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Dynamiken des Erinnerns

Dynamiken des Erinnerns von Elke-Vera,  Kotowski
Welche Funktion und welche Formen kann Erinnerung annehmen? Wer erinnert wessen zu welchem Zweck? Welche Dynamiken entwickeln Gedenk- und Erinnerungsformen über politische Positionen, kulturelle Strömungen und Generationen hinweg? Diese Fragen werden in dem vorliegenden Band, der als Festschrift dem Historiker Julius H. Schoeps zugedacht ist, aufgeworfen und in 24 Beiträgen aus ganz unterschiedlichen Perspektiven verhandelt. Mit Beiträgen von Martina Bitunjac | Hartmut Bomhoff | Gideon Botsch und Christoph Kopke | Stefan Brauckmann | Micha Brumlik | Jutta Dick | Hinrich Enderlein | Gerrit M. Ernst | Olaf Glöckner | Walter Homolka | Sarah Jaglitz | Felix Klein und Antonia Schmid | Elke-Vera Kotowski | Susanne Krause-Hinrichs | Silke Lambeck und Reiner Nittka | Irmela von der Lühe | Heinz Mack | Engelbert Maus | Andreas Nachama | Bertram Nickolay | Nora Pester | Lars Rensmann | Jasmin Sohnemann und Sven Brömsel | Irena Strelow
Aktualisiert: 2022-06-30
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Ein außergewöhnliches Leben in zwei Welten

Ein außergewöhnliches Leben in zwei Welten von Keim,  Ulrike
Martin Gumpert wurde 1897 in Berlin geboren und verstarb 1955 in New York. Er war Arzt, Dichter und Schriftsteller in Personalunion, Augenzeuge seiner Zeit, Forscher, Sozialarzt und ein leiser Kämpfer für ein besseres Leben und das Glück der Menschen. Sein diagnostischer Blick als Arzt, seine menschliche Güte und Wärme, sein gesellschaftspolitisches Engagement, sein Eintreten für Menschen am Rande der Gesellschaft und seine ärztliche Ethik machen ihn zu einem Vorbild für eine menschliche Medizin. Seine Bücher über historische Persönlichkeiten vor seiner Vertreibung als Jude aus Deutschland, seine ergreifenden Gedichte, sein Wirken auf zwei Kontinenten, seine Freundschaft mit berühmten und einflussreichen Menschen wie Thomas Mann, seine Liebesbeziehung zu Erika Mann, der Tochter des Nobelpreisträgers, lassen ihn zu einer spannenden zeitgeschichtlichen, medizinischen und literarischen Person des 20. Jahrhunderts werden. Ulrike Keim zeichnet sein außergewöhnliches Leben zwischen Literatur und Medizin von Berlin-Tiergarten bis zur Park Avenue in New York nach.
Aktualisiert: 2022-06-16
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Carl Melchior

Carl Melchior von Lorenz,  Ina
Carl Melchior (1871–1933) war in Hamburg Amtsrichter bis ihn Max Warburg 1902 zum Syndikus des Bankhauses M.M. Warburg berief. 1917 wurde er Teilhaber der Bank. 1918 gehörte er zu den Mitbegründern der Deutschen Demokratischen Partei. 1919 zunächst Vorsitzender des Finanzausschusses der deutschen Waffenstillstandsdelegation wurde Melchior Hauptdelegierter bei den Versailler Friedensverhandlungen. In den 1920er Jahren nahm er maßgeblich an fast allen Konferenzen über Reparationskosten teil, engagierte sich für eine europäische Friedensordnung und erwarb sich bei den Alliierten ein hohes Maß an persönlicher Anerkennung. Ab 1927 vertrat Melchior Deutschland im Völkerbund. Anfang 1933 gründete er den „Zentralausschuss der deutschen Juden für Hilfe und Aufbau“ mit und übernahm bis zu seinem Tod im Dezember 1933 auch dessen Geschäftsführung.
Aktualisiert: 2022-06-16
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Curt Bois

Curt Bois von Habel,  Frank-Burkhard
Curt Bois (1901–1991), ein echter Berliner, gab sein vielbeachtetes Bühnendebüt 1908 als Heinerle in der Operette „Der fidele Bauer“, stand im selben Jahr in diesem Stück vor der Filmkamera und wurde damit der erste deutsche Kinderstar. Er spielte bis 1929 in vielen Stummfilmen und wurde Liebling des Berliner wie auch des Wiener Publikums. Seine Erfolgsserie riss 1933 ab: Die Nazis verfolgten ihn wegen seiner jüdischen Abstammung. In die USA entkommen prägte er in vielen kleinen Rollen (darunter in „Casablanca“) das Bild des Europäers auf der Leinwand. Nach seiner Rückkehr 1950 arbeitete er sowohl in der DDR bei Brecht als auch in der BRD und saß als Linker im Kalten Krieg zwischen den Stühlen. Regisseure wie Fritz Kortner, Wolfgang Staudte, Markus Imhof und Wim Wenders besetzten ihn bald, und bei der ersten Verleihung des Europäischen Filmpreises konnte Bois 1988 für Wenders‘ „Der Himmel über Berlin“ den Preis für die beste Nebenrolle entgegennehmen.
Aktualisiert: 2022-06-16
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Lexikon der Zahnärzte und Kieferchirurgen im „Dritten Reich“ und im Nachkriegsdeutschland

Lexikon der Zahnärzte und Kieferchirurgen im „Dritten Reich“ und im Nachkriegsdeutschland von Groß,  Dominik
Dieses Lexikon versteht sich als Nachschlagewerk zu Zahnärzten, Dentisten und Kieferchirurgen, die in der Zeit des „Dritten Reiches" sowie in den angrenzenden Zeitphasen (d. h. vor 1933 bzw. nach 1945) im deutschen Sprachraum wirkten bzw. hervortraten. Dabei fokussiert der vorliegende zweite Band wie der bereits veröffentlichte Band 1 (A–L) auf Hochschullehrer und wissenschaftlich tätige Fachvertreter – nunmehr mit den Anfangsbuchstaben M–Z. Obwohl die NS-Zeit den zentralen Betrachtungszeitraum bildet, ist das vorliegende Werk weder als Täterlexikon noch als Gedenkbuch konzipiert. Es versammelt gemäß dem Untertitel vielmehr „Täter, Mitläufer, Oppositionelle, Verfolgte" und politisch „Unbeteiligte“, wobei das Verhältnis des Einzelnen zum Nationalsozialismus durchaus einen zentralen Teil ausmacht. Weitere Schwerpunkte bilden die fachlichen Leistungen sowie die persönlichen Netzwerkstrukturen, in welche die einzelnen Fachvertreter eingebunden waren.
Aktualisiert: 2022-06-16
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Ich hoffe wieder auf Zukunft

Ich hoffe wieder auf Zukunft von Fritsch-Vivié,  Gabriele
Es sind nur zweieinhalb Jahre – angefüllt mit Mühen und immer wieder neuem Beginnen. Es ist so viel Lebensmut und Hoffnung in diesen Briefen und allzu oft wieder Rückschläge, die verkraftet werden wollen. Dr. Kurt Singer, dieser in Musik, Literatur und Theater immer aktive, ja arbeitsbesessene Mann, schreibt Liebesbriefe an seine Geliebte. Und gleichzeitig simple Alltagsszenen, die fast exemplarisch das endlose Warten überbrücken, wie es viele erleben in diesem Amsterdam unter deutscher Besatzung. Doch er verbirgt der Geliebten die Not und Todesgefahr, die sich um ihn auftürmen und die er in Aufzeichnungen festhält. Es gilt, die Momente des Glücks und die Erinnerung zu bewahren. Bis zuletzt tragen ihn die Macht des Wortes und die Kraft der Liebe.
Aktualisiert: 2022-06-16
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Emanuel Mai

Emanuel Mai von Sandig,  Marina
Emanuel Mai (1812–1897), in Posen geboren, gründete 1836 ein Antiquarium in Berlin und errichtete später auch einen Verlag Unter den Linden mit Kommissionen in Leipzig und Posen. Er war Mitglied in der Corporation der Berliner Buchhändler und des Deutschen Börsenvereins. 210 Jahre nach seiner Geburt rücken erstmals Spuren dieser jüdischen Biografie und die Vielfalt seiner Sammlungen in den Fokus: mittelalterliche Schriften auf Pergament und Papier, seltene Drucke sowie Kupferstiche und Musikstücke (12.–19. Jh.). Das Geschäft wurde als Königliches Hofantiquariat über Generationen geführt und wechselte mehrmals seinen Sitz (Leipziger Platz, Wilhelmstraße, Lützowplatz). 1936 wurde es durch Antisemitismus und NS-Regime zerstört. Nachfahren überlebten in der Emigration. Diese Miniatur soll dazu beitragen, dass Emanuel Mai und sein hinterlassenes deutsch-jüdisches Erbe, das bedeutsam für die Ausstrahlung Berlins und weiterer Kulturstädte ist, in die Erinnerungskulturen und das kollektive Gedächtnis eingehen.
Aktualisiert: 2022-06-30
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Channa Gildoni

Channa Gildoni von Gildoni,  Zvika, Goldfuss,  Gabriele, Lorz,  Andrea, Trautmann,  Sven
Channa Gildoni wird 1923 in Leipzig als einziges Kind des Ehepaares Moronowicz geboren. Die Familie zählt zu den sogenannten Ostjuden und ist Teil der orthodoxen Gemeinschaft. Einer glücklichen Kindheit folgen schreckliche Erfahrungen im Nationalsozialismus: Diskriminierung, Rassenwahn, Antisemitismus, die sogenannte Polenaktion und die Reichspogromnacht. Gerade noch rechtzeitig gelingt die rettende Flucht über Ungarn nach Tel Aviv. Dort beginnt ein neues Leben. Channa Gildoni ist Vorsitzende des Verbands ehemaliger Leipziger in Israel, Brückenbauerin, Trägerin der Ehrennadel der Stadt Leipzig und des Bundesverdienstkreuzes am Bande. Sie gehört zu den letzten Zeitzeugen, die über jüdisches Leben in Deutschland vor der Shoah berichten können und engagiert sich bis ins hohe Alter für Versöhnung sowie für lebendige und freundschaftliche deutsch-israelische Beziehungen.
Aktualisiert: 2022-06-16
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Jüdisches Leipzig

Jüdisches Leipzig von Pester,  Nora, Trautmann,  Sven
Wussten Sie, dass Jüdinnen wie Henriette Goldschmidt und Bettina Brenner zu den bedeutendsten Vorkämpferinnen der Frauenrechtsbewegung in Deutschland zählten? Dass es am Brühl mehr als 800 Rauchwarenbetriebe gab, die zumeist von jüdischen Familien geführt wurden? Dass die Musikbibliothek Peters die erste öffentliche, kostenfrei und auch für Frauen zugängliche Spezialbibliothek Deutschlands war? Dass der jüdische Sportverein Bar Kochba auch über Leipzig hinaus Erfolge feierte? Dass die bekannten Jazz-Musiker Rolf und Joachim Kühn hier aufgewachsen sind? Oder dass Karl Wittgenstein, der Vater von Ludwig Wittgenstein hier lebte, ebenso wie die Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy und Gustav Mahler, der Verleger Kurt Wolff und die Fotografin Gerda Taro, deren Partner, Robert Capa, hier eines der bekanntesten Fotos zum Ende des Zweiten Weltkrieges schoss? Leipzig hatte vor dem Nationalsozialismus eine der größten und pulsierendsten jüdischen Gemeinden Deutschlands und ist heute wieder Heimat der größten jüdischen Gemeinde Sachsens sowie zahlreicher Initiativen zu jüdischer Kultur, Zeitgeschichte und Erinnerungskultur. „Jüdisches Leipzig“ lädt dazu ein, Menschen und Orte jüdischen Lebens und die Geschichten hinter heute noch sichtbaren, aber auch ausgelöschten oder ins Exil führenden Spuren deren Existenz in der Stadt zu entdecken. Im Auftrag des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig im Zuge der Leipziger Planungen für ein jüdisches Museum in Sachsen
Aktualisiert: 2022-06-16
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„Wir lassen uns nicht unterkriegen“

„Wir lassen uns nicht unterkriegen“ von Gerczikow,  Ruben, Klein,  Felix, Leemhuis,  Remko, Ott,  Monty
Viele junge Jüdinnen:Juden haben sich der Vergangenheit in bemerkenswerter Weise in gesellschaftspolitischen Diskursen zu Wort gemeldet. Mindestens 25 000 von ihnen sind im Alter zwischen 18 und 35 Jahren. Ihr Auftreten ist angesichts der virulenten Bedrohung des Antisemitismus alles andere als selbstverständlich. Doch wer sind diese jungen Menschen, die sich zu Wort melden? Was treibt sie an? Wie steht ihr politisches Engagement im Zusammenhang mit ihrer jüdischen Identität? Diesen Fragen gehen Ruben Gerczikow und Monty Ott nach. Mit ihren Reportagen tragen sie ein Kaleidoskop jüdischer Identitäten zusammen, das im Widerspruch zu der erinnerungskulturellen Festschreibung von Jüdinnen:Juden als passive Opfer steht. Die einzelnen Kapitel beleuchten, wie junge Jüdinnen:Juden in unterschiedlichsten gesellschaftlichen Sphären Räume erkämpfen. Sie erzählen davon, wie eine junge Generation von Jüdinnen:Juden ein neues Selbstbewusstsein entwickelt, durch das sie Handlungsmacht in dieser Gesellschaft besitzen.
Aktualisiert: 2022-06-16
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