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Dublin und die Welt

Dublin und die Welt von Rathjen,  Friedhelm
James Joyce hat seine Heimatstadt Dublin früh verlassen, aber in seinen Büchern ist er doch immer dort geblieben. Im „Ulysses“ fungiert die vergleichsweise überschaubare Metropole an der Irischen See gleichsam als Spiegel der ganzen Welt, doch die Schauplätze und die Wege, die die Protagonisten gehen, bleiben dem lokalen Detail verhaftet und lassen sich deshalb heute noch an Ort und Stelle abwandern, wozu ein Beitrag dieses Büchleins eine genaue Anleitung bietet. In den Blick geraten aber auch die Joyceschen Versuche, in Triest als italienischer Journalist seine irische Heimat vorzustellen, und seine Abenteuer als Radtourist im wilden Westen Irlands. Die weiteren Beiträge stellen Joyce als Liebeslyriker vor, fragen nach der Sinnhaftigkeit biographischer Textinterpretationen und stellen unterschiedliche Möglichkeiten nachgeborener Schriftsteller, Künstler und Übersetzer vor, mit Joyce und seinen Texten umzugehen.
Aktualisiert: 2021-01-31
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Knotenpunkte

Knotenpunkte von Rathjen,  Friedhelm
Im Werk Arno Schmidts ist nicht alles mit allem verknüpft, aber doch vieles mit vielem, und wo der Autor etwas nicht verknüpft hat, besteht immer noch für uns Leserinnen und Leser die Möglichkeit, Verknüpfungen herzustellen, innerhalb der Texte, aber auch über die Textgrenzen hinaus. Die 13 Beiträge dieses Bandes bieten recht unterschiedliche Arten solcher Verknüpfungsmöglichkeiten. Das eigentlich Erstaunliche dabei ist, daß Knoten zwar ihrer Natur nach eigentlich dafür da sind, Dinge zu befestigen, daß aber die Knotenpunkte, die sich bei Schmidt finden lassen, dafür sorgen, daß die Texte in Bewegung sind und in Bewegung bleiben. Der Versuch, etwas zu fixieren, muß am Ende doch notwendigerweise immer wieder an seine Grenzen stoßen. Die Verknüpfungen, die in den Beiträgen dieses Buches erfolgen, bringen einige der üblichen Verdächtigen ins Spiel, namentlich Karl May und James Fenimore Cooper, Thorne Smith und den Reader’s Digest, Rudyard Kipling und Lewis Carroll, James Joyce und Sigmund Freud. Hinzu treten Namen, die üblicherweise jenseits des Schmidtschen Aufmerksamkeitshorizonts liegen, so der Komponist Andi Spicer und die Autorenkollegen Libuše Moníková, Håkan Anderson und Leonhard Hieronymi, die Schmidts Knotenarbeit fortführen über die Grenzen seines Werks hinaus. Sie tun damit das, was wir alle bei der Lektüre von Schmidts Texten tun dürfen, vielleicht sogar müssen. Schmidts Werk bleibt niemals allein.
Aktualisiert: 2021-01-31
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Arno-Schmidt-Chronik

Arno-Schmidt-Chronik von Rathjen,  Friedhelm
Arno Schmidts Werk ist nicht als monolithischer Block anzusehen, sondern unterliegt durchgängig einer sehr dynamischen Entwicklung, und zwar in inhaltlicher, formaler, sprachlicher und ästhetischer Hinsicht. Das bedeutet, daß kein Text Schmidts in irgendeiner Hinsicht die bloße Wiederholung eines vorherigen ist, denn stets nimmt Schmidt beim Schreiben neue Impulse auf und reagiert auf verschiedenste Einflüsse, und zwar oft recht unmittelbar, jedenfalls ohne großen Zeitverzug. Für die Einschätzung, Analyse und Interpretation Schmidtscher Texte heißt das, daß es sträflich wäre, zu ignorieren, an welchem Punkt der Entwicklung der jeweilige Text anzusiedeln ist, wann und unter welchen Umständen er entstand, was ihm vorausging und womit Schmidt sich in der entsprechenden Phase sonst beschäftigte. Vielfach schlagen sich zudem nicht nur werk-, sondern auch lebensbiographische Entwicklungen in den Texten nieder. Aus diesen Gründen ist es sinnvoll, Leben und Werk Arno Schmidts in Form einer detaillierten Chronik aufzubereiten. Ziel dieser Chronik ist es, möglichst alle zuvor nur verstreut greifbaren Fakten zur Entwicklung Schmidts und seines Werks, soweit sie eine Datierung erlauben, zu komprimieren und nach der Zeitleiste zu sortieren. Mit der Chronik wird Leserschaft und Forschung ein Referenznetz an die Hand gegeben, das es auch erlaubt, eigene Beobachtungen und Thesen leichter und schneller auf ihre Stimmigkeit hin zu überprüfen.
Aktualisiert: 2021-01-26
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Fischgesänge

Fischgesänge von Rathjen,  Friedhelm
Der isländische Nobelpreisträger Halldór Laxness zählt zu den genuinen Stimmen der Weltliteratur. Es ist eine Stimme, die vieler Tonlagen fähig ist – der verschmitzten Ironie ebenso wie der schalkischen Spöttelei, eines seltsam warmherzigen Sarkasmus wie auch eines kraftvollen Witzes. Halldór Laxness schrieb eine vollblütige, farbige Prosa ohne alle aufgesetzten Schnörkel oder biedermeierlichen Betulichkeiten, freilich getränkt in Poesie reinsten Wassers von der ersten bis zur letzten Zeile. Als ein Meister realistischer Erzählkunst gilt Laxness, und das nicht zu Unrecht – nur liegt dabei die Betonung auf Kunst, und die Realistik läßt sich nie aufs oberflächlich Faktische festnageln. Laxness hat es verstanden, seine Texte aus inneren Widersprüchen wachsen zu lassen. Zu schätzen wußte er die reiche isländische Sagaliteratur der Vergangenheit – aber gerade in jenen Romanen, in denen er auf deren überliefertes Formen- und Figurenrepertoire zurückgriff, krempelte er die Tradition schonungslos um. Archaische und moderne Erzählgesten verbinden sich zu Prosatonlagen, die robust und geschmeidig zugleich daherkommen. Der Band „Fischgesänge“ gibt zunächst einen Überblick über Leben und Werk von Laxness und stellt dann ausgewählte Roman in Einzelporträts vor.
Aktualisiert: 2021-01-25
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Der defekte Rest

Der defekte Rest von Rathjen,  Friedhelm
Arno Schmidts literarisches Werk ist randvoll mit Details seiner eigenen Lebensumstände, deshalb ist es bei der Schmidt-Lektüre durchaus immer wieder hilfreich, mit der Biographie des Autors vertraut zu sein. Die Beiträge des Bandes „Der defekte Rest“ stellen ausgewählte Episoden aus Schmidts außerliterarischer Existenz vor: Details des Lebens als Weltkriegssoldat an einem Fjord in Norwegen; eine sagenumwobene Tandemfahrt nach Hamburg zum Rowohlt-Verlag; schließlich den kuriosen Versuch, in einsamer Landschaft bei Lilienthal vor den Toren Bremens eine Küsterwohnung anzumieten, um sich lokale Anregung für ein Schreibprojekt zu holen. Weitere Beiträge nähern sich Schmidts Biographie über das Nachkriegstagebuch seiner Frau Alice sowie über Schmidts Briefwechsel mit Förderern und Kollegen.
Aktualisiert: 2021-01-26
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Mind Games

Mind Games von Rathjen,  Friedhelm
1968 rief Hans Magnus Enzensberger in der Zeitschrift Kursbuch bekanntlich den „Tod der Literatur“ aus; 1971 erinnerte sich Don McLean in seinem Song „American Pie“ an „the day the music died“, also den 3. Februar 1959, an dem Buddy Holly, Ritchie Valens und The Big Bopper bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kamen. Allerdings blieb Enzensberger nach 1968 noch für Jahrzehnte Hansdampf in allen literarischen Gassen; „American Pie“ wurde zum Megahit und half auf seine Weise, eine neue musikalische Entwicklung anzustoßen und zu verbreiten, das Singer-Songwriting. Es ist offensichtlich, daß weder die Literatur noch die populäre Musik totzukriegen ist, Sprach- und Tonkunst gleichermaßen verfügen über so etwas wie ewiges Leben, wobei dieses Leben mal mehr und auch mal weniger vital ist. Im Band „Mind Games“ finden sich Arbeiten unterschiedlichster Art versammelt, in denen die Musik im Vordergrund steht, ohne daß deshalb allerdings die Literatur ganz aus dem Spiel gelassen wird. Die Arbeiten sind in Gestus und Charakter sehr unterschiedlich, gemeinsam ist ihnen aber das Bemühen, hinter Fassaden zu schauen und über das Offensichtliche hinauszugelangen. Musik ist zum Genuß da, daran kommen hier keinerlei Zweifel auf, aber sie verweigert sich intellektueller Beschäftigung keineswegs, vielmehr läßt sich der Genuß durch jede Art von Beschäftigung, die über das bloße Hören hinausgeht, noch steigern und verfeinern.
Aktualisiert: 2021-01-07
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Aus dem Urschlamm

Aus dem Urschlamm von Rathjen,  Friedhelm
Die beiden in diesem Band versammelten Funkessays betreiben eine Art Litera­tur­geschichte des Oldenburgischen, nur geht es dabei gerade nicht um Heimatliteratur. Kein Heimatdichter war Rolf Dieter Brinkmann, sondern ein lei­den­schaftlich hassender Heimatloser, der jeden seiner Wohnorte in wüsten Schimpftiraden verewigte. Geboren 1940 im oldenburgi­schen Vechta, entfloh er dem norddeutschen Kleinstadtmief nach Essen, nach Köln, schließlich nach Rom, ohne sich jemals mit irgend­einem Teil der Welt versöhnen zu können. Seine Beat-Gedichte und Hörspiele, sein Roman "Keiner weiß mehr" und die Beschimpfungsorgien seines Buches "Rom, Blicke" machten Brinkmann zum Schreibhelden der Underground-Generation, konnten an seiner bitteren Armut freilich nichts ändern. Mit seinem Unfalltod in London im April 1975 wurde Brinkmann zum Kultautor. Der pointierte Dialog "Vechta, Blicke" zeichnet den Lebensweg eines Rebellen nach, der aus dem Oldenburgischen auszog, die Welt das Fürchten zu lehren. Aber da war er nicht der erste. Bereits 1876 wurde in Varel am Jadebusen, 75 Kilometer Luftlinie nördlich von Vechta, Brinkmanns Kollege Ferdinand Hardekopf geboren, auch er jemand, der allen Grund hatte, dem Urschlamm seiner Herkunft so früh wie möglich zu entfliehen. Seinen von Frustrationen geprägten Lebensweg zeich­net der erste Essay dieses Bändchens nach, "Der Expressionist vom Jadebusen".
Aktualisiert: 2021-01-04
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Mitten durchs Herz

Mitten durchs Herz von Rathjen,  Friedhelm
Es gibt so etwas wie literarische Urzeugung, also Texte, die gewissermaßen aus dem Nichts heraus entstehen, aber es gibt auch Texte, die ihr Leben schmarotzerhaft aus etwas gewinnen, das schon vor ihnen vorhanden war. Bei diesem zweiten Typus handelt es sich um Deduktionstexte, sie leiten sich von Prätexten ab: in Sprache, Inhalt, Methode oder wie auch immer. Solche Deduktionstexte aus den Jahren 1981 bis 2005 versammelt der Band „Mitten durchs Herz“. Die Prätexte, auf die sie aufsatteln, sind vielfach literarischer Natur, stammen etwa von James Joyce, Samuel Beckett, Arno Schmidt, aber es ist auch literaturfernes Textmaterial darunter, beispielsweise Straßenbeschilderungen, Computerprogramme, Landkartenbeschriftungen, Wörterbücher, amtliche Fragebogen oder Reiseprospekte, und selbst Klanggebilde musikalischer oder außermusikalischer Art finden als Prätexte Verwendung. Die Ausgabe ist limitiert auf 79 numerierte und vom Autor signierte Exemplare.
Aktualisiert: 2020-09-14
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Mamalujo

Mamalujo von Joyce,  James, Rathjen,  Friedhelm
"Finnegans Wake", das nach langer und mühseliger Arbeit 1939 komplett erschienene Spätwerk von James Joyce, gilt gemeinhin als das schwierigste und unzugänglichste Buch der Weltliteratur, eine Charakterisierung, der schwer zu widersprechen ist. Es wäre aber grundverkehrt, sich dadurch vorschnell abschrecken zu lassen - mit ein wenig Offenheit und sprachlicher Abenteuerlust läßt sich durchaus genußvoll von diesem Großwerk kosten. Als in sich relativ geschlossene Kostprobe präsentiert der vorliegende Band im englischen Original und deutscher Übersetzung das Kapitel "Mamalujo", das erste, das Joyce (als Versuchsballon) schon 1924 in einer frühen Fassung veröffentlichte. Eigentlich ist es eine Kombination zweier Erzählskizzen; es handelt sich einmal um eine Variation des Sagenstoffs um Tristan und Isolde, zum anderen um einen Text über vier alte Männer, die zeitweilig für die vier Evangelisten stehen, deren Namen abgekürzt das Titelwort "Mamalujo" ergeben. Hier geht also auf kunstvolle Weise einiges durcheinander, oder anders gesagt: es wird (wie überall in "Finnegans Wake") stets mehrerlei gleichzeitig erzählt. Diese stoffliche, sprachliche und auditive Gleichzeitigkeit gehört zum speziellen Reiz der Textur, erschwert aber auch die Lektüre; um diese Erschwernis mit einer Erleichterung zu kontern, wurde die deutsche Fassung für diesen Band dergestalt als Hörtext aufbereitet, daß der Fließtext des Originals auf unterschiedliche Stimmen aufgeteilt wurde. Man mache die Probe aufs Exempel, tue sich zu dreizehnt zusammen und lese den Text mit verteilten Rollen, gern auch in szenischer Übertreibung - jede Wette, daß da etwas lebendig wird!
Aktualisiert: 2020-08-10
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