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»Ich schreib für Dich und jedes Wort aus Liebe«

»Ich schreib für Dich und jedes Wort aus Liebe« von Aichinger,  Helga, Aichinger,  Ilse, Herweg,  Nikola, Michie,  Helga
Am 4. Juli 1939 kann Helga Aichinger 17-jährig mit einem der letzten Kindertransporte nach England emigrieren, ihre Zwillingsschwester Ilse und ihre jüdischen Verwandten bleiben in Wien zurück. Am Tag der Trennung scheint die baldige Wiedervereinigung der Zwillinge nur noch eine Frage der Zeit zu sein, doch aufgrund des Kriegsausbruchs vergehen mehr als acht Jahre bis zum Wiedersehen in London. Der während der Jahre der Trennung geführte Briefwechsel ist ein berührendes Zeugnis der Hoffnungen und des Leids der einander vermissenden Zwillinge. Helga Aichingers Briefe aus den ersten Monaten bieten ein lebendiges Bild des Schicksals einer Jugendlichen im Exil. Von Ilse Aichinger erfährt man vor allem in den Nachkriegsbriefen viel über ihre Arbeit am Roman "Die größere Hoffnung", spürt aber auch am Ton der Briefe selbst, wie sie sich zur Schriftstellerin entwickelt. Die wenigen, kurzen Mitteilungen von maximal 25 Wörtern, die während des Krieges durch das Rote Kreuz übermittelt wurden, zeigen eindringlich, was Krieg und Vertreibung für Familien bedeuten. Die Briefedition enthält nebst den erhaltenen Briefen auch jene Texte, die Ilse Aichinger den Schreiben beilegte: frühe Gedichte, Prosa­ sowie zwei Vorarbeiten zum Roman "Die größere Hoffnung". Briefe und Karten werden zum Teil auch als Abbildungen präsentiert, ebenso die kleinen Zeichnungen von Helga Aichinger, die später unter dem Namen Helga Michie als Graphikerin und Malerin bekannt wurde. Herausgegeben, kommentiert und mit einem ausführlichen Nachwort versehen wird der Briefwechsel von Nikola Herweg, Leiterin des "Helen und Kurt Wolff-Archivs" für Exilliteratur im Deutschen Literaturarchiv Marbach.
Aktualisiert: 2021-01-07
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Schlüssel zum Offenen

Schlüssel zum Offenen von Kreidl,  Margret
Spiel und Regel gehören für Margret Kreidl zusammen, gerade im Gedicht. Sie verwendet in "Schlüssel zum Offenen" das ­G-E-D-I-C-H-T buchstäblich, als Codewort für ihre sieben­zeiligen Ge­dichte. Mit dieser strengen Vorgabe macht sie die Möglichkeiten des lyrischen Sprechens sichtbar: freie Verse, Reime, Listen, Zeilen­sprung. Die Autorin verortet ihr Schreiben in der Zeit, in der Auseinandersetzung mit einer Gesellschaft, deren Krise sich in der Sprache spiegelt. Sie versteht das Gedicht immer auch als ­Dialog mit anderen, mit Literatur, Kunst und ­Medien. So kommen Anne Carson und Candy Crash zusammen, Live-Ticker und Märchenmotive, Tendenzbären und Trolle, Wanderkrapfen, der Hinkjambus und das türkische Wort "haymatloz". Die Lust am Wort und die assoziative Bildkraft dieser Ge­dichte beflügeln nicht nur unsere Phantasie, sondern schärfen zugleich das Bewusstsein. Mit ihren GEDICHT-Gedichten nimmt Margret Kreidl das Spiel mit dem Akrostichon auf und reflektiert seine Form in einer Serie von 107 Leistengedichten, die zeigen, wie produktiv Selbstbeschränkung für unsere Gegenwart ist, für das Gedicht.
Aktualisiert: 2021-01-07
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Herr Kraus und die Politik

Herr Kraus und die Politik von Caiano,  Rachel, Kegler,  Michael, Tavares,  Gonçalo M.
Mit seinem zehnbändigen Zyklus »Das Viertel« hat Gonçalo M. Tavares ein einzigartiges Werk in Form eines literarischen Chiado erschaffen, den er sukzessive mit illustren Persönlichkeiten bevölkert hat; wir machten bisher die Bekanntschaft mit den Herren Brecht, Valéry, Juarroz und Henri. Jeder von ihnen ist Bewohner eines eigenen kleinen Buches. Im fünften Band betritt nun ein gewisser Herr Kraus die Szenerie, genauer gesagt, die Redaktionsstube: ein heutiges Double des kakanischen Karl Kraus als Zeitungsredakteur, der erkannt hat, dass »die einzig objektive Form, sich zu Politik zu äußern, die Satire« ist. Und so schreibt Herr Kraus seine Kolumnen und versieht die strapazierten Schlagworte und Gemeinplätze der politischen Sprache mit beißendem Spott.
Aktualisiert: 2021-01-07
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Almost

Almost von Czaja,  Wojciech, Soucek,  Anna, Stuiber,  Peter
Was macht ein Reisender, wenn er nicht reisen kann? Er reist trotzdem. Wojciech Czaja setzte sich im Corona-Lockdown im Frühjahr 2020 aus Frust auf die Vespa und begann, seine Heimatstadt Wien zu erkunden. Er fuhr in versteckte Gassen, unbekannte Grätzel und fernab liegende Adressen am Rande der Stadt – und fand auf diese Weise unzählige Orte, die ihn an fremde Städte und internationale Metropolen erinnerten: Havanna am Praterstern, Paris in der Barnabitengasse, New York in der Grinzinger Straße, Konstantinopel im Böhmischen Prater und sogar Atlantis, nur einen Steinwurf vom Schloss Schönbrunn entfernt. Zum Beweis machte er Schnappschüsse mit dem Smartphone. Die fotografische Erzählung "Almost" ist Ausdruck von Fernweh und Sehnsucht nach der Fremde. Und es ist die überraschende empirische Erkenntnis, dass dieser Hunger manchmal in einem Radius von zehn Kilometern gestillt werden kann.
Aktualisiert: 2021-01-18
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kommen sehen

kommen sehen von Utler,  Anja
»kommen sehen« ist ein poetischer Monolog aus der Zukunft. Eine alte Frau spricht zu ihrer Tochter im Versuch, ihr etwas Wichtiges zu hinterlassen – ein Bild davon, wie eine bereits ferne ökologische Katastrophe namens »drei Jahre Sommer« nicht nur die physische Welt, sondern auch das Denken, die gängigen Erklärungsmuster und die Fantasie verändert hat, davon, wie sie selbst, aber auch die Gesellschaft mit ihren Ängsten und Sehnsüchten ringen, sowie mit der Anpassung an die veränderten Bedingungen. Mittels einer wilden Sprachmischung aus mythologischen Versatzstücken, technisch-wissenschaftlichem Vokabular, Floskeln politischer Propaganda und mündlicher Alltagssprache versucht sie das Geschehene zu fassen: entwirft, verneint, setzt wieder neu an, bis ihr letztlich gelingt, zumindest eine sie bedrückende Sache zu klären. Anja Utlers ebenso eindringlicher wie verstörender Blick auf eine junge postapokalyptische Gesellschaft in einer radikal, bis in die Fortpflanzungsbedingungen hinein veränderten Welt wirft zugleich die drängende und entscheidende Frage auf: Wie war das? Was hatte man kommen sehen können, was nicht? Und vor allem: Wieso konnte man auf das, was kam, nicht angemessen reagieren?
Aktualisiert: 2020-12-10
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Requiem

Requiem von Senser,  Armin
Die Nachricht vom Tod der Mutter kommt per E-Mail. Allerdings kommt sie nicht unerwartet, da die Mutter schon länger krank war, aber trotzdem ist es eine Nachricht, die alles auf einmal verändert, die Mutter lebt nicht mehr, nur noch in der Erinnerung ist sie da. In seinem neuen Buch »Requiem« geht Armin Senser diesen Erinnerungsspuren nach: dem einfachen, unspektakulären Leben seiner Mutter, die 1940 als Kriegskind aus Deutschland in die Schweiz kam, später Arbeit fand, heiratete und blieb. Immer wieder tauchen auch ungeklärte Fragen auf: Warum kennt er nur vier der neun Geschwister der Mutter? Woher kamen die vielen Tränen in ihrem Gesicht? War die Mutter glücklich oder zumindest manchmal zufrieden? Und warum weiß er so vieles aus ihrem Leben nicht, wieso wurde nie danach gefragt? Begleitet wird diese Auseinandersetzung von einem zweiten Erzählstrang, dem Nachdenken über den Tod, das Leid, die Trauer, das Ausbleiben von Trauer und das Erinnern. Amin Sensers »Requiem« ist ein unsentimentales Erinnerungsbuch an eine unauffällige Frau: die Mutter, die schon immer da war, und die man trotzdem so wenig kannte.
Aktualisiert: 2020-12-10
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Zwischen zwei Leeren

Zwischen zwei Leeren von Haugová,  Mila, Utler,  Anja
Erfüllung, Schmerz und Sehnsucht sind in Mila Haugovás Poesie untrennbar miteinander verstrickt. In »Zwischen zwei Leeren« konzentriert sich Haugová ganz auf ihre nächste Umgebung: den abendlichen Gang durch den Garten, das Zusammensein mit den Enkelinnen, die intime Zwiesprache mit dem eigenen Körper und jene mit dem abwesenden Geliebten. Die geistige und spirituelle Bewegung dieser Gedichte entspringt der präzisen Wahrnehmung, der körperlichen Durchdringung der eigenen Welt mit allen Sinnen. Sie kennt aber auch die Echokammern der Traumbilder und die der Wissenschaft. So rücken beim Schreiben am eigenen, unerbittlich fortschreitenden Lebensverlauf auch die großen evolutionären Linien in den Blick. Die Entstehung des Lebens auf der Erde und die genaue Beobachtung des eigenen Gartens bespiegeln sich ebenso wie die Entwicklung menschlicher Zivilisationen und der eigenen Familie. Mit Bedacht und klarem Blick nähert sich Mila Haugová in den verschiedenen Zyklen des Buchs dem unbegreiflichen Aufflackern des eigenen Lebens, dessen Bedingtheit sich in jedem noch so kleinen Moment zeigt, wie auch in den großen, weit über unser Leben hinausreichenden Zusammenhängen.
Aktualisiert: 2020-12-28
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Herr Juarroz und das Denken

Herr Juarroz und das Denken von Caiano,  Rachel, Kegler,  Michael, Tavares,  Gonçalo M.
Herr Juarroz ist ein Eigenbrötler, ein notorischer Theoretiker, dem das praktische Leben zu schaffen macht. Da die Wirklichkeit für ihn eine verdrießliche Angelegenheit ist, hört er nur auf zu denken, wenn es unbedingt sein muss. Zum Glück ist da noch die Frau von Herrn Juarroz, die größeres Unheil abzuwenden weiß. Mit seinem zehnbändigen Zyklus »Das Viertel« hat Gonçalo M. Tavares ein einzigartiges Werk in Form eines literarischen Chiado erschaffen, den er mit illustren Herrschaften bevölkert hat. Nach »Herr Valéry und die Logik«, »Herr Henri und die Enzyklopädie« und »Herr Brecht und der Erfolg«, die im Frühjahr 2020 in der Edition Korrespondenzen erschienen, betritt nun ein gewisser Herr Juarroz die Szenerie.
Aktualisiert: 2020-12-28
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Herr Henri und die Enzyklopädie

Herr Henri und die Enzyklopädie von Caiano,  Rachel, Kegler,  Michael, Tavares,  Gonçalo M.
Herr Henri ist ein Redner. Er hat zwei große Lieben: Absinth und Enzyklopädien. Solange das Absinth-Trinken anhält, schwadroniert er über die verschiedensten enzyklopädischen Themen. Seine Mitteilungen scheinen die Gesprächspartner nicht zu interessieren, doch das ist kein ausreichender Grund für Herrn Henri, den Mund zu halten. Mit zunehmender Dauer entfaltet der Absinth seine Wirkung. »Herr Henri sagte: Wenn einer Absinth mit der Wirklichkeit mischt, kommt eine bessere Wirklichkeit dabei heraus … Aber sicher ist auch, dass, wenn jemand Absinth mit der Wirklichkeit mischt, der Absinth schlechter wird … Früh schon habe ich die wichtigsten Entscheidungen getroffen, die es im Leben zu treffen gilt – sagte Herr Henri … Ich habe nie den Absinth mit Wirklichkeit vermischt, um die Qualität des Absinths nicht zu mindern.« Gleichzeitig mit »Herr Henri und die Enzyklopädie« erscheinen in der Edition Korrespondenzen auch »Herr Brecht und der Erfolg« sowie »Herr Valéry und die Logik«. In jedem der kommenden Halbjahre wird der Verlag einen weiteren Band aus dem zehnteiligen Zyklus »Das Viertel« von Gonçalo M. Tavares präsentieren.
Aktualisiert: 2020-12-28
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Herr Valéry und die Logik

Herr Valéry und die Logik von Caiano,  Rachel, Kegler,  Michael, Tavares,  Gonçalo M.
Im »Viertel« von Gonçalo M. Tavares lebt ein gewisser Herr Valéry, der immer ein Buch mit sich trägt, das er zugleich als Brieftasche verwendet, weil er Literatur und Geld nicht trennen mag. Wer Herrn Valéry am Kaffeehaustisch sitzen sieht, wie er sein Buch mit beiden Händen fest umklammert, vermag nicht zu sagen, ob seine verkrampften Arme Ausdruck von kleinlichem Geiz sind oder von tiefer Zuneigung zur Literatur. In 25 Geschichten zeichnet Tavares das Porträt eines Mannes, der sich mithilfe der Logik mehr oder weniger erfolgreich an seine Umgebung anzupassen versucht. Ein Unterfangen, das zeigt, wie dünn die Grenze zwischen Vernunft und Wahnsinn ist. Gleichzeitig mit »Herr Valéry und die Logik« erscheinen in der Edition Korrespondenzen auch »Herr Brecht und der Erfolg« sowie »Herr Henri und die Enzyklopädie«. In jedem der kommenden Halbjahre wird der Verlag einen weiteren Band aus dem zehnteiligen Zyklus »Das Viertel« von Gonçalo M. Tavares präsentieren.
Aktualisiert: 2020-12-28
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