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Partituren des Menschlichen

Partituren des Menschlichen von Rösler,  Winfried
Dass Welt voller Stimmen und Klänge, gehört zu ihrem Reichtum; dass sie der Musik eine eigene Welt zugesteht, zu ihrer Noblesse. Welthaftes Dasein ist ein tönend-klingendes. Das sich in verschiedenster Weise offenbart. Im archaischem Klang der Erde, im Läuten von Glocken und Schlagen von Uhren, in der Vielfalt von Stimmen, im Geräusch und in der Stille, in symphonischer Musik und Klavierwerken, in Filmmelodien und Jazz, in kleinen Szenen über Musiker, Orchester und Taktstöcke. Ein solches inhaltliches Kaleidoskop verlangt nach eben solcher Form. Nach einer, die auf Vielfalt setzt. Auf Geschichten und Anekdoten, auf Aphorismen und Sentenzen, auf Beschreibung von Musik und Aperçus mit Augenzwinkern. So ergibt sich eine Partitur über die (un)geschriebenen Partituren der Töne und Klänge der Welt, in denen sich vor allem eines widerspiegelt: das menschliche Leben schlechthin.
Aktualisiert: 2020-10-27
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»Über diesem Abgrund«

»Über diesem Abgrund« von Krämer,  Sven
Der Band bietet zwei Zugänge zur Literatur der Shoah: Er widmet sich einzelnen Autoren und neuen Forschungsperspektiven. Mit H. G. Adler und Thomas Harlan stellt er zunächst zwei wenig beachtete Schriftsteller vor. Von Adler, einem Überlebenden der Shoah aus Prag, sind noch immer nicht alle Werke publiziert – darunter eine bedeutende Korrespondenz aus der Nachkriegszeit. Harlan setzte sich zeitlebens mit dem Genozid an den europäischen Juden auseinander – nicht zuletzt, weil sein Vater, Veit Harlan, den Massenmord durch seine Filme ideologisch vorbereitet hatte. Intensiv diskutiert wurde dagegen über Peter Weiss’ spätes Hauptwerk Die Ästhetik des Widerstands. Unter dem Aspekt der Ko-Erinnerung an die Shoah wird es neu perspektiviert. Der zweite Schwerpunkt entwirft und vertieft neue theoretische Orientierungen der Holocaust Studies. Mit Hilfe von Konzepten wie Ko-Erinnerung, Tabu und Transnationalität tragen die Studien zur Neuvermessung des Forschungsgebiets bei. Neben dem Stellenwert der Übersetzungen für die Rezeption der Shoah-Literatur in Deutschland wird auch der konstitutiv transnationale Charakter dieser Literatur herausgearbeitet. Ein grundsätzlicher Blick auf den Zusammenhang von Sprache und Diktatur beschließt den Band.
Aktualisiert: 2020-10-22
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Die Zukunft sitzt uns im Nacken

Die Zukunft sitzt uns im Nacken von Benyoetz,  Elazar
Die Rechtfertigung der Werke ist das Hauptwerk Es ist töricht, Erwartungen an die Hoffnung zu stellen, und doch hat Die Zukunft sitzt uns im Nacken mehr Hoffnungen erfüllt als Erwartungen enttäuscht. Im Jahr 2000, von Apokalypsen begleitet, ins Dasein getreten, trägt nun das Buch, zwanzig Jahre danach, seine Botschaft ins Corona-Jahr hinein, und ruft seine Leser zusammen, sich um das vielfach erweiterte Buch zu versammeln. Nicht umsonst war’s schnell vergriffen, nicht von Ungefähr erscheint es gerade wieder: Die Zukunft sitzt uns im Nacken
Aktualisiert: 2020-10-21
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Wer arbeiten will, gebiert seinen eigenen Vater

Wer arbeiten will, gebiert seinen eigenen Vater von Klotz,  Daniela
Der Zugang zum Werk Siegfried Wagners liegt in der Begegnung mit Oscar Wilde. Denn über dessen Ironie eröffnet sich im Werk Siegfried Wagners ein Paralleluniversum der Intertextualität. Opus 6, »Banadietrich«, auf den ersten Blick ein »Ring« im Taschenformat, erweist sich als Zugang zu dem Vexierspiel, das das Genie im Schatten (Peter P. Pachl) mit den Werken seines Vaters treibt. Gleich den Prismen eines Kaleidoskops bringt der Sohn das Gesamtkunstwerk des Vaters durch leichtes Kippen und kaum merkliches Drehen »zurück auf Anfang«. Und dieser Anfang ist nicht etwa eine der frühen Opern Richard Wagners, die als Nukleus einer der späteren gelten können, sondern ein Werk vor seiner Zeit: der »Faust«, der sich als wichtiges Element im Schaffen Richard Wagners erweist, vor allem aber als Dreh- und Angelpunkt im Kosmos Siegfried Wagners entpuppt. Es ist dies ein »Spiel«, dass allem Anschein nach alle Opern Siegfried Wagners durchzieht: Augenscheinlich jeweils »nur« auf ein Werk des Vaters bezogen, offenbaren alle Opern des jüngeren Wagner vielfältige Verweise aufeinander, auf den gesamten väterlichen Kanon und immer wieder auf den »Faust«. So stark ist Goethes Sogkraft, dass sogar persönliche Entscheidungen und die »Erinnerungen« Siegfried Wagners ihr unterliegen.
Aktualisiert: 2020-10-21
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Kurt Overhoff

Kurt Overhoff von Müller,  Adrian
»Kurt Overhoff. Im Banne Bayreuths« ist einer ebenso faszinierenden wie schillernden, dabei subkutan äußerst einflussreichen Musikerpersönlichkeit gewidmet. Overhoff, 1902 in Wien geboren, als Komponist tonalem Komponieren in der Nachfolge Richard Strauss’ verpflichtet, erregte bereits 1925 mit seiner Erstlings-Oper »Mira« breites Aufsehen, wurde aber nach Ende des Zweiten Weltkrieges als »nicht mehr zeitgemäß« aus dem Aufführungsbetrieb klassischer Musik aussortiert. Zentralthema der Biographie ist Overhoffs ambivalentes Verhältnis zu Haus Wahnfried und insbesondere Wieland Wagner, dessen Mentor er von 1940–1951 war. In der publizierten Historiographie zu Neu-Bayreuth lange verschwiegen und erst in letzter Zeit verstärkt Interesse generierend, werden in der vorliegenden Arbeit sowohl Overhoffs Anteil an Neu-Bayreuth als auch seine Differenzen zum Neu-Bayreuther Inszenierungsstil thematisiert. Darüber hinaus wird Overhoffs auf Karl Jaspers’ Chiffern-Lehre basierende Analysemethode vorgestellt. Schließlich beleuchtet ein weiteres Kapitel Overhoff als Ghostwriter für den Pianisten Kurt Leimer, wodurch er, aus wirtschaftlicher Not heraus, in einen der spektakulärsten Plagiats- und Betrugsfälle der klassischen Musik verwickelt war, der hier erstmals eindringlich dargestellt wird.
Aktualisiert: 2020-10-21
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»Gefühle sind von Haus aus Rebellen«

»Gefühle sind von Haus aus Rebellen« von Frank,  Dominik, Hartung,  Ulrike, Paede,  Kornelius
Die Oper hat mit immer schwerwiegenderen Legitimationsproblemen zu kämpfen: zu artifiziell, zu lebensfern und vor allem zu teuer. Dieser Krisendiskurs ist keineswegs ein rein ästhetischer, sondern überaus politisch. Gleichzeitig scheint sie gerade wegen ihrer inhärenten Künstlichkeit geeignet zu sein, intellektuelle Distanz zu nehmen und gleichzeitig emotionale Agitation zu betreiben. Ist Oper ein »Kraftwerk der Gefühle« – oder werden hier gar unter einem Material- und Aktualitätsparadigma Werke geschunden, um Distinktion zu betreiben? Die vermeintlichen Schwächen der Oper sind dabei womöglich ihre größten Stärken. Denn das Hybride und Synästhetische der Kunstform führt nicht nur zu institutionsgeschuldeter Behäbigkeit, sondern ermöglicht auch Arbeitsweisen, in denen neue Formen von Prozess und Kollaboration gedacht werden, die sich wiederum in entsprechenden politischen Gehalten reflektieren. Entsprechend sind in altehrwürdigen Häusern vermehrt Laboratorien eines emphatischen Musiktheaters entstanden, die sich weder vor der großen Operngeste noch vor tagespolitischer Aktualität scheuen.
Aktualisiert: 2020-10-22
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Der Karajan-Diskurs

Der Karajan-Diskurs von Caskel,  Julian
Herbert von Karajan bleibt nicht nur in kommerzieller, sondern auch in künstlerischer Hinsicht ein zentraler (und kontrovers verhandelter) Maßstab zur Beschreibung und Beurteilung wesentlicher Aspekte einer Geschichte der musikalischen Interpretation. Die vorliegende Publikation versammelt Aufsätze renommierter AutorInnen aus der akademischen Musikwissenschaft, die sich dem Dirigenten, aber auch dem Musikvermittler und Musikvermarkter Karajan auf vielfältigen Wegen nähern: Methodisch werden empirische (computergestützte) und hermeneutische Zugangswege zur Auswertung von Tonaufnahmen erprobt, inhaltlich werden der Beitrag Karajans zu verschiedenen Medienformen (Konzertfilm und Opernregie), zu Einzelbereichen des musikalischen Repertoires und seine Beziehungen zu Kollegen und Konkurrenten beleuchtet. Die Perspektive einer aktuellen Rezeption eröffnet Zugangswege zu einem »Karajan-Diskurs«, der biografische und historische, ästhetische und analytische Aspekte gleichermaßen umfasst. Die streitbare Auseinandersetzung mit einer einstmals dominanten und bis heute im Musikleben präsenten Persönlichkeit bleibt zugleich auch für einen weiten Kreis von Musikinteressierten relevant.
Aktualisiert: 2020-10-21
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Glaubenskriege

Glaubenskriege von Neidhardt,  Miriam, Sultan,  Junis
Junis Sultan wird in Mosul, Irak, in eine interkulturelle wohlhabende Familie hineingeboren und genießt eine glückliche, privilegierte Kindheit, die mit Beginn des Golfkriegs 1991 plötzlich erschüttert wird. Seine Familie flüchtet nach Deutschland, in einen kleinen, konservativen Vorort von Frankfurt, doch die Integration birgt zahlreiche Herausforderungen. Junis fühlt sich zunehmend zwischen zwei Welten hin- und hergerissen; auf der Suche nach einer eigenen Identität ist er mit den Erwartungen seiner Familie und einer Kultur, die seine Anpassung fordert, konfrontiert. Nach den Terroranschlägen vom 11. September beginnt Junis ein Tagebuch zu führen, in dem er über Fragen zu Familie, Freundschaft, Religion und Politik reflektiert. Diese tiefen Einblicke gehen mit der Zeit über kulturelle Grenzen hinaus, da Junis beginnt, die universellen menschlichen Bedürfnisse nach Verbundenheit und Freiheit zu ergründen. Glaubenskriege: Von Fremden und Freunden ist eine einzigartige, tief berührende wahre Geschichte über Durchhaltevermögen, Vergebung und Selbstverwirklichung, mit einer zeitgemäßen Botschaft über die Bedeutsamkeit eines offenen und liebevollen Umgangs in einer globalen Realität. Das Buch erschien 2017 unter dem Titel Struggles of Strangers: Of Bonding and Freedom auf Englisch. 2019 war es für den Restless Books Prize for New Immigrant Writing nominiert.
Aktualisiert: 2020-10-21
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Jahrgang 1936 – weiblich

Jahrgang 1936 – weiblich von Schaeffer-Hegel,  Barbara
Barbara Schaeffer-Hegel hat als Professorin an Universitäten in Deutschland, Österreich und in den USA gelehrt. In den achtziger Jahren veranstaltete sie an der Technischen Universität Berlin und im Reichstag die ersten wissenschaftlichen Frauenkonferenzen in Deutschland; in den neunziger Jahren gründete sie die Europäische Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft, die EAF, und das Hochschulkarrierezentrum für Frauen, die Femtec. 2002 erhielt Barbara Schaeffer-Hegel das Bundesverdienstkreuz erster Klasse; 2011 wurde ihr vom Land Berlin die Louise Shroeder-Medaille verliehen. Barbara Schaeffer-Hegel, eine der führenden Gestalten der deutschen Frauenbewegung und als pragmatische Rebellin gleichzeitig deren Außenseiterin, ist Mutter von vier Kindern und Großmutter von acht Enkeln. Ihr Lebensbericht schildert mit bewundernswerter Offenheit die Ängste des Krieges, die sie erlebt hat, die Freuden und Wirren einer glücklichen Kindheit in einer süddeutschen Kleinstadt, und die darauf folgenden traumatisierenden Erfahrungen als junge Frau. In faszinierend fließender Sprache schildert Schaeffer-Hegel die Beschränkungen und Behinderungen, denen Frauen ihrer Generation ausgesetzt waren, und die sie am eigenen Leib schmerzhaft durchlitten hat. Ihr Lebensbericht schildert ein starkes Mädchen, eine in vielfacher Weise gebrochene junge Frau und wie diese sich gegen alle Widerstände und gegen die eigene Verzweiflung ins Leben und in eine für Frauen ihrer Zeit ungewöhnlich erfolgreiche Karriere zurückgekämpft hat. Schonungslos offen, auch gegen sich selbst, und zugleich voller Humor führt Schaeffer-Hegel uns durch ein Frauenleben, das überaus ungewöhnlich und doch für ihre Generation sehr typisch ist.
Aktualisiert: 2020-10-21
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