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Farbband und Randfigur

Farbband und Randfigur von Rakusa,  Ilma
'Ich halte es in der heutigen Zeit für ein wunderbares und notwendiges Privileg, sich mit Literatur zu beschäftigen. Literatur ist ein Medium der Geduld, der geschärften Wahrnehmung ('wie zum ersten Mal'), der Schönheit, die ich schwebende Vieldeutigkeit genannt habe. Und sie leistet das Paradox, glücklich zu machen, auch wenn sie von Unglück spricht.' (Ilma Rakusa) In sechs Kapiteln spricht Ilma Rakusa von einigen Verfahrensweisen, mit deren Hilfe Literatur entsteht, von Formen, Strukturen und Prinzipien ihrer Herstellbarkeit, sie spricht von Texten, die diese Techniken in Dichtung verwandeln, und sie stellt einige ihrer Lieblingsautoren mit dem geschärften Blick einer Schreibenden vor. An Gertrude Stein und Samuel Beckett, Ossip Mandelstam und Velimir Chlebnikov, an Inger Christensen und Danilo Kis zeigt sie vor, was gemeinhin bereits wieder vergessen oder übersehen zu werden droht: Nicht der Stoff, die Sprache ist das Abenteuer, das Unwägbare.
Aktualisiert: 2020-02-03
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Ilse Aichinger

Ilse Aichinger von Bartsch,  Kurt, Frey,  Eleonore, Hoffer,  Klaus, Melzer,  Gerhard
Beiträge zu Leben, Werk und Rezeption. Dazu kommen aktuelle Analysen, Kritiken und Essays zu zentralen Aspekten des Werkes sowie eine vollständige Bibliografie. Die Beiträge: Brita Steinwendtner: Ein paar Fragen in Briefen – Gespräch mit I. A. Dagmar C. G. Lorenz: Männlichkeits- und Weiblichkeitskonstruktionen bei I. A. Eleonore Frey: I. A.: ihr Spielraum Neva Šlibar: "Definieren grenzt an Unterhöhlen". Ambiguisierte Paradoxie in I. A.s Gedichten. (Zdenko Škreb zugeeignet in dankbarem Gedenken) Klaus Hoffer: Der Beginn der Aktion (für I. A.) Rainer Schönhaar: Der Erzählwelt Schweigen abfordern. I. A.s Prosaminiaturen seit dem Band Eliza Eliza Brita Steinwendtner: Sammle den Untergang. Zu I. A.s Kurzprosaband Schlechte Wörter Heinz F. Schafroth: Diese Meisterin der Wortwörtlichkeit. Zu einem "neuen" Text von I. A. Richard Reichensberger: Orte. Zur Biographie einer Familie Ingrid Gomboz: Bibliographie I. A.
Aktualisiert: 2020-02-03
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Schnittstellen

Schnittstellen von Frey,  Eleonore
Eleonore Freys Erzählung bewegt sich entlang verschiedener 'Schnittstellen': sogenannte Normale und sozusagen Verrückte kommen gleichermaßen zu Wort; die Gegenwart wird zunehmend brüchig, und aus den Rissen quillt Vergangenheit hervor. Die Figuren suchen im Strom der von allen Seiten auf sie einredenden und aus ihnen heraussprechenden Stimmen ihre eigene.
Aktualisiert: 2020-02-14
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Schamanenbaum

Schamanenbaum von Frischmuth,  Barbara, Melzer,  Gerhard
Geschichten erfinden, erzählen und niederschreiben, das hat Barbara Frischmuth schon als Schülerin im Gmundner Schwesterninternat mit Begeisterung betrieben. Doch bevor sie zur großen Erzählerin heranreifte, übte sie sich in einer Disziplin, die danach kaum mehr eine Rolle spielte in ihrem Werk. Es entstanden Gedichte, und die Entstehungszeit dieser Texte (1959–1966) ist nahezu identisch mit der Lebenszeit, die Barbara Frischmuth in Graz verbrachte. Sie habe damals nach Menschen gesucht, die wie sie das Schreiben oder die Literatur im Sinn hatten. Und obwohl Graz im Rückblick 'die Stadt der größten Einsamkeit' geblieben ist, fand sie diese Menschen – zunächst im Umfeld der Zeitschrift ›Reflexe‹, später im Bannkreis des Forum Stadtpark und der Zeitschrift ›manuskripte‹: Es war die eigentliche Inkubationszeit der Schriftstellerin Barbara Frischmuth. Die Gedichte zeugen davon. Sie enthalten im Keim viele Themen und Motive, die Frischmuth nach und nach erzählerisch entfaltet hat, und lassen sich aus heutiger Sicht als frühes Konzentrat ihres Lebenswerkes lesen. Frischmuths Lyrik ist bislang nur verstreut publiziert worden. Der vorliegende Band stellt diese Facette ihres Schaffens erstmals in Buchform vor, mit vielen Gedichten, die bisher überhaupt noch nicht veröffentlicht wurden.
Aktualisiert: 2020-01-28
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Was war

Was war von Kronenberg,  Yorck
Ein Sommer am Atlantik, in dem eine Kindheit der 70er Jahre wieder lebendig wird: Ein einsamer Urlaub in einem französischen Fischerdorf am Atlantik. Ein Mann beobachtet, was um ihn herum vorgeht, und wird allmählich Teil der Geschehnisse – obwohl er eigentlich Trauerarbeit leistet: das Dorf war vor Jahren schon eine Durchgangsstation auf einer Reise mit seiner Frau. Jetzt ist sie nicht mehr dabei. Unter den Erinnerungen an den Sommer damals kommt aber eine ganz andere Geschichte an die Oberfläche: die 70er Jahre in einem Hochhaus einer deutschen Stadt, das Aufwachsen bei der Großmutter, eine Kindheit, die weitgehend frei ist von Katastrophen, aber die Angst vor dem Absturz, vor dem Ungewissen, vor dem sozialen Ausschluss nur allzu gut kennt. Yorck Kronenberg deckt unter einem an der Oberfläche unbeschädigten Leben in spannenden Bildern und beklemmenden Schlüsselszenen die lauernden Abgründe auf. Während sein deutscher Urlauber sich selbst als 9-Jährigen und dazu auch die Geschichte seiner Familie aus der Vergangenheit holt, begegnet ihm am Atlantikstrand ein anderer kleiner Junge; die Schrecken von damals beginnen sich zu wiederholen …
Aktualisiert: 2020-01-23
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Die algerische Verblendung

Die algerische Verblendung von Pohl,  Ronald
Der Algerienfranzose Meursault aus Camus’ Roman "Der Fremde" ist in Ronald Pohls Roman ein Handlungsreisender mitten im algerischen Unabhängigkeitskrieg der frühen 60er Jahre. Seine Wege durch Algier und in die Berge der Kabylei sind ein wahrer Alptraum: die Kolonialgesellschaft zeigt sich von ihrer schlimmsten Seite, die Lächerlichkeit und Verkommenheit der Szenerie ist kaum noch zu überbieten. Mitten in Dreck und Getümmel kommt Meursault hinter das Geheimnis seiner Herkunft. Wie eine Schmutzflut ergießt sich die Prosa Ronald Pohls kaskadenartig über die Seiten. Eine entfesselte Metaphernmaschine scheint hier am Werk zu sein, die sich über jede politische Korrektheit hinwegsetzt und mit ihren immens gespannten Sätzen die Welt als Wucherung vorführt – oder auch als Verdauungsvorgang. Die Bilder treiben einander an, übertreffen einander, und wie in einem barocken Welttheater verweist diese Beschreibungsfülle auf eine im Kern leere, unmenschliche Welt. Der grimmige Humor der Szenen beschwört das Erbe von Heimito von Doderer herauf und hat wenig mit Albert Camus‘ Existenzialismus gemein. Was in diesem Roman mit einem der berühmtesten Helden der Literatur des 20. Jhds geschieht, ist buchstäblich atemberaubend: das Absurde, in das Meursault 1942 eintauchte, hat 2007 ein anderes, ein dezidiert politisches Gesicht bekommen!
Aktualisiert: 2020-01-24
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Langsamer!

Langsamer! von Rakusa,  Ilma
Ilma Rakusa ist den Lesern und den Literaturmenschen lange schon bekannt nicht nur als raffinierte Autorin, sondern auch als eine leidenschaftliche Leserin, die aus dem Rückzug in die Lektüre mit bereichernden Funden und Entdeckungen wieder in die publizistische Öffentlichkeit tritt (und hier auf wunderbare Weise über das Gelesene zu berichten weiß). Kein Wunder also, dass ihr das Lesen als eine der Hauptfiguren des Widerstandes gilt gegen das Diktat des ökonomisch argumentierenden Zeitgeistes; das Lesen, das – trotz immer wieder praktizierter Formen des ›schnellen‹, ›rasanten‹ Stils – als einzige Kunstform auf der Verweigerung von Tempo, Eile, Geschwindigkeit beharrt. In diesem programmatischen Essay werden noch einmal alle Formen der Beschleunigung und mehr noch alle Kritiker von Mobilität und Tempo – von Goethe bis Virilio – aufgezählt; mit lustvoller Heftigkeit widmet sich Ilma Rakusa dem Tempo in Arbeitswelt und Kommunikation, in Tourismus und Entertainment, und fragt sich schließlich: 'Wieviel Geschwindigkeit verkraften wir?' Das Auftauchen von Bewegungen wie slow food oder slow-cities, die wachsende Popularität von langsamen Reiseformen wie dem Wandern gibt zu denken: 'Es geht um ein Gegenprogramm zu Zeitmanagement, Zapping, Eventrausch und Trendhektik. Um ein Innehalten, hier und jetzt.'
Aktualisiert: 2020-01-27
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Das windschiefe Tor

Das windschiefe Tor von Grögerová,  Bohumila, Rothmeier,  Christa
In einer alten Kiste entdeckt die Erzählerin Briefe und Tagebuchaufzeichnungen: die Notizen ihres Vaters, der 1918 als Soldat in Sibirien das Ende des Ersten Weltkriegs erlebt und erst 1920, über Wladiwostok, Singapur, Suez und Triest wieder nach Prag heimkehrt – 1921 kommt Bohumila auf die Welt. Und gegenläufig zur Bewegung dieses väterlichen Tagebuches nähert sich die Erzählerin selber ihren Ursprüngen, mit Erinnerungen, Impressionen, Bildern aus fast einem ganzen Jahrhundert. Wer sich nun welthistorische Memoirenliteratur erwartet, liegt falsch. Grögerovás Prosa bewährt sich in der Organisation der zahllosen kleinen Erzählsplitter, in der völlig unsentimentalen Sinnlichkeit der ›kleinen Dinge‹ des privaten Lebens: die vielen Wohnungen im Lauf eines Lebens, die nachbarschaftlichen Verhältnisse und Schicksale, die Wochenenden und Besuche, die innige Verbundenheit mit dem im Buch nur als 'Du' anwesenden Lebens- und Arbeitsgefährten. Einen großen Raum nehmen dabei alle Aspekte von Verfall, Baufälligkeit und Alter ein, egal ob bei Häusern, Wohnungen oder Körpern. Leitmotivisch wird der Eintritt in das Reich der Erinnerungen und des Schreibens durch ein schief in den Angeln hängendes Gartentor beschworen und damit der beschränkten Funktionstüchtigkeit ein wichtiger, produktiver Ort zugewiesen. Die große experimentelle Autorin hat nicht nur ein kluges Buch über Biographie und die Herstellung von Identität geschrieben, sondern auch eines der seltenen Werke, in denen mutig dem Wesen des Alters nachgespürt wird.
Aktualisiert: 2020-01-28
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Das Weib ist ein Nichts

Das Weib ist ein Nichts von Fraisl,  Bettina, Hartwig,  Mela
Hinter dem provokanten Titel, der den Tagebüchern Friedrich Hebbels entnommen ist und die rückschrittlichsten Theorien etwa Otto Weiningers zu unterstreichen scheint, verbirgt sich ein eigentümlicher, fiebriger Roman: Bibiana geht durch die Hände verschiedener Männer, die sie jeweils völlig neu formen, die ihr eine vollständig andere Identität verleihen, vom Namen bis zu ihrem Auftreten. In vollkommener Passivität nimmt sie diese unterschiedlichen Schicksale an, lässt sie diese Einschreibungen über sich ergehen. Krass wie in einem Kolportageroman sind diese Existenzen: sie ist nacheinander das Werkzeug eines Hochstaplers, die Muse eines armen Komponisten, die Geliebte eines reichen Geschäftsmannes und die Gefährtin eines sozialistischen Arbeiterführers, und in dieser letzten Rolle erleidet sie dann einen sinnlosen Tod auf den Barrikaden. Der Roman verstört. Bald nach Erscheinen schon zur Verfilmung vorgesehen (mit Greta Garbo in der Hauptrolle), rief er sehr bald kritische Stimmen hervor, die ihn auf der Folie des damaligen Emanzipationsstandes gelesen sehen wollten. Seine Kraft zeigt dieser noch ganz im expressionistischen Gestus geschriebene Roman gerade auch darin, wie fruchtbar er für die zeitgenössische Theoriediskussion zur Gender-Frage noch immer ist.
Aktualisiert: 2022-05-04
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Wie man einen Roman macht

Wie man einen Roman macht von Pfeiffer,  Erna, Unamuno,  Miguel de
Die Entstehungsgeschichte dieses postmodern anmutenden Textes ist einigermaßen komplex: Der 61jährige Miguel de Unamuno schrieb 1925 im selbstgewählten Exil in Paris eine Erzählung namens Wie man einen Roman macht, die er aber wegen der herrschenden Militärzensur nicht in Spanien veröffentlichen wollte, sondern 1926 in der Übersetzung von Jean Cassou in der Zeitschrift ›Mercure de France‹ publizierte, eingeleitet von einem Unamuno-Portrait aus der Feder Cassous. Zwei Jahre später denkt er doch an eine spanische Ausgabe (die dann auch 1927 erscheint, allerdings in Argentinien), die nun allerdings mehrfach gebrochen ist: mehr als die Hälfte des Buches besteht aus einem neuen Vorwort, dem erwähnten Portrait Unamunos und seinem Kommentar zu diesem Portrait, und der Text selbst ist nicht die Originalfassung, sondern Unamunos Rückübersetzung der französischen Fassung. Der ursprüngliche Essay aus den bitteren Jahren der Verbannung wird so zu einer einzigartigen Mischform aus Autobiografie, Tagebuch, Dialog und Reflexion über das Wesen von Literatur und realer Biografie.
Aktualisiert: 2020-01-28
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