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Die lustigen Weiber von Windsor / The Merry Wives of Windsor (Shakespeare Gesamtausgabe, Band 24) – zweisprachige Ausgabe

Die lustigen Weiber von Windsor / The Merry Wives of Windsor (Shakespeare Gesamtausgabe, Band 24) – zweisprachige Ausgabe von Günther,  Frank, Shakespeare,  William
Der dicke Ritter Falstaff ist eine von Shakespeares berühmtesten Figuren. Als Charakter, der sich maßlos den Freuden des Lebens hingibt und jeglicher moralischen Erwägung abholder ist, sticht er aus dem Drama Heinrich IV. heraus. Mit den Lustigen Weibern von Windsor schuf Shakespeare eine turbulente Komödie, in der Falstaff – angeblich auf Bitten der Königin – erneut zu sehen ist, diesmal als Liebhaber. Hier wird er, als betrogener Betrüger und erfolgloser Verführer, nach Strich und Faden lächerlich gemacht. Allerdings verliert er dabei auch etwas von seiner ursprünglichen dramatischen Größe. Die Lustigen Weiber gehören mit ihrem Hang zur Farce zweifellos zu Shakespeares leichtgewichtigsten Werken. Kritiker haben zwar verschiedentlich die Oberflächlichkeit des Stücks bemängelt, doch entfesselt der Autor hier ein beispielloses Feuerwerk sprachlicher Fehlleistungen, dessen Witz die Handlungskomik bei Weitem in den Schatten stellt und für manche dramaturgische Schwäche oder Grobheit reichlich entschädigt.
Aktualisiert: 2022-09-13
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Das Wintermärchen / The Winter´s Tale (Shakespeare Gesamtausgabe, Band 20) – zweisprachige Ausgabe

Das Wintermärchen / The Winter´s Tale (Shakespeare Gesamtausgabe, Band 20) – zweisprachige Ausgabe von Günther,  Frank, Shakespeare,  William
Band 20. Komödie. Vergeblich drängt König Leontes von Sizilien seinen Jugendfreund, König Polixenes von Böhmen, seinen Aufenthalt bei ihm noch zu verlängern. Erst als ihn auch Hermione, Leontes Gattin, darum bittet, entschließt er sich zu bleiben. Das versetzt Leontes derart in Eifersucht, dass er seinen Höfling Camillo beauftragt, Polixenes, den er einer Beziehung mit Hermione verdächtigt, zu ermorden. Camillo gesteht Polixenes seinen Auftrag und beide fliehen nach Böhmen. Damit sieht Leontes seinen Argwohn bestätigt. Er wirft Hermione ins Gefängnis, erkennt das Kind, das sie zur Welt bringt, nicht als das seine an und lässt es von Antigonus aussetzen. Auch ein Orakelspruch von Delphi, der Hermiones Unschuld bestätigt, überzeugt Leontes nicht. Erst als sein Sohn Mamillius aus Kummer über die Ereignisse stirbt und Hermione bei dieser Nachricht wie tot zusammenbricht, beginnt sich Leontes Gewissen zu regen, jedoch zu spät. Inzwischen hat Antigonus das Kind in Böhmen ausgesetzt, wo es von einem alten Schäfer aufgenommen und nach einem beigelegten Papier Perdita genannt wird. Antigonus wird im Wald von einem Bären zerrissen. Die Zeit tritt auf und lässt 16 Jahre vergehen. Florizel, der Sohn des Polixenes, hat sich in Perdita, die in ländlicher Idylle bei dem alten Schäfer lebt, verliebt und will sich beim Schafschurfest mit ihr verloben. Polixenes will die Verlobung mit der vermeintlichen Schäferin verhindern, doch Camillo verhilft den beiden Liebenden zur Flucht nach Sizilien. Dort wenden sich Florizel und Perdita an König Leontes, der sich in Reue zurückgezogen hat. Er nimmt das Paar bei sich auf und erkennt in Perdita seine Tochter. Nun führt Paulina alle in ihr Haus, um ihnen eine lebensechte Statue der Hermione zu zeigen: Das Standbild entpuppt sich aber als Hermione selbst, die die Jahre über von Paulina verborgen gehalten worden war. Hermione sinkt dem erschütterten Leontes in die Arme. Florizel kann mit dem Segen seines inzwischen mit Camillo eingetroffenen Vaters Perdita heiraten, und der getreue Camillo nimmt die getreue Paulina zur Frau. Urplötzlich entsteht ein Riss in der Natur und ein Mensch gerät außer sich. Die unergründliche Eifersucht, die Leontes wie ein Fieber überfällt, ist eine jener jähen Existenzkrisen, in denen einige von Shakespeares Figuren mit einem Mal den Boden unter den Füßen verlieren. »Denkst du, ich sei so wirre, so gestört, mir selbst zu schaffen diese Qual ... Ist wohl ein Mensch so toll?« fragt Leontes. Er hält die Zwangsvorstellungen seines Eifersuchtswahns für Realität, will seinen Freund, seine Frau, sein Kind in den Tod schicken. Obwohl alle um ihn herum die Haltlosigkeit seines Verdachtes erkennen und ihm mit allen Mitteln zu versichern versuchen – es kann ihm niemand aus seinem Wahn helfen. Aber Shakespeare kleidet diesen Tragödienstoff in ein Märchen und führt ihn zu einem guten Ende: Sechzehn Jahre müssen vergehen, bis das, wie das Orakel verkündete, »Verlorene« wiedergefunden wird. Konkret ist es Perdita, wahrscheinlich aber auch eine Metapher für das verlorene Vertrauen, den Glauben an die Menschen. In diesem rätselhaften, bittersüßen Märchen, das Shakespeare mit komödienhaften Szenen durchsetzt, kann freilich Leontes seinen Glauben nur wiederfinden, das Paar im Herbst seines Lebens wieder vereint werden, weil Hermione über allem Leid und Schrecken den Glauben an Leontes ungebrochen bewahrte. Zweisprachige Ausgabe mit Anmerkungen des Übersetzers, Bericht aus der Übersetzerwerkstatt und einem einführenden Essay von Ingeborg Boltz.
Aktualisiert: 2022-09-13
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Timon von Athen (Shakespeare Gesamtausgabe, Band 36) – zweisprachige Ausgabe

Timon von Athen (Shakespeare Gesamtausgabe, Band 36) – zweisprachige Ausgabe von Günther,  Frank, Shakespeare,  William
Band 36. Tragödie. Timon, ein reicher Bürger Athens, verschwendet ohne Unterlass Geld an Bittsteller und Schmarotzer, ohne den Bedenken seines Verwalters Flavius Gehör zu schenken. Viel wichtiger ist ihm sein augenscheinlich hoher sozialer Status, den er durch seine großzügigen Geschenke, Feste und Leihgaben zu erreichen glaubt. Als die vielen Ausgaben Timon aber in den Ruin treiben, will ihm keiner seiner Gläubiger und angeblichen Freunde helfen. In Reaktion darauf lädt er die Heuchler zu einem Fest ein, bei dem er ihnen aber nichts weiter als heißes Wasser servieren lässt. Schimpfend jagt er sie aus dem Haus, die Flüchtenden mit dampfendem Wasser bespritzend. Verbittert zieht sich Timon in den Wald zurück. Als er nach Wurzeln gräbt, findet er auf wundersame Weise Gold, das er jedoch dem Feldherrn Alkibiades schenkt, der von den Bürgern Athens ebenso undankbar behandelt wurde und aus diesem Grund die Stadt angreifen will. Timon selbst geht auf keinerlei Versöhnungsversuche ein und verharrt bis zu seinem Lebensende in Misanthropie. Zweisprachige Ausgabe mit Anmerkungen des Übersetzers, Bericht aus der Übersetzerwerkstatt und einem einführenden Essay von Markus Marti.
Aktualisiert: 2022-06-15
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Antonius und Kleopatra /Antony and Cleopatra (Shakespeare Gesamtausgabe, Band 3) – zweisprachige Ausgabe

Antonius und Kleopatra /Antony and Cleopatra (Shakespeare Gesamtausgabe, Band 3) – zweisprachige Ausgabe von Günther,  Frank, Shakespeare,  William
Band 3. Tragödie. Marcus Antonius, einer der Triumvirn, die nach Cäsars Ermordung die Herrschaft des römischen Weltreiches übernommen haben, lebt in Ägypten mit Königin Cleopatra im Liebesrausch. Als er von Unruhen in Rom hört, reißt er sich von Cleopatra los, um in seiner Heimat wieder in die Politik einzugreifen. Er versöhnt sich mit Octavius Cäsar und Lepidus, schließt mit Octavia, der Schwester des Octavius, eine politische Vernunftehe und zieht mit seinen Machtpartnern gegen Pompeius. Ehe es zur Schlacht kommt, geht Pompeius jedoch auf Vermittlungsvorschläge der Triumvirn ein und lädt sie zu einem rauschenden Versöhnungsfest auf sein Schiff, bei dem die Herren der Welt trunken miteinander singen und tanzen. Die Gelegenheit, seine Feinde zu ermorden, lässt Pompeius verstreichen. Die Eintracht währt jedoch nicht lange: Es gibt Krieg gegen Pompeius, Antonius kehrt nach Ägypten zu Cleopatra zurück, Octavius beseitigt Lepidus und zieht gegen Antonius in den Kampf. Bei Actium kommt es zur Seeschlacht. Auf dem Höhepunkt der Schlacht flieht Cleopatra mit ihren Schiffen, und Antonius folgt ihr »wie ein brünst'ger Enterich«. Der Schande wird er sich erst später bewusst. Cleopatra nimmt Kontakt zu Octavius auf, der Antonius schließlich bei Alexandria besiegt. Antonius gibt Cleopatra die Schuld an seiner Niederlage und verflucht die Geliebte. Cleopatra täuscht einen Selbstmord vor. Auf die Nachricht von ihrem Tod stürzt sich Antonius in sein Schwert. Sterbend erfährt er, dass sie noch lebt, lässt sich zu ihr tragen, und sie finden einander wieder in Liebe. Nach einem Gespräch mit Octavius Cäsar, das ihr Gewissheit über eine schmähliche Zukunft gibt, lässt sich Cleopatra durch einen Schlangenbiss töten. Octavius Cäsar lässt die großen Liebenden gemeinsam bestatten. »Liebeswahnsinn« ist das dritte Wort dieser Tragödie. Zwei Mächtige haben sich darin verstrickt. Liebesmacht und Machtliebe stehen gegeneinander. Die große Leidenschaft zwischen Antonius und Cleopatra ist im Grunde eine Dreierbeziehung, und der Dritte im Bunde heißt Macht. Antonius kämpft um die Weltherrschaft, Cleopatra für ihr Königreich, Liebesrausch verbindet sie, zwei große Liebende, die aber erst als Verlierer im Spiel um die Macht wahrhaft zueinander finden: im Tod. Die Entscheidung für die Welt ist eine Entscheidung gegen die Liebe, Liebe und Machtkampf lassen sich nicht vereinen. Shakespeare stellt die Leidenschaft zwischen dem Römer und der Ägypterin in das Geschehen von zehn Jahren bewegter Geschichte eines Weltreiches. Im »Liebeswahnsinn« in Ägypten schleudert Antonius diesem Reich seine Verachtung entgegen: »Hier ist die Welt, Throne sind Staub« – und doch verlässt er Cleopatra und geht nach Rom. Als er zu ihr zurückkehrt, ist er bereits Verlierer der Macht, denn die Liebe war stärker. Doch nun ist das Gleichgewicht der Beziehung gestört, hinter Antonius steht nicht auch die Macht, Cleopatra verhandelt mit Octavius Cäsar, laviert zwischen der Liebe und der Macht. An der Leiche des Antonius greift sie seine Herausforderung nochmals auf und kehrt sie um: Nichtig ist alles, wo er nicht lebt. Als sie ihr Spiel verloren sieht, folgt sie Antonius in den Tod. – Genial versteht Shakespeare diesen Konflikt zwischen Welt und Liebe an zwei schillernden Charakteren sichtbar zu machen. Der Sieger heißt Octavius Cäsar. Er kennt nur eine Liebe: die zur Macht. Als Cäsar Augustus wird er die Welt beherrschen. Zweisprachige Ausgabe mit Anmerkungen des Übersetzers, Bericht aus der Übersetzerwerkstatt und einem einführenden Essay von Bernhard Klein.
Aktualisiert: 2022-09-13
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König Lear /King Lear (Shakespeare Gesamtausgabe, Band 14) – zweisprachige Ausgabe

König Lear /King Lear (Shakespeare Gesamtausgabe, Band 14) – zweisprachige Ausgabe von Günther,  Frank, Shakespeare,  William
Band 14. Tragödie. Der alte König Lear will sein Reich vorzeitig an seine drei Töchter verteilen und ihr Erbteil je nach der Größe ihrer Liebe ausrichten. Goneril und Regan überbieten einander in schmeichlerischen Liebesbezeugungen, Cordelia, die ihren Vater wirklich liebt, findet nur schlichte Worte. Tief enttäuscht von der kargen Antwort seiner Lieblingstochter gerät Lear in Zorn, enterbt und verstößt sie und teilt sein Reich unter ihren Schwestern auf, bei denen er abwechselnd leben will. Der Graf von Kent, der Lear von seiner voreiligen Entscheidung zurückhalten wollte, wird verbannt. Cordelia verlässt mit dem König von Frankreich, der sie auch ohne ihr Erbteil zu seiner Frau macht, ihre Heimat. Bald wird der launische und hochfahrende Lear mit seinem großen ritterlichen Gefolge den Töchtern lästig, seine in den Rittern verkörperte Macht beunruhigt sie. Sie legen ihm nahe, die Ritter zu entlassen und verschließen ihm solange ihre Tore. Keine der beiden ist bereit, ihn aufzunehmen. Verzweifelt über die Unmenschlichkeit seiner Töchter irrt Lear, von seinem Narren begleitet, im Gewittersturm über die Heide und schreit seinen Zorn und Jammer in die tobende Natur hinaus. Seine Ausbrüche nehmen mehr und mehr den Charakter des Wahnsinns an. Auf der Heide trifft der irre Lear mit dem Sohn des Grafen Gloucester, Edgar, zusammen, der sich verrückt stellt: Edgar ist von seinem Halbbruder Edmund, dem illegitimen Sohn Gloucesters, bei seinem Vater verleumdet worden. Er musste fliehen, verbirgt sich aber, als Verrückter getarnt, in der nahen Heide. Kent, der als Diener verkleidet wieder in die Dienste Lears getreten ist, und der Graf von Gloucester nehmen sich des in der Heide umherirrenden Königs an. Gloucester beauftragt Kent, den König nach Dover zu bringen, wo Cordelia mit einem französischen Heer gelandet ist. Verraten von seinem Sohn Edmund, wird Gloucester wegen seiner Kontakte zu Frankreich von Regans Mann Cornwall mit ihrer Unterstützung geblendet. Edgar führt seinen blinden Vater, ohne sich ihm zu erkennen zu geben, nach Dover, wo sich Gloucester von den Felsen stürzen will. Doch Edgar lässt ihn den Sprung an ungefährlicher Stelle tun, und Gloucester glaubt sich sonderbar gerettet. Es kommt zu einer ergreifenden Begegnung des blinden Gloucester mit dem wahnsinnigen Lear. Cordelia nimmt sich des Vaters liebevoll an, Lear erlangt sein klares Bewusstsein wieder und erkennt die Wahrheit. Doch Edmund, der die Heere Gonerils und Regans führt, besiegt die Franzosen. Lear und Cordelia werden gefangen genommen. Um Edmund ist inzwischen Rivalität unter den Schwestern entstanden, beide wollen ihn für sich gewinnen und sich ihrer Männer entledigen. Da Regan Witwe geworden ist und Edmund heiraten will, wird sie von Goneril vergiftet. Edmund aber fällt im Zweikampf gegen Edgar. Goneril ersticht sich. Da kommt Lear wehklagend mit Cordelias Leiche in seinen Armen, sie wurde auf Edmunds Befehl getötet. Der Schmerz ist für Lear zu groß, er stirbt ebenfalls, und nur Kent, Gonerils Gatte Albany und Edgar stehen noch vor der Verwüstung. Zweisprachige Ausgabe mit Anmerkungen des Übersetzers, Bericht aus der Übersetzerwerkstatt und einem einführenden Essay von Sabine Schülting.
Aktualisiert: 2022-09-13
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Maß für Maß /Measure for Measure (Shakespeare Gesamtausgabe, Band 23) – zweisprachige Ausgabe

Maß für Maß /Measure for Measure (Shakespeare Gesamtausgabe, Band 23) – zweisprachige Ausgabe von Günther,  Frank, Shakespeare,  William
Band 23. Komödie. Herzog Vincentio will der wilden Sittenlosigkeit in Wien entgegenwirken, indem er ein altes Gesetz wieder in Kraft setzt, das jeden Verführer eines unschuldigen Mädchens mit dem Tod bestraft. Zur Überwachung dieser Anordnung setzt er den sittenstrengen Angelo als Statthalter ein, gibt vor, auf eine Reise zu gehen, mischt sich aber in einer Mönchskutte unter das Volk. Der junge Claudio, dessen Geliebte Julia ein Kind erwartet, wird, obgleich mit Julia verlobt, als erstes Opfer des neuen Gesetzes zum Tode verurteilt. Seine Schwester Isabella, die in ein Kloster eintreten will, bittet den Statthalter um Gnade. Angelo erfasst eine heftige Leidenschaft für die schöne Bittstellerin: Er verspricht ihr, Claudio zu begnadigen, wenn sie sich ihm hingibt. Entrüstet weist ihn Isabella zurück und erklärt ihrem um sein Leben bettelnden Bruder, dass sie sein Leben nicht um diesen Preis erkaufen könne. Da greift der als Mönch verkleidete Herzog ein. Er rät Isabella, zum Schein auf den Antrag Angelos einzugehen, sorgt aber dafür, dass statt ihr im Schutz der Dunkelheit Angelos verlassene Braut Mariana seine Geliebte wird. Obwohl Angelo die Täuschung nicht bemerkte, ordnet er die Hinrichtung Claudios an, da er seine Rache fürchtet. Nun kehrt der Herzog offiziell zurück, Isabella klagt Angelo öffentlich an, und der Herzog verurteilt ihn zu der gleichen Strafe wie Claudio. Da aber Claudio durch das Eingreifen des Herzogs noch lebt, wird auch Angelo begnadigt, und beide müssen die von ihnen verführten Frauen heiraten. Der Herzog bittet Isabella, beeindruckt von ihrer strengen Moral, um ihre Hand. Ein Experiment bildet den Ausgangspunkt dieser Komödie mit tragischen Zügen: Der Herzog, der die Sittenverwilderung in der Stadt seiner lässigen Milde zuschreibt, versucht es nun mit gnadenloser Strenge, die er einen anderen praktizieren lässt. Er wird damit Zeuge, wie die in Angelo verkörperte unbarmherzige Härte schließlich selbst der Gnade bedarf, wie Macht zum Missbrauch verführt und wie auch das strengste Gesetz nicht zur Steigerung der Sittlichkeit des Volkes beitragen kann. Shakespeare zeigt eine Verabsolutierung der Sittlichkeit, die schon wieder in Unsittlichkeit abkippt. Dem in Unsittlichkeit Unmenschlichen stellt er die in Sittlichkeit Unmenschliche gegenüber: dem Moralfanatiker Angelo, der über Nonnenkeuschheit strauchelt und über das Ausbrechen seiner Sinnlichkeit selbst erschrickt, die einem abstrakten Reinheitsideal das Leben ihres Bruders opfernde Isabella. Die vor Claudio ihre Keuschheit verteidigende Reinheitsfanatikerin bildet zwar einen Gegenpol zu der von Shakespeare besonders krass und hemmungslos geschilderten Lasterhaftigkeit der Welt der Huren, Kuppler und Spitzbuben. Sie bleibt aber in ihrem Beharren auf dem Vorrang der Keuschheit vor der Menschlichkeit dennoch fragwürdig. – Wie fragwürdig ein Experiment mit Menschen grundsätzlich ist, machte Peter Zadek in den sechziger Jahren mit seinen Inszenierungen in Ulm und Bremen deutlich, in denen er die Zumutungen erkennen ließ, die der Herzog an die Menschen stellt. Diese bis zur Todesangst getriebenen Zumutungen, die unter dem Vorwand, Menschen zu bekehren, begangen werden, kristallisierten sich bei Zadek zu verwerflichen Spielen mit der Todesangst des Menschen. Zweisprachige Ausgabe mit Anmerkungen des Übersetzers, Bericht aus der Übersetzerwerkstatt und einem einführenden Essay von Kurt Tetzeli von Rosador.
Aktualisiert: 2022-09-13
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König Johann / King John (Shakespeare Gesamtausgabe, Band 34) – zweisprachige Ausgabe

König Johann / King John (Shakespeare Gesamtausgabe, Band 34) – zweisprachige Ausgabe von Günther,  Frank, Shakespeare,  William
Band 34. Historie. Als ein Gesandter des französischen Königs Philipp den englischen Thron für Arthur, den Neffen von König Johann beansprucht, erhält er eine eindrucksvoll formulierte Abfuhr. König Johann denkt gar nicht daran abzudanken. Bei einem Treffen vor der französischen Stadt Angers lässt Johann sich jedoch auf einen fadenscheinigen Frieden ein, der mit der Heirat seiner Nichte Blanca und des Dauphins Louis besiegelt werden soll. Nach einem Streit mit dem päpstlichen Legaten wird Johann exkommuniziert, was König Philipp dazu bringt, den Bund mit dem englischen König zu lösen. Daraufhin entführt Johann Arthur und beauftragt seinen Kämmerer, den Jungen zu töten. Dieser will Arthur zwar verschonen, doch bei einem Fluchtversuch kommt des Königs Neffe ums Leben. Viele englische Adlige bezichtigen Johann nun des Kindsmords und stellen sich auf die Seite des Dauphins Louis, der mit ihrer Hilfe Teile Englands einnimmt. Johann unterwirft sich schließlich dem Papst, es kommt zu einer Versöhnung mit Rom. Der Bastard Philipp Falconbridge, illegitimer Sohn von Richard Löwenherz, öffnet ihm schließlich die Augen für die politische Wirklichkeit. Die Entscheidungsschlacht endet zugunsten Englands, König Johann wird jedoch von einem Mönch vergiftet und stirbt. Der Bastard schwört in den Schlussworten des Dramas, er werde dem Königssohn Heinrich treu dienen. Zweisprachige Ausgabe mit Anmerkungen des Übersetzers, Bericht aus der Übersetzerwerkstatt und einem einführenden Essay von Marie-Theres Harst.
Aktualisiert: 2022-09-13
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König Heinrich V. /King Henry (Shakespeare Gesamtausgabe, Band 22) – zweisprachige Ausgabe

König Heinrich V. /King Henry (Shakespeare Gesamtausgabe, Band 22) – zweisprachige Ausgabe von Günther,  Frank, Shakespeare,  William
Band 22. Historiendrama. Heinrich V. führt Krieg gegen Frankreich. In der Schlacht bei Arzincourt besiegt er die Franzosen und heiratet die Tochter des französischen Königs. Während der episodenhaften Handlung wird Heinrich V. in seinen unterschiedlichen Funktionen als Staatsmann und Kriegsherr gezeigt und stellt seine verschiedenen Qualitäten unter Beweis: Sinn für Gerechtigkeit, aber auch notwendige Härte, politisches Verantwortungsbewusstsein und Fürsorgepflicht, staatsmännisches Augenmaß und Bewährung in kriegerischen Auseinandersetzungen. Zweisprachige Ausgabe mit Anmerkungen des Übersetzers, Bericht aus der Übersetzerwerkstatt und einem einführenden Essay von Ina Habermann.
Aktualisiert: 2022-09-13
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Othello / Othello (Shakespeare Gesamtausgabe, Band 19) – zweisprachige Ausgabe

Othello / Othello (Shakespeare Gesamtausgabe, Band 19) – zweisprachige Ausgabe von Günther,  Frank, Shakespeare,  William
Band 19. Tragödie. Der dunkelhäutige Maure Othello, ein Feldherr in venezianischen Diensten, hat heimlich Desdemona, die Tochter des Senators Brabantio, geheiratet. Sein Fähnrich Jago, der sich von Othello bei einer Beförderung übergangen fühlt, und Roderigo, der Desdemona liebt, schlagen mit dieser Nachricht vor dem Haus Brabantios Lärm. Der empörte Venezianer eilt in den Senat, um Othello der Verführung anzuklagen. Doch Desdemona bekennt sich offen zu ihrem Gatten. Der Doge, eingenommen von der Geschichte, stimmt der Verbindung zu, kann den Vater jedoch nicht beruhigen. Die Bedrohung durch die Türken zwingt aber ohnehin zur Entsendung Othellos nach Zypern. Desdemona erbittet die Genehmigung, ihrem Mann folgen zu dürfen. In Zypern setzt Jago einen Racheplan in Gang: Er macht Leutnant Cassio, der ihm einst vorgezogen wurde, betrunken und hetzt ihn gegen Rodrigo auf. Der Leutnant wird wegen des folgenden Raufhandels von Othello seines Dienstes enthoben, und Jago rät ihm, Desdemona um ein vermittelndes Wort zu bitten. Dann weckt er Othellos Misstrauen. Als die arglose Desdemona zwischen ihrem Mann und Cassio zu vermitteln versucht, schürt Jago geschickt Othellos Eifersucht. Desdemonas Spitzentuch, ein Liebespfand Othellos, dient ihm dabei als Beweismittel. Desdemona hat es verloren, Jago nimmt das Fundstück seiner Frau Emilia, der Zofe Desdemonas, ab und spielt es Cassio zu. Othello erzählt er, er habe das Tuch bei Cassio gesehen. Dann lässt er Othello ein Gespräch belauschen, in dem er sich mit Cassio über dessen Geliebte, eine Kurtisane, unterhält, wobei Othello annehmen muss, mit den Äußerungen über die Kurtisane sei Desdemona gemeint. Schließlich sieht Othello, wie die Kurtisane Bianca das Spitzentuch Cassio zurückgibt, dessen Muster sie hätte abzeichnen sollen. Damit ist er von Desdemonas Untreue überzeugt und gerät vor Eifersucht völlig außer sich. Vor dem venezianischen Gesandten, der ihn nach Venedig zurückberuft und Cassio zu seinem Stellvertreter einsetzt, verliert Othello jede Fassung. Als Desdemona sich über Cassios Berufung freut, schlägt er sie vor den versammelten Gästen ins Gesicht. Weder die verzweifelten Schwüre Desdemonas noch die Beteuerungen Emilias können ihn in seiner Eifersuchtsraserei von der Unschuld seiner Frau überzeugen. Er erwürgt und ersticht sie in ihrem Bett. Emilia, die zu spät die Intrige ihres Mannes durchschaut hat, deckt Jagos Lügen auf und wird von ihm getötet. Othello muss seine Verblendung erkennen, er begeht Selbstmord an Desdemonas Leiche. Othello ist nicht nur die Tragödie der Eifersucht, nicht nur eine Ballade vom verlorenen Vertrauen, nicht nur das Drama eines Außenseiters oder Diskriminierten; diese große Tragödie zweier Liebender ist all das zusammen und mehr. Sicherlich ist Othellos Hautfarbe nicht unwesentlich: Als Fremder – zwar geachtet und gefeiert, aber doch nicht der Mann, dem man gern die Tochter zur Frau gibt – verfügt er über die extreme Empfindlichkeit und Selbstgerechtigkeit des Diskriminierten. Desdemona bestätigt ihm aber mit dem Durchbrechen der Konvention eine weltordnende Kraft der Liebe. »Liebt' ich dich nicht, dann kehrt das Chaos wieder«, sagt er. Als er glaubt, dass Desdemona ihn verrät, stürzt er aus allen Ordnungen, und ihre Ermordung ist der Versuch einer Wiederherstellung seiner Ordnung. Mit der Tötung Desdemonas meint er, Gerechtigkeit für ihm angetanes Unrecht zu üben und begeht mit diesem vermeintlichen Akt der Gerechtigkeit zugleich das größte Unrecht. Jan Kott beleuchtet noch einen anderen Aspekt: Er sieht einen Streit zwischen Jago und Othello um die Natur der Welt: Für Jago ist sie gemein, und er setzt bewusst den Mechanismus der Gemeinheit in Bewegung. Eine Welt, in der Othello Desdemona misstrauen und sie ermorden kann, ist böse – selbst wenn Othello Desdemona tötet, um die moralische Ordnung zu retten, um Liebe und Treue wieder einzusetzen. Jago behält also recht. So handelt er weniger aus verletzter Eitelkeit, Missgunst. oder Sexualneid, sondern als zynischer Regisseur eines Welttheaters. In seiner Welt hat eine Liebe wie die von Othello und Desdemona keinen Platz. Zweisprachige Ausgabe mit Anmerkungen des Übersetzers, Bericht aus der Übersetzerwerkstatt und einem einführenden Essay von Dieter Mehl.
Aktualisiert: 2022-09-13
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Verlorene Liebesmüh /Love’s Labour’s Lost (Shakespeare Gesamtausgabe, Band 4) – zweisprachige Ausgabe

Verlorene Liebesmüh /Love’s Labour’s Lost (Shakespeare Gesamtausgabe, Band 4) – zweisprachige Ausgabe von Günther,  Frank, Shakespeare,  William
Band 4. Komödie. Der König von Narvarra und seine Freunde Berowne, Longaville und Dumain haben geschworen, drei Jahre enthaltsam zu studieren. Da erscheint die Prinzessin von Frankreich mit ihren Hofdamen Rosaline, Maria und Katharina, um im Auftrag ihres Vaters eine ungeklärte Gebietsfrage zu erörtern. Zuerst verheimlichen die verliebten Männer den Eidbruch voreinander, doch als alles herauskommt, beschließen sie, die Damen zu freien. Auf einem Fest tauchen sie als Russen maskiert auf. Die ebenfalls maskierten Frauen haben die Geschenke der Männer, an denen sie sie erkennen können, vertauscht, so dass diese sich blamieren, weil sie der jeweils Falschen ihre Liebe gestehen. Als plötzlich ein Bote die Nachricht vom Tod des Königs von Frankreich überbringt und die Frauen abreisen möchten, wollen die Männer ihre Damen ohne Antwort auf ihre Liebesschwüre nicht ziehen lassen. Die Frauen verlangen ein Jahr der Bewährung. Die Männer bleiben skeptisch zurück. Zweisprachige Ausgabe mit Anmerkungen des Übersetzers, Bericht aus der Übersetzerwerkstatt und einem einführenden Essay von Bernhard Klein.
Aktualisiert: 2022-09-13
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