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Eine rumänisch-jüdische Familiengeschichte

Eine rumänisch-jüdische Familiengeschichte von Bessler,  Isiu, Bessler,  Sandford, Wiehn,  Erhard Roy
Aus dem Vorwort des Herausgebers: Aus der Bukowina durch Transnistrien und den rumänischen Kommunismus nach Israel … Isiu Bessler beschreibt in seiner rumänisch-jüdischen Familiengeschichte ausführlich die große Verwandtschaft und ihr Leben, sehr detailliert die nächste Vater- und Mutterseite, aber auch die seiner Frau Nella, das Leben der jüdischen Durchschnittsbevölkerung vor allem von Handwerkern in einer rumänischen Kleinstadt vor dem Zweiten Weltkrieg und viele Einzelschicksale während der Holocaust-Schoáh und danach. Zu Hause wurde Deutsch gesprochen, und auch Sohn Sani sprach bis zum Kindergartenalter Deutsch. Isiu Bessler schreibt nichts über seine eigene Bar Mitzwa, über die Schabbat- oder Pessach-Tradition der Familie. Den üblichen gelben Stern aus Stoff wollte er nicht tragen, vielmehr bastelte er zusammen mit einem Freund einen Messingstern wie ein Sheriff-Stern: "Ich glaube, dass wir in Rumänien die einzigen im Besitz eines solchen stolzen Zeichens unserer Herkunft waren. Bis heute habe ich den Messing-Davidstern aufbewahrt." Isiu Bessler berichtet auch von seiner jüdischen Hochzeit, vom "Schiwa-Sitzen", vom Synagogenbesuch am Jom Kippur 1963, von der Bar Mitzwa seines Sohnes Sani, und dass er 13 Monate lang "Kaddisch", das Totengebet für seine Eltern sprach. Die Besslers waren also eine Familie, die sich ihrer Herkunft sehr wohl bewusst blieb, wichtige Bräuche der jüdischen Tradition einhielt und die Israel als das "Land der Väter" betrachtete. Angesichts vieler schrecklicher Berichte über Leiden und Sterben der deportierten jüdischen Bevölkerung in Transnistrien, erfahren wir hier erstmals von einer Familie, welche die mehr als drei Jahre der Verbannung dank der Tatkraft des Vaters zum Glück erstaunlich gut überlebt hatte. Auch die Jahre unter dem kommunistischen Regime in Rumänien wurden trotz mancherlei Probleme ziemlich glimpflich überstanden. Schließlich gelang 1973 auch die Ausreise nach Israel, und mit erst 45 Jahren war Isiu Bessler noch jung genug, um sich beruflich und sozial erfolgreich im "Land der Väter" einzuleben, was auch Nella und Sohn Sani gelang. Alles in allem enthalten die vorliegenden Erinnerungen eine ebenso interessante wie detailreiche Familiengeschichte mit zahlreichen Miniaturen jüdischer Einzelschicksale (allein schon von ca. 50 Personen der engeren Verwandtschaft, wozu noch viele andere eingeflochten werden!). …. Isiu Besslers rumänisch-jüdische Familiengeschichte, die eigentlich nur für die Familie gedacht war, ist jedenfalls eine interessante Bereicherung der Bukowina-, Rumänien- und Transnistrien-Literatur unserer Edition Schoáh & Judaica.
Aktualisiert: 2019-12-11
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Jüdische Ärzte und das jüdische Gesundheitswesen in Krakau

Jüdische Ärzte und das jüdische Gesundheitswesen in Krakau von Eisner,  Georg, Stein,  Jehuda L, Wiehn,  Erhard R
Nach 'Die Steins - Jüdische Familiengeschichte in Krakau 1830–1999' und 'Juden in Krakau - Ein historischer Überblick 1173–1939' legt Jehuda Stein hiermit sein drittes Buch vor: 'Jüdische Ärzte und das jüdische Gesundheitswesen in Krakau'. In ihm werden mehrere Themenkreise vereinigt, die in ihrer Kombination eine einzigartige historische Situation schaffen. Biographien von Ärzten, Beschreibungen ihrer Schicksale und Leistungen sowie Darstellungen des Gesundheitswesens waren bekanntlich schon immer Gegenstand der allgemeinen Medizingeschichte. Geht es aber um jüdische Ärzte, treten besondere Aspekte in den Vordergrund: Die Beziehungen zwischen der christlichen und der jüdischen Welt, und zwar auf einer speziellen personalen Ebene. Wie kam es dazu, daß Christen Juden als Ärzte akzeptierten, und zwar sowohl zur Zeit des kirchlichen Antijudaismus - wo Heilung und religiöser Glaube untrennbar miteinander verknüpft waren - als auch nach der Aufklärung, da die Judenfeindschaft in säkularen Antisemitismus überging? Wie begegneten die Juden denjenigen Glaubensgenossen, die dank ihrer Nähe zu Christen in eine bessere soziale Stellung aufsteigen konnten? Und wie verhielten sich die jüdischen Ärzte selbst in diesen Spannungsfeldern? Mit dem besonderen Umfeld von Krakau kommt ein weiterer Gesichtspunkt hinzu. Die Geschichte der Stadt innerhalb der wechselvollen Geschichte Polens - unter sich ständig ändernden Herrschaftsverhältnissen - hat auch das Schicksal der jüdischen Ärzte in ganz spezifischer Weise beeinflußt. Juden, hochgeschätzt als Ärzte - sei es als Leibärzte am Hofe, sei es als Stadtärzte der Bürger - später vertrieben und beraubt, wieder zurückgeholt und erneut geehrt, schließlich vernichtet – dieses Wechselbad der allgemeinen europäisch-jüdischen Geschichte erhält in Krakau spezielle polnische, russische, deutsche Färbungen. Es ist ein Glücksfall, daß sich gerade Jehuda Stein dieses Themas angenommen hat. Aufgewachsen in Krakau hat er persönlich noch die medizinische Welt seiner Zeit erlebt, einen Teil der Ärzte und ihrer Familien, der medizinischen Institutionen und ihrer Patienten gekannt. Er hat ihr Schicksal im Guten und Schlechten geteilt, die Vorkriegszeit mit dem damals schon ausgeprägten Gegensatz zwischen Akzeptanz und Ablehnung, den Zweiten Weltkrieg mit allen Greueln. Trotz ereignisbedingter spärlicher Quellenlage ist Jehuda Stein unermüdlich jeder Fährte nachgegangen und hat mit viel Geduld und großem Einsatz aus vielen Puzzleteilen ein Gesamtbild geschaffen. Der Leser ist eingeladen, ihm auf seinem Weg zu folgen und selbst Einblick zu nehmen in eine Geschichte, die reich ist an interessanten Persönlichkeiten und verflochtenen Schicksalen. Georg Eisner, M.D., Professor für Ophthalmologie an der Universität Bern, Schweiz Bern, im November 2005
Aktualisiert: 2020-03-17
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Als Junge durch die Hölle des Holocaust

Als Junge durch die Hölle des Holocaust von Steinitz,  Zwi H, Wiehn,  Erhard R
Zwi Helmut Steinitz: Memoiren zum ewigen Gedenken 7 Erhard Roy Wiehn: Die heilige Pflicht zu berichten 11 Zwi Helmut Steinitz: Als Junge durch die Hölle des Holocaust 15 1. Kindheit und Jugend im Elternhaus 15 2. Freuden, Pflichten und kleine Sorgen 57 3. Das Elternhaus als Ort der Träume 83 4. Die Zeit zwischen Frieden und Krieg 107 5. Am Beginn einer Weltkatastrophe. 121 6. Der Anfang vom tragischen Ende 136 7. Das schwierige Leben in Krakau 154 8. Unsere Leiden im Krakauer Ghetto 175 9. Die Ermordung der Familie in Belzec 208 10. Im Konzentrationslager Plaszów 241 11. Alptraum Auschwitz-Birkenau 266 12. Der Todesmarsch nach Gleiwitz 310 13. Leiden im Todeslager Buchenwald. 325 14 Bei Siemens in Berlin-Haselhorst 336 15. Von Haselhorst nach Sachsenhausen 341 16. Unser schwerer Weg nach Schwerin 351 17. Durch die US Army in Schwerin befreit 362 18. Von Schwerin nach Lübeck und Neustadt 372 19. Neustadt/Holstein, Bergen-Belsen, Antwerpen 380 20. Ankunft in Erez Israel und im Kibbuz Afikim 407 Nachwort 415 Schlomit und Ami Steinitz: Ein Nachwort der Kinder 418 Zwi Helmut Steinitz: Eine kurze biographische Notiz 419
Aktualisiert: 2020-03-17
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Literarische Brückenbauer und Brückenstürzer

Literarische Brückenbauer und Brückenstürzer von Cujba,  Cornelia, Eschgfäller,  Sabine, Grabovszki,  Ernst, Kutzenberger,  Stefan, Lihaciu,  Ion, Lughofer,  Johann G, Nistor,  Adina L, Ohlenschläger,  Alexandra, Palimariu,  Ana M, Solomon,  Francisca, Wascher,  Philipp
Die hier vorliegende 11. Ausgabe der Jassyer Beiträge zur Germanistik beschäftigt sich mit dem Thema Literarische Brückenbauer und Brückenstürzer, wobei der Akzent stärker auf die konstruktiven Kräfte, also auf die Erbauer der Brücken gesetzt wurde. Als Eingrenzung wählten wir deutschsprachige Autoren zwischen 1850 und 1950, welche zwischen den Sprachen und Kulturen hin und her pendelten und folglich als Mittler zwischen den Menschen und Völkern fungierten. Wie es auch in unserer so genannten „postmodernen Gesellschaft“ immer augenfälliger wird, sind und waren die politischen und auch die kulturellen Grenzen niemals so stark, dass sie Menschen davon abbringen konnten, miteinander in Kontakt zu kommen; gehörte es nicht nur im 19. Jahrhundert zum ‚guten Ton’, durch das Erlernen von fremden Sprachen seinen Horizont zu erweitern, so gehört es mittlerweile in unseren Tagen zum festen Muss, mehrsprachig und kulturell offen zu sein. Studentinnen und Studenten werden mit Geldern aus der Europäischen Union dazu ermuntert, den Schritt aus ihrer gewohnten Umgebung zu machen. Ein modernes Studium der Sprachen kann auf einen Auslandsaufenthalt nicht verzichten, so dass nicht zuletzt an den Universitäten dies im Curriculum vorgeschrieben wird. Am Arbeitsmarkt steht die Auslandserfahrung ganz oben auf der Qualifikationsliste, gemeinsam mit der Kenntnis um ‚interkulturelle Kommunikation’ bzw. Kompetenz. Viele der in diesem Sammelband genannten Autoren waren federführend an kulturellen und sprachlichen Austauschprozessen beteiligt: es ist bekannt, dass meist Einzelpersonen maßgeblich an der Etablierung von überregionalen oder internationalen Erfahrungen mitwirken. Genauso wie es einzelne Förderer von Schriftstellern sind, die eine Rezeption – manchmal durch eine erste Übersetzungsarbeit – in Gang bringen. Wer Brücken baut, verbindet die Menschen miteinander, der will oftmals als Mittler zwischen den Völkern stehen und sie bekannt machen. Eine ähnliche Funktion übernimmt heute gerne die Literaturwissenschaft, indem sie ‚verborgene’ Schätze hebt, vergessene Namen ins Gedächtnis ruft; auch sie baut Brücken zwischen den Werken und der Leserschaft. Das hier behandelte Spektrum an Literatur und verschiedenen Autoren ist groß: von Robert Musil, Charles Sealsfield, österreichischen Exilanten in Mexiko reicht es hin zu Leo Smolle, Ernst Jünger, Friedrich Schlegel und Martin Walser. Des Weiteren beschäftigt sich ein Text mit der ‚Literarisierung der Deportationen in Transnistrien’, ein anderer mit dem Konzept ‚Heimat in der Literatur’ und ein weiterer ruft die Verbindungen zwischen Wien und der Bukowina in Erinnerung. Wichtig schien uns die Aufnahme von zwei Beiträgen aus dem Fachbereich Linguistik – ein letzter Beitrag über zwischenmenschliche Kommunikation soll das Thema Brückenbau und Brückensturz aus kommunikationspsychologischer Sicht beleuchten und einen Beitrag zur besseren Verständigung bieten.
Aktualisiert: 2020-03-17
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Die Vererbung von Landgütern nach dem BGB

Die Vererbung von Landgütern nach dem BGB von Hausmann,  Veronika
Der BGB-Gesetzgeber hat sich in den §§ 2049, 2312 auf ein rudimentäre und ergänzungsbedürftige Regelung des Landwirtschaftserbrechts beschränkt. Danach gelten für landwirtschaftliche Betriebe in der gesetzlichen Erbfolge grundsätzlich die allgemeinen Vorschriften der §§ 1922 ff BGB. Lediglich dem vom Erblasser in einer letztwilligen Verfügung ausdrücklich oder konkludent geäußerten Willen, ein Landgut geschlossen in der Familie zu erhalten, trägt das BGB in § 2049 Abs. 1 durch eine Auslegungsregel Rechnung; danach darf der begünstigte Miterbe das Landgut in Zweifel zum Ertragswert übernehmen. Der Ertragswert des Landguts ist dann gem. § 2312 Abs. 1 BGB auch für die Berechnung von Pflichtteilsansprüchen maßgebend. Ferner kann der Erblasser nach § 2312 Abs. 2 BGB anordnen, dass auch ein von ihm eingesetzter Alleinerbe die Pflichtteilsberechtigten bei der Bemessung ihrer Pflichtteilsansprüche auf den Ertragswert des Landguts verweisen kann. Die besondere Problematik dieser Vorschriften besteht darin, dass sich die Schere zwischen dem in §§ 2049, 2312 BGB für maßgeblich erklärten Ertragswert und dem im Pflichtteilsrecht nach § 2311 BGB ansonsten maßgeblichen Verkehrswert bei der Bewertung landwirtschaftlicher Betriebe seit dem Inkrafttreten des BGB immer weiter geöffnet hat. Während die Erträge insbesondere mittlerer und kleinerer Betriebe auf einem niedrigen Niveau stagnieren und häufig nicht einmal ausreichen, um den Lebensunterhalt der Landwirtschaftsfamilie zu sichern, sind die Verkehrswerte der landwirtschaftlichen Flächen, namentlich wenn sie in Großstadtnähe oder in landschaftlich reizvollen Regionen gelegen sind, vor allem in den letzen 30 Jahren stark gestiegen. Deshalb werden zunehmend verfassungsrechtliche Bedenken gegen die als zu weitreichend empfundene Begünstigung des Landguterben erhoben. Vor diesem Hintergrund werden in der Arbeit zunächst die Grundlagen des geltenden Landguterbrechts im Überblick dargestellt. Dabei werden insbesondere die historischen Gründe für die lückenhafte gesetzliche Regelung des Landwirtschaftserbrechts im BGB aufgehellt. Ferner werden die für die Auslegung maßgeblichen Normzwecke der §§ 2049, 2312 BGB herausgearbeitet. Mit der Begünstigung der Landwirtschaft gegenüber gewerblichen Unternehmen hat sich auch das Bundesverfassungsgericht in mehreren Entscheidungen sowohl zum Ehegüter- wie zum Erbrecht auseinandergesetzt. Die sich hieraus ergebenden verfassungsrechtlichen Leitlinien für die Interpretation der §§ 2049, 2312 BGB, aber auch des bewertungsrechtlichen Vorbehalts in Art. 137 EGBGB werden näher bestimmt. Ferner wird verdeutlicht, dass der vom BVerfG angelegte Kontrollmaßstab - namentlich im Rahmen der Prüfung des allgemeinen Gleichheitssatzes (Art. 3 Abs. 1 GG) - für die Fachgerichte nicht maßgeblich ist und diese mithin nicht hindert, insoweit eine strengere Kontrolle vorzunehmen. Maßgebender Anknüpfungspunkt für den besonderen Schutz des Landguterben durch die Ertragswertprivilegierung in §§ 2049, 2312 BGB ist der Begriff des "Landguts". Da der Gesetzgeber bewusst auf eine Definition verzichtet hat, haben sich Rechtsprechung und Literatur um eine Konkreüsierung des maßgeblichen Landgutbegriffs bemüht. Diese Bemühungen werden nachgezeichnet und kritisch gewürdigt. Im Ergebnis wird der Kreis der schutzwürdigen Landgüter im Lichte der verfassungsrechtlichen Vorgaben weiter eingeschränkt. Die Privilegierung des Landguterben ergibt sich vor allem daraus, dass er die weichenden Erben und Pflichtteilsberechtigten lediglich auf der Grundlage des Ertragswerts des Landguts abzufinden hat. Damit kommt der Bestimmung des maßgeblichen Ertragswerts für das Landguterbrecht entscheidende Bedeutung zu. In der Arbeit werden daher sowohl allgemeine Grundlagen der Bewertung im Zivilrecht angesprochen, als auch die Besonderheiten der Ermittlung des Ertragswerts von Landgütern unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben in § 2049 Abs. 2 BGB und Art. 137 EGBGB herausgearbeitet. Der Hauptmangel des BGB-Landguterbrechts besteht darin, daß in den §§ 2049, 2312 BGB - anders als im Höfe- und Anerbenrecht - keine Regelung über Nachabfindungen der weichenden Erben bzw. Pflichtteilsberechtigten vorgesehen ist, wenn der Erbe das übernommene Landgut nicht fortführt, sondern bereits kurz nach dem Erbfall teilweise oder insgesamt veräußert und damit den weit über dem Ertragswert liegenden Verkehrswert realisiert. Daher wird auch der Frage nachgegangen, wie sich derartige Nachabfindungsansprüche im Anschluß an eine Erb-auseinandersetzung gemäß § 2049 BGB nach geltendem Recht begründen lassen. Zu diesem Zweck wird das gesamte Instrumentarium des geltenden Zivilrechts - von der stillschweigenden Bedingung über die ergänzende Vertragsauslegung, den Wegfall der Geschäftsgrundlage und das Bereicherungsrecht bis hin zur Anfechtung wegen Willensmängeln - bemüht. Ergänzend werden noch einige Sonderprobleme behandelt, die sich vornehmlich im Rahmen der Geltendmachung von Pflichtteilsansprüchen nach § 2312 BGB stellen. Dabei geht es etwa um die Frage, ob ein Übernahmerecht auch zugunsten mehrerer Miterben begründet werden kann, und unter welchen Voraussetzungen die Vererbung von Bruchteilen an einem Landgut nach § 2312 BGB privilegiert sein kann. Untersucht wird ferner, ob ein Erblasser auch die Übernahme mehrerer Landgüter zu Lasten der Pflichtteilsberechtigten zum Ertragswert anordnen kann und welchen Einfluß das ererbte oder eigene nicht-landwirtschaftliche Vermögen des Landguterben auf die Anwendung des Privilegs nach § 2312 BGB hat. Beschlossen wird die Arbeit mit Gedanken zu einer Reform des geltenden Landguterbrechts im BGB. Zu diesem Zweck wird insbesondere das Problem des"ob" und "wie" einer gesetzlichen Regelung von Nachabfindungsansprüchen behandelt. Darüber hinaus wird diskutiert, inwieweit die seit Beginn der 90-Jahre eingetretenen erheblichen Strukturveränderungen der Landwirtschaft in Deutschland eine gesetzliche Neuregelung oder gar eine Abschaffung des Landguterbrechts in seiner derzeitigen Form nahelegen.
Aktualisiert: 2020-03-18
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Die Arbeitsweise der Wirtschaftsstrafkammern

Die Arbeitsweise der Wirtschaftsstrafkammern von Nippgen,  Alexander, Petermann,  Kerstin, Spiess,  Gerhard, Theile,  Hans
Der vorliegende Band dokumentiert die Ergebnisse eines in den Jahren 2011 bis 2014 durchgeführten Forschungsprojektes, das im Rahmen einer Kooperation zwischen dem Institut für Rechtstatsachenforschung der Universität Konstanz und dem Justizministerium Baden-Württemberg entstanden ist. … Aus empirischer Sicht ist daher von Interesse, wie Wirtschaftsstrafkammern über die verschiedenen Stadien des Strafverfahrens hinweg mit Umfang und Komplexität des Verfahrensstoffes sowie dem hierdurch eröffneten Verteidigungspotential gerade im Hinblick auf die Grundsätze der materiellen Wahrheit sowie der Mündlichkeit und Unmittelbarkeit umgehen. Zu klären gilt, nach welchen Maximen und mittels welcher Instrumente und Maßnahmen die Kammern die Wirtschaftsstrafsachen in den verschiede-nen Stadien des gerichtlichen Verfahrens organisieren und strukturieren. Da das jeweilige Verfahren auf die Generierung einer verfahrensabschließenden Entscheidung gerichtet ist, geraten damit nahezu zwangsläufig die verschiedenen strafprozessualen Erledigungsformen und insbesondere die verfahrenserledigenden Absprachen in den Blick. Nach welchen Handlungsmustern und in welchen Entscheidungsstrukturen dieses zentrale Instrument dabei von den Beteiligen, insbesondere den Wirtschaftsstrafkammern, zur Verfahrensverschlankung eingesetzt wird, soll herausgearbeitet werden. Weil es innerhalb eines Strafverfahrens um die strafrechtliche Behandlung eines in der Vergangenheit liegenden Konfliktes geht, die jeweiligen Maßnahmen innerhalb des Verfahrens aber mit Blick auf eine verfahrensabschließende Entscheidung und damit auf die Zukunft getroffen werden, ist hier von Interesse, wie die Verfahrensbeteiligten in Bezug auf verfahrenserledigende Absprachen verfahrensbezogene Prognosen anstellen. In diesem Zusammenhang ist ebenfalls von Interesse, inwieweit die vormaligen höchstrichterlichen Vorgaben und nunmehrige gesetzliche Regelung das Handeln der Praxis bestimmen.
Aktualisiert: 2020-03-17
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KZ Außenlager Walldorf

KZ Außenlager Walldorf von Strompf,  Klara, Wiehn,  Erhard Roy
Für Gegenwart und Zukunft Klara Strompf nennt ihr Buch schlicht KZ Außenlager Walldorf. Darin schildert sie minutiös die jahrelangen Recherchen zur Geschichte des damaligen Frauen-Lagers am Flughafen Frankfurt/Main, eine Erinnerungsarbeit, an der sie selbst seit vielen Jahren mit schier grenzenlosem Engagement teilnimmt. Das Lager Walldorf, ein Außenlager des KZs Natzweiler-Struthof im Elsass, war klein im Vergleich zu Stammlagern wie Auschwitz, Majdanek oder auch Bergen-Belsen. Und doch waren die Inhaftierten als Arbeitssklavinnen hier ebenso rechtlos wie in anderen Lagern, schutzlos ausgeliefert der Mordmaschine des NS-Staates und dem Sadismus der SS. Etwa 1.700 Mädchen und junge Frauen im Alter von 13 bis ca. 40 Jahren wurden im Sommer 1944 von Auschwitz in das KZ-Außenlager Walldorf verbracht, um auf dem nahegelegenen Frankfurter Flughafen eine betonierte Rollbahn zu bauen, die man für den ersten deutschen Düsenjäger brauchte. Es waren ungarische Jüdinnen, die unter unmenschlichen Bedingungen schwerste körperliche Arbeiten verrichten mussten. Bei Hungerrationen, die kaum zum Überleben reichten, mussten sie Baumstämme schleppen, Baumwurzeln aus der Erde hacken, den Boden nivellieren und planieren, Zementsäcke schleppen, betonieren. Auch bei Minusgraden mussten sie in dünnen Sommerkleidern arbeiten, manche von ihnen hatten nicht einmal Schuhe. Je mehr wir darüber wissen, um so monströser erscheint uns heute, was Menschen Menschen antun können. Als Klara Strompf vor Jahren nach Mörfelden-Walldorf zog, wusste sie zunächst nicht, was einst in ihrer direkten Nachbarschaft geschehen war. Und als sie vom KZ-Außenlager Walldorf erfuhr, war ihre spontane Reaktion: So schnell wie möglich fort von hier! Doch sie blieb, und nicht nur das. Bald erfuhr sie, dass die Stadt Mörfelden-Walldorf eine Ausstellung zur Geschichte des Lagers vorbereitete, bot sofort ihre Mitarbeit an und vermittelte zunächst den Kontakt zu Margit Horvath, einer der Überlebenden des KZ Außenlagers Walldorf. So entstand die Ausstellung mit Margit Horvaths Biografie im Zentrum, die viele Menschen berührte und insbesondere bei Oberstufenschülerinnen und -schülern den Wunsch nach eigenen Recherchen weckte. Durch den Kontakt zu Margit Horvath hatte Klara Strompf eine große Tür geöffnet, die zu weiterer Beschäftigung mit der Geschichte des Lagers führte, uns immer neue Dimensionen dieses KZ-Außenlagers erfahren ließ, und sie hatte zugleich eine Tür geöffnet zu ihrem Wohnort, der ihr bis dahin fast unbekannt war. Sie nahm nun aktiv Kontakt zur deutschen Bevölkerung auf, obwohl ihr das aufgrund der eigenen Familiengeschichte zunächst nicht leicht fiel. Doch bald arbeitete sie nun gemeinsam mit vielen Ortsansässigen unermüdlich daran, die Geschichte des Lagers aufzuklären und immer besser zu verstehen. Dies war für sie nicht einfach; denn mit den Biografien der KZ-Überlebenden rekapitulierte sie stets aufs Neue ihre eigene Familiengeschichte. Sie wollte wissen, doch dieses Wissen tat weh. Trotzdem wollte sich nun nicht mehr von der deutschen Umgebung abgrenzen, denn schließlich wohnte sie nicht nur hier, sondern hatte sich nun vor Ort auch engagiert. Aber gerade wenn man sich nahekommt, wird immer wieder schmerzlich spürbar, dass nichtjüdische Deutsche und Juden trotz eines gemeinsamen Interesses und auf der Basis gegenseitiger Sympathie nicht einfach zusammenarbeiten können. Klara Strompf zeigt jedoch, dass Distanzen abgebaut werden können, produktive Zusammenarbeit und sogar Freundschaften möglich sind. Sie reflektiert stets aufs Neue, sie ist ein positiv denkender Mensch, sie sucht den Dialog, sie hat unglaublich viel Energie, sie kann und will nicht vor Hindernissen stehen bleiben, sondern schafft es immer wieder, diese zu überwinden.
Aktualisiert: 2022-08-05
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Der italienische Widerstand gegen den Holocaust in Kroatien

Der italienische Widerstand gegen den Holocaust in Kroatien von Milo,  Zeev, Wiehn,  Erhard Roy
In meiner vorliegenden Arbeit stelle ich neben meinen persönlichen Erlebnissen die relevanten historischen Ereignisse dar. Außerdem versuche ich, mich mit den Historikern auseinanderzusetzen, welche die humanitären Motive der Italiener leugnen. Diese Arbeit bezieht sich somit auf die Rettung der kroatischen Juden durch die Italiener im Zeitraum 1941–1943. Auch die Schattenseiten des italienischen Umgangs mit den Juden werden objektiv dargestellt. (Zeev Milo)
Aktualisiert: 2019-03-28
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Camp de Gurs

Camp de Gurs von Wicki-Schwarzschild,  Margot, Wiehn,  Erhard R
Aus dem Vorwort von Erhard Roy Wiehn 70 Jahre nach der Oktoberdeportation 1940 Je weiter die Ereignisse der Schoáh sich zeitlich zu entfernen und in der Vergangenheit zu entschwinden scheinen, desto näher rücken sie in die Gegenwart herein. Das gilt auch für die beispiellose "Abschiebung" der südwestdeutschen Juden am 22. Oktober 1940, die erste derartige NS-Aktion im deutschen Reich überhaupt. 70 Jahre danach leben nur noch sehr wenige der jüngsten Deportierten als Augen- und Zeitzeugen, denen der damalige Alptraum jedoch ganz gegenwärtig geblieben ist. Um so wichtiger werden schon jetzt und mehr noch in Zukunft in einer Art Sekundärzeugenschaft verschriftlichte Augenzeugenberichte, mit deren Veröffentlichung wir bereits im Jahre 1990 begonnen hatten: Oktoberdeportation 1940 – Die sogenannte "Abschiebung" der badischen und saarpfälzischen Juden in das französische Internierungslager Gurs und andere Vorstationen von Auschwitz 50 Jahre danach zum Gedenken mit einer Dokumentation. Dieser Publikation folgte im Jahre 2000: Camp de Gurs 1940 – Zur Deportation der Juden aus Südwestdeutschland 60 Jahre danach zum Gedenken. – Verlag und Herausgeber freuen sich sehr, diesen etwas erweiterten und durch Fotos bereicherten Sammelband im Frühjahr 2010 als Neuausgabe vorlegen zu können und danken allen sehr herzlich, die daran mitgewirkt haben.
Aktualisiert: 2020-03-17
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Lauf zum Tor mein Sohn

Lauf zum Tor mein Sohn von Aiger,  Anatje, Anolik,  Benjamin, Wiehn,  Erhard R
Benjamin Anolik Ein jüdischer Junge aus Wilna Mein erstes Buch mit dem Titel 'Als Gesandter der Erinnerung' wurde ins Polnische, Russische und Estnische übersetzt und erschien bereits vor 14 Jahren. Mein zweites Buch 'Lauf zum Tor mein Sohn' erschien vor zwei Jahren in hebräischer (ivrit) Sprache und erscheint nun auch auf deutsch. Es freut mich,dass dieses Buch damit auch deutsche Leser und insbesondere deutsche Jugendliche erreicht. Das Buch erzählt meine Geschichte - die Geschichte eines jüdischen Jungen aus Wilna, der die Jahre des Zweiten Weltkriegs im Ghetto Wilna und in Konzentrationslagern Estlands verbrachte. Im Jahre 2000 besuchte ich das pädagogische Zentrum des Museums für Holocaust-Erziehung in Japan, das zum Andenken an die I 1/2 Million jüdischer Kinder errichtet wurde, die in der Schoah ihr Leben verloren. Dort erzählte ich Gymnasiasten von meinem Leben während des Holocaust, worauf mich eine Schülerin fragte, ob ich Deutsche hasse. Ich antwortete, dass ich diejenigen Deutschen hasse, die meine Eltern, meine Familienangehörigen und Millionen meines Volkes ermordet haben. Inzwischen sind viele Jahre vergangen, die Dinge haben sich geändert, es ist eine zweite und dritte Generation herangewachsen, die ich nicht hasse. Doch ist es mir sehr wichtig, dass deutsche Jugendliche etwas über diese Zeit lernen, gegen Antisemitismus, Rassismus und Nazismus kämpfen und alles daransetzen, dass sich derartige Dinge und Zeiten nicht wiederholen. Beit Lohaméi Hagetaót - Ghetto Fighter's House, Israel, im April 2005
Aktualisiert: 2019-12-11
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