Eine zufällige Begegnung in Venedig

Eine zufällige Begegnung in Venedig von Milios,  Jannis
Jannis Milios’ Buch ist zweierlei: Eine historische Studie über die Ursprünge des Kapitalismus und eine theoretische Abhandlung über den Kapitalismus. Gestützt auf die marxsche Wert- und Geldtheorie setzt sich der Athener Ökonomieprofessor kritisch mit marxistischen und nichtmarxistischen Erklärungsansätzen zur Entstehung des Kapitalismus auseinander. Er selbst verortet den Beginn des Kapitalismus in Venedig. Er zeigt die historischen Bedingungen für dessen Herausbildung in der venezianischen Gesellschaft und zeichnet die Entwicklung der See- und Wirtschaftsmacht Venedigs vom Ende des 14. Jahrhunderts bis zum Fall der Republik und zur Niederlage gegen Napoleon im Jahr 1797 nach. »Jannis Milios fragt genauer als bislang üblich, was den Kapitalismus als ein soziales System von vorkapitalistischen Gesellschaften unterscheidet. Im Mittelpunkt seines jeden Determinismus vermeidenden Ansatzes steht der – historisch überraschende – Aufstieg Venedigs zu einer führenden Handelsmacht im 13. und 14. Jahrhundert, die eine eigene Form der ›ursprünglichen Akkumulation‹ hervorbringt. Der schon lange geführten Diskussion über die Ursprünge des Kapitalismus gibt er damit eine neue Wendung.« (Michael Heinrich, Autor von »Karl Marx und die Geburt der modernen Gesellschaft. Biographie und Werkentwicklung«) »In dieser großartigen Studie spürt Milios mithilfe von Marx, Braudel, Weber und Lenin den Ursprüngen des Kapitalismus nach, ergänzt durch seine eigene Analyse der ›gelderzeugenden‹ Produktionsweisen – all dies unter Nutzung des althusserschen Konzepts der ›aleatorischen Begegnung‹ gesellschaftlicher Kräfte. Sie ist beeindruckend, überzeugend und überraschend zeitgemäß.« (Étienne Balibar, marxistischer Philosoph, Co-Autor u. a. von »Das Kapital lesen« und »Rasse, Klasse, Nation«)
Aktualisiert: 2019-09-06
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Keine Enteignung ist auch keine Lösung

Keine Enteignung ist auch keine Lösung von Nuss,  Sabine
Explodierende Mieten haben den Ruf nach Enteignung großer Immobilienkonzerne laut werden lassen. Das Anliegen findet breite Unterstützung. Entsprechend aufgeregt reagieren jene, die Privateigentum als Inbegriff der Freiheit sehen. Sie warnen vor der Rückkehr des Sozialismus. Zeitgleich wird erbittert über eine europaweite Anpassung des Urheberrechts zur Sicherung digitalen Eigentums gestritten. Unterschiedliche Konflikte, aber beide Ausdruck einer Gesellschaft, deren Ordnung auf privater Verfügungsgewalt beruht. Privateigentum, so heißt es, sei Garant für wirtschaftliches Wachstum und Wohlstand. Doch Klimawandel und soziale Polarisierung zeigen zunehmend dringlicher seine dysfunktionale und zerstörerische Kehrseite. Nach Jahrzehnten der Privatisierung ist es an der Zeit, das vergiftete Versprechen des Privateigentums bloßzustellen und aus Enteignung (Wieder-)Aneignung zu machen.
Aktualisiert: 2019-10-14
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Der Rauswurf des Politbüros

Der Rauswurf des Politbüros von Nakath,  Detlef, Stephan,  Gerd-Rüdiger
3. Dezember 1989: Nacheinander treten das Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands und das schier allmächtige Politbüro der Partei zurück. Gleichzeitig werden Erich Honecker und einige seiner engeren Mitstreiter aus der Partei geworfen. Mitte Dezember wird aus der SED die SED-PDS. Ihr neuer Vorsitzender heißt Gregor Gysi. Doch noch immer gehören die verbliebenen 18 ehemaligen Angehörigen des Politbüros dieser Partei an – bis zum 20. Januar 1990. In einer mehr als zwölfstündigen Nachtsitzung der Zentralen Schiedskommission der SED-PDS werden die meisten von ihnen ausgeschlossen. Die hier vorgelegten Texte geben den dramatischen Verlauf der Sitzung authentisch wieder. Ungekürzt und im vollen Wortlaut dokumentiert werden die Befragungen der einstigen SED-Spitzenpolitiker auf der Basis von Original Tonbandmitschnitten und ihren schriftlichen Stellungnahmen. Der Band wird ergänzt durch eine Einführung in den zeithistorischen Kontext, kurze biografische Skizzen der Betroffenen, Medienberichte und Dokumente zum Versuch Einzelner zur Rehabilitierung bzw. Wiederaufnahme in die Partei, mit Fotos und einem Anhang. Die Protokolle geben Zeugnis von der Psychologie der Macht und ihrer individuellen Verarbeitung, sie sind ein Lehrstück für die notwendige Auseinandersetzung mit der Funktionsweise, Eigenlogik und Verselbstständigung von Herrschaft – vor allem in einer Gesellschaft, die für sich beanspruchte, den Weg zu einer emanzipativen Alternative zu gehen.
Aktualisiert: 2019-09-06
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Work-Work-Balance

Work-Work-Balance von Stützle,  Ingo
Wie im Kapitalismus aus Geld mehr Geld werden kann, zeigt Marx im » Kapital«. Das Zauberwort lautet Ausbeutung. Sie umfasst auch immer die Verfügungsmacht über die Arbeits- und Lebenszeit derjenigen, die ausgebeutet werden. Es wundert also nicht, dass eines der zentralen Kapitel im »Kapital« den Arbeitstag und seine Grenzen diskutiert. Ebenso wenig verwundern die immerwährenden Forderungen von Unternehmensverbänden nach längeren und flexibleren Arbeitszeiten inkl. längerer Lebensarbeitszeit. »Work-Work-Balance« geht vor diesem Hintergrund auf der Suche nach einem besseren Leben jenseits von Selbstoptimierung und Arbeitsverdichtung den historischen und vor allem aktuellen Kämpfen um Lebens- und Arbeitszeit nach. Mit Beiträgen von Christian Brütt, Christian Christen, Christoph Deutschmann, Martin Dieckmann, Lukas Eggert, Anne Engelhardt, Christian Frings, Norman Jakob, Alf Lüdtke, Hanna Meißner, Gabriela Muri, Gisela Notz, Claudia Sorger, Ingo Stützle und Regina Wecker.
Aktualisiert: 2019-09-06
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Marx und die Roboter

Marx und die Roboter von Butollo,  Florian, Nuss,  Sabine
Roboter, Künstliche Intelligenz und digitale Vernetzung treiben die Automatisierung der Produktion voran. Die lebendige Arbeit werde verschwinden, der Mensch endgültig ersetzbar, warnen die einen aufgeregt. Die anderen sehen Wachstumspotenziale, Standortvorteile – oder sogar neue Chancen zur Überwindung des Kapitalismus. Karl Marx war Zeit seines Lebens fasziniert von den Potenzialen der Technik, Produktivkraft war der Begriff, den er dafür prägte. Wie kann heute eine an Marx orientierte Analyse den technologischen Wandel erklären? Was ist das Neue, wo tritt nur das Alte in anderer Form auf die Bühne? Braucht die Kritik des Kapitalismus neue Begriffe? Es schreiben: Florian Butollo,Timo Daum, Kristina Dietz, Franza Drechsel, Christine Gerber, Felix Gnisa, Frigga Haug, Georg Jochum, Elena Louisa Lange, Christian Meyer, Kim Moody, Phoebe Moore, Nadine Müller, Sabine Nuss, Sabine Pfeiffer, Simon Schaupp, Dorothea Schmidt, Sebastian Sevignani, Karsten Uhl, Judy Wajcman.
Aktualisiert: 2019-09-12
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Eduard Bernstein oder: Die Freiheit des Andersdenkenden

Eduard Bernstein oder: Die Freiheit des Andersdenkenden von Strohschneider,  Tom
Von der »linken« Kritik wurde er als Verräter diffamiert, von »rechten« Sozialdemokraten wurde er vereinnahmt und ungelesen in die Ahnengalerie gestellt. Dabei war Eduard Bernstein einer der großen, von Marx her kommenden Sozialdemokraten. Sein theoretisches und programmatisches Oeuvre ist zu seinen Lebzeiten nie als ein »geschlossenes Denksystem« formuliert worden. Das hätte ihm wohl auch nicht behagt. Mehr noch aber war er durch die Umstände davon abgehalten: länger als kaum ein Sozialdemokrat im Exil, dort in London in einer anderen politischen und ökonomischen Welt sich orientierend, zurück in Deutschland noch lange mit dem Echo des »Revisionismusstreits« kämpfend. Seine Überlegungen zu einer sozialistischen Reformpolitik sind keine Folie, die man nach Belieben verwenden könnte, um damit »richtige Wege« auf seine eigenen Landkarten einzuzeichnen. Aber Bernsteins Arbeit wohnt eine Haltung inne, die der Suche nach linken Pfaden der Veränderung heute mitunter zu fehlen scheint, jene Lust an der Arbeit an den Widersprüchen, die es zu politisieren statt zuzuschütten gilt.
Aktualisiert: 2019-05-31
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Über das Kapital hinaus

Über das Kapital hinaus von Negri,  Antonio
1979 erschien das Buch "Marx oltre Marx". Es machte Antonio Negri schon lange vor "Empire" international bekannt. 40 Jahre später sind Negris Vorlesungen über die "Grundrisse" von Karl Marx (MEW, Band 42), die er an der Universität in Paris auf Einladung von Louis Althusser hielt, endlich auch in deutscher Sprache erhältlich. "Marx über Marx hinaus" - so die wörtliche Übersetzung des Originaltitels - war ein Resümee der operaistischen Marx-Lektüre, die Anfang der 1960er-Jahre in Italien begonnen hatte. Zugleich markieren die Vorlesungen den Übergang in den sogenannten Post-Operaismus. Die darin von Negri entwickelte Lesart ist heute zum Bezugspunkt aktueller Debatten geworden, die sich um immaterielle Arbeit, Postkapitalismus und ein vermeintlich drohendes Ende lebendiger Arbeit durch die Technologien des Postfordismus sowie die Digitalisierung und Künstliche Intelligenz drehen.
Aktualisiert: 2019-04-18
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Briefe aus dem Gefängnis

Briefe aus dem Gefängnis von Luxemburg,  Rosa
Während des Ersten Weltkrieges kam Rosa Luxemburg wegen einer vor dem Krieg gehaltenen Rede gegen Soldatenmisshandlungen zunächst für ein Jahr ins Gefängnis, und nach kurzer Freiheit wurde sie bis zur Novemberrevolution in Berlin, in Wronke und schließlich in Breslau in »Schutzhaft« gehalten. Vom Gefängnis aus unterhielt Rosa Luxemburg eine lebhafte Korrespondenz mit ihren Freunden, unter anderem mit der Frau Karl Liebknechts. Diese, zum Teil sehr privat gehaltenen, Briefe wurde erstmals 1926 veröffentlicht. In dem vorliegenden Band wurden zusätzlich Briefe aufgenommen, die in Band 5 der Gesammelten Briefe Rosa Luxemburgs enthalten sind.
Aktualisiert: 2019-03-07
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