf Am Sonntagmorgen Ein Paar Kinderschuhe Gebete für den Dieb Der Weihnachtsbaum mit den zwei Spitzen Onkel Georg kommt zu Besuch Die Brille Erntezeit Der Nachtwächter Rudi Der Umzug Sprachlos Bei einer Tasse Tee Das Kissen Meersburg, die Droste und die Gegenwart des Vergangenen Reise über die Grenze Inselsommer auf Juist Amerika – Tagebuch einer Reise von Küste zu Küste 1. New York. Erste Schritte im Rhythmus der Neuen Welt mitgehen 2. Hinüber zur Westküste. Jetzt wäre es unter uns zu sehen, das himmelstürmende Abenteuer der Trecks nach dem Westen 3. Las Vegas. Die Wüstenstadt im Rausch der Spiele und des Lichts 4. Gran Canyon. Alte Weltschrift im Buch der Erdgeschichte 5. Disneyland. Fantasiewelt für große und kleine Kinder in unbekümmerter Fröhlichkeit 6. Das Inselarchipel von Hawaii. Wie kostbare Perlen vom Azurblau des Stillen Ozeans gefaßt 7. San Francisco. Anheimelnd, doch der Ferne der Meere verbunden 8. New Glarus. Hinter welligen Maisfeldern verborgene Begrenzung im Uferlosen 9. Chicago. Stadtgigant, gegen den Michigansee und altes Farmland anbrandend 10. Die Niagarafälle. Landschaft im Umbruch, schön und gewaltig zugleich 11. New York. In Tuchfühlung mit der Weltmetropole
Aktualisiert: 2021-04-30
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»Potz Louis Harms & Candaze«

»Potz Louis Harms & Candaze« von Brandes,  Wolfgang, Eidherr,  Armin, Klappstein,  Ulrich, Postma,  Heiko, Rusch,  Jens, Thomsen,  Heiko
Hatte sich der Vorgängerband »Tellingstedt & der Weg dorthin« noch überwiegend mit dem »setting« der Rahmenhandlung der Schule der Atheisten befasst – dem Leben nach der fiktiven Katastrophe im Jahr 2014 –, so bilden die Beiträge dieses Bandes gewissermaßen das Gegenstück hierzu: Schwerpunktmäßig geht es um das aus Erinnerungsbruchstücken zusammengetragene längere Gedankenspiel des Protagonisten William T. Kolderup, also um die Schiffbruchs- und Inselgeschichte in der Binnenerzählung, die vom Zusammentreffen zweier Missionare mit drei ›Atheisten‹ handelt. Die Herausgeber betrachten die Schiffsepisode und die ›Robinsonade‹, die in der »Culisse v SPENSER=Island« spielt, als konsequente Fortsetzung des Schmidt’schen Leviathanismus, seiner Abrechnung mit dem christlichen Heilsversprechen in Gestalt einer umgekehrten Theodizee, die in einer ›Schule‹ des Atheismus mit eigenem poetologischem Wert und Aussagegehalt gipfelt.
Aktualisiert: 2021-04-30
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Tagebuch eines engagierten Beobachters

Tagebuch eines engagierten Beobachters von Kühl,  Olaf, Sauerland,  Karol
Im Herbst 1980, als Solidarność im polnischen öffentlichen Leben immer bedeutender wurde, beschloß ich, Tagebuch zu führen. Ich wollte darin das politische Leben festhalten, so wie ich es sah, aber auch das, was ich zu hören bekam, seien es auch nur Gerüchte. Dabei sollte ich eigentlich von einem Nacht- und nicht einem Tagebuch sprechen, denn ich setzte mich stets kurz vor dem Schlafengehen hin, um das aufzuschreiben, was ich für wesentlich hielt. Als am 13. Dezember 1981 der Kriegszustand von der Jaruzelski-Equipe ausgerufen wurde, der zum Verbot von Solidarność führen sollte, verließ ich meine Wohnung, um anderswo zu übernachten und abzuwarten, was sich tun würde. Als aktives Solidarność-Mitglied konnte ich damit rechnen, so wie andere interniert zu werden. Für mein Tagebuch stellte dies eine neue Situation dar, denn es konnte einer Hausdurchsuchung zum Opfer fallen. Ich gab daher von nun an jedes beschriebene Blatt außer Haus. Es war alles so neu, was ich in dieser Zeit erlebt bzw. miterlebt hatte. Ein Land versuchte auf friedliche Weise, sich von einem System zu befreien, das ein großer Teil seiner Bevölkerung für fremd, von außen oktroyiert erachtete. Es mißlang zwar fürs erste, aber es hatte Folgen, die von heute aus gesehen kolossal waren. Diese friedliche, sechzehn Monate währende Revolution trug wesentlich zum Niedergang des Sowjetsystems bei, wenngleich das Ergebnis ein anderes ist, als man es sich in Polen 1980/1981 vorstellte.
Aktualisiert: 2021-09-23
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