Geontologien

Geontologien von Povinelli,  Elizabeth A., Walter,  Axel
In Geontologien erkundet Elizabeth A. Povinelli das Wesen des Spätliberalismus, indem sie einen neuen Begriff der Macht, die Geontomacht, entwickelt. Povinelli argumentiert, dass das Konzept des Anthropozän und sein Begleitkonzept des Klimawandels nicht nur als meterologische und geologische Ereignisse betrachtet werden können, sondern vielmehr als eine Reihe von politischen und konzeptionellen Störungen, die die Organisation des kritischen Denkens, die Kulturpolitik als auch die geopolitische Steuerung verändert haben. Da der Begriff der Biomacht die gegenwärtigen Mechanismen der Macht und des Regierens nicht angemessen beschreiben kann, retheoretisiert sie das foucaultsche Paradigma, indem sie mit dem Begriff der Geontomacht, Diskurse, Affekte und Taktiken aggregiert, in denen die für die Biopolitik wesentliche Unterscheidung zwischen Leben und Nichtleben zersetzt ist. Povinelli skizziert diese Erosion im Spätliberalismus der Siedler mithilfe einer Reihe von Figuren: der Wüste, dem Animisten und dem Virus. Sie sind Werkzeug, Symptom und Diagnose anhand derer die einst vorausgesetzten, jetzt zitternden Architekturen der geontologischen Governance sichtbar werden.
Aktualisiert: 2019-11-18
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Geschmack

Geschmack von Agamben,  Giorgio, Hiepko,  Andreas
»Die Frage, auf die das Schöne (und der Geschmack als ›Wissen des Schönen‹) hinausläuft, ist also die Frage nach dem Subjekt des Wissens: Wer ist das Subjekt des Wissens? Wer weiß?« Geschmack und Wissen teilen sich eine gemeinsame sprachliche Wurzel: ›sapere‹. Von dieser Herkunft ausgehend entfaltet Giorgio Agamben eine abendländische Vergessensgeschichte, in der das Wissen dem Genuss über lange Zeiten entfremdet wird, um erst im 18. Jahrhundert wieder in ein Verhältnis gesetzt zu werden. Wie lassen sich ein Wissen, das nicht genießt und ein Genuss, der nicht weiß, analysieren? Warum spaltet sich die Erkenntnis in diese beiden Antipoden auf?
Aktualisiert: 2019-12-15
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Mengeles Schädel

Mengeles Schädel von Engelmann,  Herwig, Keenan,  Thomas, Weizman,  Eyal
Mit dem Eichmann-Prozess gelangte die Zeugenschaft der Überlebenden in den Fokus rechtswissenschaftlicher Überlegungen; Urteil, Subjektivität und Zeugenaussage wurden durch ihn in ein neues Verhältnis setzt. Als untergetauchter Kriegsverbrecher wurde auch dem KZ-Arzt und Phrenologen Josef Mengele der Prozess gemacht. Dabei trat jedoch nicht der lebendige Täter, sondern seine mutmaßlichen menschlichen Überreste des Schuldigen vor ein Forum, das allerdings kein juristisches, sondern ein forensisches war. Dem Urteil »schuldig« im Fall Eichmanns entsprach das Urteil »Mengele« im Fall Mengeles. In Mengeles Fall dienten die Knochen den Richtern als Zeugen, wobei die subjektive Spur, die das leblose Objekt auf gespenstische Weise noch umgab, »osteobiografisch« untersucht und sichtbar gemacht wurde. Diese Verfahren präzise untersuchend, erweitern Keenan und Weizman die Idee vom Einzug des Zeugen ins Gericht beim Eichmann-Prozess mit der Vorstellung vom Einzug des Dinges in die Gerichtsbarkeit. Mengeles Schädel, der (beinahe wie in Dantes Bestrafung der Sünder einer Inversion seines eigenen Vergehens unterworfen, also zum Objekt wissenschaftlicher Untersuchungen wurde) stellen Keenan und Weizman als Gelenkscharnier eines paradigmatischen Turns dar, das sich zur forensischen Ästhetik hin bewegt. Diese sei nicht nur eine Erweiterung des Forums, sondern ein Moment des Strukturwandels, der ein zunehmendes Ineinanderverlaufen von Objekten und Subjekten, Totem und Lebendigem bedeute.
Aktualisiert: 2019-11-17
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Gesammelte Schriften

Gesammelte Schriften von Mies van der Rohe,  Ludwig, Walter,  Axel
Die »Gesammelte Schriften« spiegeln den Werdegang des Architekten Ludwig Mies van der Rohe in seinen poetischen und philosophischen Reflexionen zu Architektur und Formdenken wieder. Herausgegeben werden sämtliche zu Lebzeiten veröffentlichte Schriften, Interviews, Redemanuskripte und Manifeste. Ergänzt wird der Band durch ausgewählte bisher unveröffentlichtes Materialien aus dem Nachlass, sowie ein editorisches Nachwort und aussagekräftige Abbildungen.
Aktualisiert: 2019-11-17
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Para-Plattformen

Para-Plattformen von Bratton,  Benjamin, Grassegger,  Hannes, Keshavarz,  Mahmoud, Miessen,  Markus, Nagle,  Angela, Nickel,  Uli, Power,  Nina, Reed,  Patricia, Ritts,  Zoë, Slavs & Tatars, Staal,  Jonas, Steyerl,  Hito, Tillmans,  Wolfgang, Trüby,  Stephan, Varvia,  Christina
Texte von Benjamin H. Bratton, Hannes Grassegger, Mahmoud Keshavarz, Angela Nagle, Nina Power, Patricia Reed, Konrad Renner, Slavs & Tatars, Jonas Staal, Hito Steyerl, Wolfgang Tillmans, Stephan Trüby, Christina Varvia (Forensic Architecture). Cover von Liam Gillick. Rechtspopulismus ist keine neue Erscheinung. Seine Formen und Vorgehensweisen befinden sich jedoch im stetigen Wandel und erobern ständig neue Räume. Rechtspopulistisches, völkisch-autoritäres Gedankengut grassiert vermehrt durch virtuelle, soziale und materielle Landschaften, durchquert Institutionen, Netzwerke und Plattformen und annektiert so gesellschaftliche Felder. Die ideologische Verankerung des Rechtspopulismus im sozialen Raum wird in diesem Band in territorialen Kategorien gedacht. Design und Material werden auf ihre politischen Implikationen hin untersucht, und aus verschiedensten Winkeln reflektiert, um Strategien zu entwickeln, die auf die rechte Raumpolitik reagieren. Die Analyse baut auf drei Fallstudien auf, die sich mit neu entstandenen Räumen des Rechtspopulismus befassen und auf einem von Markus Miessen organisierten Symposium des Design Festivals Göteborg präsentiert wurden
Aktualisiert: 2019-12-16
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ONE + ONE

ONE + ONE von Avanessian,  Armen, Hennig,  Anke
»›Sie weiß es‹, lese ich dich eifersüchtig an den Rand schreiben. (...) So wenig du dir und deinem eigenen Schreiben traust, umso hemmungsloser vertraust du jedem Satz, den sie gegen dich oder gegen sich selber schreibt. Denn das meinte und meint ›Du weißt es‹ immer auch und zuallererst, dass wir, keiner von uns, je recht hat. Sondern immer der andere, und wenn wir (wie eigentlich fast immer) unterschiedlicher Meinung sind, nur sie – und nur gegen sich bzw. ihre Meinung – beweisen kann, warum du recht hast. Nur sie weiß, warum du recht hast, und ›Ich‹ hat insofern nie recht, weiß es doch nie, warum diese oder jene Einschätzung der Dinge nun die wahre ist.« In ONE + ONE entwickeln Armen Avanessian und Anke Hennig ihr kollaboratives Projekt ›Spekulative Poetik‹ noch einmal weiter – hin zu einer Praxis schreibenden Nachdenkens. Mit ihrer Suche nach neuen poetischen Ausdrucksformen jenseits des universitären Diskurses, aber auch gängiger ästhetischer und kritischer Arten des Schreibens, stellen sie sich den politischen und ethischen Konsequenzen aus ihrer Methode, die verlangt, nicht nur neue Positionen zu bestimmen, sondern auch für diese einzustehen. Die Frage, wie Sprache Wirklichkeit verändert und Subjekte schreibend zu anderen werden, führt die beiden in Bereiche wie Technologie, Ökonomie oder Geopoetik. Sie lesen Texte von AutorInnen wie Kathy Acker, Chris Kraus oder Quentin Meillassoux, überschreiben ihre früheren Positionen und konfrontieren einander mit ihrer theoretischen und para-akademischen Praxis. Was heißt Zeitgenossenschaft in einer geteilten Gegenwart? Wie eignen Algorithmen sich Bedeutung an? Und welches spekulative Kapital lässt sich aus den Innovationen der Finanzwirtschaft schlagen? Das neben dem parallel entstandenen I - I vierte gemeinsame Buch von Avanessian und Hennig entfaltet sich in einem Austausch unterschiedlicher Stimmen, die hin und wieder zu einem Wir zusammenlaufen – manchmal teilen sie eine Meinung, oft aber sind sie auch geteilter Meinung. Was sie verbindet, ist der Zweifel an der Überzeugung, dass Individualismus als gelungenste Form der Subjektivität zu gelten hat und individuelle Selbstreflexion noch Ausdruck einer produktiven philosophischen Haltung ist. »Es bedarf in der Tat keines universalen oder neutralen Subjekts, um eine Ethik oder Politik zu entwickeln. Wessen es auf dem Weg über ein einzelnes egoistisches und solipsistisches Selbst hinaus bedarf, ist lediglich die Begegnung mit einem Anderen.«
Aktualisiert: 2019-11-01
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I – I

I – I von Avanessian,  Armen, Hennig,  Anke
»Eine spekulative Techno-Logik der Zukunft besteht darauf, dass jede Vision von zukünftiger Intelligenz gegendert sein muss, um einen Körper von nicht-biologischer, informationeller Ordnung zu denken und das sexuelle Unbewusste, das im Zuge der Industrialisierung des Körpers in der Moderne entstanden ist, bewusst zu machen.« In I – I entwickeln Armen Avanessian und Anke Hennig ihr kollaboratives Projekt ›Spekulative Poetik‹ noch einmal weiter – hin zu einer Praxis schreibenden Nachdenkens. Mit ihrer Suche nach neuen poetischen Ausdrucksformen jenseits des universitären Diskurses, aber auch gängiger ästhetischer und kritischer Arten des Schreibens, stellen sie sich den politischen und ethischen Konsequenzen aus ihrer Methode, die verlangt, nicht nur neue Positionen zu bestimmen, sondern auch für diese einzustehen. Die Frage, wie Sprache Wirklichkeit verändert und Subjekte schreibend zu anderen werden, führt die beiden in Bereiche wie Architektur, Algorithmik oder Ökonomie. Sie betrachten gemeinsam (und gegeneinander oder einander überschreibend) paranoide Scifi-Szenarien, von John Carpenters The Thing bis Denis Villeneuves Arrival, gehen den Überlegungen von PhilosophInnen wie Étienne Balibar, Donna Haraway oder Luciana Parisi nach und diskutieren diese vor dem Hintergrund zeitgenössischer Phänomene wie Brexit, neuen Reproduktionstechnologien oder Xeno-Architektur. Sind Theorien maschineller Kognition, die ohne Gendering auszukommen glauben, einfach blind, unfruchtbar oder eher impotent? Und was heißt überhaupt noch Zeitgenossenschaft in einer geteilten Gegenwart? Das neben dem parallel entstandenen ONE + ONE vierte gemeinsame Buch von Avanessian und Hennig entfaltet sich in einem Austausch unterschiedlicher Stimmen, die hin und wieder zu einem Wir zusammenlaufen – manchmal teilen sie eine Meinung, oft aber sind sie auch geteilter Meinung. Was sie verbindet, ist der Zweifel an der Überzeugung, dass Individualismus als gelungenste Form der Subjektivität zu gelten hat und individuelle Selbstreflexion noch Ausdruck einer produktiven philosophischen Haltung ist. »Jedes menschliche Wesen ist mit jedem anderen menschlichen Wesen verbunden, und was hinter diesen Beziehungen steht, ist Sprache. (...) Das ungeschriebene Gesetz des universitären Diskurses aber lautet, dass das Subjekt seine Spaltung nur als sein Unvermögen aussprechen, nicht aber strategisch wenden darf. Zu zweit schreiben ist ein Witz, eine sarkastische Fehllektüre des ›gespaltenen Subjekts‹ und ein gewolltes Missverständnis.«
Aktualisiert: 2019-10-31
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Was ist Pop’Philosophie?

Was ist Pop’Philosophie? von de Sutter,  Laurent, Voullié,  Ronald
»Und zweifellos man kann nicht sagen«, schrieb Deleuze 1973 in seinem »Brief an Michel Cressole«, »daß der ›Anti-Ödipus‹ sich jedes Wissensapparates entledigt hätte: er ist noch ziemlich universitär, reichlich gelehrt, und er ist nicht die erträumte Pop’Philosophie oder Pop’Analyse«. Laurent de Sutter geht in diesem Essay der Geschichte des Deleuze’schen Denkens einer Pop’Philosophie bis in die Gegenwart nach, und durchstreift dabei einen ganzen Begriffskosmos: Von einer Theorie des Buches über Stil, zur Elektrizität in der Luft und einer Eloge auf die Jurisprudenz bis hin zur Melancholie der Aporie, zur Rückkehr des Kalten und Grausamen, zu einer Kosmologie des Abfalls – um endlich die Frage, was Pop’Philosophie sein könne, in der Schwebe zu halten.
Aktualisiert: 2019-10-10
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Schnee im Gras. Aufzeichnungen zur Animationskunst in 4 Bänden

Schnee im Gras. Aufzeichnungen zur Animationskunst in 4 Bänden von Epstein,  Julia, Norstein,  Juri, Saß,  Nele, Velminski,  Wladimir
Zwar umfasst das Gesamtwerk des Regisseurs nur etwas mehr als achtzig Minuten in neun Zeichentrickfilmen, doch für diese bewundern ihn Filmschaffende wie Quentin Tarantino und Miyazaki Hayao. Mit seinen Aufzeichnungen zur Animationskunst öffnet Norstein seine Schatzkiste. Durch das Prisma der Kunstgeschichte sowie auch der persönlichen Erfahrung seiner Biographie reflektiert er über Zeichentrickfilm und Animationstechnologie, die für Norstein, unzertrennbar sind.
Aktualisiert: 2019-09-30
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Geile Deko

Geile Deko von Cotten,  Ann, Waidner,  Isabel
Eine glamoureuse Welt, bewohnt von und ausstaffiert mit Gilbert & George- Lookalike-Lesben, GoldSeXUellen StatuEtten, Anti-Drag-Königïnnen, Eigenbrötler-Detektivïnnen, und einer mit Helmen in Form von Fragezeichen gerüsteten Transgender-Armee: Geile Deko. Alle stören ständig die Handlung. Keiner kann die Handlung kontrollieren. Überraschungen sind die volle Selbstverständlichkeit: Ein aufgekünsteltes Forschungsvorhaben führt mal zu wirklichen Ergebnissen. Digitale Experimente gehen viral. Aberhunderte Lippenstiftmarkierungen erwecken einen verfallenden Körper zum Leben. Und der Dynamo Totholz-Publikumspreis geht dann doch an jeden, der Totholz in Dynamos verwandelt. Geile Deko zeigt, was passiert, wenn der Pöbel das Ruder übernimmt und die Sprache gleich dazu.
Aktualisiert: 2019-09-12
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