Das KZ-Universum

Das KZ-Universum von Adler,  Jeremy, Radetzkaja,  Olga, Rousset,  David, Weichsel,  Volker
Im August 1945 schrieb David Rousset, nach Buchenwald und einem Todesmarsch durch mehrere KZs gerade von den alliierten Truppen befreit, eine der ersten Darstellungen des Systems der deutschen Konzentrationslager in ihrem Aufbau, ihrer inneren wie äußeren Hierarchie wie ihren Funktionsweisen. Und er schrieb darüber, welche Konsequenzen ...
Aktualisiert: 2019-10-15
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Das KZ-Universum

Das KZ-Universum von Adler,  Jeremy, Radetzkaja,  Olga, Rousset,  David, Weichsel,  Volker
»Normale Menschen wissen nicht, dass alles möglich ist. Selbst wenn die Berichte der Zeugen ihren Verstand zwingen, es anzuerkennen, ihre Knochen glauben es nicht. Die KZler wissen es. Unter den KZlern wohnte der Tod in jeder Stunde ihres Daseins. Er hat ihnen all seine Gesichter gezeigt. Sie haben erfahren, wie er einen Menschen auf jede erdenkliche Weise entkleiden kann. Sie haben die obsessive Präsenz einer allgegenwärtigen Ungewissheit erlebt, die Erniedrigung durch Schläge, die Schwäche des Körpers unter der Peitsche, die Verheerungen des Hungers. Sie haben über Jahre in den phantastischen Kulissen einer Welt gelebt, in der alle Würde vernichtet war. Sie sind von den anderen Menschen durch eine Erfahrung getrennt, die nicht weitergegeben werden kann.« Und Rosset schließt, dass der Zerfall einer Gesellschaft, die Zerstörung der Werte sich wie ein bedrohlicher Schatten über den ganzen Planeten lege.
Aktualisiert: 2019-10-17
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Die Zertrennung

Die Zertrennung von Gradowski,  Salmen, Kalisky,  Aurélia, Seiffert,  Almut, Trinh,  Miriam
Salmen Gradowski war ein Mitglied des »Sonderkommandos« von Auschwitz – jener Gruppe (nicht nur) jüdischer Häftlinge, die die Opfer in die Gaskammern begleiten und deren Körper nach der Vergasung verbrennen mussten. Einige von ihnen notierten das Verbrechen in allen Einzelheiten und vergruben ihr Zeugnis auf dem Lagergelände. Der erste, ...
Aktualisiert: 2019-10-08
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Salomon Maimons Lebensgeschichte

Salomon Maimons Lebensgeschichte von Batscha,  Zwi, Moritz,  Karl Philipp
Salomon Maimons Lebensgeschichte ist eine der ersten jüdischen Autobiographien in deutscher Sprache. Salomon Maimon, eigentlich Salomon ben Josua, wurde im Jahre 1753 in Nieszwicz (Litauen) geboren und starb am 22. November 1800 in Nieder-Siegersdorf (Schlesien). Damit sind die Anfangs- und Enddaten eines Lebens genannt, das – beispielhaft wie kein anderes jener Zeit – einen Weg nahm, der aus der Abgeschlossenheit des polnisch-litauischen Gettos in das Zentrum der westeuropäischen Aufklärungsphilosophie führte. Mit der Lernwut des Autodidakten nahm Maimon die Herausforderung an, die das philosophische Wissen für ihn bedeutete; durch seine überaus schnelle Auffassungsgabe gelang es ihm bald, sich alle wesentlichen Gedankengänge der Philosophie anzueignen. Dabei blieb von den Denkgebäuden, auf die er stieß, kein Gedankenstein auf dem anderen. Die Orthodoxie des jüdischen Glaubens, der Maimon zunächst anhing, fiel in sich zusammen, als ihn »der frische Wind« der Aufklärung erfaßte und mit sich fortzog. Eine umgreifende Heimatlosigkeit war die Folge, die auf der einen Seite die Gegebenheiten der psychischen und sozialen Isolation, aus der ein Mann wie Maimon zeit seines Lebens nicht freikommen konnte, einschloß, die auf der anderen Seite aber auch in jener Maß- und Ruhelosigkeit des Denkens zum Ausdruck kam, die es ihm verwehrten, in seiner Philosophie an ein begründetes Ziel zu gelangen. Maimon, der von all dem wußte, war es verwehrt, den Halt zu finden, den er benötigte. Trotzdem übte er einen großen Einfluß auf das zeitgenössische Denken aus, der sich wohl mehr dem irritierenden Beispiel seiner Existenz als seiner Philosophie verdankte, aus der gleichwohl wesentliche Impulse auf den deutschen Idealismus und – wie sich gezeigt hat – auch auf die moderne Philosophie ausgegangen sind. Salomon Maimons Lebensgeschichte, von ihm selbst erzählt erschien, »herausgegeben von Karl Philipp Moritz«, erstmals im Jahre 1792 und fand große Beachtung. Der Jüdische Verlag legt dieses Werk in einer Neuausgabe vor, ergänzt um ein umfassendes Nachwort des Historikers Zwi Batscha, das den sozialhistorischen Kontext und die biographischen Hintergründe dieser Autobiographie erläutert. Es zeigt sich, daß Salomon Maimons Lebensgeschichte – gerade in ihrer Zeitgebundenheit – eine zeitlose Parabel auf das Abenteuer der »Selbstfindung« ist, die mit den Widersprüchen der Wirklichkeit nicht fertig werden kann, so wie dem Begriff der reale Gegenstand immer wieder entgleitet, den er benennen will. In diesem Sinne auch ist Salomon Maimons Lebensgeschichte ein modernes Buch – ein Dokument der Verständigung über sich selbst und der Versuch, ein begründetes Wissen von sich zu erarbeiten, das immer wieder an einer Wirklichkeit zerbricht, die sich dem Zugriff des Denkens entzieht – eine Erfahrung, die für die Gegenwart so gültig ist wie für jede Vergangenheit, von der wir wissen.
Aktualisiert: 2019-10-01
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Schira

Schira von Agnon,  Samuel Joseph, Rübner,  Tuvia
Agnons letzter großer Roman führt ins Jerusalem der dreißiger Jahre: Manfred Herbst, Professor für byzantinische Geschichte an der Hebräischen Universität, ist von sich, seiner Arbeit, der engen Welt seiner Kollegen, vom Leben mit seiner unendlich verständnisvollen Frau Henrietta gelangweilt. Als seine Frau ihr drittes Kind zur Welt bringt, begegnet Herbst der Krankenschwester Schira. »Schira« bedeutet auf hebräisch zugleich »Dichtung«, und Herbst setzt Schira gegen die Prosa seiner Verhältnisse. In endlosen Streifzügen durch das nächtliche Jerusalem sucht er nach der jungen Frau. Aber dieses Buch ist mehr als ein Liebesroman; er dokumentiert zugleich eine aus den Fugen geratene Welt: 1936 kommt es in Jerusalem und im damaligen Palästina zu arabisch-jüdischen Unruhen, eine von Herbsts erwachsenen Töchtern schließt sich einem Grenzkibbuz an, die andere einer kämpfenden Untergrundbewegung. Und aus Herbsts Heimat Deutschland dringen Nachrichten von dort verbliebenen Angehörigen, die schon auf die Vernichtung der europäischen Juden deuten. Herbsts quälende Träume spiegeln die Geschichte seiner unerfüllten Liebe ebenso wie die Zeitumstände. Agnon, der 1970 starb, hat seinen Roman nicht mehr ganz vollendet; das Ende bleibt offen. Er erscheint hier erstmals in deutscher Übersetzung von Tuvia Rübner.
Aktualisiert: 2019-10-01
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Das Buch Hiob und das Schicksal des jüdischen Volkes

Das Buch Hiob und das Schicksal des jüdischen Volkes von Goldschmidt,  Hermann Levin, Susman,  Margarete
1945, nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, schrieb in Zürich die Philosophin und Schriftstellerin Margarete Susman . Es ist der Versuch angesichts der Shoah, »in diesem Augenblick einer Weltkatastrophe«, die Geschichte des jüdischen Volkes aus dem Buch Hiob zu erklären, seinem Hadern mit Gott, seinem Fragen nach Gerechtigkeit. ln einzelnen Abschnitten über den Ursprung, die Schuld, die Verfolgung, den Zionismus, die Hoffnung deutet sie das Buch Hiob neu. Die überlieferte biblische Geschichte erweist sich als unvermindert gegenwärtig. »Jude sein heißt, sich entscheiden«, heißt es am Beginn lakonisch, und im Fortgang entfaltet Margarete Susman Grenzen und Möglichkeiten einer solchen Entscheidung. Margarete Susmans ist heute weithin vergessen. Ihr Beharren auf einer religiösen Substanz in Formen des alltäglichen Zusammenlebens, in der Dichtung wie Philosophie mutet fremd an. Doch es ist eine Fremdheit, mit der vertraut zu machen sich lohnt. Ihre Hiobdeutung, die sie zuerst 1929 in einem Aufsatz über Franz Kafka vorbrachte, hat Martin Buber, Walter Benjamin, Gershom Scholem und Paul Celan beeinflußt. »Es gibt«, schreibt Margarete Susman, »keine große Leistung des Judentums im Exil bis in die späte Dichtung Kafkas hinein, die den Prozeßpartner nicht mehr mit Namen nennt, die nicht im Kern eine Theodizee, der Versuch einer Rechtfertigung Gottes vor seinem Volk oder eine Rechtfertigung des Volkes vor Gott wäre. Die ganze große nachbiblische Überlieferung kreist letztlich um diese Frage.«
Aktualisiert: 2019-10-01
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