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Die Völkerwanderung

Die Völkerwanderung von Rosen,  Klaus
Dieser Band bietet eine anregende Einführung in die Geschichte der Völkerwanderung. Es werden die Völker und ihre bedeutendsten Persönlichkeiten vorgestellt, die an dem Geschehen beteiligt waren, das zum Untergang des weströmischen Reiches führte. Auch der ideologische Missbrauch der Völkerwanderung wird beschrieben, der im National sozialismus seinen Höhepunkt erreichte. Der Kirchenvater Hieronymus zeichnete im Jahr 396 ein bewegendes Bild aus jener Epoche, die wir nennen: "Es sind nun zwanzig und etwas mehr Jahre, dass zwischen Konstantinopel und den Julischen Alpen römisches Blut vergossen wird. Skythien, Thrakien, Makedonien, Thessalien, Dardanien, Dakien, Epirus, Dalmatien sowie alle Teile Pannoniens verwüsten, entvölkern und plündern der Gote, der Sarmate, der Quade und der Alane, die Hunnen, die Vandalen und die Markomannen. Mit wie vielen Ehegattinnen und gottgeweihten Frauen, freigeborenen und adligen Personen haben diese Untiere ihren Spott getrieben! Bischöfe wurden gefangen, Priester und Kleriker der verschiedenen Ränge getötet, Kirchen wurden zerstört, Altäre Christi zu Pferdeställen gemacht und Gebeine der Märtyrer ausgegraben. Überall Trauer, überall Seufzen, und weit und breit ein Bild des Todes." Hieronymus ahnte: "Der römische Erdkreis stürzt." Was aber waren die Ursachen solcher Völkerbewegungen, in deren Verlauf das weströmische Reich tatsächlich unterging? Welchen Gang nahmen die Ereignisse, wer waren die Protagonisten - und welcher Missbrauch sollte später einmal mit der Geschichte der Völkerwanderung getrieben werden? Vertraut mit den Quellen und in anschaulicher Darstellung behandelt der Verfasser diese und andere Fragen.
Aktualisiert: 2020-01-10
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Mikroliturgie

Mikroliturgie von Jonas,  Michael
Sprachliche Wendungen wie "Amen", "Halleluja" oder "Der Herr sei mit euch" werden bis heute nahezu flächendeckend in den christlichen Gottesdiensten verwendet. Diese Kleinformeln sind aber auch weit über den Insider-Kreis der regelmäßigen Gottesdienstteilnehmer hinaus bekannt und werden allgemein mit dem Christentum in Verbindung gebracht. Wie sind diese Wendungen entstanden? Auf welchem Weg sind sie in die gottesdienstlichen Feiern der frühen Christen gelangt? Wann und wo wurden sie verwendet und welche Bedeutungen schwangen dabei mit? Michael Jonas geht diesen Fragen anhand der Zeugnisse nach, die die ersten Jahrhunderte zu liturgischen Kleinformeln bieten. Dabei wird erkennbar, welches identitätsstiftende und einheitsbildende Potential diese Mikroeinheiten für die sich ausbildende christliche Liturgie und Frömmigkeit besaßen und bis heute besitzen.
Aktualisiert: 2020-01-07
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Eschatologie im ägyptischen Mönchtum

Eschatologie im ägyptischen Mönchtum von Moschos,  Dimitrios
Das christliche Mönchtum wurde schon öfter mit einem immanent christlichen Gedanken verbunden, und zwar der Vorwegnahme des Reiches Gottes, des Eschatons, der begriffsgeschichtlich gründlich erforscht wurde. Die Umsetzung dieser Idee in die Tat offenbart jedoch eine breite Palette unterschiedlichster organisatorischer Formen, religiöser Erlebnisse, theologischer Ansichten und sozialer Funktionen. Diese Vielfalt wurde bisher normalerweise 'von außen', im Hinblick auf die soziale Umgebung, untersucht. Anhand narrativer und archäologischer Quellen greift Dimitrios Moschos die Eigenentwicklung der christlichen Eschatologie im Mönchtum wieder auf. Er stellt fest, daß konkrete theologische Strömungen und entsprechende eschatologische Auffassungen mit analogen sozialen Funktionen interagieren, was letztlich zum Aufbau neuer Identitäten führt. Die Erkenntnis dieses Prozesses hilft zum besseren Verständnis der religiösen Transformation Ägyptens und ferner der spätantiken Welt im 4. Jh.
Aktualisiert: 2020-01-07
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