fbpx

Gideon Klein – Materialien

Gideon Klein – Materialien von Klein,  Gideon, Klein,  Hans G, Slavicky,  Milan
Ende 1995 erschien diese erste deutschsprachige Schrift mit Arbeiten über – und von dem jungen Prager Komponisten Gideon Klein. Es war Band 6 der Schriftenreihe „Verdrängte Musik“, die seit 30 Jahren vom Berliner Verein musica reanimata e.V. betreut wird. Hier urteilte der Herausgeber, Hans-Günter Klein, im Vorwort: „Gideon Klein darf, wenn ein Vergleich mit den um zwei Jahrzehnte älteren Viktor Ullmann, Pavel Haas und Hans Krása erlaubt ist, wohl als der begabteste jener Komponisten gelten, die von den Nazis in Theresienstadt inhaftiert, nach Auschwitz deportiert und dort ermordet worden sind.“ Damalige Rezensionen bescheinigten: „Im übrigen läßt der Materialienband ein faszinierendes Persönlichkeitsbild Gideon Kleins entstehen,...“ (Das Orchester).— „Musikfreunden liefert dieser Band daher das nötige Hintergrundwissen und Verständnis für die Werke Kleins. (Der Aufbau, New York). Diese, „so eine Art Pioniersarbeit“ (Deutschlandradio Kultur), ist noch lieferbar. Inhalt: Vorwort des Herausgebers. • Milan Slavický: Gideon Klein – Torso eines Lebens und eines Werks (darin: Vorwort; 1. Leben und Persönlichkeit; 2. Der Pianist; 3. Der Komponist; Auftritte Gideon Kleins als Pianist; Abkürzungen und Literatur) • Erinnerungen an Gideon Klein • Aus Interviews mit Zeitzeugen • Michal Flach: Konzert auf dem Boden der alten Schule • Gideon Klein – Texte (darin: 1. W. A. Mozarts Streichquartette [Herbst 1939]; 2. Über die sogenannte politische Erziehung der Jugend [Juli 1943]; 3. Einige Bemerkungen zur Musikkultur Theresienstadts [August 1944] • Verzeichnisse (darin: Milan Slavický: Werkverzeichnis Gideon Klein; Hans-Günter Klein: Verzeichnis der Tonträger von Werken Gideon Kleins).
Aktualisiert: 2020-10-17
> findR *

Form und Klang

Form und Klang von Kontressowitz,  Reiner, Schneider,  Frank, Schneider,  Gisela
Als Friedrich Goldmann (1941–2009) zwei Jahrzehnte nach dem Mauerfall starb, wurde er landauf landab in den Medien mit der (west-)stereotypen Formel gewürdigt, dass er „einer der führenden Vertreter der zeitgenössischen Musik in der DDR“ gewesen sei. Bei seiner Trauerrede setzte Frank Schneider ein großes Fragezeichen hinter diese Floskel, suggeriert sie doch ein harmonisches Einverständnis zwischen dem Komponisten und jenem Staat. Sie vernachlässigt zudem Friedrich Goldmanns internationale Bedeutung für die Neue Musik. „Und während die Aussage zu Recht den Hauptteil seines Œuvres mit jener Zeit und diesem Ort verbindet“, so Schneider, „unterschlägt sie doch die schlichte Tatsache, dass Frieder Goldmann sie zwanzig Jahre komponierend überlebte, ohne dass seine ästhetischen Überzeugungen und seine schöpferische Kraft sich ersichtlich gewendet hätten.” Der Komponist Friedrich Goldmann war eine überragende Begabung. Er konnte sich seit den 1970er Jahren in der DDR gegen offizielle doktrinäre Kunstanschauungen durchsetzen. Das gilt insbesondere für Bereiche wie Sinfonik und Kammermusik. Dieser spezifischen Avantgarde eine legimitierende Stimme zu geben, hatte sich der Musikwissenschaftler Frank Schneider zur Hauptaufgabe seiner forschenden und publizistischen Arbeit gemacht. Zwischen 1970 und 1990 widmete er dem Schaffen Goldmanns bevorzugte Aufmerksamkeit und begleitete in persönlicher Nähe die Entstehung fast aller seiner Kompositionen. Zu ihnen verfasste Schneider zahlreiche Analysen. Mit der Berufung Schneiders zum Intendanten des Konzerthauses am Berliner Gendarmenmarkt, die von 1991 bis 2009 währte, pausierte dieser musikwissenschaftliche Schwerpunkt. Aber er konnte Friedrich Goldmann dreimal zu neuen Kompositionen für das Orchester des Hauses anregen. Die Besprechungen dieser Werke sind 2019/20 eigens für diese Textsammlung neu geschrieben worden. Dies gilt auch für De profundis für großes Kammerorchester, das zwar als eines seiner radikalsten Werke schon 1977 entstand, aber vom Komponisten der Öffentlichkeit zu Lebzeiten vorenthalten wurde. Der vorliegende Band vereint ältere Texte Schneiders – darunter bisher oft nur schwer zugängliche – mit neuen Werkbetrachtungen. Sie geben Zeugnis von allen Schaffensphasen des Komponisten, der ab 1991 als Professor für Komposition an der Universität der Künste Berlin lehrte und u.a. Kompositionskurse in Seoul, Tokio und Kyoto gab.
Aktualisiert: 2020-10-15
> findR *

Die Öffentlichkeit des Exilrückkehrers: Kurt Hiller und die Universität Hamburg

Die Öffentlichkeit des Exilrückkehrers: Kurt Hiller und die Universität Hamburg von Großmann,  Ruprecht, Herzer-Wigglesworth,  Manfred, Hiller,  Kurt, Lütgemeier-Davin,  Reinhold, Lützenkirchen,  Harald, Nicolaysen,  Rainer, Nölling,  Wilhelm, Schütt,  Peter, von Bockel,  Rolf
Aus Anlass des 100. Jubiläums der Gründung der Universität Hamburg hielt die Kurt Hiller Gesellschaft im Juni 2019 ihre Jahrestagung in Zusammenarbeit mit der dort ansässigen Arbeitsstelle für Universitätsgeschichte im Hauptgebäude der Universität Hamburg ab. Formell war Hiller nie an diese Universität angebunden. Nach seiner Rückkehr aus dem Exil (1955) und Übersiedelung nach Hamburg fand der schon Siebzigjährige aber hier – vor allem unter jungen Studenten – ein nachhaltiges Wirkungsfeld. Er hielt Vorträge, schrieb für (kritische) Studenten-Zeitschriften (u.a. „Studenten-Kurier“, „Lynx“), trat als Zeitzeuge in Seminaren auf und wurde zu politischen Diskussionen eingeladen. Im Vorfeld der 1968er fand der Exilrückkehrer hier seine „Öffentlichkeit“. Und manch Opponent zum (Nachkriegs-)Zeitgeist fand in Hiller einen Bezug zu verschütteten Traditionen derVor-1933-Zeit. Inhalt u.a.: Rainer Nicolaysen: Köpfe oder Tröpfe. Kurt Hillers Urteile über Hamburger Professoren nach 1945 • Reinhold Lütgemeier-Davin: Ein Deutschland mit humanistischem Antlitz. Kurt Hiller gegen Restaurationstendenzen im Nachkriegsdeutschland • Harald Lützenkirchen: Hillers Schriftsteller-Alltag in Hamburg • Ruprecht Großmann: Kurt Hiller und der Neusozialistische Bund • Wilhelm Nölling: Mein Erlebnis mit Hiller und dem SDS • Interview mit Peter Schütt über sein Studium an der Universität Hamburg, das Fach Germanistik und Kurt Hiller • "Was nützt es, längst vergangene Verbrechen zu leugnen, wenn sie einem doch nachgewiesen werden?" - Kurt Hiller als Zeitzeuge im Oberseminar von Karl Ludwig Schneider zum "Literarischen Expressionismus", Universität Hamburg, 1. Juni 1961 • Rolf von Bockel: Kurt Hillers 106 Beiträge im „Lynx“ (1960-1966/67) - Eine kommentierte Bibliographie • Rolf von Bockel: Der Anfang vom Ende der "Schutzgottheit": Der 80. Geburtstag Kurt Hillers (1965) • Manfred Herzer-Wigglesworth: Hamburg von hinten anno 62 • Harald Lützenkirchen: Kurt Hiller in Hamburg - eine Chronik. Ergänzende Textdokumente von Kurt Hiller und seinem Neusozialistischen Bund.
Aktualisiert: 2020-09-24
> findR *

Kurt Hiller und die Gruppe Revolutionärer Pazifisten (1926-1933)

Kurt Hiller und die Gruppe Revolutionärer Pazifisten (1926-1933) von Bockel,  Rolf von
Kurt Hiller (1885-1972) war in den zwanziger Jahren einer der streitbarsten und umstrittensten Mitarbeiter der Zeitschrift „Die Weltbühne“. Der Philosoph, Literat und Zeitkritiker gründete 1926 die Gruppe Revolutionärer Pazifisten (GRP). Persönlichkeiten wie Kurt Tucholsky, der linke Sozialdemokrat Hans Bauer, der Pfarrer August Bleier, der Kommunist und Lyriker Erich Weinert, Ernst Toller, Walter Mehring, Pauline Nardi, Alfred Kurella (nach 1945 SED-Kulturfunktionär), Walther Karsch (nach 1945 „Tagesspiegel“-Herausgeber), der Ökonom Alfons Goldschmidt, die Frauenrechtlerin Helene Stöcker und andere bekannte Intellektuelle schlossen sich der Gruppe an. Der Zusammenhang von kapitalistischen Gesellschaftsordnungen und kriegerischen Gewaltpotentialen wurde thematisiert. In dem Bekenntnis zum Sozialismus spiegelte sich aber keineswegs ein einheitliches und einendes Gesellschaftsbild der Mitglieder wieder. Auch Hillers Politikmodell einer „Logokratie“, die „Herrschaft der Geistigen“, fand hier Anhänger. Stets diskutierte die Gruppe tagespolitische Ereignisse der Weimarer Republik, die Kriegsschuldfrage (am Ersten Weltkrieg), Versailler Friedensvertrag, die Revisionsbewegung, Reichswehr, Nationalismus und Militarismus. Es gab sogar die Initiative gegen den „Hindenburg-Geist“, einen Kandidaten Heinrich Mann zur Wahl des Reichspräsidenten vorzuschlagen. Trotz der Kapitalismuskritik sprachen die revolutionären Pazifisten um Kurt Hiller mehrheitlich supranationalen Organisationen friedensfördernde Wirkung zu. Man beschäftigte sich mit dem Kellogg-(Kriesgächtungs-)Pakt (1928) und der Paneuropa-Idee (Richard N. Graf von Coudenhove-Kalergi) und ging kritisch mit dem Friedenspostulat des Genfer Völkerbunds ins Gericht. Die Entwicklung in Russland – dem „großen sozialen Experiment“ – wurde aufmerksam verfolgt, – aber auch unterschiedlich beurteilt. Die Frage nach der Anwendung von Gewalt als Mittel des Pazifismus war ein zentraler Diskussionspunkt, speziell: Soziale Revolution, Methoden gewaltfreien Widerstands wie Kriegsdienstverweigerung, die Legitimität des Tyrannenmords (zur Abwendung von drohenden Kriegen). Damit verbunden war stets die Frage: War und ist der revolutionäre Bürgerkrieg eine pazifistische „Friedensstrategie“? Mit Beginn der 1930 Jahre waren die Ursachen des NS-Erfolgs ein Schwerpunktthema. Die „revolutionären“ Pazifisten traten für die „Linke Einheit“ ein, um den „Rutsch des Reichs in den Dreck“ abzuwenden. Im März 1933 löste sich die Gruppe auf. Die vorliegende Neuauflage erscheint mit einem umfangreichen Anhang, der entlegene Hiller-Schriften und Dokumente der Gruppe Revolutionärer Pazifisten enthält, – ergänzt von einer Bibliographie, die die Literatur zum Thema von 1990 bis heute erschließt.
Aktualisiert: 2020-08-27
> findR *

Nikolaj Andrejewitsch Roslawez und seine Zeit

Nikolaj Andrejewitsch Roslawez und seine Zeit von Ligeti,  György, Lobanova,  Marina
Nikolaj Roslawez (1881–1944) war lange Zeit in Vergessenheit geraten und wird heute im Konzertleben wiederentdeckt. Der Komponist Neuer Musik war ein Außenseiter der Kulturgeschichte. Jahrzehntelang gehörte er zu den verfemten Musikern Russlands. Obwohl der von Igor Stravinskij gelobte Komponist in den Jahren zwischen 1910 und 1930 als Kopf der russischen Avantgarde galt, belegte man sein Werk seit Anfang der 1930er Jahre mit Verbot. Auch sein originäres theoretisches System, das mit dem Schönbergschen vergleichbar ist, wurde aus der Musikpraxis verdrängt. Die erste umfassende Monographie über das Leben und Schaffen dieses lange in Vergessenheit geratenen Klassikers moderner Musik (erstmals 1997 erschienen) liegt hiermit in einer überarbeiteten, aktualisierten und erweiterten Neuauflage vor. Marina Lobanova forschte jahrzehntelang in Archiven. Ihre Arbeit führte auch zur Rekonstruktion einzelner Kompositionen sowie zur Wiederentdeckung „verschollenen“ geglaubter Werke. Das Leben und Werk Roslawez wird im Kontext seiner Zeit betrachtet. Entfaltet wird ebenso eine Chronik von Repressalien, die Roslawez und seine Weggefährten erleiden mussten. Die Arbeit ist somit auch ein Forschungsbeitrag zu dem weiten Feld verfemter Musik. Aus dem Inhalt: Rekonstruktion der Biographie • Das verfemte Genie: Wie Leben und Werk stigmatisiert und verfolgt werden • Das musikalische Drama der 20er Jahre • Roslawez und Skrjabin • Roslawez und Debussy • Roslawez und der Jugendstil • Roslawez und der Futurismus • Roslawez und Schönberg • „Analytische Kunst“ • Das neue System der Tonorganisation • Analysen zum Werk • Werkverzeichnis • u.a.m..
Aktualisiert: 2020-08-20
> findR *

Kurt Hiller — Rezeptions-Geschichte(n)

Kurt Hiller — Rezeptions-Geschichte(n) von Bockel,  Rolf von, King,  Ian, Kraushaar,  Kurt, Lütgemeier-Davin,  Reinhold, Lützenkirchen,  Harald, Wolfert,  Raimund
An dem Literaten, Publizisten, Sexualreformer, Pazifisten und Weltbühne-Autor Kurt Hiller (1885-1972) schieden und scheiden sich stets die „Geister“. Hiller-Kritiker Arnold Zweig forderte von Klaus Mann bei der Redaktion für die Exil-Zeitung Die Sammlung, auf Hillers Mitarbeit zu verzichten oder seine Texte von „ärgsten Entgleisungen zu reinigen“. Mann verteidigte Hiller: „Sein sehr leidenschaftliches und – wie mir scheint – sehr sauberes, jedenfalls sehr eigenwilliges Denken imponiert mir.“ Im Sommer 2018 veranstalteten die Kurt Hiller Gesellschaft und das Institut für Braunschweigische Regionalgeschichte eine Tagung, auf der in Beiträgen und Diskussionen Einzelaspekte zu einer zeitgenössischen Rezep-tion Kurt Hillers zur Sprache kamen. Inhalt u.a.: Einleitung des Herausgebers • Ian King: „Ein klares Bekenntnis zur Kriegsdienstverweigerung ist die Basis für allen Pazifismus.“ Zum Verhältnis Hiller/Tucholsky • Raimund Wolfert: „Die Presse schwieg fast durchgehends.“ Kurt Hiller und der Gegenentwurf des Kartells für Reform des Sexualstrafrechts 1927 • Kurt Kraushaar: „Denken – eine verfluchte Branche!“ Hillers Weg zu den „Profilen“ und deren Rezeption • Reinhold Lütgemeier-Davin: Zwischen Stuhlpaaren sitzen. Kurt Hillers publizistisches Schaffen und dessen Rezeption in der Frühphase des Kalten Krieges (1945-1955) • Rolf von Bockel: ... „die Stätte zweier mir wesentlicher Erfolge ...“ – Zur Rezeption Kurt Hillers in Hamburg vor 1945 • Harald Lützenkirchen: Bilanzierungen. Die späten Geburtstagswürdigungen und die Nachrufe auf Kurt Hiller • Harald Lützenkirchen: 20 Jahre Kurt Hiller Gesellschaft (1998-2018).
Aktualisiert: 2019-06-19
> findR *

Wie entsteht dabei Musik?

Wie entsteht dabei Musik? von Grünzweig,  Werner
Der Band enthält sieben Interviews, die der Musikwissenschaftler Werner Grünzweig führte. Er befragte eine Komponistin und sechs Komponisten, die heute im Musikleben einen internationalen Ruf haben, zu deren einstigen Ausbildungswegen: Peter Ablinger, Orm Finnendahl, Georg Friedrich Haas, Hanspeter Kyburz, Bernhard Lang, Isabel Mundry und Enno Poppe. Diese Komponisten studierten zu unterschiedlichen Zeiten und bei unterschiedlichen Lehrern. In einem Punkt besitzen sie aber eine Gemeinsamkeit: Wesentliche Impulse erhielten sie durch den 1937 geborenen Komponisten und Musikwissenschaftler Gösta Neuwirth: die einen an der Musikhochschule in Graz, die anderen an der Hochschule der Künste Berlin, wo Neuwirth von 1982–2000 Professor im Fach „Geschichte der Musiktheorie“ war. Obwohl er niemals eine offizielle Kompositionsklasse betreute, muß Neuwirth dennoch zu den einflußreichsten Kompositionslehrern seiner Zeit gerechnet werden. Am Rande seiner offiziellen Lehrveranstaltungen fanden die Studierenden in ihm den idealen Ansprechpartner für ihre eigenen kompositorischen Arbeiten. Die Interviewten schildern, welches Spannungsfeld ihre Auseinandersetzung mit Neuwirths kompositorischem Ansatz zum Musikdenken der jeweils offiziellen Lehrer eröffnete. Georg Friedrich Haas, der heute an der Columbia University in New York unterrichtet, schätzt seinen Lehrer folgendermaßen ein: „…Rückwirkend, glaube ich, kann man schon sagen, daß Gösta Neuwirth einer der wichtigsten Kompositionslehrer im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts war.“ Doch schränkt er mit kritischem Blick auf die heutige Situation der Hochschulen und Universitäten in Deutschland und Österreich ein: „...Wenn ich daran denke, wie heute der Unterricht reglementiert ist…: Gösta hätte heute keine Chance.“ Vor diesem Hintergrund versteht sich die vorliegende Interviewsammlung nicht nur als Zeugnis zur jüngeren Musikgeschichte, zur Würdigung Gösta Neuwirths und zur Beschreibung, was eine Ausbildung zum Komponisten bedeuten kann, sondern auch als indirekte Stellungnahme zu den Veränderungen der Studienbedingungen seit der Einführung des Bologna-Prozesses.
Aktualisiert: 2019-05-21
> findR *

Lynx. Anmerkungen zu Politik und Literatur.

Lynx. Anmerkungen zu Politik und Literatur. von Beutin,  Wolfgang, Bockel,  Rolf von
1960 feierte der „Verband Deutscher Tonkünstler“ in seinen Publikationen die Gedenktage deutscher Komponisten, ließ jedoch – ganz in der NS-Tradition – Komponisten jüdischer Herkunft aus (Mendelssohn, Mahler, u.a.). Dagegen formierte sich Protest von Studenten und Hochschullehrern, der in Leserbriefen und Artikeln weites Echo fand (auch in Israel und New York). Im Umfeld der Universität Hamburg fand aus dem Kreis dieser Initiative die LYNX-Gründung statt. 1960 erschien die Nr. 1, redigiert von dem Musikwissenschaftler Georg Borchardt und dem Germanisten Wolfgang Beutin (ab Heft 2 lag die Redaktion allein bei Wolfgang Beutin). Bis 1966 erschienen 32 Ausgaben in Auflagen von 200 bis 500 Exemplaren. Zentrales Anliegen der Zeitschrift war: Der Kampf gegen die „Stickluft“ der frühen Bundesrepublik, gegen neofaschistische Machenschaften, – gegen eine Presselandschaft und einen Hochschulbetrieb mit „(Ewig-)Gestrigen“ , – gegen die Kontinuitäten des Kulturbetriebs zur NS-Zeit und klerikale Dunkelmänner. Gegen Militarismus und Wiederaufrüstung. Schon für das erste Heft gewannen die Herausgeber einen der letzten ehemaligen Stamm-Autoren der „Weltbühne“ als Mitarbeiter: Kurt Hiller (1885-1972). Dieser sorgte fortan auch für die Verbreitung des LYNX in anderen europäischen Ländern, Israel und Amerika. Unter den Autorinnen und Autoren aus der Weimarzeit befanden sich Joseph Baur, Eugen Brehm, Georg Burckhardt und David Luschnat u.a. An jüngeren Autoren schrieben: Ruprecht Großmann, Dietrich Stahlbaum, Juan Allende-Blin, Harald Hartung, Peter Schütt, Dieter Schumacher, Karlheinz Deschner, Hans Wollschläger u.a. Im Winter 1966/67 – im Vorfeld „der Achtundsechziger“ – stellte die Zeitschrift ihr Erscheinen ein. Der LYNX war ein Vorbote jener gesellschaftlichen Eruption. Der Band enthält eine CD mit den 32 Ausgaben des Lynx im PDF-Format. Verzeichnisse und eine kurze Geschichte der Zeitschrift ebnen den Zugang zu den einzelner Ausgaben.
Aktualisiert: 2020-07-27
> findR *

Der Nebler

Der Nebler von Beutin,  Wolfgang
Nach "Das Jahr in Güstrow" (1985) und "Der Wanderer im Wind" (1991) legt Wolfgang Beutin hiermit einen dritten Roman über die Familie Beelzow vor, die im 20. Jahrhundert in der Bremer Neustadt ansässig war. Das Geschehen umfasst die Jahre 1927 bis 1937. Am Beispiel der Familiegründung von Else und Karl Beelzow wird (Alltags-)Geschichte widergespiegelt. Der Erzähler – ein Sohn der beiden – findet Elses Tagebücher 1981 nach ihrem Tod. Er deckt auf, dass sie sich zu Beginn ihres Erwachsenenlebens dem Ziel verschworen hatte, das Leben einer „modernen Frau“ zu führen. Sie ergreift einen Beruf und ist 10 Jahre als Kontoristin bei verschiedenen bremischen Firmen tätig. Während der Wirtschaftskrise wird sie arbeitslos und findet trotz eifriger Bemühungen keine neue Stelle. Der Erzähler setzt damit ein, wie Else ihren späteren Mann Karl 1927 auf einem Maskenball kennenlernt. Dieser geht sofort mit allem Eifer daran, seiner neuen „Bekannten“ ihre Zukunftswünsche auszureden. Dennoch: Aus der Arbeitslosigkeit heraus erscheint ihr die Flucht in die Ehe als einziger Ausweg. Das Familienglück, das sie Jahre später als Lebensglück preisen sollte, erweist sich allerdings als Lebensform, die nichts mehr mit ihren ursprünglichen Idealen gemein hat. Ein Roman zur Alltagsgeschichte in Bremen und zum Rollenbild von Frauen in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts.
Aktualisiert: 2019-01-11
> findR *
MEHR ANZEIGEN

Oben: Publikationen von Bockel-- R v

Informationen über buch-findr.de: Sie sind auf der Suche nach frischen Ideen, innovativen Arbeitsmaterialien, Informationen zu Musik und Medien oder spannenden Krimis? Vielleicht finden Sie bei Bockel-- R v was Sei suchen. Neben praxiserprobten Unterrichtsmaterialien und Arbeitsblättern finden Sie in unserem Verlags-Verzeichnis zahlreiche Ratgeber und Romane von vielen Verlagen. Bücher machen Spaß, fördern die Fantasie, sind lehrreich oder vermitteln Wissen. Bockel-- R v hat vielleicht das passende Buch für Sie.

Weitere Verlage neben Bockel-- R v

Im Weiteren finden Sie Publikationen auf band-findr-de auch von folgenden Verlagen und Editionen:

Qualität bei Verlagen wie zum Beispiel bei Bockel-- R v

Wie die oben genannten Verlage legt auch Bockel-- R v besonderes Augenmerk auf die inhaltliche Qualität der Veröffentlichungen. Für die Nutzer von buch-findr.de: Sie sind Leseratte oder Erstleser? Benötigen ein Sprachbuch oder möchten die Gedanken bei einem Roman schweifen lassen? Sie sind musikinteressiert oder suchen ein Kinderbuch? Viele Verlage mit ihren breit aufgestellten Sortimenten bieten für alle Lese- und Hör-Gelegenheiten das richtige Werk. Sie finden neben