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Die ehemalige Leipziger Arbeitsanstalt in der Riebeckstraße 63

Die ehemalige Leipziger Arbeitsanstalt in der Riebeckstraße 63 von Düben,  Ann Katrin
Die 1892 eröffnete „Zwangsarbeitsanstalt zu St. Georg“ war ein Ort der Verwahrung, Ausgrenzung und Disziplinierung gesellschaftlicher Außenseiter. Während des Nationalsozialismus wurden mindestens 76 Insassen Opfer der „Euthanasie“. Außerdem wurde ein Sammellager zur Deportation von Juden, Sinti und Roma eingerichtet und die Arbeitsanstalt diente als Drehscheibe ziviler Zwangsarbeit in Leipzig. In der DDR wurde die bauliche Infrastruktur weitergenutzt: Hier befand sich eine Außenstelle der Psychiatrie und eine geschlossene Venerologische Station. Der Band versammelt Beiträge, die Schlaglichter auf die Geschichte des Ortes werfen, nach Mustern und Brüchen des Umgangs mit „Randgruppen“ fragen und erinnerungskulturelle Perspektiven formulieren. Mit Beiträgen von: Steffi Brüning | Ann Katrin Düben | Elisabeth Elling-Ruhwinkel | Hedi Haase | Rosi Haase | Steffen Held | Dietfrid Krause-Vilmar | Thomas R. Müller | Alexander Rode | Hannes Schneider | Maximilian Schochow | Gjulner Sejdi | Petra Sejdi | Thomas Seyde | Jana Sitz | Josephine Ulbricht
Aktualisiert: 2019-12-29
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Der Bruderkrieg

Der Bruderkrieg von Pölking-Eiken,  Hermann, Sackarnd,  Linn
Der Deutsch-Französische Krieg von 1870/71 markiert einen zentralen Einschnitt der europäischen Geschichte. Doch trotz seiner großen Bedeutung ist er aus dem kollektiven Bewusstsein verschwunden. Dabei bereitet er erst den Boden für die beiden Weltkriege und das Völkerschlachten des 20. Jahrhunderts. Für Deutschland und Frankreich ist der Krieg die Geburtsstunde eines neuen Selbstverständnisses. Es entsteht ein als Kaiserreich geeinter deutscher Nationalstaat und das dynastische Frankreich macht endgültig einer französischen Republik Platz. Dieser Krieg legt die Saat für eine Erbfeindschaft, die für drei Generationen das Verhältnis zwischen Deutschen und Franzosen vergiftet. Hermann Pölkings und Linn Sackarnds große Erzählung ist entstanden aus jahrelangen Recherchen in deutschen und französischen Archiven und aus der intensiven Lektüre der Erinnerungsliteratur. Sie berücksichtigt erstmals die deutsche wie die französische Seite und öffnet auch den internationalen Blick auf diesen Krieg.
Aktualisiert: 2019-12-24
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