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Wörterbuch Kinyarwanda–Deutsch

Wörterbuch Kinyarwanda–Deutsch von Brack,  Matthias, Heine,  Bernd, Möhlig,  Wilhelm J.G., Musoni,  Marie-Goretti
Dies ist das erste Ruandisch-Deutsche Wörterbuch mit phonetischer Notation der Vokaltöne. Es repräsentiert das klassische Kinyarwanda – die Nationalsprache Ruandas, wie sie seit über 500 Jahren mündlich tradiert und ab dem Beginn des 20. Jahrhunderts schriftlich festgehalten wurde (nach Guthrie’s Klassifikation JD.61). Das Wörterverzeichnis enthält auch zahlreiche moderne Begriffe aus Wissenschaft, Technik, Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Medizin. Die Fauna und viele prominente Pflanzen Ruandas sind mit wissenschaftlichen Namen vertreten. Heute wird Kinyarwanda im Allgemeinen nicht phonetisch notiert. Aber zur eindeutigen Erkennung der Wurzeln der Wörter, für ein besseres Verständnis der Verbkonjugation sowie für eine (angenähert) richtige Aussprache ist die Unterscheidung von hohen und tiefen, kurzen und langen sowie variablen Vokaltönen unerlässlich. Diese Töne werden hier durchgehend in der offiziellen wissenschaftlichen Notation angegeben. Teil I enthält Inhaltsverzeichnis, Vorwort und Anleitung zum Gebrauch des Wörterbuchs sowie das Literaturverzeichnis. Teil II gibt eine Einführung in Sprache und Grammatik (mit Lesetexten und Tabellen), die sich in erster Linie an Deutschsprachige richtet, welche die Sprache Kinyarwanda lernen und Originaltexte übersetzen wollen. Die Grammatik führt in das für Bantu-Sprachen charakteristische System der (hier 19) Wortklassen und in die sehr komplexe Konjugation der Verben ein (mit 32 Konjugationstabellen). Eine Reihe von Lesetexten verschiedenster Genres, von Fabel und Poesie über Erzählungen bis zur heutigen technischen Amtssprache, mit Quellen vom 19. bis zum 21. Jahrhundert, gibt dem Leser Gelegenheit, das Übersetzen zu üben und die Entwicklung der Sprache zu erfahren. Teil III enthält das lexikalische Wörterverzeichnis Kinyarwanda–Deutsch. Es umfasst insgesamt über 40.000 Wort- und Begriffspaare samt gängigen Redewendungen; davon sind es mehr als 22.000 verschiedene Einträge in Kinyarwanda. Fremd- und Lehnwörter werden durch Angabe der Originalbegriffe (in Französisch, Englisch, Deutsch) erklärt. Vier verschiedene Symbole kennzeichnen Begriffe aus speziellen semantischen Bereichen: Tiere, Pflanzen, Schrift und Sprache sowie medizinische Begriffe (Körperteile, Krankheiten usw. teilweise mit wissenschaftlichen Namen). Heilpflanzen sind durch das Medizin-Symbol gekennzeichnet (ggf. mit Angabe von möglichen Verwendungen). Das Wörterbuch Deutsch–Kinyarwanda ist in Vorbereitung und soll in einem eigenen Band erscheinen.
Aktualisiert: 2021-04-15
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Tigrinische Bibliographie

Tigrinische Bibliographie von Elliesie,  Hatem, Voigt,  Rainer
Teil Ⅰ: Die Literatur zum Tigrinischen. Teil Ⅱ: Die Literatur in tigrinischer Sprache. Teil III: Abbildungen ausgewählter Publikationen: 24 Fotos und Faksimile-Abbildungen Tigrinisch (Tigrinya) gehört zu den äthiosemitischen Sprachen und wird weltweit von etwa 9 Mill. Menschen gesprochen, von denen etwa 6,1 Mill. in der Tigray-Region im Norden Äthiopiens (2020) und etwa 2,5 Mill. im nördlich angrenzenden Land Eritrea leben. Die vorliegende Bibliographie bietet dem Leser mehr als 7.200 überwiegend annotierte Einträge, die im ersten Teil Literatur über das Tigrinische enthält, im zweiten Teil Literatur in tigrinischer Sprache. In einem dritten Teil sind die Bucheinbände 24 ausgewählter Publikationen abgebildet, von denen 16 in Farbe reproduziert wurden.
Aktualisiert: 2021-05-07
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Grundkurs Bambara (Manding) mit Texten

Grundkurs Bambara (Manding) mit Texten von Heine,  Bernd, Kastenholz,  Raimund, Möhlig,  Wilhelm J.G.
Dieses bewährte Lehrbuch vermittelt in 21 Lektionen Grundkenntnisse der Schriftsprache Bambara (Mali/Westafrika), einer standardisierten Form, der im Wesentlichen die in Bamako und Umgebung gesprochene Form zugrunde liegt. Jede der Lektionen setzt sich aus einem Grammatik-, Vokabel- und Übungsteil mit Übersetzungen zusammen. Ein Anhang mit Bambaratexten und ein Wörterverzeichnis regt zu eigenständiger Lektüre an. Zusammen mit dem Übungsbuch und dem Lesebuch (s.u.) ist dieses Lehrbuch in erster Linie für den Sprachunterricht an Universitäten gedacht. Es eignet sich darüber hinaus aber auch zum Erwerb von Grundkenntnissen im Selbststudium, zum Beispiel zur Vorbereitung eines längeren Aufenthaltes in Mali. Ergänzend zu diesem Werk erschien ein „Bambara Übungsbuch" (ISBN 978-3-89645-001-2) sowie ein „Bambara Lesebuch“ (ISBN 978-3-89645-005-0). Diese Lehrmaterialien sind einzeln und auch in einem preisgünstigeren Paket lieferbar. Über den Autor: Dr. Raimund Kastenholz war bis zu seiner Pensionierung Professor für Afrikanische Philologie am Institut für Ethnologie und Afrikastudien der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Thematische Schwerpunkte seiner Arbeit sind: Morphosyntax der Adamawa-Sprachen; Mande-Sprachen (vergleichend und beschreibend), Bambara; Typologie; Funktionale Grammatik. Regionale Schwerpunkte: Kamerun, Tschad; Mali, Elfenbeinküste, Sierra Leone.
Aktualisiert: 2020-09-11
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Asylverfahren und Gerechtigkeit

Asylverfahren und Gerechtigkeit von Döring,  Mira
Gegenwärtig erleben wir eine Zeit, in der Kriege, religiöse Verfolgung und Armut nach Schätzungen der UN mehr als 68 Mio. Menschen weltweit zur Flucht drängen. Dies führt weltweit zu einer erheblichen Zunahme der Asylanträge unter anderem in Deutschland. Seit den 1990er-Jahren haben etwa 4,8 Mill. Menschen in Deutschland einen Asylantrag gestellt, was eine erhebliche Steigerung im Vergleich des Zeitraums von Beginn der Aufzeichnung (1953) bis zum Fall des Eisernen Vorhangs bedeutet, in dem gerade einmal ca. 0,9 Mill. Menschen ihren Asylantrag in Deutschland stellten. Diese Entwicklung bedeutet ein großes Problem für moderne Nationalstaaten, weil das Asylverfahren zunächst nicht im Interesse eines Staates liegen kann. Dieser soll Stabilitätsgarant für seine Bürger sein, indem er zuverlässig Versorgungsleistungen für die Allgemeinheit bereitstellt. Diese werden von den Mitgliedern, den Staatsbürgern, finanziert. Insofern ist der Staat als ein in sich geschlossenes System zu verstehen. Der Staat garantiert Leistungen für seine Mitglieder, muss sie dann aber Nichtmitgliedern verwehren, um als System bestehen zu können. Ein Werkzeug dafür ist die Steuerung der Wanderungsbewegung über Einreisebestimmungen. Über diese Kontrollmechanismen zeigt der Staat seine Souveränität nach außen. Der Grundsatz „Politisch Verfolgte genießen Asyl“ aus Artikel 16 des Grundgesetzes widerspricht dem staatlichen Bedürfnis nach Steuerung und Stabilität. Die Autorin weist nach, dass der Asylentscheid ein Ergebnis der Durchführung vieler rechtlicher Praktiken zwischen unterschiedlichen Akteuren ist, die auch unterschiedliche Interessen vertreten. Um nachzuvollziehen, wie der Interessenwiderstreit im Asylverfahren verläuft, müssen die Praktiken analysiert werden, die zur Feststellung des Asylentscheids führen. Nachdem die Forschungsmethoden, die der Datenerhebung dieser Arbeit zugrunde liegen, erläutert wurden, muss deshalb im ersten Schritt klargestellt werden, welche gesetzlichen Anforderungen im Asylverfahren gelten und wie das Verfahren praktisch durchgeführt wird. Danach stellt die Autorin dar, wie Rechtsberater und Rechtsanwälte im Asylverfahren agieren. Hiernach wird analysiert, wie Gerichte die finale Entscheidung über den Asylantrag treffen. Zum Schluss veranschaulicht die Verfasserin die Perspektive Asylsuchender im Asylverfahren anhand von zwei Fallbeispielen (Afghanistan und Sierra Leone).
Aktualisiert: 2021-04-22
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Wörterbuch Kinyarwanda–Deutsch

Wörterbuch Kinyarwanda–Deutsch von Brack,  Matthias, Heine,  Bernd, Möhlig,  Wilhelm J.G., Musoni,  Marie-Goretti
Dies ist das erste Ruandisch-Deutsche Wörterbuch mit phonetischer Notation der Vokaltöne. Es repräsentiert das klassische Kinyarwanda – die Nationalsprache Ruandas, wie sie seit über 500 Jahren mündlich tradiert und ab dem Beginn des 20. Jahrhunderts schriftlich festgehalten wurde (nach Guthrie’s Klassifikation JD.61). Das Wörterverzeichnis enthält auch zahlreiche moderne Begriffe aus Wissenschaft, Technik, Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Medizin. Die Fauna und viele prominente Pflanzen Ruandas sind mit wissenschaftlichen Namen vertreten. Heute wird Kinyarwanda im Allgemeinen nicht phonetisch notiert. Aber zur eindeutigen Erkennung der Wurzeln der Wörter, für ein besseres Verständnis der Verbkonjugation sowie für eine (angenähert) richtige Aussprache ist die Unterscheidung von hohen und tiefen, kurzen und langen sowie variablen Vokaltönen unerlässlich. Diese Töne werden hier durchgehend in der offiziellen wissenschaftlichen Notation angegeben. Teil I enthält Inhaltsverzeichnis, Vorwort und Anleitung zum Gebrauch des Wörterbuchs sowie das Literaturverzeichnis. Teil II gibt eine Einführung in Sprache und Grammatik (mit Lesetexten und Tabellen), die sich in erster Linie an Deutschsprachige richtet, welche die Sprache Kinyarwanda lernen und Originaltexte übersetzen wollen. Die Grammatik führt in das für Bantu-Sprachen charakteristische System der (hier 19) Wortklassen und in die sehr komplexe Konjugation der Verben ein (mit 32 Konjugationstabellen). Eine Reihe von Lesetexten verschiedenster Genres, von Fabel und Poesie über Erzählungen bis zur heutigen technischen Amtssprache, mit Quellen vom 19. bis zum 21. Jahrhundert, gibt dem Leser Gelegenheit, das Übersetzen zu üben und die Entwicklung der Sprache zu erfahren. Teil III enthält das lexikalische Wörterverzeichnis Kinyarwanda–Deutsch. Es umfasst insgesamt über 40.000 Wort- und Begriffspaare samt gängigen Redewendungen; davon sind es mehr als 22.000 verschiedene Einträge in Kinyarwanda. Fremd- und Lehnwörter werden durch Angabe der Originalbegriffe (in Französisch, Englisch, Deutsch) erklärt. Vier verschiedene Symbole kennzeichnen Begriffe aus speziellen semantischen Bereichen: Tiere, Pflanzen, Schrift und Sprache sowie medizinische Begriffe (Körperteile, Krankheiten usw. teilweise mit wissenschaftlichen Namen). Heilpflanzen sind durch das Medizin-Symbol gekennzeichnet (ggf. mit Angabe von möglichen Verwendungen). Das Wörterbuch Deutsch–Kinyarwanda ist in Vorbereitung und soll in einem eigenen Band erscheinen.
Aktualisiert: 2021-04-07
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Die Verbalsysteme des Amharischen und Tigrinischen

Die Verbalsysteme des Amharischen und Tigrinischen von Elliesie,  Hatem, Guss-Kosicka,  Marlene, Voigt,  Rainer
Die vorliegende, für die Publikation überarbeitete Dissertation befasst sich mit dem Vergleich der Verbalsysteme der äthiosemitischen Sprachen Amharisch und Tigrinisch. Die Arbeit beginnt mit einer kurzen Einleitung, in der die Methodik und der Forschungsstand dargelegt werden. Dem schließt sich die eigentliche Studie der Verbalsysteme, die in zwei Teile gegliedert ist, an. Der erste Teil umfasst die Bildungsweise und den Gebrauch des Perfekts, Gerundiums, Imperfekts und Jussiv-Imperativs, sowie ihrer Zusammensetzungen mit der Kopula und den Hilfsverben (HLW, KWN, NBR), ihrer konjunktionalen Bildungen und verschiedener periphrastischer Konstruktionen. Trotz der Fülle sich strukturell entsprechender Bildungen in beiden Sprachen gibt es auch wesentliche Unterschiede. Der wichtigste betrifft den syntaktischen Status der einfachen Verbalformen. So kann im Tigrinischen neben dem Perfekt auch das einfache Imperfekt und das einfache Gerundium als Hauptverbalform im positiven Aussagesatz gebraucht werden. Im Gegensatz dazu ist das amharische Perfekt die einzige einfache Form, die im positiven Aussagesatz verwendet wird, da der Gebrauch des einfachen Imperfekts und des einfachen Gerundiums als Hauptverbalform auf einige Sonderfälle beschränkt ist. Das Gerundium bzw. allä-Gerundium können nicht negiert werden. Die Funktion des negativen Gerundiums bzw. allä-Gerundiums wird durch das negative Perfekt übernommen. Der Jussiv-Imperativ kann nur selbständig gebraucht werden und drückt modale Bedeutungsaspekte aus. Mit einem kurzen Kapitel über die nur im Amharischen vorkommenden verbalen Bildungen, die ein Partizip oder einen Infinitiv enthalten, wird der erste Teil beschlossen. Im zweiten Teil werden die relativierte Verbalform, ihre Eigenschaften und Bildungsweisen, ihr syntaktischer Gebrauch und verschiedene Konstruktionen, die diese enthalten, behandelt. Die relativierte Verbalform ist eine nominalisierte Form. Die jeweiligen Relativpartikeln bilden mit den Verbalformen eine untrennbare Einheit, zwischen die keine weiteren Satzglieder treten können (amh. yä-säbbärä, tgn. zǝ-säbärä). Zu den wichtigsten Bildungen mit der relativierten Verbalform gehören die persönlichen qualifizierenden Konstruktionen und die Spaltsätze. Die persönliche qualifizierende Konstruktion enthält eine konjugierte Form der Kopula und eine direkt vor der Kopula stehende relativierte Verbalform, die immer in Konkordanz mit dieser steht. Diese qualifizierenden Konstruktionen beschreiben, im Gegensatz zu den unterschiedlichen finiten Verbalformen, die eine Handlung oder einen Vorgang ausdrücken, die Qualität des Subjekts. Damit kann in beiden Sprachen eine Satzaussage auf zweifache Art realisiert werden. Ferner werden verschiedene Formen einer zusammengesetzten Kopula (z.B. ʾǝyyu zǝ-näbärä), die nur im Tigrinischen vorkommt und die zur Bildung zusammengesetzter Tempora verwendet werden, behandelt. Spaltsätze entstehen aus einem einfachen Satz, indem die ursprüngliche Verbalform relativiert und zum Subjekt des Kopulasatzes wird, mit dem Ziel, das direkt vor der Kopula liegende Satzglied als Prädikativ hervorzuheben. Sie werden in konkrete und abstrakte aufgeteilt. In einem konkreten Spaltsatz ist das Prädikativ entweder das Subjekt des zugrundeliegenden einfachen Satzes oder ein Objekt, das im Spaltsatz in den Nominativ umgewandelt wird, während das Prädikativ eines abstrakten Spaltsatzes alle anderen Satzglieder bilden können. Die größten Unterschiede betreffen hier die Bildung der zusammengesetzten Tempora und der Kopula. Im Tigrinischen wird in der Regel das Hauptverb mit dem Hilfsverb relativiert und die Kopula ist stets ʾǝyyu bzw. ihre negierte Form ʾay-konä-n. Im Amharischen dagegen wird oft nur das Hauptverb relativiert, während die Form des Hilfsverbs als Kopula erscheint. Was die Formenvielfalt des Verbalsystems betrifft, so gehört das Tigrinische und Amharische zu den formenreichsten semitischen Sprachen. Das tigrinische Verbalsystem zeichnet sich gegenüber dem Amharischen durch eine größere historische Weiterentwicklung aus. Das liegt an der Verwendung der tigrinischen Kopula ʾǝyyu bei der Bildung verschiedener zusammengesetzter Verbalformen, der Herausbildung zusammengesetzter Kopulaformen und schließlich dem Gebrauch des Gerundiums als Hauptverbalform. Demgegenüber sind die verschiedenen amharischen periphrastischen Bildungen mit einem Infinitiv im Tigrinischen nicht üblich.
Aktualisiert: 2020-09-07
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Verwandtschaft und Mittelklasse in Ghana

Verwandtschaft und Mittelklasse in Ghana von Drotbohm,  Heike, Krings,  Matthias, Nassenstein,  Nico, Noll,  Andrea, Oed,  Anja, Verne,  Markus
Klassen sind im gängigen sozialwissenschaftlichen Verständnis familienerfassende und generationenübergreifende Kollektive. In afrikanischen Ländern finden sich jedoch häufig „Mehrklassen“-Familien. Die vorliegende Studie, die auf Feldforschung in Ghana, in Liberia und New York beruht, untersucht die vielfältigen Strategien und Praktiken, mit denen die Mitglieder dreier großer ghanaischer Familienverbände mit sozialer Ungleichheit und Klassendifferenz umgehen. Die lokalen Akteure selbst verstehen Familien als größere, flexible, mehrere Generationen, zahlreiche Mitglieder und unterschiedliche Lebensweisen umfassende verwandtschaftliche Netzwerke. Was bedeutet die Aneignung von Aufstiegschancen durch formale Bildung und entsprechende Berufe einiger weniger Familienmitglieder für diese Verwandtschaftsgruppen? Wie wird Familie neu definiert und Unterstützung ausgehandelt, die über die Kernfamilie hinausgeht? Welche Faktoren erleichtern oder erschweren die transgenerationelle Weitergabe des neuen Mittelklasse-Status? Um diese zentralen Fragen zu beantworten, untersucht die Autorin, wie die Familienmitglieder selbst Familiengeschichte erinnern und damit den Familienzusammenhalt (re)konstruieren. Wie Gesellschaftsgeschichte und Familiengeschichte ineinandergreifen und wie spezifische historische Konjunkturen Aufstiegsmöglichkeiten bieten oder sozialen Abstieg bewirken: Dies zu zeigen, ist ein zentrales Anliegen des Buchs. Über die Autorin: Andrea Noll ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Ethnologie und Afrikastudien an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Von 2012 bis 2015 war sie Stipendiatin am Graduiertenkolleg „Gender und Bildung“ an der Stiftung Universität Hildesheim und hat anschließend als Postdoktorandin an der Universität Hamburg gearbeitet. Sie hat Ethnologie, Kulturanthropologie und Romanische Philologie in Mainz und Brüssel studiert.
Aktualisiert: 2020-07-15
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Wörterbuch Swahili-Deutsch / Deutsch-Swahili

Wörterbuch Swahili-Deutsch / Deutsch-Swahili von Herms,  Irmtraud, Höftmann,  Hildegard, Legère,  Karsten
1. Teilband: Swahili-Deutsch, 2., völlig neubarbeitete Auflage 2010 (Verfasserinnen: Hildegard Höftmann und Irmtraud Herms) Das Swahili ist eine der wenigen Sprachen Afrikas, die sich über ihr ursprüngliches Sprachgebiet hinaus – die ostafrikanische Küstenregion und deren Hinterland – außerordentlich weit verbreitet hat. Man kann das Swahili – neben dem Hausa – heute als die bedeutendste afrikanische Sprache des subsaharischen Afrika bezeichnen. Es wird als Mutter- oder Zweitsprache von schätzungsweise 80 bis 100 Millionen Menschen gesprochen. Seit 1967 ist Swahili Nationalsprache in Tansania und seit 1974 auch in Kenia. In den angrenzenden Staaten hat es sich zu einer übernationalen Verkehrssprache herausgebildet; eine Variante – das Kingwana – ist eine wichtige lingua franca im östlichen Kongogebiet. Die weite Verbreitung in Gebiete, in denen neben anderen Bantusprachen auch Englisch und Französisch noch ihre Rolle spielen, hat naturgemäß eine Standardisierung und Vereinheitlichung des Swahili erschwert. Insbesondere die Lexik unterliegt andauernden Veränderungen; es werden neue Wörter gebildet, Lehnwörter übernommen, andere inhaltlich verändert und wieder andere allmählich aus der Kommunikation verdrängt. Das vorliegende Wörterbuch basiert in seinem Grundwortbestand auf der im Jahr 1989 erschienenen gleichnamigen Auflage (VEB Enzyklopädie Leipzig, hiernach Langenscheidt München). Die anschließende Neubearbeitung erfolgte mit dem Ziel, die Lexik und deren Gebrauch in Wendungen zu erweitern, dabei ihre Veränderungen zu berücksichtigen, und somit auch nicht mehr (oder nur noch selten) gebrauchte Lexeme zu streichen. Insgesamt konnte dieses Wörterbuch durch etwa 2.000 neue Einträge und etwa 3.000 zusätzliche Wendungen bereichert werden. Als Quelle zur Erweiterung der Lexik dienten neuere Wörterbücher, Wortlisten und Materialien staatlicher Swahili-Institutionen, moderne Swahili-Texte (Belletristik, Schulmaterialien, Zeitungen, Journale) sowie auch gesprochene Texte aus Radiosendungen in Tansania. Das Wörterbuch wurde so konzipiert, dass die Lexeme schneller aufgefunden werden können, indem Ableitungen vom Grundwort mit ihren speziellen Bedeutungen jetzt als Stichwort erscheinen. Ebenso sind vorwiegend gebrauchte Pluralformen als eigene Stichwörter aufgenommen worden. 2. Teilband: Deutsch-Swahili, vollständig durchgesehene, verbesserte Neuauflage 2006 (Verfasser: Karsten Legère) Das vorliegende Wörterbuch Deutsch-Swahili basiert auf einem ursprünglich vom Verlag Enzyklopädie Leipzig erarbeiteten Wortgut. Es enthält über 15.000 Stichwörter aus dem Bereich des Alltagswortschatzes, aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport sowie eine Fülle von Wortverbindungen und idiomatischen Redensarten. Ergänzt wurde das Wortgut durch Begriffe, die sich aus den natürlichen Umweltbedingungen der Zielsprache ergeben. Das Wörterbuch ist die erste moderne Veröffentlichung im deutschsprachigen Raum und darüber hinaus. Vergleichbare Arbeiten sind entweder veraltet oder aufgrund ihres geringen Umfangs nur bedingt verwendbar. Bei einer Reihe von deutschen Stichwörtern wird von einschlägigen Lehnübersetzungen und -übertragungen ausgegangen, wie sie in swahilisprachigen Materialien verbreitet sind. Auf die Kennzeichnung bestimmter eigener Übersetzungsvarianten wird verzichtet, da diese sich nicht vom allgemein praktizierten Herangehen an die Wiedergabe von Begriffen außerafrikanischen Ursprungs unterscheidet. Schwierigkeiten bereitete die Behandlung von Stichwörtern des Deutschen, deren Abbilder im ostafrikanischen Raum keine unmittelbare Entsprechung finden, dort unbekannt sind und für die demzufolge kein Swahiliäquivalent existiert. Das gilt z.B. für Begriffe aus der europäischen Fauna und Flora oder den Wintersport. Nach Möglichkeit wurde in diesen Fällen versucht, ein vergleichbares Abbild und dessen Bezeichnung in Swahili zu ermitteln, wobei, ausgehend von der Praxis, der Sachverhalt noch durch den entsprechenden englischen Begriff ergänzt wird. Ausgehend von der großen Bedeutung des Swahili im gesamten ost- und zentralafrikanischen Raum ergibt sich ein breiter Nutzerkreis. Zu ihm gehören sowohl Deutschsprechende, die im Verbreitungsgebiet des Swahili tätig sind, als auch Swahili-Sprecher, die sich in deutschsprachigen Ländern aufhalten. Die beiden Teilbände des Lexikons sind auch einzeln erhältlich, siehe unter den jeweiligen Autoren.
Aktualisiert: 2020-03-25
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„… der im Sturm steht wie ein Kameldornbaum“

„… der im Sturm steht wie ein Kameldornbaum“ von Archiv- und Museumsstiftung der Vereinten Evangelischen Mission,  Wuppertal, Milk,  Hans Martin
Der Titel dieses Buches beruht auf eine Aussage des Evangelisten Traugott Dâusab in Anlehnung an Jeremia 17, 8: „Der ist wie ein Baum, am Wasser ge­pflanzt und am Bach gewurzelt. Denn obgleich eine Hitze kommt, fürchtet er sich doch nicht, sondern seine Blätter bleiben grün, und sorgt nicht, wenn ein dürres Jahr kommt sondern er bringt ohne Aufhören Früchte." Die knorrige und ausdrucksvolle Erscheinung des Kameldornbaums (Acacia erioloba) ist typisch für viele Gebiete Namibias. In regenreichen Gegenden mit tiefgründigen Böden erreicht er eine stattliche Höhe. In seiner großen Baumkrone und seinem Unterholz schafft er ein Biotop für verschiedene Lebens­formen. Der rote Kern des Holzes ist eisenhart und kann nicht von Termiten zerstört werden. Durch sein tiefes und ausgedehntes Wurzelwerk kann er wiederholt Trockenjahre überleben. Seine gelben Blüten sind unscheinbar kleine, duftende Bällchen. Die Hülsenfrüchte des Kameldornbaumes bieten ein bevorzugtes Futter für Wild und Vieh. – Sicher alles Metaphern für die Charakterbeschreibung eines Evan­gelisten, so wie er sich selbst verstand. Dieses Buch sammelt die Einzelschicksale von namibischen Evangelisten, analysiert ihre Alltagsstrategien und beschreibt, wie sie in den verschiedenen Geschichtsphasen Namibias zwischen 1820 und 1990 gehandelt haben. Es ist Anliegen dieses Buches, den Evangelisten Namibias ein Profil zu geben, ihre spannenden Lebensskizzen nachzuzeichnen und damit den Blick auf die Geschichte Namibias zu differenzieren. Dies ist die Geschichte der Evangelisten, die in besonderer Weise die Entstehung einer der bedeutenden protestantischen Kirchen Namibias geprägt haben. Die Geschichte dieser Kirche, der „Evangelical Lutheran Church in the Republic of Namibia“ (ELCIN), ist die Geschichte der Evangelisten. Mit den Biografien soll eine neue Perspektive auf die Entstehungsgeschichte erschlossen werden. Auch die durchgehende Benutzung des Begriffs „Evangelist“ benötigt eine Erklärung, denn er hat im europäischen Kontext eine andere Konnotation als in dem historischen Zusammenhang, der hier beschrieben wird. Der Begriff für die hier zu beschreibende Gruppe von Menschen wandelte sich im Laufe der Missionsgeschichte Namibias. Generell fällt auf, dass die Missionare der Rheinischen Missionsgesellschaft sich selbst zu keiner Zeit als Evangelisten bezeichnet haben – anders als es z.B. im anglophonen Bereich der London Missionary Society oder Wesleyan Methodist Missionary Society üblich war. Missionare des anglophonen Bereichs bezeichneten sich selbst als Evangelisten. Das Wort Evangelist hat dieselben sprachlichen Wurzeln wie Evangelium, das für die Belohnung der Überbringung einer guten Nachricht oder die gute Nachricht an sich steht. Im protestantischen Verständnis bedeutet Evangelium im Neuen Testament die Verkündigung Christi und der Erlösung, die mit ihm kommt. Der Evangelist wäre demnach derjenige, der kommt, um diese Erlösung zu verkündigen, also der wandernde Prediger. Erst ab dem dritten Jahrhundert setzte sich die Bezeichnung Evangelist für die vermeintlichen Schreiber der Evangelien im Neuen Testament durch. In derselben Schriftenreihe wurde bereits eine Ausgabe von Quellentexten der Missionare Johannes Olpp, Hendrik Witbooi jun. und Carl Berger veröffentlicht: „Die Witbooi in Südwestafrika während des 19. Jahrhunderts“, ISBN 978-3-89645-447-8.
Aktualisiert: 2020-07-01
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Völkerrechtliche Beziehungen zwischen Äthiopien und Italien im Lichte des Vertrages von Uccialli / Wuchale (1889)

Völkerrechtliche Beziehungen zwischen Äthiopien und Italien im Lichte des Vertrages von Uccialli / Wuchale (1889) von Elliesie,  Hatem, Voigt,  Rainer
Die vorliegende Arbeit versteht sich in erster Linie als Beitrag in der Schnittmenge zwischen den Disziplinen der Äthiopistik und der Rechtswissenschaft. Im Zentrum der Auseinandersetzung diplomatischer Beziehungen Äthiopiens und Italiens in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts steht der Völkerrechtsvertrag von Wǝcale (ital. Uccialli), auf dessen Bedeutung der Verfasser erstmalig während seines Studiums am Seminar für Semitistik und Arabistik an der Freien Universität Berlin aufmerksam gemacht wurde. Das amharische Quellenmaterial und bisher unberücksichtigte, auch anderssprachige Sekundärliteratur konnte der Autor in großen Teilen durch mehrwöchige Recherchen in Äthiopien in den Jahren 2009, 2010, 2011 und 2012, aber auch in Eritrea, dem Sudan und Ägypten ausfindig machen. Die besondere Herausforderung lag dabei insbesondere darin begründet, dass die für die Ausarbeitung einschlägigen Primärquellen, also insbesondere die Verträge und deren Entwürfe, archivalisch nur fragmentarisch systematisch erschlossen sind. Hinzukommt, dass am Horn von Afrika Literatur- und Wissenschaftssprachen vorherrschen, die sprachliche Barrieren in der Erforschung der reichhaltigen historiografischen Materialität für Wissenschaftszirkel generieren, was erklären dürfte, dass weitläufig die italienische Geschichtsschreibung rezipiert wird. Sich dieses Desiderates annehmend, leuchtet das vorliegende Werk in der Auseinandersetzung mit außereuropäischem Quellenmaterial vorherrschende italienische Geschichtsnarrative neuartig aus. Die komparativ ausgelegte Abhandlung hat in der vorgelegten Kontextualisierung erstmalig Entwürfe und Endfassungen des zweisprachigen Vertragstextes mit ihren jeweiligen (inter)nationalen Begleitumständen philologisch aufgearbeitet und – gemessen an den objektiven Bedingungen der völkerrechtsgeschichtlichen Dogmatik und völkerrechtlichen Praxis der damaligen Epoche – juristisch analysiert. REZENSIONEN „Es war der erste Sieg afrikanischer Truppen über eine europäische Nation. Am 1. März 1896 besiegten abessinische Soldaten unter Kaiser (nǝguśä nägäśt) Mǝnilǝk II. die italienischen Interventionstruppen General Baratieris. Die siegreiche ‘Schlacht von Adua’ sicherte – epochemachend – die staatliche Souveränität des äthiopischen Kaiserreichs. Auch der im Mai 1889 geschlossene – bilaterale und bilinguale – italienisch-abessinische Vertrag von Uccialli/Wǝcale war hinfällig. Mit dem 1896 ratifizierten Friedensvertrag von Addis Abäba fand der italienisch-äthiopische Krieg auch offiziell ein Ende. Die Pläne des italienischen Königreichs, die Territorien Eritrea und Italienisch-Somaliland durch die Einbeziehung Abessiniens zu einem geschlossenen Kolonialreich auszubauen, waren gescheitert. Elliesie unternimmt in seiner 2016 vorgelegten Dissertation den anspruchsvollen Versuch einer vertrags- und kulturbasierten Aufarbeitung abessinisch-italienischer Konflikte und Rechtsbeziehungen. Dabei steht ein kritischer Blick auf überkommene Narrative im Mittelpunkt. Elliesies vorrangiges Anliegen ist es, eine als europazentrisch empfundene Wahrnehmungskultur – und damit einhergehende sprachlich und fremdkulturell geformte Vergangenheitsbilder – anhand außereuropäischer Quellen und Erinnerungsbilder zu untersuchen. Dabei unterstreicht er ‘die verschiedenen Begriffswelten unterschiedlicher Sprachkreise und Rechtsverständnisse’, die mittels einer ‘regionalspezifischen Philologie’ kontextualisiert werden. Das Ergebnis überzeugt. Die fremdkulturellen Bilder europäisch geprägter Geschichtsschreibung werden mit regionalsprachlichen (amharischen und arabischen) Quellen und den ihnen zugrundeliegenden politischen und kulturellen Wahrnehmungen konfrontiert.“ (Stefan Brüne in „Aethiopica“ 22/2019, 284-286)
Aktualisiert: 2020-07-01
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