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Die Welle – Morton Rhue – Lehrerheft

Die Welle – Morton Rhue – Lehrerheft von Biedermann,  Julia
Die Welle (1981) beschreibt das gleichnamige Experiment des ambitionierten Geschichtslehrers Ben Ross, der an der Gordon High in einer US-amerikanischen Kleinstadt unterrichtet. Nach einem Film über die Konzentrationslager ist seine Klasse entsetzt und fragt ihn, wie es dazu kommen konnte. Er muss sich eingestehen, dass er diese Frage nicht zufriedenstellend beantworten kann. Um seiner Klasse die Zeit des Nationalsozialismus verständlicher zu machen, ruft er „Die Welle“ ins Leben, der sich viele Schüler begeistert anschließen. Bald muss er feststellen, dass er die Eigendynamik der Bewegung unterschätzt hat und die Kontrolle darüber zu verlieren droht ... Der auf einer wahren Begebenheit basierende Roman zeigt mit deutlichen Parallelen zur NSDAP und Hitlerjugend auf, wie schnell sich Menschen von einem charismatischen Führer manipulieren und für eine Ideologie begeistern lassen – eine Warnung, die stets aktuell bleibt. Dieses Lehrerheft bezieht sich auf den Lesebegleiter (ISBN: 978-3-946482-69-7, Bestell-Nr.: S2069) von Michaela Staleker, Udo Staleker und Julia Biedermann. Wie der Lesebegleiter sind auch die Lösungen besonders schülernah: Sie wurden in Zusammenarbeit mit Schülerinnen erstellt. Neben den Lösungen sind zusätzliche Arbeitsblätter zum Roman, Lektüreempfehlungen zur NS-Thematik und eine Klassenarbeit zum Abschluss der Lektüre enthalten.
Aktualisiert: 2021-07-06
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Die Welle – Morton Rhue

Die Welle – Morton Rhue von Biedermann,  Julia, Staleker,  Michaela, Udo,  Staleker
Faschismus steckt in jedem von uns »Die Welle« ist ein Experiment des Lehrers Ben Ross mit einer Schulklasse, die Zweifel an den Verhaltensweisen der Deutschen während des Dritten Reiches hatte, am Ende jedoch die Frage »Wie entsteht Faschismus?« durch ihre eigenen Handlungen beantwortet. »Faschismus – kein Phänomen, das nur andere betrifft – es steckt in jedem von uns.« Diese Aussage formuliert der Lehrer Ben Ross in der fiktiven Schulklasse von Die Welle. Sie ist richtig und aktuell. Eine Auseinandersetzung mit dem Thema Faschismus im Deutschunterricht ist notwendig und sollte nicht alleine die Auswirkungen, sondern auch auch den Entstehungsweg, also das »Wie konnte es dazu kommen?« aufzeigen. Dieser Lesebegleiter wurde mit einer Schulklasse von den Autor*innen Michaela und Udo Staleker sowie Julia Biedermann erarbeitet und unterstützt die Lektüre Die Welle von Morton Rhue zu erschließen. Der Roman ist 1981 erschienen und beruht auf einem Experiment, das 1967 von dem Geschichtslehrer Ron Jones an einer kalifornischen Highschool durchgeführt wurde. Kapitel für Kapitel wird durch die Handlung des Romans geführt und die verschiedenen Figuren lernt man nach und nach kennen. Ein Schaubild auf einer Doppelseite wird nach dem Lesen des ersten Kapitels begonnen und im Laufe der Lektüre mit weiteren Informationen, die man über die Figuren erhält, ergänzt. Zwischendurch begegnen den Leser*innen Schreibaufgaben, bin denen sie in die Rolle einer der Hauptpersonen schlüpfen und aus deren Sicht beispielsweise einen Tagebucheintrag verfassen. In eine Kapitelübersicht tragen die Leser*innen nach der Bearbeitung jedes Kapitels eine persönliche Überschrift ein und notieren in Stichworten, was in dem Kapitel passiert ist. Ein Lehrerheft ist separat unter der ISBN: 978-3-946482-68-0 erhältlich. Unsere Theater-DVD und umfangreiche Materialien auf der DVD sowie erhältlich als Booklet, vervollständigen das Paket optimal.
Aktualisiert: 2021-06-24
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Der Junge im gestreiften Pyjama – John Boyne

Der Junge im gestreiften Pyjama – John Boyne von Staleker,  Michaela, Udo,  Staleker, Verlag GmbH,  Krapp & Gutknecht
„Der Junge im gestreiften Pyjama“ von John Boyne Den Holocaust durch Kinderaugen sehen. Ein hoher Zaun trennt den 9-jährigen Bruno von seinem neuen Freund Schmuel, besagtem Pyjamaträger. Die Jungen leben räumlich nah beieinander und doch in verschiedenen Welten, denn Brunos Vater ist Lagerkommandant, während der jüdische Schmuel im KZ um sein Leben bangen muss. Boynes Perspektive des neunjährigen Jungen gestattet einen naiven, unverstellten Blick auf die grausamen Absurditäten, die sich für Bruno unverständlich, »auf der Seite hinter dem Zaun« ereignen. Das Schülerarbeitsheft enthält: • Schreibanlässe (Briefe, Tagebucheinträge …), • Gestaltungen, • Recherchen, • kapitelweise Inhaltserschließung, • historische Hintergründe, • den Drill der SS-Männer zu Mördern, • Informationen zum KZ-System, • reale KZ-Kommandanten im Vergleich mit Brunos Vater • und Paul Celans Todesfuge • sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der Lektüre. Das Schülerarbeitsheft ermöglicht einen persönlichen Zugang zum Thema, in diversen Schreibanlässen versetzen sich die Jugendlichen in die Lage der verschiedenen Figuren.
Aktualisiert: 2021-03-23
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Sicher zum Mittleren Bildungsabschluss Deutsch Saarland – Trainingsbuch

Sicher zum Mittleren Bildungsabschluss Deutsch Saarland – Trainingsbuch von Biedermann,  Julia, Metzger,  Christel, Theobald,  Eva, Utter,  Aline
Klasse 10, Sek. I - Trainingsbuch zur Vorbereitung auf die Abschlussprüfung Deutsch im Saarland Vollständig überarbeitet und in neuem Format Unser neues Trainingsbuch bereitet die Schülerinnen und Schüler während des 9. und 10. Schuljahres umfassend auf die Prüfungsformate des Mittleren Bildungsabschlusses Deutsch im Saarland vor. Es berücksichtigt alle in der Prüfung vorkommenden Aufgabenformate und enthält aktuelle Texte zu Themen, die Jugendliche ansprechen. Die Aufgabenformate der Schreibformen werden jeweils exemplarisch an einem Text erarbeitet. Weitere Texte ermöglichen selbstständiges Üben. Abschließende Kompetenzchecks zeigen den Lernstand an und ermöglichen eine optimale Selbsteinschätzung. Schon in der Klassenstufe 8 beginn man mit deinen Vorbereitungen auf die Abschlussprüfung. Dieses Arbeitsheft unterstützt und begleitet dabei. Argumentierendes Schreiben – Erörterung Erarbeitung des Aufgabenformates Text 1 Organspende – eine Entscheidung treffen (lineare Erörterung) Text 2 Familienkommunikation (dialektische Erörterung) Texte zum selbstständigen Üben Text 3 Legalisierung von Cannabis Text 4 Mindestlohn Kompetenzcheck zur Selbsteinschätzung: Argumentierendes Schreiben Gestaltendes Schreiben Erarbeitung des Aufgabenformates Text 1 Der Hund von Max Bollinger Texte zum selbstständigen Üben Text 2 Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral von Heinrich Böll Text 3 Fünfzehn von Reiner Kunze Kompetenzcheck zur Selbsteinschätzung: Gestaltendes Schreiben Interpretierendes Schreiben Erarbeitung des Aufgabenformates Text 1 Fahrerflucht von Joseph Reding Texte zum selbstständigen Üben Text 2 Sohn von Christel Metzger Text 3 Der Lacher von Heinrich Böll Kompetenzcheck zur Selbsteinschätzung: Interpretierendes Schreiben Analyierendes Schreiben – Textanalyse Erarbeitung des Aufgabenformates Text 1 Liebe Mom, lieber Dad von Irene Dische Texte zum selbstständigen Üben Text 2 Manu von Arno Strobel Text 3 Neue Liebe, neues Leben von Johann Wolfgang Goethe Text 4 Blast, ihr Orkane! von Julia Engelmann Text 5 Nachhaltiger leben – Bewege den Tag! von Julia Biedermann Kompetenzcheck zur Selbsteinschätzung: Analysierendes Schreiben Tipps zur Prüfungsvorbereitung Infotheke – informieren und trainieren Allgemeine Informationen • Richtig zitieren – Zitierregeln kennen und anwenden • Wichtige sprachliche Gestaltungsmittel im Überblick • Textsortenwissen Epik und Lyrik Informationen zu den Schreibformen Grammatik • Grammatik des Wortes • Grammatik des Satzes Auch in anderen Bundesländern einsetzbar. Ergänzende Lösungen zum Trainingsbuch sind erhältlich für nur 1,80 € unter folgender ISBN: 9783963230578 und Bestellnummer: LÖ3057
Aktualisiert: 2021-06-15
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Sortiermaschine – Plakat DIN A1

Sortiermaschine – Plakat DIN A1 von Verlag GmbH,  Krapp & Gutknecht
Klasse 5-10, Plakat für Wortart-Übungen und Übungen mit Rechtschreibregeln Gruppieren und Sortieren Gemeinsame Merkmale von Wörtern helfen, die Schreibung einzuprägen. Durch Vergleichen sicherer in der Rechtschreibung werden. Diese Strategie hilft: • dir die Schreibung von schwierigen Wörtern einzuprägen • die Schreibung von Wörtern von anderen, dir bekannten Wörtern abzuleiten • dir Rechtschreibregeln einzuprägen Unsere Sortiermaschine kann helfen, Wörter nach ihren Merkmalen und Gemeinsamkeiten zu ordnen. Man muss musst nur "eingeben", nach welchem Merkmal die Wörter sortiert werden sollen. Also „programmieren“ wir die Maschine mit einer Rechtschreibregel und legen los! Ein Beispiel: Sortierte Wörter: Straße, Spaß, Kloß, heißen – Rechtschreibregel: Auf einen langen Vokal folgt ein stimmloses /s/ Aufgaben zum Gruppieren von Wörtern lassen sich bei allen Rechtschreibschwerpunkten ansiedeln. Gesammeltes, vorgegebenes oder auch von den SchülerInnen in ihren eigenen Texten verwendetes Wortmaterial (auch mit Fehlerschwerpunkt) kann nach vorgegebenen Kriterien aussortiert und gruppiert werden. Wichtig ist hierbei, genügend Wörter zur Verfügung zu haben und am Ende der Gruppierungsarbeit auch Begründungen für die Zuordnung artikulieren zu lassen.
Aktualisiert: 2021-02-05
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Wilhelm Tell – Friedrich Schiller – Textheft

Wilhelm Tell – Friedrich Schiller – Textheft von Metzger,  Christel, Schiller,  Friedrich, Sobeck,  Christian, Verlag GmbH,  Krapp & Gutknecht, Wgner,  Nina
Wir haben eine Vielzahl von Textausgaben verglichen und auf Tauglichkeit für den Einsatz im Unterricht geprüft. Da das Schriftbild bei den meisten Ausgaben für leseschwache Schülerinnen und Schüler zu klein ist und einige Ausgaben interpretative Anhänge enthalten, haben wir uns dazu entschieden, eine eigene Textausgabe mit Worterklärungen zu publizieren. Die Seitenangaben in unseren Materialien beziehen sich deshalb auf diese Textausgabe. Hohes Felsenufer des Vierwaldstättensees, Schwyz gegenüber. Der See macht eine Bucht ins Land, eine Hütte ist unweit dem Ufer, Fischerknabe fährt sich in einem Kahn. Über den See hinweg sieht man die grünen Matten , Dörfer und Höfe von Schwyz im hellen Sonnenschein liegen. Zur Linken des Zuschauers zeigen sich die Spitzen des Haken, mit Wolken umgeben; zur Rechten im fernen Hintergrund sieht man die Eisgebirge. Noch ehe der Vorhang aufgeht, hört man den Kuhreihen und das harmonische Geläut der Herdenglocken, welches sich auch bei eröffneter Szene noch eine Zeitlang fortsetzt.
Aktualisiert: 2021-06-01
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Bernhard Schlink, Der Vorleser

Bernhard Schlink, Der Vorleser von Heddrich,  Gesine, Verlag GmbH,  Krapp & Gutknecht
Schlinks Roman setzt sich mit den Verbrechen des Holocaust und der Schuld der Täter auseinander. Der jugendliche Michael verliebt sich in die 36-jährige Hanna Schmitz. Diese erweist sich als ehemalige KZ-Wärterin. • Romanfiguren • Entwicklung der Handlung • Hannas Schuld • Umgang mit Schuld • Analphabetismus • Materialien zu realen KZ-Wärterinnen und -Prozessen • Erschließungs- und Gestaltungsaufgaben • zahlreiche Illustrationen/Fotos • Schreibanlässe – Hilfestellungen und Lösungen • Vorbereitung auf die Abschlussprüfung
Aktualisiert: 2020-11-24
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Die Schwestern

Die Schwestern von Gutknecht,  Günther, Verlag GmbH,  Krapp & Gutknecht
Kommissar Tim Fahrian geht es nicht gut. Seine Frau ist psychisch krank und macht ihm das Leben zur Hölle. Er will sie nicht verlassen, weil er sich ihr verpflichtet fühlt. Als er im Zuge von Ermittlungen auf einen Verein stößt, der Ehemännern bei Eheproblemen zu helfen verspricht, stellt er sich dort vor. Nach seinem Besuch bei diesem Verein erhält er die Nachricht, dass seine Frau tödlich verunglückt ist. Ein Dreivierteljahr später fährt Fahrian mit seiner Kollegin Margret Mohr durch die Schweiz. Nun aber reihen sich Begegnungen und Ereignisse aneinander, deren Zufälligkeit und tragische Dramatik ihm ebenso absonderlich wie geheimnisvoll erscheinen … Leseprobe: Azurblau – jeder nannte es azurblau. Der strahlend blaue Himmel gibt dem Meer die Farbe – himmelblau. Ein unhaltbares Klischee. Das Blau war viel dunkler als die Farbe des Himmels und von solcher Intensität, dass er stehen geblieben war, um dieses Blau in sich aufzunehmen, aufzusaugen, um es nie mehr vergessen zu können. So stand er minutenlang, ehe er sich besann und den steinigen Hang hinunterlief, dem Blau entgegen. Aber das zog sich hin. Er glaubte sich dem Meer viel näher, als er es tatsächlich war. Nach mehr als einer halben Stunde hatte er erst den steinigen Hang hinter sich gelassen, die Strecke, die er noch zurücklegen musste, würde mindestens ebenso lange dauern. So ging er weiter. Die Sonne glühte auf seinen Haaren, doch unverdrossen beschleunigte er seinen Schritt. Nun, auf Augenhöhe mit dem Blau, veränderte sich das Farbspektakel. Das Blau verlor sich in einem flirrenden Geglitzer auf der Oberfläche des Meeres, die fortwährend in Bewegung zu sein schien und sich so ständig veränderte. Erst nahe des Horizontes fand er das zuvor noch nie gesehene Blau wieder. Schließlich erreichte er den Strand. Er stapfte über unzählige kleine Steine, bis er das Wasser endlich erreicht hatte. Er watete ein kleines Stück hinein. Das Wasser um ihn herum war hier nicht mehr blau. Es erschien ihm bald weiß, bald braun und dann wieder grün, aber nicht blau. Das atemberaubende Blau zeigte sich ihm erst wieder, als er den Blick hob. 10 Erschöpft ließ er sich auf die Knie fallen. So verharrte er lange, während die sanfte Dünung das Wasser bis über seine Hüfte ansteigen und dann wieder zurückfließen ließ. Begleitet wurden diese rhythmischen Bewegungen von einem feinen Rauschen und Gurgeln, das anund abschwoll, das hin und wieder gänzlich gegen die ansonsten gleichbleibende Rhythmik in ein Klatschen überging, wobei ihm unzählige Wassertropfen gleichsam einer Dusche ins Gesicht schossen und kühle, feuchte Flecken auf seinem Hemd hinterließen. In dem Augenblick, als sich das Wasser gerade wieder einmal zurückzog, verdunkelte sich die Wasserfläche vor ihm etwas, und er drehte sich rasch um. Er erkannte eine weibliche Gestalt mit wehenden, langen, roten Haaren, und er erhob sich augenblicklich. Die Gestalt lächelte. Sie trug ein weißes Gewand, das bis in das Wasser reichte. »Wer bist du?«, frage er. Die Weißgewandete lächelte bei dieser Frage noch mehr, streckte die Hand nach ihm aus und sagte: »Komm.« Er ließ sich bedenkenlos von ihr führen. Da begann die Weißgewandete zu singen. Sie sang ohne Worte, und die melismatischen Figuren ihres Gesangs drangen in seine Seele und ergriffen Besitz von ihm. So erreichten sie bald einen Pinienhain. Die Fremde beendete ihren Gesang, und die beiden setzten sich in den Schatten der Bäume. »Wer bist du?«, fragte er erneut. Sie saßen sich gegen­ über, und sie ergriff mit ihren Händen die seinen und sagte: »Ich bin Leukosia.« »Leukosia? Das klingt griechisch. Leukosia? Es gibt einen Mythos über Leukosia, genannt die Weiße.« 11 »Ich bin Leukosia«, fing die Weißgewandete wieder zu sprechen an, und jetzt sah er, dass ihr weißes Gewand durchscheinend war und dass sie nichts darunter trug. »Ich bin Leukosia, die Weiße«, und jetzt erst gewahrte er ihre Augen, grüne Augen, geheimnisvolle und undurchdringliche Augen. Da bereute er, dass er mitgegangen war, mit ihr – diesen Weg, zu diesem Pinienhain, wo sie jetzt saßen. Und er begriff, was er, was jedermann wusste, dass es Wege gibt, die unumkehrbar sind, und schlimmer noch, die Handlungen, die Geschehnisse sind es. Selbst wenn er alleine den Weg dahin zurückginge, wo er hergekommen war, den Weg mit Leukosia war er dennoch gegangen – unumkehrbar. »Du hast mich gesucht, und du hast mich gefunden«, sagte Leukosia und umschlang ihn. Fahrian erwachte. Er brauchte etwa eine Minute, um sich zurechtzufinden. Es war noch dunkel im Zimmer, und er sah auf den Wecker: halb vier. Neben sich hörte er das gleichmäßig sanfte Atmen von Anna. Er betrachtete ihre Silhouette, die sich im Dunkeln abzeichnete. Sie lag auf dem Bauch, einen Arm hatte sie unter das Kopfkissen geschoben. So schlief sie immer. So schlief sie zumindest immer, wenn sie friedlich schlief, wenn sie mit sich und der Welt im Reinen war. Das war selten genug der Fall. Er richtete sich auf und schob sein Kopfkissen hinter seinen Rücken. Er war verwirrt, weil er wusste, dass er geträumt hatte, schlecht geträumt hatte, wie so oft in letzter Zeit. Das hatte vor sechs oder sieben Jahren begonnen, dann eine Zeit lang aufgehört, sodass er 12 glaubte, es wäre vorbei. Dann kamen sie wieder, diese Träume, so wie diese Nacht. Er bemühte sich, das Geträumte ins Bewusstsein zu holen, doch mehr als eine weiße Gestalt am Strand eines tiefblauen Meeres kam ihm nicht in den Sinn. So war das immer, und er fragte sich, warum er glaubte, schlecht geträumt zu haben. Er konnte sich ganz selten an die Träume erinnern. Meist blieben ihm nur einzelne Bilder, so wie in dieser Nacht. Er schüttelte den Kopf und schaute nach rechts, wo Anna leise ein- und ausatmete, ganz leise, kaum hörbar. Er schaute sie lange an, und er wünschte sich, die NACHT hätte nie begonnen. Er spürte einen kühlen Luftzug und bemerkte erst jetzt, dass sein Kopf glühte und sein Haar verschwitzt war. Er bewegte sich vorsichtig aus dem Bett und ging ins Bad, ohne Licht zu machen. Am Waschbecken ließ er eine Weile kaltes Wasser laufen. Dann hielt er die Hände in den dünnen Wasserstrahl, um das Wasser aufzufangen. Er kühlte damit sein Gesicht. Das wiederholte er mehrere Male, bis er das Gefühl bekam, dass sein Kopf zu glühen aufgehört hatte. Er trocknete sein Gesicht ab, auch seine Haare, so gut es ging und schlich dann zurück in sein Bett. Er blieb aufrecht im Bett sitzen, mit dem Kissen im Rücken. Er schaute Richtung Fenster, das weit offen stand. Von der Straße unten war kaum etwas zu hören. Das war nicht verwunderlich um diese Zeit. Er sah wieder nach Anna, und strich ihr vorsichtig über das Haar.
Aktualisiert: 2020-11-24
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Weitere Verlage neben Krapp & Gutknecht Verlag

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Qualität bei Verlagen wie zum Beispiel bei Krapp & Gutknecht Verlag

Wie die oben genannten Verlage legt auch Krapp & Gutknecht Verlag besonderes Augenmerk auf die inhaltliche Qualität der Veröffentlichungen. Für die Nutzer von buch-findr.de: Sie sind Leseratte oder Erstleser? Benötigen ein Sprachbuch oder möchten die Gedanken bei einem Roman schweifen lassen? Sie sind musikinteressiert oder suchen ein Kinderbuch? Viele Verlage mit ihren breit aufgestellten Sortimenten bieten für alle Lese- und Hör-Gelegenheiten das richtige Werk. Sie finden neben