Von der Franco-Diktatur zur Demokratie

Von der Franco-Diktatur zur Demokratie von Muñoz Sánchez,  Antonio, Welsch,  Friedrich
Mit einem Vorwort von Niels Annen. Aus dem Spanischen übersetzt von Friedrich Welsch. "Wandel durch Annäherung" – so könnte man die Politik der SPD auch in Spanien beschreiben. Seit Mitte der sechziger Jahre nahmen die deutschen Sozialdemokaten Abstand von der sterilen Politik einer Isolierung des Franco-Regimes und schufen ihre eigene pragmatische Strategie, um an der Lösung der "Spanischen Frage" mitwirken zu können. Die Friedrich-Ebert-Stiftung stand im Zentrum dieser Politik und spielte eine wichtige Rolle beim Aufstieg der Sozialisten zur Regierungspartei. Als Außenminister und Bundeskanzler setzte sich Willy Brandt für die Entspannung des Verhältnisses der EWG zur Franco-Regierung ein, um die "Europäisierung Spaniens" zu beschleunigen. Die gleichzeitige Unterstützung der Friedrich-Ebert-Stiftung für die antifrankistische Bewegung im Untergrund war echte Pionierarbeit innerhalb der europäischen Linken. Nach Francos Tod gelang es der deutschen Sozialdemokratie, vertrauensvolle Beziehungen sowohl zu den Sozialisten von Felipe González als auch zum reformistischen Lager um König Juan Carlos aufzubauen und damit einen wichtigen Beitrag zum friedlichen Übergang zur Demokratie zu leisten. Mit einem dokumentarischen Anhang, der den Sachbericht von Dieter Koniecki über seine Sondierungsreise nach Spanien im Jahre 1975 sowie den Beitrag von Hans Apel "Spanien und die EWG" aus dem Jahre 1967 enthält
Aktualisiert: 2023-05-04
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Programmatische Dokumente der deutschen Sozialdemokratie

Programmatische Dokumente der deutschen Sozialdemokratie von Dowe,  Dieter, Klotzbach,  Kurt
Die in diesem Band vorgelegten Dokumente spiegeln die Entwicklung der deutschen Sozialdemokratie von einer proletarischen Klassenpartei mit revolutionärem Anspruch zu einer reformorientierten Volkspartei wider. Die Sammlung reicht vom Kommunistischen Manifest (1848) über das aktualisierte Berliner Programm (1989) bis hin zum Leipziger Programm der SPD in der DDR (1990) und schließt auch den aktuellen Diskussionsstand ein: den Zwischenbericht der Programmkommission, die 'Impulse. Für ein neues Grundsatzprogramm der SPD' und die 'Akzente'. In ihrer Einleitung geben die Herausgeber einen Überblick über die Geschichte der Partei vom Revolutionsjahr 1848/49 bis in die unmittelbare Gegenwart. Im eigentlichen Dokumententeil werden die wichtigsten Programme und programmatischen Verlautbarungen in chronologischer Folge abgedruckt. Dabei ist jedem Dokument eine kurze Einführung in seinen Entstehungsprozess vorangestellt.
Aktualisiert: 2023-05-04
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Friedrich Ebert

Friedrich Ebert von Mühlhausen,  Walter
Der Sozialdemokrat Friedrich Ebert (1871–1925) zählt zu den bedeutendsten Persönlichkeiten der deutschen Demokratiegeschichte – als Mitglied der Revolutionsregierung nach dem Ersten Weltkrieg und als erster gewählter Reichspräsident der ersten demokratischen Republik auf deutschem Boden. Der Sohn eines Schneiders kam von ganz unten und durchlief eine Karriere wie aus dem Bilderbuch: Seit 1913 Vorsitzender der SPD, ebnete er in den Wirren von Kriegsniederlage und Revolution den Weg in die Demokratie und steuerte als Staatsoberhaupt mit Verantwortungsethos und Beharrungsvermögen die junge Demokratie durch vielschichtige Krisen in eine Phase der relativen Stabilität. Auf dem neuesten Forschungsstand und mit breiter Quellenbasis liefert diese Biografie ein konzentriertes, klares Bild Friedrich Eberts und räumt mit vielen liebgewordenen (Vor-)Urteilen auf.
Aktualisiert: 2023-05-04
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sterben, töten, gedenken

sterben, töten, gedenken von Planert,  Ute, Süß,  Dietmar, Woyke,  Meik
"Gestorben wird immer" heißt es in der Fernsehserie "Six Feet Under" über ein Bestattungsunternehmen in Los Angeles, deren Folgen nie allein vom Sterben, sondern immer auch über die Trauer, den Verlust und die Bewältigungsstrategien der Lebenden erzählen. Historiker und Kulturwissenschaftler diskutieren mit neuen Perspektiven die alte Frage, ob moderne Gesellschaften den Tod verdrängen oder sich vielmehr eine Enttabuisierung des Sterbens feststellen lässt. Der Band versammelt Aufsätze aus dem "Archiv für Sozialgeschichte" und beleuchtet diese Debatten in historischer Perspektive. Im Mittelpunkt des Interesses stehen der schicht- und klassenspezifische Umgang mit Tod und Trauer, die Orte des Todes (Krankenhäuser, private Wohnungen, Schlachtfelder, Friedhöfe) sowie gesellschaftlich relevante Bewegungen und Verbände wie die Kriegsgräberfürsorge oder die Hospizbewegung. Zudem erhalten der Massentod und die Versuche seiner Bewältigung als Kennzeichen der Geschichte des 20. Jahrhunderts besondere Aufmerksamkeit. Der Tod wurde in seinen verschiedenen Ausprägungen zum Gegenstand medizinischer und juristischer Expertise und verband sich mit widerstreitenden Prozessen der Ökonomisierung, Politisierung und Sakralisierung. Nicht zuletzt führen seine unterschiedlichen Formen der Repräsentation vor Augen, dass selbst in Sterben und Tod soziale Ungleichheit zum Ausdruck kommt. Mit Beiträgen von Norman Aselmeyer, Michael Becker, Dennis Bock, Moritz Buchner, Ann Katrin Düben, Anna-Maria Götz, Florian Greiner, Nina Janz, Ute Planert, René Schlott, Lu Seegers, Dietmar Süß, Henning Türk und Sebastian Weinert.
Aktualisiert: 2023-05-04
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Die IG Metall nach dem Boom

Die IG Metall nach dem Boom von Schmitz,  Kurt Thomas
Deutschlands erste Nachkriegsdekaden gelten zeithistorisch als "goldene Jahrzehnte": Die Herausbildung wirtschaftlicher Prosperität ging einher mit der Entstehung stabiler demokratischer Institutionen und Verfahren, die ein robustes System der industriellen Beziehungen mit starken Akteuren ermöglichten. Kurt Thomas Schmitz analysiert die Entwicklung der IG Metall vom Ende der siebziger Jahre bis zum Beginn des neuen Jahrtausends – die Zeit, in der der Nachkriegsboom unwiederbringlich endete und mit dem Strukturwandel eine neue, bis heute andauernde Phase der Veränderung ihren Anfang nahm. Der soziale Wandel erfasste die Gewerkschaften und zog Schwierigkeiten nach sich, die zu Brüchen auf gewerkschaftlicher Ebene führten. Die Darstellung und Interpretation des Verlaufs der beiden Kernjahrzehnte als politische Organisationsgeschichte der IG Metall, in der sich Krisen, Kontinuitäten und Reformen überlappen, ist perspektivisch eine Vorgeschichte der Gegenwart.
Aktualisiert: 2023-05-04
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kollektiv neurotisch

kollektiv neurotisch von Kohlross,  Christian
Sind die westlichen Gesellschaften neurotisch? Christian Kohlross, psychotherapeutischer Coach und Kulturwissenschaftler, bejaht das und unterzieht sie einer psychologischen Analyse. Längst haben Persönlichkeitsstörungen auch von großen Gruppen und Kulturkreisen Besitz ergriffen. Die alarmierende Diagnose dieses Buchs: Narzissmus, Depression, Zwang und Hysterie sind Symptome einer akuten Kollektivneurose, die Europa und die westliche Welt fest im Griff hat. Am Schluss des Buchs skizziert Christian Kohlross mögliche Wege, diesen destruktiven Seelenlagen politisch und sozial zu begegnen. Die tiefere Ursache dieses kollektiven Krankheitsbildes sieht Kohlross in unserer totalen Visionslosigkeit. Die Ökonomisierung aller Lebensbereiche, das Ende der Utopien auf dem Scheiterhaufen des Neokapitalismus – sie haben das Gemeinschaftsgefühl zerstört, soziale und politische Bindungen aufgelöst und den Individuen die Hoffnung auf die Zukunft genommen. Politik beeinflusst solche Zustände, steht dem Problem aber rat- und konzeptionslos gegenüber. In einer demokratischen Gesellschaft muss sich das ändern! Sonst verspielen wir unsere Zukunft.
Aktualisiert: 2023-05-04
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kollektiv neurotisch

kollektiv neurotisch von Kohlross,  Christian
Sind die westlichen Gesellschaften neurotisch? Christian Kohlross, psychotherapeutischer Coach und Kulturwissenschaftler, bejaht das und unterzieht sie einer psychologischen Analyse. Längst haben Persönlichkeitsstörungen auch von großen Gruppen und Kulturkreisen Besitz ergriffen. Die alarmierende Diagnose dieses Buchs: Narzissmus, Depression, Zwang und Hysterie sind Symptome einer akuten Kollektivneurose, die Europa und die westliche Welt fest im Griff hat. Am Schluss des Buchs skizziert Christian Kohlross mögliche Wege, diesen destruktiven Seelenlagen politisch und sozial zu begegnen. Die tiefere Ursache dieses kollektiven Krankheitsbildes sieht Kohlross in unserer totalen Visionslosigkeit. Die Ökonomisierung aller Lebensbereiche, das Ende der Utopien auf dem Scheiterhaufen des Neokapitalismus – sie haben das Gemeinschaftsgefühl zerstört, soziale und politische Bindungen aufgelöst und den Individuen die Hoffnung auf die Zukunft genommen. Politik beeinflusst solche Zustände, steht dem Problem aber rat- und konzeptionslos gegenüber. In einer demokratischen Gesellschaft muss sich das ändern! Sonst verspielen wir unsere Zukunft.
Aktualisiert: 2023-05-04
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Verbietet die Kutschen!

Verbietet die Kutschen! von Haselbach,  Hans, Meyer,  Veronika R., von Paris,  Anonymus
Ende des 18. Jahrhunderts litt Paris unter einem unvorstellbaren Verkehrschaos: rücksichtslos rasende Kutscher in großer Zahl, von Pferden erschlagene oder von Kutschen überrollte Fußgänger, zahllos Unfälle und rund 300 Verkehrstote pro Jahr. Was, wenn man die Kutschen verbieten würde? Ein unbekannter Bürger, nennen wir ihn Anonymus von Paris, schlug 1790 mit einer Petition genau das vor. Lässt sich seine Idee ins 21. Jahrhundert übertragen? Die Pariser Petition wurde gedruckt, doch ihr weiteres Schicksal ist unbekannt. Hier erscheint die Trouvaille erstmals in deutscher Übersetzung. Vermutlich verschwand sie wieder, ohne dass ihr Anliegen je ernsthaft geprüft wurde. Man nahm in Paris weiterhin Verletzte und Tote in Kauf. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts leiden auch viele moderne Städte unter wachsenden Verkehrslawinen. Wer aber will heute schon für eine radikale Verkehrsberuhigung kämpfen? Hans Haselbach und Veronika Meyer wagen einen originellen Ausblick vom Jahr 1790 auf das Jahr 2040. Faksimile - erstmals mit deutscher Übersetzung!
Aktualisiert: 2023-05-04
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Schleichend an die Macht

Schleichend an die Macht von Audretsch,  Andreas, Gatzka,  Claudia C.
Die Neue Rechte strebt in Europa an die Macht. Eine ihrer stärksten Strategien: die Instrumentalisierung von Geschichte, um ihre Weltsicht in den Köpfen der Menschen zu verankern. Mythen über die Nation, ihre Helden und Freiheitskämpfe sollen Nationalismus und völkisches Denken wieder gesellschaftsfähig machen. Das zeigt: Wir müssen um die Geschichte kämpfen, auf dass die liberalen Grundwerte unserer Gesellschaft eine Zukunft haben. In Deutschland beschwört die AfD über 1000 Jahre glorreichen Deutschtums. In Italien inszeniert sich Matteo Salvini in der Tradition italienischer Freiheitskämpfer. In Ungarn will Viktor Orbán sein Land zu "historischer Größe" zurückführen. Und auch in der Corona-Krise versucht die Neue Rechte eine Renaissance des Nationalismus als Lösung zu propagieren. Die völkische Illusion "sauberer", homogener Gesellschaften soll zum politischen Konsens der Zukunft werden. Dieses Buch analysiert die Strategie der Neuen Rechten in Europa und ist zugleich eine Aufforderung an Politik und Wissenschaft, Lehrkräfte und Zivilgesellschaft, dem Missbrauch der Geschichte entgegenzutreten. Mit Beiträgen von Andreas Audretsch, Claudia Gatzka, Paul Jürgensen, Jürgen Kocka, Markus Linden, Stephan Ozsváth, Hedwig Richter.
Aktualisiert: 2023-05-04
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Feuerrauch

Feuerrauch von Schminck-Gustavus,  Christoph
Wie aus heiterem Himmel brannten deutsche Wehrmachtssoldaten 1943 ein griechisches Bergdorf nieder, töteten Frauen, Alte, Babys. Christoph Schminck-Gustavus reiste an den Ort, der noch heute vom Schrecken gezeichnet ist. Er hat die letzten Überlebenden des Massakers gefunden, ihre Berichte aufgezeichnet und Archive gesichtet: Die Rekonstruktion eines erschütternden Verbrechens und seiner juristischen Verleugnung. Soldaten der Gebirgsdivision Edelweiß trieben die Einwohner von Lyngiádes in die Keller der Häuser, mähten sie mit Maschinengewehren nieder und zündeten das Dorf an. Fünf Menschen überlebten und krochen aus den brennenden Trümmern. Wegen der angeblichen Unterstützung von Partisanen fielen Hunderte Dörfer auf dem Balkan sogenannten "Sühnemaßnahmen" zum Opfer. Weil deutsche Gerichte sich später die Rechtfertigung der Täter zu eigen machten und das Massaker von Lygiádes als "Kampf gegen Partisanen" einstuften, wurde das Kriegsverbrechen nicht verfolgt. Deutschland und Griechenland haben die Opfer für ihr Leiden nie entschädigt.
Aktualisiert: 2023-05-04
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Faust oder Mephisto?

Faust oder Mephisto? von Jasper,  Willi
Wo sind die kritischen Streiter, die geistigen Kraftzentren, die die Debatten über die EU, Pandemiegesetze oder die Zukunft der Demokratie anführen? Sind sie im Medienwandel untergegangen? Auf welche Weise haben die Intellektuellen den europäischen Einigungsprozess beeinflusst? Und was tun sie heute in der Corona-Krise? Haben sie Europa verlassen? Gar verraten, wie schon Julien Benda vor gut 100 Jahre meinte? Es gibt sie nicht mehr, jedenfalls als Typus. Dies ist ein enormer kultureller und politischer Verlust. Faust oder Mephisto – auf diesen Mythos überträgt Willi Jasper die intellektuelle Krise Europas. Die wirtschaftliche und politische Vorherrschaft Deutschlands steht für Faust: die antiintellektuelle Funktionalisierung der Macht. Doch wenn wir eine lebendige transnationale europäische Demokratie wollen, brauchen wir den freien, einklagenden, kritischen Geist. Er gehört zu Politik und Gesellschaft wie Mephisto zu Faust. Übernehmen die neuen "Medienintellektuellen" sein Erbe?
Aktualisiert: 2023-05-04
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Zwischen Reformismus und Radikalismus

Zwischen Reformismus und Radikalismus von Ciftci,  Ridvan, Scholle,  Thilo, Schwarz,  Jan
Die Arbeitsgemeinschaft der Jungsozialistinnen und Jungsozialisten in der SPD, kurz Jusos, ist die Jugendorganisation der SPD, in der viele Politikerinnen und Politiker der SPD die entscheidenden Momente ihrer politischen Sozialisation erfuhren. In ihrer Programmatik aus fast 100 Jahren spiegeln sich Auseinandersetzungen der politischen Linken insgesamt genauso wider wie Diskussionen innerhalb der Sozialdemokratie. Debattenfreudig waren die Jusos in ihrer Geschichte immer. Zwischen Loyalität und Kritik, Reformismus und Radikalismus hatten es Jugendorganisation und Mutterpartei nicht immer leicht miteinander. Der vorliegende Band vereint nun die wichtigsten Texte und Beschlüsse zu politischer Theorie und Strategie der letzten 100 Jahre und bietet damit ein spannendes Panorama zur Dis-kursgeschichte der Sozialdemokratie im 20. Jahrhundert. Zur besseren Einordnung ist den jeweiligen Dokumenten eine kurze Einführung vorangestellt.
Aktualisiert: 2023-05-04
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Wechselhafter Halbmond

Wechselhafter Halbmond von Schumacher,  Hans
Mit einem Vorwort von Christiane Schlötzer, stellvertretende Ressortleiterin Außenpolitik der Süddeutschen Zeitung. Rätselhaft und oft unverständlich – so erscheint die Türkei nicht nur dem Besuch aus dem Ausland, sondern auch vielen Einheimischen selbst. Die Friedrich-Ebert-Stiftung beginnt ihre Tätigkeit in diesem Land Mitte der 1970er-Jahre, in einer politisch sehr unruhigen Zeit. Anhand ihrer Arbeit zeichnet "Wechselhafter Halbmond" ein gesellschaftspolitisches Porträt der Türkei und bringt sie auch Nichtexperten näher. Bis heute bleibt die türkische Politik von abrupten Wendungen gekennzeichnet. Die Arbeit der Friedrich-Ebert-Stiftung, die seit fast vier Jahrzehnten mit zwei Büros in Ankara und Istanbul tätig ist, führt die Leserinnen und Leser in die zentralen Bereiche der gesellschaftspolitischen Entwicklungen dieses Landes ein: Parteienspektrum, Justizsystem, Wirtschafts- und Sozialpolitik, Situation der Frauen, Gewerkschaften, Beziehungen der Türkei zur EU und jüngere Landesgeschichte. Diesem Band gelingt es, westlichen Augen zu zeigen, wie diese Nation zwischen Europa und Asien "tickt".
Aktualisiert: 2023-05-04
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Wilhelm Sollmann

Wilhelm Sollmann von Ebert,  Simon
Der Sozialdemokrat, Reichstagsabgeordnete und Innenminister Wilhelm Sollmann stand auf dem reformistischen Flügel der SPD. In seiner Biographie von Simon Ebert spiegeln sich die großen Umbrüche der deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert, aber auch die Herausforderungen und Konflikte, denen die Sozialdemokraten sich vor und nach dem "Dritten Reich" stellen mussten. Fast ein halbes Jahrhundert kämpfte Sollmann als Journalist, Kommunalpolitiker in Köln, Reichstagsmitglied, Reichsinnenminister und deutscher Exilant in den USA für die Etablierung einer sozialen Demokratie in Deutschland. Pragmatisch und weltoffen setzte Sollmann sich für die Entwicklung der SPD von einer Klassen- zu einer Volkspartei ein und befürwortete stets Regierungsbündnisse mit den Parteien des republikanischen Bürgertums. Sein Wirken brachte ihm auch unter politischen Gegnern den Ruf eines Politikers von besonderem Format ein.
Aktualisiert: 2023-05-04
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Der Querdenker Erhard Eppler

Der Querdenker Erhard Eppler von Faerber-Husemann,  Renate
"Natürlich wollte ich Macht – Gestaltungsmacht", bekennt Erhard Eppler. Sein Wort hat Gewicht in Deutschland seit über 50 Jahren. Der geradlinige Politiker, Lehrer und schwäbische Protestant gilt als kritisches Gewissen der Bundsrepublik und der SPD. Er hielt an seinen klaren Positionen auch dann fest, wenn dies zu Lasten seiner politischen Karriere ging. Egon Bahr hat einmal über ihn geschrieben: "Wer zu früh kommt, den bestraft das Leben auch." Nach seinem Rückzug von allen politischen Ämtern und Mandaten 1982 begann seine zweite erstaunliche Karriere als Vor- und Nach- und Querdenker, auf den sich nicht nur Sozialdemokraten berufen. Spannend erzählt die Journalistin Renate Faerber-Husemann das Leben des Ministers, Pädagogen, Sozialethikers und Vordenkers der Umwelt- und Entwicklungspolitik. Zahlreiche private Interviews mit Eppler bilden die Grundlage der Biographie. Die Autorin sprach mit Freunden, ehemaligen Schülern und Weggefährten. Ein faszinierendes Buch, in dessen Mittelpunkt das Engagement Er-hard Epplers für mehr Freiheit und Gerechtigkeit steht.
Aktualisiert: 2023-05-04
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Meine Familie und ihr Henker

Meine Familie und ihr Henker von Frank,  Niklas
Hans Frank, genannt "Der Schlächter von Polen", war Angeklagter im Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozess, wo Tag für Tag die entsetzlichsten NS-Verbrechen gegen die Menschlichkeit verhandelt wurden. Am 1. Oktober 1946 verurteilte das Gericht ihn zum Tod durch den Strang. Plötzlich waren die Franks herausgerissen aus Reichtum und Selbstherrlichkeit, in Armut und Verachtung gestürzt. Wie ging die Familie damit um? Und wie ging der daran Hauptschuldige Hans Frank damit um? Erstmals wird durch seinen Sohn Niklas die private Seite dieses Prozesses aufgezeigt, der die Weltgerichtsbarkeit auf eine neue Stufe stellte. Dieses Buch enthält den einzigartigen Briefverkehr zwischen der Gefängniszelle 15 in Nürnberg und den "Lieben daheim". Es zeigt der Welt, wie verlogen, sentimental, berechnend, kalt, grausig, aber auch liebevoll, verzweifelt, grotesk und auf schaurige Weise komisch Hans, Brigitte und ihre gemeinsamen fünf Kinder, dazu Omas, Opas und sonstige Verwandte mit den Folgen des Holocausts umgingen – und ihn verdrängten. Für Niklas Frank, das jüngste Kind, war der Tod seines Vaters am Galgen ein Lebenselixier: "Er konnte mir mein Hirn nicht mehr vergiften!"
Aktualisiert: 2023-05-04
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Schleichender Blackout

Schleichender Blackout von Kerst,  Valentina, Ruhose,  Fedor
Ein digitaler Blackout in Deutschland kann Folge eines Angriffs sein – aber auch Folge einer maroden Infrastruktur. Deutschland rangiert bei der Digitalisierung weit unter dem EU-Durchschnitt, und eine umfassende Digitalisierungsstrategie ist nicht in Sicht. Kerst und Ruhose sehen die Gefahr, dass der Staat den digitalen Anschluss verpasst und als Garant guter Verwaltung und sicherer Netze ausfällt. Das Autoren-Duo stellt ein konkretes Programm für eine gestaltende Digitalisierungspolitik vor, die Deutschland sicher aufstellt und Teilhabe für alle garantiert. Das Digitale durchdringt inzwischen Gesellschaft, Medien, Sicherheit, Gesundheitswesen, Verwaltung und Wirtschaft; kurz: unser demokratisches Gemeinwesen. In Deutschland findet jedoch eine stückweise Digitalisierung »ohne Sinn und Verstand« statt, so die AutorInnen, etwa wenn Netze nicht gesichert werden oder die Infrastruktur nicht zukunftsfest ist. Gleichzeitig entstehen große Risiken durch Abhängigkeiten von globalen Konzernen und damit für unsere Demokratie. Ohne digitale Geschäftsmodelle und Infrastruktur gerät unsere Wirtschaft ins Hintertreffen, entstehen Angriffsziele im Cyberraum. Wie können wir das verhindern? Und was ist jetzt zu tun?
Aktualisiert: 2023-05-04
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Protokoll über die Verhandlungen des Parteitages der SPD 1890-1913

Protokoll über die Verhandlungen des Parteitages der SPD 1890-1913 von Dowe,  Dieter, Schwarz,  Max
Jeder Band der Protokolle über die Verhandlungen des Parteitags der SPD 1890-1913 enthält als Reprint die Protokolle des im Untertitel namensgebenden Parteitags der SPD. Die historischen Protokoll, Berichte und Register werde ergänzt durch die Listen aller Parteitagsdelegierten, Gäste und sonstiger Personen, die in den Protokollen erwähnt werde. Nachträglich erstellte Personen-, Orts- sowie Zeitschriften- und Zeitungsregister erleichtern die Auffindbarkeit.
Aktualisiert: 2023-05-04
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Schauplatz BRD

Schauplatz BRD von Bicher,  Norbert
Text-Bild-Band zu 70 Jahre BRD am 23.5.2019: Zum 70. Geburtstag der zweiten deutschen Demokratie reist Norbert Bicher zurück an denkwürdige Orte, die das öffentliche Leben und Selbstverständnis der Deutschen geprägt haben. Er erzählt ihre Geschichten mit dem Blick von heute. So entsteht ein Kanon der Ereignisse aus der Bonner und Berliner Republik, der berührt und aufwühlt und uns zeigt, wie dieses Land nach dem Krieg wurde, was es heute ist. Die Skizzen der Erinnerung werden von Fotos begleitet, die den Blick auf große, aber auch auf fast vergessene Ereignisse lenken: Verfassungskonvent Herrenchiemsee, Spiegel-Affäre, den Tod Benno Ohnesorgs, Willy Brandt in Erfurt, das WM-Spiel BRD-DDR in Hamburg, Helmut Schmidt in Auschwitz, Boris Beckers erster Sieg in Wimbledon, die Barschel-Affäre oder Außenminister Genscher in der Prager Botschaft. Aber es sind die vielen kleineren Orte, die diesen Band zu einer wahren Fundgrube machen, die man nicht mehr aus der Hand legen wird, weil sie von unserem Lebensgefühl und dem unserer Eltern erzählt.
Aktualisiert: 2023-05-04
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Das demokratische Weltparlament

Das demokratische Weltparlament von Bummel,  Andreas, Leinen,  Jo
In atemberaubendem Tempo schreitet die Verflechtung der Welt voran. Die globalen Herausforderungen unserer Zeit überfordern die Nationalstaaten. Die Menschheit befindet sich in einer entscheidenden Phase – nach der Entstehung der Demokratie in den antiken Stadtstaaten Griechenlands und ihrer Ausweitung auf die modernen Territorialstaaten im 18. Jahrhundert steht nun der nächste Schritt bevor: eine demokratische Weltrevolution und ein Parlament der Menschheit. Denn die politische Entwicklung der Menschheit ist nicht vorbei. Für eine friedliche, gerechte und nachhaltige Weltzivilisation ist ein evolutionärer Sprung zu einer föderalen Weltrepublik erforderlich. Im Mittelpunkt dieses Projekts steht der Aufbau eines demokratischen Weltparlaments. Vor dem Hintergrund der Problematik der Moderne beleuchtet dieses Buch die Geschichte, Relevanz und Umsetzung einer kosmopolitischen Idee, die aktueller nicht sein könnte.
Aktualisiert: 2023-05-04
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