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Adorno und die Medien

Adorno und die Medien von Popp,  Judith-Frederike, Voropai,  Lioudmila
Theodor W. Adornos Denken war Zeit seines Lebens von einem ebenso fruchtbaren wie zwiespältigen Verhältnis zu den Medien durchdrungen. Dabei verstand er es, seine gesellschaftskritischen Überlegungen an ihnen ebenso zu schärfen wie sie für die Vermittlung seiner Analysen an ein breites Publikum zu nutzen. Auch wenn er diese ambivalente Haltung an damaligen Medien entwickelte, erweist sich der Ansatz als vielversprechend, sie an der heutigen Medienlandschaft in ihrem Einfluss auf Gesellschaft, Politik und Kultur zu erproben. Die Fragen nach der Relevanz von Adornos kritischer Theorie in der zeitgenössischen Reflexion der digitalen Kultur sowie nach der Bedeutung seiner Medienkritik für Philosophie, Kunstwissenschaft und Kulturtheorie der letzten Jahrzehnte stehen im Mittelpunkt dieses Bandes. Unterschiedliche Positionen und methodologische Ansätze zu Adornos intellektuellem Nachlass öffnen neue interdisziplinäre Perspektiven auf aktuelle Medienphänomene und kulturelle Prozesse und setzen die Tradition einer philosophisch informierten und soziologisch fundierten Medienkritik fort.
Aktualisiert: 2022-06-27
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Aussterben

Aussterben von Dawson,  Ashley
Vor einigen tausend Jahren war die Welt die Heimat einer immensen Vielfalt großer Säugetiere. Von Mammuts und Säbelzahntigern bis hin zu riesigen Faul- und Gürteltieren in der Größe eines Automobils streiften diese beeindruckenden Kreaturen frei umher. Dann kamen die Menschen. Sie schlugen ihren Weg durch die Nahrungskette, während sie sich über den Planeten ausbreiteten, und begannen einen Prozess der unersättlichen Ausrottung, der bis heute andauert. Schlagzeilen macht heute die existenzielle Bedrohung, mit der die verbliebenen Großtiere wie Nashörner, Tiger und Pandas konfrontiert sind. Aber die von Menschen herbeigeführte Verwüstung erstreckt sich auch auf weniger beachtete Bereiche von Lebewesen wie Käfer, Fledermäuse und Schmetterlinge. Forscher sind sich im Allgemeinen einig, dass die derzeitige Aussterberate nicht weniger als katastrophal ist. Gegenwärtig verliert die Erde jeden Tag etwa hundert Arten. Diese unerbittliche Ausrottung, so Ashley Dawson, ist das Produkt eines globalen Angriffs auf das Gemeingut, auf diesen großen Schatz aus Luft, Wasser, Pflanzen und Lebewesen sowie kollektiv geschaffene Kulturformen wie die Sprache, welche traditionell als das Erbe der gesamten Menschheit betrachtet wurden. Dieser Angriff hat seinen Ursprung darin, dass sich das Kapital unerbittlich in alle Lebensbereiche ausbreitet. Das Aussterben, so Dawson, kann nicht isoliert von einer Kritik an unserem Wirtschaftssystem verstanden werden. Um dies zu erreichen, müssen wir die Grenzen zwischen Wissenschaft, Umweltschutz und Politik überwinden. ›Aussterben. Eine radikale Geschichte‹ erfüllt diese Aufgabe ebenso lebhaft wie brillant.
Aktualisiert: 2022-06-22
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Open History

Open History von Höltgen,  Stefan
>OPEN HISTORY_ versteht sich als Eingrenzung eines interdisziplinären Forschungsfeldes zwischen Informatik, Medienwissenschaft, Linguistik, Geschichtswissenschaft, Museumskunde und -pädagogik. Frühe Mikrocomputer der 1970er- und 1980er-Jahre bilden hierfür ›die Medien‹, denn an ihnen kann gezeigt werden, worin gemeinsame wissenschaftliche Interessen dieser Disziplinen bestehen könnten. Hierzu bedarf es jedoch einer spezifischen Methode, der Computerarchäologie, die sich als Forschungsmethode zwischen einer kritischen Geschichtsschreibung, medienarchäologischer und informatischer Analyse digitaler Medientechnologien in Vergangenheit und Gegenwart darstellt und neue Schreibweisen von Computergeschichte fordert. Detaillierte technische Sachverhalte werden dabei ebenso berücksichtigt wie die Tatsache, dass sich operative Computer Historisierungsversuchen konsequent entziehen. Gegenstand dieser Analyse ist das Retrocomputing, bei dem frühe Mikrocomputer von Hobbyisten gesammelt, repariert, erweitert und in ihren technischen und historischen Facetten erforscht werden. Mit eigenen Projekten, realisiert innerhalb akademischer Lehrveranstaltungen und mit Hobbyisten, stellt >OPEN HISTORY_ archäologische Forschung als Hands-on-Theorienentwicklung und Informatikdidaktik vor. Stefan Höltgen hat Germanistik, Philosophie, Soziologie und Medienwissenschaft studiert und im Fach Medienwissenschaft promoviert. Mit >OPEN HISTORY_ hat er an der Informatik eine zweite Promotion absolviert. Er arbeitet als Medienwissenschaftler, Publizist und Journalist, organisiert Retrocomputing-Ausstellungen und ist wissenschaftlicher Beirat des Oldenburger Computermuseums.
Aktualisiert: 2022-06-22
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Infrastruktur-Arbeit

Infrastruktur-Arbeit von Schabacher,  Gabriele
Infrastrukturen bilden das Fundament moderner Gesellschaften. Sie ermöglichen die Zirkulation von Dingen, Personen, Daten und Energie und sind damit wirkmächtige Mediatoren. Wenn diese Prozesse reibungslos funktionieren, sind Infrastrukturen unscheinbar. Im Fall von Störungen jedoch treten sie als solche in den Vordergrund. Was dann sichtbar wird, ist die Vielzahl der an ihnen beteiligten menschlichen und nicht-menschlichen Akteure. Und nicht nur das: Deutlich wird auch eine spezifisch prozessuale Dimension von Infrastrukturen, ihre Infra-Agency, die sich als Arbeit von und an Infrastrukturen verstehen lässt. Denn Infrastrukturen befinden sich dauerhaft in einem Zustand der Instabilität, auf den sich Kulturtechniken der Erhaltung richten: Prozessen des Verfalls und der Zerstörung arbeiten unentwegt Reparatur, Wartung und andere Tätigkeiten der Sorge entgegen, die damit zugleich zur Veränderung von Infrastrukturen beitragen. Die Frage nach der Zeitlichkeit von Infrastrukturen steht deshalb im Mittelpunkt dieses Buches. Es leistet gleichermaßen einen Beitrag zur Kultur- und Mediengeschichte der Moderne und zur ökologischen Debatte der Gegenwart.
Aktualisiert: 2022-06-22
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Ursprüngliche Verhältnisse

Ursprüngliche Verhältnisse von Schnödl,  Gottfried
1923 konstatierte Martin Heidegger, dass sich in einigen Wissensbereichen das „Relationale als solches“ vorschiebe und zum „eigentlich Gegenständliche[n]“ werde. Gottfried Schnödl versucht, einen spezifischen Strang dieser Entwicklung nachzuzeichnen und konzentriert sich dabei auf Texte, in denen das Relationale ebenso naturalisiert wird wie die Natur relationalisiert. Von der monistischen Biologie ausgehend zeigt das vorliegende Buch die Bedeutung eines solchen Denkens um 1900 auf, und verfolgt seine Transformationen und Auswirkungen von der Ästhetik und der Sprachwissenschaft über die Geschichte und die Soziologie bis hinein in die Literatur der Wiener Moderne. Dabei zeigt sich, dass die Denkfigur ursprünglicher Verhältnisse vor allem dort aufkommt, wo konkrete Relationen kaum fass- oder beschreibbar sind.
Aktualisiert: 2022-06-23
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Textfetzen

Textfetzen von Wessel,  Elias
Mit Textbeiträgen von Christoph Neuberger, Axel Gelfert und Hans-Christian von Herrmann Elias Wessels »Textfetzen« konfrontieren uns mit unseren alltäglichen Konsumptionen, die sich aus dem unerschöpflichen Newsfeed der Social Media Plattformen speisen. Seine »Textfetzen« stellen den Newsfeed still, laden zum Verweilen und Versenken ein, um zwischen den Fetzen assoziativ Linien zu ziehen. Wessel überträgt den Newsfeed in andere, klassische Medienformate: Als Farbfotografie, als Audio-Datei und als Text in Buchform gehen sie den Weg zurück vom Digitalen ins Analoge. Fixiert, begrenzt und autorisiert vom Künstler. Man mag darin auch neben dieses Erkenntnisgewinns eine Entlarvung jenes Versprechens sehen, mit Suchmaschinen und sozialen Netzwerken eine bessere Welt und eine bessere Verständigung zwischen den Menschen zu schaffen. Elias Wessel’s »Textfetzen« confront us with our everyday consumptions, which are fed by the inexhaustible newsfeed of social media platforms. His »Textfetzen« immobilize the newsfeed, inviting us to linger and sink into it, to draw associative lines between the scraps. Wessel transfers the newsfeed into other, classic media formats: As a color photograph, as an audio file, and as text in book form, they make their way back from the digital to the analog. Fixed, limited and authorized by the artist. In addition to this gain in knowledge, it may be seen as a debunking of the promise that search engines and social networks would ­create a better world and better understanding between people.
Aktualisiert: 2022-06-16
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Die Genesenden

Die Genesenden von Gwozdz,  Patricia A.
Wir genesen nicht, um gesund zu werden. Wir genesen, um uns auf die nächste Krankheit vorzubereiten. Unser »biologischer Luxus« (Canguilhem) besteht darin, krank werden zu können und doch einen Weg zu finden, sich einem neuen Lebenskontext zu fügen oder ihn zu erfinden und damit die Grenzen des »ÜberLebenswissens« (Ette) neu zu verhandeln. Dieses Buch versammelt Essays zu Schriftsteller-Ärzten des 20. Jahrhunderts aus Deutschland, Frankreich und Spanien, die aus der Perspektive ihres klinischen Erfahrungswissens fiktionalisierte Prosa über menschliche Genesungs- und Verfallsprozesse zur Darstellung bringen. Dabei stehen auch die Fragen im Zentrum, wie sich medizinisches Wissen durch literarische Inszenierung verwandelt und welche poetologischen Prozesse die Autoren in ihrer Literatur entwickeln, um Medizin und Literatur miteinander zu verbinden. Eingebettet in den aktuellen Forschungskontext der »Narrative Medicine« (Rita Charon) und der Medical Humanities wird auch die Tragweite der philosophischen Lebensbegriffe, bios und zoe, in Anlehnung an posthumanistische Theorien Rosi Braidottis diskutiert. Prolog und Epilog ergänzen die Expertenperspektive durch die Fallgeschichte einer Krebspatientin, die in ihren Tagebüchern den kontinuierlichen Weg zur Heilung dokumentiert.
Aktualisiert: 2022-06-10
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Handlungsraum Museum

Handlungsraum Museum von Korintenberg,  Bettina
Museen sind machtvolle Instrumente kollektiver Bedeutungsbildung und in ihrer historischen Genese aufs Engste mit dem gesellschaftlichen Imaginären verbunden. Die lateinamerikanischen Erzähltexte, die in diesem Band verhandelt werden, bilden zum Museum in seiner westeuropäisch konnotierten Entstehungsgeschichte eine postkoloniale Konstellation. Innerhalb dieses Spannungsfeldes kommt es in den literarischen Transformationen des Museums zum Bruch mit kulturell tradierten Vorstellungs- und Handlungsmustern. Dynamische Prozesse der Bedeutungsbildung, die sich im Museum zwischen Raum, Artefakten und Rezipierenden abspielen, geraten in den Blick und profilieren das Museum als gesellschaftlich brisanten und relevanten Imaginations- und Diskursraum. In der Überführung von immer bereits durch ein kulturelles Imaginäres geformten Museumsräumen in liminale, widerständige und strukturell durchbrochene Texträume scheinen Potentiale des Museums in Zeiten gesellschaftlicher Neuordnung auf. Die besprochenen Texte aus den 1960er bis 1990er-Jahren schreiben sich in die aktuellen Debatten um Museen und deren Zukunft in der Reflexion ihrer kolonialen Vergangenheiten ein und erweitern sie in transdisziplinärer Perspektive über das Wechselverhältnis von Text, Museum und Gesellschaft.
Aktualisiert: 2022-06-09
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»Man möchte hundert Hände haben …«

»Man möchte hundert Hände haben …« von Freier,  Elke
G­eorg Gustav Erbkam reist als Architekt im Expeditionsteam von Richard Lepsius 1842 bis 1845 durch Ägypten und Nubien und wurde zum Bahnbrecher für die exakte Aufnahme von Architektur in ihrer Umwelt. Die detailgetreuen Grundrisse und Durchschnitte durch Gräber und Tempel und ihre Verortung in der Landschaft waren nach bisheriger Kenntnis neu in der jungen Wissenschaft der Ägyptologie und blieben lange Zeit einmalig. Der scharfe Blick des Geodäten und die Disziplin des Baumeisters resultierten aus einer langjährigen Ausbildung in Berlin, wo er studierte und später arbeitete und lebte. Er war nicht nur Architekt, sondern Stellvertreter von Lepsius in krisengeschüttelten Zeiten, wenn letzterer krankheitsbedingt oder zur Organisation der weiteren Reise in Kairo arbeitete oder auf Exkursionen tief in den Süden des Sudan oder auf die Sinai-Halbinsel ging. Erbkam sorgte dafür, daß die Dokumentationsarbeiten fortgingen. Nach den Reisebriefen erscheinen nun die langersehnten Tagebücher.
Aktualisiert: 2022-06-03
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»Man möchte hundert Hände haben …«

»Man möchte hundert Hände haben …« von Freier,  Elke
Georg Gustav Erbkam reist als Architekt im Expeditionsteam von Richard Lepsius 1842 bis 1845 durch Ägypten und Nubien und wurde zum Bahnbrecher für die exakte Aufnahme von Architektur in ihrer Umwelt. Die detailgetreuen Grundrisse und Durchschnitte durch Gräber und Tempel und ihre Verortung in der Landschaft waren nach bisheriger Kenntnis neu in der jungen Wissenschaft der Ägyptologie und blieben lange Zeit einmalig. Der scharfe Blick des Geodäten und die Disziplin des Baumeisters resultierten aus einer langjährigen Ausbildung in Berlin, wo er studierte und später arbeitete und lebte. Er war nicht nur Architekt, sondern Stellvertreter von Lepsius in krisengeschüttelten Zeiten, wenn letzterer krankheitsbedingt oder zur Organisation der weiteren Reise in Kairo arbeitete oder auf Exkursionen tief in den Süden des Sudan oder auf die Sinai-Halbinsel ging. Erbkam sorgte dafür, daß die Dokumentationsarbeiten fortgingen. Nach den Reisebriefen erscheinen nun die langersehnten Tagebücher.
Aktualisiert: 2022-06-02
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