Simʿān b. Kalīl. Leben und Werk

Simʿān b. Kalīl. Leben und Werk von Faragalla,  Joseph
Der koptisch-arabische Schriftsteller Simʿān b. Kalīl lebte im 12./13. Jahrhundert, dem sogenannten „goldenen Zeitalter“ christlich-arabischer Literatur der koptischen Kirche, und hinterließ ein vielfältiges literarisches Werk in einem überaus elaborierten und ästhetisch ansprechenden arabischen Sprachstil. Unter Ibn Kalīls spirituellen, dogmatischen und exegetischen Schriften sind besonders sein Hauptwerk Der Garten des Einsiedlers und der Trost des Einsamen sowie sein Kommentar zum Matthäusevangelium hervorzuheben. Obwohl seine Schriften in der orientalistischen Forschungsliteratur häufig die ihnen gebührende Aufmerksamkeit gefunden haben, wurde bislang aber keines seiner Werke herausgegeben oder übersetzt. Joseph Faragalla legt nun einen vollständigen Überblick über Leben und Werk Simʿān b. Kalīls und erstmals eine Edition seiner Einleitung in die Psalmen vor, deren umfänglicher Text auch ins Deutsche übertragen wurde. Eine eingehende Darstellung des kompletten Handschriftenbestandes der erhaltenen Werke von Simʿān b. Kalīl bildet Grundlage und Ausgangspunkt für weitere wissenschaftliche Studien über den Schriftsteller.
Aktualisiert: 2019-10-17
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Haut und Haar

Haut und Haar von Grundmann,  Steffi
Das Zusammenleben in den griechischen póleis beruhte auf persönlichen Begegnungen, die maßgeblich durch die Wirkung des äußerlich sichtbaren Körpers geprägt waren. Haut und Haar lassen sich in diesem Zusammenhang als einflussreiche Körperzeichen verstehen, die politische, soziale, rituelle, ökonomische und rechtliche Bedeutung erlangen. Auch wenn sie als Oberfläche des Körpers so gewöhnlich und selbstverständlich sind, dass sie nicht hinterfragt werden, tragen sie doch kulturell tief verwurzelte und miteinander verflochtene Bedeutungen in sich. Bisher sind Haut und Haar in der altertumswissenschaftlichen wie körpergeschichtlichen Forschung kaum beachtet worden. Diese Lücke füllt Steffi Grundmann für das 5. und frühe 4. Jahrhundert v.Chr., indem sie das spezifische Verhältnis von Haut und Haar sowie die Bedeutungen untersucht, die ihrer Farbe und den verschiedenen mit ihnen verbundenen Körperpraktiken zugeschrieben wurden. Um unterschiedliche Rede- und Handlungssituationen vergleichen zu können, werden Geschichtsschreibung, Medizin, Gerichtsreden sowie Tragödie und Komödie einer differenzierten, philologisch und historisch-kritisch angelegten Textanalyse unterzogen. Auf diese Weise wird ein besseres Verständnis der griechischen Kultur erlangt und eine fremde, aber in manchen Details doch vertraute Perspektive auf den Körper rekonstruiert, die dazu anregt, moderne Vorstellungen über antike Körper zu hinterfragen.
Aktualisiert: 2019-10-17
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Ausgewählte Studien zu den Volkskulturen Südosteuropas

Ausgewählte Studien zu den Volkskulturen Südosteuropas von Schubert,  Gabriella
Der Band umfasst eine Auswahl der Studien Gabriella Schuberts zu den Volkskulturen Südosteuropas, in denen neben traditionellen volkskundlich-kulturwissenschaftlichen Einzelaspekten fachmethodologische Fragen und auch aktuelle kulturelle Erscheinungen erörtert werden. Die Texte sind thematisch acht Gruppen zugeordnet: Den Anfang bildet eine allgemeine Betrachtung zur Disziplin der Balkan-Ethnologie und ihren gegenwärtigen Herausforderungen. Teil B wirft Schlaglichter auf die mentale Kartierung der Region und interethnische Beziehungen in verschiedenen Zeiten und Perspektiven. Themenbereich C widmet sich der Semiotik und ihren spezifischen Manifestationen in der Anwendung von Farben und Teil D thematisiert alltagskulturelle Aspekte auf den Gebieten des Bauens und Wohnens sowie der Ernährung. Teil E vertieft ausgewählte Aspekte des volksmedizinischen, religiösen und ländlichen Brauchtums in Südosteuropa. Themenbereich F ist dem im kulturellen Erbe der Bewohner Südosteuropas tief verwurzelten Bauopfermythos und seiner literarischen Verarbeitung gewidmet. Der umfangreichste Komplex G enthält Studien zu folkloristischen Themen: zu Volksmärchen, in denen der Teufel als Demiurg agiert; zu Schwank und Witz als Medien in der Alltagsbewältigung und Identitätsbildung der Menschen; zum epischen Frauenfeind, dem Schwarzen Araber, sowie zum Tod des meist besungenen Helden der Südslawen Marko Kraljević; schließlich zu dem Volkslied „Most preko Neretve“ das den Kampf Titos und seiner Partisanen an der Neretva im Jahre 1943 erzählt. Den Abschluss bilden zwei Beiträge, die Strategien der Verarbeitung der jüngsten Konflikte in Ex-Jugoslawien in Aphorismen, Graffiti, Witzen, Karikaturen und Musik als Ausdruck politischer Opposition im autoritär regierten Jugoslawien untersuchen.
Aktualisiert: 2019-10-17
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Buchwesen in Böhmen 1749–1848

Buchwesen in Böhmen 1749–1848 von Madl,  Claire, Pisa,  Petr, Wögerbauer,  Michael
Dieses Verzeichnis aller Druckereien, Buchbindereien, Buchhändler und Verleger in Böhmen (1749−1848) schließt an das Nachschlagewerk Buchwesen in Wien 1750−1850 (BBÖ 4) von Peter R. Frank und Johannes Frimmel an und erfasst das Land Böhmen samt seiner Hauptstadt Prag. Zusätzlich zu den Firmen und ihren Besitzen wurden umfangreiche Daten zu Kleinstfirmen und unselbständigen Buch-, Bilder- und Musikalienhändlern, Buchbindern, Antiquaren, Lithographen und Kupferdruckern zusammenzutragen, ohne die das Bild vor allem auf dem „flachen Land“ unvollständig wäre. Auf der Grundlage umfangreicher Archivrecherchen vertieft dieser Band unser Wissen über das Buchwesen in Böhmen während einer wichtigen Übergangszeit − von den maria-theresianischen Reformen über die Entstehung von öffentlicher Meinung und nationalen Identitäten bis zur Märzrevolution von 1848; eine Zeit, in der das gedruckte Wort immer größere Verbreitung und Bedeutung erlangte − für die Bildung, das gesellschaftliche Engagement und das Selbstverständnis breiter Bevölkerungsschichten, aber auch als Wirtschaftszweig. Eine Einleitung und einführende Texte zu einzelnen Firmen beleuchten die Breite und Vielfalt von Produktion und Handel mit tschechischen, deutschen, lateinischen, französischen, italienischen und hebräischen Drucken. Ein Standardwerk für eine europäische Region.
Aktualisiert: 2019-10-15
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Untersuchungen zur Keramik der Ersten Zwischenzeit und des frühen Mittleren Reichs aus Assiut/Mittelägypten

Untersuchungen zur Keramik der Ersten Zwischenzeit und des frühen Mittleren Reichs aus Assiut/Mittelägypten von Kilian,  Andrea
Das kooperative Langzeitvorhaben „Die altägyptische Nekropole von Assiut: Dokumentation und Interpretation“ wurde in den Jahren 2005 bis 2019 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert. Andrea Kilian untersucht in Band 12 des Asyut Projects die Keramikfunde der Ersten Zwischenzeit und des Mittleren Reiches (~ 2200 – 1700 v.Chr.), die in 16 Schacht- und Felsgräbern im Bereich der Nekropole des Gebel Assiut al-gharbi aufgefunden wurden. Neben der erstmaligen Dokumentation und Auswertung bisher noch unpublizierten Materials wird das Korpus der Gefäßtypen von Assiut im Vergleich mit denen anderer Regionen des Niltals zusammengestellt und detailliert analysiert. Durch diese überregionale typologisch-komparative Vorgehensweise wird das Material in seiner ganzen Breite erschlossen und in einen chronologischen Kontext eingegliedert. Zudem fließen Überlegungen zur strukturellen Zusammenstellung der individuellen keramischen Grabensembles und zu Funktionsbereichen der keramischen Beigaben in die Untersuchung mit ein. Mit der Einbeziehung des Materials aus Altgrabungen, das sich heute in zahlreichen europäischen Museen befindet, erfährt die Auswertung eine zusätzliche Validierung. Die Studie erschließt und kontextualisiert neues Material aus dem unterrepräsentierten Befund Mittelägyptens und trägt damit zum tiefergehenden Verständnis der altägyptischen Gefäßentwicklung bei.
Aktualisiert: 2019-10-17
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Arrians „Indiké“

Arrians „Indiké“ von Schunk,  Henning
Im zweiten nachchristlichen Jahrhundert verfasste Flavius Arrianus eine Geschichte Alexanders d.Gr. (Anabasis); dieser schloss er ein dichotomes Werk über Indien (Indiké) an, in dem er geographische und ethnographische Informationen (Ekbolé) mit der Schilderung der Flottenfahrt des Nearchos (Paráplous) verband. Arrianus gibt an, er folge in seinem Werk dem (heute nicht mehr erhaltenen) Fahrtenbericht, den Nearch ca. 500 Jahre zuvor über seine Fahrt von Indien nach Mesopotamien im Auftrag Alexanders verfasst hatte. Unter anderem aus diesem Grund wurde der Fahrtenbericht in der Moderne als Werk Nearchs angesehen, das Arrian mehr oder weniger wortgetreu in seine Schrift übernommen habe. Henning Schunk wendet sich in seiner philologisch-literaturwissenschaftlichen Untersuchung gegen eben diese Kompilationsthese und beleuchtet die Frage nach der Originalität der Schrift und damit verbunden nach dem Umgang Arrians mit seinen Quellen. Die Studie vergleicht dafür Arrians literarische Techniken im Paráplous der Indiké – wobei natürlich auch die Ekbolé immer wieder eine Rolle spielt – mit dem literarischen Charakter seiner Anabasis. Auf diese Weise kann gezeigt werden, dass auch der Paráplous eine literarische Komposition Arrians ist. Dabei interpretiert Schunk u.a. nach dem Prinzip des ,close reading‘, zeigt intertextuelle Bezüge auf, stellt Überlegungen zum Adressatenkreis und zur literarischen Gattung an und fragt nach der Autorenintention. Über das Herausarbeiten der nicht nur in der Anabasis, sondern auch in der Indiké enthaltenen Bezüge zu Herodot, Thukydides, Xenophon und Homer kann Schunk zudem aufzeigen, dass sich Arrian auch mit diesem Werk bewusst in historiographische Traditionen einordnet.
Aktualisiert: 2019-10-09
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Das deutsch-albanische Modusfeld als Übersetzungsproblem

Das deutsch-albanische Modusfeld als Übersetzungsproblem von Ismajli,  Blertë
Das Albanische ist, wie das Deutsche, eine indogermanische Sprache, die aber einen eigenen Zweig in der indogermanischen Sprachfamilie darstellt. Beide Sprachen verfügen über die Verbkategorie Modus, wobei das Albanische über mehr Modi verfügt als das Deutsche und damit ein breiteres Repertoire an Möglichkeiten zum Ausdruck der Sprecherhaltung durch das Verb bietet. Wie lassen sich die unterschiedlichen Modusformen des Albanischen im Deutschen wiedergeben? Inwieweit erfüllt der deutsche Konjunktiv diese Funktionen? Wo liegen die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Gebrauchstypen? Die kontrastive Untersuchung von Blertë Ismajli widmet sich erstmals ausführlich den Vermodi des Albanischen und des Deutschen. In einem theoretischen Teil werden die linguistische und sprachtypologische Konzeption von Modus und Modalität dargestellt. Im daran anschließenden sprachvergleichenden Teil wird auf die Modi in der deutschen und in der albanischen Sprache eingegangen. Durch die Festlegung der morphologischen Form als Kriterium für die Klassifikation der Verbformen wird die Zahl der nichtindikativischen und nichtimperativischen Modi des Albanischen auf drei reduziert: Admirativ, Konjunktiv und Optativ. Diese werden mit dem Konjunktiv I und Konjunktiv II des Deutschen verglichen.
Aktualisiert: 2019-10-09
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Imprimatur 26 (2019)

Imprimatur 26 (2019) von Schneider,  Ute
Seit 1937 gibt die Gesellschaft der Bibliophilen das 1930 begründete Jahrbuch Imprimatur heraus. In den meist reich illustrierten Beiträgen werden in großer thematischer Spannweite alle Bereiche vorgestellt, die die vielfältigen bibliophilen Interessen von Sammlern, Bücherfreunden und Buchliebhabern berühren. Historische Sammlungen, Probleme ihrer Erhaltung und Restaurierung finden ebenso Berücksichtigung wie aktuelle Tendenzen der Buchillustration, der Buchgestaltung oder des Bucheinbandes. Geistesgeschichtliche, buch- und kunsthistorische Themen werden durch die Vorstellung von einzelnen Typografen und Sammlerpersönlichkeiten ergänzt. Imprimatur erscheint im zweijährigem Rhythmus und richtet sich gleichermaßen an Antiquare, private Sammler, Buchhistoriker und Freunde der Buchkunst. Aus dem Inhalt (insgesamt 14 Beiträge): Hanna Lehner, 'Cut and Paste' in der Frühen Neuzeit – Aspekte von Geschichte, Materialität und Funktion des Klebebands Jan Lemitz, Die Lesezeichen-Sammlung in Rheinhausen Hanns-Peter Neuheuser-Christ, Makulatur und Konfessionspolemik. Zur Wiederverwendung eines zerschnittenen Andachtsbildes als Blattgreifer Dorothee Bores, »Zu gefühlsarm, zu ›mathematizistisch‹ für eine Frau«? Gisela Anderschs Arbeiten für das Buch Angela Reinthal, Franz Bleis Zeitschrift »Der Kleiderkasten« (1915) Hartmut Walravens, Das erotische Frühwerk von Franz Blei. Edition der Texte zur Bonbonnière Sabine Knopf, Schwere Zeiten für Alice – über frühe deutsche Ausgaben eines Kinderbuchklassikers
Aktualisiert: 2019-10-17
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KODEX 9 (2019): Materialität

KODEX 9 (2019): Materialität von Benne,  Christian, Spoerhase,  Carlos
Das Jahrbuch der Internationalen Buchwissenschaftlichen Gesellschaft erscheint seit 2011 und ist jedes Jahr einem besonderen Themenschwerpunkt gewidmet, wie zum Beispiel dem Strukturwandel in der Medienbranche, den Literaturpreisen oder der Autorschaft im Zeitalter der Digitalisierung. Ziel von Kodex ist es, den Buchwissenschaften und den benachbarten Disziplinen eine Veröffentlichungs- und Diskussionsplattform zu bieten und zugleich als Archiv für die Auseinandersetzung mit Themen, Methoden und Theorien, Handlungsfeldern und aktuellen Trends des Mediums Buch zur Verfügung zu stehen. Kodex greift aktuelle Themen und Fragen, Tendenzen und Probleme des Mediums Buch auf – insbesondere im Kontext des gegenwärtigen digitalen Medienwandels. Das Periodikum ist ebenso offen für Berichte und Überlegungen aus der Praxis, denn der Sprach- und Bildzeichenträger Buch wird hier in der ganzen Bandbreite seiner gestalterischen, wirtschaftlichen, rechtlichen und kulturellen Aspekte behandelt. Aus dem Inhalt (insgesamt 17 Beiträge): Petra Feuerstein-Herz, Seitenwechsel. Handschrift und Druck in durchschossenen Buchexemplaren der frühen Neuzeit Klaus Müller-Wille, Schattenaal. Zur Komplementarität von Blatt und Seite bei Hans Christian Andersen Philip Ajouri, Druckszenen. Zur Bedeutung der Buchformate von Werkausgaben kanonischer Dichter (ca. 1790 bis ‚um 1900‘) Laura Basten, Buchblock, Weblog. Überlegungen zu Materialität und Handhabung bei Raymond Federman Sarah Pines, Blätter aus dem George-Kreis Gabriele Wix, Lawrence Weiner, Notebooks Tabea Hecht, »Touch it, bring it, pay it, watch it, turn it, leave it, stop, format it«. Mediale Ausdifferenzierung und Materialität in der Editionswissenschaft am Beispiel der Berner Humboldt-Ausgabe
Aktualisiert: 2019-10-17
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