Rechtskommunikation und Barrierefreiheit

Rechtskommunikation und Barrierefreiheit von Rink,  Isabel
Barrierefreie Rechtskommunikation scheint ein Widerspruch in sich zu sein: Die juristische Fachsprache stellt hohe Anforderungen an das Verstehen. Leichte Sprache hingegen zielt auf maximale Verständlichkeit. Isabel Rink lotet die Möglichkeiten für erfolgreiche barrierefreie Rechtskommunikation aus. Sie zeigt, wie es gelingen kann, die einschlägigen Textsorten für alle zugänglich zu machen. Dabei nimmt sie ein Pilotprojekt des Niedersächsischen Justizministeriums in den Blick: „Leichte Sprache in der Niedersächsischen Justiz“. Sie zeigt, wie Texte der juristisch-administrativen Kommunikation gestaltet sein müssen, um für Menschen mit Wahrnehmungs- und Verstehenseinschränkungen wahrnehmbar, verständlich, akzeptabel und handlungsleitend zu sein, so dass auch Adressaten Zugang zum Rechtssystem erhalten, die bisher davon ausgeschlossen waren.
Aktualisiert: 2019-12-12
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Semiotische Effizienz interfachlicher Sprache-Bild-Textsorten

Semiotische Effizienz interfachlicher Sprache-Bild-Textsorten von Holste,  Alexander
Kommunikative Effizienz lässt sich mit Konventionen messen. Ausdruck solcher Konventionen sind neben sprachlichen Mitteln auch Bilder und Diagramme. In der Praxis der technischen Redaktion bezieht sich dies auf multimodale Textsorten mit fachsprachlichen Elementen, Fotografien, technischen Zeichnungen, verschiedenartigen Diagrammen u. ä. Am Beispiel der Textsorte Pflichtenheft zeigt Alexander Holste, wie ein interfachliches Team aus Ingenieuren, Juristen, Betriebswirten u. a. diese Konventionen aushandelt. Dabei treten die unterschiedlichen, fachlich begründeten Vorstellungen von den Textsortenkonventionen, v. a. in Bezug auf die Wahl der multi­modalen Ausdrucksmittel, deutlich zutage. Pflichtenhefte entstehen im Rahmen der Ausschreibung öffentlicher Aufträge von Behörden. Da solche Aufträge für die beteiligten Unternehmen ein wichtiges Arbeitsfeld darstellen, ist die effiziente Gestaltung der Pflichtenhefte betriebswirtschaftlich hochrelevant.
Aktualisiert: 2019-12-12
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Metaphysische Abenteuer: Transzendenz bei Friedrich Glauser

Metaphysische Abenteuer: Transzendenz bei Friedrich Glauser von Frenzel,  Charlott
In unserer säkularisierten Welt sind Wissenschafts- und Fortschrittsglaube scheinbar an die Stelle von Transzendenz und Spiritualität getreten. Dennoch ist die enge Verflechtung von Literatur und Religion evident, und zwar in Form von ethischen, anthropologischen und existenziellen Diskursen. „Wir wollen aus unserer Welt heraus“, lässt Friedrich Glauser (1896–1938) eine seiner Figuren sagen. Wenn die Grenzen der alltäglichen Endlichkeit zum Gefängnis werden, kommt das metaphysische Abenteuer einem Befreiungsschlag gleich, der den Wirklichkeitsbereich des wissenschaftlich Belegten und des technisch Machbaren zu überschreiten vermag. Charlott Frenzel zeigt, wie es Glauser u. a. in der schlichten Einkleidung des Kriminalromans eindrucksvoll gelingt wiederzugewinnen, was der modernen Welt abhandengekommen, ja zum Ärgernis geworden ist: den Bezug auf das Göttliche, auf Transzendenz.
Aktualisiert: 2019-12-13
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Im Namen des Pazifismus: Wassili W. Wereschtschagin und Bertha von Suttner

Im Namen des Pazifismus: Wassili W. Wereschtschagin und Bertha von Suttner von Belentschikow,  Walentin
Die Pazifismus-Bewegung des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts ist eng mit Bertha von Suttner (1843–1914) und Wassili Wassiljewitsch Wereschtschagin (1842–1904) verbunden. Walentin Belentschikow zeichnet ein umfassendes Bild beider Persönlichkeiten und stellt ihren Briefwechsel zu Fragen des Friedenskampfes vor. Im Spiegel der zeitgenössischen Presse beleuchtet er Wereschtschagins Ausstellungen in Europa, den Einfluss seiner Antikriegsbilder auf die öffentliche Meinung und die Haltung des Künstlers zu Kriegsdienstverweigerung und Friedensnobelpreis. Die vergleichende Gegenüberstellung der Reisen Suttners und Wereschtschagins in die USA, ihrer Eindrücke und des Presseechos sind ebenso interessant wie die Analyse von Suttners Erinnerungen an Wereschtschagin. Ausgewählte zeitgenössische Texte und Pressestimmen aus Russland und Deutschland runden den Band ab.
Aktualisiert: 2019-12-09
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Rhetorische Kompetenzen in der Fremdsprache Deutsch (DaF)

Rhetorische Kompetenzen in der Fremdsprache Deutsch (DaF) von Grzeszczakowska-Pawlikowska,  Beata
Rhetorische Kompetenz in einer Fremdsprache ist eine wichtige Voraussetzung für die erfolgreiche Teilnahme an der Hochschul­kommunikation im interkulturellen Kontext. Dazu gehört u. a. die Kompetenz, Wissen in Form eines mündlichen Vortrags überzeugend zu vermitteln. Wie das am besten gelingt, ist in diversen Rhetorik-­Ratgebern nachzulesen. Unerwähnt bleiben aber leider oft die ungewollten Wirkungen, die man als nichtmuttersprachliche(r) Vor­tragende(r) möglicherweise ebenfalls erzielt. Die vorliegende Studie mit polnischen DaF-Studentinnen zeigt Ursachen für solche unbeabsichtigten Sprechwirkungen auf. Im Fokus stehen dabei: • die Entstehung von Sprechwirkungen, • das Erzeugen von Verständlichkeit, • die Beurteilung der Redekompetenz polnischer DaF-Studentinnen sowie • die entsprechenden Behaltensleistungen bei deutschsprachigen Rezipienten.
Aktualisiert: 2019-12-09
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Getanzte Politik

Getanzte Politik von Fenböck,  Karin
Mit den Neuerungsbestrebungen im Bühnentanz des 18. Jahrhunderts werden primär die Namen Jean Georges Noverre und Gasparo Angiolini verbunden. Dabei hat der aus einer Theaterdynastie stammende Wiener Ballettmeister Franz Anton Hilverding (1710–1768) schon um die Mitte des 18. Jahrhunderts erste choreographische Gestaltungsversuche jenseits der barocken Formschemata gewagt. Möglich wurde das durch sein einzigartiges Arbeitsumfeld am Theater nächst der Burg bzw. am Kärntnertortheater, die vom beinahe allmächtigen Staatskanzler Wenzel Anton Kaunitz-Rietberg unterstützt und vom Wiener Hof finanziert wurden. Vor dem Hintergrund zeitgenössischer Diskurse zur Tanz- und Theatertheorie und der österreichischen Innen- und Außenpolitik jener Jahre beleuchtet Karin Fenböck erstmals Hilverdings innovative und praxisnahe Auseinandersetzung mit den Aufführungskonventionen des Bühnentanzes.
Aktualisiert: 2019-11-29
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Machtasymmetrien bei der literarischen Übersetzung

Machtasymmetrien bei der literarischen Übersetzung von Yilmaz,  Simge
Die Instrumentalisierung literarischer Übersetzungen für machtpolitische Zwecke ist kein neues Phänomen. Die Asymmetrie der Übersetzungsströme und Transferrichtungen von Übersetzungen verdeutlicht die hierarchische Struktur des globalen Literaturmarktes. Ein Beispiel dafür ist die türkische Literatur: 2005 hat sich die Stoßrichtung der türkischen Übersetzungsförderung umgekehrt – vom Inland ins Ausland. Ob der staatlich geförderte Literatur-, Kunst- und Kulturexport geeignet ist, die Zahl und Transferrichtung von Übersetzungen zwischen der Türkei und dem Ausland zu beeinflussen, und inwiefern die so unterstützten Texte einen anderen Platz auf dem Literaturmarkt einnehmen als nicht geförderte Werke, untersucht Simge Yılmaz im türkisch-deutschen Kontext. Dank qualitativer Feldforschung hat sie teils überraschende Erkenntnisse zu den Macht- und Dominanzverhältnissen bei – privat oder staatlich – initiierten bzw. geförderten Übersetzungen erlangt.
Aktualisiert: 2019-11-18
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Die Fachsprache der Geschichtswissenschaft

Die Fachsprache der Geschichtswissenschaft von Toscher,  Franziska
Eine umfängliche linguistische Analyse der Fachsprache der Geschichts­wissenschaft im Kontext der geisteswissenschaftlichen Fachsprachen ist seit Langem ein Desiderat. Das mag am Fehlen einer expliziten Fachterminologie für die Geschichtswissenschaft liegen sowie daran, dass die Geschichtsschreibung in ihrem Wesen zuweilen dem litera­rischen Schreiben nahesteht. Franziska Toschers Analyse des deutschen und des italienischen historiographischen Fachstils füllt diese Lücke. Bei der Untersuchung eines einschlägigen Korpus zur Zeitgeschichte liegt ihr Fokus auf der kontrastiven Betrachtung der beiden Sprachen, die sie durch eine eingehende translatologische Untersuchung untermauert. Die so gewonnenen Erkenntnisse zu Diskursorganisation, intersubjektiver Verfasserpositionierung und Anpassung fachstilistischer Elemente an die Erwartungen der Zielkultur sind wertvolle Impulse für die geisteswissenschaftliche Übersetzungspraxis und die fachsprachliche Translationsdidaktik.
Aktualisiert: 2019-12-15
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Germanistische Literaturwissenschaft nach der deutschen Einheit

Germanistische Literaturwissenschaft nach der deutschen Einheit von Stockinger,  Ludwig
In den frühen 1990er Jahren kamen viele Westdeutsche nach Ostdeutschland: als Aufbauhelfer, Karrieristen oder Glücksritter; in vielen Fällen wohl in Vermischung dieser Rollen. Ihre Absichten und ihr Handeln haben in den „Neuen Bundesländern“ tiefe Spuren hinter­lassen: in der Realität wie auch in den Erinnerungen von Ostdeutschen an gute und schlechte Erfahrungen „nach der Wende“, die bis heute das Urteil über dreißig Jahre „deutsche Einheit“ prägen. Ludwig Stockinger, 1994–2011 Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Leipzig, gehört zu dieser Gruppe. Sein Erfahrungsbericht vermittelt ein Bild der Zeit aus „Wessi“-­Perspektive: Er legt die biographischen Wurzeln seiner Sicht auf den ihm recht fremden Teil Deutschlands frei, beschreibt die Versuche des allmählichen Verstehens und erläutert und begründet seine daraus resultierenden Auffassungen von den – auch politischen – Aufgaben von Literaturwissenschaft, Hochschullehre und Selbstverwaltung in den „Neuen Bundesländern“. So entsteht nicht nur die lebendige Vorstellung einer „typischen Wessi-­Berufsbiografie“, sondern auch die eines spannenden Abschnitts der Wissenschafts- und Universitätsgeschichte im Osten Deutschlands. Vielleicht ist dieses Buch auch ein kleiner Beitrag zur Verbesserung der immer noch problembehafteten Verständigung zwischen Ost und West.
Aktualisiert: 2019-11-15
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Don Juan in der russischen Literatur

Don Juan in der russischen Literatur von Göbler,  Frank
Die hier vorgelegte Bestandsaufnahme zur Geschichte des Don-Juan-­Stoffes in der russischen Literatur untersucht über 40 Dramen, Gedichte, Vers- und Prosaerzählungen sowie einen Roman, die den Stoff in vielfältigster Weise verarbeiten. Die Spanne reicht von Puškins „kleiner Tragödie“ (1833) bis zu einem historischen Abenteuerroman aus dem Jahr 2010. Schwerpunkte bilden Gedichte und Dramen des Silbernen Zeitalters sowie die Dramatik der 1970er und 1980er Jahre. Das Buch erhält durch die Gliederung nach Einzeltexten bzw. kleinen Textgruppen einen handbuchartigen Charakter, im Bereich der Lyrik zudem den einer Anthologie, da alle Texte im Original und in dichte­rischer Übertragung dargeboten werden. Um Komparatisten den Zugang zu erleichtern, wurden alle Zitate übersetzt und zu Autoren und literaturgeschichtlichen Zusammenhängen einordnende Erläuterungen gegeben.
Aktualisiert: 2019-11-08
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