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Rechtsgeltung als institutionelles Projekt

Rechtsgeltung als institutionelles Projekt von Engelmann,  Andreas
Das vorliegende Buch unternimmt den Versuch, die rechtsphilosophische Kernfrage aller juristischen Geltungstheorien auf ein postfundamentalistisches Beschreibungsniveau zu bringen: Statt einer letzten Antwort auf die Frage nach dem ›Geltungsgrund‹ des Rechts liefert der Autor Ansätze zum Verständnis dessen, was notwendig ist, damit wir von ›geltendem Recht‹ sprechen können, und was wir überhaupt meinen, wenn wir davon sprechen. Die Studie widmet sich den epistemischen, kognitiven, infrastrukturellen und psychischen – und das heißt: außerrechtlichen – Reproduktionsbedingungen des Rechts und führt sie auf die zweigliedrige These, dass Recht immer zugleich infrastrukturell eingebettet (»Institution«) und auf eine mögliche Zukunft bezogen sein muss (»Projekt«). Dieser Perspektivwechsel führt zu einer Öffnung rechtsphilosophischer Fragestellungen für Wissensbestände anderer Wissensfelder und weg von einer vorwiegend auf die Selbstbilder des Rechtsbetriebs konzentrierten Theorie des Rechts. Diese fokussiert nämlich zu stark auf die Abgrenzung des Rechts von anderen sozialen Praktiken und zu wenig auf die strukturellen Voraussetzungen und Implikationen rechtlicher Operationen selbst. Der Autor bietet somit einen neuen Ansatzpunkt, um der Antwort auf die einleitend genannte Kernfrage juristischer Theoriebildung doch noch näher zu kommen.
Aktualisiert: 2020-01-08
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Ödipus – komplex betrachtet. Männliche Unterdrückung und ihre Vergeltung durch weibliche Intrige als zentraler Menschheitskonflikt

Ödipus – komplex betrachtet. Männliche Unterdrückung und ihre Vergeltung durch weibliche Intrige als zentraler Menschheitskonflikt von Schlagmann,  Klaus
Eine bislang ungewohnte Analyse des Dramas König Ödipus von Sophokles: Iokaste ist diejenige – so offenbart am Ende ein Kronzeuge –, die den Auftrag gibt, ihren drei Tage alten Sohn Ödipus mit durchbohrten und zusammengebundenen Fersen in der Wildnis aussetzen zu lassen. Das Kind überlebt diese Misshandlung und wird adoptiert. Als junger Mann erschlägt Ödipus dann in Notwehr seinen leiblichen Vater – ohne ihn zu erkennen. Iokastes Aussetzung ist verantwortlich für diese tödliche Entfremdung. Und die frischgebackene Witwe weiß offenbar von Anfang an, dass es sich bei dem jungen Helden Schwellfuß, den sie kurz darauf ehelicht, um den eigenen Sprössling handelt. Mutmaßlicher Hintergrund dieses Szenarios: Eine Frau in einer Männergesellschaft übt blinde Rache für die Erniedrigung ihres Geschlechts. Es ist ein Konflikt, der sich als Folge der unsinnigen Entwertung von Frauen bis heute in Familien niederschlägt. Der weise Psychologe Sophokles hat zu diesem Thema, wie auch zu anderen, einiges beizusteuern. Warum ist Sigmund Freud so fasziniert von dieser Geschichte? Nun, sie spiegelt ziemlich genau sein eigenes Drama. Aber Freud wagt es nicht, den Konflikt mit seiner tyrannischen Mama Amalia offen auszutragen. Im Kokainrausch verfremdet er immer mehr das Modell von „Psychoanalyse“, das sein kluger und differenzierter Kollege Josef Breuer entwickelt hatte, und drängt seinen Mentor rigoros zur Seite. Pauschal beschuldigt er zunächst seinen Vater, dann sich selbst als perversen Täter. Diese Fehlanalyse des eigenen Geschicks verallgemeinert er zu einem menschlichen Entwicklungsgesetz. Der Ödipuskomplex ist erfunden. Auf dem Hintergrund seiner Theorie kommt Freud zu Fehlinterpretationen von Lebensgeschichten seiner KlientInnen, wie auch von Novellen mancher Schriftsteller. Systematisch erklärt er die Opfer zu Tätern. Auch den Mythos von Narziss deutet er in der bezeichnenden Art um. Sein Credo: Der Mensch ist von Natur aus ein Schwein. Hierin folgen ihm seine gläubigen Jünger bis heute. Es offenbart sich dabei ein beträchtliches Ausmaß an Menschenverachtung gegenüber misshandelten Kindern, am deutlichsten wohl bei einem der renommiertesten Psychoanalytiker heutiger Tage – bei Otto F. Kernberg.
Aktualisiert: 2020-01-07
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Der immanente Konstruktivismus

Der immanente Konstruktivismus von Lenke,  Peter
Die Naturwissenschaften zeichnen ein Bild der Welt, das sie vollständig durch Naturgesetze bestimmt und durch den Zufall gelenkt erscheinen lässt. Wie müssen wir uns im Rahmen dieses Bildes selbst begreifen? Unterscheiden wir uns nur durch die Komplexität unseres Gehirns von den Maschinen, die wir mit unseren Händen konstruieren? Haben wir tatsächlich bereits alle naturwissenschaftlichen Grundlagen erkennen können, die notwendig sind, um den menschlichen Geist im Prinzip vollständig zu erklären? Oder sind die bestehenden Erklärungsmodelle zu eng gezeichnet und müssen für diese Aufgabe durch eine Erweiterung ihrer paradigmatischen Grundlagen ergänzt werden, z.B. durch die Annahme eines bisher unverstandenen immanenten Prinzips? Im Moment besitzen wir zumindest zwei Zugänge zur Phänomenologie des menschlichen Geistes: Wir können ihn, durch unser Wissen vermittelt, von »außen« beobachten, das tun die Naturwissenschaften, oder wir beobachten ihn von »innen«, während wir ihn benutzen und ihn unmittelbar erleben, das tun die Geisteswissenschaften. Der „Immanente Konstruktivismus“ führt diese beiden Perspektiven gleichberechtigt zueinander. Er errichtet ein interdisziplinäres Plateau, das die Arbeit der Natur- und der Geisteswissenschaften wieder in eine dialektische Beziehung miteinander setzt. Er wendet sich detailliert an die Hirnforschung, die Biologie, die Chemie, die Physik, die Psychoanalyse und die Philosophie. Sein Ziel ist es, die grundlegenden Überlegungen der verschiedenen Wissenschaften, zur Phänomenologie der Natur und zum Wesen des menschlichen Geistes, im Rahmen der Philosophie zusammenzutragen und dort miteinander zu verbinden. Gleichzeitig sucht er nach den Grenzen der verschiedenen Erklärungsmodelle und versuche sie vor dem Hintergrund des gemeinsam zur Verfügung stehenden Wissens zu überschreiten. Damit leistet er einen Beitrag zur Demechanisierung des Naturbildes und damit zur Stabilisierung der Moralphilosophie.
Aktualisiert: 2020-01-02
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Die verantwortungslose Gesellschaft

Die verantwortungslose Gesellschaft von Tichy,  Jürgen
Wir leben in einer Gesellschaft, in der fast jeder glaubt, dass er fast alles tun kann, ohne Verantwortung für sein Tun zu übernehmen. Solidarität, Gerechtigkeit und Verantwortungsgefühl werden als Verlierer- und Versagermentalität abgetan, Egomanie und Eigennutzen als Lebenselixier vergöttert. Ist das die Welt, in der wir leben wollen, überleben können? Oder gibt es alternative Lebensformen, die das Zusammenleben der Menschen für alle bereichert und unsere Welt überleben lässt? Dieses Buch versucht aus unterschiedlichen Blickwinkeln Antworten auf diese Fragen zu geben.
Aktualisiert: 2020-01-02
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Tugendkette

Tugendkette von Kirschner,  Beate-Maria
In friedfertigen und glücklichen Begegnungen von Menschen spielen gute Eigenschaften und Haltungen eine große Rolle. Jeder von uns möchte etwas Besonderes sein und als Mensch geliebt, geachtet und geschätzt werden. Die einen haben Glück, denn ihr Dasein allein führt dazu. Die anderen müssen viel dafür tun, sie müssen es sich verdienen. Jeder von uns wird in eine Situation hineingeboren. Die ersten Wege sind oft vorgezeichnet. Und dann kommen Tage, da können wir wählen oder auch nicht. Wer reich ist, möchte es bleiben. Wer arm ist, möchte am Reichtum teilhaben. Innerer Reichtum lässt Armut zu und innere Armut macht reich. Im Sprechen, Singen, Tanzen sind wir einfach Menschen, egal woher wir kommen. Doch eines ist uns immer gemeinsam: Wir träumen von einer besseren Welt. Jeder hat einmal diesen Traum oder diesen Wunsch. Und hier finden wir die kleinste Gemeinsamkeit, unabhängig von Familie, Herkunft, Charakter, Geld, Macht, Beruf, Religion, Weltanschauung, Partei, Politik, Recht, Bildung, Moral, Ethik, Lebensumstand oder persönlicher Meinung. Da uns allen gute, besondere, hervorragende Eigenschaften und Haltungen inne sind, wir tragen sie in uns, genau deswegen sollten wir diese Gemeinsamkeit wagen. Und eine Form dessen ist, die Tugendkette lebendig durch unser ganzes Leben schwingen zu lassen, damit der Frieden in der Einen Welt einen Klang hat, um zum Einklang in Vielfalt zu werden und zu sein. Wir verweilen im Vertrauten, wir wagen das Fremde und wir sehen, hören, fühlen, dass wir immer einander Mensch sind. So ist für jeden von uns jeder Tag ein neuer Anfang, denn es ist nie zu spät zum Gänseblümchenpflücken.
Aktualisiert: 2020-01-02
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Ein Buch für Keinen

Ein Buch für Keinen von Gruber,  Stefan
Ausgehend von Kapitalismus, Sozialismus und anderen Wirtschafts- und Gesellschaftssystemen führt 'Ein Buch für Keinen' tief hinein in die Psychoanalyse der Menschheitsgeschichte und die Geschichte des Individuums, um über die Entstehung des Universums hinaus an den Urgrund allen Seins zu gelangen. Alle geistigen oder physischen Systeme, so die Schlussfolgerung des Autors, müssen grundsätzlich an ihren eigenen unvollständigen Prämissen zugrunde gehen. Das vorliegende Werk ist davon nicht ausgenommen. 'Ein Buch für Keinen' ist die Bibel für alle Novizen der Kirche des Nihilismus. 'Das Ende ist fantastisch und wahrlich fulminant. Und verstörend. Und schön. Und ich musste weinen. Es greift tatsächlich alles ineinander. Ich wollte das Gelesene erst ein wenig wirken lassen. Und nachgewirkt hat es tatsächlich, das kann ich Ihnen sagen! Und ich wollte Ihnen dann irgendetwas Großes sagen zu Ihrem großen Buch. Es ist mir dann nur alles, was ich schreiben wollte, so banal vorgekommen. Ich liebe Ihr Buch! Und ich danke Ihnen. Dafür, dass ich es lesen durfte. Dafür, dass Sie es geschrieben haben. Auch wenn vieles in mir jetzt rumort.' Eine Leserin.
Aktualisiert: 2020-01-02
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Ein Buch für Keinen

Ein Buch für Keinen von Gruber,  Stefan
Ausgehend von Kapitalismus, Sozialismus und anderen Wirtschafts- und Gesellschaftssystemen führt 'Ein Buch für Keinen' tief hinein in die Psychoanalyse der Menschheitsgeschichte und die Geschichte des Individuums, um über die Entstehung des Universums hinaus an den Urgrund allen Seins zu gelangen. Alle geistigen oder physischen Systeme, so die Schlussfolgerung des Autors, müssen grundsätzlich an ihren eigenen unvollständigen Prämissen zugrunde gehen. Das vorliegende Werk ist davon nicht ausgenommen. 'Ein Buch für Keinen' ist die Bibel für alle Novizen der Kirche des Nihilismus.
Aktualisiert: 2020-01-02
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