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ad Hannah Arendt – Eichmann in Jerusalem

ad Hannah Arendt – Eichmann in Jerusalem von Renz,  Werner
»Bei Arendts Bericht über den Eichmann-Prozeß« handelt es sich »um eine nachgerade apokryphe Schrift […], in der bei weitem mehr abgehandelt wird als der nationalsozialistische Judenmord allein.« (Dan Diner) Hannah Arendts Bericht über den Eichmann-Prozess hat in den 1960er Jahren eine Kontroverse entfacht. Insbesondere frühere Repräsentanten der Juden in Deutschland haben gegen das Buch polemisiert, Arendt gar eine »Kriegserklärung« (Siegfried Moses) ins Haus geschickt. Auch das von Arendt so genannte jüdische Establishment in den USA und in Israel organisierte gegen die Autorin eine regelrechte Kampagne. Monatelang erschienen in Zeitungen und Zeitschriften kritische Artikel und Aufsätze. Die deutsche Ausgabe wollten ihre Gegner verhindern. Sie behaupteten, das Buch richte in Deutschland großen Schaden an und lasse Nazismus und Antisemitismus wieder aufleben. Arendts kritische Darstellung der Anklagevertretung, ihre Bedenken gegen die Instrumentalisierung des Prozesses durch die Ben-Gurion-Regierung, ihre Kritik an der »jüdischen Führung« zur Zeit der sogenannten »Endlösung der Judenfrage«, ihre Ausführungen zur »Kooperation« der Judenräte mit den deutschen Mördern, ihr von Eichmann gezeichnetes Bild, den sie einen »Hanswurst« nannte, lösten Empörung aus. In der Bundesrepublik stieß ihre Darstellung des deutschen Widerstands, ihre Beurteilung der inzwischen verehrten »Männer des 20. Juli«, auf Ablehnung. Unbeachtet blieb indes Arendts vehemente Kritik am Adenauer-Staat, an der unzureichenden justiziellen Aufarbeitung der NS-Verbrechen, an der verlogenen Geschichtspolitik von »Nach-Hitler-Deutschland«. Arendt sprach von der »unbewältigten Vergangenheit« von Deutschen und Juden. Ein Thema, das heute noch zur Debatte steht.
Aktualisiert: 2021-06-24
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ad Memento Mori

ad Memento Mori von Benedict,  Hans Jürgen
Mit der Corona-Pandemie haben sich Fragen des Sterbens und des plötzlichen Todes aus dem Rahmen des Familiären in den Vordergrund der Öffentlichkeit gedrängt. Wie kann eine Gesellschaft der vielen Toten (90.000 im Juni 2021) angemessen gedenken? Und welche Art von Trost gibt es für die Hinterbliebenen? Hält man sich an die Literatur, so zeigt sich, dass die Sterberealität und ein im Jenseits liegender Trost nicht immer zur Deckung zu bringen sind. Am Ende wird mehr getröstet als der kritische Verstand erlaubt. Ohnehin versagt Trost vor der Shoah und wird doch in einzelnen Fällen (so einer evangelischen Gemeinde im KZ Theresienstadt) zur Möglichkeit. In den hier vorgelegten Reflektionen des Theologen Hans-Jürgen Benedicts geht es u.a. um Fragen: Wie kann man der Toten gedenken, ohne aufzurechnen? Wie kann Gedenken dauerhaft sein, ohne zum leeren Ritual zu werden? Gibt es neben dem Gedenken auch die Möglichkeit des Vergebens und Vergessens? Schließlich: Was hat das Christentum heute noch für ein Trostpotential?
Aktualisiert: 2021-06-24
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Der Staat Israel gegen Adolf Eichmann. URTEIL

Der Staat Israel gegen Adolf Eichmann. URTEIL
Vor 60 Jahren, im April 1961, begann der spektakuläre Prozess, den der Staat Israel gegen den SS- Obersturmbannführer und Organisator des Holocaust, Adolf Eichmann, führte, und der am 15. 12 1961 mit dem Urteilsspruch „Tod durch den Strang“ endete. Für die deutsche Nachkriegsgesellschaft jedoch war der Prozess erst der Anfang: Nach 15 Jahren erfolgreicher Verdrängung kamen auch die Menschen in der Bundesrepublik Deutschland nicht mehr an der braunen Vergangenheit vorbei. Zum ersten Mal waren der millionenfache Mord und die unmenschlichen Verbrechen Thema in der breiten Öffentlichkeit. Die Verhöre von Eichmann machten sichtbar, dass es ganz „normale“ Menschen waren, die mit der gleichen Sorgfalt, mit der sie zuvor Urlauber-Sonderzüge in die Fahrpläne eingebaut hatten, dafür sorgten, dass Viehwaggons nach Auschwitz, Treblinka, Majdanek und andere Vernichtungslager durch ganz Europa rollen konnten. Die Kollektivschulddebatte begann erneut und verursachte bei den heranwachsenden Kriegs- und Nachkriegskindern einen Genrationskonflikt von bis dahin nicht gekanntem Ausmaß. Das Urteil wird hier in vollem Wortlaut vorgelegt.
Aktualisiert: 2021-06-24
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ad Jacob Taubes

ad Jacob Taubes von Faber,  Richard
Jacob Taubes, 1923 in Wien geboren und 1987 in Berlin verstorben, der heute weltweit als „Religionsphilosoph“ gilt, ist wohl richtiger als Judaist und Religionssoziologe zu bezeichnen. Seinem großen Freundes- und Bekanntenkreis war er vor allem ein kritischer Diskussionspartner und eine unerschöpfliche Quelle von Hinweisen und Anregungen. Taubes dachte fast durchgängig in (absoluten) Gegensätzen – von Antipoden her und auf sie hin, und betrachtete seit den Baseler und Züricher Studientagen Carl Schmitt als seinen Feind „par excellence“ und dieser für ihn eine geradezu magische Anziehungskraft hatte. Im ersten der hier vorgelegten Essays von Richard Faber, der von Taubes promoviert wurde und Anfang der 1980er Jahre sein Hochschulassistent war, hat die Rolle des Antipoden der (gleich Schmitt) konservativ-revolutionäre Hans-Joachim Schoeps. Stand dieser für eine schöpfungstheologische „Theokratie von oben“, so steht der bekennende Antinomist Taubes für eine messianische „Theokratie von unten“. Neben dem Essay „Walter Benjamin und das ‚Vater unser‘“, in dem es implizit um eine Auseinandersetzung mit Gershom Scholem geht, mit dem er seit dem Bruch in den frühen 50er Jahren in einem Dauerzwist lebte, legt Faber den Essay „Moderne Gnosis“ vor. In ihm zeigt er, dass für Taubes noch in seinen gleichsam testamentarischen Heidelberger Vorlesungen zu Paulus (einem seiner Lieblingsthemen) dieser in aller Regel nur der Deckname für den „Erzketzer Marcion ist – und dieser für ihn der wahre „Apostel“. Faber schließt den Band mit einer Sammlung politisch-religiöser Witze „Das ist die Synagoge, in die ich nicht gehe“ – im Sinne von Jacob Taubes: die ich gerade deshalb benötige, um mich zu identifizieren, zu definieren und von meinen Feinden abzugrenzen.
Aktualisiert: 2021-06-24
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Ausweitung der Kontingenzzone

Ausweitung der Kontingenzzone von Schuldt,  Christian
Was hält eine Gesellschaft, die heterogen vernetzt und damit auch zunehmend „exkludierend“ ist, noch zusammen? Was überhaupt stiftet noch gesellschaftlichen Zusammenhalt, wenn die Ideen und Dinge, an die wir uns bislang halten konnten, verschwinden? Die ‚nächste Gesellschaft‘ folgt dem Differenzierungsprinzip der Vernetzung und erzeugt eine neue Dimension der Kontingenz. Dieser Prozess sorgt für Verunsicherung und Verwerfungen. Doch et eröffnet auch eine Fülle neuer Möglichkeitsräume. Je weiter die Ausweitung der Kontingenzzone voranschreitet, umso elementarer wird die Suche nach neuen Weichenstellungen für die Gestaltung gesellschaftlicher Verbundenheit. Christian Schuldt nutzt das Instrumentarium der Systemtheorie, um die gesellschaftlichen Veränderungsdynamiken und Gestaltungspotenziale der vernetzten Gesellschaft auszuleuchten. Das Themenspektrum reicht von Künstlicher Intelligenz und Innovation bis zu Liebe, Kunst und Religion; von Geld und Gemeinwohl bis zu Jugend, Politik und Klimawandel.
Aktualisiert: 2021-06-24
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Vorgeschichte des politischen Antisemitismus

Vorgeschichte des politischen Antisemitismus von Massing,  Paul W., Wyrwa,  Ulrich
Es ist „von größter Wichtigkeit, daß man in Deutschland lernt, daß es sich beim Nationalsozialismus nicht um einen Betriebsunfall auf der Autobahn fortschreitender Humanität handelt, sondern daß der Unfall etwas mit der Struktur dieser Bahn selbst zu tun hat“ Adorno zur Bedeutung der Studie Massings und deren Aktualität einer Übersetzung ins Deutsche 23.1.1959 Die im Rahmen des Forschungsprojekts zum Antisemitismus des in die USA emigrierten Instituts für Sozialforschung entstandene geschichtswissenschaftliche Darstellung von Paul W. Massing über die Entstehung des politischen Antisemitismus im Deutschen Kaiserreich wurde erstmals 1949 in der Reihe Studies in Prejudice‘ unter dem Titel „Rehearsal for Destruction“ veröffentlicht und 1959 in deutscher Übersetzung in der Europäischen Verlagsanstalt. Die Stärke der seinerzeit als richtungweisend gelobten Pionierstudie liegt insbesondere darin, dass Massing die Entstehung des Antisemitismus in den politischen Kontext stellt, den Machtverhältnissen der Zeit nachgeht und die sozialen und ökonomischen Bedingungen einbezieht. Die Bedeutung seiner Studie zeigt sich auch darin, dass er herausarbeitet, wie sich das antisemitische Potential von der politischen Bewegung hin zu den Interessenverbänden des Bürgertums und Mittelstands verlagert und wie genau diese sozialen Klassen zu den entscheidenden Akteuren des Antisemitismus wurden.
Aktualisiert: 2021-06-24
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Mut im Gepäck. Vom Gehen und Ankommen

Mut im Gepäck. Vom Gehen und Ankommen
Tatjana Labsina und Jutta Dost, Khalil Khalil und viele andere: Sie mussten ihre Heimat verlassen und einen Neubeginn wagen. Sie kamen aus Ostpreußen und der DDR, aus dem Iran und der ehemaligen Sowjetunion, vom Balkan, aus Eritrea oder Syrien. In Baden-Baden leben manche von ihnen nun schon seit Jahrzehnten, für andere ist die Stadt erst seit kurzem ein Ort der Zuflucht, an dem sie noch keine Wurzeln geschlagen haben. Sie alle brauchten Mut, sie alle haben viel zu berichten: Geschichten vom Weggehen und Ankommen, von 1943 bis heute. Sie erzählen von besonders prägenden Momenten, die noch immer nachhallen – von Wendepunkten in ihrem Leben. Und jetzt haben sie zusammen ein Buch geschrieben. „Mut im Gepäck. Vom Gehen und Ankommen“ zeigt im Kleinen, dass die Geschichte der Menschheit eine Geschichte der Migration ist. Mit dem Projekt „Eine Stadt schreibt ein Buch“ entstand 2018 in Baden-Baden ein Forum zum Schreiben und Erinnern: Menschen aus allen Generationen und mit unterschiedlicher Migrationserfahrung kamen in mehreren Schreibwerkstätten zusammen, um sich auszutauschen und Schlüsselerlebnisse von Flucht und Neubeginn in kurzen Texten festzuhalten, um gemeinsam ein Buch zu schreiben.
Aktualisiert: 2021-07-23
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Der Kolonisator und der Kolonisierte

Der Kolonisator und der Kolonisierte von Memmi,  Albert, Shatz,  Adam
Die Kolonien sind inzwischen weit¬gehend abgeschafft, aber haben sich damit auch das Kolonialverhältnis und der allgegenwärtige Rassismus aufgelöst? Nicht nur die jüngsten Debatten über Postkolonialismus, um die Thesen des Philosophen Achille Mbembe oder über das Konzept des Humboldtforums im Berliner Schloss zeigen, dass dieses Trauma auch nach der Erringung der politischen Unabhängigkeit auf vielen Ländern der Dritten Welt noch lastet und ein rassistisch oder kolonialistisch gefärbter Überlegenheitsdünkel nach wie vor in erschreckendem Maße die Haltung ist, die die Erste Welt gegenüber den Menschen und Gesellschaften in den früheren Kolonien einnimmt. Auf hohem literarischen Niveau und mit einem unbestechlichen, präzisen Blick für die Realität seiner Gesellschaft zeichnete der in Tunesien als Jude geborene Albert Memmi erstmals in den 1950er Jahren mit seinen beiden Porträts, einem Grundtext der antikolonialen Opposition. Auch wenn heute diese Studie gewiss anders als in der Phase des Zerfalls der großen Kolonialimperien zu lesen ist, zeigt Adam Shatz in dem angefügten und kürzlich in der London Book Review erschienenen Nachwort, dass sie nichts von ihrer Aktualität eingebüßt hat.
Aktualisiert: 2021-06-01
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ad Hannah Arendt – Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft

ad Hannah Arendt – Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft von Söllner,  Alfons
Hannah Arendts Buch "Elemente totalitärer Herrschaft" führt in die Abgründe der modernen europäischen Geschichte und wird gerade dadurch zum eindringlichsten Appell. Seine Botschaft ist heute aktueller denn je: für Freiheit und Demokratie, gegen Autoritarismus und Populismus. Mit der Publikation von "The Origins of Totalitarianism" im Jahr 1951 wurde Hannah Arendt über Nacht berühmt. Das Buch steht am Eingangstor der Epoche nach Hitler und gilt heute als "moderner Klassiker" des politischen Denkens. Die hier vorgelegten Aufsätze skizzieren drei verschiedene Zugänge zu dem keineswegs leicht zu lesenden Werk: der erste nimmt das Exil in Frankreich als Ausgangspunkt, um die langen historischen Exkurse zu rekonstruieren; der zweite möchte die philosophische Eigenart der Totalitarismusanalyse durch den Vergleich mit anderen großen Werken aus Emigrantenfeder ergründen; der dritte wirft einen Blick auf Hannah Arendts Denkentwicklung nach dem Totalitarismus-Buch.
Aktualisiert: 2021-06-01
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