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Bilder des Menschen

Bilder des Menschen von Wulf,  Christoph
Welche Rolle spielen Bilder, Imagination und Imaginäres für unser Verständnis der Welt, der anderen Menschen und der menschlichen Subjektivität? Welche Bedeutung haben sie für das Alltagsleben, die Literatur und die Künste? Christoph Wulf zeigt: Prozesse der Imagination und des Imaginären tragen dazu bei, den Menschen, seine Gesellschaften und Kulturen zu gestalten. Sie sind eng mit den Praktiken des Körpers und mit seiner Performativität verwoben. Unter Bezug auf Spiel, Ritual und Geste sowie auf Familie und Familienglück wird deutlich: In mimetischen Prozessen, d.h. durch kreative Nachahmung, werden soziale und kulturelle Praktiken gelernt, bewahrt und verändert - und als Bilder Teil des individuellen und kollektiven Imaginären.
Aktualisiert: 2023-01-26
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Mimesis, Mimikry, Simulatio

Mimesis, Mimikry, Simulatio von Heister,  Hanns-Werner, Soies,  Bernhard
Im Zentrum der Arbeit des Jubilars stehen drei Typen spezieller Schreib- und Darstellungsweisen. Sie artikulieren das, was sie ausdrücken und worauf sie zielen, in einer mit Bedacht geliehenen Sprachform oder Ausdrucksweise. Die „verdeckte Schreibweise“ nicht nur von Autoren der Inneren Emigration 1933-1945 bringt mittels rhetorischer Tarnung politisch unterdrückte Positionen zur Sprache. Die Parodie spricht eine fremde Sprache so nach, dass sie deren Gültigkeit untergräbt. Die Satire schließlich imitiert Personen oder Verhältnisse, um sie herabzusetzen und zu kritisieren. Diesen und weiteren Formen von Mimesis, Mimikry und Simulatio, von nachahmend-nachmachender Darstellung, täuschender Nachahmung oder Anpassung sowie kunstvoll-täuschender Verstellung gelten auch die Untersuchungen in der Festschrift. Sie kombinieren ästhetische Detailanalyse mit dem Blick für die großen Zusammenhänge in der historischen Entwicklung der Literatur wie der übrigen Künste, widmen sich den Strategien der Überlagerung und Verdunkelung, der Tarnung und Verfremdung in Literatur, Musik und Kunst von der frühen Neuzeit bis zur Gegenwart, und sie reflektieren das Wechselspiel von Maske und Authentizität. Auf diese Weise spiegeln die Beiträge auch die Vielfalt der Anregungen wider, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen der nachfolgenden Generationen – vorrangig aus der Literaturwissenschaft, aber auch aus Musikwissenschaft und Kunstgeschichte – von Erwin Rotermund erhielten.
Aktualisiert: 2020-01-20
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Mimesis und historische Erfahrung

Mimesis und historische Erfahrung von Choi,  Seong Man
Walter Benjamin hat mit seinen programmatischen Schriften «Lehre vom Ähnlichen» und «Über das mimetische Vermögen» eine einzigartige Mimesistheorie entwickelt, die er als die Weiterführung seiner frühen Spracharbeit verstand und die den Ausdruckscharakter der Sprache, im Kontrast zu ihrer semantisch-semiotischen Funktion, betont. Die vorliegende Studie versucht, seine Mimesiskonzeption, die anthropologisch-geschichtsphilosophisch konzipiert ist, nicht nur im sprachtheoretischen Kontext, sondern im ganzen Spektrum seines Denkens anhand seiner einschlägigen interpretatorischen Arbeiten zu erschließen. Dabei werden sowohl die Schlüsselbegriffe wie «Übersetzung», «Sprachmagie» und «unsinnliche Ähnlichkeit» als auch die paradoxe These der «Liquidation der Magie» expliziert.
Aktualisiert: 2019-12-19
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«Das schwierige Ganze»

«Das schwierige Ganze» von Jachimowicz,  Aneta
In der Postmoderne ist das Ganze eine Sache der Unmöglichkeit. Das Pathos der Totalität wurde vom Pathos der von den Postmodernisten positiv bewerteten Pluralität ersetzt. Robert Menasse stellt dieser Erscheinung in seiner «Trilogie der Entgeisterung» eine negative Diagnose aus. Durch die Aufrechterhaltung der Einheit von Inhalt und Form schafft er ein totales Werk und erhebt sich über die Misere der in seiner Romanreihe beschriebenen Zeit. Ist aber dadurch seine Trilogie als kein postmodernes Werk aufzufassen? Das Ziel der Arbeit ist zu zeigen, dass das Schaffen eines totalen Werks in der Epoche der Zersplitterung lediglich eine Illusion ist. Die Fiktion des Ganzen spricht für den postmodernen Charakter von Menasses Trilogie.
Aktualisiert: 2023-01-15
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Geschichtliches Handeln und tragisches Scheitern

Geschichtliches Handeln und tragisches Scheitern von Schulte-Altedorneburg,  Jörg
Die vorliegende Arbeit richtet sich gegen die bis heute dominierende Deutungstendenz in der Herodot-Forschung, Gestalt und Gehalt der Historien anhand der Maßstäbe modernen historischen Denkens zu ermitteln. Wie der Blick auf Wesensmerkmale der antiken Historiographie und die Interpretation der Historien erweisen, geht es Herodot gerade nicht um die lückenlose, empirisch beglaubigte Ermittlung und Wiedergabe diverser Ereignisketten. Ausgehend von der Einsicht in die Übertragbarkeit historischer Fremderfahrung stellt er vielmehr den geschichtlich handelnden Menschen in den Mittelpunkt seiner gezielten Auswahl und Bearbeitung von Geschichte: Im Ursachengeflecht eines konkreten historischen Geschehens vor allem die Grenzen und Möglichkeiten menschlichen Handelns auszuloten und die Darstellung im Blick darauf zu ‘verdichten’, dies macht das Geschichtsdenken Herodots, sein Konzept historiographischer Mimesis, aus.
Aktualisiert: 2023-01-15
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Drosilla und Charikles

Drosilla und Charikles von Eugeneianos,  Niketas, Plepelits,  Karl
Drosilla und Charikles ist ein spannender Liebesroman mit einer virtuosen Handlungsführung. Zwei junge Leute verlieben sich unsterblich ineinander, aber da das Mädchen bereits einem anderen versprochen ist, entführt sie der Held und flieht mit ihr. Sie erleben aufregende und zum Teil groteske Abenteuer, finden sich aber schließlich wieder zusammen und erleben eine triumphale Hochzeit.Der byzantinische Roman des 12. Jahrhunderts geht auf eine Wiederbelebung des antiken Prosaromans, konkret: der Romane des Achilleus Tatios (Leuklippe und Kleitophon, BGL Band 11) und des Heliodor, zurück. Den Anfang scheint Eustathios Makrembolites mit seinem dem Roman des Achilleus Tatios nachempfundenen Prosaroman Hysmine und Hysminias (BGL Band 29) gemacht zu haben, dem einzigen byzantinischen Prosaroman überhaupt. Ein Prosaroman ist er freilich ausschließlich in formaler Hinsicht; stilistisch gesehen ist seine Sprache das, was man in der Antike als „Poesie in Prosa“ bezeichnete.Makrembolites’ Nachfolger, Theodoros Prodromos, geht daher einen Schritt weiter und schafft konsequenterweise auch formal Poesie, das heißt er schreibt seinen den Aithiopika Heliodors nachempfundenen Roman Rhodanthe und Dosikles (BGL Band 42) zur Gänze in Versen. Und nach dessen Vorbild schreibt nun dessen Zeitgenosse Niketas Eugeneianos seine Erzählung.Die Nachahmung einer Nachahmung also? So ist es in der Tat. Andererseits ist nicht zu bestreiten, daß von wirklicher Nachahmung nur am Anfang und dann wieder am Schluß gesprochen werden kann und dazwischen eine erstaunliche schöpferische Phantasie und eine beachtliche erzählerische Begabung kenntlich werden. Doch Eugeneianos geht noch weiter als Prodromos. Als Inbegriff der Poesie gilt ja eher die Lyrik. Zumindest gleichberechtigt neben dem epischen Element, der Handlung, steht bei ihm die Lyrik und hier wieder vor allem die Liebeslyrik. Mehr noch: Die in Drosilla und Charikles enthaltene Liebeslyrik stellt fürwahr die Gesamtheit der byzantinischen Liebeslyrik bis zu diesem Zeitpunkt dar. Mit dieser ersten deutschen Übersetzung wird dem heutigen Leser ein lyrischer Liebes- und Abenteuerroman vorgelegt, der zwar in heidnischer Antike spielt, aber im christlichen Mittelalter verfaßt worden ist. Die vorliegende Übersetzung versucht, Gedankengang und sprachlichen Ausdruck des Originals möglichst getreu wiederzugeben Sie versucht hingegen nicht¸ das Versmaß des Originals nachzubilden¸ sondern bedient sich freier Rhythmen, die einfacher Prosa nahestehen. Über biographische und literaturhistorische Fragen, Aspekte der sprachlichen und künstlerischen Gestaltung und anderer Einzelfragen handelt eine ausführliche Einleitung. Der Erleichterung des Textverständnisses und der Erhellung der Arbeitsweise des Dichters dienen ein wissenschaftlicher Kommentar. Ein detailliertes Register beschließt den Band.
Aktualisiert: 2021-02-02
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Soziale Welt und Fiktionalität

Soziale Welt und Fiktionalität von Benkel,  Thorsten
Fiktionalität ist eine Umformulierung gesellschaftlicher Wirklichkeit, die zwar augenscheinlich "nicht stimmt", die aber dennoch auf eigenwillige Weise Auskunft über soziale Verhältnisse gibt. Die Welt der Kunst ist neben der Wissenschaft die vielleicht einzige Bühne, auf der über die Spannung des Gegensatzpaares real - irreal systematisch reflektiert wird. Die bekannte Prämisse, dass sich Realität gerade durch ihre Ästhetisierbarkeit auszeichnet, legt die provokante Überlegung nahe, dass, wer über Wirklichkeit redet, an artifiziellen Formen der Realitätsverarbeitung nicht vorbei kommt - insbesondere dann nicht, wenn es um die gesellschaftliche Wirklichkeit geht.
Aktualisiert: 2019-12-20
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Die Geburt des fiktionalen Romans aus dem Geiste des Märchens

Die Geburt des fiktionalen Romans aus dem Geiste des Märchens von Knapp,  Fritz Peter
Entgegen einer in der Forschung verbreiteten Ansicht kennt die mittelalterliche Poetik sehr wohl die reine Fiktionalität des Erzählens, beschränkt sie aber auf Fabel und Allegorie ('fabula'), wo bildhaft auf die Wirklichkeit verwiesen wird, und empfiehlt sonst deren unmittelbare Repräsentation ('historia'). Das Ergebnis ist aus unserer Sicht Pseudo-Historie, welche ein mehr oder minder solides Gerüst historischer Fakten durch Fiktion nach dem Prinzip der Wahrscheinlichkeit ergänzt. Dahinter steht die mittelalterliche christliche Überzeugung von der Einzigkeit und Vollkommenheit der gottgeschaffenen Wirklichkeit, die der Mensch weder verdoppeln noch ersetzen, sondern nur nachahmen könne. Erst in der Neuzeit werden der Glaube daran erschüttert und der Mensch frei, sich eine eigene 'Welt im Kopf' zu schaffen. Das Ergebnis ist schließlich der moderne Fiktionskontrakt: Etwas wird erzählt, als ob es wahr sei, obwohl alle wissen, daß es nicht wahr ist, dieses Als-ob aber akzeptieren. Trotzdem hat - dies die hier vertretene These - Chrétien de Troyes im 12. Jh. in bewußter Umgehung der Poetik seiner Zeit aus dem Geist des subliterarischen areligiösen Märchens den rein fiktionalen Artusroman kreiert, der jedoch von den allermeisten Zeitgenossen und Nachfahren doch wieder nur für 'historia' gehalten wurde, so daß die moderne Fiktionalität erst aus der parodistischen Verkehrung der Pseudo-Historie durch Ariost und Cervantes und endgültig in der Aufklärung durch Sterne und Diderot entstehen konnte
Aktualisiert: 2021-02-23
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Georg Lukács. Totalität, Utopie und Ontologie

Georg Lukács. Totalität, Utopie und Ontologie von Bauer,  Christoph J., Caspers,  Britta, Giesbert,  Andreas, Göcht,  Daniel, Grewing,  Michael, Jung,  Werner, Pluder,  Valentin, Vialon,  Martin
Band 4 des Gesellschaftswissenschaftlichen Institutes Bochum (GIB) beschäftigt sich, wie schon die beiden vorausgehenden Bände (GIB 2 und 3) mit Werk und Wirkung des ungarischen Philosophen Georg Lukács. In bewährter Weise versammelt „Georg Lukács – Totalität, Utopie und Ontologie“ sowohl bislang unpublizierte Texte von Georg Lukács aus dem Budapester Nachlass – ebenso wie zwei Briefe aus dem Besitz des Bochumer Hegel-Archivs – als auch Aufsätze, die sich mit systematischen Fragestellungen insbesondere von Lukács’ später Philosophie, der Ästhetik (Daniel Göcht) und Ontologie (Valentin Pluder und Andreas Giesbert) sowie mit der Rezeption von "Geschichte und Klassenbewußtsein" durch die Studentenbewegung (Michael Grewing) befassen. Hinzu kommt ein umfangreicher Essay (Martin Vialon), der sich mit dem nachhaltig von Lukács beeinflussten Literaturwissenschaftler und Romanisten Erich Auerbach auseinandersetzt. INHALT: Christoph J. Bauer, Britta Caspers, Werner Jung: Vorwort; I ZWEI BRIEFE UND ZWEI TEXTE VON GEORG LUKÁCS. HERAUSGEGEBEN UND KOMMENTIERT VON CHRISTOPH J. BAUER, BRITTA CAPERS UND WERNER JUNG; Christoph J. Bauer, Britta Caspers, Werner Jung: Editorische Vorbemerkung; Georg Lukács: Zwei Briefe; Georg Lukács: Deutsche Kulturtat im Kriege; Georg Lukács: Antwort an Döblin; II ABHANDLUNGEN; Valentin Pluder: ‚Realismus‘ oder ‚Wirklichkeit‘ Über die Grundlagen der in Lukács’ Ontologie des gesellschaftlichen Seins vertretenen Erkenntnistheorie; Daniel Göcht: Widerspiegelung und Mimesis in Georg Lukács’ Die Eigenart des Ästhetischen; Andreas Giesbert: Menschwerdung. Der Begriff der Entfremdung beim späten Lukács; Michael Grewing: Hans-Jürgen Krahl und die Organisationsfrage bei Georg Lukács; Martin Vialon: Erich Auerbachs Mimesis-Brief an Fritz Strich (1948) im Kontext ästhetisch-widerständiger Formgebung als Lebensprinzip; Autorenverzeichnis
Aktualisiert: 2021-12-30
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