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Was bedeutet Biokratie für Unternehmen? / Ökologische Verhältnismäßigkeit / Natur ist Fundament, nicht Säule / Trouvaille im Winter-Archiv

Was bedeutet Biokratie für Unternehmen? / Ökologische Verhältnismäßigkeit / Natur ist Fundament, nicht Säule / Trouvaille im Winter-Archiv von Brauweiler,  Jana, Seidel,  Eberhard, Winter,  Gerd
Biokratie fordert eine stärkere Berücksichtigung der ökologischen Aspekte vor den wirtschaftlichen und sozialen Aspekten. In Entscheidungen müssen die Umweltaspekte deutlich höher als die sozialen und ökonomischen Aspekte gewichtet werden. Im Beispiel der Gefahrstoff-Substitution fällt die biokratisch legitimierte Entscheidung für eine sehr kostenintensive, aber deutlich nachhaltigere bzw. umweltschonendere Alternative aus.
Aktualisiert: 2021-09-27
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Konflikt, Macht und Gewalt aus politökonomischer Perspektive

Konflikt, Macht und Gewalt aus politökonomischer Perspektive von Neumärker,  Bernhard
Während in Politikwissenschaft und Soziologie die Erforschung von Machtverhältnissen, Konfliktzuständen und Gewaltausübung lange und fachimmanente Traditionen besitzt, beschäftigen sich Ökonomen schwerpunktmäßig mit friedlichem Tausch und Handel. Der vorliegende Band vereinigt Beiträge aus den angesprochenen Disziplinen und präsentiert dabei auch die in den letzten Jahren weiterentwickelte Konfliktökonomik, die wie die anderen Disziplinen nicht zuletzt den individuellen und politökonomischen Trade-off zwischen friedlichen und konfliktmäßigen Aktivitäten zum Gegenstand hat. Gewaltbereitschaft und Machtstreben in unterschiedlichen Problemzusammenhängen münden letztlich in der Frage, ob und wann sich Konflikte lohnen. Institutionelle Probleme wie Bedingungen (in)stabiler Anarchie und daraus sich entwickelnder gesellschaftlicher Organisationsformen mit deren Machtverhältnissen, die nach dem „Elften September“ einsetzende Imperialismuskritik an westlicher Terrorismusbekämpfung werden in den verschiedenen Beiträgen verknüpft mit grundlegenden Argumenten zum Ressourceneinsatz in Konflikten, den Wirkungen feindseliger Einstellungen, der Herausbildung organisierter Gewaltstrategien, dem ökonomischen Zusammenhang zwischen wirtschaftlicher Prosperität und kriegerischer Aktivitäten sowie dem sich jeweils ergebenden Potential für Konfliktvermeidungsstrategien. Die Beiträge öffnen den Blick auf eine interdisziplinäre Herangehensweise der Analyse von Konflikt, Macht und Gewalt. Inhalt Einleitung K. J. Bernhard Neumärker Es wird nicht nur getauscht in der politischen Ökonomie Gerald PechDer Status quo als Maßstab der Konfliktlösung K. J. Bernhard Neumärker Mißgunst, Neid und Feindseligkeit: negative soziale Präferenzen aus konfliktökonomischer Sicht Stefan Boeters und Bettina Müller Stabile und instabile Anarchien. Strategienevolution in einem Spiel mit dynamischer Ressourcenanpassun Petya Dankova Publikums-Aktiengesellschaften: Eigentumsstruktur und korporative Verantwortung Detlev Haude The Force of Economics - The Economics of Force. A revival of theories of imperialism? Marcel M. Baumann „Wenn die Fische immer noch ihr Wasser suchen“. Die Auswirkungen des Elften Septembers auf den herkömmlichen Terrorismus Gerald Schneider Globalisierung und Frieden. Die Perspektive der Politischen Ökonomie Peter J. Stauvermann Kriege und wirtschaftliches Wachstum. Eine theoretische Analyse. Zusammenfassungen Über die Autoren
Aktualisiert: 2021-09-28
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Lujo Brentano und die Ökonomien der Moderne

Lujo Brentano und die Ökonomien der Moderne von Seewald,  Michael
Lujo Brentano (1844-1931) war einer der populärsten deutschen Nationalökonomen seiner Zeit. Dagegen ist sein ökonomisches Werk von der dogmenhistorischen Forschung unbeachtet geblieben. Ist Brentano als Ökonom zu Recht der Vergessenheit anheim gefallen? Inwiefern lässt sich überhaupt von einer ökonomischen Lehre Brentanos sprechen, und welche Schlüsse sind daraus für die deutsche Nationalökonomie der Kaiserzeit zu ziehen? Dies sind die Fragen, denen Michael Seewalds Untersuchung nachgeht. Der Fall Brentano verweist auf eine kulturelle Grundbedingung ökonomischer Theoriebildung: Ökonomische Zusammenhänge sind nicht naturgegeben. Das Ökonomische beschreibt ein offenes Wissensfeld, das Zusammenhänge zwischen den materiellen Voraussetzungen und den kulturellen Praktiken menschlicher Bedürfnisbefriedigung herstellt. Daher sind die Darstellungsformen ökonomischer Theorien – ihre Metaerzählungen, Leitfiktionen und Analogien – eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass ökonomisches Wissen überhaupt formuliert und vermittelt werden kann. So lassen sich aus den Veränderungen, welche diese Darstellungsformen durchlaufen, theoriegeschichtliche Erkenntnisse gewinnen, welche eine klassische dogmen- und politikhistorische Darstellung allein nicht leisten kann. Auf diesem Hintergrund erscheint die vermeintlich theorieferne Literatur der Historischen Schule als Experimentierfeld angemessener ökonomischer Darstellung: Es geht den Ökonomen des Kaiserreichs darum, die Lehren der klassischen Theorie und der deutschen ordnungsökonomischen Tradition den Erscheinungen von demographischem Wandel, Industrieller Revolution und wissenschaftlich-technologischen Neuerungen anzupassen. Das Ringen der Nationalökonomen um die angemessene Deutung ökonomischer Zusammenhänge kristallisiert sich wie wohl nirgends sonst im Werk Lujo Brentanos, dessen Schriften einen Horizont von den Lehren der klassischen Theorie bis zu den Motiven der Grenznutzenlehre umspannen. Michael Seewalds Studie zeichnet nicht nur die Grundzüge und die Entwicklung der Brentanoschen Ökonomie nach – sie zeigt auch, dass die deutsche Ökonomie des Kaiserreichs ihren Platz in der Entstehungsgeschichte der modernen ökonomischen Theorie hat.
Aktualisiert: 2021-09-28
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Von Bologna nach Berlin und wieder zurück

Von Bologna nach Berlin und wieder zurück von Kovce,  Philip
Was ist in Sachen Universität alles geschehen, seit vor Jahrhunderten in Bologna und an anderen Orten das auflebte, was wir heute als den Beginn der europäischen Hochschulkultur bezeichnen? Wir sind dem Jargon nach inzwischen wieder nach Bologna zurückgekehrt, aber durchaus unter anderen Voraussetzungen und mit anderen Absichten, als sie dem damaligen Aufbruch zugrunde lagen. Und welcher Aufbruch lag der Berliner Episode im 19. Jahrhundert zugrunde, als Wilhelm von Humboldt Freiheit und Einheit von Forschung und Lehre sowie das Primat der Bildung vor beruflicher Ausbildung forderte? Philip Kovce untersucht in seinem Essay „über die innere und äußere Organisation der höheren wissenschaftlichen Anstalten“ (Humboldt) die Wirkung unterschiedlicher Verfassungen auf das Wesen der Universität, die er schließlich nicht in der Wissensgesellschaft, sondern in einer Gesellschaft „freier Geister“ verortet.
Aktualisiert: 2021-09-27
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Die Nachfolge – Ein Versuch über Heinrich Herkner, den Volkswirt

Die Nachfolge – Ein Versuch über Heinrich Herkner, den Volkswirt von Backhaus,  Jürgen G., Hanel,  Johannes
Heinrich Herkner wurde 1917 der Nachfolger Gustav Schmollers auf dessen außerordentlich einflussreichen Berliner Lehrstuhl und als Vorsitzender des Vereins für Socialpolitik, den er während der folgenden 12 Jahre bis zum Niedergang des Vereins leitete. Dieses Buch zeichnet Leben und Werk des vor allem mit der Arbeiterfrage befassten Ökonomen nach. Im Blickpunkt steht die Frage, warum Herkner Schmoller beerbte, obwohl es prominentere Kandidaten hierfür gab, warum er nach dem Zweiten Weltkrieg rasch in Vergessenheit geriet und worin seine aktuelle Bedeutung liegt. "In der Einleitung versuchen wir im Anschluß an Schumpeter zu begründen, warum Heinrich Herkner heute wieder aktuell sein könnte. Im ersten Teil schildern wir Herkner als wissenschaftlichen Menschen und menschlichen Wissenschaftler, um zu einer ersten Antwort zu kommen, warum er einer der Nachfolger wurde. Im mittleren Teil analysieren wir vor allem jene Beiträge, die heute oft als makro-ökonomisch rubriziert werden. Hier wird die meisten Leser der Zusammenhang zwischen Krisentheorie und Arbeiterfrage, d.h. seine Ausführungen zur Theorie der effektiven Nachfrage interessieren. Das dritte Kapitel geht auf den Sozialökonomen Herkner ein, der seine Forschungen betrieb, um für sich 'selbst die Bedingungen richtigen Handelns zu gewinnen'. Wie Wissenschaft und Praxis zusammenhängen, ist ein überzeitliches Thema." Aus dem Vorwort
Aktualisiert: 2021-10-21
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Ökonomie und Gesellschaft / Sozialökonomie – ein Zukunftsprojekt

Ökonomie und Gesellschaft / Sozialökonomie – ein Zukunftsprojekt von Deumelandt,  Kathrin, Heise,  Arne
Das Jahrbuch widmet sich dem ‚Zukunftsprojekt Sozialökonomie‘. Eine um ihre eigene Theorie- und Begriffsgeschichte bewusste, auf Gegenwart und Zukunft gerichtete Sozialökonomie hat als Wissenschaft jede Chance, die Erkenntnisschranken einer zunehmenden einzeldisziplinären Spezialisierung zu überwinden und durch innovative Lehrperspektiven Befähigungen zur Bewältigung der komplexen Anforderungen zu vermitteln, die aus der Dynamik von Wirtschaft, Gesellschaft und Politik resultieren. In den Beiträgen des Jahrbuchs soll einerseits eine notwendige Selbstbeschreibung der Sozialökonomie als eigenständige Wissenschaftsdisziplin in Bezug auf klassische Vordenker und Vorreiter wie z.B. Max Weber, Amitai Etzioni oder Arthur Spiehoff und die Auseinandersetzung mit verwandten Theorieschulen wie die Regulationstheorie und anderen heterodoxe Ökonomiken geleistet werden. Andererseits geht es um Spezialisierungen innerhalb sozialökonomischer Theorieansätze und deren konkrete Anwendung in sozialökonomischen Forschungsfeldern. Inhalt Arne Heise und Kathrin Deumelandt Sozialökonomie – ein Zukunftsprojekt Sozialökonomische Selbstbeschreibung und Abgrenzung Getraude Mikl-Horke Was für eine Ökonomie ist die Sozialökonomie/Sozioökonomie? Begriffsverwendungen in Geschichte und Gegenwart Andrea Maurer Sozioökonomie – Wirtschaft und Gesellschaft zusammen denken? Grundlagen und Perspektiven eines integrativen Zugangs zur Wirtschaft Ralf Ptak Sozialökonomie als zukunftsorientierter Ansatz einer heterodoxen Wirtschaftswissenschaft? Sozialökonomische Theorieansätze Stefan Kesting Die Rückkehr der Jedi-Ritter. Eine kritische Bilanz von Etzioinis Beitrag zur Sozialökonomie Sebastian Thieme Integratives Wirtschaftsstildenken. Über den sozialökonomischen Charakter und das integrative Potenzial des Wirtschaftsstilkonzepts von Arthur Spiethoff Simon Weingärtner, Stefan Schröder und Christoph Köhler Ökonomische oder soziale Logik? Soziologische Arbeitsmarkttheorien im Vergleich Marlene Haupt, Werner Sesselmeier und Aysel Yollu-Tok Wohlfahrtsstaatsvergleiche aus sozialökonomischer Perspektive Sozialökonomische Forschungsfelder Arne Heise und Sebastian Thieme Die Marginalisierung der heterodoxen Ökonomik. Ein sozialökonomischer Erklärungsversuch Markus Holler und Ernst Kistler Gute Arbeit – eine Analyse ihrer unzureichenden Realisierung und ihrer Folgen Harry Friebel Sozial-strukturelle Kontexte der Weiterbildungsteilnahme im geschlechtsspezifischen Lebenszusammenhang
Aktualisiert: 2021-09-27
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Nachhaltiges Wirtschaften jenseits von Innovationsorientierung und Wachstum

Nachhaltiges Wirtschaften jenseits von Innovationsorientierung und Wachstum von Paech,  Niko
Nachhaltiges Wirtschaften wird zumeist unter zwei Prämissen diskutiert, die sich bei näherer Betrachtung als nicht haltbar erweisen: Zum einen ließe sich permanentes Wirtschaftswachstum, so die verbreitete Meinung, mit einem hinreichenden Schutz der ökologischen Lebensgrundlagen vereinbaren, wenn Konzepte einer Dematerialisierung (Effizienz) oder Ökologisierung (Konsistenz) stärker zur Anwendung kämen. Zum zweiten sei nachhaltige Entwicklung eine Frage der "richtigen" und tiefgreifenden Innovationen. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den hieraus folgenden Widersprüchen und zieht Konsequenzen, die in ein mehrstufiges Transformationsschema einmünden. Das resultierende Programm trägt einer kritischen Auseinandersetzung mit dem dominanten Wachstums- und Innovationsparadigma Rechnung. Die Ausfächerung seiner Konkretisierungsschritte reicht daher von einer Thematisierung des Spannungsfeldes zwischen Wandel und Bewahrung über den Aufbau nachhaltigkeitsorientierter Umgestaltungsprozesse bis hin zur Bestimmung konkreter Maßnahmen und Objekte. Für den möglichen Strukturwandel sind dabei die Dimension der Technik, der Nutzungssysteme und der Kultur relevant. Letztere wird als jene Sphäre verstanden, in der sich Bedürfnisse zu Konsumansprüchen ausformen. Ein Blick auf die Praxis nährt den Befund, dass unternehmerische Nachhaltigkeit vorwiegend mit technischem Wandel sowie ansatzweise mit Dienstleistungsinnovationen, die im Kontext effizienter Nutzungssysteme stehen, assoziiert wird. Solange jedoch die Rolle des Konsumverhaltens, insbesondere das Suffizienzprinzip, vernachlässigt wird, stößt die Wirksamkeit derartiger Ansätze auf Grenzen, die es mittels veränderter Managementausrichtungen zu durchbrechen gilt. Dazu zählt die Generierung von Lösungen, die einen Wandel vorherrschender Konsummuster - sowohl in qualitativer als auch quantitativer Hinsicht - begünstigen. Wie können Unternehmen einer derartigen kulturellen Herausforderung begegnen? Dieser Komplex wird theoretisch sowie auf Basis eines konkreten Anwendungsfalls, nämlich dem Internethandel mit gebrauchten Konsumgütern, bearbeitet. Basierend auf den wichtigsten Resultaten werden Leitlinien für die Gestaltung, das Management und das Design unternehmerischer Suchprozesse entwickelt. Zudem wird begründet, dass die "Innovation" nur als einer von mehreren Modi der Umgestaltung in Betracht zu ziehen ist. Erst eine zweckmäßige Koppelung mit anderen Veränderungsprinzipien wie Renovation, Exnovation und Imitation führt zur Herausbildung wirkungsvoller Nachhaltigkeitsstrategien.
Aktualisiert: 2021-09-28
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Chronik der grossen Transformation. Artikel und Aufsätze (1920-1945) / Chronik der großen Transformation. Artikel und Aufsätze (1920-1945)

Chronik der grossen Transformation. Artikel und Aufsätze (1920-1945) / Chronik der großen Transformation. Artikel und Aufsätze (1920-1945) von Cangiani,  Michele, Polanyi,  Karl, Thomasberger,  Claus
Den Schwerpunkt des zweiten Bandes unserer dreibändigen Polanyi-Ausgabe bilden die Analysen der internationalen Beziehungen. Polanyi untersucht das System von Versailles, die Wechselfälle des Völkerbundes, den Frieden von Locarno, die Auseinandersetzung zwischen "Revisionismus" und "Antirevisionismus", den Aufstieg des Faschismus in Italien, das Scheitern der Beschwichtigungspolitik, die Machtergreifung des Nationalsozialismus in Deutschland, den spanischen Bürgerkrieg und schließlich die Konflikte, die in den Zweiten Weltkrieg münden. Polanyis zentrale These ist, dass der Beginn der dreißiger Jahre einen irreversiblen historischen Bruch darstellt, durch den der Charakter der internationalen Beziehungen grundlegend verändert wird. Die Allianzen wie die Kontroversen hängen nach 1933 nicht mehr von den Widersprüchen des "Systems von Versailles" ab, sondern vom Gegensatz zwischen unterschiedlichen gesellschaftlichen Projekten: Demokratie versus Faschismus bzw. Sozialismus versus Kapitalismus. Gleichzeitig macht er deutlich, dass die Ursprünge der faschistischen Bewegungen in der Krise des liberalen Kapitalismus und nicht in der Machtergreifung der Sowjets zu suchen sind. Er widerspricht damit vehement allen Interpretationen, die den Faschismus als eine Reaktion gegen die sozialistische Bedrohung darzustellen versuchen. Im letzten Artikel schließlich skizziert er die Alternativen einer Nachkriegsordnung, die bis heute aktuell sind: Universeller Kapitalismus oder pluralistische Weltordnung?
Aktualisiert: 2021-10-21
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Demokratie! Welche Demokratie?

Demokratie! Welche Demokratie? von Hirte,  Katrin, Nordmann,  Jürgen, Ötsch,  Walter Otto
Nach den Rettungsmaßnahmen der Staaten für die Banken 2008 begann erneut die Debatte um den Zustand der liberalen Demokratien. War im ersten Überschwang der sogenannten Systemrettung noch von einer Rückkehr des Politischen die Rede, häuften sich schnell kritische Nachfragen nach der Legitimation der Regierungen bei den Interventionen zugunsten des Finanzmarktes. Immer klarer wurde, dass der Kern der liberalen Demokratie, das Budgetrecht der Parlamente, durch oligarchische Entscheidungszentren bedroht ist. Im Zentrum der Debatte stand Colin Crouchs These von der "Postdemokratie", von der Aushöhlung demokratischer Institutionen im neoliberalen Zeitalter. Der Band lässt Crouch seine These noch einmal prägnant vorstellen, und setzt sich, das ganze Spektrum von affirmativ bis kritisch umfassend, mit der postdemokratischen These auseinander. Daneben wird in grundsätzlichen Beiträgen der Frage nachgegangen, wie es derzeit um die liberale Demokratie bestellt ist, und welche Möglichkeiten bestehen, demokratische Institutionen gegen den Zugriff von nichtlegitimierten Pressure Groups, Konzernen und Banken zu schützen.
Aktualisiert: 2021-09-28
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Marktbasierte Klimapolitik in Japan

Marktbasierte Klimapolitik in Japan von Rudolph,  Sven
Japan, drittgrößte Volkswirtschaft der Welt, umwelt- und energiepolitischer Vorreiter in den 1960er und 70er Jahren und Mutterland des Kyoto-Protokolls. Wie lässt sich aber die zaghafte heimische Umsetzung klimapolitischer Ziele in Japan, vor allem aber die zurückhaltende Nutzung international bewährter marktwirtschaftlicher Umweltpolitikinstrumente wie den Emissionshandel erklären? Dieser Frage widmet sich der vorliegende Band, indem er die japanische Klimapolitik vor allem in der Kyoto-Erfüllungsperiode 2008-2012 darstellt, ihre Instrumente beschreibt und bewertet und die den klimapolitischen Entscheidungen zugrundeliegende Akteurskonstellationen analysiert. Dabei greift der Band aber nicht allein auf eine individualistisch-ökonomische Perspektive zurück, sondern bezieht auch die den Politikakteuren exogen vorgegebenen gesellschaftlichen Handlungsbedingungen in die Analyse mit ein. Die Untersuchung profitiert dabei von einem praxisnahen qualitativen Untersuchungsdesign, das sich wesentlich auf unmittelbare japanische Datenquellen, Dokumente, Positionspapiere und Experteninterviews stützt. Neben einer induktiven Erweiterung der polit-ökonomischen Theorie liefert der Band damit eine überzeugende Erklärung für das letztliche politische Scheitern klimapolitischer Emissionshandelssysteme in Japan und zeigt zukünftige Wege für die Überwindung von Durchsetzungshemmnissen auf. Der Band richtet sich an klimapolitisch und umweltökonomisch interessierte Leser, die ein Verständnis für die gerade nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima oft exotisch anmutende japanische Energie- und Klimapolitik entwickeln wollen.
Aktualisiert: 2021-09-28
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